David Hume (1711-1776)
Kurzbiographie:
• * 1711 als Sohn eines Schottischen Landadeligen
• studierte Jura, brach aber ab und wechselte zu Philosophie
• schon 1741 erste Bücher - Bekanntheit
• 1748 (21 Jahre) Hauptwerk - "Ein Traktat über die Menschliche Natur"
• 1763 britische Botschaft in Paris è Kontakt zu franz. Philosophen
• 1769 zurück nach Schottland
• 28.08.1776
Philosophie:
• dem englischen Empirismus zuzuordnen
• Grundlage: ging davon aus das der Mensch: 1. Eindrücke hat
2. è durch Geist zu Vorstellungen zusammengesetzt bzw. Verarbeitet à der Geist kann sich dabei irren
à falsche Vorstellungen können entstehen (z.B. Engel - Mann + Flügel) à nur das kann als Wahrheit akzeptiert werden, was durch Erfahrungen gesichert ist à Naturgesetze können nicht erfahren werden (Stein fällt zu Boden à Erfahrung aber man kann nicht das Gesetzt an sich erfahren à der Stein fällt immer zu Boden) à der Mensch kann nur einzelne Eindrücke wahrnehmen à Verknüpfung von Ursache und Wirkung kann nicht erfahren werden
Außerdem:
à bestreiten der Existenz einer objektiven Grundlage für das Schöne
è Realismus entnimmt daruas die Eigenschaft Hauptsächlich die Realität in ihrer Gesammtheit und teilweise auch Grausamkeit abzubilden
Auguste Comte (1798-1857)
Kurzbiographie:
• * 19.01.1798 in Montpellier
• Studium in Paris - aber von Uni verwiesen, wegen Führung einer Studentenaufruhr
• private Vorlesungen u. Veröffentlichungen
• ganze Leben auf finanzielle Unterstützung von Freunden und Anhängern angewiesen
• Tod 5. September 1857 in Paris
Philosophie:
• Begründer des sog. Positivismus
• Entdeckt ein Gesetz über Die Entwicklungsstadien der Erkenntnis der Menschen
• 3 Stadien: 1. theologischen Stadium:
• ungeprüftes Offenbarungswissen
Wesens erklärt 2. metaphysisches Stadium:
• Was ist Metaphysik:
• erste Anfänge der Wissenschaften 3. positivistisches Stadium:
•
Comte meinte mit dem Entwickeln der positivistischen Theorie die 3. Stufe erreicht zu haben
Arthur Shopenhauer (1788-1860)
Kurzbiographie:
• * 1788 als Kind eines Danziger Großkaufmanns
• schon als Kind/Jugendlicher viel durch Europa gereist
• umfassende Kenntnisse der europäische Literatur
• nach dem Tod des Vaters zog er mit seiner Mutter, mit der er ein sehr gestörtes Verhältnis hatte nach Weimar
• 1813 Doktortitel
• 1818 Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung
• lebte zusammen mit seinem Pudel in Frankfurt
• 9 Jahre vor seinem Tod 1860 wurde seine Philosophie erfolgreich
Philosophie:
• Pessimismus
à ausgehend vom Idealismus (è "Die Welt ist meine Vorstellung")
àdie
Welt ist immer unsere persönliche Welt, da wir sie nur mit unseren eigenen Sinnes- und
+ der Mensch hat auch einen Körper à d.h. der Mensch beobachtet nicht nur, er handelt auch è der Mensch handelt zielgerichtet à Ausdruck eines Willens zum Leben à jeder Wille hat ein Ziel seines Wollens = Streben nach Glück
"Alles Wollen entspringt aus Bedürfnissen, also aus Mangel, also aus Leiden" è alles Leben ist Leiden è alle Liebe ist Mitleid Ausweg: Verneinung des Willens zum Leben
• der Pessimismus war eine weit verbreitete Philosophie, die deshalb auch den Realismus beeinflußte
• der Realismus zeigt deshalb oft die negativen Seiten der Realität
Hippolyte Taine (1828-1893)
Kurzbiographie:
• * 21.4. 1828 in Vouziers
• nach Erwerb des Doktortitels arbeitet für versch. Zeitschriften
• 1864 Professor für Kunstgeschichte an der Ecole des Beaux-Arts
• veröffentlichte viele verschiedene Werke über Geschichte, Literatur, Kunst, Philosophie und Erkenntnistheorie
• 1878 Aufnahme in die Académie francaise
• Tod 5. März 1893 Paris
Milieutheorie:
• der Geist des Menschen ist bei seiner Geburt wie eine unbeschriebene Tafel ohne Inhalt à wird während des Lebens mit Sinneseindrücken gefüllt è Bewußtseinsinhalte sind von Sinneseindrücken abhängig à Mensch ist von seiner Umwelt, also seinem Milieu bestimmt à Charachter der Menschen ist vom Milieu abhängig à deshalb ist das Handeln des einzelnen von seinem Milieu bestimmt
• Mensch ist außerdem von:
• Rasse
• Vererbung
• geschichtlicher Lage abhängig
à Mensch ist also das Produkt des Kräftespiels zwischen Milieu, Rasse, Vererbung und Moment
• besonders das Milieu, (so) glaubte man, bestimmte die Entfaltung der Ererbten Anlagen è daher empfand man den einzelnen Menschen nicht mehr für seine Haltung, Entscheidungen und Handlungen als selbst verantwortlich
• Zitat:
"Dem Menschen sind nur die Erde und das kurze Leben auf ihr gegeben. Er ist eingespannt in einen naturgesetzlichen Ablauf der Dinge. Die Willensfreiheit ist eine Illusion." è deterministische Theorie = bedeutet das die Welt als vorherbestimmt betrachtet wird
• durch den Determinismus verschwand der "klassische Bösewicht" aus der Lit.
• es kam zu einem sittlichen Relativismus à also zu einem Standpunkt jenseits von Gut u. Böse
• detaillierte Schilderung des Milieus der Charaktere im Realismus
Zusammenfassung
• Realismus hat keine vollständig einheitlich Grundlage
• entstand mehr oder weniger durch das Einwirken versch. Philosophischer und Gesellschaftlicher Strömungen
• deshalb gibt es auch im Realismus selber versch. Richtungen (z.B.: bürgerlich kritischer Realismus oder poetischer Realismus)
• man kann aber versch. Ziele realistischer Werke aufzählen:
• Widerspiegeln des Gesellschaftlichen Wesens
• Vermitteln humanistischer Konzeptionen
• Eindringen in das gesellschaftlichen Wesen des Menschen zum Zweck seiner realen Selbstbefreiung
Quellen: "Deutsche Literaturgeschichte" "Geschichte Deutscher Literatur" (Digitale Bibliothek) "Geschichte der Philosophie" "Sophies Welt" Brockhaus Lexikon Internet
Arbeit zitieren:
Kai Dietrich, 2001, Die Philosophie der Literaturepoche des Realismus, München, GRIN Verlag GmbH
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