Inhaltsverzeichnis 3
In nh ha al lt ts sv ve er rz ze ei ic ch hn ni is I
E i n l e i t u n g
1 5
1.1 Die Funktion und Bedeutung von Medien im Unterricht 8
1.2 Unterrichtsbausteine 13
1.2.1 Unterrichtsbausteine für Klasse 6 1 3
1.2.2 Unterrichtsbausteine für Klasse 8 1 4
1.2.3 Unterrichtsbausteine für Klasse 10 1 6
Die Synagoge
2 18
2.1. Die Geschichte der Synagoge 18
2.1.1 Vom Stiftszelt zum Tempel 1 8
2.1.2 Vom Tempel zur Synagoge 24
2.2 Die wesentlichen Elemente der Synagoge 26
2.2.1 Der Gebetsraum 26
2.2.2 Die Bima 27
2.2.3 Die Thorarolle 2 8
2.2.4 Der Amud 2 8
2.2.5 Die Ewige Lampe 29
2.2.6 Die Mikveh 30
Die Kirche
3 2
3.1 Die Anfänge der Kirche 32
3.2 Die Basilika im Wandel der Zeit 34
3.2.1 Die Reformation und ihre Auswirkungen auf den Kirchenbau 43
3.3 Die wesentlichen Elemente der Kirche 45
3.3.1 Der Altar 4 5
Inhaltsverzeichnis 4
3.3.2 Das Taufbecken 4 6
3.3.3 Der Ambo 4 7
3.3.4 Das Ewige Licht 4 8
3.3.5 Die Empore 5 0
Die Moschee
4 1
4.1 Die Entstehung der Moschee 51
4.2 Die wesentlichen Elemente der Moschee 54
4.2.1 Das Minarett 5 4
4.2.2 Der Mihrâb 5
4.2.3 Der Minbar 5
4.2.4 Der Kursi 5 6
4.2.5 Die Empore 5 7
4.2.6 Der Waschraum 5 8
4.2.7 Die Teil- und Ganzwaschung 5 9
4.2.8 Die Bedeutung des Wassers 6 1
Res ümee
5 63
Literaturverzeichnis
6 66
6 1 P r i n t m e d i e n 6
6.2 Elektronische Medien 68
B i l d n a c h w e i
7 69
Anlage für wissenschaftliche Hausarbeit
73
Einleitung 5
1 E Einleitung 1
Das Thema der vorliegenden Arbeit „Das Gotteshaus bei Juden, Christen und Muslimen - erarbeitet für den Unterricht“ ist auf persönliches Interesse an den drei großen monotheistischen Weltreligionen zurückzuführen. Nach den Terroranschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 und dem sich permanent zuspitzenden Nahost-Konflikt, stehen jedoch insbesondere der Islam und das Judentum auch im Zentrum des öffentlichen Interesses. Angesichts der gegenwärtigen Konflikte scheint das Vorhaben des reformierten Bildungsplans für den evangelischen Religionsunterricht an Realschulen, der 2004 in Kraft treten soll, umso bedeutender: „Der evangelische Religionsunterricht will SchülerInnen für Achtung und Toleranz gegenüber Menschen anderer Religionen und Kulturen sowie für ein respektvolles Zusammenleben mit ihnen gewinnen“. Die Entwurfsfassung/Stand: 21. November 2002 des Bildungsstandards für evangelische Religionslehre an Realschulen sieht für die verschiedenen Klassen folgende Zielsetzungen vor: Klasse 6: „Die Schülerinnnen und Schüler
N wissen, dass Jesus Jude war, und kennen wesentliche Elemente der Glaubenspraxis von Juden und der jüdischen Feste. N können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Judentum und Christentum aufzeigen.“
6 Einleitung
Klasse 8: „Die Schülerinnen und Schüler N kennen die Entstehungsgeschichte und die fünf Grundpfeiler des Islams. N kennen ausgewählte Korantexte.
N können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Islam und Christentum erklären.“ Klasse 10: „Die Schülerinnen und Schüler N kennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei
monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam. N sind in der Lage, mit Menschen anderer Religionen zu sprechen und ihre Einstellungen zu erfragen.
