2. Selbstbedienung: Ware ist frei zugänglich, Grad der Selbstbedienung ist verschieden Vorwahl – Kunde wird nach Wunschäußerung beraten und bedient Volle Selbstbedienung – selten
Vorraussetzung für Selbstbedienung: Beratungsfreie Waren, S.-Bedienungsgerechte Verpackung und Verkaufsfläche Auswirkungen für den Handelsbetrieb: Einsparen qualifizierter Arbeitskräfte, Senkung der Kosten, erhöhter Kaufanreiz
Ladengestaltung:
1. Shop-Design: optimale Gestaltung des Geschäftslokals, Regale, Beleuchtung der Waren, Platzierung der Kassen;(Längs- Quer- und Diagonal-Regalierung)
2. Warenpräsentation: (Space Management) Im Rahmen der Warenpräsentation geht es darum, die Warengruppen im Laden so zu platzieren, dass ein Umsatzoptimum erreicht wird.
Zeitersparnis bei der Suche
- Erinnerung anArtikel
- Anregung zumKauf
- Vergleichsmöglichkeit zwischenProdukten
-
VerkaufsaktiveLadenzonen (sind rechte Seiten, Kassen,...) Verkaufsschwache Ladenzonen (sind linke Seiten,...) Innerhalb eines Regals (gut: Sicht- und Griffzonen in der Regalmitte, schlecht: Bückzone, Reckzone)
Das Sortiment
Eine der wichtigsten Entscheidungen. Das Sortiment (alle angebotenen Waren) ist ein Teil der Qulitätsfunktion.
Die artmäßige Zusammensetzung
Ausrichtung am Material oder an der Art der Güter (war lange Zeit vorherrschend)
- Ausrichtungan Bedarfskreisen (zB Möbel,Vorhänge,...)
-
DieSortimentsbreite und Sortimentstiefe
Breite Sortimente (umfassen eine große Zahl von Warengruppen)
- EngeSortimente (umfassen nur eine geringe Zahl von Warengruppen)
-
TiefeSortimente (umfassen innerhalb einer Warengruppe viele Varianten/Artikel)
- FlacheSortimente (umfassen nur wenige Varianten)
-
ImAllgemeinen begegnet man:
Breiten und flachen Sortimenten (z.B. Warenhäusern)
- Engenund tiefen Sortimenten (z.B. Spezialgeschäften
-
Nebenleistungen im Einzelhandel Vor dem Kaufabschluss: Beratung Bei der Lieferung: Verpackung (kaum)
Nach der Lieferung: Service
Der Preis Für die Preisentscheidung gibt es im Einzelhandel grundsätzlich drei Möglichkeiten: Diskontpreise: Waren werden überwiegend oder ständig unter dem üblichen Einzelhandelspreis verkauft.
Konventionelle Preise: W. werden mit „angemessenem Aufschlag“ (33–50 % vom Einstandspreis) verkauft.
Exklusive Preise: Waren werden überwiegend oder ständig über dem üblichen Einzelhandelspreis verkauft. (exklusive Bedienung,...) Andere sind:
Gemischte Preispolitik: Einige Sortimentsteile werden zu Diskontpreisen und andere zu Konventionellen Preisen angeboten.
Sonderangebotspolitik: hier werden Preis, Platzierung im Verkaufslokal und Werbung kombiniert.
Der Standort Nähe der Abnehmer: große Einwohnerzahl bzw. Fußgängerdichte Konkurrenz als Standortfaktor: negativ (Einzelhandelsbetriebe mit Waren des tägl. Bedarfs) Positiv (=Häufung z.B. Möbel, Kleidung, Schuhe) Verkehr: verkehrsgünstige Stadtrandlagen mit ausreichenden Parkflächen Raumkosten: wesentlicher Faktor
Betriebsformen des Einzelhandels (siehe Übersicht in der Mappe) Kennzahlen des Einzelhandels (siehe TR)
Tendenzen im Einzelhandel
Zur Konzentration: Massenfilialbetriebe und Handelsketten schließen sich zu größeren Einheiten zusammen.
Zum Großbetrieb: Verkaufsflächen und Umsätze pro Einzelbetrieb nehmen ständig ab und die Zahl der Einzelbetriebe nimmt auch ab.
Zur Sortimentsausweitung: Sortimente werden ausgeweitet bzw. neue Sortimentsinhalte werden hinzugefügt.
Zur Kooperation zwischen Produzenten und Handelsbetrieben
Zu Eigenmarken: Sicherung der Handelsspanne und Profilierung des Handelsbetriebes über diese Eigenmarke.
