Inhaltsverzeichnis
1 Wissen im Unternehmen 1
1.1 Knowledge-Management 1
1.2 Software 2
1.3 Integration 2
1.4 Zielsetzung dieser Arbeit 3
2 Elemente einer Wissensdatenbank 4
2.1 Unterscheidung:
Daten, Informationen und Wissen 4
2.2 Wissensmanagement 5
2.2.1 Kernprozesse 5
2.2.2 Technische Unterst utzung 6
2.2.3 Forderungen der Praxis:
Pragmatisch, einfach, nutzbar 7
2.3 Ans atze von K-MTools 7
2.3.1 Datenspeicher 7
2.3.2 Kataloge 8
2.3.3 Volltextsuche 9
2.3.4 Groupware 10
2.3.5 Nutzung von Intranettechnologie 11
2.3.6 Vernetzung der Wissensobjekte 14
2.3.7 Sicherheit durch Berechtigungskonzepte 15
2.3.8 Zukunftssichere Dateiformate 16
3 Die Wissensdatenbank 17
3.1 Ist-Analyse 17
3.2 Definition 18
3.3 WisNet 19
3.3.1 Genutzte Technik 19
3.3.2 Formatierungen in Wiki 19
3.3.3 Navigation 22
i
INHALTSVERZEICHNIS
ii
3.3.4 Mehrbenutzerzugriff 23
3.3.5 Anpassungen 25
3.4 Intranet-Suche 27
3.4.1 Genutzte Technik 27
3.4.2 Indexierung 27
3.4.3 Abfrage 29
3.4.4 Anpassungen 29
4 Nutzung und Ausblick 33
4.1 WisNet 33
4.1.1 Supportdatenbank f ur das BSC 33
4.1.2 Ausbildungsweb 35
4.1.3 Uml aufe im Hause 35
4.1.4 Einf uhrung der Rolle des Redakteurs“ 36
4.2 Intranet-Suchmaschine 37
4.3 Abschließende Betrachtung 38
A WisNet 40
B Intranet-Suche 51
Abbildungsverzeichnis
2.1 Die Beziehungen zwischen den Ebenen der Begriffshierarchien
aus Probst et al., 1999, S. 36 5
2.2 Die Kernprozesse des Wissensmanagements aus Probst et al., 1999,
S. 53 6
3.1 WikiWord mit (links) und ohne (rechts) existierendes Thema 20
3.2 Navigationsleiste in WisNet 22
4.1 Einstiegsseite ins Intranet mit Suchformular 37
4.2 Erweiterte Suche 38
A.1 StartSeite im Web BSC 41
A.2 Bearbeiten eines Beitrags in WisNet 42
A.3 Der bearbeitete Beitrag in WisNet 43
A.4 Thema mit angef ugter Datei 44
A.5
Anderungen im BSC-Web 45
A.6 WebStatistics im BSC-Web 46
A.7 StartSeite im Web Ausb 47
A.8 Liste der Praxisarbeiten 48
A.9 Eine Praxisarbeit 49
A.10 Suche im WisNet 50
B.1 Einfache Suche nach dem Begriff Intranet“ 52
B.2 Ergebnis der Suche nach Intranet“ 53
B.3 Erweiterte Suche 54
B.4 Ergebnis der erweiterte Suche 55
B.5 Erweiterte Suche nach einem Text mit Umlauten 56
B.6 Interpretation der Umlaute 57
iii
Kapitel 1
Wissen im Unternehmen
1.1 Knowledge-Management
Die gegenw¨ artige Situation vieler Unternehmen ist aus Sicht der Informati-onsversorgung durch eine steigende Datenflut bei einem gleichzeitigen Informationsdefizit gekennzeichnet. Die Unternehmen sind zwar im Besitz einer Vielzahl an Daten, sie sind jedoch nicht in der Lage, diese zur Steigerung ihrer Wettbewerbsf¨ ahigkeit sinnvoll zu nutzen. 1 Ein aktueller Ansatz, der diesem
Umstand entgegenwirkt, stellt das Knowledge-Management (KM) dar. Als eine von vielen Definitionen f¨ ur den Begriff KM unterteilt IT-Research diesen in die folgenden zwei Aspekte: 2
• Erstens beschreibt KM den Prozeß, die Wissensbasis eines Unterneh-mens zu suchen, zu identifizieren, zu erfassen, aufzubereiten und zu verteilen. Dies geschieht haupts¨ achlich durch den Einsatz der entsprechenden Informationstechnologie.
• Zweitens kommt es auf die Umwandlung von Informationen in Wissen
an. Knowledge-Management soll einen Prozeß lenken, der es der Organisation erm¨ oglicht, neues Wissen zu erzeugen, um Unternehmensziele zu unterst¨ utzen.
Wissen oder neudeutsch auch Knowledge wird in unserer Dienstleistungsgesellschaft zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Unternehmen, die Informationen nicht unmittelbar und allen Mitarbeitern zur Verf¨ ugung stellen k¨ onnen, werden im Wettbewerb langsamer agieren, Marktanteile verlieren und ihre
1 [Biethahn et al., 1997, 234]
2 Vgl. [o. V., 2000a]
1
KAPITEL 1. WISSEN IM UNTERNEHMEN 2
Existenz gef¨ ahrden. Knowledge-Management ist deshalb auch keine kurzlebige Management-Lehre, sondern sichert den Produktionsfaktor der Zukunft: das Wissen. 3
W¨ ahrend das Management klassischer Produktionsfaktoren ausgereizt zu sein scheint, hat das Management des Wissens seine Zukunft noch vor sich. Wissen ist die einzige Ressource, welche sich durch Gebrauch vermehrt. 4 Hier-
zu bietet die moderne Informationstechnik eine Vielzahl von M¨ oglichkeiten.
1.2 Software
Den Markt f¨ ur Wissensmanagement-Anwendungen haben inzwischen zahlreiche Softwareh¨ auser entdeckt. So tummeln sich in der Fachpresse Artikel, in denen immer neue Produkte vorgestellt werden. Neben den traditionellen Anbietern von Dokumenten-Management-Systemen (DMS) 5 haben inzwischen Raven“ 6 , Oracle mit ” iFS“ 7 und Microsoft mit auch Gr¨ oßen wie Lotus mit ” Tahoe“ 8 Produkte in den Startl¨ ochern. ”
1.3 Integration
Ein Hauptproblem des Wissensmanagements besteht in der Verteilung der dazu ben¨ otigten Informationen. Man unterscheidet: 9
• Implizites Wissen ist in den K¨ opfen der Mitarbeiter gespeichert und
l¨ aßt sich nur schwer formalisieren und ¨ ubertragen.
• Explizites Wissen ist bereits kommuniziert und kann auf verschiedenen
Medien gespeichert sein — es ist also leichter zug¨ anglich als implizites Wissen, jedoch aus IT-Sicht eventuell auf verschiedene Anwendungen verteilt, die sich nur schwer verkn¨ upfen lassen.
Zudem l¨ aßt sich eine weitere Unterscheidung treffen: 10
• Strukturiertes Wissen liegt in verschiedenen Datenquellen, beispiels-weise Datenbanken oder Data Warehouses vor.
3 [Clasen, 1998, S. 66]
4 [Probst et al., 1999, S. 17]
5 Vgl. [o. V., 1999] und [Kneuse, 2000]
6 Vgl. [Weber, 2000]
7 Vgl. [Mesaric, 2000]
8 Vgl. [o. V., 2000b]
9 [o. V., 2000a]
10 [o. V., 2000a]
KAPITEL 1. WISSEN IM UNTERNEHMEN 3
• Unstrukturiertes Wissen k¨ onnen Textdokumente und E-Mails, Audio-
und Video-Pr¨ asentationen sowie das implizite Wissen der Mitarbeiter sein.
Eine große Aufgabe besteht somit bei der Einf¨ uhrung eines Knowledge-Management-Systems in der Zusammenf¨ uhrung bestehender Systeme, Anwendungen und Daten. Das aktuelle Schlagwort hierzu lautet EAI: Enterprise Application Integration. Als ” Oberfl¨ ache“ f¨ ur den Anwender hat sich in den
letzten Jahren das Internet bzw. Intranet herausgebildet, welches aufgrund seiner Plattformunabh¨ angigkeit und system¨ ubergreifenden Verf¨ ugbarkeit bestens geeignet ist 11 .
1.4 Zielsetzung dieser Arbeit
In meiner Diplomarbeit soll nicht ein weiteres mal die wirtschaftliche Bedeutung von Wissen er¨ ortert werden — dieser fast schon philosophische Aspekt wurde schon in zahlreichen Arbeiten aufgezeigt und wird im Allgemeinen auch nicht von Managern angezweifelt. Ebenso soll keine Anleitung zum Management von Wissen gegeben werden. In meiner Arbeit will ich eine technische Grundlage in Form einer Wissensdatenbank mit Intranettechnologie schaffen, die meinem Ausbildungsbetrieb, dem Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verband (BGV) in Karlsruhe, erste gezielte Schritte im Wissensmanagement erm¨ oglicht.
Im Zuge eines kleinen Pilotprojektes ist dies auch geschehen: Im Benutzer-Service-Center (BSC) des BGV entsteht gerade eine Support-Datenbank auf Basis meiner Arbeit. F¨ ur die Zukunft ist auch eine Nutzung f¨ ur die hausweite Verteilung von Aktenvermerken geplant.
Zun¨ achst werde ich auf die Grundlagen von KM-Systemen eingehen. Darauf folgt eine Beschreibung der f¨ ur meine Arbeit verwendeten Tools, deren Eigenschaften, Installation und Anpassung. Anschließend werde ich anhand von Beispielen die Nutzung im BGV aufzeigen. Im Anhang finden sich schließlich noch Screenshots der Anwendungen.
11 Vgl. [Bach et al., 1999, S. 106]
Kapitel 2
Elemente einer
Wissensdatenbank
Bestimmte Begriffe tauchen im Zusammenhang mit Wissensmanagement immer wieder auf. Da diese jedoch h¨ aufig ganz unterschiedlich verwendet werden, ist es notwenig, sie zun¨ achst einmal zu definieren.
2.1 Unterscheidung:
Daten, Informationen und Wissen
Daten sind nach DIN 44300 Zeichen oder kontinuierliche Funktionen, die aufgrund von bekannten oder unterstellten Abmachungen und zum Zweck der Verarbeitung Informationen darstellen. 1 Es sind also Zeichen, die f¨ ur den
Betrachter Bedeutung haben.
Informationen werden von W. Wittman als an Zwecken ausgerichtetes Wissen oder auch als zweckorientiertes Wissen festgelegt, d.h. als Kenntnisse uber Sachverhalte oder Vorg¨ ange. 2 Diese Definition st¨ utzt sich wiederum auf
¨ den Begriff ” Wissen“, den W. Wittman als immatiriellen Produktionsfaktor versteht. F¨ ur die weitere Verwendung im Wissensmanagement ist dies alleine nicht ausreichend. Informationen werden deshalb als interpretierte Daten angesehen. Den Kontext zur Interpretation liefert hierzu der Verwendungszweck.
Die Vernetzung von Informationen erm¨ oglicht deren Nutzung in einem bestimmten Handlungsfeld, welches als Wissen bezeichnet werden kann. 3
1 [Biethahn et al., 1994, S. 4]
2 Vgl. [Biethahn et al., 1994, S. 6]
3 [Probst et al., 1999, S. 36]
4
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 5
Abbildung 2.1: Die Beziehungen zwischen den Ebenen der Begriffshierarchien; aus [Probst et al., 1999, S. 36]
Das Handeln der Mitarbeiter in einem Unternehmen wird von ihrem Wissen beeinflußt — Informationen alleine reichen hierzu nicht aus. Deshalb ist es wichtig, den Mitarbeitern eine m¨ oglichst große Wissensbasis zur Verf¨ ugung zu stellen und sie zu deren Nutzung und Erweiterung zu motivieren.
2.2 Wissensmanagement
2.2.1 Kernprozesse
Als Kernprozesse des Wissensmanagement ergeben sich die folgenden: 4
• Wissensidentifikation — Wie schaffe ich Transparenz ¨ uber intern und extern vorhandenes Wissen?
• Wissenserwerb — Welche F¨ ahigkeiten kaufe ich mir extern ein?
• Wissensentwicklung — Wie baue ich neues Wissen auf?
• Wissens(ver)teilung — Wie bringe ich das Wissen an den richtigen Ort?
• Wissensnutzung — Wie stelle ich die Anwendung sicher?
• Wissenbewahrung — Wie sch¨ utze ich mich vor Wissensverlusten?
All diese Prozesse stehen in direktem Zusammenhang miteinander, wie in Abbildung 2.2 dargestellt.
4 [Probst et al., 1999, S. 54 ff]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 6
Abbildung 2.2: Die Kernprozesse des Wissensmanagements; aus [Probst et al., 1999, S. 53]
2.2.2 Technische Unterst¨ utzung
Ziel eines jeden KM-Tools sollte es nun sein, die genannten Kernprozesse des Wissensmanagements zu unterst¨ utzen. Leider verl¨ auft aber auch hier die Einf¨ uhrung einer neuen Technik oft nach der Methode ” Geld reinstecken und
hoffen“ 5 — Prozesse der Zieldefinition m¨ ussen jedoch den Anfang bilden. 6
H¨ aufig wird KM benutzt, um die Unzul¨ anglichkeiten von hierarchischen File-Management-Systemen auszugleichen: Der vorhandene Informationspool wird durch Suchmaschinen und Verteilungssysteme zug¨ anglich gemacht. Besonders begeistert hat die Dokumenten-Management-Branche den Begriff Knowledge-Management aufgegriffen. Das neue Schlagwort bot die Chance, aus den doch sehr ” trockenen“ und eng abgegrenzten Bereichen Archivierung, Workflow und klassisches Dokumenten-Management auszubrechen. Dieser Ansatz geht jedoch davon aus, daß das Wissen in den Informationsbasen vorhanden ist und nur mit geeigneten Mitteln Anwendern zur Verf¨ ugung gestellt werden muß. 7 Es ber¨ ucksichtigt also im Grunde nur die Prozesse der
Wissensbewahrung und Wissens(ver)teilung, die Wissensnutzung wird dem Anwender ein wenig erleichtert.
