mich zu sehr. Unmäßig, abgöttisch sind die Zeichen seiner Freude, so ehrt man einen Gott,
nicht eine Königin.“ Elisabeth ist völlig überzeugt von sich, sie stellt sich gottesgleich über
alle Engländer und vermeint die unendlich angepriesene Herrscherin zu sein. Es ist zwar
wahr, das ein Großteil des Volkes auf Elisabeths Seite steht und Marias Tod fordert, aber
dennoch gibt es Anhänger Marias, sonst würde sich der noch folgende Mordanschlag sicher
nicht ereignen. Während sie spricht beobachtet Elisabeth Maria und ich bin mir sicher, das in
ihr beim Anblick der Schönheit der schottischen Königin großer Neid aufkommt und das
Verhalten der englischen Königin während des Gespräches also nachvollziehbar ist.
Als Maria Elisabeth erblickt, ist sie getroffen von der Kälte, die derer Blick ausstrahlt: „O
Gott, aus diesen Zügen spricht kein Herz.“ Maria hat Angst vor ihrer Rivalin und beim
Anblick dieser schwindet ihrer Hoffnung auf einen Freispruch. „Wer ist die Lady?“ fragt
Elisabeth und diese Frage dient ihr, sich verächtlich über Maria zu erheben. Sie weiß genau,
dass sie der schottischen Königin gegenüber steht, doch um ihre Machtposition zu betonen,
erniedrigt sie Maria und schenkt ihr keinerlei Anerkennung.
Leicester erklärt Elisabeth abermals, wo sie sich befindet und man erkennt deutlich an der
Regieanweisung, dass die englische Königin zwar genau weiß, wo sie ist und wen sie vor sich
hat, sie sich aber zur Demütigung Marias überrascht stellt. Leicester und Shrewsbury bitten
nun noch einmal um Gnade für die gefangene Königin und sprechen ihre Erhabenheit an,
während Maria versucht sich noch halb ohnmächtig zu sammeln. Nur weil Maria steht und
nicht vor Elisabeth niederkniet, beschwert sich diese: „Wie Mylords? Wer war es denn, der
eine Tiefgebeugte mir angekündigt? Eine Stolze find ich, vom Unglück keineswegs
geschmeidigt.“ Die Königin erwartet also, dass sich Maria, durch 19 Jahre Gefangenschaft
gefügig gemacht, ihr vor die Füße wirft und um Gnade winselt, obwohl sie eigentlich nie das
Recht hatte über Maria zu entscheiden, da sie ihr standesmäßig ebenbürtig ist. Doch diese
Kränkung ihres Stolzes nimmt Maria für ihre Freiheit auf sich, sie sagt: „Ich will vergessen,
wer ich bin, und was ich litt, ich will vor ihr mich niederwerfen, die mich in diese Schmach
hinunterstieß.“ Es ist unheimlich schwer für Maria, sich Elisabeth zu unterwerfen, sie kämpft
mit sich, doch ist vernünftig und spricht Elisabeth den letztendlichen Sieg zu, schwenkt somit
nun sprichwörtlich die weiße Fahne und kniet vor der Gekrönten nieder. An dieser Stelle ist
eigentlich das Ziel Elisabeths erreicht, die Handlung scheint nun eine positive Wende zu
nehmen. Doch Schiller wollte ja schließlich ein Drama verfassen und lässt die Handlung wie
folgt weiterverlaufen: Maria bittet die Königin, „sich erheben zu dürfen nach dem tiefen Fall“
und sie nicht noch weiter zu erniedrigen, hofft wieder die königliche Würde erlangen zu
können. Doch Elisabeth bleibt kalt: „Ihr seid an eurem Platz Lady Maria! Und dankend preis’
ich meines Gottes Gnade, der nicht gewollt, dass ich zu Euren Füßen so liegen sollte, wie Ihr
jetzt zu den meinen.“ Sie betrachtet es also als göttliche Vorsehung, dass sie die
Siegerposition eingenommen hat und macht Maria schon den ersten Vorwurf, sie, die
englische Königin, zu stürzen versucht zu haben. Sie lehnt es also ab, Maria die Hand zum
Zeichen des Friedens zu reichen und lässt sie knien.
