3. Prävention 10 3.1 Begriffsdefinition 10 3.2 Ziele der Suchtprävention 10 4. Betriebliche Suchtprävention 11 4.1 Ziele der betrieblichen Suchtprävention 11 4.2 Kosten und Nutzen einer betrieblichen Suchtprävention 11 4.3 Zahlen und Fakten am Beispiel des Alkoholkonsums am 12 Arbeitsplatz 12
4.3.1 Der Einf luss des Alkohols auf die Leistungsfähigkeit und 13 Arbeitssicherheit 13 4.3.2 Der Alkohol und das Unfallrisiko 13 Literaturnachweis 14
1 Sucht - Begriffsdefinition Sucht/ Abhängigkeit
Unter Sucht versteht man den seelischen und/ oder körperlichen Zustand/ Drang sich eine bestimmte Droge zuführen zu müssen. Der Begriff, Sucht ist auf das griechische Wort ,,siech" zurückzuführen. Siech bedeutet krank, somit meint dieser Begriff zum einen Krankheit, wie z. B., Gelbsucht, Schwindsucht, Magersucht, etc. und zum Anderen ein Auffälliges Verhalten, wie z.B., Habsucht, Eifersucht oder Tobsucht.
Inzwischen ist der Begriff Sucht von der World Health Organisation( WHO), durch den Begriff Abhängigkeit ersetzt worden, obwohl der Begriff Sucht noch in einer Vielzahl der einschlägigen Fachliteratur auftaucht. Ich werde in meinem Referat beide Begriffe verwenden, da keiner von beiden falsch ist. Weiterhin wird zwischen zwei Arten der Abhängigkeit unterschieden, zum einen die physische- (körperliche), und zum anderen die psychische (seelische) Abhängigkeit. Eine physische Abhängigkeit besteht, wenn zur Erzielung derselben Wirkung steigende Mengen benötigt werden (Toleranzbildung), und sich beim Absetzen des Mittels körperliche Entzugssymptome äußern. Die Entzugssymptome variieren je nach der Art des Suchtmittels, wie z. B., Tremor (zittern) der Hände und Schweißausbrüche bei einem Alkoholabhängigen, innere Unruhe, Gliederschmerzen, grippige Symptome bei einem Heroinabhängigen.
Die psychische Abhängigkeit kann als ein übermächtiges und unwiderstehliches Verlangen nach einer Droge oder eines Mittels weiterhin zu konsumieren (zu sich nehmen) verstanden werden, dass sogar soweit gehen kann, dass die Droge das ganze Denken und Handeln eines Abhängigen bestimmt. Die psychische Abhängigkeit ist weitaus tiefgreifender als die physische, die mit Medikamenten behandelt werden kann. Weiterhin wird zwischen der nicht stoffgebundenen Abhängigkeit, wie z.B. die Spielleidenschaft, der Workaholic oder der Kleptomane, und der stoffgebundenen Abhängigkeit, wie z.B. von Genussmitteln( Koffein, Nikotin, Teein), Alkohol, Medikamente und illegal e Drogen (Heroin, LSD, Kokain, Exctasy) unterschieden.
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Die Abhängigkeit/ Sucht kann als dominierendes Verlangen oder zwanghaftes Bedürfnis und Angewiesen sein auf bestimmte Substanzen charakterisiert werden. Dies kann von einer einfachen Gewohnheit bis zu einer süchtigen Persönlichkeitsentwicklung reichen.
WHO- Klassifikationen von unterschiedlichen Formen der Abhängigkeit
Abb. 3 WHO- Klassifikationen von unterschiedlichen Formen der Abhängigkeit. Entnommen aus:
Drogensucht Schattauer 1994, S. 57
Kriterien für Missbrauch und Abhängigkeit von psychotropen Substanzen
Abb.4 Entnommen aus: Positionspapier 2001 Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren 2001, S. 8
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2. Entstehung und Entwicklung von Abhängigkeit 2.1 Psychosoziale Aspekte von Sucht Wie und warum kann es zu einer Abhängigkeit führen? Warum nehmen Menschen überhaupt Drogen?
Eine Vielzahl von Wissenschaftlern und Praktiker haben versucht eine einschlägige und überzeugende Antwort auf diese Fragen zu finden. Eng gesehen muss dieser Versuch als gescheitert angesehen werden, zwar gibt es eine Vielzahl von Informationen, Untersuchungen und Erkenntnissen, aber einen zwingenden kausalen Zusammenhang zwischen verursachenden Faktoren und süchtigem Verhalten kann nicht benannt werden. Es lassen sich aufgrund vieler erhobener anamnesitischer Daten häufig plausible und auch stimmige Gründe dafür finden, wie sich süchtiges oder abhängiges Verhalten entwickeln konnte. Diese Gründe sind auch sehr wichtig und hilfreich für die Gestaltung therapeutischer Konzepte und Prozesse und für die Entwicklung sinnvoller Präventionsmaßnahmen.
Eine Entwicklung von einer Drogenkarriere vorherzusagen ist trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht möglich. Die Erfahrungen gehen darauf hinaus, dass unter ähnlichen oder sogar gleichen Umständen und Rahmenbedingungen( z.B. Scheidung, Broken- Home-Situation, Vergewaltigung) die eine Person ein süchtiges Verhalten zeigt, und die andere Person an widrigen Lebensumständen gute Lebenstechniken entwickelt und reift. Nach wie vor berufen sich die Praktiker und Wissenschaftler darauf, dass süchtiges Verhalten ein diffuses und verzwicktes Ursachenbündel zugrunde liegt, dass es sich um multifaktorielle Bedingungsgefüge, wie z.B. Familie, soziales Umfeld, Arbeitsplatz, usw. handelt, und dass aus einem komplexen Wechselspiel zwischen Droge und Umwelt süchtiges Verhalten resultiert(vgl. H. Schwehm 1994, S.9).
,,Eine Antwort auf die Frage warum Menschen Drogen konsumieren kann möglicherweise derjenige finden, der sich auf die komplexe Beziehung zu eben diesen Menschen einlässt"(H. Schwehm 1994, S. 9)
2.2 Hintergründe
Wer sich mit Drogen und dem Phänomen Sucht/ Abhängigkeit auseinandersetzt, wird in einen Dschungel von Hypothesen, wissenschaftliche Erkenntnisse, moralische Vorurteile, kulturgeschichtlichen Vergleichen, soziologischen und ökonomischen Strategien und anthropologischen Diskursen hineingeführt.
Trotz aller Unterschiede der einzelnen Drogen, ihre unterschiedlichen Wirkungsweisen und ihr mehr oder weniger hohen Suchtpotentiale, bleibt im Hinblick auf die kulturell unterschiedlichen Konsummuster und Abhängigkeitsformen die Einsicht, dass nicht die einzelnen Drogen das Problem sind, sondern der Mensch der sie konsumiert, und die Lebensumstände unter denen die einzelnen Drogen eingenommen werden.
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Arbeit zitieren:
Michael Hetzel, 2001, Sucht/ Prävention, München, GRIN Verlag GmbH
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