inhaltlich sehr gut nachweisen kann,: Das Leben dieser Welt / eilt schon die Welt zu küssen / ..... Erleuchte den / der sich itzt beugt vor deinen Füssen!“. Dies zeigt das die Sonnen am Morgen die Welt aus ihrem Schlaf wach küsst und die ganzen Menschen mit Licht versorgen soll. Aber auch innerhalb der Verse ist eine Teilung festzustellen. Dadurch wird dem Gedicht ein gewisser Rhythmus gegeben, der gegen Ende hin sehr erhebend und aufsteigend wirkt. Er wird auch durch die Zeilensprünge beispielsweise von Vers zwei zu drei der ersten Strophe bestimmt. Die Gliederung der einzelnen Verse kommt auch im Metrum zum Ausdruck, das hier verwendet wurde. Der sechshebige Jambus, ein sogenannter Alexandriner ist typisch für das klassische Sonett und verstärkt einmal die Absicht des Rhythmus und einmal die Gegensätzlichkeit, die im Barock häufig zu finden war. Ein Beispiel dafür wie antithetisch solch eine Verszeile aufgebaut ist, findet man bereits im ersten Vers. Hier wird aus „ewig helle Schar“ plötzlich „ihr Licht verschließen“. Dies steht vor allem für die Gespaltenheit und Vergänglichkeit des Menschen. Ebenfalls für die Vergänglichkeit sprechen die Personifikationen in der ersten Strophe,: „Morgenröte lacht“, „Wind erwacht“. Wie Leitmotive durchziehen sich die beiden Schlüsselwörter dieses Gedichtes „Licht“ und „Sonne“. Zu Beginn wurde es für die Beschreibung des Sonnenaufganges und für das Erwachen des Tages genutzt. Im gebetsteil als Zeichen der Hoffnung und der Hilfe Gottes. Die Sonne hier auch als Symbol für Gott genutzt soll verdeutlichen, dass alles was existiert, egal ob es dieser einzigartige Himmelskörper ist, einzig und allein auf Gott zurückzuführen ist. Ein weiteres Schlüsselwort ist das Wort „ewig“. Anfänglich wird damit noch etwas irdisches beschrieben. Doch die Vergänglichkeit des Menschen erlaubt nur das Gott die Ewigkeit verkörpert.
Nach ausgiebiger Betrachtung des hier vorliegenden Textes kann man sagen, dass die Sinnvermutung, die ich zu Beginn der Interpretation aufgestellt habe, fast mit der Autorenintention, die ich nach detaillierter Bearbeitung herausbekommen habe, übereinstimmt. Es können zwar kleine Veränderungen durchgeführt werden, diese wären aber nicht von großer Bedeutung. Wörter: 1022
Arbeit zitieren:
Jan Greschner, 2001, Gryphius, Andreas - Morgen Sonett, München, GRIN Verlag GmbH
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Kommentar.
Eine recht gelungene Interpretation mit einer jedoch deutlich zu langen Einleitung.Die Thesen sind Sinngmäß jedoch teilweise etwas konfus!
Ich hätte es jedoch nicht besser machen können!
am Monday, October 29, 2001-
Julia
Mehr.
Meine Deutschlehrerin hätte gemeint, dass in den Text noch viel mehr interpretiert hätte werden können. Die Einleitung ist viel zu lang. Den geschichtlichen Hintergrund hätte man eher in den Text mit eingebauen können. Und wo bleibt Memento mori vanitas und Carpe diem, die gerade für diese Zeit charakteristisch waren? An sonsten finde ich es vom Stil her super geschrieben, hätte man nicht besser machen können.
am Thursday, October 31, 2002-
Anett
Abitur 2008.
Ich finde ebenfalls, dass die Einleitung zu lang ist und noch mehr Möglichkeiten zur Interpretation gegeben sind.
Heute war dieses Gedicht Inhalt meines Abiturs.
Zusätzlich musste ich einen Gedichtvergleich, ,,Morgen Gebet'' von Eichendorff anfertigen.
Hat aber trotzdem spaß gemacht.
am Wednesday, April 23, 2008-