Maria ist zutiefst gekränkt von Freundschaftsablehnung. Sie beginnt ihr ein wenig zu drohen,
indem sie sagt: „Denkt an den Wechsel alles Menschlichen! Es leben Götter die den Hochmut
rächen!“ Maria verflucht sie also für ihre Arroganz, aber sie sagt es indirekt, da sie sich
immer noch zügeln kann, obwohl die Wut in ihr überkochen zu droht. „Um dieser fremden
Zeugen willen, ehrt in mir Euch selbst, entweihet nicht das Blut der Tudor, das in meinen
Adern, wie in den Euren fließt.“ Maria spricht die Verwandtschaft der beiden an und findet es
sträflich, das eigene Familienmitglied so zu behandeln. Die Gefangene bittet Elisabeth nicht
so kalt und unzugänglich auf sie hinabzublicken: „Mein Alles hängt, mein Leben, mein
Geschick, an meiner Worte, meiner Tränen Kraft, löst mir das Herz, damit ich das eure
rühre.“ Dieser Ausspruch verdeutlicht Marias verzweifelten Kampf, die alles dafür aufbringt
Elisabeth das Herz zu erweichen. Doch diese blickt sie mit „Eisesblick“ an, was Maria Angst
bereitet und ihr Bitten nutzlos zu machen scheint. Elisabeth geht nicht darauf ein, sondern will
wissen, was Maria ihr zu sagen habe, wobei sie es schon als große Gnade für Maria
empfindet, den Weg nach Fotheringhay gemacht zu haben, um sie anzuhören, womit sie sich
schon wieder weit über die schottische Königin erhebt. „...denn ihr wisst, dass Ihr mich habt
ermorden lassen wollen.“ - wieder klagt Elisabeth Maria wegen des versuchten
Königinnenmords an. Die Gefangene versucht nun sehr vorsichtig mit ihren Worten
umzugehen, damit sie es sich ja nicht verscherzt und spricht eine kurze Bitte an Gott, damit
dieser ihr die angebrachten Worte in den Mund legt. „Kann ich doch für mich selbst nicht
sprechen, ohne euch schwer zu verklagen, und das will ich nicht.“ Maria versucht also ihre
wirklichen Gedanken, Gefühle und vor allem Vorwürfe an Elisabeth zurückzuhalten, um
diese nicht zu verstimmen. Trotzdem spricht Maria nun aus, womit sie sich ungerecht
behandelt sah: „...ich bin eine Königin wie Ihr, und Ihr habt mich als Gefangene gehalten...“
Obwohl beide Königinnen sind, hat sich eine über die andere erhoben und sie gefangen
genommen, was nicht rechtens ist. „...ich kam zu Euch als eine Bittende, und Ihr, des
Gastrechts heilige Gesetze, der Völker heilig Recht in mir verhöhnend,..“ Elisabeth war,
nachdem sie wegen der vermutlichen Beteiligung an dem Mordkomplott an ihrem Ehemann
Henry Lord Darnley in Schottland verhaftet worden war, nach England geflüchtet, um dort
Zuflucht zu finden, doch dort ließ die englische Königin sie festnehmen, womit Maria sich
jetzt ungerecht behandelt fühlt. Sie macht Elisabeth einen weiteren Vorwurf, nämlich dass ihr
die Dienerschaft und ihre Freunde, u.a. Talbot, genommen worden waren. „Unwürdgem
Mangel werd’ ich preisgegeben, man stellt mich vor ein schimpfliches Gericht.“ Sie klagt also
auch an, dass die Richter voreingenommen waren und es also nie eine faire Verhandlung für
sie gab. Über all diese Dinge, die man ihr antat, wolle sie jedoch, wie Maria darauf sagt,
hinwegsehen und niemanden von beiden Herrscherinnen die Schuld geben. „Ein böser Geist
stieg aus dem Abgrund auf, den Haß in unsren Herzen zu entzünden, der unsre zarte Jugend
schon entzweit“ Hier spricht die schottische Königin von den Religionskämpfen, die schon
zwischen England und Schottland herrschten, bevor beide das Zepter in die Hand bekamen.