Zur „gemischten Preispolitik“: Lockpreise
Zur Selbstbedienung: Einsparung von qualifiziertem Personal, und wegen Erleichterung der Zusatzverkäufen.
Spezialisierte Kleinbetriebe und ambulanter Handel als Ergänzung der Großbetriebe: z.B. Boutiquen, Delikatessengeschäfte,...
Zur Verlängerung der Öffnungszeiten: Abendverkauf, Samstagnachmittag, Sonn- und Feiertagsverkauf, aber die ungünstigen Arbeitszeiten im Handel werden dadurch noch ungünstiger.
Der Großhandel
Vom Großhandel spricht man dann, wenn der Absatz an andere Unternehmer erfolgt.
Kunden des Großhandels sind:
Einzelhändler
- AndereGroßhändler
- Weiterverbraucher(Industrie u. Handwerk)
- GewerblicheWeiterverbraucher (Gastwirte,...)
-
Weiterehäufig auftretende Merkmale (nicht bei jedem G.-handel): Einheitliche, allgemein bekannten Usancen
- Handelnach Muster, Typen, Standards
- StandardisierteKaufverträge
- Einschaltungvon Komissionären, Handelsvertreter, Maklern
-
Funktionenund Arten des Großhandels
Großhändler erfüllen die räumliche und zeitliche Funktion, die Quantitäts-, Qualitäts-, Beratungs- und Kreditfunktion in unterschiedlichem Ausmaß.
Die Quantitätsfunktion steht beim:
Aufkaufgroßhandel (Sammelgroßhändler): kaufen kleine Mengen von vielen Pro-
- duzenten,verkaufen sie im Großen weiter;
Verteilungsgroßhändler: kaufen in großen Mengen, verkaufen in kleinen Mengen
- weiter;
Im Vordergrund.
Die Qualitätsfunktion ist das wesentliche Merkmal des:
Sortimentsgroßhändlers: bieten ein Sortiment von großer Breite und mittlerer Tiefe
- an;
Spezialgroßhändler: führen ein Sortiment mit geringer Breite, jedoch sehr großer
- Tiefe;
Alle Großhändler erfüllen die räumliche Funktion zumindest in organisatorischer Hinsicht.
Viele Großhändler erfüllen auch die zeitliche Funktion und haben eine umfangreiche Lagerhaltung.
Großhandelsbetriebe erfüllen häufig auch die Kreditfunktion, da die Mehrzahl der Großhandelslieferungen gegen spätere Zahlung erfolgen.
Leistungsbereiche des Großhandels
Die Arbeiten in den Leistungsbereichen sind ähnlich wie im Einzelhandel, vergleicht man jedoch, ergeben sich folgende Unterschiede:
Beschaffung: Beschaffungsmenge ist im Allgemeinen größer. Lagerung: Die Lagerung ist noch stärker an der leichten Ein- und Auslagerung orientiert. Absatz: (a) Absatzvorbereitung (Mit Ausnahme des Cash-and-Carry-Großhandels erfolgt
(b) Absatzanbahnung
und –durchführung (findet statt im Verkaufsbüro, im Betrieb
(c) Absatzabwicklung (ordnungsmäßige Fakturierung spielt wesentlich größere Rolle
Die absatzpolitischen Entscheidungen im Großhandelsbetrieb
Sortimentsentscheidung: hängt von den Funktionen ab die der jeweilige Großhändler erfüllt
Preisentscheidung: „Lockpreise“ oder ständig wechselnde Preise spielen geringe Rolle
Verkaufsmethoden: Zustellgroßhandel,
- Abholgroßhandelmit Fremdbedienung,
- Abholgroßhandelmit Selbstbedienung (Cash-and-Carry-Großhandel)
- DieWaren werden von den Kunden selbst aus den Regalen entnommen, bar bezahlt und mit eigenen Fahrzeugen abtransportiert. Regalgroßhändler
-
Kommunikationspolitik: Werbungim Großhandel erfolgt durch Werbegespräche, Werbebriefe und Zusendung von Warenproben und Mustern.
Standort: hängt weitgehend von der Verkehrsform ab (zB Abholgroßhändler, Standort in der Nähe der Abnehmer)
Tendenzen im Großhandel
Zur Ausschaltung des Großhandels: vor allem im Binnenhandel; wachsende Betriebsgröße des Einzelhandels;
Zu gemischten Groß- und Einzelhändlern: Viele Einzelhändler erfüllen auch Großhandesfunktionen
Arbeit zitieren:
natalie hämmerle, 2001, Einzel- und Großhandel, München, GRIN Verlag GmbH
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