INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS. I
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS II
1. EINFÜHRUNG UND ABGRENZUNG ZENTRALER BEGRIFFE. 1
1.1. ZIRKADIANE RHYTHMIK. 1
1.2. ZEITGEBER. 1
1.3. STEUERMECHANISMEN. 1
2. AUSWIRKUNGEN ZIRKADIANER RHYTHMIK. 2
2.1 ZIRKADIANE RHYTHMIK UND KÖRPERLICHE LEISTUNGSFUNKTIONEN. 2
2.2 ZIRKADIANE RHYTHMIK UND PSYCHOLOGISCHE PROZESSE. 3
2.2.1 Untersuchungsschwierigkeiten. 4
2.2.2 Leistungsveränderungen im Tagesverlauf 4
2.2.3 Einfluß zirkadianer Rhythmik bei Ausschaltung exogener Zeitgeber. 6
2.2.3.1 Versuchsanordnung 6
2.2.3.2 Methodisches Vorgehen. 6
2.2.3.3 Ergebnisse. 6
2.2.4 Einfluß zirkadianer Rhythmik bei verlängertem Tagesablauf (28 Stunden) 7
2.2.4.1 Versuchsanordnung 7
2.2.4.2 Methodisches Vorgehen. 7
2.2.4.3 Ergebnisse. 8
3. INTERINDIVIDUELLE UNTERSCHIEDE IN DER ZIRKADIANEN RHYTHMIK 10
3.1. „MORGENTYPEN“ VERSUS „ABENDTYPEN“ 10
3.2. PERSÖNLICHKEITSBEZOGENE UNTERSCHIEDE. 11
3.3. ALTERSBEZOGENE UNTERSCHIEDE. 11
4. ANPASSUNG AN ZIRKADIANE RHYTHMUSSTÖRUNGEN 12
4.1. ZEITZONENVERSCHIEBUNG. 12
4.2. SCHICHT - UND NACHTARBEIT. 13
5. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNGEN 14
LITERATURVERZEICHNIS III
ANHANG 1 TAGESZEITLICHE ENTWICKLUNG. V
ANHANG 2 36-60 STUNDEN WACH VI
ANHANG 3 28-STUNDEN TAG VII
I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abs. ...........................................................
Aufl. ...........................................................
bearb. ........................................................
bspw. .........................................................
bzw. ...........................................................
ebd. ............................................................
Erg. ............................................................
erw. ............................................................
Hrsg. ..........................................................
neubearb. ..................................................
S. ...............................................................
überarb. .....................................................
vgl. .............................................................
1. Einführung und Abgrenzung zentraler Begriffe
Die meisten biologischen und psychischen Vorgänge im Körper verlaufen nach einem natürlichen Rhythmus. Viele unserer Funktionen verfügen über einen Zyklus von etwa einer Tageslänge und werden als zirkadiane Rhythmen bezeichnet.
1.1. Zirkadiane Rhythmik
Unter zirkadianer Rhythmik werden „endogene Tagesrhythmen“ verstanden, „durch die Stoffwechselabläufe, Wachstumsleistungen oder Verhaltensweisen an tagesperiodische Schwankungen der Umweltbedingungen angepaßt werden.“ 1 Das Wort „circadian“ macht deutlich, daß es sich um rhythmische
Funktionswiederholungen mit einer Periodendauer von „ungefähr einem Tag“ handelt. Eine genaue 24- Stunden- Periodik kommt in diesem Fall nur unter bestimmten Voraussetzungen zustande. Untersuchungen ergaben, daß die Periodendauer der endogene Rhythmik ohne externe Einflüsse etwa 25 Stunden beträgt. 2
1.2. Zeitgeber
Der endogene Rhythmus wird durch externe Faktoren, sogenannte Zeitgeber, mit dem 24- Stunden- Tag synchronisiert. Die wichtigsten Zeitgeber sind hierbei physikalische Veränderungen im Tagesablauf, wie der Hell- Dunkel- Wechsel. Kognitive und soziale Zeitgeber sind beim Menschen z usätzlich von e rheblicher Bedeutung.
1.3. Steuermechanismen
Die Steuerung der zirkadianen Rhythmen wird mit mindestens zwei interagierenden endogenen Mechanismen in Verbindung gebracht, einem Oszillator und einem zweiten endogenen Mechanismus. 3 Der Oszillator synchronisiert als sogenannter „Schrittmacher“ die zirkadianen Rhythmen in den Organen. Er wird beim Menschen in einem bestimmten Bereich des Hypothalamus vermutet. 4 Der zweite endogene Mechanismus ist für die Regelung des Schlaf- Wach- Rhythmus verantwortlich.
1 Brockhaus, 1992. Physiologische Uhr.
2 Vgl. Knaudt & Hornberger 1997, S. 26.
3 Vgl. Manzey, Gerzer, Samel & Wenzel 1998, S. 1.
4 Vgl., Brockhaus, 1992, physiologische Uhr.
Der Schlaf- Wach Rhythmus ist relativ stark von den exogenen Faktoren abhängig, wohingegen der Oszillator nur bedingt exogen beeinflußbar ist.