Tats¨ achlich erfordert KM jedoch mehr, denn Wissen ist nicht einfach vor-handene Information, sondern stellt das Ergebnis von Prozessen, Erfahrungen und Ad-hoc-Assoziationen dar. 8 Und gerade auch der Prozeß der Wissens-
5 [Piechota,2000]
6 Vgl. [Probst et al., 1999, S. 66]
7 Vgl. [Kampffmeyer, 1999, S. 73 f]
8 [Kampffmeyer, 1999, S. 74]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 7
entwicklung muß unterst¨ utzt werden, denn in einer sich st¨ andig ver¨ andernden Arbeitswelt veralten Informationen schnell.
2.2.3 Forderungen der Praxis:
Pragmatisch, einfach, nutzbar
Ein pragmatisches Wissensmanagement-Konzept muß Unternehmensprobleme in Wissensprobleme ¨ ubersetzen, Pauschall¨ osungen vermeiden, sich stets an konkreten Problemen orientieren, sich an existierende Systeme anschließen und bestehende L¨ osungsans¨ atze integrieren. Zudem muß es in einer verst¨ andlichen Sprache formuliert sein, welche im Unternehmensalltag vermittelbar ist. 9
Die Akzeptanz des Systems ist ausschlaggebend f¨ ur seinen Erfolg. Mit umst¨ andlicher Technik und schlechten Oberfl¨ achen zu operieren, ist gef¨ ahrlich. Ein KM-System soll und muß t¨ aglich benutzt werden, eine logische und verst¨ andliche Bedienerf¨ uhrung sollte (nicht nur hier) selbstverst¨ andlich sein. Altgediente Mitarbeiter begegnen einem neuen System oftmals skeptisch. Sie verbinden damit die Sorge, daß sie mit ihrem Wissen m¨ oglicherweise auch ihren Arbeitsplatz preisgeben. Bei J¨ ungeren hingegen ist oft Enthusiasmus festzustellen; das Besitzstandsdenken ist noch unterentwickelt. 10
Bei der Einf¨ uhrung lassen sich zwei Strategien unterscheiden: die punktuelle — etwa Fachgebiet nach Fachgebiet oder Abteilung nach Abteilung — und die unternehmensweite Einf¨ uhrung. Der Ort eines Pilotprojektes sollte sorgf¨ altig gew¨ ahlt sein. Wird das System in einem Schl¨ usselbereich eingesetzt, wo der Nutzen schnell und direkt zu erkennen ist, hat dies unmittelbare R¨ uckwirkung auf die Akzeptanz der Benutzer. 11
2.3 Ans¨ atze von KM-Tools
2.3.1 Datenspeicher
Zur Wissenbewahrung werden die Daten in Datenbanken oder als Dateien in einem Filesystem abgelegt. Dies ist ein notwendiger, jedoch bei weitem nicht hinreichender Schritt. Denn laut einer europaweiten Marktanalyse des Marktforschungsunternehmens ” The Survey Shop“ verlieren zwischen 11 und
13 Prozent der europ¨ aischen Gesch¨ aftsf¨ uhrer zuweilen wichtige Dokumente
9 Vgl. [Probst et al., 1999, S. 51 f]
10 [Versteegen, 2000]
11 [Versteegen, 2000]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 8
oder legen sie so falsch ab, daß sie nie wieder gefunden werden 12 .
Auch die Marktf¨ uhrer auf diesen Gebieten haben den Handlungsbedarf erkannt und bieten zunehmend Recherchem¨ oglichkeiten auf die Datenbest¨ ande an. Jedoch handelt es sich hierbei meist wieder um ein propriet¨ ares System, welches eine Integration verschiedener Informationsquellen im Unternehmen erschwert. 13 Eine l¨ obliche Ausnahme, die sich an offenen Standards orientiert
und diese zahlreich unterst¨ utzt, d¨ urfte wohl Oracle mit iFS anbieten. Dessen Hardwareanforderungen sind jedoch gewaltig. 14
2.3.2 Kataloge
Um den Zugriff zu den gespeicherten Daten zu erleichtern, werden Zugangs-portale 15 geschaffen. Diese sind nicht mehr auf einen hierarchischen Zugriffs-
pfad beschr¨ ankt, wie ein Filesystem, sondern erlauben den thematisch gegliederten Einstieg. Dazu ist eine Kategorisierung, Gliederung und/oder Ver-schlagwortung der Inhalte n¨ otig.
In der Praxis erweist sich dies jedoch meist als wenig geeignet: Mitarbeiter k¨ onnen eine gemeinsam vereinbarte Schlagwortstruktur schnell nicht mehr nutzen. Bereits nach wenigen Wochen steigt die Quote der nicht verschlag-worteten Dokumente auf 30 %. Keines der Dokumente wird dann mit mehr als zwei Schlagworten gekennzeichnet. F¨ ur den Anwender bedeutet die Ka-tegorisierung bei der Ablage seines Dokuments einen zus¨ atzlichen Aufwand in einer Phase, in der er sowieso mit Motivationsproblemen zu k¨ ampfen hat. H¨ aufig f¨ uhrt dies dazu, daß er auf das Hinterlegen von Dokumenten ganz verzichtet. Ein weiteres Problem ist in der geringen Flexibilit¨ at einer solchen Kategorisierung zu sehen. Eine wohlstrukturierte Dokumentendatenbank bedingt einen hohen Verwaltungsaufwand. Kategorien, Sachgruppen und Stich-worte ¨ andern sich permanent. Jemand muß den zu Grunde liegenden Doku-mentenbestand st¨ andig an diese Ver¨ anderungen anpassen — mit wachsender Anzahl der Dokumente eine Sisyphusaufgabe. Bei einem Bestand von 5000 Dokumenten m¨ ußte jedes Dokument im Durchschnitt zweimal im Jahr neu kategorisiert und verschlagwortet werden. Das sind 50 neue Zuordnungen pro Tag. 16
Einer automatischen Verschlagwortung steht eines im Wege: Die Sprache. F¨ ur die elektronische Verarbeitung von geschriebenen und gesprochenen Texten bedarf es einer exakten Kenntnis der Sprache, ihres Vokabulars und ihrer
12 [Storp, 2000]
13 Vgl. Microsofts ” Gemenge aus HTML und XML-Inseln“ in Office 10; [o. V., 2000b]
14 Vgl. [Mesaric, 2000]
15 Vgl. [o. V., 2000c, S. 26]
16 [Gerick, 2000b, S. 124 f]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 9
Regeln. 17 Bisher ist jedoch noch keine intelligente Informationserschließung
durch den Rechner m¨ oglich, da die dazu notwendigen Erschließungstechniken wie Mustererkennung (Pattern Recognition) noch nicht weit genug auf dem Gebiet der Sprache entwickelt sind. 18
2.3.3 Volltextsuche
Eine Alternative zur effizienten Erschließung von Dokumenten bietet die Volltextsuche. Die Anfrage l¨ aßt sich mittels numerischen oder boolschen Verkn¨ upfungen (AND, OR, NOT ...) beziehungsweise Abstandsoperatoren (SENTENCE, NEAR ...) verfeinern und ist heute die verbreitetste Methode. Daneben lassen sich Worte abschneiden und die ausgelassenen Wortteile durch Wildcards ersetzen. 19 Ein sehr m¨ achtiges Werkzeug bildet das Prinzip
der regul¨ aren Ausdr¨ ucke, das seit Ende der 70er Jahren Bestandteil vieler Standard-Tools von Unix ist. 20
Ein hohes Maß an Recherchekompetenz ist unabdingbare Voraussetzung, um bei spezifischen Themen mit der Kenntnis von Vieldeutigkeiten, Homonymen und Synonymen das Richtige zu finden. Den Anspruch, spezifische Inhalte von Dokumenten exakt aufsp¨ uren zu k¨ onnen, kann das boolsche Retrieval allein nicht ¨ uberzeugend erf¨ ullen, da Worte als Zeichenketten ohne Bezug der Syntax und Semantik betrachtet werden. 21
Erste Verbesserungen bei den Suchergebnissen erzeugen Stopwortlisten. Hierin werden Worte mit zu h¨ aufigem Auftreten gespeichert, die bei einer Suche zu viele Treffer erzeugen w¨ urden und somit als Eingrenzung nicht dienen k¨ onnen. Im Englischen gibt es ungef¨ ahr 250 solcher W¨ orter — es ist relativ einfach, sie in einem W¨ orterbuch zu sammeln 22 .
Durch Wortstammreduktion (engl. stemming) lassen sich Begriffe unabh¨ angig von verschiedenen Wortformen auf ihren Stamm reduzieren. Solch linguistische Verfahren verwenden heuristisches Wissen ¨ uber die Verwendung
der Sprache. So gibt es zum Beispiel Regelwerke f¨ ur die Erkennung von Eigennamen. 23
Eine weitere M¨ oglichkeit, W¨ orter nach ihrer Bedeutung zu strukturieren, liegt in der Verwendung von Thesauri, in denen der Wortschatz nach verschiedenen Relationen (Oberbegriffe, Unteraspekte, verwandte Begriffe)
17 [Lenders/Will´ ee, 1998, S. 42]
18 Vgl. [Kampffmeyer, 1999]
19 [Gerick, 2000b, S. 125]
20 Vgl. [Florian, 1997, S. 184 f]
21 [Gerick, 2000a]
22 [Salton, 1987, S. 77]
23 [Gerick, 2000a]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 10
organisiert ist. So werden etwa bei der Suche nach ”
Dokumente gefunden, in denen von ”
Fachgebietsspezifische Thesauri manuell zu erstellen ist allerdings sehr aufwendig. Heute existiert eine Vielzahl verschiedener Methoden, die Thesauruskonstruktion zu automatisieren. Jedoch weisen automatisch erstellte Thesauri bei weitem nicht die strukturelle Dichte manuell erstellter auf. Der Pflegeaufwand, der f¨ ur den Erhalt der Funktionalit¨ at bei den linguistischen Verfahren aufzubringen ist, w¨ achst ¨ uberproportional zur Gr¨ oße der Datenbank an. 25
Bei der Volltextsuche werden aus Gr¨ unden des schnelleren Zugriffs und der geringeren Last gerne Indizes erzeugt und verwendet. Da neue Suchanfragen nur noch mit diesem Index verglichen werden, ist zu beachten, daß somit an zwei Stellen die genannten Erweiterungen m¨ oglich sind: Sowohl bei der Indexerstellung als auch bei der Abfrage. Durch Fuzzy-Technik, Rechtschreib-korrekturen oder gar phonetischer Suche lassen sich die Anfragen nochmals benutzerfreundlicher gestalten 26 . Denn eine erfolglose Suche aufgrund eines
vertauschten Buchstabens wirkt sehr demotivierend auf den Anwender — und dies ließe sich umgehen.
2.3.4 Groupware
Erfahrungsgem¨ aß bestehen in gr¨ oßeren Organisationen die Hauptprobleme in drei Bereichen: Ineffizienz innerbetrieblicher Kommunikation, eingeschr¨ ankte Kommunikationsm¨ oglichkeiten sowohl innerhalb der Organisation als auch nach außen, sowie unzul¨ angliche Informationstechnik. Unter Ineffizienz verstehen wir in diesem Zusammenhang Arbeitsverluste, welche durch Koordinationsprobleme, Mangel an Erinnerung, Informations¨ uberlastung sowie unvollst¨ andige Informationsauswertung und Aufgabenanalyse entstehen. Aber auch die Dominanz weniger Personen innerhalb einer Organisation kann mit dieser Ineffizienz in Verbindung gebracht werden, da bei wenigen Ansprechpartnern diese st¨ andig ¨ uberlastet sind, w¨ ahrend sonstige Kapazit¨ aten ungenutzt bleiben. Eine Einschr¨ ankung der Kommunikationsm¨ oglichkeiten innerhalb der Organisation ergibt sich oft aus sehr abgegrenzten Kompetenzbereichen, welche eine zu starke Betonung vertikaler Kommunikation zu lasten horizontaler Kommunikation bewirkt. Da bei einer solchen Struktur der Großteil der Kommunikation ¨ uber den Vorgesetzten l¨ auft, entstehen einer-
seits oft Zeitverluste, andererseits auch Informationsverluste. Im Bereich der
24 [Gerick, 2000b, S. 126]
25 [Gerick, 2000a]
26 Vgl. [Salton, 1987, S. 447 ff] und [Bager, 1996, S. 160 ff]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 11
Informationstechnik ist bei der Lokalisierung von Informationen oft zu beobachten, daß sie zwar theoretisch vorhanden w¨ are, aber die Verwaltung derselben meist auf den Benutzer ¨ ubertragen wird, so daß bei ung¨ unstiger Ablage
kein Zugriff m¨ oglich ist. Daraus ergeben sich vor allem wirtschaftliche und technische Gr¨ unde f¨ ur die F¨ orderung von Gruppen und deren Unterst¨ utzung durch Rechner. 27
Funktion von Groupware ist somit in erster Linie die Verbesserung der Kommunikationsm¨ oglichkeiten. Neben dem reinen Nachrichtenaustausch ist hierzu auch die F¨ orderung von Diskussionen und Erm¨ oglichung von Konferenzen zu z¨ ahlen. Hinzu kommt die Arbeit an gemeinsamen Dokumenten
und deren Versionsverwaltung sowie Benachrichtigungen bei ¨ Anderungen.
Letztlich bietet sich noch die gemeinsame Verwaltung von Terminen und Ressourcen an. 28
2.3.5 Nutzung von Intranettechnologie
Das Internet bietet eine Reihe von Diensten, die auch in den firmeninternen Netzen gerne Verwendung finden. Zudem erleichtert es die Administration, da auf den Clients im Allgemeinen die einzig ben¨ otigte Software, der Webbrowser, schon eingerichtet ist. Dadurch k¨ onnen die Kosten f¨ ur die Softwareverteilung und -wartung und damit auch die Total Cost of Ownership (TCO) reduziert werden 29 . Die wichtigsten dieser Dienste und ihre Bedeutung f¨ ur
das Wissensmanagement sind im folgenden kurz aufgef¨ uhrt.