Des weiteren spricht sie auch davon, dass beide Frauen durch andere aufgehetzt handelten
und im Eigentlichen gar kein Grund für einen Hass bestünde.
Maria versucht nun Nähe zu Elisabeth zu finden: „Jetzt ist kein fremder Mund mehr zwischen
uns, wir stehn einander selber gegenüber.“ Beide hatten sich nämlich nie persönlich
gesprochen, alle Verhandlungen waren immer über Zwischenleute getroffen worden und so
hofft die Gefangene nun, Milde von Elisabeth erwarten zu können. Sie bittet die Königin ihr
das zu nennen, womit sie sich schuldig gemacht habe - „...ich will euch völliges Genügen
leisten.“, d.h. dass Maria demnach auch bereit ist sich Fehler einzugestehen und sie bedauert
es sehr, dass es nie vorher zu einer Begegnung zwischen beiden Königinnen kam, da es dann
ihrer Meinung nach nie zu allen Vorfällen, die sich zwischen ihnen ereignet hatten,
gekommen wäre. Maria hatte nun also mit dieser langen Rede Aspekte angeführt, die
Elisabeth zur Umstimmung bringen sollten, sie hofft darauf das ihr endlich Vertrauen
geschenkt wird. Dass diese Hoffnung sich nicht erfüllte zeigt sich in dem, was Maria ihr
darauf zurückgibt: „Mein guter Stern bewahrte mich davor, die Natter an meinen Busen mir
zu legen.“ Elisabeth hat nichts von ihrer Kälte abgelassen, noch immer geht sie nicht auf
Marias Bitten und Betteln ein . Sie sagt, dass „die wilde Ehrsucht“ Schottlands größter
Anklagepunkt wäre, was heißt, dass sie Maria verflucht, weil diese raffgierig gewesen war
und zu dem einen, den sie schon besitzt, noch einen zweiten Thron zu ergattern versucht
hatte. Elisabeth stellt zwar alles so hin, als ob Maria nur von ihrem Mann überredet worden
war, Religionsaufstände anzuzetteln und ihren Anspruch auf den englischen Thron geltend zu
machen, aber dennoch sagt sie: „Meinem Haupte war der Streich gedrohet, und das Eure
fällt.“ Da sie dies als Aussage erwähnt und nicht einmal mehr in Frage stellt, scheint nun
schon wieder alles Hoffen verloren zu sein, doch Maria traut ihrer Halbschwester nicht zu,
das Urteil zu besiegeln: „Ich steh’ in Gottes Hand. Ihr werdet Euch so blutig Eurer Macht
nicht überheben.“ Sie deutet also schon wieder an, dass Elisabeth eigentlich kein Recht hat,
über Marias Schicksal zu entscheiden. Nun behauptet die englische Königin, dass sie sich
dieses Recht herausnehmen könne. „Die Kirche trennet aller Pflichten Band, den Treubruch
heiligt sie, den Königsmord, ich übe nur was eure Priester lehren.“ Elisabeth spricht alle
Verbrechen an, die Maria als Hauptfigur Schottlands und Vertretein des katholischen
Glaubens verübt hatte. Man sagt, dass sie allen Ehemännern fremdging, was mit dem
„Treubruch“ gemeint ist. Der „Königsmord“ betrifft das Mordkomplott, das Maria mit
Bothwell, ihrem Günstling, in Bezug auf ihren Gatten, den König, geschlossen hatte.
„Welches Pfand gewährte mir für Euch, wenn ich großmütig Eure Bande löste? Mit welchem
Schloss verwahr ich Eure Treue, das nicht Sankt Peters Schlüssel öffnen kann?“ Elisabeth
sagt hier aus, dass sie kein Vertrauen zu Maria fassen kann, da sie Angst hat, das für diese
ihre Religion Vorrang hat, schließlich hat die englische Königin keine Garantie, dass Maria
ihren Anspruch auf den Thron und die Verbreitung der Religion, die sie vertritt, einstellt.
