die Manipulierbarkeit der visuellen Medien leugnet, bleibt die Machrt der Bilder doch einflußreich - unerwünschte Aktivitäten der Stars bleiben dann jedoch auch nicht mehr verborgen und werden dem schockierten Puiblikum durch Skasndal-Blättchen brühwarm mitgeteilt - aus ist es mit der Glaubwürdigkeit, die unschöne Wahrheit ist ans Licht gekommen, die Illusion bricht zusammen.
Authentizität wird deshalb durch scheinbaren Kontrollverlust, Zufälle und weniger Privatleben bewirkt, denn die Wahrheit liegt ja hinter der konstruierten Oberfläche; Deshalb müssen viele Authentifizierungshebel in Bewegung gesetzt werden, um das insatabile ‚wahre‘ Image des Stars im rechten Luicht zu belassen
- Promotion
„ . . . no aspect of the media can be more obviously attended by hype than the production of stars; there is nothing sophisticated about knowing they are manufactured and promoted, it is a sense that is common. Yet in the very same breath as auduences and produzcers alike acknowledge stars as hype, they are dclaring this or that star as the genuine article.“ ( Dyer )
Madonna:“ America’s most successful businesswoman and a superstar who excelled in marketing her image and selling her goods. . . to properly grasp the Madonna phenomenon, one must perceive her marketing strategies, the way that she sold successive images and incorporated various audiences, and the mechanisms through which she herself became a pop superstar. Madonna is one of the greatest PR machines in history and she has hired top agents, publicists, and ‚creative‘ personnel to market her and produce her images..“ ( Kellner, S.266 ) In der Tat erschien Madonna als eine der ersten MTV -Superstars, deren Musikvideos ihr Image sehr schnell einem großen nationalen Publikum nahe brachte. Madonna erstellte Musikvideos, die ein bestimmtes Image verkörperten, welches sie den verschiedensten Zielgruppen näher brachte. Außerdem bricht Madonna mit rassistischen Barrieren, indem sie sich in den Videos Männern unterschiedlichster Hautfarbe hingibt; allerdings ist auch dies eine clevere Marketing-Strategie, die Jugendlicher verschiedenster Ethnizität hoffen läßt, jeder könne Madonna besitzen oder gar sie selber sein. Tatsächlich war es Madonnas Marketing-Streategie, erst weiße Arbeiter- und Mittelklassse Mädchen anzusprechen, die sich mit ihrer Rebellion und dem „flashy-trashy“ Kleidungsstil; mit jedem Karriereschritt bezog sie dann weitere Zuschauergruppen ein.
2) CROSSING THE BOUNDARY: CHARAKTERISTIKA VON FAN-KULTUREN ( Sozio-kulturelle Definition nach John Fiske )
„Fandom is a common feature of popular culture in industrial societies. It selects from the repertoire of mass-produced and mass-distributed entertainment certain performers, narratives or genres and takes them into the culture of a self-selected fraction of the people. They are then reworked into an intensely pleasurable, intensely signifying popular culture that is both similar to, yet significantly different from, the culture of more ‚normal‘ popular audiences. . . fandom is a heightened form of popular culture in industrial societies and the fan is an ‚excessive reader‘ who differs from the ‚ordinary‘ one in degree rather than kind.“ ( Fiske, S.30 )
- Discrimination & Distinction:
Fans diskriminieren sehr streng; die Grenzen, was in ihre Fan-Kultur hineinreicht, sind scharf gezogen. Diese Wertung in der kulturellen Sphäre findet ihren Niederschlag in der Abgrenzung in der sozialen Welt. ( Textual and social discrimination are part and parcel of the same cultural activity.“ )
Fankultur ist funktional, d.h. sie muß immer FÜR etwas sein ( weibl. Madonna Fans, die zu ihrer Sexualität stehen ). Ein anderer Punkt stellt die ästhetische Bewertung der offiziellen Kultur, deren Texte kommentiert werden ( z.B. Ranking von Horror-Fans über gute oder schlechte Regisseure, Special-Effects ); auch spielt Authentizität der Darsteller wieder eine große Rolle
- Productivity & Participation:
„Popular culture is produced by the people out of the products of the cultural industries: it must be understood, therefore, in terms of productivity, not of reception.“
⇒ Semiotic Productivity: ist charakteristisch für die gesamte Populärkultur und besteht aus dem Entstehen sotzialer Identität aus den semiotischen Resozurcen der kulturellen Gemeinschaft.
