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Was sind die wichtigsten Symptome schizophrener Psychosen?
Störungen des Denkens:
z.B. sprunghaft zerfahren, unzusammenhängend, unlogisch Störung des Gefühls
z.B. ängstlich, grundlos traurig, grundlos froh, ratlos, gefühllos, situationsunangepasst Störungen des Wollens ( nicht wollen können ), Handelns ( nicht aktiv werden ) und des Ich - Erlebens ( Ich -Störungen, verwischen der Ich - Grenzen )
Die Unterteilung in die sog. ,,Plus - und Minussymptomatik" + ( produktiv ) - ( negativ )
Angst Antriebsstörungen
Erregung Apathie Getriebenheit Depression Wahn Zurückgezogenheit Halluzinationen ,, Nach unserem heutigen Wissen bedeutet Schizophrenie in den meisten Fällen die besondere Entwicklung, den besonderen Lebensweg eines Menschen unter besonders schwerwiegenden inneren und äußeren disharmonischen Bedingungen, welche Entwicklung einen Schwellenwert überschritten hat, nach welchem die Konfrontation der persönlichen inneren Welt mit der Realität und die Notwendigkeit zur Vereinheitlichung zu schwierig und zu schmerzhaft geworden ist und aufgegeben worden ist" M. Bleuler
Wie lässt sich die Störung behandeln ?
Durch Pharmakotherapie mit Neuroleptika. Diese können allerdings nicht wirklich heilen, sondern nur Symptome bekämpfen ( die produktiven gut, die negativen nur unzureichend ) Die Dopaminhypothese
Einen großen Anteil an der psychotischen Symptomatik hat eine Übererregung der dopaminergen Nervenbahnen im Gehirn. Zuviel Dopamin wird ausgeschüttet, die Neurone feuern zu schnell Der Wirkmechanismus der Neuroleptika an der Synapse Blockade der postsynaptischen Dopaminrezeproren, dadurch Reizabschwächung.
Die Wirkstoffe der Neuroleptika sind also v.a. Dopamin - Antagonisten . Allerdings beeinflussen Neuroleptika auch noch andere Neurotransmitter ( Adrenalin, Histamin, Serotonin ). Was letztendlich ihr Wirkspektrum bestimmt, ist
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nicht voll und ganz überschaubar. Einteilung der Neuroleptika
1. hochpotent: stark antipsychotisch, wenig sedierend , starke Nebenwirkungen 2. niederpotent: kaum antipsychotisch, stark sedierend 3. atypisch: die neuesten Nl., weniger Nebenwirkungen
Erwünschte Wirkungen
Eindämmung psychotischer Symptome
Psychomotorische und emotionale Dämpfung Stabilisierung der Stimmung
Unerwünschte Wirkungen
Extrapyramidal - motorische Nebenwirkungen: Dyskinesien ( Bewegungsstörungen )
z.B. Zungen-, Schlund - und Blickkrämpfe Parkinsonoid
Einengung der Beweglichkeit, Verlust der Mitbewegungen, Verlust der Mimik, kleinschrittiger Gang
Akathisie
( Bewegungsdrang )
Quälende Unruhe. Unfähigkeit zu sitzen, zu stehen oder zu liegen Spätdyskinesien
Nach langjähriger Behandlung auftretende, irreversible Bewegungsstörungen, z.B. grimassieren, Geldzähl -Tremor Vegetative Nebenwirkungen Hormonstörungen ( Sexualität )
Gewichtszunahme Mundtrockenheit Selten, aber schwerwiegend Malignes Neuroleptisches Syndrom: Blutbildveränderung, hohes Fieber, Steifigkeit. Kann zum Tod führen.
,,Mit Neuroleptika beeinträchtige ich die Gefühlswelt meiner Patienten so deutlich, dass ich das nur verantworten kann, wenn ich vorher eine emotional tragfähige Beziehung aufgebaut habe." Prof. Rüther, Uni Göttingen
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,, Mit Neuroleptika versuche ich die Symptome zu reduzieren, die anders nicht auszuhalten sind; aber dann fängt meine therapeutische Arbeit, um Verständnis und Orientierung zu ringen, erst an."
