Erdkunde LK 13.1. Lukas Schäfer
Allgemeines zur Diskussion der legalen Waffen in den USA:
Die nackten Zahlen ergeben eine erschreckende Bilanz. In über 60 Mio. Haushalten der USA befinden sich mindestens 200 Mio. Schusswaffen, die den Leuten Schutz bieten sollen. Jeder vierte Staatsbürger und sogar jeder dritte Jugendliche verfügt über eine Waffe. Hinzu kommt noch eine nicht definierbare Anzahl von illegalen, also nicht registrierten Waffen. Jährlich sterben in den USA 30.000 Menschen an den Folgen von Schussverletzungen. In dieser Zahl verbergen sich nicht nur Überfälle auf Personen, sondern die Anzahl der Selbstmorde ist ebenso enorm hoch. Im Jahr werden 250.000 Verbrechen mit Waffen begangen wobei die Dunkelziffer hier auch noch bedeutend höher sein könnte. Eine Statistik aus dem Jahre 1971 zeigt die Mordrate innerhalb eines Landes an. Hier liegen die USA mit der höchsten Rate mit Abstand an erster Stelle. Laut Statistik haben sich 5,5 Morde auf 100.000 Menschen in den USA ereignet. In der BRD war die Zahl damals bei 0,28 Morden auf die gleiche Anzahl von Menschen deutlich geringer. Diese Statistik hat sich, den vorhergesagten Tendenzen nach, eher noch dramatisiert.
Die extrem hohe Kriminalität in den USA lässt sich damit auf die freie Verfügbarkeit der Waffen erklären, so dass Kritiker davon überzeugt sind, dass eine Eindämmung der Kriminalität nur mit einem erschwerteren Zugang möglich sei.
Diese Schwachstelle in der amerikanischen Verfassung wurde 1999 auch von der Menschen-rechtsorganistation „Amnesty international“ kritisiert. Dieser Artikel mit dem Namen „USA-Hüter der Menschenrecht ???“ In diesem Artikel fordert die Organisation die USA u.a. auf, das Waffenrecht zu ändern und die Polizeibrutalität, die vorherrscht einzudämmen. Dies sei unabdingbar, da die USA ein Vorbild für viele anderen Staaten darstellen, die die Leitlinien der USA auf ihr Land übertragen könnten, wodurch weiterer Schaden im Bereich der Menschenrechte angerichtet wird.
Ein Beispiel für die Ignoranz und die nicht Eignung ist ein Beispiel aus der oben genannten Waffenhandlung. Im Schießübungsraum haben die Kunden die Möglichkeit auf ein Abbild des Libyers Gaddafi, der als Terrorist gilt, zu schießen. So etwas schürt den Hass zwischen den Völkern und ist mit Sicherheit nicht positiv für die globale Friedensentwicklung. Die Problematik wird durch zwei Instanzen besonders geprägt. Die erste ist der amerikanische Kongress, der, nachdem Clinton ein Gesetz zur Überprüfung der Waffen-besitzer ( Brady-Gesetz 1994), seit der Eroberung der Mehrheit durch die Republikaner Ende des Jahres 1994, keine weiteren Gesetzesänderungen bezüglich des Waffengesetzes durchführte. Das zweite sehr bedeutende Gremium ist die NRA ( National Rifle Association). Dieser überaus mächtige Interessensverband zur Erhaltung der bestehenden Gesetze, hält die „Volksbewaffnung“ für absolut notwendig. Die knapp 3 Mio. Mitglieder sind der Überzeugung, dass eine Waffe ebenso zu einem Haushalt gehört wie ein Feuerlöscher, um sich vor der immer weiter steigenden Kriminalität zu schützen.
Doch genau in diesem Punkt setzen die Kritiker an. Die unglaublich hohe Kriminalität resultiert aus der Leichtigkeit des Waffenerwerbs. Wenn dieser erschwert würde, könnte man die Rate sicher senken, da die Täter nicht so leichten Zugriff und damit auch keine Möglichkeit für einen Gesetzesübertritt hätten. Somit muss man nicht das Volk mit Waffen ausstatten, damit es sich vor sich selbst beschützen kann, sondern man muss es entwaffnen, damit die Anzahl der Taten reduziert wird. Denn dieser Teufelskreis wird mit der jetzigen Entwicklung kein Ende finden.
Dies haben mittlerweile auch die Behörden registriert, wie die Aussagen des Polizeipräsidenten: „Wir waren zu tolerant, denn Bürger brauchen keine militärischen Sturmgewehre.“
Referats- Thema: Waffen in den USA 20. November 2001
Erdkunde LK 13.1. Lukas Schäfer
Das dieser Kreis kein Ende findet, zeigen auch zwei Beispiele aus Los Angeles und New Orleans, in denen die Korruption der Polizisten aufgezeigt wird, die zu Mördern, Dealern und Vergewaltigern mutieren.
