Abstract
Lotus Notes/Domino - Standard im Bereich Messaging und Groupware, diese Studienarbeit soll erläutern, warum das so ist.
Nach der Einleitung (Kapitel 1), die verdeutlicht, wie wichtig es heute für Unternehmen ist, Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stellen zu können, folgt die Entstehungsgeschichte von Lotus Notes (Kapitel 2), die im Jahre 1976 begann.
Nachfolgend werden schließlich die Merkmale von Lotus Notes/Domino dargestellt (Kapitel 3). Dem Funktionsumfang und Konzept als Client/Server basiertes Dokumenten Datenbanksystem mit integrierter Mailfunktion und dem Grundgedanken, gemeinsam Informationen zu nutzen, folgen Erläuterungen über Groupware im Allgemeinen. Die typischen Groupwarefunktionen
Kommunikation, Kollaboration und Koordination werden vorgestellt und erklärt. Die Ausführungen zum Thema Replikation verdeutlichen, wie in Notes das Problem des lost updates vermieden wird, also des Verlorengehens von Änderungen in einem Dokument, das von vielen Anwendern gemeinsam genutzt und bearbeitetet wird. Danach werden die in Notes angewandten Sicherheitskonzepte dargestellt, die von RSA Verschlüsselung über bidirektionale Identifikation, ACLs, Feldverschlüsselung, bis hin zur digitalen Signatur reichen. Das Thema Applikationen schließt dieses Kapitel mit einer kurzen Darstellung der Anwendungsentwicklungsumgebung von Notes ab.
Im Bereich Internet und WWW (Kapitel 4) wird aufgezeigt, wie Notes den Zeitbezug zur modernen Ent wicklung in diesem Gebiet wahrt, indem es sich an Internetstandards und -protokolle anpasst und Webapplikationen ermöglicht. Zum Abschluss der Arbeit wird in einem Ausblick (Kapitel 5) Resümee über die Ausführungen gezogen, mit dem Ergebnis, dass die Entwicklung und Erfolgsgeschichte des Programms wohl nicht so schnell enden wird.
II
Inhalt
Abstract. I
Inhalt II
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Entstehungsgeschichte von Lotus Notes 2
3 Merkmale von Lotus Notes/Domino R5 3
3.1 Funktionsumfang und Konzept 3
3.2 Groupware 5
3.3 Replikation 9
3.4 Sicherheit 11
3.5 Applikationen. 14
4 Internet und www. 16
4.1 Lotus Notes und das Internet. 16
4.2 WWW-Komponenten. 19
5 Ausblick. 22
Literaturverzeichnis 23
Ehrenw örtliche Erklärung 24
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Screenshot der Lotus Notes Willkommenseite
Abbildung 2: One-to-One Kommunikation.
Abbildung 3: One-to-Many Kommunikation.
Abbildung 4: Many-to-Many Kommunikation.
Abbildung 5: Replikation eines Dokumentes
Abbildung 6: multiple Bearbeitung eines replizierten Dokumentes
Abbildung 7: bidirektionale Replikation eines Dokumentes.
Abbildung 8: bidirektionale Identifikation.
Abbildung 9: ACL für Datenbank A.
Abbildung 10: Verschmelzung der Notestechnologie mit Internetprotokollen
Abbildung 11: Umfang eines Notes Clients
Abbildung 12: Elemente einer Webapplikation.
Abbildung 13: Notes als Web Authoring und Design Tool
Abbildung 14: Notes/Domino Server
1 Einleitung
Was man früher mit Elektronischer Datenverarbeitung bezeichnete heißt heute Informationsverarbeitung oder neudeutsch Information Technology. Das allein ist schon ein Hinweis dafür, dass Informationen an sich für Unternehmen aller Art immer wichtiger werden und sie inoffiziell sogar schon als vierter und neuer Produktionsfaktor neben Boden, Arbeit und Kapital gelten. Ohne entsprechende Informationen über das eigene Produkt, sowie die Konkurrenten und den Absatzmarkt kann ein Unternehmen heutzutage am Markt gar nicht mehr bestehen. Wissen über Kaufkraft der Zielgruppe und damit verbundene mögliche Absatzmengen, aber auch Kenntnis von Marktanalysen, zum Beispiel über Verkaufsanteile, ist für die Unternehmensführung unerlässlich. Das bedeutet aber auch, dass man Systeme benötigt, die es ermöglichen schnell an Informationen zu gelangen, sie also zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen.
Lotus Notes passt in dieses Konzept. Zwar ist die erste Assoziation vieler Anwender zu diesem Programm meist nur die Mailfunktion, jedoch wird dies dem vollen Umfang dieses vielseitigen Softwarepaketes nicht gerecht, denn Lotus Notes ist mehr als nur ein Mailprogramm.