Elisabeth formuliert hier eindeutig den Grund für die noch immer währende Gefangenschaft
und die eventuelle Hinrichtung Marias. Sie empfindet also „Gewalt“ als „einzige Sicherheit“,
was bedeutet, dass nur mit Marias Tod ihr Thron ein für alle Mal gesichert sei, „kein Bündnis
mit dem Gezücht der Schlangen“, Elisabeth geht keinen Schritt auf Maria zu, ihre
Entscheidung scheint getroffen, Maria ist für sie falsch und verräterisch wie eine Schlange,
mit der sie kein Bündnis schließen will. Dass die Königin von Schottland noch immer
Anspruch auf den englischen Thron erhebt und sich im Recht fühlt, sagt sie in den nächsten
Zeilen: „..hättet Ihr mich zu Eurer Erbin erklärt, wie mir gebührt...“. Marias Meinung nach
hätte es nie Streit gegeben und Elisabeth hätte in ihr eine „treue Freundin und Verwandte“
erhalten.
Diese behauptet jedoch, dass Maria der Kirche Vorrang gegeben hätte und sie verhöhnt die
Gefangene indem sie sagt: „Euch, zu Erbin erklären! Der verräterische Fallstrick!“ - Maria
würde also nie Anspruch auf die Erbschaft haben können, da die größte Angst der englischen
Königin eine Thronübernahme während sie lebt, ist. Sie betrachtet alle Absichten von
Schottlands Königin als bösartig und nichts scheint sich im Verlauf des Dialoges daran zu
ändern. Daraufhin erklärt Maria, dass sie von Englands Thron ablassen will, sie wäre sowieso
nicht mehr derselbe Mensch wie früher, das Gefängnis habe sie verändert und sie würde nicht
mehr jenen Herrscherdrang verspüren, der sie dazu ermunterte, nicht vom englischen Thron
abzulassen, sie bezeichnet sich nur noch als „Schatten der Maria“. Sie hofft nun endlich den
lang ersehnten Freispruch von Elisabeth zu hören, von der sie die ganze Zeit über gedemütigt
wurde. „Ein Wort macht alles ungescheh’n. Ich warte darauf. O lasst michs nicht zu lang
verharren...“ Maria wird ungeduldig, sie ist gepeinigt durch die herablassende Art der
Elisabeth, die nicht aufhört, sie zu quälen. „Bekennt Ihr Euch endlich für überwunden? Ist’s
aus mit Euren Ränken? Ist kein Mörder mehr unterwegs? Will kein Abenteurer für euch die
traur’ge Ritterschaft mehr wagen?“ Englands Königin spricht von Marias zahlreichen
Verehren, die sich gegen sie selber stellen und für Maria kämpfen. Elisabeth meint, dass
Marias Einfluss viel zu groß sei und sie häuft die verletzenden Worte, während Maria
versucht sich zu bremsen: „Es lüstet keinen, Euer - vierter Mann zu werden, denn Ihr tötet
Eure Freier wie Eure Männer.“ Der Gefangenen wird unterstellt eine Mörderin zu sein, wobei
aus Elisabeth der blanke Neid spricht, da sie nie besonders viele Chancen bei den Männern
hatte. Den letzten Stich versetzt Elisabeth Maria mit den folgenden Worten: „Fürwahr! Der
Ruhm war wohlfeil zu erlangen, es kostet nichts, die
A l l g e m e i n e Schönheit zu sein, als die G e m e i n e seine für Al l e!“ Die Königin
bezeichnet Maria hier indirekt als „Hure“, womit Maria die Beleidigungen und Demütigungen
nicht mehr ertragen kann, es passiert genau das, was Elisabeth die ganze Zeit herausgefordert
hatte: „Jetzt zeigt Ihr Euer wahres Gesicht, bisher wars nur die Larve!“, damit hat sie insofern
recht als dass, Maria die ganze Zeit den Groll, den Sie gegen die Königin hegte, unterdrückt
hatte, aber sie hatte sicher nicht damit gerechnet, wie dieser Gegenschlag sich äußern würde.
