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Erst um 1905 wurden die ersten Zusammenschlüsse von Künstlern verwirklicht, wie die Brücke, die meist eine scharfe Opposition zu den herkömmlichen Stilrichtungen der damaligen Zeit war. Der Expressionismus gehörte wie viele in dieser Zeit neu entstandenen Kunstrichtung zur Modernen Kunst. Weitere Richtungen waren Fauvismus, Kubismus, Futurismus, Konstruktivismus, Surrealismus und Dadaismus.
1909 entstand die neue Münchner Künstlervereinigung, welche nicht nur expressionistische Bilder beinhaltete, sondern noch von Werken kubistischer und fauvistischer Art komplettiert wurde. Renommierte Künstler diese Zusammenschlusses waren Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlenski, Pablo Picasso, Georges Braque, usw..
1911 wurde die Künstlergruppe der Blaue Reiter gegründet bei der Franz Marc, Kandinsky und Jawlinsky die bedeutendsten Künstler waren.
Diese Bewegungen werden zur Avantgarde gezählt, was nichts anderes heißt als die „Vorhut“ der Bewegungen dieser Epoche.
In den 20er Jahren entstand die Gegenbewegung „die Neue Sachlichkeit“.
3. Historischer Hintergrund
Der Konflikt mit den Vätern der Gründerzeitgeneration ist das beherrschende Motiv der sozialen Lage, in der Bevölkerung, der natürlich auch erhebliche Auswirkungen auf die Literatur, Musik und Kunst dieser Epoche. Die Künstler lehnen Naturismus, Militarismus und Kapitalismus ab und fordern Kosmopolitismus, Pazifismus und Sozialismus.
Der Anfang des Elends war die Industrialisierung, die viele soziale Probleme mit sich führte. Das größte Problem dieser Epoche ist jedoch das ständig wachsende Leid in der Bevölkerung. Durch die Einführung der Maschinen kam es zur Schichtarbeit, bei der die Arbeiter bis kurz vor den Zusammenbruch arbeiteten. Die Gründe dafür lagen in der Verstädterung, der Landflucht, wobei der Lebensraum des einzelnen immer langweiliger und öder wurde. Die Arbeiter lebten unter Bedingungen, die heutzutage nicht einmal Tieren zugemutet werden. Durch die Ballung entstanden Slums. Dies führte zu einer sehr pessimistischen Stimmung der Arbeiter, da die Isolation ihnen keine Perspektiven gab und somit Drogen wie Alkohol immer größer Beliebtheit fanden, um aus dem monotonen Alltag und dem kalten Mechanismus zu entfliehen.
Weitere Gründe für die Veröffentlichung innerer bedrücken waren die Erfahrungen des ersten Weltkrieges (1914-1918). Es wurden Situationen erlebt, die das Leben von allen Soldaten prägte. Es waren Erfahrungen wie Massensterben, Mord, Warten auf den Tod, Einsamkeit, Verfolgungswahn, usw.. Es kam zum Versagen aller Wertvorstellungen die im Grundrecht eigentlich determiniert waren. Es wurden daraufhin Gruppen gegründet, die den Betroffenen seelischen Beistand leisteten.
4. Geistesgeschichtlicher Hintergrund
Im Bezug auf die Wissenschaft gab eine Reihe von Revolutionen. 1909 wurden auch erstmals Kunststoffe entwickelt, die in unserer Zeit nicht mehr weg zu denken sind. Für die Chemie gab es 1913 einen Fortschritt durch Niels Bohr. Albert Einstein bewegte die Welt mit seiner allgemeine Relativitätstheorie. Weiterhin bekam Max Planck den Nobelpreis für die Quantentheorie.
In der Naturwissenschaft brachte der Darwinismus eine Revolution, die durch die Vererbungslehre und die Evolutionstheorie neue Ideen brachte, die das christliche Vorbild sprengte und somit den Wandel der Zeit festigte. Dadurch wurde der Mensch determiniert und es folgt der Verlust des ganzheitlichen Menschen.
In der Philosophie öffnete Friedrich Nietzsche (1844-1900) neue Pforten, indem er neue Gedanken in die Welt setzte, die einen großen Einfluß auf den Expressionismus hatten. Seine Hauptmerkmale lagen in der Existenzphilosophie. Er sprach von Umwertung der Werte und den Ausdruck des Willens durch die Kunst. Er lehnte das Christentum ab.
