So langsam wir der Tabak in adligen Kreisen auch in der Pfeife geraucht. 1629 Der Tabak wird von Einfuhrzöllen unterworfen. Sieben Jahre später werden die ersten Tabakpflanzen in Frankreich angebaut. Es entstehen zahlreiche Plantagen. 1674 Es entsteht ein staatliches Tabakmonopol.
1719 Der Tabakanbau wird in ganz Frankreich verboten. Bei Verstößen drohen Strafen bis hin zur Todesstrafe.
1791 Die Franz. Nationalversammlung hebt das Verbot von Anbau, Verarbeitung und Verkauf des Tabaks auf.
1810 Napoleon I. führt das staatliche Tabakmonopol wieder ein. Ab 1816 erhalten immer mehr Regionen das Recht auf Tabakanbau. 1950 In 55 französischen Regionen bauen 105.000 Bauern auf 28.000 ha Land Tabak an. 21 April 1970 Die Europäische Gemeinschaft beschließt einen gemeinsamen Rohtabakmarkt in Kraft zu setzten, wodurch das Monopol in Frankreich abgeschafft wird. 21 Januar 1971 Es wird im Elsaß die franz. Tabakgenossenschaft gegründet. Es folgen weitere in den nächsten 10 Jahren.
1979
Die regionalen Genossenschaften schließen sich zur <
Die gezeigte Zeittafel kann man genauer auf http://www.france-tabac.com nachlesen.
4 Ausmaße des Rauchens Umfrage
Nachdem wir mit unserer selbst gestalteten Umfrage leider nicht rechtzeitig fertig wurden, habe ich mich auf eine Umfrage einer anderen Schule bezogen.
Wer raucht mehr?
Es sind bisher 92 Stimmen eingegangen.
1 http://www.rdj.be/vote/result.asp?frage=3
Umfrage
Aus der gezeigten Tabelle kann man entnehmen das mehr und mehr Mädchen anfangen zu rauchen. Dies kann viele Gründe haben wie z.B. das mehr Mädchen als Jungen Cliquen bilden und das man da oft unter Gruppenzwang steht, aber auch private Probleme könnten der Grund sein. Der häufigste jedoch ist das die Jugend erwachsen sein will.
Diese Tabelle zeigt das vor allen Dingen die 20-49 Jährigen rauchen. Dies bestätigt sich bei Männern und Frauen. Ein Grund ist wohl das die Menschen unter Stress stehen, durch Arbeit etc. und wohl auch das die Älteren Menschen vom Arzt gesagt bekommen das sie nicht zur Zigarette greifen sollen.
Raucherstatistiken
Nach einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums geht hervor: ,, [...] 37% der Männer und 28% der Frauen rauchen. In den mittleren Altersgruppen ist der Raucheranteil am höchsten; bei den 30-39 Jährigen sind es 48% bei den Männern und 36% bei den Frauen. Der durchschnittliche Zigarettenkonsum bei den Männer liegt bei 20 Zigaretten pro Tag und bei den Frauen 16 Stück pro Tag. Ca. 85% [der Raucher] begannen [mit] unter 20 Jahren zu rauchen. (siehe nächste Seite)
1 http://www.who-nichtrauchertag.de/Konferenz/konferenz_beitrag_junge.html
Kosten
Nach einer Studie der medizinischen Universität Jena ging hervor das ,, [...] weltweit etwa 5 Billionen Zigaretten [pro Jahr geraucht werden], davon alleine 150 Milliarden in Deutschland.´´1 Dafür geben die Deutschen viel Geld aus; laut Statistischem Bundesamt ,,soviel wie für Medikamente, rund 40Millarden DM pro Jahr; Tendenz steigend.´´1 Allein 1999, drittes Quartal, erhöhten sich die Ausgaben für Tabak um 7,7% gegenüber dem Vorjahr.1 Die Zahl der gerauchten Zigaretten stieg sogar um 8,1% auf 38 Milliarden Stück. Würde diese Steigerung das Bruttosozialprodukt betreffen, würden die Statistiker von einer Traumquote sprechen.