Maria bewahrt Würde, glüht aber vor Zorn, wie man an der Regieanweisung erkennt. „Ich
habe menschlich, jugendlich gefehlt,..“ beginnt Maria, sie sagt aus, dass sie nie selber Schuld
an etwas hatte, die Macht habe sie verleitet und sie wusste nicht mehr, was sie tat. „Das
Ärgste weiß die Welt von mir, und ich kann sagen, ich bin besser als mein Ruf.“ Sie
betrachtet ihr Handeln immer als ehrlich, was andere heimlich und verstohlen machten, habe
sie nur öffentlich getan, sie sei nicht so bösartig wie alle von ihr dachten. Noch versetzt Maria
Elisabeth noch nicht den Schlag gegen ihre königliche Würde. Shrewsbury versucht erstmals
sie aufzuhalten, sich ins Verderben zu stürzen, doch sie kann sich nicht mehr mäßigen, „Ich
habe ertragen, was ein Mensch ertragen kann. Fahr hin, lammherzige Gelassenheit, zum
Himmel fliehe, leidende Geduld, spreng..“ - gemeint sind die 19 Jahre Gefängnisleben , die
sie geduldig auf Gnade gewartet hatte, doch jetzt war einfach die Zeit gekommen, an der sie
ihrem Frust freien Lauf lassen musste. Leicester versucht, Elisabeth wegzubringen, doch es ist
schon zu spät: „Der Thron von England ist durch einen Bastard entweiht, der Briten
edelherzig Volk durch eine list’ge Gauklerin betrogen. - Regierte Recht, so läget Ihr vor mir
im Staube jetzt, denn ich bin euer König.“ - Maria nimmt kein Blatt mehr vor den Mund, sie
spricht aus, was sie und ihre Anhänger denken. Zwar besiegelt sie damit ihren Tod, aber
trotzdem ist sie die schlussendliche Gewinnerin. In diesem Moment bildet Maria eine
Komposition aus Weib und Königin, Schönheit und Würde, Leidenschaft und Adel, so dass
sie eine Größe erreicht, welche die Elisabeths um Längen schlägt. Der Weg, den beide Frauen
zu diesem dramatischen Höhepunkt gehen, ist verschieden. Elisabeth gelangt sofort zu sich
selber, sie greift Maria politisch, aber vor allem persönlich an, die Schönheit Marias scheint
sie dabei am meisten zu Aggressivität zu verleiten.
Anders ist der Weg Marias. In einer für sie unglaublichen Beherrschung versucht sie durch
Unterwürfigkeit, Berufung auf Edelmut und Verwandtschaft, das Herz Elisabeth zu
erweichen. Am Ende ist sie sogar bereit auf politische Ansprüche zu verzichten. Erst nach
wiederholter Erniedrigung durch Elisabeth gelangt sie zu sich selber und greift ihre
Gegenspielerin vor allem in ihrer Position als Königin an. Ihr Hass bricht durch, aber
trotzdem behält sie Würde. Damit schindet sie Eindruck, z.B. bei Mortimer, der sie nun noch
mehr vergöttert. Letztendlich ist Marias Schicksal damit besiegelt, da sie nun hingerichtet
wird, aber dennoch stirbt sie als Heldin im Schillerschen Sinne.
Folgendes Zitat von Eugen Kühnemann gibt eine gute Übersicht, was sich im Eigentlichen im
4. Auftritt des 3. Aufzuges abspielte: „Der vierte Auftritt ist mit der ganzen Schillerschen Lust
an der Antithese und radikalen Umkehr gestaltet. Elisabeth kam, um den Triumph über Maria,
von der sie als Weib so oft verletzt ward, zu kosten - Maria kam, um sich zu demütigen vor
der, die ihr nach dem Leben steht. Und die triumphieren will, wird gedemütigt; die sich
demütigen will, triumphiert, und zwar als Weib über das Weib.“
Arbeit zitieren:
Stefanie Mauksch, 2000, Schiller, Friedrich - Maria Stuart - Maria Stuart und Elisabeth, München, GRIN Verlag GmbH
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