Hausarbeiten.de - Warane
Warane bevorzugen heiße und trockene Gebiete, wo es nur Trockenzeit und Regenzeit gibt. Sie klettern außerordentlich gerne und lieben das Schwimmen in Fl üssen und Seen. Einige Warane können sogar kleinere Meerengen durchschwimmen.
2.3 Wo leben die Drachen?
Die Warane sind fast überall auf der Erde verbreitet, wo es trocken und heiss ist. Von Australien über Indonesien bis nach Nordafrika findet man die kräftigen Echsen.
2.4 Nahrung:
Je nach ihrer Größe ernähren sich die tagsüber aktiven Echsen von Insekten bis zu mittelgroßen Wirbeltieren, aber auch von Aas. Fleisch und Eier sind für sie schmackhaft. Der Komodo-Waran erlegt sogar Hirsche.
3. Bau und Funktion des Körpers:
3.1 Äussere Hülle bzw. Haut:
Die Körperbedeckung der Warane besteht aus verhältnismäßig kleinen, verschiedenfarbigen Schuppen, die auf dem Rücken des Tieres ein symmetrisches Muster bilden. Die Schuppen können am Schwanz und in der Aftergegend stachelartig ausgebildet sein. Die Warane werfen, wie die Schlangen periodisch ihr Schuppenkleid ab und erneuern es wieder. Die Körperbedeckung der Warane hat keine Drüsen; die Tiere können somit nicht schwitzen. Dadurch kann der Wasserverlust in Grenzen gehalten werden, was nötig ist, weil sich der Waran vorwiegend in sehr trockenen Gebieten aufhält.
3.2 Der Bewegungsapparat:
Die Warane sind von sehr kräftiger Statur. Der schwere Körper wird von muskulösen Beinen getragen. An den fünf Zehen befinden sich messerscharfe, lange Krallen. Da die Tiere ihrer Umgebung angepasst sind, können sie fast ebenso gut laufen, klettern und schwimmen. Anders als bei Eidechsen kann der Waran seinen Schwanz nicht abwerfen. Der Hirnschädel ist vollständig verknöchert damit das Tier ohne weiteres dem Druck herunter zu schlingender Beuteteile widerstehen kann. Um solche Riesenbrocken zu verschlingen spreizt der Waran den Zungenbeinapparat ab um damit seinen Schlund massiv zu vergrößern.
3.3Verdauungsystem:
Das Verdauungssystem bei den Waranen ist der trockenen und heißen Umgebung, in der sie leben angepasst. Die Verdauung dauert zwei bis drei Tage. Die Warane trinken im Allgemeinen sehr wenig, was auf den sparsamen Stoffwechsel zurückzuführen ist.
3.4 Ausscheidungsorgane:
Bei gewissen Arten hat man das Ausstossen von Gewöllen beobachtet. Harnstoffe werden als breiige, dickflüssige Masse ausgestoßen, die viel Harnsäure, aber wenig Wasser enthalten. Wasser wird möglichst wenig ausgestoßen. Außerdem haben Warane Drüsen, deren Ausführgänge in die Nase münden; durch sie wird überschüssiges, mit der Nahrung aufgenommenes Salz wieder abgegeben.
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3.5 Atmungssystem:
Das Atmungssystem der Warane funktioniert allein durch Lungenatmung. Hautatmung gibt es bei ihnen nicht, da ihre Haut zu trocken ist. Um trotzdem die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, wird die Lungenschleimhaut aufgefaltet und somit die Oberfläche an der der Gasaustausch stattfindet, vergrößert.
Die Lunge ist bei allen Reptilien verhältnismäßig weit entwickelt. Während bei Lurchen die Lunge glatt und nur schwach gekammert ist weist der Waran eine stark gekammerte Lunge mit Lungenbläschen auf. Ein gravierender Unterschied zwischen dem Atmungssystem des Menschen und dem der Warane besteht darin, daß der Mensch nicht nur über die Lunge Sauerstoff bezieht, sondern auch noch über die Haut atmet.
3.6 Kreislaufsystem:
Das Kreislaufsystem des Waranen ist, im Gegensatz zu dem der Menschen, ziemlich schwach entwickelt und immer noch beeinflußt von der Kiemenatmung ihrer Vorfahren.
Das Blut wird zuerst vom Herz durch die Lungenarterie in die Lunge gepumpt und dann wieder zurück zum Herzen, wo sich das sauerstoffreiche Blut mit dem sauerstoffarmen Blut vom Körper vermischt und erst jetzt für den Gasaustausch in den Körper gelangen kann.