World Wide Web
Schon bei der Entwicklung des World Wide Web (WWW) dachten die Pioniere des CERN in Genf, dem Europ¨ aischen Institut f¨ ur Partikelphysik, in erster Linie an die Schaffung eines Systems, welches es den eigenen Mitarbeitern erm¨ oglicht, auf bequeme Weise eine große Anzahl von Informationen gemeinsam zu benutzen. 30
Da sich das WWW so leicht bedienen l¨ aßt, hat es sich in vielen Bereichen des Internet durchgesetzt. Es wird oft (f¨ alschlicherweise!) mit dem Internet gleichgesetzt. 31 Es ist als Hypertext aufgebaut, d.h. es ist
nicht linear eine feste Reihenfolge vorgegeben, sondern der Benutzer
27 [Borghoff/Schlichter, 1995, S. 79]
28 Vgl. [Borghoff/Schlichter, 1995, S. 78 ff]
29 Vgl. [Bach et al., 1999, S. 106]
30 [Knut, 1997, S. 23]
31 Eine unsaubere Verwendung findet sich beispielsweise auch in [Knut, 1997, S. 121 ff]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 12
kann anhand von Verkn¨ upfungen innerhalb des Textes die Informationen abrufen. 32
Das WWW eignet sich hervorragend f¨ ur intuitive und somit leicht bedienbare Oberfl¨ achen. Auch deren Erstellung wird durch die ” Hypertext Markup Language“ (HTML 33 ) zu einer eher angenehmen Aufga-
be. Das WWW erleichtert auch das Wiedergeben und Einbinden von Dateien verschiedener Formate, da diese h¨ aufig dem Browser durch MIME-Typen 34 bekannt sind.
Das elektronische Postsystem (E-Mail) ist das bisher erfolgreichste System f¨ ur CSCW 35 ; f¨ ur manche stellt es auch das bisher einzig erfolgreiche CSCW-System dar 36 .
Der Hauptvorteil gegen¨ uber herk¨ ommlicher (Haus-)Post d¨ urfte in der schnellen und unkomplizierten Verteilung durch das Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) der Nachrichten liegen. Zudem lassen sich die digitalen Briefe besser mit Vermerken weiterleiten oder archivieren. 37
Auch hier hat die Unterst¨ utzung verschiedener Formate durch MIME zu einer noch schnelleren Verbreitung beigetragen. 38
News
Neben der elektronischen Post sind die ” Schwarzen Bretter“ (auch
als USENET News bzw. Newsgroups bezeichnet) eine der wichtigsten Komponenten f¨ ur die Arbeit in einer Gruppe. Eigentlich handelt es sich hierbei um den Grundstein f¨ ur die vor der Verbreitung des Internet existierenden Computer Bulletin Board Systems. Die Schwarzen Bretter arbeiten ¨ ahnlich wie die elektronische Post, nur daß die Nachrichten in verschiedenen Kategorien thematisch gegliedert werden. Die Nachrichten sind in diesen Kategorien ¨ offentlich und k¨ onnen von jedem gelesen werden. Dabei kann jeder auch seinen eigenen Beitrag (Artikel) zu den Themen abliefern. So ist schließlich der Grundstein f¨ ur die Foren zu einer Diskussion einer unbegrenzten Anzahl von Personen gelegt. 39
33 Siehe [Deep/Holfelder, 1997, S. 13 ff] und [Maurer, 1996, S. 5 ff]
34 Vgl. [Knut, 1997, S. 129 ff]
35 Computer Supported Cooperative Work, vgl. [Borghoff/Schlichter, 1995, S. 80]
36 [Borghoff/Schlichter, 1995, S. 164]
37 Vgl. [Knut, 1997, S. 26, 158 ff]
38 Vgl. [Knut, 1997, S. 127 ff]
39 [Knut, 1997, S. 161]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 13
Die Diskussion zu einem bestimmten Thema kann sich in einer Baumstruktur entwickeln. Je nachdem, in welcher Stufe auf einen Artikel geantwortet wurde, wird die Antwort an den zugrundeliegenden Artikel angeheftet. Dadurch kann vom Leser einer Newsgroup genau nachvollzogen werden, zu welcher Zeit und in welchem Kontext ein Beitrag entstanden ist. 40
Nachteilig hingegen ist, daß ein bisher Unbeteiligter sich nur schwer in eine Diskussion hineinlesen kann — er muß im Prinzip s¨ amtliche Artikel lesen und diese dazu einzeln ¨ offnen. Gerade deshalb tauchen ¨ ahnliche Thematiken dort immer wieder unter neuem Namen auf: F¨ ur einen neuen Teilnehmer ist es einfacher, einen ganz neuen Themenbaum (Thread) mit einer Frage in die Gruppe zu starten, als sich m¨ uhsam in das bisher Gesagte einzuarbeiten. Daf¨ ur erntet er ¨ ublicherweise den
Zorn der Gruppe, da diese zum einen f¨ ur sich h¨ aufig das Thema bereits abgehakt“ hatte und nun vielleicht ein altes Streitthema neu aufkeimt
”
und zum anderen die Newsgroup durch mehrere Threads zu eigentlich identischen Themen schnell un¨ ubersichtlich wird.
Dies hat sich auch nicht durch neuere Entwicklungen verbessert, die f¨ ur Foren nicht mehr das Network News Transfer Protocol (NNTP) benutzen, sondern ¨ uber den Webbrowser mittels HTML und CGI etc. den Zugriff erm¨ oglichen. Auch haben sich viele Diskussionen auf Mailinglisten verlagert 41 , wie sie beispielsweise eGroups bzw. Yahoo!Groups im Internet kostenlos anbieten 42 .
Ein weiteres Problem solch asynchroner Diskussionsgruppen sind die durch den fehlenden interaktiven Kontakt hervorgerufenen Fragen und Mißverst¨ andnisse, die viel Zeit erfordern k¨ onnen 43 . F¨ ur das Wissens-
management ergibt sich hieraus die Konsequenz, daß zwar Diskussionsm¨ oglichkeiten geschaffen werden sollten, diese jedoch in gewisser Weise moderiert werden m¨ ussen und die Ergebnisse f¨ ur neue Leser in leichter zu lesender Form zusammengefaßt werden sollten.
File Transfer
Durch das File Transfer Protocol (FTP) lassen sich auf einfache Weise ubertragen. 44 Auch die Funktion des FTP-Clients wurde in-Dateien ¨
41 Vgl. [Berlich et al., 2001, S. 210]
42 eGroups (www.egroups.de) wurde am 31.08.2000 von Yahoo! ¨ ubernommen und wird
zuk¨ unftig im dortigen Angebot aufgehen (http://groups.yahoo.com).
43 Vgl. [Borghoff/Schlichter, 1995, S. 110]
44 Vgl. [Knut, 1997, S. 113]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 14
zwischen in die Funktionalit¨ at des Webbrowsers zu weiten Teilen integriert, wie es auch schon f¨ ur die E-Mail- und News-Dienste geschehen ist. Spezielle Suchwerkzeuge f¨ ur FTP wie Archie 45 verlieren deshalb an
Bedeutung.
Gopher
Mit Gopher ließen sich im Prinzip men¨ ubasierte hierarchische Informationssysteme aufbauen 46 , jedoch wurde auch dieser Dienst vom WWW
und darauf basierenden L¨ osungen ” uberrannt“. Er ist heute nicht mehr ¨
von Bedeutung, obwohl er von der Sache gesehen f¨ ur viele der heutigen Angebote im Netz sehr gut geeignet w¨ are 47 .
Wide Area Information Service
Der Wide Area Information Service (WAIS) ist ein Informationsdienst, der die Suche in indizierten Daten nach bestimmten Schl¨ usselworten erm¨ oglicht 48 . Auch dessen Funktionalit¨ at, bestehend aus einem Indexer und einem Server, 49 wurde inzwischen von WWW-orientierten Such-
maschinen ¨ ubernommen.
F¨ ur effektives Wissensmanagement ist eine Anbindung des Inter- und Intranet unumg¨ anglich. Eine Umfrage von IT-Research hat ergeben, daß auf einer Skala von 1 (sehr gefragt) bis 5 (¨ uberfl¨ ussig) in der Branche Versicherungen die KM-Funktion ” Links zum Internet“ mit 2,0 bewertet wurden.
Intranet/Extranet“ wurde mit 1,25 zur wichtigsten KM-Funktion erkl¨ art.
”
Im Durchschnitt aller Branchen ergaben sich hier 2,51 bzw. 1,70. F¨ ur Versi-
cherungen war lediglich eine ” relevanter als ” 2,0 gleich auf.
50
2.3.6 Vernetzung der Wissensobjekte
Bei den Objekten einer Wissensdatenbank ist es sinnvoll, Querverkn¨ upfungen zwischen ihnen zu erlauben bzw. zu f¨ ordern. Dies entspricht der f¨ ur Menschen ¨ ublichen Eigenschaft, frei von einer Thematik zu anderen assoziieren und unterst¨ utzt ihn bei seinem Lernen und Recherchieren. Bei einer hierarchischen Struktur ist es n¨ otig, verwandte Themengebiete ¨ uber ein gemeinsames
45 Vgl. [Eckel/Stehen, 1997, S. 260]
46 Vgl. [Knut, 1997, S. 113]
47 Vgl. [Eckel/Stehen, 1997, S. 317 ff]
48 Vgl. [Knut, 1997, S. 113]
49 Vgl. [Eckel/Stehen, 1997, S. 279 ff]
50 Vgl. [Versteegen, 2000]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 15
ubergeordnetes Thema aufzusp¨ uren. Dem gegen¨ uber sind Wissensnetze mit ¨ uberlegen.
51
Verkn¨ upfungen weit ¨ Ein neuer Standard f¨ ur die Wissensrepr¨ asentation sind die ” die das ISO-Gremium im Herbst 1999 als ISO/IEC-Standard 13250 verabschiedet hat. Topic Maps beschreiben die elektronische Verwaltung von Wissen und stellen nach Ansicht eines der Mitautoren, Michel Biezunski, einen effizienten Weg aus der Informations¨ uberflutung dar. Man kann sie als umfassenderes Modell eines semantischen Netzwerkes betrachten, wobei Topics den Knoten entsprechen und die Assoziationen den Beziehungen zwischen diesen Knoten. Die Assoziationen erm¨ oglichen eine freie Verbindung zwischen Themen — unabh¨ angig von der eigentlichen Text- beziehungsweise Dokumentenebene. 52
Losgel¨ ost von einer Standardisierung der Verwaltung von Wissen steht fest: Aufgrund der menschlichen Wahrnehmung sind ¨ ubersichtliche und trans-
parente Grafiken besser zu verstehen als seitenlange Beschreibungen. Eine grafische Darstellung von Wissenszusammenh¨ angen l¨ aßt sich bei einem System leichter generieren, das Verkn¨ upfungen zwischen den Objekten gut unterst¨ utzt. Visualisierungstools, die selbst¨ andig grafische Wissenskarten erzeugen, k¨ onnen somit einen enormen Gewinn f¨ ur den Anwender darstellen. 53
2.3.7 Sicherheit durch Berechtigungskonzepte
Nicht jeder Inhalt ist f¨ ur jedermanns Augen bestimmt — auch nicht im Wissensmanagement. Dies ist schon alleine aufgrund der verschiedenen Wissensst¨ ande der Betrachter oft sinnvoll, da ein Dokument bei der falschen Zielperson h¨ aufig zu Mißverst¨ andnissen f¨ uhrt. Ebenso erscheint es sinnvoll, zwischen Personen mit redaktionellen T¨ atigkeiten und den einfachen Anwendern zu unterscheiden. Nur erstere ben¨ otigen in der Regel Schreibrechte f¨ ur den f¨ ur sie relevanten Teil der Wissensobjekten. Somit reduziert man auch das Risiko der unbeabsichtigten Vernichtung wichtiger Informationen.
Eine Unterscheidung in verschiedene Gruppen kann zudem die Gefahr einer Informations¨ uberflutung eind¨ ammen, da die Auswahl der zur Verf¨ ugung gestellten Dokumente auf deren Bed¨ urfnisse zugeschnitten werden k¨ onnen.
51 Vgl. [Gerick, 2000b, S. 126 ff]
52 [Gerick, 2000a, S. 91 f]
53 Vgl. [Eppler, 2000, S. 14 f]; ein gutes Beispiel f¨ ur die praktische Anwendung findet
sich unter [Schulzki-Haddouti/Br¨ uckner, 2001, 320 f]
KAPITEL 2. ELEMENTE EINER WISSENSDATENBANK 16
2.3.8 Zukunftssichere Dateiformate
Im Bereich der IT haben wir eine unheimlich schnelle Weiterentwicklung der Technik. Als Kehrseite der Medaille altern und veralten die eingesetzten Systeme ebenso schnell. Deshalb ist man gut damit beraten, fr¨ uhzeitig zuk¨ unftige ¨ Anderungen zu ber¨ ucksichtigen und die Entwicklungen auf dem Markt zu beobachten. Ein sinnvoller Schritt hierzu ist, weit verbreitete Da-teiformate propriet¨ aren Aufzeichnungsformen vorzuziehen. 54 Denn nur bei
ausreichender Verbreitung wird zuk¨ unftige Software Filter f¨ ur den Import bestehender Daten zur Verf¨ ugung stellen.
Ebenso ist Komprimierung und Verschl¨ usselung m¨ oglichst zu vermeiden, falls unbedingt n¨ otig, sollte ein Standardprogramm eingesetzt werden 55 . Die
Speicherung in reinem Text erscheint eine der zukunftsichersten. Einfach lassen sich im Allgemeinen auch die Texte aus von SGML abgeleiteten Formaten extrahieren, wie beispielsweise HTML oder XML, die momentan deshalb und wegen des Internetbooms hoch im Trend liegen.