Tabakwaren sind in Deutschland frei verfügbar. Mit 37% aller verkauften Zigaretten steht der Lebensmittlehandel an der Spitze der Vertriebswege, an zweiter Stelle folgt der Automatenvertrieb mit fast 30%.2
5 Werbung
Die großen Tabakkonzerne behaupten immer das Werbung die Aufgabe hat Erwachsene zu einem Markenwechsel zu bewegen, doch nach neusten Studien amerikanischer Wissenschaftler steht fest, dass um Jugendliche gezielt geworben wird. Bestes Beispiel dafür ist, das sich Philip Morris 1981 große Sorgen um den Verlust jugendlicher Raucher gemacht hat. Dies wird durch ein vor kurzem erschienendes Protokoll beweist. Bei NBC, US-Fernsehsender, wurden Aussagen von führenden Männern des Konzerns veröffentlicht. Dort heißt es:,, Wegen unseres hohen Anteils am Markt der jungen Raucher würden wir mehr als andere Zigarettenhersteller unter einer Verringerung der Zahl der rauchenden Teenager leiden´´3 Sie nannten die Jugendlichen ,,[...] das Potential normaler Kunden von morgen.´´3 Ein weiterer Grund warum schon Jugendliche zur Zigarette greifen. Nach einem Test in Kalifornien, wurde herausgefunden das Jugendliche in dem Zeitraum wo viel für Zigaretten geworben wurde besonders viele Zigaretten kauften.4 Es gibt viele verschiedene Formen von Werbung, so wird der Verbraucher z.B. aufgefordert zum Rauchen mit dem Slogan ,,Tast It´´5 oder ,,Cool Ice´´5. Es gab viele Versuche die Tabakwerbung abzuschaffen, jedoch meist ohne Erfolg. Doch manche zeigten Solidarität , wie die Formel 1, wo innerhalb Europas Zigarettenwerbung auf den Rennwagen verboten wurde. Doch damit hat sich das Problem der gezielten Werbung natürlich nicht aufgelöst.
1 http://www.med.uni-jena.de/klinikmagazin/archiv/km500/kmonline/titelstory.htm 2 http://www.who-nichtrauchertag.de/Konferenz/konferenz_beitrag_junge.html 3 Handelsblatt vom23.11.96 4 Süddeutsche Zeitung vom 23.11.95 5 http://www.west.com
6.2 Teer
Teer wirkt krebserzeugend. Bei Rauchern ist das Lungenkrebsrisiko zehnmal so hoch und bei einem Kettenraucher sogar zwanzigmal so hoch als wie bei einem Normalverbraucher. Teer ist im Rauch in winzigen Partikeln enthalten, die sich mit jedem Zug aus der Zigarette in den Atemwegen und der Lunge absetzen. Wer täglich ein Päckchen Zigaretten raucht, nimmt pro Jahr eine Tasse Teer auf.1
Die Luftröhren und Bronchien sind mit winzigen Flimmerhärchen ausgestattet, die in einem gleichmäßigem Prozess verhindern, das sich die Staubteilchen in der festsetzen. Mann kann die Flimmerhärchen mit einem Fließband vergleichen, welches die Schadstoffe wieder nach außen befördert. Doch durch den Tabakteer werden diese verklebt und die Reinigung der Lunge wird ausgeschaltet. Die eindringenden Schmutzstoffe können sich so ungehindert an den Schleimhäuten ablagern. Dadurch entsteht ein Reizhusten den jeder Raucher morgens überstehen muss.
6.3 Kohlenmonoxid
Raucher geraten bei körperlicher Anstrengung leichter außer Atem als Nichtraucher. Die Ursache hierfür ist vor allem das Kohlenmonoxid. Dieses giftige Gas gelangt zum größten Teil über die Lungenbläschen ins Blut. Dort wird es anstelle des Sauerstoffs an die roten Blutkörperchen gebunden. Es wird weniger Sauerstoff transportiert. Das Einatmen größerer Mengen Kohlenmonoxid bei starken Rauchen ruft deshalb Sauerstoffmangel in Geweben und Organen hervor. Dadurch entstehen Durchblutungsstörungen.2
3
1
http://www.lycos.de/inc/link/treffer.html?URL=http://www.hallertau.net/onlinenews/nosmok e/fakten.htm 2 http://www.at-schweiz.ch
3 http://www.apotheke-pilgerbrunnen.ch/Tabakkonsum.htm#Kohlenmonoxid
7.2 Krebskrankheiten
Lungen- und Bronchialkrebs gilt als die Raucherkrankheit schlechthin. Bei der männlichen Bevölkerung der Bundesrepublik ist er die häufigste Krebsform. Seit Frauen stärker rauchen, nimmt die Lungenkrebshäufigkeit auch bei ihnen zu. 1990 starben in den alten und neuen Bundesländern 27.000 Männer und 6.000 Frauen an Lungenkrebs. Doch nach neusten Studien wurde bewiesen das die Zahl der Frauen, die an Lungenkrebs sterben, in den letzten Jahren rapide anstieg.1 Nach internationalen Erfahrungen muss angenommen werden, dass 85 % von ihnen Raucher waren.