In beiden Städten sind viele Polizisten dermaßen korrupt, dass die meisten illegalen Machenschaften in irgendeiner Art und Weise in Kontakt zu Polizisten stehen, diese jedoch aufgrund großzügiger Schmiergelder darüber hinwegsehen. So sind z.B. in New Orleans einige Polizisten wegen Drogenbesitz und weitreichendem Drogenhandel angeklagt. Ein Problem besonderer Art ist die Gewaltbereitschaft der Polizei. Es wird in keinem anderen Land der Erde so schnell die Pistole gezogen und geschossen wie in Amerika. So eine Handlung wird dann z.B.: mit „ NAT (necessary action taken) und Code 30 (Mord) protokolliert und zu den Akten gelegt.
Dieses Verhalten der Polizei wird von Experten durch folgende zwei Aspekte begründet: Zum einen werden die Polizisten nicht ausreichend bezahlt, so dass der Drang zu Nebenverdiensten recht groß ist und zum anderen ist die mittlerweile vielerorts eingetretene Machtlosigkeit der Polizei ein Problem. Die Kriminellen verfügen z.T. über die gleiche hoch-moderne Ausrüstung wie die Polizei, so dass die Polizisten ihnen nicht überlegen sind und ihr Leben stark gefährdet ist, da vor nichts zurück geschreckt wird. Die Wahrung der Exekutivgewalt durch die Polizei ist aber unbedingt notwendig, damit ein Staat die „innere Ruhe“ einhalten kann. Dies ist mit dem geltenden Waffengesetz nur schwer möglich.
Ein weiterer Aspekt im Umgang mit Waffen in den USA ist das Aufwachsen der Kinder mit diesen.
Im Jahr 2000 gab es in den USA sowie in Deutschland zwei grausame Amokläufe von Jugendlichen. In den USA töteten zwei Schüler im April 12 Schüler, einen Lehrer und sich selbst. Im November erschoss ein Jugendlicher vier Menschen und vollzog dann Selbstmord. Außerdem gibt es vor allem in den USA weitere Tötungsdelikte, vollzogen durch Kinder/ Jugendliche. Die Frage nach dem Auslöser dieser Kriminalität stellt folgende Fragen: 1) Werden die Kinder zu früh mit Waffen konfrontiert?
2) Wird ihnen der Zugang zu leicht gemacht oder werden sie sogar beim Umgang mit einer Waffe unterstützt?
3) Haben womöglich virtuelle Waffenspiele eine bedeutende Wirkung auf das Handeln der Kinder?
Die Kinder werden eindeutig mit Waffen vertraut gemacht, was ein Beispiel aus Texas deutlich macht.
Im Rückblick erinnert sich ein Texaner, dass es auch für Kinder selbstverständlich gewesen wäre, ein Gewehr schon in früher Kindheit zu bedienen. Ein verlorener Finger des Befragten zeugt von dieser Tatsache. Dieses Beispiel beantwortet eigentlich auch schon die zweite Frage: Die Eltern, besonders die Väter leben ihren Kindern den Umgang mit Waffen vor, so dass sie keinerlei Probleme haben an Waffen zu gelangen. Viele Väter verfügen über mehrere Waffen, die sie in einem Schrank aufbewahren, der entweder nicht abgeschlossen ist oder dessen Schlüssel direkt daneben liegt, so dass potentielle Amokläufer ohne Probleme Zugang haben.
Die letzte Frage ist eine im Moment heiß diskutierte. Die Meinungen, ob der virtuelle Umgang mit Waffen einen Realitätsverlust verursacht und damit Amokläufe provoziert, sind gespalten. Tatsache ist jedoch, dass die genannten drei Täter alle begeisterte Spieler dieser „Ballerspiele“ waren. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre ein Verbot dieser Spiele nur konsequent.
Referats- Thema: Waffen in den USA 20. November 2001
Erdkunde LK 13.1. Lukas Schäfer
Fazit:
Die Waffensituation in den USA ist ein großes Problem der amerikanischen Gesellschaft, dass nur mit Hilfe einiger weitreichender Gesetze zu verändern ist. Dies ist allerdings nur schwer durchsetzbar, da es neben den Kritikern auch viele Befürworter der jetzigen Situation gibt. Das Hauptargument der Befürworter wird immer die Verfassung sein, in dem das Recht des Führens einer Waffe erlaubt ist.
Quellen:
- Spiegel 21/ 1995
- Spiegel 41/ 1998
- A shooting gallery called America
- Stern: Interview mit Joachim Streitberger „Forum Waffenrecht”
- Amnesty International
Referats- Thema: Waffen in den USA 20. November 2001
Erdkunde LK 13.1. Lukas Schäfer
Handout zum Referat „Waffen in den USA“
• In den USA ist das Recht des Führens einer Waffe für jeden Amerikaner in der Verfassung von 1788 verankert.
• Einige Staaten der USA haben interne Gesetze erlassen, die das Führen einer Waffe nur in besonderen Fällen erlauben.