54 Vgl. [Grote, 2000]
55 [Grote, 2000]
Kapitel 3
Die Wissensdatenbank
3.1 Ist-Analyse
Die bisherige IT-Landschaft in meinem Ausbildungsbetrieb, dem Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verband, gestaltet sich wie folgt: Das operative System zur Vertrags- und Schadensverwaltung ICIS sowie einige Erweiterungen basieren auf einer Oracle 8i-Datenbank auf zwei Servern unter HP-UX 11. Außerhalb dieses Systems werden haupts¨ achlich Microsoft Office 97-Pro- dukteeingesetzt. Die damit erstellten Dokumente werden auf einem der drei Windows NT 4.0-Fileserver gespeichert. Hier ist eine Umstellung auf Windows 2000 geplant. Desweiteren existiert ein Management-Informations-System (MIS) auf Basis von Produkten der Firma Cognos. Der Zugriff hierauf erfolgt ¨ uber das Intranet. Als Groupware kommt ein Mailserver und ein Terminplaner der Firma Netscape sowie ein ComFax Fax-Server zum Einsatz. Auf Clientseite arbeiten Windows NT 4.0 Workstations. Als Browser und Groupwareclient wird Netscape Communicator 4.7 mit Calendar genutzt. Ein Wandel hin zum ” papierlosen B¨ uro“ wird angestrebt, bisher ist jedoch noch die Hauspost f¨ ur die Informationsverteilung von zentraler Bedeutung. Die Archivierung von Papierdokumenten geschieht neben der Speicherung auf Mikrofilm auch in einem Dokument-Management-System von SER. Eine spezielle Softwarekomponente, beispielsweise zum Erfassen von Erfahrungen in Projekten, zum Verteilen von Arbeitsanweisungen oder zum Archivieren von Uml¨ aufen, gibt es bisher nicht. Meist werden solch ben¨ otigte
und bei Ber¨ ucksichtigung des Wettbewerbsfaktors ” mente
1
— wenn ¨ uberhaupt — am PC geschrieben und in gedruckter Form uber die Hauspost oder neuerdings zunehmend ¨
bei wird jedoch jedem Empf¨ anger selbst ¨ uberlassen, wie er mit den erhalte- 1 Vgl.[Versteegen, 2000]
17
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 18
nen Informationen weiter verf¨ ahrt: Eine zentrale Speicherung, die das Wiederauffinden erleichtern und eine Aktualisierung erm¨ oglichen w¨ urde, gibt es nicht. 2
3.2 Definition
Die Wissensdatenbank dient der einfachen Erfassung und Bearbeitung von Wissensobjekten und stellt Verkn¨ upfungen zwischen diesen her. Sie unterst¨ utzt die Mitarbeiter bei ihrer t¨ aglichen Arbeit durch vereinfachtes Wiederauffinden von Informationen. Eine Integration in die IT-Landschaft des BGV wird angestrebt — erster Schritt hierzu ist die Verwendung von Intranettechnologie. Als weiterer Punkt m¨ ussen zumindest die Formate von Office unterst¨ utzt werden. Eine weitere Zersplitterung der Informationsquellen ist zu vermeiden, deshalb darf sich die zu schaffende Suchfunktionalit¨ at nicht nur auf neu erstellte Wissensobjekte beschr¨ anken, sondern muß sich ¨ uber
das gesamte Intranet erstrecken.
Das eigentliche Aufgabenfeld unterteilt sich hierdurch in einen geschlossenen Bereich zur Wissenserfassung und -gewinnung und einen offenen Bereich zur Wissensbewahrung, Wissensnutzung und Wissensverteilung. F¨ ur beide Pragmatisch, einfach, nutzbar.“ 3 Nur hier-Bereiche soll die Maxime lauten: ”
durch kann eine intensive Nutzung des Systems durch den Anwender erreicht werden.
Die Trennung in zwei Aufgabenbereiche f¨ uhrt zu der Einf¨ uhrung zweier Softwarekomponenten: Dem Wissensnetzwerk ” WisNet“ auf Basis von der Anwendung TWiki, sowie der Intranet-Suchmaschine auf Basis des Programms SWISH++.
2 Vgl. [Probst et al., 1999, S. 249]
3 Vgl. [Probst et al., 1999, S. 51 f]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 19
3.3 WisNet
3.3.1 Genutzte Technik
Das verwendete Programm TWiki in der Fassung vom 01.12.2000 ist eine in der Programmiersprache Perl 5 geschriebene Anwendung und frei erh¨ altlich 4 . Sie darf nach den Bedingungen der GNU General Public License 5 vervielf¨ altigt, verbreitet und ver¨ andert werden 6 .
Es handelt sich hierbei um ein ¨ außerst flexibles und leicht anpaßbares System f¨ ur webbasierte Zusammenarbeit.
7
bedeutet so viel wie ”
Eigenschaft der WikiCulture zu beschreiben: Es geht darum, Informationen auf einfache und schnelle Weise zu erfassen und zu bearbeiten. Dabei wird wenig Wert auf Perfektion oder endg¨ ultige Vollendung eines Dokuments gelegt. Vielmehr wird die Entstehung eines jeden Textes als ein im permanenten Wandel stehender Prozeß verstanden, der zur Verbesserung und Weiterentwicklung f¨ uhrt. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Anwendungen, die dieses Prinzip aufgegriffen haben und sich als WikiWikiClones bezeichnen. Der Na-TakeFive Wiki“. 8 me TWiki steht hierbei f¨ ur ”
3.3.2 Formatierungen in Wiki
Der große Vorteil der Wiki-Technik liegt in seiner einfachen Art, Texte zu formatieren und zu verkn¨ upfen. Da TWiki webbasiert ist, erfolgt die Ausgabe in HTML. F¨ ur die Arbeit mit diesem Tool sind jedoch keinerlei Kenntnisse dieser Sprache n¨ otig 9 .
S¨ amtliche Seiten (genannt ” Topics“ bzw. Themen) bestehen fast ausschließlich aus dem reinen Textinhalt und werden auch als Klartextdateien auf der Serverfestplatte abgelegt. Verkn¨ upfungen zwischen mehreren Texten werden anhand von sog. ” WikiWords“ selbst¨ andig erzeugt. Ein WikiWord besteht aus mindestens einem Großbuchstaben, gefolgt von mindestens einem Kleinbuchstaben, wiederum mindestens ein Großbuchstabe und danach d¨ urfen beliebige Zeichen folgen. Beispiele hierf¨ ur sind TWikiDocumentation, WikiWords, GoodStyle oder WisNet. Werden solche WikiWords im Text verwendet, so ¨ uberpr¨ uft das System, ob ein solches Thema bereits existiert.
4 Vgl. [Thoeny, 2001, Download]
5 http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html
6 Vgl. [Berlich et al., 2001, 587 ff]
7 Die Homepage http://twiki.org ist selbst komplett in dieser Anwendung erstellt,
auch die sehr umfassende Dokumentation wurde hierin abgelegt.
8 Vgl. [Thoeny, 2001, TWikiWeb]
9 Anwender mit HTML-Kenntnisse k¨ onnen diese aber dennoch voll ausspielen.
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 20
Abbildung 3.1: WikiWord mit (links) und ohne (rechts) existierendes Thema
Wenn ja, bettet es bei der Darstellung der Seite einen Hyperlink hierzu ein. Wenn nein, so bietet es einen Hyperlink zur Erstellung eines Themas mit diesem Titel an. Dieser wird durch ein Fragezeichen hinter dem WikiWord repr¨ asentiert und durch eine gelbe Hinterlegung des Wortes zus¨ atzlich kenntlich gemacht, wie in Abbildung 3.1 zu sehen. 10
Durch reichhaltige Verwendung der WikiWords l¨ aßt sich sehr schnell ein ganzes Netz von Informationen aufbauen. Bei der Erstellung oder Bearbeitung bietet es sich an, so viele WikiWords als m¨ oglich einzubauen. Erscheint dem Autor oder dem Leser ein solcher Begriff definitions- oder erg¨ anzungsbed¨ urftig, so reichen wenige Klicks aus, um hierzu ein neues Thema anzulegen, welches sofort in die bisherige Seite eingebunden ist. Auch das Problem der wiederkehrenden Verschlagwortung 11 l¨ aßt sich hier-
durch in Angriff nehmen: Rasch lassen sich zu neuen Schlagworten Themen erzeugen, die zu bestehenden Themen verweisen. Diese werden zwar nun immer noch nicht bei einer Suche nach jenem neuen Schlagwort gefunden, jedoch ist man nur noch eine Verkn¨ upfung vom gew¨ unschten Ergebnis entfernt.
Verkn¨ upfungen zu Themen aus anderen Webs lassen sich durch Voranstellen des Webnamens mit einem Punkt erzeugen, z.B. Anderesweb.EinThema. Werden Internetadressen wie z.B. http://www.bgv.de in den Text eingegeben, so werden auch hieraus direkt Hyperlinks zu den entsprechenden Seiten aufgebaut. Bei Verweisen auf Bilddateien 12 werden diese direkt in die Seite
eingebunden.
Es lassen sich auch Bilder und andere Dateien einfach an ein Thema anf¨ ugen und auf den Server ¨ ubertragen: Dazu ist lediglich der Befehl ” Datei
anf¨ ugen“ auszuw¨ ahlen. 13 In Abbildung A.4 auf Seite 44 ist beispielsweise ein
so angef¨ ugtes Word-Dokument zu sehen.
Doch auch die weitere Gestaltung der Texte ist leicht verst¨ andlich: 14
10 Vgl. [Thoeny, 2001, WikiWords]
11 Vgl. [Gerick, 2000b, S. 124 f]
12 Dateien mit den Endungen .jpg, .gif etc. werden als solche interpretiert.
13 Vgl. [Thoeny, 2001, WikiSyntax]
14 Vgl. [Thoeny, 2001, TextFormattingRules]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 21
Abs¨ atze
werden durch Leerzeilen zwischen dem Text erzeugt Beispiel: erster Absatz
zweiter Absatz
Fett
Voran- und Hintenanstellung von einem Sternchen Beispiel: *fettzudruckender Text*
Kursiv
Voran- und Hintenanstellung von einem Unterstrich Beispiel: _schr¨ agzustellender Text_
Fett und kursiv
Voran- und Hintenanstellung von zwei Unterstrichen Beispiel: __schr¨ ag- und fettzudruckender Text__
Schriftart mit fester Laufweite
Voran- und Hintenanstellung von einem Gleichheitszeichen Beispiel: =Schriftart mit fester Breite=
Fett und feste Laufweite
Voran- und Hintenanstellung von zwei Gleichheitszeichen Beispiel: ==fett und feste Breite==
Horizontale Trennlinie
mindestens drei aufeinanderfolgende Minuszeichen Beispiel: ------ Aufz¨ahlung
drei Leerzeichen, gefolgt von einem Sternchen Beispiel: * Aufz¨ ahlungstext
verschachtelte Aufz¨ ahlungen
innerhalb einer Aufz¨ ahlung werden mit sechs, neun, usw. Leerzeichen, gefolgt von einem Sternchen erzeugt. Beispiel: * Aufz¨ ahlungstext
Numerierung
drei Leerzeichen, gefolgt von einer Ziffer Beispiel: 1 Erster Aufz¨ ahlungpunkt 1 Zweiter Aufz¨ ahlungpunkt
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 22
Tabellen
Voran- und Hintenanstellung eines Querstriches (Pipe) an jeder Tabellenzelle Beispiel: |*Name*|*Handzeichen*|*Zimmer*| |Herbert Testerlein|TSH|4.321| |Jemand Anders|ASJ|5.432|
TWiki arbeitet mit Vorlagen (Templates), die sich problemlos an die Bed¨ urfnisse des BGV im WisNet anpassen lassen. So kann man Formulare zum Erstellen neuer Wissensobjekte anlegen und Auswahllisten einf¨ ugen. 15
Mit dem Schl¨ usselwort
3.3.3 Navigation
TWiki organisiert alle Texte in Themenbereiche, genannt ” Web“. Eines dieser Webs ist ¨ ublicherweise ein Testbereich, damit die Anwender ungehindert die Formatierungsbefehle ausprobieren k¨ onnen. Ein Wechsel zwischen den Webs geschieht durch Anwahl in der rechten oberen Ecke. Jedes Web besitzt eine Einstiegsseite mit dem Titel ” StartSeite“. Zu einem bekannten Thema innerhalb eines Webs gelangt man durch das Eingeben des Titels in das ” Gehe zu“-Feld (rechts in Abbildung 3.2 zu sehen). Existiert dieses Thema noch nicht, so gelangt man auf eine Seite, von der aus sich ein entsprechendes Thema erstellen oder aber suchen l¨ aßt. Diese Vorgehensweise eignet sich auch, wenn man ein neues Thema anlegen m¨ ochte: Beim Erzeugen ist sichergestellt, daß es nicht schon ein gleichlautendes Thema gibt. Einen ¨
Uberblick ¨ uber den Inhalt eines Webs liefert der Befehl ” liefert alle Themen in alphabetischer Reihenfolge. Um sich ¨ ¨ Neuerungen zu informieren, bietet sich die Funktion ” Anderungen“ an. Man 15 Vgl. [Thoeny, 2001, TWikiCategoryTable]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 23
rungen informieren lassen. Das Thema ”
H¨ aufigkeit der Zugriffe und vieles mehr, wie in Abbildung A.6 auf Seite 46 dargestellt.
Zur Suche steht im WisNet ein sehr m¨ achtiges Hilfsmittel zur Verf¨ ugung, das neben boolschen Suchoperatoren mit zusammengesetzten Begriffen bis hin zu regul¨ aren Ausdr¨ ucken 17 umgehen kann. 18 Durch die Funktion ” Verkn¨ upfungen“ lassen sich all jene Themen finden, die auf das Betrachtete verweisen. Diese beinhalten h¨ aufig verwandte Aspekte, so daß sie f¨ ur den Leser interessant sein d¨ urften. Eine noch benutzerfreundlichere Darstellung als Grafik, die auch Beziehungen ¨ uber mehrere Ebenen analysieren und visualisieren kann, ist momentan in der Entwicklung 19 .
Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Foren ( ” schwarze Bretter“) und
Newsgroups im Internet bildet TWiki keine Baumstruktur. Der Anwender setzt seine Anmerkungen ans Ende eines Beitrags oder ¨ uberarbeitet diesen
direkt unter Erstellung einer neuen Version. Hierdurch wird eine Zersplitterung eines Themas in einzelne Unterthemen vermieden. Der Vorteil ist hierin, daß es neuen Betrachtern der Themen wesentlich einfacher f¨ allt, sich einzulesen, da sie mit einem Dokument in der neuesten Version beginnen kann, statt sich vom Ursprungsobjekt aus entlangzuhangeln. Es besteht die M¨ oglichkeit, Wissensobjekte ohne großen Aufwand zu verkn¨ upfungen. Eine Diskussion, die das Ausgangsthema verl¨ aßt (genannt ” Off topic“) wandert hierdurch in
ein passendes Thema aus. Aus einer abgeschlossenen Diskussion kann ein Text erstellt werden, der alle Standpunkte zusammenfaßt und somit die einzelnen Statements ersetzt und f¨ ur die Archivierung wesentlich besser geeignet ist. 20
3.3.4 Mehrbenutzerzugriff
WisNet ist von sich aus auf die Arbeit in Gruppen ausgelegt. Dazu nutzt es uber das unter Unix weit verbreitete RCS 21 , die neben eine Versionskontrolle ¨
Check-In und Check-Out auch eine Historienbildung sowie einen Vergleich zwischen den Versionen bietet.
F¨ ur die einzelnen Themen lassen sich sehr detailiert die Darstellung und
16 Vgl. [Thoeny, 2001, TWikiNotificationOfChanges]
17 Vgl. [Thoeny, 2001, RegularExpression]
18 Vgl.. [Thoeny, 2001, WebSearch]
19 Vgl. [Thoeny, 2001, Codev.WebMap]
20 Vgl. [Thoeny, 2001, Codev.NewsgroupVsWikiCollaboration]
21 Revision Control System, vgl. http://www.gnu.org/software/rcs/
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 24
die Zugriffsrechte definieren. Auch f¨ ur die einzelnen Webs 22 oder die gesamte WisNet-Installation 23 k¨ onnen diese festgelegt werden. Durch die einfachen
Zeilen
* Set ALLOWTOPICVIEW = < Liste von Benutzern und Gruppen > * Set ALLOWTOPICCHANGE = < Liste von Benutzern und Gruppen > * Set DENYTOPICVIEW = < Liste von Benutzern und Gruppen > * Set DENYTOPICCHANGE = < Liste von Benutzern und Gruppen >
in einem Thema werden die Voreinstellungen ¨ uber ALLOWWEBVIEW beziehungsweise DENYWEBVIEW die Leseberechtigung und ALLLOWWEBCHANGE beziehungsweise DENYWEBCHANGE die Schreibberechtigungen aus den TWikiPreferences uberschrieben. 24 und den WebPreferences ¨
Umgebungsvariablen lassen sich in gleicher Weise ¨ uber die Set-Anweisung
setzen und durch einfaches Schreiben des Variablennamens im Text auch wieder nutzen. So gibt %MAINWEB% immer den Namen des Hauptthemengebietes wieder — dies ist in WisNet das Web BGV. Bei der Neuanlage eines Benutzers wird automatisch ein Thema mit dessen Namen im BGV-Web angelegt, in das auch seine pers¨ onlichen Einstellungen eingetragen werden. Da der Benutzername selbst in WikiNotation geschrieben wird 25 , l¨ aßt sich durch das
Signieren mit dem WisNet-Benutzernamen ein Link zu diesem herstellen. Benutzergruppen lassen sich einfach durch ein neues Thema anlegen, dessen Name auf ” Group“ endet, z.B. EineBenutzerGroup. Durch die Zeile * Set GROUP = %MAINWEB%.BenutzerEins, %MAINWEB%.BenutzerZwei lassen sich die Gruppenmitglieder festlegen. Wie man sieht, ist das Konzept der Bedienung von WisNet so ausgelegt, daß der Browser selbst zur Textformatierung, zur Erstellung von Verkn¨ upfungen, zum Einf¨ ugen von Grafiken und Dateien bis hin zur vollst¨ andigen Administration nicht verlassen werden muß. Hierdurch werden zum einen alle ¨ Anderungen von der Versionierung erfaßt. Zum anderen muß auch keine neue Software auf den Clients eingespielt werden, die zus¨ atzliche Funktionen anbietet. Auch ist dieses Konzept in sich schl¨ ussig und leicht verst¨ andlich. Dies stellt einen wesentlichen Fortschritt gegen¨ uber einer Aufspaltung in mehrere Programme f¨ ur unterschiedliche Funktionen dar 26 . Einzig zur Bearbeitung
22 Vgl. [Thoeny, 2001, WebPreferences]
23 Vgl. [Thoeny, 2001, TWikiPrefernences]
24 Vgl. [Thoeny, 2001, TWikiAccessControl]
25 Vgl. [Thoeny, 2001, WikiName]
26 In [Weber, 2000] findet sich ein Beispiel f¨ ur die Zweiteilung in Wissensnutzung und
Wissenserstellung in zwei verschiedene Anwendungen. Dies bedingt einen Wechsel zum bearbeiten eines Wissensgebiets. Damit wird die aktive Teilnahme der Anwender am System meiner Meinung nach gef¨ ahrdet oder zumindest behindert.
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 25
der Vorlagen sowie zur Installation auf dem Server muß der Zugriff außerhalb des Browsers geschehen.
3.3.5 Anpassungen
Damit sich das TWiki-Tool f¨ ur WisNet einsetzen l¨ aßt, waren eine Reihe von Anpassungen n¨ otig.
Installation
Nach dem Entpacken des .zip-Archivs und dem damit verbundenen Erzeugen der Verzeichnisse, mußte die /etc/httpd/httpd.conf des verwendeten Webservers 27 um einen weiteren Alias 28 erg¨ anzt werden. Ebenso wurde ein
entsprechender ScriptAlias zur Ausf¨ uhrung der Perl-Skripte via CGI angelegt. 29
Anschließend waren die Verzeichnis- und Dateiberechtigungen entsprechend der Benutzernamen und Gruppen unter Linux zu setzen. In der Tabelle
crontab
30
des Benutzers des Webserver mußten noch zwei Dienste zum Anderungsbenachrichtigungen
31
und dem autoregelm¨ aßigen Versenden von ¨
matischen Aktualisieren der Statistiken 32 ¨
tragen werden.
Konfiguration
Zun¨ achst waren in der Datei wikicfg.pm einige Pfade anzupassen und der Name des Tools (WisNet) festzulegen. Anschließend waren die ben¨ otigten Webs 33 anzulegen. Nach diesem Schritt konnte die Datei TWikiPreferences
angepaßt werden, in der die Links zu den einzelnen Webs festgelegt werden. Auch das BGV-Logo wurde an dieser Stelle eingebettet. 34 In jedem der Webs
konnte nun auch in der Datei WebPreferences das Erscheinungsbild (z.B. Hintergrundfarbe) sowie die Benutzerrechte festgelegt werden. 35
27 Als Webserver kommt Apache 1.3.12 unter SuSE Linux 7.0 zum Einsatz.
28 Mit einem Alias kann ein bestimmter Pfad des Dateisystems auf irgendeinen einen
Pfad innerhalb der URL umgelenkt werden; vgl. [Kabir, 1999, 141]
29 Vgl. [Thoeny, 2001, TWikiInstallationNotes]
30 Tabelle der mit cron regelm¨ aßig auszuf¨ uhrenden Befehle; vgl. [Vixie, 1994]
31 Vgl. [Thoeny, 2001, WebNotify]
32 Vgl. [Thoeny, 2001, WebStatistics und TWikiInstallationNotes]
33 Web in WisNet: BGV f¨ ur allgemeine Informationen sowie Benutzerverwaltung, BSC f¨ ur die Supportdatenbank des Benutzerservicecenters und Ausb f¨ ur Ausbildungsinhalte
34 Vgl. [Thoeny, 2001, TWikiPreferences]
35 Vgl. [Thoeny, 2001, WebPreferences]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 26
¨ Ubersetzung
Ein großer Teil der Arbeit entfiel auf das ¨ Uberarbeiten der Templates. Diese
Vorlagen beeinflussen das gesamte Erscheinungsbild von WisNet und bieten auch einige M¨ oglichkeiten zu einer ergonomischen Benutzerf¨ uhrung. 36 Dieser
hohe Aufwand lag nicht etwa daran, daß diese ungeschickt zu pflegen w¨ aren, sondern alleinig daran, daß sie nur in Englisch verf¨ ugbar sind und eine nicht eingedeutschte Fassung sicherlich auf Ablehnung gestoßen w¨ are. Leider sind ein paar wenige Begriffe der Bedienoberfl¨ ache nicht in den Templates enthalten, so daß auch ¨ Anderungen in den Perl-Quellcodes vonn¨ oten waren. F¨ ur die Webs BSC und Ausb wurden zudem noch mit Hilfe von TWikiCat f¨ ur die Erfassung der Wissensobjekte Formulare angelegt. Die dar¨ uber gespeicherten Informationen lassen sich durch die Einbettung der WisNet-Suche uber das Schl¨ usselwort %SEARCH{}% in anderen Themen abfragen, so daß die ¨
Erstellung von dynamischen Inhaltsverzeichnissen neben der Index-Funktion ein leichtes darstellt.
Testen
Zum Abschluß wurde die Umgebung noch ausgiebig getestet. Dazu wurden nicht nur Testdatens¨ atze in den verschiedenen Webs angelegt, sondern auch Dateien auf den Server gestellt, Benutzer und Gruppen angelegt, Rechte angepaßt. Nach dem Einspielen eines Add-Ons 37 war auch das Ab¨ andern
eines Paßworts durch den Benutzer m¨ oglich.
Schulung der Mitarbeiter
Am 29. M¨ arz 2001 fand eine erste Unterweisung mit Herrn Volker Ochs statt. Er ist Gruppenleiter des Benutzer-Service-Centers, welches als Pilotprojekt f¨ ur den Einsatz von WisNet im BGV ausgesucht wurde. Die eigentliche Schulung der Mitarbeiter steht noch aus.
36 Vgl. [Thoeny, 2001, TWikiTemplates]
37 Vgl. [Thoeny, 2001, Codev.ChangingTWikiPasswords]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 27
3.4 Intranet-Suche
Ganze Abhandlungen befassen sich mit der Gestaltung von
”
Navigationsbalken, mit der Strukturierung der angebotenen Informationen, mit der grafischen Darstellung derselben in Site Maps. Doch kaum ein Designer oder Marketingexperte empfiehlt den Einsatz einer ’lokalen’ Suchmaschine — zu komplex ist die Materie, zu un¨ ubersichtlich der Markt und zu schwierig die Konfiguration. Doch gerade erst damit erh¨ alt der Anwender einen schnellen Zugriff auf die gew¨ unschte Information.“ 38
3.4.1 Genutzte Technik
Zur Realisierung der Suche im Intranet wurde SWISH++ 5.0b4 ausgew¨ ahlt. SWISH++ steht f¨ ur ” Simple Web Indexing System for Humans: C++ version“ und ist wie TWiki unter der GNU General Public License frei erh¨ altlich. 39
Es ist sowohl f¨ ur Unix/Linux- als auch f¨ ur Windows-Plattformen verf¨ ugbar. Bei Version 5.0b4 handelt es sich noch um eine Beta-Version, die jedoch sehr stabil l¨ auft. Eine Umstellung auf die bald erscheinende endg¨ ultige Version 5.0 ist geplant.
SWISH++ nutzt zur Suche einen Index, so daß nicht der gesamte Bestand an Dateien bei einer Suchanfrage durchforstet werden muß, sondern lediglich die Indexdatei. Dieses Vorgehen spart mit zunehmenden Datenmengen enorm an Zeit und ist ab einer gewissen Gr¨ oßenordnung und Anzahl von Recherchen auf den gleichen Bestand unumg¨ anglich. 40
3.4.2 Indexierung
SWISH++ legt mit dem Befehl index den Index aller Worte an, die er in den ihm ¨ ubergebenen Dateien findet und vermerkt sich die Quelldatei sowie die H¨ aufigkeit des Auftretens des Begriffs in der Datei. Es werden drei Indexierungsmodule f¨ ur verschiedene Dateiarten angeboten: Reinen Text, HTML beziehungsweise XHTML sowie E-Mail beziehungsweise Newsgroupdateien. 41 Andere Dateien lassen sich mit Hilfe von Dateiuberf¨ uhren. 42 So bietet das SWISH++- filternin diese drei Eingangsformate ¨
Paket mit extract einen Befehl zum Extrahieren von Klartext aus verschie- 38 [Borggraefe/Schade,1999, S. 89]
39 Vgl. [Lucas, 2001]
40 Vgl. [Bager, 1996]
41 Vgl. [Lucas, 2000c, S. 2 f]
42 Vgl. [Lucas, 2000e, S. 2 f]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 28
denen Bin¨ arformaten, wie z.B. Dokumente, die mit Hilfe der Microsoft Office-Produkte Word, Excel oder PowerPoint erstellt wurden. 43
Da index die Eingabe auch direkt von der Shell entgegennehmen kann, lassen sich einige Aufgaben durch bekannte Linux-Utilities wie find geschickt l¨ osen. 44 Durch den Befehl httpindex 45 lassen sich so z.B. mit Hilfe des Tools wget 46 auch ganze entfernte Webserver und nicht nur lokale Dateien
indexieren.