Erstellt von Milota Adrian, Duda Adrian am 22.11.99
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Weiterhin wurde die Psychoanalyse durch Siegmund Freud erforscht. Er entdeckte das Unbewußte, er entwickelte die Traumdeutung und die Lehre von Ich, Es und Über-Ich. Dies führte zu einem Verlust der Identität.
Zwischen den Expressionisten der Literatur herrschte ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Sie bildeten Vereinigungen und brachten Zeitschriften heraus. Die bekanntesten waren „Der Sturm“ und „die Aktion“. Die gängigen Themen waren politische Thesen, sozialistische Forderungen, Frieden und Weltverbrüderung. Wie in der Kunst nannte man dies die Avantgarde.
Nach dem ersten Weltkrieg waren „Moderne Nervosität“ und „Zivilisationshass“ Kennzeichen der Literatur und Dramatik. Ihre Gedanken waren, daß es keine Helden mehr gibt und alles vorgeschrieben sei. Man fühlte sich der industrielle Revolution ausgeliefert. Ein Beispiel war das Drama „Gas 1“ aus dem Jahr 1918.
Merkmale der Literatur
Epik
Die erzählende Dichtung tritt im Expressionismus etwas in den Hintergrund, da sie nicht so häufig angewendet wird. Die Dichter lehnen die Psychologie und Kausalität zur Erklärung von Mensch und Welt ab. Dabei tendieren sie zur Kürze, zu Wucht und Prägnanz des Ausdrucks. Parataxe, Ellipse und syntaktische Sprachverzerrung überwiegen im Sprachlich-Stilistischen. Kürze und Prägnanz sollen durch Vereinfachung zur Steigerung führen. Da die epischen Werke kurz gehalten sind, erhalten sie beinahe novellistischen Charakter, der aber nicht dem Inhalt entspricht.
Lyrik
Das Wesen des Expressionismus verwirklichte sich in der Lyrik am besten. Gottfried Benn beschreibt ihn als “Wirklichkeitszertrümmerung, als rücksichtsloses An-die-Wurzel-der-Dinge-Gehen”.
Moralischer Pathos, visionärer Sturm, Intensität und Verkündigung sollen aus Formzwängen hinaus, zu freiem Bekennertum führen. Mit der Sprache wird bewußt gespielt, wobei das Wort im Vordergrund steht, das als Zeichen, als Chiffre oder für neue Wortkombinationen verwendet wird. Die Lyrik beinhaltet außerdem die Reflexion in langen Monologen, scharfe Ironie sowie die schamlose Darstellung des Peinlichen und Häßlichen. Die Inhalte sind relativ nebensächlich.
Dramatik
Im Drama konnten expressionistische Dichter ihre Ideen der Wandlung und Steigerung wirkungsvoll demonstrieren. Daher übernahm es neben der Lyrik eine beherrschende Rolle. Auf der Bühne wird die Geburt des neuen, gewandelten Menschen - hervorgerufen durch Abstraktion und Einfühlung - dargestellt.
Unterstützt wird das Drama durch Musik, Tanz, Pantomime, Bühnenbild und Lichteffekte. Die Personen werden nicht als individuelle Wesen, sondern typisiert dargestellt (“Mann”, “Frau”, “Tochter” ...). Die Charaktere werden oft übersteigert oder grotesk verzerrt, um die Seele aufzudecken.
Im eigentlichen Dramentyp des Expressionismus wird das Stück von einem Wortführer (Protagonist) beherrscht. Auf allegorisch-symbolische Demonstration der Verwirklichung ethischer Werte ausgerichtet, führt es am Menschen, begriffen als Mitte der Welt, Erlösung durch Wandlung vor. Auf der Bühne erscheint ein Einzelmensch, um (oft namenlos mit Maske) das Allgemeingültige vorzutragen.