Diese Studienarbeit soll einen breiten theoretischen Überblick darüber geben, was Lotus Notes ist und was es kann. Es werden zunächst die Entstehungsgeschichte von Lotus Notes und dessen Funktionsumfang und Konzept als Dokumenten Datenbank erläutert. Den Ausführungen zum Begriff und der Bedeutung von Groupware folgen die Themen Replikation, Sicherheit und Applikationen in Notes. Das Kapitel Internet und WWW stellt den heutigen Zeitbezug von Notes zur modernen Entwicklung in diesem Bereich dar. Abschließend wird im Kapitel Ausblick am Ende der Arbeit Resümee gezogen.
2 Entstehungsgeschichte von Lotus Notes
Erster Vorgänger von Notes/Domino war das Programm „Plato Notes“, das am Computer-based Education Research Laboratory (CERL) der Universität von Illinois entstand. Es ermöglichte die Kommunikation zwischen verschiedenen Benutzern auf Basis von Dokumenten, sogenannten „notes“. Nach zahlreichen Erweiterungen wurde dieses System 1976 unter dem Namen „Plato Group Notes“ eingesetzt. Ray Ozzie, ein ehemaliger Mitarbeiter des CERL, gründete schließlich, finanziert durch Mitch Kaptor, den Inhaber der Lotus Development Corporation, die Firma Iris Associations, welche das erste Release des Programms Lotus Notes entwickelte. 1989 wurde dieses von der Firma Lotus auf den Markt gebracht. Noch b evor die erste Version offiziell erhältlich war, kaufte das Unternehmen Price Waterhouse 10 000 Kopien davon, seitdem wurde das Programm an zahlreiche Unternehmen aller Größenordnungen verkauft. Bei der Vorstellung des aktuellen Release Lotus Notes/Domino R5 sagte Jeff Papows, der Präsident und Chief Executive Officer von Lotus Development:
„Nach Jahren der kontinuierlichen Innovation ist das Release 5 von Lotus
Notes/Domino der bedeutsamste Schritt, den wir jemals gemacht haben. Damit
könne n Unternehmen Anwendungen aus den Bereichen e -Business, Internet
Messaging, globales Workgroup Computing und Knowledge Management
realisieren, die zuvor nicht möglich waren.“ 1
Auf der diesjährigen 15. DNUG (Deutsche Notes User Group)-Konferenz am 08.11.2001 in Hannover wurde bekannt gegeben, dass mittlerweile weltweit circa 82 Millionen Menschen dieses Programm benutzen. 2
1 Fricke, Roland: Lotus Notes/Domino R5 Das bhv Taschenbuch, Kaarst 1999, S.11
2 Opening Keynote Speech “Lotus Client Strategy”; Sorensen, Ulf; Technology Executive Lotus,
IBM Corporation; 08.11.2001
3 Merkmale von Lotus Notes/Domino R5
3.1 Funktionsumfang und Konzept
Der Grundgedanke bei der Entwicklung dieser speziellen Software war das Nutzen von gemeinsamen Informationen, die in Dokumenten Datenbanken verfügbar sind, sowie das Integrieren von Mailfunktionen und Online Diskussionen. Es sollte ermöglicht werden, Informationen in Netzwerken zu publizieren und sicher auf öffentliche und private Dokumente zuzugreifen. Lotus Notes basiert auf einer Client/Server Technologie, wobei dem PC als Client vom Domino Server Informationen bereitgestellt werden. Dieser Domino Server ist ein kombinierter Web und Notes Server, der den Zugriff auf Notes Datenbanken sowohl mit einem Notes Client als auch mit jedem beliebigen Webbrowser ermöglicht. Umgekehrt hat der Notes Client aber auch alle Fähigkeiten eines Webbrowsers und kann auch unabhängig vom Domino Server benutzt werden.
Abbildung 1: Screenshot der Lotus Notes Willkommenseite
Die Willkommens-Seite, die beim Start des Notes Clients geöffnet wird, zeigt die Hauptanwendungsgebiete Mail, Kalender, Adressbuch und Aufgabenliste am linken Bildrand, in der Kopfzeile stehen weitere Funktionen zur Verfügung (Abbildung 1). Mit der Browserfunktion kann man von hier verschiedene Informationen und Datenbanken erreichen.