Die Chance, Lungenkrebs fünf Jahre zu überleben, liegt bei etwa 10 %, weil Lungenkrebs in der Regel zu spät erkannt wird und dann nur noch schwer zu behandeln ist. Das heißt, nur 10 von 100 Lungenkrebskranken überleben die nächsten fünf Jahre. Auch das Risiko, an anderen Krebsformen zu erkranken, ist bei Rauchern größer als bei Nichtrauchern. Rauchen begünstigt die Entstehung von Mundhöhlen-, Kehlkopf-, und Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsen-, Nieren- und Blasenkrebs. Gefährdet sind alle Teile des Körpers, die direkt oder indirekt mit den krebserzeugenden Stoffen im Tabakrauch in Berührung kommen.2
7.3 Sonstige
Es gibt noch viele andere Krankheiten. Wie z.B. die Chronische Bronchitis oder Emphysem die durch die Lungenblähung hervorgerufen wird.( siehe Kap.6.2 Teer) Weiterhin treten oft Gefäßkrankheiten auf wie z.B. das Raucherbein, vor allen Dingen durch das Kohlenmonoxid hervorgerufen. (siehe Kap.6.3 Kohlenmon.) Außerdem wird die Haut runzlig und man bekommt mehr Falten, d.h. das Hautgewebe vertrocknet und man sieht älter aus.
Eine schlimme Krankheit bei den Männern ist das die Erbsubstanz in Spermien geschädigt wird. Außerdem kann es sein das sich der Penis um 8mm verkürzt.
8 Passivrauchen
Nicht nur aktive Raucher sondern auch die Menschen die den Qualm einatmen müssen sind von schweren Krankheiten bedroht. Alfredo Morabia führte an der Uni Genf eine Untersuchung durch. Sein Ergebnis:,, Frauen, die täglich zwei Stunden in verqualmter Luft verbringen müssen, erkranken nach 25 Jahren ebenso oft an Brustkrebs wie Frauen, die täglich ein Päckchen Zigaretten rauchen.´´3
Nach einem anderen Test ging hervor, wenn jemand 30 Minuten Zigarettenqualm einatmet, werden wichtige Zellen beschädigt was zu Herzinfarkt und Gefäßerkrankungen führen kann.1 Die AOK gab bekannt das jährlich ca. 400 Krebstodesfälle durch Passivrauchen hervorgerufen wird.4
Besonders Gefährdet seien die Kinder. Sie müssen ständig Qualm einatmen und somit verschmutzen sich ihre noch nicht ausgereiften Lungen und Schleimhäute. Aber auch noch nicht geborene Kinder sind gefährdet falls die Mutter oft mit Rauchern zusammen ist oder gar selbst raucht.
1
http://www.lycos.de/inc/link/treffer.html?URL=http://www.hallertau.net/onlinenews/nosmok e/fakten.htm
2 http://home.snafu.de/nichtraucherbund/texte2/R_Herzinfarkt2.htm 3 http://www.rauchen.de/passiv/brust.htm 4 http://www.aok/gesundheit.de
9 Entwöhnungsstrategien
Natürlich kann man nicht von heute auf morgen mit dem Rauchen aufhören, aber es gibt doch einige Methoden zum Abgewöhnen: Nikotinpflaster oder auch Selbsthilfegruppen. Hier nun einige Punkte:
Tipps zur Reduzierung und zur schrittweisen Entwöhnung
• Schränken Sie das Rauchen auf maximal 10 Zigaretten pro Tag ein.
• Nehmen Sie nie Streichhölzer oder Feuerzeug mit.
• Lehnen Sie alle angebotenen Zigaretten ab.
• Wählen Sie bestimmte Situationen aus, in denen Sie nicht mehr rauchen wollen, z.B. beim telefonieren, beim Essen, in Besprechungen, usw.