3.7 Nervensystem (Sinnesorgane, Rechensystem):
Warane besitzen nicht nur vier Sinnesorgane, sie verfügen sogar über ein fünftes, das jocobschen Sinnesorgan. Die Gerüche werden über die gespaltene Zunge in die Gaumen geleitet, wo sich das jacobschen Sinnesorgan befindet. Die Tiere sehen, riechen, hören und schmecken aber auch außerordentlich gut. Die Augen haben runde Pupillen und können von beweglichen Lidern verdeckt und zu schmalen Schlitzen verringert werden. Die deutlich ausgebildeten Ohr öffnungen sind bei allen Waranen stets gut sichtbar, die Nasenöffnungen aber können bei den Untergattungen unterschiedlich angeordnet sein.
3.8 Fortpflanzungssystem:
Echsen legen, im Gegensatz zu den Säugetieren, Eier. Junge Warane werden zwischen dem dritten und dem fünftes Altersjahr geschlechtsreif. Die Paarungszeit ist vom Juni bis September. Die Männchen, die um die Weibchen buhlen, stellen sich zu sogenannten "Kommentkämpfen" auf. Schulter an Schulter stehen die beiden K ämpfer auf den Hinterbeinen aneinander und versuchen sich gegenseitig umzuwerfen. Beissereien treten dabei höchst selten auf. Der Gewinner hält sich dann bei der Paarung mit den Hinterbeinen an dem Weibchen fest und bezüngelt gewöhnlich die Nackenregion der Partnerin. Je nach Art legt das Weibchen zwischen sieben und sechzig Eier und vergräbt, versteckt, oder legt sie in einen Termitenbau. Bei gewissen Arten (z.B. Komodo-Waran müssen die Jungen nach den Schlüpfen gleich für sich selbst sorgen.
4. Der Komodo-Waran
4.1 Einleitung
Da ich mich aus Mangel an Informationen auf das allgemeine Gebiet der Warane beschränken mußte, möchte ich jetzt noch eine ganz spezielle Waranenart vorstellen. Nämlich die größte und stattlichste Spezies, welche mich schon immer fasziniert hatte, den Komodo-Waran.
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4.2 Beschreibung:
Der Komodo-Waran ist die größte und stattlichste Waranenart, die es gibt. Er kommt nur auf den kleinen Indonesischen Inseln Komodo, Flores, Padar, Rinca, Oewada Sami und Gili Mota vor. Die Größe beträgt bis über drei Meter und das Gewicht lag beim schwersten Tier bei 249 Kilogramm. Die Komodo-Warane unterscheiden sich außer ihrer Größe nicht wesentlich von ihren Artgenossen. Als Jungtier sind die Schuppen des Komodo-Warans goldig, danach werden sie bunt und sobald er ausgewachsen ist verfärbt er sich graugrün, grauschwarz oder lehmgelb. 4.3 "Drachen"
Des Komodo-Warans Heimat wirkt urtümlich und unberührt. Ausgerechnet auf diesen, zum Nationalpark erklärten Inseln, die sowieso den Besucher in die Steinzeit zur ückversetzen, leben die Drachen. Den Laien erinnert er an einen Drachen, für den Wissenschaftler steht er einer Schlange näher.
Schon vor langer Zeit ging das Gerücht von einem bis zu 10 Meter langen Saurier auf einigen Indonesischen Inseln, die sogar Wasserbüffel mit Haut und Haar verschlänge, um. Ein mystischer Schleier umgab anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts die kleinen Inseln. Immer verrückter und furchterregender wurden die Gerüchte um den Komodo-Waran. Da wäre zum Beispiel der Komodo Abenteurer Collins, welcher 1938 schrieb: "Diese Bestien besitzen kolossale Kraft, fallen Pferde an und auch Menschen". Der Sultan von Bima ordnete bei seinen Untergebenen bei Ungehorsam sogar Verbannung nach Komodo an.
Die Ausgefallenheit der Tierart beeindruckte die Menschen so sehr, daß 1926 von geschäftstüchtigen Chinesen versucht wurde, ihr Leder zu gerben. Zum Glück mißlang dies, denn sonst wäre der Komodo-Waran wahrscheinlich schon längst ausgestorben. 1
Literatur- und Quellenverzeichnis:
Bardorff Wilhelm, Der grosse Brehm Band 4, Safari Verlag Berlin, 1964 Bayrhuber Horst, Kull Ulrich Linder Biologie Schroedel Schulbuchverlag GmbH Hannover, 1989 Miram Wolfgang, Scharf Karl-Heinz Biologie heute SII Schroedel Schulbuchverlag GmbH Hannover, 1988 Ahlheim Karl-Heinz Schüler Duden: Die Biologie Meyer's Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich, 1986 Flückiger Peter, Brückenbauer Nr.47 1999, Migros Aare, 23.11.99 Internet: www.komodo-waran.ch www.komodo-waran.ch\warane www.komodo-waran.ch www.komodo-waran.ch\warane
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Daniel Schütz, 2000, Warane, Munich, GRIN Publishing GmbH
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