Alle Daten in Lotus Notes werden als Dokumente in Datenbanken gespeichert. Solch ein Dokument wird auch als Record, also Datensatz, bezeichnet. Jedes dieser Dokumente enthält Felder, in denen die entsprechend benötigten Daten dargestellt sind. Beim Anzeigen eines Formulars sieht man also nicht die Records selbst, sondern den Inhalt ihrer Felder. Auch die Mailfunktion ist in Datenbanken organisiert. Die Formulare wie Memos, Antworten oder Kalendereinträge werden in einer Ansicht als Liste dargestellt. Hierbei dienen die Feldnamen der Records als Spaltennamen der Auflistung, so können zum Beispiel E-Mail-Dokumente in der Ansicht Inbox nach deren Einträgen im Feld Datum sortiert werden 3 . Dokumente in Notes können strukturierten oder unstrukturierten Inhalt enthalten, es werden also auch Datensammlungen verwaltet und gespeichert, die sich nicht an relationalen oder anderen Datenbanken orientieren, wie zum Beispiel Tabellen, formatierter Text, Webseiten, Graphiken oder Multimediaobjekte wie Bild-, Ton-und Videodateien.
Auch die Möglichkeit einer Volltextsuche ist implementiert, die das Suchen und Auflisten von Dokumenten basierend auf Benutzerabfragen gewährleistet. Eine Versionskontrolle verwaltet übersichtlich multiple Änderungen eines Dokuments durch mehrere Benutzer. Die automatische Versionsverteilung kann so implementiert werden, dass Änderungen nicht überschrieben w erden oder verloren gehen.
Lotus Notes ist ein Hypertext-orientiertes Programm. Dokumente können also Links enthalten, die auf andere Dokumente in irgendeiner Notes-Datenbank oder im World Wide Web verweisen.
3 Calabria, Jane: 10 Minute Guide to Lotus® Notes Mail 4.5, Indianapolis/USA 1996, S. 4
3.2 Groupware
Groupware ist ein Kunstwort, das sic h zusammensetzt aus den englischen Begriffen group und software. Es beschreibt eine Kategorie von Programmen, die die Zusammenarbeit von Arbeitsgruppen in Netzwerken unterstützen sollen, so dass der reibungslose Datenaustausch innerhalb einer Gruppe und zw ischen ist 4 . verschiedenen Arbeitsgruppen gewährleistet Der allgemeine
Leistungsumfang einer Groupware umfasst den Versand von E -Mails, gemeinsame Dokumentenverwaltung und Terminplaner was in diesem Zusammenhang oft mit den Schlagworten Kommunikation, Kollaboration und Koordination 5 zusammengefasst wird.
a) Kommunikation
Im Bereich Kommunikation hat Lotus Notes als Groupwaresystem einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem gebräuchlichsten digitalen
Kommunikationsmedium, der E -Mail, mit der stets eine One-to-One, beziehungsweise eine One-to-Many Kommunikation erreicht wird (vgl. Abbildungen 2, 3)
Abbildung 2: One-to-One Kommunikation: Informationsfluss/ Kommu -
nikation zwischen je einem Sender und Empfänger
4 Linke, Marcus/Winkler, Peter: Das M&T Computerlexikon, 2. erweiterte Auflage, München
1999, S.310
5 Lotus Development Corporation (Hrsg.): Groupware Communication, Collaboration and
Coordination, Massachusetts/USA 1995, S. 1
Abbildung 3: One-to-Many Kommunikation: Informationsfluss/
Kommunikation zwischen einem Sender und mehreren Empfängern
Im Gegensatz dazu entsteht in einem Groupwaresystem die Möglichkeit einer Many-to-Many Kommunikation 6 (Abbildung 4). Dabei ist die Kommunikation innerhalb der Gruppen 1 und 2 über das Groupwaresystem genauso gewährleistet wie die Kommunikation zwischen diesen Gruppen.
Abbildung 4: Many-to-Many Kommunikation: Informationsfluss/ Kommunikation
zwischen Mitgliedern einer und Mitgliedern verschiedener Gruppen über ein
Groupwaresystem
6 Kirkpatrick, David: Groupware Goes Boom, in Fortune, Dezember 1993, Heft 27
b) Kollaboration
Die Kollaboration, also die Zusammenarbeit, ist eng mit dieser Art der Kommunikation verknüpft. Lotus Notes stellt hier einen zentralen Zugangspunkt zur Verfügung um Informationen zu finden und zu teilen, sowohl in Form von E-Mails, relationalen Datenbanken, Dokumenten oder im Internet.
c) Koordination
Die gezielte Koordination von Geschäftsprozessen wird dadurch erreicht, dass Lotus Notes ein Abbild der realen Arbeit in einem Team schafft. Hierdurch entsteht teilweise eine enorme Verbesserung der Geschäftsprozesse, was eine unabhängige Studie der International Data Corporation USA 7 belegt, wonach Lotus Notes Kunden ein durchschnittliches Return on Investment (ROI) 8 von 179% erreichen.