N sind in der Lage, ihren eigenen Standpunkt in Auseinandersetzung mit anderen Religionen oder Weltanschauungen zu erkennen und zu artikulieren.“
In dieser Arbeit sollen daher nicht die Unterschiede, sondern vielmehr die Gemeinsamkeiten der Gotteshäuser im Judentum, Christentum und Islam herausgestellt werden.
Die vorliegende Arbeit besteht aus drei Teilen: einem schriftlichen Teil in Printform, einer Website und einem DVD-Film (diese liegen jeweils in Form einer CD-ROM bei). Der DVD-Film und die Website sind als Einheit gedacht. Durch die Verwendung unterschiedlicher Medien soll eine umfassende und zeitgemäße Wissensvermittlung erfolgen. Der schriftliche Teil skizziert den geschichtlichen Hintergrund und präsentiert ausgewählte Elemente der jeweiligen Gotteshäuser.
7 Einleitung
Sowohl die Website (insbesondere durch das Autorenmodul „Hot Potatoes“ 1 ) als auch der DVD- Film wurden speziell für die Anwendung im Religionsunterricht der Klassen 6-10 der Sek. I konzipiert. Der DVD-Film soll die SchülerInnen visuell an das Thema heranführen und ihnen einen Überblick über die wichtigsten Elemente der Gotteshäuser im Judentum, Christentum und Islam geben. Die Website gibt den SchülerInnen die Möglichkeit, das durch die Website und den DVD-Film erworbene Wissen interaktiv und handlungsorientiert anzuwenden, und ihre erarbeiteten Kenntnisse anschließend mit Hilfe eines Lückentextes, eines Kreuzworträtsels und einer Zuordnungsübung zu überprüfen. Das Ergebis dieser Aufgaben wird dann automatisch via E-Mail an die Lehrkraft gesendet.
1 http://www.hotpotatoes.de
8 Die Funktion und die Bedeutung von Medien im Unterricht
1.1 D Die F Funktion u und B Bedeutung v von M Medien 1
im U Unterricht i
Der Einsatz von audiovisuellen Medien in der Schule hat eine lange Tradition. Bereits in den 20er Jahren wurden Schulfunk und später Schulfernsehen im Unterricht eingesetzt 2 . Mittlerweile ist der Einsatz dieser Medien in der Schule nicht mehr wegzudenken. Dies ist nicht zuletzt auf den Wandel in der Informations- und Kommunikations-Technologie in den 90er Jahren zurückzuführen, der sich auf viele Bereiche des Lebens, und damit auch auf den Schulalltag ausgewirkt hat. Neue Medien/Multimedia kombinieren unterschiedliche Codesysteme (Text, Bilder, Grafiken, Film etc.) und sprechen gleichzeitig die auditiven und visuellen Sinnensorgane an 3 . Dem Lehrer steht heute eine Vielzahl von neuen Medien zur Verfügung, wie z.B. computergestützte Lernprogramme, Personal Computer, Internet, digitale Fotografie, digitales Video (DVD) und Bildbearbeitung. Das breite Spektrum an völlig neuen Hilfsmitteln gibt dem Lehrer heute unzählige Möglichkeiten, diese Medien im Unterricht einzusetzen. In den letzten Jahrzehnten wurden audiovisuelle Medien überwiegend als Enrichment eingesetzt, als Auflockerung und Belebung des Unterrichts 4 . Hierbei trat der Lehrer hinter das Medium zurück, behielt jedoch seine lenkende Rolle bei. Zur Einstimmung der Schüler auf das Thema wurden audiovisuelle Medien am Anfang einer Unterrichtsreihe verwendet, zu späteren Zeitpunkten dienten sie auch der Motivation.
