Millionen im Jahr 1965 auf 12,8 Millionen im Jahr 1985 angewachsen. Sie hat sich also fast vervierfacht.
Die größten Städte
Die größte Stadt der Türkei und das wirtschaftliche Zentrum ist Istanbul. Aufgrund der Lage am Bosporus und dem Übergang von Europa nach Asien wird sie auch oft als "Tor zu Asien" bezeichnet. 1990 wohnten dort 6,7 Millionen Einwohner. Dies waren damals 11,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. In den fünf Jahren davor gab es eine Zunahme von fast 21 Prozent oder 1,14 Millionen Menschen.
Die zweitgrößte Stadt und die Hauptstadt der Türkei ist Ankara. Dieses zentral gelegene politische Zentrum hatte zum Zeitpunkt der Volkszählung 2,8 Millionen Einwohner. Hier betrug die Zuwanderung von 1985 bis 1990 mit 324.000 Personen 14,5 Prozent. In Izmir und Adana war der Zuwachs noch größer. Der Bevölkerungszuwachs lag hier bei je 18 Prozent. Spitzenreiter unter den Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern ist Bursa. Hier nahm die Einwohnerzahl um 36,3 Prozent auf 834.000 Personen zu.
Regionen und Verwaltung
Unter Berücksichtigung der landschaftlichen Gegebenheiten läßt sich die Türkei in sieben Regionen einteilen. Es handelt sich dabei um die Marmararegion einschließlich Thrakien, die Ägäisregion, die Mittelmeerregion, die Schwarzmeerregion, Zentralanatolien, Ostanatolien und Südostanatolien.
Verwaltungsrechtlich wird die Türkei in insgesamt 76 Provinzen, "Il" eingeteilt. Die Provinz trägt dabei meist den Namen der Provinzhauptstadt. Diese ist gleichzusetzen mit dem wirtschaftlichen Zentrum dieses Gebietes. Den Provinzen sind jeweils Nummern zugeordnet. Die Numerierung wird entsprechend der alphabetischen Reihenfolge der Provinznamen vorgenommen. So kommt es, daß die Provinz Adana die Nummer 01 trägt. Diese Zahl findet sich auch auf türkischen Autokennzeichen. Da es früher nur 68 Provinzen gab, tragen die später gegründeten Provinzen die Nummern ab 69. Die zuletzt ausgewiesenen Provinzen sind Ardahan, Bardin und Igdir. Die 76 Provinzen sind dann noch einmal in insgesamt 892 Kreise, Ilçe untergliedert.
Die Amtssprache ist Türkisch. Die offizielle Währung ist die Türkische Lira. Eine Türkische Lira wird in 100 Kurus eingeteilt. Der Kurus ist aufgrund der hohen Inflation in den letzten Jahren allerdings bedeutungslos geworden.
Bevölkerung
Seit der Staatsgründung im Jahre 1923 ist die türkische Bevölkerung stark angewachsen. Damals lebten gerade einmal 12 Millionen Menschen in der Türkei. Die erste offizielle Volkszählung von 1927 ergab eine Wohnbevölkerung von 13,7 Millionen Personen. Im Jahre 1965 waren es dann aber schon 31 Millionen Einwohner.
Der letzte Zensus von 1990 ergab 56,4 Millionen Bewohner. Davon waren 28,6 Millionen männliche und 27,9 Millionen weiblich. Somit hatten Männer einen Bevölkerungsanteil von 50,6 Prozent und Frauen einen Anteil von 49,4 Prozent. Gegenüber dem Wert von 1965 hat sich die Bevölkerung bis zum Jahre 1995 auf geschätzte 63 Millionen Personen verdoppelt. Das durchschnittliche Bevölkerungswachstum beträgt zur Zeit 2,17 Prozent. Zum Vergleich hat Irland als das Land mit höchsten Wachstumsrate in der EU nur ein jährliches Bevölkerungswachstum von 0,5 Prozent. Bis zum Jahr 2000 wir die Bevölkerung in der Türkei noch einmal um 5 Millionen Menschen wachsen.
Die Türkei ist ein Land mit einem hohen Anteil an Jugendlichen. Daran ändert auch das Ansteigen des Durchschnittsalters der türkischen Bevölkerung seit 1970 von 18,95 auf 22,21 Jahre in 1990 nicht viel. Knapp 20 Millionen Menschen sind unter 14 Jahre alt. In der Bundesrepublik Deutschland gab es 1993 bei einer Gesamtbevölkerung von 81 Millionen weniger als 13 Millionen Jugendliche im Alter bis 14 Jahre.