Groupwareanwendungen benötigen beste Technologie und Hardware um dynamische Bewegungen zwischen diesen drei Funktionen zu gewährleisten und sind daher leider oft teuer. Folgende drei Technologien liegen einer solchen Groupwareplattform zugrunde:
a) Objektspeicher
Der Objektspeicher sorgt dafür, dass Wissen und Informationen in Form von Nachrichten, Dokumenten Formularen, Memos und Reports gespeichert und gemanagt werden.
b) Zugangsmodell
Das Zugangsmodell erlaubt es Informationen einfach aufzubewahren und darauf zuzugreifen.
c) Anwendungsentwicklungssystem
Mittels einem Anwendungsentwicklungssystem ist die Möglichkeit gegeben weitere Applikationen zu entwickeln.
7 Lotus Development Corporation (Hrsg.) White Paper (1): An Overview - The World’s Leading
Messaging and Groupware Product, USA 1996, S. 2
8 ROI = (Gewinn / Gesamtkapital)* 100; Kennzahl zur Analyse der Rentabilität, dient der
Kontrolle des Kapitaleinsatzes
Außerdem wichtige Eigenschaften eines Groupwaresystems sind die Integration externer Ressourcen, da wichtige Informationen oft nur außerhalb der Groupwareinfrastruktur existieren, sowie die Plattformunabhängigkeit. Mobilität sollte ebenfalls gewährleistet sein, da es mehrere verteilte Rechner, wie Laptops, Notebooks und Home-PCs zu unterstützen gilt. Die Applikationen sollten unternehmensübergreifend sein also Schnittstellen zu Lieferern und Kunden umfangreich definieren. Das wohl wichtigste Kriterium in diesem Zusammenhang ist aber die nahtlose Erweiterbarkeit von Anwendungen, da keine Geschäftsprozess-Applikation von Anfang an so geschrieben sein kann, dass alle möglichen Situationen berücksichtigt sind. 9
9 vgl. Lotus White Paper (1),a. a. o., S. 3
3.3 Replikation
Die Fähigkeit, Informationen mit allen Gruppenmitgliedern unabhängig von Zeit und Ort zu teilen, ist essenziell. Ein großes Problem in dieser Hinsicht ist das sogenannte lost update, also das Verlorengehen von Änderungen in einem Dokument, das von vielen Anwendern bearbeitet wird. Die Replikation erlaubt es Arbeitsgruppen Informationen zu synchronisieren. In Lotus Notes gibt es drei Arten von Replikaktionen:
a) bidirektionale Replikation
Ein Benutzer möchte an einem Dokument, das auf dem Server liegt Änderungen vornehmen, dazu repliziert er das Dokument auf seinen Laptop (Abbildung 5). Dieses replizierte Dokument bearbeitet er nun, während ein Kollege ebenfalls Änderungen an dem Originaldokument auf dem Server durchführt (Abbildung 6). Im letzten Schritt findet eine bidirektionale Replikation statt, was zur Folge hat, dass auf dem Server und dem Laptop nun wieder gleiche Versionen zur Verfügung stehen, die sämtlich Änderungen enthalten, die an diesem Dokument vorgenommen wurden (Abbildung 7).
Abbildung 5: Replikation eines Dokumentes 10
Abbildung 6: multiple Bearbeitung eines replizierten Dokumentes 11
10 vgl. Lotus White Paper (1),a. a. o., S. 5 (Abbildung verändert)
11 vgl. ebenda, S. 5 (Abbildung verändert)
Abbildung 7: bidirektionale Replikation eines Dokumentes 12
Be im Synchronisationsprozess werden nur die Felder in den Dokumenten repliziert, die geändert beziehungsweise hinzugefügt wurden. Das verspricht Vorteile bezüglich der Effizienz, der optimalen Nutzung von Ressourcen, sowie kürzeste Synchronisationszyklen.
b) selektive Replikation
Der Anwender hat auch die Möglichkeit mit entsprechenden Anweisungen gezielt bestimmte Informationen aus einer Notes Datenbank zu replizieren. Bei dieser selektiven Replikation definiert der Benutzer ein Profil von Dokumenten, die zu einem bestimmten Client repliziert werden sollen. So kann der User beispielsweise alle die Dokumente replizieren lassen, die in den letzen 7 Tagen geändert wurden.
c) Background Replikation
Mobile User, wie in den Abbildungen 5 bis 7 der Benutzer mit dem Laptop, können die Background Replikation im Hintergrund ablaufen lassen, sobald sie eine Verbindung zur Datenbank auf dem Server haben. Währenddessen kann der Anwender an anderen Aufgaben weiterarbeiten.