5. Textauszug und Deutung
Für den Textauszug wählten wir den Lyriker Georg Heym (1887-1912). Er war auf seine eigene Art sehr faszinierend, obwohl er nur negative Gedanken verstreute, die er in sehr gewagten Gedichten festhielt. Er rebellierte gegen den preußischen Staat sowie die Justiz. Seine Poesie ist
Erstellt von Milota Adrian, Duda Adrian am 22.11.99
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drastisch und wuchtig, aber auch realistisch und phantastisch. Er benutzte alle Varianten schockierender Häßlichkeit.
Er verfaßte viele Berlin-Gedichte, aber auch Beschwörungen vieler menschlicher Grenzsituation, wie Krankheit, Wahnsinn, Gefangenschaft und Tod. Es wird oft eine Ahnung auf eine bevorstehende Apokalypse hingedeutet.
Später steigerte er sich weiter in abnorme Todes- und Leichengedichte hinein, die das häßliche im Menschen provozieren.
Diese Person ist unsere Meinung ein Paradebeispiel dieser Epoche des Ausdrucks.
Deutung:
In dem Gedicht „Der Winter“ wird im Leser eine kalte und pessimistische Stimmung geweckt. Die ersten drei Zeilen des Gedichts kann man vor allem mit Einsamkeit und Todesstimmung in Verbindung bringen. In Zeile 2 z.B. wird auf das Eintreffen der Apokalypse hingedeutet. Die Apokalypse wird als Höhepunkt der zerrütteten Gesellschaft gesehen und mit dem 1.Weltkrieg in Verbindung gebracht.
In den folgenden Zeilen 4-6 wird diese pessimistische Stimmung fortgesetzt und das nähere Umfeld des Arbeiters beschrieben. Die Zeile 4 weist auf ein inhumanes Leben hin, das mit Enge und Unterdrückung beschrieben wird. Weiterhin wird das warten auf einen bevorstehenden Angriff hingewiesen.
Die 3. Strophe bezieht weitgehend auf den Alltag des Arbeiters. Man wird hier mit den unmenschlichen Arbeitsverhältnissen die damals herrschten konfrontiert (Zeilen 7-8).
Dieses Werk zählt man zu der Arbeiterdichtung.
Weiter Künstler dieser Epoche: Georg Trakl, Gottfried Benn, Franz Kafka, Alfred Döblin
6. Die Bilddeutung
Als Künstler wählten wir Franz Marc. Er lebte von 1880-1916. Marc gehörte zu den Künstlern, die im Krieg gefallen waren. Seine Bilder hatten einen mystischen Einklang mit der Natur. Er verwendete sehr oft Tiere, vor allem Pferde. Die Bilder hatten oft eine intensive Auseinandersetzung mit dem Symbolwert der Farbe. Es werden auch abstrahierende kristalline Strukturen erkennbar.
Erstellt von Milota Adrian, Duda Adrian am 22.11.99
7. Musik
Die Musik im Expressionismus verzichtete auf Wohlklang und Melodie, so wie es in der romantischen Tonsprache vorkommt. Traditionelle Formen wurden abgelehnt. Vielmehr wurde der kalte Ton und die reine harmonische Struktur verwendet. Schönbergs Prinzip der Atonalität widersprach der bisher geltenden Harmonie. Man entdeckte die elementare und primitive Melodik, Rhythmik und Instrumentation wieder.
Bekannte Komponisten:
Igor Fjodorowitsch Strawinsky Béla Bartók Arnold Schönberg
8. Quellenangaben
Bücher:
Heinrich Hoerkötter, Deutsche Literatur Geschichte (S. 96-114) Franz Marc Biographie, Benedikt Taschen Verlag Eva Maria Kabisch, Literaturgeschichte (S. 30-31)
Enzyklopädien:
Brockhaus Enzyklopädie Encarta 99 Enzyklopädie
Internet:
Uni Düsseldorf für Germanistik Uni Berlin für Germanistik
Sonstige:
Telekolleg Deutsch 46
Erstellt von Milota Adrian, Duda Adrian am 22.11.99
Arbeit zitieren:
Adrian Milota, 1999, Expressionismus, München, GRIN Verlag GmbH
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hallo.
hallo, ich wollte mich bei der Autorin bedanken, da mir ihre Arbeit geholfen hat, den Expressionismus im ganzen zu verstehen. Ich fand besonders den ersten Teil (Geschichtliche Hintergründe) sehr hilfreich!
Danke
am Monday, February 02, 2004-