Kurden
Seit 1979 werden regelmäßige Razzien des Militärs in den kurdischen Dörfern durchgeführt. Seit August 1984 führt die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), in der Bundesrepublik mittlerweilen verboten, einen Guerillakrieg gegen militärische und zivile staatliche Einrichtungen, aber auch gegen Kurden, die der Zusammenarbeit mit dem Staat bezichtigt werden. Dieser Aufstand wird von der türkischen Regierung nicht mit politischen Mitteln unter Einbeziehung der politisch arbeitenden kurdischen Opposition geführt, sondern mit brutalem militärischen Einsatz, der keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nimmt. Dem Bericht einer Untersuchungskommission des türkischen Parlamentes von 1998 zufolge wurden insgesamt 3.428 Dörfer zerstört und drei Millionen Kurden zu Flüchtlingen. Allein das kurdische Siedlungszentrum in der Türkei Diyarbakir nahm ca. eine Million Flüchtlinge auf. 5.500 Zivilisten wurden in diesem brutalen Krieg getötet, 17.000 verletzt. 2.200 von 5.000 Schulen und 740 von 850 Gesundheitsstationen wurden geschlossen. Hinzu kamen Maßnahmen des Staates wie Weideverbot, Verminung der Almwege. Die Politik im Staat wird faktisch vom Nationalen Sicherheitsrat diktiert, der zu einer Art Staat im Staat geworden ist.
Tourismus:
Die Bemühungen sind in der Türkei für den Tourismussektor wesentlich verstärkt worden. Daher entstanden in den letzten Jahren immer mehr Hotels, Motels, Feriendörfer und Pensionen. Die Türkei ist aufgrund seiner geographischen Lage, klimatischen Verhältnisse reichen Flora und Fauna und unschätzbaren historischen Werken ein ideales Reiseland. Aufgrund des Kurdenproblems wurden jedoch immer mehr Interessierte skeptisch und entschieden sich dann doch lieber für ein anderes Land. Viele Geschäfte, besonders in Vororten und touristischen Gebieten, haben abends länger
geöffnet. Behörden und andere Einrichungen im ägäischen und mediterranen Gebiet sind während der Sommermonate oft nachmittags geschlossen. Diese Sommerzeiten werden jedes Jahr von der Bezirksverwaltung festgelegt. Am ersten Tag der religiösen Feste (Ramadanfest und Opferfest) sind Behörden, Geschäfte und Museen geschlossen. Am Tag vor den Festen wird halbtags gearbeitet. Die meisten Museen in der Türkei sind außer montags täglich geöffnet. Eine Ausnahme bildet das Topkapi Palast-Museum in Istanbul (dienstags geschlossen). Für Filmen und Fotografieren in den Ruinenstätten und Museen wird eine Extragebühr erhoben, die dem Eintrittspreis entspricht. Fotografieren von bisher nicht veröffentlichten Werken ist verboten und Filmen zu veröffentlichungszwecken bedarf einer Sondergenehmigung der Generaldirektion für Museen und alte Werke.
Reisekleidung:
a) Marmarameer, Ägäis, Mittelmeer: leichte Sommerkleidung aus Baumwolle und eine leichte Jacke für abends.
b) Schwarzmeerküste, Zentral- und Ostanatolien: Sommerkleidung, Regenschutz, Pullover und Anorak.
c) Bequemes Schuhwerk für Besichtigungen und Exkursionen.
d) Sonnenhut und - brille sowie
e) ein Kopftuch, das Damen beim Besuch einer Moschee umbinden sollten.
Offizielle Feiertage:
1.Januar : Neujahrstag 23.April : Tag des nationalen Souveränität und des Kindes 19.Mai : Atatürk-Gedenktag und Tag der Jugend und des Sports 30.August : Tag des Sieges 29.Oktober : Tag der Republik (Jahrestag der Gründung der Türkischen Republik)
Festspiele und Messen
• Kamelringkämpfe in der Stadt Selçuk im Januar
• Gedenkfeier für den Dardanellen-Seesieg 1915 in der Stadt Çanakkale im März
• Internationales Filmfest in der Stadt Istanbul im April
Kultur:
Die anatolische Kultur läßt sich von ihrer Struktur und Entwicklungslinie her kaum mit der anderer Nationen vergleichen. Seit undenklichen Zeiten schon ist Anatolien eine Brücke zwischen Ost und West. Der Anatolier, der seine Vergangenheit in seinen Traditionen, seinen Alltagsverrichtungen, seinen Verhaltensweisen mit sich trägt, gleicht nicht den Menschen anderer Scholle. Man versteht ihn erst, indem man sein Land kennenlernt und den Wesenskern seines gelebten Lebens in seinen Grundelementen erforscht. Der Name unserer schönen anmutigen Nachbarstochter ist Sibel. Wenn wir ihr nachgehen, ihr folgen, ohne daß sie es bemerkt, dann gelangen wir von heute aus mindestens 7000, 8000 Jahre weit in die Vergangenheit zurück.
Dort begegnen wir der Muttergöttin Kybele. Aufgrund einer kleinen Sprachanalyse öffnen sich uns schnell die Türen der achttausendjährigen Vergangenheit.