F¨ ur die Anwendung im BGV ist dies vorerst jedoch nicht n¨ otig, da alle relevanten Intranetdateien von nur einem Server stammen, auf dem sowohl WisNet als auch die Intranet-Suche laufen. Somit lassen sich die Indexie-rungsvorg¨ ange direkt auf der Ebene des Dateisystems durchf¨ uhren, was nicht nur deutlich schneller abl¨ auft, sondern auch das Netzwerk entlastet. In den Index sollen nur Worte aufgenommen werden, die auch als Suchbegriffe in Frage kommen k¨ onnten. Dies sind Worte mit einer gewissen Unterscheidungs- und Aussagekraft, genannt Deskriptoren 47 . Hierzu k¨ onnen Begriffe in einer sogenannten Stopwortliste 48 vorgegeben werden, die von der
Indexierung ausgeschlossen werden, da sie als Deskriptoren ungeeignet sind. Ebenso l¨ aßt sich eine H¨ aufigkeit vorgeben, ab der die Begriffe nicht mehr aufgenommen werden sollen. 49
Im Gegensatz zu beispielsweise ht://dig 50 legt SWISH++ keine Ausz¨ uge
aus den indexierten Dokumenten in den Index ab. Dies f¨ uhrt zwar zum einen dazu, daß dem Anwender nicht direkt eine Vorschau gezeigt werden kann, reduziert zum anderen erheblich die Gr¨ oße der ben¨ otigten Indexdatei. Da die indexierten Dateien auf dem selben Rechner residieren, ist eine Speicherung von Ausz¨ ugen nicht n¨ otig. Diese Ausz¨ uge k¨ onnen f¨ ur Textdokumente problemlos zur Laufzeit nachgeliefert werden. Dadurch kommt es nicht zu Inkonsistenzen durch redundante Datenhaltung, wie man sie von Internetsuchmaschinen kennt: Dort werden als Ergebnis einer Suche h¨ aufig Dokumente angezeigt, die schon lange nicht mehr im Netz oder unter der genannten Adresse verf¨ ugbar sind.
43 Vgl. [Lucas, 2000a, S. 1]
44 Vgl. [Schmidt, 1999]
45 Vgl. [Lucas, 2000b]
46 Hilfsmittel, das Webseiten herunterladen, offline verf¨ ugbar machen, nach Hyperlinks
durchsuchen und diesen rekursiv folgen kann; vgl. [Nikˇ si´ c, 1998]
47 Vgl. [Salton, 1987, S. 57]
48 Vgl. [Salton, 1987, S. 77]
49 Vgl. [Lucas, 2000c, S. 5]
50 popul¨ are Suchmaschine unter GPL; vgl. [Borggraefe/Schade, 1999]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 29
3.4.3 Abfrage
Die zweite große Anwendung im SWISH++-Paket ist search. Diese wertet den Index anhand ¨ ubergebener Suchbegriffe aus und liefert eine Liste mit den Namen der Dateien, die diesen Begriff enthalten, sowie eine Gewichtung des Treffers anhand der relativen H¨ aufigkeit 51 des Begriffs.
Das Programm search l¨ aßt sich sowohl von der Shell als auch ¨ uber einen
TCP- oder Unix-Socket ansprechen. 52 F¨ ur den Anwender im BGV wird die-
ser Zugriff jedoch hinter einem HTML-Formular verborgen, das via CGI die Daten an ein Perl-Skript weiterreicht. Damit ein Zugriff auf die gefundenen Dateien direkt aus dem Browser m¨ oglich ist, m¨ ussen die Dateinamen mit Dateipfaden noch in URLs umgewandelt werden. Dies ist n¨ otig, da bei der Indexierung der Zugriff direkt auf Dateiebene erfolgte, index also die URLs g¨ anzlich unbekannt bleiben. Deshalb muß das aufgerufene Skript die Pfade anhand der Informationen ¨ uber die in httpd.conf definierten Aliasse umsetzen.
Anschließend wird mit der Funktion extract_description aus dem zu SWISH++ geh¨ orenden Package WWW ein Auszug aus den Dateien erstellt. 53
Bei dieser Gelegenheit wird sichergestellt, daß eine Datei aus dem Index tats¨ achlich noch existiert und nicht etwa seit dem Indexierungsvorgang gel¨ oscht, verschoben oder die Leserechte des Users entfernt wurden, unter dem der Webserver Dateien liest. Der Benutzer hat ¨ uber das Formular die M¨ oglichkeit, die Suche mit den boolschen Verkn¨ upfungen 54 AND, OR und NOT zu beeinflussen. Mit einem
Stern lassen sich auch Begriffe finden, die einen gemeinsamen Wortanfang besitzen. Durch Setzen von Klammern kann er auch diese Bedingungen verschachteln. Damit unbedarfte Anwender nicht mit der F¨ ulle von M¨ oglichkeiten ” erschlagen“ werden, sind weitere Optionen auf ein weiteres Formular ausgelagert worden, das auch auf ein eigenes Perl-Skript zugreift.
3.4.4 Anpassungen
Im Quelltext
Bei der ersten Testinstallation stellte sich heraus, daß bisher Leerzeichen als Begrenzungszeichen f¨ ur Dateinamen verwendet wurde. Das Kritische hieran ist, daß Dateinamen unter Linux wie auch allen verbreiteten Windowsversionen Leerzeichen im Dateinamen enthalten k¨ onnen. Somit wurden man- 51 Vgl.[Salton, 1987, S. 66 f]
52 Vgl. [Lucas, 2000d, S. 5 f]
53 Vgl. [Lucas, 2000f, S. 1]
54 Vgl. [Bager, 1996]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 30
che Dateinamen auf den Teil bis zum ersten Auftreten eines Leerzeichens verst¨ ummelt“. Dies sorgte bei der weiteren Abarbeitung f¨ ur Probleme.
”
Da SWISH++ unter der GPL verbreitet wird, sind die Quellcodes immer verf¨ ugbar und d¨ urfen jederzeit abge¨ andert werden. 55 Und so wurde eine Va-
riable delimiter eingef¨ uhrt, die ein beliebiges Zeichen als Trennzeichen zwischen den ausgegebenen Ergebnisfeldern aufnehmen kann. Ich habe f¨ ur diesen Zweck das Semikolon ; ausgew¨ ahlt, da dieses in Dateinamen ¨ außerst selten genutzt wird.
Anderungen in den C++-Quellen search.c 56 Aus diesem Grunde waren ¨
und file_info.c 57 notwendig, sowie in den Perl-Skripten, die das Ergebnis
f¨ ur die Anzeige im Browser auswerten. In der kommenden offiziellen Version 5.0 wird die Wahlm¨ oglichkeit des Begrenzungszeichens nach Aussage des Autors aufgenommen werden.
Wird eine Filterregel beim Ausf¨ uhren von index verwendet, so werden tempor¨ are Dateien f¨ ur die Zwischenschritte von Dateikonvertierung, Textextraktion und Aufnahme der Begriffe in den Index erstellt. Zur Generierung eines eindeutigen Dateinamens stehen verschiedene Ersetzungsregeln zur Verf¨ ugung, die den Dateinamen der Quelle, den Basisnamen oder die Erweiterung ber¨ ucksichtigen. 58 Da es hierbei auch zu gelegentlichen Konflikten kam, wurden die Quellen filter.c 59 und FilterFile.c 60 abge¨ andert, so
daß auch explizit ein fester Dateiname f¨ ur die tempor¨ aren Dateien vorgegeben werden kann. Bei der seriellen Abarbeitung der Dateien mit sofortigem L¨ oschen der tempor¨ aren Datei nach jedem Ausf¨ uhrungsschritt, wie es
index
tut, kann es nicht zu neuen Komplikationen kommen. Auch diese Idee wird wohl in kommenden
SWISH++-Versionen
aufgegriffen werden. Wie es die GPL vorsieht, wurden s¨ amtliche ¨
mentiert und mit Datum der ¨ Anderung sowie Name gekennzeichnet.
55 Vgl. [Berlich et al., 2001, S. 588 f]
56 Zust¨ andig f¨ ur die Ausgabe der Ergebnisse
57 Erg¨ anzt die Dateigr¨ oße
58 Vgl. [Lucas, 2000e, S. 3]
59 Ruft die zugewiesene Anwendung zur Textextraktion auf
60 ¨ Uberpr¨ uft die definierten Filterregeln
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 31
Installation
Als Voraussetzung f¨ ur die erfolgreiche Installation mußten die Konfigurationsdateien config.h 61 und config.mk 62 ¨ uberarbeitet werden. Der Befehl
make erzeugt hiernach die ausf¨ uhrbaren Programme, mit make install werden diese auch auf dem System eingerichtet. SWISH++ legt hierbei auch die ublichen Manual-Pages 63 als umfassende Dokumentation auf dem unter Unix ¨ Rechner ab.
Ein Beispiel f¨ ur ein Perl-Skript zur Suche aus einem HTML-Formular, das search benutzt, stand mit search.cgi zur Verf¨ ugung. Dieses wurde als Vorlage f¨ ur die Erstellung der sp¨ ater eingesetzten Skripte verwendet und um Funktionen zur besseren Unterst¨ utzung der deutschen Sprache erweitert. Die Option zur Reduzierung der Suchbegriffe auf den Wortstamm wurde deaktiviert, da diese f¨ ur nicht-englische Begriffe keine brauchbaren Ergebnisse liefern kann und eine Anpassung an die deutsche Sprache sehr aufwendig gewesen w¨ are. Damit die Formulare und Skripte genutzt werden k¨ onnen, war ein Anpassen der httpd.conf n¨ otig.
Zus¨ atzlich wurde das Paket xpdf 0.92 64 zur Bearbeitung von PDF-Dateien als Filter nachinstalliert. 65
Konfiguration
In der Datei swish++.conf wurden ben¨ otigte Optionen und Filterregeln gesetzt. Beispielsweise werden komprimierte Archive nun f¨ ur den Indexierungs-vorgang entpackt, Multimediadateien wie Bilder, Tondokumente und Filme werden mit ihrem Dateinamen in den Index aufgenommen. Es wurde die Datei stopwords.conf mit einer alternativen Stopwortliste zu der eingebauten angelegt und zugewiesen, die sich nicht ausschließlich an der englischen Sprache orientiert.
Zum automatischen Aktualisieren beziehungsweise neuen Erzeugen des Index wurde das Shell-Skript index.sh angelegt, in dem auch die zu inde- 61 Beinhalteteinige Konstanten, die die Ausf¨ uhrung der Programme beeinflussen; u.a.
welche Zeichen enthalten sein m¨ ussen, damit ein Ausdruck als Wort angesehen wird. In der urspr¨ unglichen Datei orientierten sich diese Werte sehr am englischen Wortschatz und mußten deshalb dem deutschen angepaßt werden.
62 GNU Makefile, welches den verwendeten Compiler, Optionen beim Kompilieren der
Quellcodes, unterst¨ utztes Betriebssystem sowie die sp¨ ateren Installationsverzeichnisse festlegt.
63 Vgl. [Berlich et al., 2001, S. 547 f]
64 Auch dieses Paket steht unter GPL und ist zum Herunterladen erh¨ altlich unter
http://www.foolabs.com/xpdf/
65 Der Befehl pdftotext wandelt Acrobat Portable Document Files in reinen Text um;
vgl. [Lucas, 2000e, S. 4]
KAPITEL 3. DIE WISSENSDATENBANK 32
xierenden Verzeichnisse festgelegt sind. Durch einen Eintrag in der crontab f¨ ur den Benutzer, unter dessen Rechten der Webserver die Dateien liest 66 ,
wird eine werkt¨ agliche Ausf¨ uhrung festgelegt. Da index sehr schnell arbeitet, werden die momentan 182 Megabyte in rund 4800 Dateien in weniger als 8 Minuten indexiert, wobei der mit Abstand gr¨ oßte Anteil dieser Zeit eigentlich durch externe Dateifilter verbraucht wird. Die resultierende Indexdatei ist unter 3 Megabyte klein.
Damit eventuelle Fehler bei der automatischen Indexerstellung lokalisiert werden k¨ onnen, werden die Standard- sowie die Fehlerausgabe in die Log-Datei index.log beziehungsweise index.err.log umgeleitet, die in dem Skript definiert sind. Damit diese nicht endlos anwachsen, wurden sie in die Datei /etc/logfiles eingetragen, welche die Rotation der Logfiles steuert.
66 Hierdurch werden keine Dateien indexiert, auf die der Server-Prozeß sp¨ ater keine
Leserechte besitzt.
Kapitel 4
Nutzung und Ausblick
4.1 WisNet
4.1.1 Supportdatenbank f¨ ur das BSC
F¨ ur das Benutzer-Service-Center stellte sich seit l¨ angerem die Aufgabe, L¨ osungen zu bekannten Problemen festzuhalten. Hierzu war bisher kein Hilfsmittel vorhanden. Die Mitarbeiter erwarben also im Laufe ihrer t¨ aglichen Arbeit implizites Wissen, das nur jedem einzelnen pr¨ asent war. Im Falle einer telefonischen Anfrage oder einer Urlaubsvertretung konnte somit dem Anwender im Hause nicht immer optimal geholfen werden. Um diesen Umstand zu ¨ andern, wurde in WisNet ein Web ” BSC“ angelegt, dessen Einstiegsseite in Abbildung A.1 auf Seite 41 zu sehen ist. In diesem Web k¨ onnen die Mitarbeiter des BSC, f¨ ur die jeweils ein eigener Account generiert wurde, Meldungen erfassen. In dem Formular wird ¨ uber den reinen Text zu den Abschnitten ” Problem“ und ” L¨ osung“ auch der Status der Meldung in Kategorien eingeteilt. Diese Kategorien lauten:
LoesungInArbeit
Alle Meldungen, die erfaßt wurden, zu denen aber bisher noch keine L¨ osung gefunden wurde.
ProblemGeloest
Problemmeldungen, zu denen eine L¨ osung gefunden und erfaßt wurde.
AllgemeinInformation
Informationen, die unabh¨ angig von einem konkreten Problem im System erfaßt wurden. Dies k¨ onnen z.B. Handb¨ ucher, Installationsanweisungen, Bedienungsanleitungen f¨ ur die Benutzer oder irgendwelche
33
KAPITEL 4. NUTZUNG UND AUSBLICK 34
Tips und Tricks in digitaler Form sein. Vornehmlich werden diese In-formationen in Fremdformaten an ein Thema angef¨ ugt sein, so daß sie sich leichter als im Dateisystem wiederauffinden lassen und sie auch den Benutzern durch eine URL beispielsweise in einer E-Mail einfach zug¨ anglich gemacht werden k¨ onnen.