2 vgl. Hagemann 1978. Seite 26
3 vgl. Strittmatter 2000. Seite 100
4 vgl. Hagemann, 1978
9 Die Funktion und die Bedeutung von Medien im Unterricht
Der Schwerpunkt lag hierbei auf einer passiv-rezeptiven Rolle der Schüler. Durch das Aufkommen der Massenmedien hat sich ein neuer Schwerpunkt beim Einsatz der audiovisuellen Medien herausgebildet. Die Medien selbst werden zum Gegenstand des Unterrichts. Da sie Informationen gleichzeitig über Sprache und über visuelle Eindrücke vermitteln, können Informationen besser aufgenommen werden. Denn die Befürchtung, ,, dass sich Bild und Ton mehr blockieren als ergänzen, was zu einer Reduzierung der Verarbeitungsleistung führen kann" 5 , bestätigt sich nicht. Die Effektivität von audiovisuellen Medien ist dennoch umstritten, da ihre Wirkung auf Lernprozesse nicht eindeutig geklärt ist. Trotzdem kann die Verwendung dieser Medien im Unterricht eine positive emotionale Wirkung haben, da die Lehrperson für den Zeitraum des Einsatzes entlastet wird. Die Aufmerksamkeit der Schüler wird auf das Medium gelenkt und richtet sich nicht mehr ausschließlich auf den Lehrer. Eventuell vorhandene Spannungen im Lehrer-Schüler- Verhältnis treten in den Hintergrund.
Defizite der audiovisuellen Medien können im didaktischen, methodischen, formalen, inhaltlichen oder organisatorischen Bereich liegen. Probleme im inhaltlichen Bereich ergeben sich u.a. dadurch, dass der Hauptanteil der audiovisuellen Medien (Filme, CDs u.s.w) mittlerweile kommerziell produziert wird. Der Lehrende hat immer weniger Einfluss auf den Inhalt der Hilfsmittel und vertritt indirekt die Interessen der Industrie.
5 Strittmatter, 2000. Seite 86
10 Die Funktion und die Bedeutung von Medien im Unterricht
Im organisatorischen Bereich wäre als problematisch anzuführen, dass ein audiovisueller Medieneinsatz häufig mit hohem zeitlichen und organisatorischem Aufwand verbunden ist. Dieser ist aber innerhalb der traditionellen Grenzen des Stundenplans kaum zu leisten.
Defizite im didaktischen Feld ergeben sich daraus, dass dem Lehrkörper bisher anscheindend nicht genügend mediendidaktische undwerden. 6 pädagogische Kompetenzen vermittelt
Auch im methodischen Bereich herrscht ein Mangel an verwertbaren Theorien zum Einsatz von audiovisuellen Medien. Für bestimmte Aufgaben und Situationen im Unterricht - Wiederholung, Übung, Erfolgskontrolle - ist nicht ausreichend Material vorhanden. Dies führt dazu, dass audiovisuelle Medien auf die Funktionen der Darbietung und Motivation beschränkt werden. In den letzten Jahrzehnten ist die Medienvielfalt im täglichen Leben jedoch extrem angestiegen und macht neue Ansätze zum Umgang mit Medien erforderlich. Der Einsatz von neuen Medien ist ebenfalls nicht unproblematisch. Dies liegt zum einen an den hohen Anschaffungskosten für die Hardware, zum anderen wird die Einbindung der Medien in den Unterricht dadurch erschwert, dass hierfür speziell ausgestattete Räume genutzt werden müssen. Dies ist mit einen hohem Organisationsaufwand für die Lehrperson verbunden. Darüber hinaus setzt der Umgang mit den neuen Medien ein hohes Maß an technischem Wissen voraus. Schüler und Lehrer müssen sich dieses Know-how aneignen und sich ständig ,weiterbilden).