Sibel ist jung, sie amüsiert sich gerne, geht gerne spazieren, auch ins freie Feld; sie sammelt dort Blumen, möchte ihre Zukunft erfahren. So pflückt sie aus dem Grün, in das sie sich ausgestreckt hat, ein Kleeblatt und fragt das Orakel, indem sie ein Blättchen nach dem anderen ausreißt. Das sieht wie eine harmlose Spielerei aus; und doch sind wir, ohne es zu wissen, im Haus der Muttergöttin Kybele. Der Klee schmückt den Kopfputz der Muttergottheit, gilt insgeheim als glückbringende Pflanze, ist das nährende Kraut, das die Bäuerin ihren Kühen verfüttert in der Hoffnung, daß die Tiere dann mehr Milch geben und fruchtbar sind. Auch trocknet man auf unseren Dörfern den Klee als Winterfutter für die Rinder; eingewickelt in einen Tuchflicken verwahrt man ihn beim Hauseingang, was auch wieder ein geheimer Hinweis auf die Segenswirkung hat.
NEWS:
Am 17. Augugst 1999 fand das stärkste Erdbeben in diesem Jahrhundert in der Türkei statt. Auf der Richterskala fand man die Stärke 7,4. Tausende Menschen wurden unter den Trümmern begraben.
Das Wunder von Düzce: Nach 105 Stunden wurde eine Frau lebend aus den Bebentrümmern geborgen.
Vom 12. auf den 13. November 1999 wurden 34 weitere Nachbeben registriert (Stärke bis zu 5,4).
Bei der Suche nach Überlebenden wurde die österr. Suchhundestaffel des Roten Kreuzes in das Katastrophengebiet entsandt.
Tausende Obdachlose müssen nach wie vor bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Zelten übernachten.
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Christoph Letsch, 1999, Türkei, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Roberto Hensel
Türkei.
Wirklich gut!!!!
Du hast die Türkei kurz und knapp so beschrieben, wie ich sie kenne. Da du wohl über die Türkei allgemein sprechen solltest, hattes du auch nicht so große Chancen, mehr auf einige Kleinigkeiten einzugehen. Was aber vielleicht noch etwas interessanter wäre, wären die Menschen und die Sights. Denn die sind in der Türkei wirklich einmalig!!! Auch die Beziehung zu Deutschland at einen lange und traditionelle Geschichte. Warst du schon einmal dort? Ich nur allzu oft. Es ist meine zweite Heimat! Ich hoffe dir ist die Türkei durch dein Referat etwas näher gekommen. Nun wirst du bestimmt auch vielen, die mit großen Vorurteilen an die "Türkei" herangehen, widersprechen können.
on Saturday, March 23, 2002-
hgcfvg,utj
hjgbcy.
killa!!!!!!!
on Friday, March 16, 2007-
Vadim Schmidt
Kurden.
so weit ich weiß haben sich die PKKs sich als Zivilbevölkerung dargestellt.
Und Türkei vorgeworfen das sie die Zivilisten töten.
on Sunday, April 06, 2008-
Christina Daschütz
Türkei - herrlich !!.
Ich war letzten Sommer in der Türkei..und kann sagen dass es dort wirklich sehr sehr schön war!!
Die Menschen sind sehr freundlich und warm-herzig.. Es gibt soo viele schöne Sehenswürdigkeiten!!
Außerdem ist dir dein Text über Türkei gut gelungen.
on Saturday, May 17, 2008-
Hatice Karakuzey
Cooler Referat.
Ich bin selbst eine Türkin.Ich fand den Referat
sehr gut .Du hast fast alles über die Türkei geschrieben. So kenne ich sie auch.
on Monday, June 23, 2008-
Muhammet
Spitze!.
Wie gesagt, finde ich deinen Referat spitze, doch eines gefiel mir überhaupt nicht!
KURDEN:"Dieser Aufstand wird von der türkischen Regierung nicht mit politischen Mitteln unter Einbeziehung der politisch arbeitenden kurdischen Opposition geführt, sondern mit brutalem militärischen Einsatz, der keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nimmt.Dem Bericht einer Untersuchungskommission des türkischen Parlamentes von 1998 zufolge wurden insgesamt 3.428 Dörfer zerstört und drei Millionen Kurden zu Flüchtlingen. Allein das kurdische Siedlungszentrum in der Türkei Diyarbakir nahm ca. eine Million Flüchtlinge auf."
Weißt du, mit diesem Bericht stellst du die türkische Armee schlecht!Wenn du mal wüsstest, was die Türkei bzw. die türkische Bevölkerung schon alles wegen der PKK mitmachen musste.Diese Terroristen fackeln nach Mitternacht sämtliche Autos an und hauen ab!
Sonst ist dein Referat gut,aber wie gesagt mit den Kurden ist falsch!
on Sunday, July 20, 2008-