12 vgl. Lotus White Paper (1),a. a. o., S. 5 (Abbildung verändert)
3.4 Sicherheit
Früher war es üblich Informationen so wenigen Personen wie möglich zugänglich zu machen, um keine Sicherheitslücken aufkommen zu lassen. Da Informationen für Unternehmen aller Art immer wichtiger werden, passen solch veraltete Vorstellungen nicht mehr zu dem heute meist schnelllebigen Marktgeschehen. Deshalb werden diesbezüglich die traditionellen Regeln gebrochen um Informationen firmenweit und sogar zwischen verschiedenen Firmen, wie zum Beispiel Zulieferer und Kunde, zur Verfügung zu stellen um damit Wettbewerbsvorteile zu erreichen, indem Geschäftsprozesse schneller und wirtschaftlicher ablaufen. Dies führt zu einer Zeit- und Geldersparnis und zur Förderung von Innovation und Kreativität. Daraus folgen aber auch mehr und größere Sicherheitslücken, die geschlossen werden müssen. Bei Lotus Notes wird hierfür das RSA 13 Verschlüsselungsverfahren eingesetzt. Hierbei handelt es sich um ein asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren, das heißt es sind zwei verschiedene Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln von Daten vorhanden. Beide, öffentlicher und privater Schlüssel, werden mittels eines Primzahlzerlegungsalgorithmus errechnet. Informationen werden mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt und können nur mit dem privaten Schlüssel eines berechtigten Users wieder entschlüsselt werden.
In Lotus Notes existieren vier Sicherheitsstufen, die nachfolgend erläutert werden.
a) Authentisierung und Legalisierung
Um nicht nur den User sicher zu identifizieren, sondern als Benutzer auch sicher zu sein mit dem richtigen Server zu kommunizieren, läuft die Aut hentisierung bidirektional ab. Der Server legalisiert die Identität der User und die Benutzer legalisieren die Identität des Servers (Abbildung 8). Dieses Konzept wird immer dann angewandt, wenn ein User mit einem Server oder zwei Server miteinander kommunizieren.
13 RSA = Rivest-Shamir-Adelmann; 1995 entwickelt von Ronald Rivest, Adi Shamir und Leonard
Adelmann
b) Zugangskontrolle
Zugangskontrolllisten sogenannte ACLs (Access Control List) enthalten Informationen darüber, wer zu welchen Ressourcen welche Art von Berechtigung hat. Infrage kommende Ressourcen sind hierbei Server, individuelle Datenbanken, Dokumente und Felder in Dokumenten. Die Berechtigungen für Anwender werden aufgrund von vordefinierten Rollen vergeben. Der Dispositor hat nur Schreibrechte, was zum Beispiel für Mail- in-Datenbanken nützlich sein kann, in die User nur Dokumente einfügen sollen. Der Reader kann dagegen Dokumente nur lesen, während der Autor n eue Dokumente erstellen und lesen kann, aber keine bestehenden verändern. Der Editor kann lesen, schreiben und verändern, beim Designer kommt noch die Berechtigung hinzu das Design und Layout von Dokumenten zu verändern. Ein User mit Managerrechten besitzt die Datenbank und damit alle Rechte, kann also andere Benutzer zur ACL hinzufügen oder sie löschen. 14
Für jede Datenbank in Lotus Notes werden solche ACLs angelegt. Benutzer werden in Gruppen aufgeteilt, die oben genannte Rollen annehmen und damit die deme ntsprechenden Zugriffsrechte auf diese Datenbank erhalten (Abbildung 9).
14 vgl. Lotus White Paper (1),a. a. o., S. 8
Abbildung 9: ACL für Datenbank A 15 : Zugriffsrechte rwx (read; write;
execute) für Benutzergruppen Dispositor, Editor und Manager
c) Verschlüsselung
Verschlüsselung wird nötig, wenn zum Beispiel ein User A bestimmte Feldinformationen in einem Dokument mit User B teilen möchte, außer A und B soll aber niemand diese Informationen sehen können. Die ausgewählten Feldinformationen werden chiffriert. Wenn nun ein User M Zugang zu diesem Feld bekommt, kann er die Informationen nicht verstehen. Auch die Verschlüsselung in Notes ist in verschiedene Level aufgeteilt, Nachrichten-, Netzwerk-, Feld- und Datenbanklevel sorgen für Verschlüsselungsstufen verschiedener Ebenen.
d) digitale Signatur
Oft ist es nötig zu überprüfen ob eine empfangene Nachricht wirklich von der Person stammt, die als Absender aufgeführt ist. Dafür gibt es die digitale Signatur, die analog zur handschriftlichen Unterschrift d ie Identität der Absender garantieren sollen. Durchgeführt wird diese in einer Anwender-zu-Anwender Form der Legalisierung. Wenn also ein Absender gefälscht wurde, lässt sich die Nachricht beim Empfänger gar nicht erst öffnen.
Diese Sicherheitsmaßnahmen sind zwar sehr umfangreich, jedoch unumgänglich, wenn man einen möglichst hohen und flexiblen Informationsfluss erreichen will. Deshalb dürfen sie auf keinen Fall unterbewertet werden.