⇒ Enunciative Productivity dagegen findet bei der face-to-face Interaktion statt. Hier werden semiotische Systeme systeme aktiv benutzt: z.B. FAN-TALK in der oralen Gemeinschaft. Auch das äußerer Erscheinungsbild zählt hierzu ( s. Stacey ) ⇒ Textual Productivity: Zirkulation von Texen unterscheidet sich von der offiziellen Kultur vor allem im Hinblick auf den ökonomischen Aspekt, da Fans ihre Texte nicht vermarkten, im Gegetei, sie müssen meist noch dafür bezahlen; deshalb werden die Texte nichrt massenmedial vermarktet ( broadcast ), sondern bleiben innerhalb der Gemeinschaft ( narrowcast ). Fans sind außerdem sehr unternehmungslustig ( participatory ) - Fan screenings zu Kultfilmen
„Fan texts , then, have to be ‚producerly‘, in that they have to be open, to contain gaps, irresolutuions, contradictions, which both allow and invite fan productivity.“
- Capital Accumulation:
Die Experten unter den Fans , die sich das meiste Wissen angeeignet haben, gewinnen Ansehen in der Gruppe und agieren als Meinungsführer ( z.B. Horror-Freaks ). Denn Wissen ist, wie Geld, immer eine Quelle der Macht; materiell wird die Vermehrung innerhalb beider Kulturen durch Sammlungen dargestellt- Kunstwerke, Bücher, Schallplatten, . . . Fan Sammlungen tendieren jedoch dazu, billig und massenproduziert zu sein, sie betonen Quantität und Vollständigkeit vor Qualität und Exklusivität
3) „DON’T I LOOK LIKE DORIS DAY ?“ - IDENTIFIKATIONSFORMEN IN WEIBLICHEN STAR-FAN-BEZIEHUNGEN ( Klassifizierungsmodell nach Jackie Stacey ; lehrt Medienwissenschaft und Frauenstudien an der Universität Lancaster)
I) Identificatory Fantasies ( während des Films; im Kino; Fokus auf Unterschieden )
- Devotion & Worship
⇒ Stars außer Reichweite; von einem anderen Stern, schön, „way above us ordinary mortals“ und „fabulous creatures“; Verehrung der Stars als Göttinnen ähnelt religiöser Verehrung Die Grenzen zwischen Star und Fan sind konstant und unüberwindbar; das Idol steht hier eindeutig im Fokus
- The Desire To Become
⇒ „Bette Davis was the epitone of what we would like to be, but knew we never could!“
Hier wird schon das Verlangen deutlich, so sein zu wollen wie das Idol, obwohl dieses Ziel auch weiterhin unerreichbar bleibt;
Stars dienen als Vorbilder normativer Gesellschaftsvorstellungen, die das Ideal weiblicher Attraktivität vorgeben
- Pleasure in Feminine Power
⇒ nicht nur das Äußere, sondern auch die Persönlichkeit und das Verhalten des Stars faszinieren die Verehrerinnen, werden bewundert und beneidet So verkörpern einige Stars Vorstellungen von Durchsetzungsvermögen und Selbstvertrauen; dies gefällt der Zuschauerin, da sie diese Charaktereigenschaften an sich selbst vermißt
- Identification & Escapism
⇒ Dieses Stadium ermöglicht den temporären Ausstieg ihrer eigenen Welt, und die Zuschauerin ist für den Moment Teil der medialen Scheinwelt; der Übergang von der eigenen Identität zu der des Stars ist fließender als in den vorigen Kategorien; Realität und Schein verschmelzen
II) Identificatory Practices ( nach dem Film; außerhalb des Kinos; Fokus auf Gemeinsamkeiten )
- Pretending
⇒ Zuschauer weiß, daß imaginäre Praxis nur ein Spiel ist; außerdem ist dies nicht nur eine individuelle Erfahrung, sondern ein Gemeinschaftserlebnis mehrerer Zuschauer zusammen; der Fokus liegt hier mehr auf den Gemeinsamkeiten mit dem Star als auf den Unterschieden, da die Zuschauerin ja das Idol spielerisch verkörpert
