Yvonne Kasten
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Theorie 3
2. Methode 4
2.1. Versuchspersonen. 4
2.2. Apparate und Materialien. 4
2.3. Versuchsplan. 5
2.4. Durchführung 6
3. Ergebnisse. 7
4. Diskussion 9
5. Zusammenfassung 10
5. Literaturverzeichnis 11
2
1. Einleitung und Theorie
Wahrnehmung,
der Vorgang und das Ergebnis der Reizverarbeitung, dessen Ergebnis ein Abbild objektivrealer Umwelt und der eigenen Person ist. (Häcker& Stapf, 1998)
Mit dem Phänomen der Wahrnehmung haben sich schon die Philosophen im 18. Jahrhundert auseinandergesetzt. Hermann von Helmholtz war ein bedeutender Vertreter, welcher sich schon damals unter anderem mit der Theorie der Farbempfindung und den Unterschiedsschwellen von Ton und Licht befaßt hat. ( vgl. Rubinstein, 1977 und Bonk ,1998 )
1876 setzte sich H. v. Helmholtz mit dem Problem auseinander, wie man meßbare Unterschiede der Helligkeit schnell und einfach experimentell ermitteln kann. Seiner Ansicht nach war das leichteste Hilfsmittel dabei die Anwendung schnell rotierender Scheiben. ( Bonk, 1998 )
Diese Theorien hat Brunswick 1935 noch einmal aufgegriffen und empirisch untersucht. In seinem Experiment prüfte er, wie viele Ringe auf der rotierenden Scheibe von den Probanden wahrgenommen werden konnten. Dabei gab die Anzahl der Ringe Auskunft über die bestehende Unterschiedsschwelle. Diese Ringe wurden wahrgenommen, weil auf der weißen Scheibe sieben gleich lange und breite Striche vom Radius ausgingen. Der Schwarzanteil aller Striche betrug 1,5 mm. Dieser nimmt, aufgrund des zunehmenden Umfangs der Ringe auf der Scheibe, prozentual nach außen hin ab. Beim rotieren dieser Scheibe nimmt man anstatt der Striche Ringe wahr. Brunswick konnte dabei eine Helligkeitsunterschiedsschwelle, die unter normalen Lichtverhältnissen gemessen wurde, von 0,8% angeben.
Aus diesen Ansätzen läßt sich folgende Fragestellung ableiten: Kann man unter normalen Lichtverhältnissen gleich viele Ringe erkennen, wie bei sehr schwachem Licht?
Yvonne Kasten
Die dabei zu prüfenden Hypothesen lauten:
H0: Die Anzahl der wahrgenommenen Ringe ist unter beiden Lichtverhältnissen gleich.
H1: Die Anzahl der wahrgenommenen Ringe ist unter normalen Lichtverhältnissen größer, als bei zu schwachem Licht.
2. Methode
2.1. Versuchspersonen
Aufgrund der Allgemeingültigkeit ist diese Theorie auf die gesamte sehende Bevölkerung übertragbar, die somit der Population entspricht. Die Auswahl der Stichprobe wurde bewußt durchgeführt, indem Freunde und Bekannte gefragt wurden, ob sie Zeit und Lust hätten an dem Experiment teilzunehmen. Die Stichprobe umfaßte insgesamt 20 Versuchspersonen, welche über die Fähigkeit des Sehens verfügten. Jede Gruppe setzte sich aus jeweils 10 Versuchspersonen zusammen. Die acht Probanden mit einer Sehschwäche wurden gleichmäßig auf beide Gruppen verteilt, dadurch konnte die mögliche Störvariable parallelisiert werden.
Angaben und Aufteilung der Gesamtstichprobe
2.2. Apparate und Materialien
Zur Durchführung des Experimentes wurde ein Motor verwendet, auf dem eine Massonscheibe so befestigt wurde, daß sie um die eigene Achse rotieren konnte. Die Massonscheibe ist eine weiße Scheibe mit einem Durchmesser von 15 cm. Darauf laufen vom Radius aus sieben 5 mm lange und 1 mm breite Striche bis zum äußeren Scheibenrand. Der Schwarzanteil der Striche beträgt jeweils 1,5 mm.
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Arbeit zitieren:
Yvonne Kasten, 2000, Helligkeitsunterschiede unter normalen und schwachen Lichtverhältnissen, München, GRIN Verlag GmbH
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