• In Deutschland benötigt man ab einer bestimmten Größe der Waffen eine Waffenbesitzkarte.
• Über 200 Mio. Schusswaffen in 60 Mio. Haushalten der USA.
• Jährlich 250.000 Straftaten mit Waffen und über 30.000 Menschen sterben an Schussverletzungen pro Jahr.
• Die USA haben eine 20-mal so große Mordrate wir die Deutschland.
• Eindämmung der sehr hohen Kriminalitätsrate nur mit erschwerterem Zugang zu den Waffen durch Gesetze möglich.
• Die USA wurden 1999 durch „Amnesty International“ kritisiert und als Hüter der Menschenrechte in Frage gestellt.
• Bisherige Versuche, die Waffengesetze zu ändern, z.B.: Brady- Gesetz von 1994, schlugen eher fehl, da sie durch die Gerichte wieder aufgelockert wurden.
• NRA ( National Rifle Organisation): Interessensverband zur Wahrung der bestehenden Gesetze.
• „Volksbewaffnung“ führt zu Unsicherheiten der Bevölkerung, da man sich ohne Waffe nicht mehr sicher fühlt.
• Korrupte Polizisten werden zu Kriminellen ( Drogenhandel, Prostitution, Mord,...), um nicht selbst Opfer der Kriminellen zu werden.
• Kinder werden schon in frühen Jahren an eine Waffe heran geführt. Unsachgemäße Aufbewahrung der Waffen ermöglicht den Zugriff auf sie durch Kinder/ Jugendliche.
Referats- Thema: Waffen in den USA 20. November 2001
Arbeit zitieren:
Lukas Schäfer, 2001, Waffenrecht in den USA, München, GRIN Verlag GmbH
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Stefan Görgen
Mangelhaft.
deine arbeit plappert doch nur das nach was unsere Politik vorschwätzt.
es werden die alten üblichen klischees benutzt um den waffenbesitz zu verteufeln.
die meisten der angeführten begründungen haben ihre Ursache im sozialen umfeld nicht im waffengesetz. denk noch mal nach den angepasster geht es echt nicht mehr.
am Monday, January 09, 2006-
Ruediger Bader
Sehr Mangelhaft.
Da muss ich dem vorherigen Kommentar zustimmen. Dieser Aufsatz ist absolut nicht in der Realitaet verankert.
Ja, die Mordrate in den USA ist hoeher als in Deutschland aber nicht 20 mal sonder etwa zwei mal (3,2/100.000 zu 6,0/100.000).
Hierbei ist zu beachten, dass die Mordrate in den USA sehr unterschieldich ist. Es gibt viele Staaten deren Mordrate weit unter der Deutschen Mordrate liegt. Interssanterweise ist die Mordrate im wesentlichen dort niedrig wo es mehr Waffen gibt. Z.B. im District of Columbia ist ist die Mordrate am hoechsten, dort sind Schusswaffen generell verboten, das gleich gilt fuer Puero Rico.
Generell wird die Mordrate in erster Linie durch Soziale und Gesellschaftliche Probleme beeinflusst. Das Zeigt auch der Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz: Mordrate in der Schweiz ist niedriger als in Deutschland obwohl in der Schweiz Waffen frei verfuegbar sind.
am Thursday, October 11, 2007-
Ruediger Bader
Sehr Mangelhaft.
Da muss ich dem vorherigen Kommentar zustimmen. Dieser Aufsatz ist absolut nicht in der Realitaet verankert.
Ja, die Mordrate in den USA ist hoeher als in Deutschland aber nicht 20 mal sonder etwa zwei mal (3,2/100.000 zu 6,0/100.000).
Hierbei ist zu beachten, dass die Mordrate in den USA sehr unterschieldich ist. Es gibt viele Staaten deren Mordrate weit unter der Deutschen Mordrate liegt. Interssanterweise ist die Mordrate im wesentlichen dort niedrig wo es mehr Waffen gibt. Z.B. im District of Columbia ist ist die Mordrate am hoechsten, dort sind Schusswaffen generell verboten, das gleich gilt fuer Puero Rico.
Generell wird die Mordrate in erster Linie durch Soziale und Gesellschaftliche Probleme beeinflusst. Das Zeigt auch der Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz: Mordrate in der Schweiz ist niedriger als in Deutschland obwohl in der Schweiz Waffen frei verfuegbar sind.
am Thursday, October 11, 2007-
nicht wichtig
Sehr gelungener Aufsatz !!! .
Ich fand deinen Aufsatz sehr gut !!
Er war sehr ausfürlich und ich finde es gut wie du es erklärt hast was eigtl. wirklich passiert.
Außerdem sollte man auch nicht in den USA so einfach an Waffen gelangen...Man sieht was passieren kann !!!
Lange rede kurzer Sinn, wirklich sehr gute Arbeit.
Und die, die andere Meinung sind kaufen 100 % selber Waffen ilegal
am Thursday, October 25, 2007-