15 Pagnia, Henning: Sicherheit von Computersystemen - Skriptum zur Vorlesung, Mannheim
2001, S. 67 (Abbildung verändert)
3.5 Applikationen
Je besser ein Programm an die Bedürfnisse der Anwender angepasst werden kann, desto wertvoller ist es für diese. Wie bereits im Abschnitt Groupware erwähnt, existiert deshalb in Notes eine vielseitige Anwendungsentwicklungsumgebung. Besonders wirkungsvoll kann diese Umgebung eingesetzt werden, um Geschäftsprozesse abzubilden und somit nicht nur Daten und Dokumente sondern auch den Workflow solcher Prozesse zu verwalten und zu koordinieren, das heißt wenn beispielsweise mehrere Teammitglieder auf die selben Daten und Dokumente zugreifen. Zudem kann auf eine einmal entwickelte Applikation, sobald sie auf einem Server veröffentlicht wurde, von jedem entsprechend berechtigtem Client oder Server aus zugegriffen werden. Änderungen und Verbesserungen können von verschiedenen Clients aus hinzugefügt werden, ungeachtet der Server und Client Plattformen, auf welchen sie entwickelt wurden. In der aktuellen Version Lotus Notes/Domino R5 stehen dem Anwender zur Entwicklung von Applikationen neben der schon bisher vorhandenen Formelsprache und LotusScript auch gängige Programmiersprachen wie JavaScript, Java, C, C ++ , HTML und XML zur Verfügung. Schon daran erkennt man, dass Application Development in Notes ein umfangreiches Thema ist, das hier nur kurz umrissen werden kann; die beiden lotustypischen Elemente Formelsprache und LotusScript werden nachfolgend kurz erläutert. Die Formelsprache, mit ihren sogenannten @Funktionen, stellt unter anderem Kommandos zur Verfügung, die auch über Menüpunkte erreicht werden können. Zum Beispiel ersetzt der Befehl @Command([FileCloseWindow])das Auswählen des Menüpunktes ’Datei/Schließen’ 16 . Dieses Beispiel zeigt, dass sich die Formelsprache also eher für kleinere Entwicklungsaufgaben eignen und vorrangig in Ansichten, Masken und Feldern benutzt werden. LotusScript ist dagegen eine vollwertige Programmiersprache, die zum Beispiel zum Erstellen und Entfernen von Notes Datenbanken oder zum bearbeiten von ACLs benutzt wird.
16 vgl. Fricke, a. a. o., S. 486
Während LotusScript als übersetzter Code in einer Notes Datenbank gespeichert wird, wird die Formelsprache gleich ausgeführt und hat daher eine wesentlich höhere Performance. Jedoch gibt es auch Bereiche, die mit @Funktionen nicht erreichbar sind und bei denen man auf LotusScript zurückgreift. LotusScript gehört zu den Basic-Sprachen, sie ist also verwandt mit Visual Basic und mit entsprechenden Vorkenntnissen in dieser Sprache leicht zu lernen. Außerdem ist sie objektorientiert und plattformunabhängig und wird auch in anderen Lotus Applikationen wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation in der Lotus Smart Suite verwendet und ist somit bestens geeignet für Modellierung von Schnittstellen zwischen diesen Applikationen. 17
Da wie oben schon erwähnt, auch andere weitverbreitete Programmiersprachen angewandt werden können, stehen dem Anwendungsentwickler also entsprechend umfassende Möglichkeiten zur Modellierung anspruchsvoller Applikationen zur Verfügung.
17 vgl. Fricke, a. a. o., S. 487
4 Internet und www
4.1 Lotus Notes und das Internet
Das Internet erweitert die Funktionen von Notes um ein Vielfaches. Mit seiner Hilfe können Unternehmen mit Ihren Applikationen sowohl Kunden als auch Lieferer erreichen und somit Schnittstellen zwischen diesen und sich selber schließen. Da das Internet, genau wie Lotus Notes, auf dokumentenorientierten Datenbanken, Formularen, Feldern und Links basiert, ist Notes bestens als Plattform zur Entwicklung von Webapplikationen geeignet. Ein Problem stellte jedoch die Tatsache dar, dass Notes die im Internet verwendeten Protokolle nicht unterstützte. Also musste man das Programm entsprechend anpassen. Inzwischen sind Internetstandards wie HTTP, HTML und Java mit der Notes-Architektur kompatibel (Abbildung 10). Der Anwendungsentwicklung unter Notes steht damit also die ganze Groupwarefunktionalität des Programms zur Verfügung. Notes/Domino Server unterstützen nun neben Notes Clients auch übliche Webbrowser.