ProblemUnloesbar
Probleme, die bekannt sind, f¨ ur die aber beispielsweise auch der Hersteller des Produktes keine L¨ osung bieten kann. Zwar ist diese Information nicht die erhoffte L¨ osung des Problems, aber immerhin weiß der BSC-Mitarbeiter hierdurch, daß er in diesem Falle dem Anwender nicht weiterhelfen kann und sich nicht weiter damit besch¨ aftigen muß.
Beim Bearbeiten eines Beitrags kann der WisNet-Benutzer den Status einfach wie in Abbildung A.2 auf Seite 42 aus einem Drop-Down-Feld ausw¨ ahlen. So kann er nach Anf¨ ugen einer L¨ osung zu einem Problem sicherstellen, daß das bisher bei ” LoesungInArbeit“ erfaßte Thema korrekt als ” ProblemGeloest“ eingestuft wird.
Nach der Bearbeitung erscheint zun¨ achst eine Vorschau. Best¨ atigt der Benutzer das Speichern, so gelangt er auf die ¨ Uberarbeitete Seite. In Falle
des genannten Beitrags zeigt Abbildung A.3 auf Seite 43 das Ergebnis. Man sieht, daß der Status nun in einem Tabellenfeld dargestellt wird. Eine ¨ Ubersicht ¨ uber jede Kategorie l¨ aßt sich ¨ uber die Themen mit der
Bezeichnung des Status abrufen. Somit kann sich der Gruppenleiter beispielsweise einen ¨ Uberblick verschaffen, wie viele Probleme noch ungel¨ ost sind. Als Pilotprojekt wurde dieses Anwendungsgebiet ausgew¨ ahlt, da
• den Benutzern bewußt ist, daß momentan ein Wissensdefizit besteht.
Hierdurch erleichtert sich die Einf¨ uhrung eines KM-Tools, da die Erfassung des Wissens nicht als ” l¨ astige Pflicht“, sondern als notwendige
und hilfreiche Unterst¨ utzung bei der t¨ aglichen Arbeit verstanden wird.
• die Benutzer mit der Verwendung verschiedener Programme bestens
vertraut sind. Dies soll sicher nicht bedeuten, daß die Bedienung von WisNet zu kompliziert f¨ ur einen nicht versierten Anwender sei — ganz im Gegenteil — diese Benutzer zeigen jedoch keine Scheu im Ausprobieren s¨ amtlicher F¨ ahigkeiten und sind daher optimal zur Auffindung eventuell doch noch vorhandener Bugs und zur Einbringung von Ver-besserungsvorschl¨ agen geeignet.
• sich in diesem Bereich schnell Vorteile des Systems zeigen werden. Kann
der Mitarbeiter des Benutzerservices ohne sp¨ ateren R¨ uckruf direkt ein
KAPITEL 4. NUTZUNG UND AUSBLICK 35
Problem am Telefon l¨ osen, da er alle n¨ otigen Informationen am Bildschirm hat, wird sowohl ihm als auch dem Anwender am anderen Ende der Leitung der Nutzen offensichtlich.
• diese Benutzer sp¨ ateren Anwendern des Systems die Bedienung bei-bringen werden. Sind die ersten Erfolge im Hause bekannt, werden auch andere Abteilungen den Nutzen von Knowledge Management im BGV sehen und auf sie zugeschnittene L¨ osungen verlangen. Dies ist auf diese Weise problemlos m¨ oglich.
4.1.2 Ausbildungsweb
Zu Zwecken der Ausbildung im Hause BGV habe ich ein weiteres Web ” Ausb“
angelegt. Hierin lassen sich z.B. Abschlußberichte der Azubi oder Praxis-, Studien- und Diplomarbeiten der BA-Studenten festhalten. Denn auch hier ließe sich ein besserer Informationsaustausch mit Hilfe von WisNet erm¨ oglichen und doppelte Arbeiten auf ein und demselben Gebiet vermeiden. Auch zum Einlernen in eine neue Abteilung k¨ onnen diese Daten herangezogen werden. Durch gemeinsames ¨ Uberarbeiten in Zusammenarbeit mit
den Ausbildungsbeauftragten der Abteilung kann die Anzahl der fachlichen Fehler reduziert werden, so daß eine steigende Qualit¨ at der Arbeiten zu erwarten ist. Dies soll nicht als unfreiwillige Kontrolle des Einzelnen verstanden werden, sondern sich als selbstverst¨ andliche Aufgabe der Wissensteilung etablieren.
Mein Ziel ist, hierdurch den Gedanken des Knowledge Managements in alle Bereiche des BGV zu tragen. Die Auszubildenden durchlaufen diese und werden dort auch WisNet nutzen. Sicher wird dies auch beim einen oder anderen Mitarbeiter im Hause Aufmerksamkeit erzeugen, der seine Ausbildung schon seit langer Zeit abgeschlossen hat. Da auch in der Ausbildung ein praktischer Nutzen, z.B. in der steigenden Qualit¨ at ersichtlich ist, wird die Skepsis gegen neue Ideen abgebaut, die sonst die Einf¨ uhrung einer Wissenskultur im Unternehmen gef¨ ahrden k¨ onnte. Und dies sollte als Ziel der Einf¨ uhrung eines KM-Tools im Ged¨ achtnis bleiben: Besser informierte, aus- und fortgebildete Mitarbeiter durch aktive Teilnahme am Wissensmanagement.
4.1.3 Uml¨ aufe im Hause
Bisher ist jeder Mitarbeiter selbst f¨ ur die Aufbewahrung von Kopien von Hauspostuml¨ aufen und E-Mails verantwortlich. Eine geschickte Ablage auf einem zentralen Server unterbleibt. Somit stellt gerade die Aktualisierung und Verkn¨ upfung so verbreiteter Informationen massive Probleme dar. Und
KAPITEL 4. NUTZUNG UND AUSBLICK 36
oftmals ist eine falsche oder veraltete Information schlimmer als gar keine Information.
Deshalb w¨ are es sehr sinnvoll, derartige Informationen als Wissensobjekte im Web ” BGV“ abzulegen und zuk¨ unftig nur noch E-Mails mit einem Hinweis auf die URL zu verschicken. Es kann eine ¨ Uberarbeitung oder Diskussion ¨ uber Inhalte direkt am Objekt entstehen und die Menge an mehrere Megabyte großen Word-Dokumenten, die an viele Empf¨ anger ¨ uber Verteiler verschickt wird, kann sinken. Auch werden je nach Berechtigung Informationen ¨ uber die Grenzen der
Abteilungen hinaus verbreitet. Bisher leidet beispielsweise das Kunden-Service-Center darunter, daß nicht alle Informationen der Fachabteilungen bekannt sind und somit der Kunde nicht immer optimal informiert werden kann. Dies k¨ onnte sich durch die weitr¨ aumige Nutzung von WisNet im BGV merklich verbessern.
Zun¨ achst wird WisNet als neues Verbreitungsmedium f¨ ur Arbeitsanweisungen und Aktenvermerke der Personalabteilung eingesetzt werden. Sp¨ ater wird jedoch sicher ein gr¨ oßerer Anteil der Dokumente im Haus in diesem System erfaßt werden.
4.1.4 Einf¨ uhrung der Rolle des ” Redakteurs“
Mit zunehmender Anzahl von Benutzern und dem Einsatz in Fachbereichen der Versicherung wird es n¨ otig werden, Verantwortungen f¨ ur die einzelnen Bereiche zu verteilen. Hierzu sollten ” Themen-Verantwortliche“ festgelegt
werden, die die inhaltliche Korrektheit der Beitr¨ age sicherstellen. 1 Dies sollte
den Anwender von WisNet nicht von Beitr¨ agen abhalten, sondern ihm die Sicherheit geben, daß seine Arbeit keine falschen Aussagen beinhaltet. Denn immerhin wird sein Name als Ersteller unter dem Beitrag aufgef¨ uhrt sein und es ist auch nicht unwahrscheinlich, daß R¨ uckfragen direkt zu ihm gelangen. Bisher war eine derartige Sicherheit nicht gegeben oder weniger komfortabel zu erreichen: Der Mitarbeiter verfaßte einen Text, gab ihn eventuell seinem Vorgesetzten zum Gegenlesen, bekam Korrekturvorschl¨ age, ¨ uberarbeitete den Text. Vielleicht wiederholte sich der Prozeß. Aber eine wirkliche Zusammenarbeit am Dokument war nicht m¨ oglich. Jetzt k¨ onnen die Anmerkungen direkt im Text vorgenommen und Verbesserungen direkt durchgef¨ uhrt werden. Dadurch werden diese Arbeiten erleichtert und k¨ onnen hierdurch ¨ ofter durchgef¨ uhrt werden — zu Gunsten einer steigenden Qualit¨ at.
1 Vgl. [Bach et al., 1999, 66]
KAPITEL 4. NUTZUNG UND AUSBLICK 37
Abbildung 4.1: Einstiegsseite ins Intranet mit Suchformular
4.2 Intranet-Suchmaschine
Zur Bedienung wurden zwei HTML-Formulare erstellt. Das erste bietet nur ein kleines Eingabefeld f¨ ur die Suche, wie in Abbildung 4.1 ersichtlich ist. Da eine Integration der vorhandenen Dienste angestrebt war, wurden auch andere Dienste im Intranet aufgef¨ uhrt. Somit findet der Benutzer hier sowohl einen thematischen Einstieg als auch eine Suche, wodurch sich die Seite als erste Anlaufstelle im Intranet eignet. Um den Anwender auf weitere Suchm¨ oglichkeiten hinzuweisen, wurden Verweise auf weitere Suchmaschinen eingef¨ ugt, z.B. WebSearch in WisNet oder die Suche auf der Internethomepage des BGV.
Soll die einfache Suchfunktionalit¨ at in irgendeinem weiteren HTML-Dokument im Intranet zur Verf¨ ugung stehen, so sind lediglich die folgenden Zeilen in das Dokument einzuf¨ ugen:
Abbildung 4.2 zeigt das zweite Formular, welches erweitere Suchm¨ oglich-
KAPITEL 4. NUTZUNG UND AUSBLICK 38
keiten und eine Erkl¨ arung der Bedienung beinhaltet. Dort hat der Anwender beipielsweise die Wahl, daß s¨ amtliche von ihm genannten Begriffe in ein und demselben Dokument gefunden werden m¨ ussen (logische Und-Verkn¨ upfung) oder ob f¨ ur einen Treffer gen¨ ugt, daß das Dokument mindestens einen der Begriffe enthalten muß (logische Oder-Verkn¨ upfung). Die erweiterte Suche zeigt dem Benutzer im Ergebnis auch, wie der Suchtext interpretiert wurde. Die Ausgabe f¨ ur den Benutzer wird in beiden F¨ allen alleine von den verwendeten Skripten generiert und beinhaltet Hyperlinks zu den gefundenen Dokumenten. F¨ ur Treffer in WisNet wird nach Anwahl des Links automatisch die passende Darstellung in WisNet ge¨ offnet.
4.3 Abschließende Betrachtung
Mit WisNet wurde ein leicht bedienbares Tool f¨ ur aktives Wissensmanagement zur Verf¨ ugung gestellt. Die erste Nutzung findet bereits statt, ein gr¨ oßerer Einsatz ist in Planung. Dazu bedarf es sicher noch kleinere Anpas-
KAPITEL 4. NUTZUNG UND AUSBLICK 39
sungen (neue Webs und Benutzer anlegen, Vorlagen erstellen etc.), welche jedoch anhand der vorhandenen Webs und der guten Dokumentation von TWiki kein Problem darstellen sollten.