Dr. A, PsychiaterIn
Medikamentenbehandlung der Depression Definition der Depression nach ICD-10
( International Classification of Diseases )
Depression tritt als Teil unterschiedlicher Störungen auf:
Major Depression ( unipolare affektive Störung )
Manisch - depressive Krankheit ( bipolare affektive Störung ) Organische Depression ( körperliche Krankheit als Ursache ) Im Zuge einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis Depression ist der Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit in Europa und den USA Depression ist eine potentiell tödliche Krankheit
Depression tötet durch Suizid. Mindestens 80% aller erkrankten erwägen Selbstmord als Weg, ihrer Qual zu entkommen. 50% schließlich begehen mindestens einen Selbsttötungsversuch. Rein statistisch sterben 15% aller schwer depressiven Menschen durch Suizid.
In der Bundesrepublik töteten sich 1999 ca. 12000 Menschen, wobei von 7700 angenommen wird, dass unzureichend behandelte Depression ihr Grund war. Wie kann man Depression medikamentös behandeln?
Durch sogenannte Antidepressiva. Das Modell zu ihrer Wirkungsweise ist folgendes: Das Gehirn depressiver Menschen ist an bestimmten Neurotransmittern, vor allem Serotonin und Noradrenalin, verarmt. Antidepressiva nun erhöhen auf bestimmte Weisen die Konzentration dieser Transmitter im synaptischen Spalt, wodurch ein Heilungsprozess in Gang gesetzt wird. Allerdings ist die Heilung einer Depression, wie auch die Depression selber, ein höchst komplexes Geschehen, in das alle Teile des K örpers und des Geistes eingebunden sind. Wie die Heilung nun tatsächlich vonstatten geht, ist nicht mal annähernd geklärt. Medikamentengabe
Besserung oder Heilung
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Die Wirkungsweisen verschiedener Typen von Antidepressiva
TZA ( Tricyclische Antidepressiva ), SSRI ( Selektive Serotonin Rückaufnahme Inhibitoren ) und SNRI ( Serotonin und Noradrenalin Rückaufnahme Inhibitoren ) verhindern die Rückaufnahme ( ,,Reuptake" ) von Noradrenalin und/oder Serotonin durch die präsynaptische Membran aus dem synaptischen Spalt. So reichern sich diese Stoffe dort an.
NASSA ( Noradrenerg und spezifisch serotonerge Antidepressiva ) sorgen für eine erhöhte Synthese und Ausschüttung der genannten Neurotransmitter präsynaptisch und dessen bessere Aufnahme postsynaptisch. MAOH ( Monoaminooxidase Hemmer ) hemmen die MAO, das Enzym, das bestimmte Transmitter, u.a. auch Serotonin, abbaut. Da MAO allerdings auch für den Abbau des Eiweißstoffes Tyramin verantwortlich ist, sollte dieser während der Behandlung nicht mit der Nahrung aufgenommen werden, da es sonst zu Bluthochdruckkrisen kommen kann. Es ist also eine recht strenge Diät erforderlich.
Alle Antidepressiva wirken generell stimmungsaufhellend. Je nach Wirkstoff weisen sie als zus ätzliche Wirkqualitäten entweder Dämpfung oder Antriebssteigerung auf.
Mögliche Nebenwirkungen
Gewichts zu oder -abnahme
Sexuelle Störungen Mundtrockenheit ECT ( Elektro Convulsions Therapie )
Hierbei wird, unter Vollnarkose, über Elektroden an der Schläfe ein elektrischer Impuls ins Gehirn induziert, der dort einen sog. ,,großen Anfall" auslöst. Dadurch wird offenbar die Chemie im Gehirn ähnlich wie durch Antidepressiva beeinflusst, so dass diese Behandlung in vielen, insbesondere auch sehr schweren Fällen, eine signifikante Besserung der Symptome bewirkt.
ECT ist allerdings ein sehr schwerwiegender Eingriff und wird nur angewendet, wenn alle Alternativen ausgeschöpft sind. Nebenwirkung ist vor allem Amnesie und Gedächtnisstörung, die meistens vorübergehend, in sehr seltenen Fällen jedoch permanent ist.
Ca. 2/3 aller Patienten sprechen auf Medikamentenbehandlung an. 70 - 90% aller therapieresistenten Patienten erfährt durch ECT Linderung der Symptome oder gar Heilung. Gesprächs - Psychotherapie wird bei Depression dringend empfohlen.