Abbildung 10: Verschmelzung der Notestechnologie mit Internetprotokollen 18 : Unterschiede
zwischen Internet- und Notesarchitektur(links); Integration der Internetstandards in Notes (rechts)
18 Lotus Development Corporation (Hrsg.) White Paper (2): Lotus Notes and the Internet, USA
1996, S. 1
Die Funk tionalität zwischen Clients und Servern jeglicher Art ist immer durch das Protokoll beschränkt über das die beiden kommunizieren. Notes Clients bedienen sich bei der Kommunikation mit Notes Servern weiterhin den noteseigenen Protokollen inklusive deren Vorzügen, während Webbrowser das HTTP Protokoll und das HTML Format zur Darstellung von Dokumenten nutzen (Abbildung 11). Notes Clients unterstützten gleichzeitig sowohl Internetstandards als auch anwender- und gruppenorientiertes (Web-)Informationsmanagement.
Abbildung 11: Umfang eines Notes Clients 19 : die Kriterien Mobilität und Sicherheit
sind sowohl gewährleistet, als auch die Funktionen Client/Server Mail, Routing,
Workflow Applikationen, Diskussionen, Dokumenten Bibliotheken, Rich Text und OLE
Objekteinbindung
19 vgl. Lotus White Paper (2), a. a. o., S. 2
Der Notes Server stellt dabei den zentralen Zugangspunkt des Notes Clients für jegliche Art von Daten dar. Solche Daten können zum Beispiel Notes Dokumente, Daten aus relationalen Datenbankmanagementsystemen (RDBMS), Bild-, Ton-und Video-Daten oder OLE Objekte sein. OLE steht für Object Linking and Embedding und ist eine von Microsoft entwickelte Softwareschnittstelle, die es erlaubt Objekte aus OLE-fähigen Applikationen, zum Beispiel Texte, Tabellen oder Grafiken, in fremde, aber ebenfalls OLE-fähige Applikationen einzubinden, so dass Mischdokumente entstehen 20 .
Damit sind die Kriterien Mobilität, also Funktionsfähigkeit auch bei Ausfall der Verbindung zwischen Client und Server, sowie Client/Server M ail, Routing, Workflow Applikationen, Diskussionen, zum Beispiel als Online-Diskussionsdatenbank, Dokumenten Bibliotheken, Rich Text, OLE und Sicherheit sind damit gewährleistet.
Umgekehrt kann der Notes Client diese Funktionalität auch in Verbindung mit einem Web Server auf Informationen im HTML Format anwenden. Notes ist also geeignet als Webbrowser sowie als Instrument zum Erstellen von Webseiten und zur Entwicklung von Webapplikationen.
20 vgl. Linke/Winkler; M&T Computerlexikon; a. a. o., S. 520
4.2 WWW-Komponenten
Die Basiselemente von Webapplikationen, die in einem firmeneigenen LAN oder dem Internet eingesetzt werden können sind HTML Authoring und Design Tools, ein Web Server und ein Webbrowser. Die Funktionalität von Webapplikationen wächst stetig, so dass auch andere Komponenten wie Datenbank Server und Applik ationsserver in Web Server integriert wurden (Abbildung 12).
Abbildung 12: Elemente einer Webapplikation 21
Authoring Tools sind spezialisierte HTML-Editoren, die meist benutzt werden, um den Text auf Webseiten zu kreieren oder zu modifizieren. Ausgehend von dem Gedanken, dass jeder, der ein Dokument erstellt, ein potentieller content provider ist, wurden Tools zur Textverarbeitung mit HTML Übersetzern ausgestattet. Web Authoring Tools legten ein Hauptaugenmerk auf das Erstellen von Dokumenten und Dokumentenmanagement. Mit wachsender Anzahl von Webseiten ist es nötig, Hyperlinks auf einer Homepage die zu weiteren Dokumenten führen in irgendeiner Form zu organisieren. Diese Vielzahl von Links zu verwalten ist nicht nur sehr unübersichtlich, sondern kann auch schnell zu Fehlern führen, auf die fast jeder Internetuser schon einmal gestoßen ist. Mehr und mehr soll dies aber zu einer automatisierten Form werden, wie sie bei Lotus Notes bereits mit dem InterNotes Web Publisher eingebaut ist. Dieses Tool übernimmt das interne
21 vgl. Lotus White Paper (2), a. a. o., S. 4
Linkmanagement automatisch und unterstützt dabei sowohl HTMLÜbersetzungen als auch Erstellung und Management von Webseiten. Notes ist also auch ein Web Authoring und Design Tool (vgl. Abbildung 13).