6 vgl. Sacher 1994. Seite 67
11 Die Funktion und die Bedeutung von Medien im Unterricht
Im Umgang mit Multimedia ist der Lehrende stark gefordert. Die Faktoren, die bereits beim Einsatz von konventionellen audiovisuellen Medien kaum zu überblicken waren, haben sich bei den neuen Medien vervielfacht. Da es sich nicht mehr um eine Ein-Weg-Kommunikationssituation handelt, müssen völlig neue
Unterrichtskonzepte erarbeitet werden. Dies wirkt sich sowohl auf die Inhalte und Ziele, als auch auf die Methodik im Unterricht aus. Ein Beispiel für neue Unterrichtsziele beim Einsatz von audiovisuellen Medien und Multimedia könnte die Vermittlung von folgenden Kompetenzen sein: 7
1. Medien bewusst wahrnehmen, d.h. der ,,Veroberflächlichung" entgegenwirken und Inhalte analysieren 2. Technische Kompetenz , d.h. Medien korrekt anwenden können 3. Semantische Kompetenz, die Fähigkeit Gestaltung und Bildsymbolik entschlüsseln und kritisch b e w e r t e n z u k ö n n e n
4. Pragmatische Kompetenz, die Fähigkeit mit Medien zu kommunizieren und Medien aktiv zu verwenden.
Im Idealfall wäre der Unterricht also nicht mehr lehrerzentriert, sondern schülerzentriert. Die Inhalte werden nicht länger von der Lehrperson vorgegeben, sondern ergeben sich aus den Erfahrungen und dem Handlungsbedarf der Schüler. Ziel ist es, dass die SchülerInnen selbständig eine Idee entwickeln oder aus einem Problem einen Handlungsbedarf ableiten.
7 vgl. Maier 2001. Seite 47ff
12 Unterrichtsbausteine
Wissensvermittlung könnte durch eigenständige Recherchen stattfinden: durch die Dokumentation von Projekten, durch die Durchführung von Video-Konferenzen oder durch Bildbearbeitung. Für den Einsatz audiovisueller Medien zum Zweck der Wiederholung, des Einübens und der Leistungsüberprüfung müsste jedoch mehr didaktisches, fächerbezogenes Material zur Verfügung stehen. Genau hier setzt diese Wissenschaftliche Hausarbeit an. Sie soll u.a. dazu beitragen, diesem Mangel entgegenzuwirken.
13 Unterrichtsbausteine
1.2 U Unterrichtsbausteine 1
Ziel des Bildungsplanes für den ev. Religionsunterricht an Realschulen in Baden-Württemberg ist, dass die SchülerInnen am Ende von Klasse 10 die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei großen monotheistischen Weltreligionen, u.a. die Elemente im Gotteshaus und deren Gebrauch im Gottesdienst, kennen und vergleichen können. Folgende Unterrichtsbausteine skizzieren einige Möglichkeiten, das Judentum, das Christentum, den Islam und deren Gotteshäuser im Unterricht vorzustellen. 1.2.1 U Unterrichtsbausteine f für K Klasse 6 6 1
Am Ende von Klasse 6 sollen die SchülerInnen „wesentliche Elemente der Glaubenspraxis von Juden der jüdischen Feste, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Judentum und dem Christentum aufzeigen können“. Baustein 1:
Glaubenspraxis von Juden
14 Unterrichtsbausteine Baustein 2:
Glaubenspraxis von Christen
Baustein 3:
Gemeinsamkeiten zwischen dem Judentum und dem Christentum
1.2.2 U Unterrichtsbausteine f für K Klasse 8 8 1 Die SchülerInnen sollen am Ende von Klasse 8 „die Entstehungsgeschichte, die fünf Grundpfeiler des Islams und ausgewählte Korantexte kennen. Außerdem sollen sie die
Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen dem Islam und dem Christentum erklären können“.
Arbeit zitieren:
Wolff Weichselgartner, 2003, Das Gotteshaus bei Juden, Christen und Muslimen - Erarbeitet für den Unterricht, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik
Hausarbeit, 29 Seiten
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Referat / Aufsatz (Schule), 24 Seiten
Thema AIDS in der Dritten Welt
Geowissenschaften / Geographie - Geographie als Schulfach
Referat / Aufsatz (Schule), 12 Seiten
Welcome to Down Under - Australien
Geowissenschaften / Geographie - Geographie als Schulfach
Referat / Aufsatz (Schule), 15 Seiten
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Juden, Christen, Deutsche, 1933 - 1945. Bd. 4/I
1941 - 1945.Vernichtet
Eberhard Röhm, Jörg Thierfelder
Juden und Christen im spätantiken Palästina
Günter Stemberger, Christoph Markschies, Martin Wallraff
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