Die Suchmaschine ist sofort einsatzf¨ ahig. In Zukunft notwendige ¨ Ande-
rungen werden sich ausschließlich durch Ver¨ anderungen in der Organisation des Intranets ergeben. Sie werden sich vorraussichtlich nur auf das Anpassen der Skript-Dateien zur Indexierung und Ausgabe der Suchergebnisse beschr¨ anken. Sinnvolle Erweiterungen lassen sich relativ leicht erg¨ anzen, so unscharfe Suche“ 2 auf ¨ ahnlich geschriebene Begriffe durch die w¨ are eine ”
Option -w von search 3 leicht realisierbar. F¨ ur die Verwendung von Thesauri finden sich freie Skripte im Internet 4 . Eine Implementierung dieser Funktio-
nen war leider im Zeitrahmen der Diplomarbeit nicht mehr zu bew¨ altigen. Die geschaffene L¨ osung basiert auf freier Software unter der GNU General Public License. Die Einf¨ uhrungskosten beschr¨ anken sich hierdurch auf die von mir eingebrachte Arbeitsleistung und die von mir verbrauchten Ressourcen, w¨ ahrend bei einer kommerzielle L¨ osung hingegen alleine f¨ ur eine Suchmaschine mit ¨ ahnlicher Funktionalit¨ at aber geringerer Anpassungsf¨ ahigkeit etwa 5000 Dollar Lizenzgeb¨ uhren 5 einzuplanen w¨ aren, f¨ ur ein ¨ aquivalentes
Produkt zu WisNet sicher noch ein vielfaches mehr. F¨ ur all jene, die sich f¨ ur die Wirtschaftlichkeit von Wissensmanagement interessieren, d¨ urfte dies einen ¨ außerst positiven Aspekt darstellen, besonders in Betrachtung des ROI. Den Vergleich zu einer L¨ osung mit kommerziellen Produkten muß meine Arbeit nicht scheuen: Alle als wichtig genannten Aspekte f¨ ur die Versicherungsbranche aus [Versteegen, 2000] werden von meinem System geboten — und bieten zus¨ atzlich mehr Ankn¨ upfungspunkte an Fremdsysteme im Haus. Das letzte Wort m¨ ochte ich der Einsch¨ atzung des Wissensmanagements in Form eines Zitates widmen:
Mittelfristig sind die KM-Ans¨ atze also nicht als ‘Hype’ oder
”
nur als ‘Vision’ abzutun. Im Gegenteil: Die Bedeutung von KM f¨ ur Unternehmen wird in den n¨ achsten Jahren erheblich ansteigen, zumal eine sauber definierte und zweckorientierte L¨ osung dem Unternehmen mehr Profitabilit¨ at und Wirtschaftlichkeit verspricht.“ 6
2 Vgl. [Bager, 1996]
3 Vgl. [Lucas, 2000d, S. 4]
4 z.B. findet sich ein Perl-Modul hierzu unter ftp://ftp.roads.lut.ac.uk/pub/ROADS/contrib/
5 Vgl. Preisliste Inktomi Search; [o. V., 2001]
6 [Kampffmeyer, 1999]
Anhang A
WisNet
40
ANHANG A. WISNET
41
Abbildung A 1: StartSeite im Web BSC
ANHANG A. WISNET
42
Abbildung A 2: Bearbeiten eines Beitrags in WisNet
ANHANG A. WISNET
43
Abbildung A 3: Der bearbeitete Beitrag in WisNet
ANHANG A. WISNET
44
Abbildung A 4: Thema mit angef ugter Datei
ANHANG A. WISNET
45
Abbildung A.5:
Anderungen im BSC-Web
ANHANG A. WISNET
46
Abbildung A 6: WebStatistics im BSC-Web
ANHANG A. WISNET
47
Abbildung A 7: StartSeite im Web Ausb
ANHANG A. WISNET
48
Abbildung A 8: Liste der Praxisarbeiten
ANHANG A. WISNET
49
Abbildung A 9: Eine Praxisarbeit
ANHANG A. WISNET
50
Abbildung A 10: Suche im WisNet
Anhang B
Intranet-Suche
51
ANHANG B. INTRANET-SUCHE
52
Abbildung B 1: Einfache Suche nach dem Begriff Intranet“
ANHANG B. INTRANET-SUCHE
53
Abbildung B 2: Ergebnis der Suche nach Intranet“
ANHANG B. INTRANET-SUCHE
54
Abbildung B 3: Erweiterte Suche
ANHANG B. INTRANET-SUCHE
55
Abbildung B 4: Ergebnis der erweiterte Suche
ANHANG B. INTRANET-SUCHE
56
Abbildung B 5: Erweiterte Suche nach einem Text mit Umlauten
ANHANG B. INTRANET-SUCHE
57
Abbildung B 6: Interpretation der Umlaute
Literaturverzeichnis
[Bach et al., 1999] Bach, V. / Vogler, P. / ¨ Osterle, H. H. (1999): Business-
Knowledge-Management: Praxiserfahrungen mit intranet-basierten L¨ osungen; Berlin/Heidelberg: Springer, 1999
[Bager, 1996] Bager, J. (1996): Wortsch¨ atze heben: Volltext-Retrievalsysteme; c’t - magazin f¨ ur computertechnik, 8/1996, S. 160 ff
[Berlich et al., 2001] Berlich, R. / Eichwalder, K. / Fent, S. e. a. (2001): SuSE Linux 7.1 - Das Handbuch, 19. Auflage; N¨ urnberg: SuSE GmbH, 2001
[Biethahn et al., 1994] Biethahn, J. / Mucksch, H. / Ruf, W. (1994): Ganzheitliches Informationsmanagement Band 1: Grundlagen, 3. Auflage; M¨ unchen/Wien: Oldenbourg, 1994
[Biethahn et al., 1997] Biethahn, J. / Mucksch, H. / Ruf, W. (1997): Ganzheitliches Informationsmanagement Band 2: Entwicklungsmanagement; M¨ unchen/Wien: Oldenbourg, 1997
[Borggraefe/Schade, 1999] Borggraefe, S. / Schade, O. (1999): Weniger weit weg - Programmpakete zur Indizierung der eigenen Website; iX - Magazin f¨ ur professionelle Informationstechnik, 2/1999
[Borghoff/Schlichter, 1995] Borghoff, U. / Schlichter, J. H. (1995): Rechnergest¨ utze Gruppenarbeit: Eine Einf¨ uhrung in verteilte Anwendungen; Berlin/Heidelberg [u.a.]: Springer, 1995
[Clasen, 1998] Clasen, C. (1998): Knowledge-Management: Mehr als nur ein Modetrend; Bank Magazin, 11/1998, S. 66-68
[Deep/Holfelder, 1997] Deep, J. / Holfelder, P. (1997): CGI mit Perl; D¨ ussel-dorf: SYBEX, 1997
[Eckel/Stehen, 1997] Eckel, G. / Stehen, W. (1997): Intranets: Technik, Aufbau und effektiver Nutzen im Unternehmen; M¨ unchen/Wien: Hanser, 1997
58
LITERATURVERZEICHNIS 59
[Eppler, 2000] Eppler, M. J. (2000): Speichern gut - Grafik schlecht; Computerwoche Extra, 6/2000, S. 13-15
[Florian, 1997] Florian, U. (1997): Schablonen f¨ ur Textvirtuosen: Suchen und Ersetzen mit regul¨ aren Ausdr¨ ucken; c’t - magazin f¨ ur computertechnik, 14/1997, S. 184 ff
[Gerick, 2000a] Gerick, T. (2000a): Recherchetechniken: Suchen und Finden sind zweierlei; Computerwoche, 7/2000, S. 90-92
[Gerick, 2000b] Gerick, T. (2000b): Sinnsuche - Retrieval: Methoden, Trends, Produkte; iX - Magazin f¨ ur professionelle Informationstechnik, 12/2000, S. 124-128
[Grote, 2000] Grote, A. (2000): Verfl¨ uchtigt: Der Zahn der Zeit nagt an den digitalen Daten; c’t - magazin f¨ ur computertechnik, 24/2000, S. 114 ff
[Kabir, 1999] Kabir, M. J. (1999): Die Apache Administration Bibel, 1. Auflage; Bonn: MITP, 1999
[Kampffmeyer, 1999] Kampffmeyer, U. (1999): Knowledge-Management: Hype oder realistische Vision?; Computerwoche, 35/1999, S. 73-76
[Kneuse, 2000] Kneuse, B. (2000): Dokumenten-Management: ein Markt im Wandel; Computerwoche, 35/2000, S. 37-38
[Knut, 1997] Knut, D. (1997): Intranet: Fakten - Hintergr¨ unde - praktischer Einsatz; M¨ unchen/Wien: Hanser, 1997
[Lenders/Will´ ee, 1998] Lenders, W. / Will´ ee, G. (1998): Linguistische Datenverarbeitung: Ein Lehrbuch, 2. Auflage; Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 1998
[Lucas, 2000a] Lucas, P. J. (2000a): SWISH++ man page extract(1); http://homepage.mac.com/pauljlucas/software/swish/man/extract.txt
[Lucas, 2000b] Lucas, P. J. (2000b): SWISH++ man page httpindex(1); http://homepage.mac.com/pauljlucas/software/swish/man/httpindex.txt
[Lucas, 2000c] Lucas, P. J. (2000c): SWISH++ man page index(1); http://homepage.mac.com/pauljlucas/software/swish/man/index.txt
[Lucas, 2000d] Lucas, P. J. (2000d): SWISH++ man page search(1); http://homepage.mac.com/pauljlucas/software/swish/man/search.txt
LITERATURVERZEICHNIS 60
[Lucas, 2000e] Lucas, P. J. (2000e): SWISH++ man page swish++.conf(4); http://homepage.mac.com/pauljlucas/software/swish/man/swish++.conf.txt
[Lucas, 2000f] Lucas, P. J. (2000f): SWISH++ man page WWW(3); http://homepage.mac.com/pauljlucas/software/swish/man/WWW.txt
[Lucas, 2001] Lucas, P. J. (2001): SWISH++ Homepage;
http://homepage.mac.com/pauljlucas/software/swish/
[Maurer, 1996] Maurer, R. (1996): HTML und CGI-Programmierung: dynamische WWW-Seiten erstellen, 1. Auflage; Heidelberg: dpunkt, 1996
[Mesaric, 2000] Mesaric, G. (2000): Offen f¨ ur vieles - iFS: kostenloses Filesystem f¨ ur Oracle 8i; iX - Magazin f¨ ur professionelle Informationstechnik, 9/2000, S. 60 ff
[Nikˇ si´ c, 1998] Nikˇ si´ c, H. (1998): GNU Wget: The noninteractive downloading utility; Free Software Foundation, Inc., http://www.gnu.org/manual/wget/index.html
[o. V., 1999] o. V. (1999): Messehinweis: Neues rund um den Einsatz von DMS-L¨ osungen; Versicherungskaufmann, 9/1999, S. 52
[o. V., 2000a] o. V. (2000a): Definitionen: Knowledge-Management; Computerwoche, 10/2000, S. 15
[o. V., 2000b] o. V. (2000b): Mit Tahoe will Microsoft Ordnung in Office-Dokumente bringen; Computerwoche, 48/2000, S. 22
[o. V., 2000c] o. V. (2000c): Unternehemensportale: Was ist eine Fantasia?; computing@business, S. 1 & 26
[o. V., 2001] o. V. (2001): Inktomi Search Online Documentation; Inktomi Corp.,
http://www.inktomi.com/products/search/
[Piechota, 2000] Piechota, S. (2000): Geld reinstecken und hoffen; Computerwoche Extra, 4/2000, S. 18-19
[Probst et al., 1999] Probst, G. / Raub, S. / Romhardt, K. (1999): Wissen managen: Wie Unternehmen ihre wertvollste Ressource optimal nutzen, 3. Auflage; Wiesbaden: Gabler, 1999
[Salton, 1987] Salton, G. (1987): Information Retrieval: Grundlegendes f¨ ur Informationswissenschaftler; Hamburg/New York [u.a.]: McGraw-Hill,
1987
LITERATURVERZEICHNIS 61
[Schmidt, 1999] Schmidt, S. (1999): On a highway to shell ... Die Linux-Shell richtig ausnutzen; c’t - magazin f¨ ur computertechnik, 23/1999, S. 278 ff
[Schulzki-Haddouti/Br¨ uckner, 2001] Schulzki-Haddouti, C. / Br¨ uckner, A. (2001): Die Suche nach dem Sinn: Automatische Inhaltsanalyse nicht nur f¨ ur Geheimdienste; c’t - magazin f¨ ur computertechnik, 6/2001, S. 317 ff
[Storp, 2000] Storp, H. (2000): Wissensverlust stoppen; Computerwoche Extra, 6/2000, S. 10-12
[Thoeny, 2001] Thoeny, P. (2001): Documentation of the TWiki Implementation; TWiki.org,
http://twiki.org/cgi-bin/view/TWiki/TWikiDocumentation
[Versteegen, 2000] Versteegen, G. (2000): Was ich nicht weiß... - Wettbe-werbsfaktor: der richtige Einsatz von Wissen; iX - Magazin f¨ ur professionelle Informationstechnik, 7/2000, S. 100 ff
[Vixie, 1994] Vixie, P. (1994): crontab - tables for driving cron; man page crontab(5); Vixie Enterprises, http://www.vix.com/
[Weber, 2000] Weber, V. (2000): F¨ ur aktives Wissens-Management reicht Browser nicht aus; Computerwoche, 30/2000, S. 16
Ich versichere hiermit, daß ich meine Diplomarbeit mit dem Thema
Definition und Aufbau einer Wissensdatenbank mit Intranettechnologie
selbst¨ andig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ort
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Datum Unterschrift
Arbeit zitieren:
Michael Springmann, 2001, Definition und Aufbau einer Wissensdatenbank mit Intranettechnolgie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Erarbeitung eines Konzepts zur Einführung von Wissensmanagement und di...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 86 Seiten
Auswahl und Einführung eines Wissensmanagementsystems in einem Grundla...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Diplomarbeit, 207 Seiten
Einflüsse aktueller Web-Technologien auf Wissensmanagement in Organisa...
Fallbeispiel Einführung eines ...
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Magisterarbeit, 172 Seiten
Die betriebliche Wissensarbeit als (neuer) Erfolgsfaktor?
Wissensmanagement im kritische...
Soziologie - Wissen und Information
Diplomarbeit, 145 Seiten
Einführung eines Kanban-Systems als Teil des Kostenmanagements
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Studienarbeit, 47 Seiten
Wissensmanagement - Konzept, theoretische Fundierung und praktische Nu...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Bachelorarbeit, 51 Seiten
Die Six Sigma Methode als Weiterentwicklung des Total Quality Manageme...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 68 Seiten
Die Anwendung des 'Vier-Seiten-Modells' nach Schulz von Thun i...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit, 24 Seiten
Dokumentenmanagementsysteme und deren Einführung in einem Unternehmen
Informatik - Angewandte Informatik
Diplomarbeit, 96 Seiten
Systematische Analyse bestehender Methoden zur Effizienzsteigerung von...
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Studienarbeit, 87 Seiten
Barrieren im Wissensmanagement
Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
Magisterarbeit, 236 Seiten
Industrieller Einsatz und Optimierung einer arbeitswissenschaftlich or...
Ingenieurwissenschaften - Maschinenbau
Diplomarbeit, 155 Seiten
Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken - eine strategische Konzeptio...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 97 Seiten
Ausgestaltung von Wissensmanagementsystemen in Abhängigkeit von der Un...
Eine kritische Analyse
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 79 Seiten
Wissensmanagement: die Bedeutung von individuellen und kollektiven Bar...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 78 Seiten
Möglichkeiten und Grenzen des Know-how-Transfers von Mitarbeitern im B...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 76 Seiten
Wissensmanagement - Instrumente, Methoden und Erfahrungen
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 174 Seiten
Personalwirtschaftliche Erfolgsfaktoren im Wissensmanagement
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 91 Seiten
Evaluation von Instrumenten des Supply Chain Controllings in ausgewähl...
Diplomarbeit, 88 Seiten
Michael Springmann hat den Text Definition und Aufbau einer Wissensdatenbank mit Intranettechnolgie veröffentlicht
Michael Springmann hat einen neuen Text hochgeladen
Carnap's Construction of the World: The Aufbau and the Emergence of Lo...
Alan W. Richardson
Carnap's Construction of the World: The Aufbau and the Emergence of Lo...
Alan W. Richardson
Vida de Alta Definicion: A Toda Marcha Tras Lo Mejor de la Vida = High...
Luis Palau, Stephen Baldwin, Steve Halliday
Norman Rockwell Norman Rockwell Norman Rockwell Norman Rockwell Norman...
Moffatt Laruie Norton, David H. Wood, Laurie Norton Moffatt
0 Kommentare