- Resembling
⇒ „Don‘t you roll those Bette Davis eyes at me young lady . . . .“; stützt sich aufmeist physische - Ähnlichkeiten zwischen Zuschauerin und Star ( Augen, Haare, . . . )
- Imitating
⇒ Transformationsmechanismen, um wie der Star zu sein - tatsächliche Imitation des
Stars in einer bestimmten Filmrolle; im Gegensatz zu ‚Pretending‘ also nur auf bestimmte Teile der Star-Identität bezogen, nicht auf die Person als solche
- Copying
⇒ Unterschied zur Imitation von Verhalten; Copying bezieht sich auf das Kopieren des äußeren Erscheinungsbildes des Stars; hier wird das Verlangen, so auszusehen wie das Vorbild, in die Tat umgesetzt; häufigste Form der Identifikation außerhalb des Kinos; die Zuschauerin versucht die Kluft zwischen ihrer Erscheinung und der des Stars aktiv zu überschreiten; Hairstyle ist die häufigste Quelle der Veränderung und Anpassung an das Idol
- Copying & Consumption
⇒ Die Konstruktion von Frauen als Kino-Zuschauerinnen überschneidet sich hier mit ihrer Eigenschaft als Konsumentinnen; der Kauf von Kleidung und Kosmetika fokussiert die Verbindung zwischen der Filmindustrie und anderen Formen des Kapitalismus: Stars are consumable feminine images which female spectators then reproduce through other forms of consumption; im Gegensatz zur ‚Imitation‘ tritt in diesem Stadium eine längerfristige Transformation ein, die die Zuschauerin ihrem Star noch ein Stück näher bringt; in diesem finalen Prozeß wird der Star zur Nebensache, die neue Identität der Zuschauerin rückt in den Mittelpunkt ( Beispiel: ‚the Madonna Mall‘ in Kalifornien, weil so viele Mädchen, die dort einkauften, sich wie ihr Idol kleideten; Macy’s eröffnet eine Abteilung namens ‚Madonnaland‘ )
4) FAZIT:
Brauchen wir wirklich Stars oder werden insbesondere Fans von der Kulturindustrie dorthingehend manipuliert ?
„ Two historical developments have further endangered the notion of the individual - the development of the mass media and the rise of totalitarianism. The reigning concept behind both of these is that of ‚manipizulation‘, of the handling of human discourse and intercourse such as to yield vast profits and despotic power, on the one hand, and a docile populace on the other.“ ( Richard Dyer )
„ . . .the relationship of popular culture to the culture industries is therefore complex and fascinating, sometimes conflictive, sometimes complitious or co-operative, but the people are NEVER at the mercy of the industries - they choose to make some of their commodities into popular culture, but reject many more than they adopt.“ ( John Fiske )
Bedeutet ‚Fan-Sein‘ kulturell produktiv zu sein oder sich passiv dem Verlust der eigenen Identität und Individualität hinzugeben ?
⇒ „ If we take audiences as a starting point for understanding the consumption of stars,
the active and productive elements of the star-audience relationship begin to emerge.“ ( Jackie Stacey )
Stars als PRODUKTE der Kulturindustrie, die man je nach Geschmack kauft; wie die Werbung uns andere Waren schmackhaft macht, werden auch Stars vermarktet, es liegt an uns - wenn wir dieses System durchschauen - uns davon beeinflussen zu lassen oder aktiv am Entscheidungsprozeß und kreativ an der Gestaltung dieses Systems teilhaben.
Arbeit zitieren:
Nicole Hahne, 1998, Star - Industrie & Fan - Kultur, München, GRIN Verlag GmbH
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