Das Hormon Melatonin ist bei der Adaption an zirkadiane Rhythmen ebenfalls von Bedeutung. 1 Es wird in der Zirbeldrüse, Epiphyse, synthesiert und wirkt als Schnittstelle zwischen dem Licht und dem Organismus. Melatonin und Licht wirken entgegengesetzt. Bei Lichtreduktion erfolgt Melatoninausschüttung, was Ermüdung zur Folge hat. Licht und Melatonin bestimmen die zeitliche Abfolge der verschiedenen Funktionen des zirkadianen Systems. 2
2. Auswirkungen zirkadianer Rhythmik
Die Bedeutung der „inneren Uhr“ für unser tägliches Leben und unsere Leistungsfähigkeit war und ist Thema zahlreicher Forschungen. Von Interesse ist dabei einerseits, ob unsere Leistungsfähigkeit eine eigene über den Tag variierende Rhythmik aufweist, andererseits, wovon diese, so vorhanden, abhängig ist. Die praktische Relevanz dieser Fragen liegt auf der Hand: ist es erforderlich, bei unserer Arbeitsgestaltung und Lebensweise sie rhythmischen Vorgänge des Organismus zu beachten? 3 Oder ist Leistung stark exogen bestimmt, unterliegt sie gar einer Steuerung durch eigene endogene Prozesse?
In den Forschungsergebnissen lassen sich Erkenntnisse über körperliche und psychologische Aspekte zirkadianer Rhythmik unterscheiden.
2.1 Zirkadiane Rhythmik und körperliche Leistungsfunktionen
Untersuchungen von Aschoff (z.B. Aschoff, 1971) zeigten, daß sich bei Ausschaltung jeglicher Zeitgeber beim Menschen eine zirkadiane Rhythmik von durchschnittlich 25 Stunden einstellt.
Diese prägt sowohl das Schlafverhalten, als auch viele vegetativ gesteuerte Körperfunktionen wie z.B. die Herzschlagfrequenz, die Körpertemperatur oder den Blutdruck.
1 Vgl. Häcker & Stapf 1998, S. 529.
2 Vgl. Zulley & Crönlein 1999,
Online im Internet: URL:http:// www. bkr-regensburg.de/dienste/schlaf..
3 Vgl. Hildebrand 1991, S. 62.
Das Maximum der physischen Leistungsfähigkeit wurde danach bei vielen Menschen (deutliche Morgen- und Abendtypen ausgenommen!) für die Zeiten zwischen 09:00 -10:00 h am Vormittag und für die frühen Abendstunden festgestellt. Ein Minimum an Leistungsfähigkeit wurde für die Zeit von 13:00 - 15:00 h sowie gegen 03:00 h ermittelt. 1
Ebenso in den Bereich körperlicher Auswirkungen einzuordnen ist das tageszeitabhängige Auftreten von Krankheitssymptomen bzw. die Wirksamkeit von Medikamenten. Eine örtliche Betäubung beim Zahnarzt wirkt mit der empfohlenen Dosis am frühen Morgen nur einige Minuten, während der Patient am frühen Nachmittag mit der gleichen Dosis zwei- bis dreimal so lange schmerzfrei bleibt. 2
2.2 Zirkadiane Rhythmik und psychologische Prozesse
An dieser Stelle wurden vor allem verschiedene Leistungsfunktionen wie logisches Denken/Kopfrechnen, kurzfristige Behaltensleistung und visuelle Suche in Bezug auf ihre Tagesrhythmik untersucht. Solche kognitiven Leistungen sind bereits seit 1885 Gegenstand von Forschungen. Damals konnte Ebbinghaus eine tageszeitliche Abhängigkeit bei der Effektivität des Lernens von Listen sinnloser Silben feststellen. 3
Ebenso als Indikator psychologischer Prozesse werden Daten zur Einschätzung der eigenen subjektiven Wachheit der Versuchspersonen erhoben.
Verschiedene Forschungsergebnisse gehen bezüglich der Existenz eigener
Tagesrhythmen der einzelnen mentalen Leistungsfunktionen sowie der subjektiven Wachheit konform. 4
Wenig konstant sind hingegen die Ergebnisse bezüglich der Verläufe einzelner Rhythmen und ihrer Abhängigkeit von endogenen bzw. exogenen Steuermechanismen.
1 Vgl. Aschoff nach: Gros 1994, S. 116f.
2 Vgl. Hildebrand 1991, S. 66.
3 Vgl. Johnson et.al. 1991, S.24.
4 Vgl. Manzey, Gerzer, Samel & Wenzel 1998, S.2, Johnson 1991, S.24f., Hockey 1986, S.44-30.
Arbeit zitieren:
Yvonne Kasten, 2001, Probleme der Arbeitszeitgestaltung, Zirkadiane Rhythmik und Probleme von Nachtarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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