Abbildung 13: Notes als Web Authoring und Design Tool 22
Die ersten Web Server waren HTTP Server, die einfach über die URL (Uniform Resource Locator) zu den Dateien gelangten, die die benötigten Seiten beinhalteten und die Seite zurück zum Browser schickten. Solche Server konnten nur benutzt werden um auf statische Seiten zuzugreifen. Das änderte sich als CGI, das Common Gateway Interface aufkam, mit dem über ein Application Programming Interface (API), eine Programmierschnittstelle, dynamische Websites erstellt werden können. Diese dynamischen Programme, zum Beispiel eine Animation oder eine Suchefunktion, werden abgerufen von Applikations-oder Datenbank Servern. Es entsteht also ein Client/Server-Modell, mit einem Notes/Domino Server, der nicht nur die normalen HTTP-Funktionen sondern gleichzeitig auch Applikationen und Datenbanken zur Verfügung stellt. Auf diesen Server kann nun sowohl mit einem Notes Client als auch mit einem externen Webbrowser über das Internet zugegriffen werden (Abbildung 14).
22 vgl. Lotus White Paper (2), a. a. o., S. 6
Abbildung 14: Notes/Domino Server: als Datenbank Server und Applikations-Server mit
HTTP-Funktion
Die meisten Unternehmen haben bereits erkannt., dass das Interne t mit seinen Diensten viele Möglichkeiten und Vorteile bietet. Lotus wird auch in Zukunft seine Entwicklungs- und Marketingstrategien darauf ausrichten, um daraus entstehende Chancen zu nutzen. 23
23 vgl. Lotus White Paper (2), a. a. o., S. 10
5 Ausblick
Lotus Notes bildet einen Standard im Bereich Messaging und Groupware 24 . Mit seinen umfangreichen Funktionen überzeugt es nicht nur seine zahlreichen Kunden sondern auch die über 12.000 Business Partner 25 , die täglich neue Lösungen erarbeiten und damit das Programm einer stetigen Entwicklung unterziehen.
Dadurch, dass Notes seinen Anwendern Kommunikation in und zwischen Unternehmen erleichtert, fördert es die immer bedeutender werdende Zusammenarbeit in Teams, schafft Wettbewerbsvorteile und ist als Groupware Tool in der Lage Geschäftsprozesse zu koordinieren und zu optimieren, was in Zeiten der ISO9000-Zertifizierung immer attraktiver für Firmen wird. Als zentraler Zugangspunkt für Daten aller Art beweist Notes, dass die Bedeutung von Informationen für Unternehmen erkannt und zukunftsorientiert umgesetzt wurden.
Mit seiner Anwendungsentwicklungsumgebung und der Verschmelzung mit Internettechnologien ist Lotus Notes/Domino R5 zu einem fast beliebig erweiterbaren Programm geworden, dessen Erfolggeschichte mit Sicherheit nicht so schnell enden wird.
24 vgl. Lotus White Paper (1), a. a. o., S. 22
25 vgl. ebenda, S. 22
Literaturverzeichnis
§ Calabria, Jane: 10 Minute Guide to Lotus® Notes Mail 4.5, Indianapolis/USA 1996
§ Fricke, Roland: Lotus Notes/Domino R5 Das bhv Taschenbuch, Kaarst 1999 § Kirkpatrick, David: Groupware Goes Boom, in Fortune, Dezember 1993, Heft 27
§ Linke, Marcus/Winkler, Peter: Das M&T Computerlexikon, 2. erweiterte Auflage, München 1999
§ Lotus Development Corporation (Hrsg.) White Paper (1): An Overview - The World’s Leading Messaging and Groupware Product, USA 1996 § Lotus Development Corporation (Hrsg.) White Paper (2): Lotus Notes and the Internet, USA 1996
§ Lotus Development Corporation (Hrsg.): Groupware Communication, Collaboration and Coordination, Massachusetts/USA 1995 § Pagnia, Henning: Sicherheit von Computersystemen - Skriptum zur Vorlesung, Mannheim 2001
Ehrenwörtliche Erklärung
„Ich erkläre hiermit ehrenwörtlich:
dass ich meine Studienarbeit mit dem Thema „Lotus Notes/Domino - Standard im Bereich Messaging und Groupware“ ohne fremde Hilfe angefertigt habe.
dass ich die Übernahme wörtlicher Zitate aus der Literatur sowie sie Verwendung der Gedanken anderer Autoren an den entsprechenden Stellen innerhalb der Arbeit gekennzeichnet habe;
dass ich meine Studienarbeit bei keiner anderen Prüfung vorgelegt habe.
Ich bin mir bewusst, dass eine falsche Erklärung rechtliche Folgen haben wird.“
................................................
Ort
.................................................. ................................................ Datum Unterschrift
Arbeit zitieren:
Sonja Gillessen, 2001, Lotus Notes/Domino - Standard im Bereich Messaging und Groupware, München, GRIN Verlag GmbH
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