Universität GH Essen WS 2001/02
Seminar: Evaluation von Sportunterricht
Hausarbeit
Die Bewegungsaufgabe als Maßnahme der Unterrichtsdifferenzierung in der Primarstufe
Abgabedatum: 07.01.2002
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Bedeutung der Aufgabenstellung für Lernprozesse im Sportunterricht 2
3. Definition Bewegungsaufgabe 4
4. Zweck der Bewegungsaufgabe 5
5. Die Bewegungsaufgabe als Möglichkeit der Differenzierung
im Sportunterricht 6
6. Einsatz und Einführung von Bewegungsaufgaben 9
7. Problematik der Bewegungsaufgabe 12
8. Kritische Bewertung des Einsatzes von Bewegungsaufgaben 13
9. Resümee 15
10. Literaturverzeichnis 16
2
1. Einleitung
Vorliegende Arbeit soll zeigen, inwiefern die Bewegungsaufgabe als Maßnahme der Unterrichtsdifferenzierung in der Primarstufe eingesetzt werden kann. Zunächst werde ich allgemein die Bedeutung der Aufgabenstellung für Lernprozesse im Sportunterricht darstellen, um dann den Begriff „Bewegungsaufgabe“ genauer zu definieren und den Zweck der Bewegungsaufgaben im Unterricht darzulegen.
Im Hauptteil der Arbeit werde ich die Möglichkeiten der Differenzierung durch Bewegungsaufgaben aufzeigen und versuchen die Frage zu beantworten, wann Einsatz und Einführung von Bewegungsaufgaben sinnvoll sind. Im abschließenden Teil werde ich die Probleme, die Söll beim Einsatz von Bewegungsaufgaben sieht, wiedergeben, um dann zu einer kurzen, kritischen Bewertung des Einsatzes von Bewegungsaufgaben im Unterricht der Primarstufe zu kommen.
Eine ausführliche Auflistung von Beispielen für Bewegungsaufgaben habe ich ausgespart, da dies den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit habe ich auf die weibliche Personalform bei Verwendung von Begriffen wie „Schüler“, „Lehrer“ etc. verzichtet.
2. Bedeutung der Aufgabenstellung für Lernprozesse im Sportunterricht
Die Wahl der im Unterricht verwendeten Methode ist von verschiedenen Faktoren abhängig und wird vom Lehrer vorgenommen. Sowohl die institutionellen als auch die allgemeinen und speziellen Voraussetzungen der Schüler müssen dabei berücksichtigt werden. Das Lernziel, die Lernprozessstufe, die Entwicklungsstufe der Schüler und der Medieneinsatz sind Faktoren des Unterrichts, die Einfluss auf die Wahl der methodischen Maßnahme nehmen sollten.
Auch der unterrichtliche Kontext sollte die Wahl der Methode beeinflussen. Da bestimmte Sachverhalte des Sportunterrichts nicht mit einer bestimmten Methode erlernt werden können, muss auf die Methodenvielfalt geachtet werden. Für die
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Methodenvielfalt spricht auch der Motivationsfaktor: abwechslungsreich gestellte Aufgaben motivieren die Schüler und stellen gleichzeitig sicher, dass Schüler verschiedene Zugangswege zu Sachverhalten erhalten. Verschiedene Methoden erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schüler „erreicht“ wird. 1
Methodische Maßnahmen sind die eigentlichen Aktionen des Lehrers im Unterricht. Mit Hilfe dieser Maßnahmen sollen die Schüler neue Bewegungsfertigkeiten erlernen oder bereits gelernte Bewegungen üben. Die Handlungen der einzelnen Schüler und die der gesamten Gruppe sollten vom Lehrer insofern unterstützt werden, dass Fertigkeiten möglichst optimal ausgebildet werden. 2
Brehm führt aus, dass die Aktionsformen des Lehrers verschiedene Aufgaben zu erfüllen haben. Zum einen sollen die Aktionsformen des Lehrers zu einer Vorstellung von der Aufgabe und meist auch zu einer richtigen Lösung führen. Des weiteren soll der Fokus des Schülers auf die bedeutsamen Aspekte einer Fertigkeit gelenkt werden und der Schüler soll verstehen, warum gerade dieser Aspekt besonders wichtig ist. Die Aktionsform des Lehrers soll außerdem den Verstehensprozess beim Schüler unterstützen. Ein Beispiel hierfür könnte sein, dass der Lehrer immer wieder die gleichen Schlüsselwörter verwendet, damit der Schüler nicht durch unterschiedliche Erklärungen verunsichert wird. Da sportliche Fertigkeiten oft auch ein gewisses Risiko beinhalten, muss der Lehrer mit seiner Aktionsform der „Sicherung des Lernenden“ dienen, sofern dies durch die gestellte Aufgabe notwendig ist. Brehm stellt weiter fest, dass der Lehrer durch seine Aktionsform zum Modell oder Vorbild der Schüler werden soll. Dies kann zum einen durch Beherrschen der sportlichen Fertigkeiten, zum anderen durch sportliches Handeln oder durch sein Verhalten insgesamt geschehen. Abschließend weist Brehm darauf hin, dass der Lehrer darauf achten muss, dem Schüler Erlebniswerte des Sports zu vermitteln.
1 Vgl.: Heymen, Norbert/ Leue, Winfried (2000): Planung von Sportunterricht
2 Vgl. Brehm, Walter (1998): Mit Hilfe welcher Aktionsformen können Fertigkeiten im Sport gelehrt werden? In: Bielefelder Sportpädagogen: Methoden des Sportunterrichts
Quote paper:
Tanja Barstat, 2002, Die Bewegungsaufgabe als Maßnahme der Unterrichtsdifferenzierung in der Primarstufe, Munich, GRIN Publishing GmbH
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