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TRANQUILIZER
Zur Behandlung von Angst, Unruhe und Schlafstörungen Barbiturate
Gelten als veraltet und werden in der Regel heutzutage nicht mehr verschrieben
Wirken ausschließlich sedierend, nicht wirklich angstlösend. Niedrigere Erregbarkeit Bergen viele Gefahren: Hohes Suchtpotential
Letale Dosis liegt nur geringfügig über der schlafanstoßenden Eine wirksame und schmerzlose Selbstmordmethode in den Händen suizidaler Patienten Benzodiazepine
Haben Barbiturate völlig abgelöst, da sie wirkungsvoller sind und weit weniger Risiken bergen
Wirken sedierend und angstlösend, in etwas höheren Dosen schlafanstoßend, doch so gut wie nie letal, selbst bei extremer Überdosierung. Suchtpotential ist jedoch ebenfalls vorhanden!
Benzodiazepine sind heute neben Schmerzmitteln die am meisten verordneten Medikamente. Frank Berger, deren Entdecker, warnt :
Das Wirkprinzip von Benzodiazepinen
Benzodiazepine wirken im Gehirn
Es gibt dort spezifische Benzodiazepin - Rezeptoren. ( ,,Der Mensch wird nicht mit Valium im Gehirn geboren. Warum also Rezeptoren dafür?" )
Es wird angenommen, dass eine körpereigene, benzodiazepinähnliche Substanz im Gehirn vorhanden ist, die man jedoch noch nicht gefunden hat. Benzodiazepine und GABA
GABA ( Gammaaminobuttersäure ) ist ein hemmender Transmitter
Der Benzodiazepin - Rezeptor ist ein großes Protein, das auch GABA - Bindungsstellen aufweist. Besonders hoch ist die Konzentration dieser Rezeptoren im Limbischen System, das eine große Rolle für das emotionale Erleben des Menschen spielt. Dadurch lässt sich die Gefühlsbeeinflussung, v.a. Angstdämpfung, der Benzodiazepine erkl ären. GABA- und Benzodiazepin -Bindungsstellen stimulieren sich gegenseitig: Mehr GABA bessere Benzodiazepin - Aufnahme Mehr Benzodiazepin bessere GABA - Aufnahme Sie verstärken sich jeweils in ihrer beruhigenden Wirkung
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Quellenverzeichnis:
,,Chemie der Psyche", Solomon H. Snyder, Spektrum Verlag ,,Drogen und Psychopharmaka", Robert M. Julien, Spektrum Verlag ,,Medikamentenbehandlung bei psychischen Störungen", Asmus Finzen, Psychiatrie Verlag ,,Schizophrenie - Die Krankheit verstehen", Asmus Finzen, Psychiatrie Verlag ,,Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis", Josef Bäuml, Springer Verlag ,,Welchen Sinn macht Depression", Daniel Hell, Rowohlt Verlag
,,Krankheit Depression erkennen, verstehen, behandeln", Manfred Wolfersdorf, Psychiatrie Verlag ,,Es ist normal, verschieden zu sein", Anti-Stigma Kampagne von unten
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Arbeit zitieren:
Jonas Hentschel, 2001, Psychopharmaka, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Konflikte - sinnloser Störfaktor oder sinnvolle Herausforderung?
Referat / Aufsatz (Schule), 15 Seiten
Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie
Referat / Aufsatz (Schule), 11 Seiten
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Peter Riederer, Gerd Laux, Walter Pöldinger, U. Bongartz, G. Hajak, H. Hartmann, R. Hänsel, K. Heininger, F. Hohagen, M. Berger, E. Klieser, U. Klotz, G. Laux, A. Miretzky, C. Wurthmann, W. E. Müller, W. E. Platz, E. Rüther, J. P. Sieb, W. Sieghart, J. Tkaczik, U. Voderholzer, H. -P. Volz, J. de Vry, J. Wildmann, W. Classen, K. Broich, O. Dietmaier, W. W. Fleischhacker, J. Fritze, T. Glaser, J. M. Greuel, W. Haefely
Interaktionen und Wirkmechanismen ausgewählter Psychopharmaka
Frank König, Wolfgang P. Kaschka
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