• Rauchen Sie Ihre Zigarette nur zur Hälfte. Denken Sie daran, dass der Nikotin- und Teergehalt vom 1. - 9. Zug um etwa das 5fache steigt.
• Orientieren Sie sich an den Testberichten und wählen Sie eine Zigarettensorte mit einem niedrigen Nikotin- und Teergehalt im Rauch.
• Kaufen Sie erst wieder Zigaretten, wenn die alte Packung leer ist.
• Das Rauchen vor oder kurz nach den Mahlzeiten stört die Verdauungstätigkeit des Magens und sollte deshalb unterlassen werden.
• Rauchen Sie nicht in Gegenwart von Nichtrauchern und Kindern.
• Stellen Sie keine Aschenbecher in Arbeits- und Wohnräume.
• Gehen Sie, wenn Sie ein starkes Bedürfnis nach Ihrer Zigarette haben, an die frische Luft oder atmen Sie ein paar mal tief durch am offenen Fenster.
•
Lernen Sie, sich gesund zu entspannen, um Stresssituationen ohne Zigaretten bewältigen zu können. Nehmen Sie an einem autogenen Training oder einem
an.
• Legen Sie das Geld, das Sie durch Ihr Nichtrauchen sparen, täglich beiseite. Sparen Sie das Geld für etwas, das Ihnen Freude macht, erfüllen Sie sich gezielt Wünsche, z.B. eine Urlaubsreise.
• Nehmen Sie an einem Trainingsprogramm teil, z.B. "Eine Chance für Raucher
- Nichtraucher in 10 Wochen".
Tipps zum Sofortaufhören
• Fassen Sie den Entschluss, das Rauchen aufzugeben, zusammen mit jemandem, den Sie mögen. Das erleichtert es Ihnen, Ihren Vorsatz auch durchzuführen.
• Nehmen Sie anfangs immer etwas zum Kauen oder Lutschen mit.
• Entfernen Sie aus Ihrer Umgebung alles, was Sie ans Rauchen erinnert: Vor allem Zigaretten, Streichhölzer, Aschenbecher, Feuerzeuge.
• Manchen hilft es, mehr zu trinken, um die Nikotinrückstände aus dem Körper "herauszuspülen". Empfehlenswert sind kalorienfreie oder -arme Getränke wie Wasser, Sprudel oder Säfte.
•
Meiden Sie in der ersten Zeit Getränke, die Ihnen Appetit auf eine Zigarette machen, vor allem Alkohol. Trinken Sie Tee, wenn Sie gewohnt sind, zum
•
Da viele Raucher auch Untätigkeit und Langeweile mit Rauchen ausfüllen, ist es empfehlenswert, sich um eine aktive Freizeitgestaltung zu bemühen.
etwas zurückgreifen können, das Ihnen Spaß macht.
• Verschaffen Sie sich viel körperliche Bewegung, möglichst im freien. Sie trägt dazu bei, dass Sie sich wohl fühlen, sie regt den Kreislauf an und Sie spüren schon sehr bald, dass Sie als Nichtraucher leistungsfähiger sind.1
Manchmal kommt es zu Stimmungsschwankungen (Nervosität, Reizbarkeit, Unlust). Oder man fühlt sich grundlos müde. Viele Raucher, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen, befürchten eine Gewichtszunahme. Die tritt jedoch nur dann ein, wenn als Ersatz für das Rauchen mehr gegessen und getrunken wird. Bei den meisten Nicht-mehr-Rauchern verringert sich das Körpergewicht nach 3 - 4 Monaten wieder. Die Lebenserwartung des Nicht-mehr-Rauchers steigt mit der Anzahl der Jahre, die er ohne zu rauchen verbringt.
1 http://www.g-netz.de/Gesundheit_aktuell/NewsKW30
Arbeit zitieren:
Dennis Betzer, 2001, Rauchen - Ein zweifelhaftes Vergnügen?!, München, GRIN Verlag GmbH
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Andreas Schmidt
Nichtraucherbund Berlin.
tolle Arbeit!!!!!
weitere Infos bei uns unter
www.nichtraucher-berlin.de
mit rauchfreien Grüßen
Andreas Schmidt
am Wednesday, March 27, 2002-
Kristin
Der Aufsatz ist wirklich gelungen! Die Statistiken konnte ich prima für mein Referat nutzen! :-) Wirklich gelungen!
am Sunday, December 14, 2003-