I
Mittelst ändische Wirtschaft 00 Studienarbeit Michael Boehly
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis. II
Abbildungsverzeichnis. III
Tabellenverzeichnis IV
1. Einleitung. 1
2. Mittelstand - Was ist das? 1
2.1 Quantitative Merkmale des Mittelstandes. 2
2.2 Qualitative Merkmale des Mittelstandes. 3
2.3 Die wirtschaftliche Bedeutung des Mittelstandes 4
2.4 Die wirtschaftliche Situation im Mittelstand 5
2.5 Die Finanzierungsmöglichkeiten des Mittelstandes. 6
3. Basel II - Was ist das? 8
3.1 Von Basel I zu Basel II 9
3.2 Die drei Säulen des neuen Baseler Akkords 10
3.3 Säule eins: Die Mindestkapitalanforderungen 11
3.3.1 Der Standardansatz. 12
3.3.2 Der Internal Ratings Based Approach (IRB- Ansatz) 13
3.3.3 Das operationelle Risiko 16
4. Rating - Was ist das? 17
4.1. Internes Rating im Mittelstand. 18
4.2. Anforderungen an das Interne Rating 18
4.3. Basel II, Rating - Vorbereitungssituation des Mittelstandes 20
5. Basel II - Chance oder Risiko für den Mittelstand 21
Anhangverzeichnis. 23
Literaturverzeichnis 31
Mittelständische Wirtschaft 00 Studienarbeit Michael Boehly
Abkürzungsverzeichnis
BDI = Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
BIZ = Bank für internationalen Zahlungsausgleich
ca. = zirka
EAD = Exposure At Default (Forderungen zum Ausfallszeitpunkt)
EK = Eigenkapital
EU = Europäische Union
EWB = Einzelwertberichtigung
DSGV = Deutscher Sparkassen und Giroverband
IfM Bonn = Institut für Mittelstandsforschung Bonn
IRB = Internal Ratings Based
i.w.S. = im weitesten Sinne
i.e.S. = im engeren Sinne
KMU = Klein und Mittlere Unternehmen
MIND = Mittelstand in Deutschland
KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau
KWG = Gesetz über das Kreditwesen
LGD = Loss Given Default (Erwartete Verlust zum Ausfallszeitpunkt)
M = Effective Maturity (Restlaufzeit)
PD = Probability of Default (Ausfallwahrscheinlichkeit)
RW = Risk Weight (Risikogewicht)
RWA = Risk Weighted Assets (Risikogewichtete Aktiva)
SRP = Supervisory Review Process (Bankenaufsichtliche Überprüfung)
p.a. = per anno
Mittelständische Wirtschaft 00 Studienarbeit Michael Boehly
Abbildungsverzeichnis
Abb. Seite
Schlüsselzahlen des Mittelstandes ............................................................................. 5 1
2 Die drei Säulen von Basel II .................................................................................... 10
3 Vorgeschlagene Risikogewichte für Kredite an Unternehmen,
bei einer LGD von 50 %........................................................................................... 15
IV
Mittelst ändische Wirtschaft 00 Studienarbeit Michael Boehly
Tabellenverzeichnis
Tab.
1 Mittelstandsdefinition des IfM Bonn 2
2
Mittelstandsdefinition der Europäischen Kommission. 3
3
Bonit ätseinstufung für Unternehmen nach dem Standardsatz gemäß
Standard Poor´s. 13
4 Berechnung der Eigenkapitalhinterlegung im IRB- Ansatz für Unternehmen. 15
5
Änderung der Eigenkapitalanforderung im IRB Ansatz 22
Mittelständische Wirtschaft 00 Studienarbeit Michael Boehly
1. Einleitung
In den letzten Monaten und Jahren gab es immer wieder Diskussionen über das Thema Basel II und die damit verbundenen Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand. Mit dieser Arbeit möchte ich darlegen, worauf es für den Mittelstand hauptsächlich bei der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung ankommt.
In Kapitel 2 wird zu aller erst der Begriff Mittelstand näher erläutert und eine IST - Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Situation des Mittelstandes aufgezeigt. In den Kapiteln 3 und 4 wird dann der Neue Baseler Akkord und das damit zusammenhängende interne Rating Verfahren der Banken, mit den Auswirkungen und Anforderungen für die mittelständischen Unternehmen, betrachtet.
Durch den vorgegebenen Umfang der Arbeit kann in bestimmten Bereichen keine lückenlose Darstellung der Sachverhalte geleistet werden. Es findet eine bewusste Beschränkung auf einzelne Teilbereiche statt.
Die Begriffe Unternehmen und Betriebe werden in dieser Arbeit nicht unterschieden. Beide werden synonym angewendet. Auch die Begriffe Mittelstand, mittelständische Wirtschaft, mittelständische Unternehmen bzw. KMU meinen die in Kapitel 2 näher beschriebenen Merkmale.
2. Mittelstand - Was ist das?
Ursprünglich stammt das Wort „Mittelstand“ aus den Vorstellungen des Ständestandes. Darunter verstand man früher die nichtadligen städtischen Bürger, wie den Handwerksmeister, die Händler, den Gastwirt, den Schreiber, den Arzt und ähnliche Berufszweige. 1 Daher ist der Begriff „Mittelstand“ auch heute noch außerordentlich vielseitig. Im theoretischen Sprachgebrauch unserer Tage versteht man darunter die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). 2 Unter funktionalen und nicht ständischen Gesichtspunkten, verkörpert der Mittelstand kleine Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ebenso, wie junge innovative oder etablierte mittelgroße Unternehmen. Der Begriff „mittelständische Wirtschaft“ wird ausschließlich in Deutschland angewendet. Er vereint sowohl ökonomi-
1 vgl.MIT Broschüre „Die Bedeutung der mittelständischen Unternehmen für die deutsche Wirtschaft“, S.8
2 vgl. Bundesverband deutscher Banken „Private Banken-Partner des Mittelstandes; (2000), S. 9
Mittelständische Wirtschaft 00 Studienarbeit Michael Boehly
sche, als auch gesellschaftliche und psychologische Aspekte, sowie quantitative und qualitative Merkmale. 3
2.1 Quantitative Merkmale des Mittelstandes
Für eine quantitative Abgrenzung der mittelständischen Unternehmen tut man sich in der Europäischen Union (EU), wie auch in Deutschland auf nationaler Ebene, schwer. Generell hat sich aber eine Abgrenzung anhand des Jahresumsatzes bzw. der Zahl der Beschäftigten durchgesetzt.
So werden in Deutschland Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. € und einer Beschäftigungszahl von weniger als 500 Mitarbeitern dem Mittelstand zugerechnet. 4
Mittelstandsdefinition des IfM Bonn
In der EU dagegen wird eine strengere Definition angewandt. Die Europäische Kommission setzt die Schlüsselwerte wie Jahresumsatz und Beschäftigung enger an, kombiniert aber dafür die verschiedenen Kriterien miteinander. 5
Zur Zeit überarbeitet die Europäische Kommission ihre Definition für die kleinen und mittleren Unternehmen. Vor allem die Schlüsselwerte für den Jahresumsatz und der Jahresbilanzsumme werden nach oben korrigiert. In dieser Arbeit sollen aber noch die Werte der Empfehlung 96/280/EG der Europäischen Kommission gelten, da die neuen Werte erst einen Entwurf für eine Empfehlung darstellen. In Deutschland hat sich in der Praxis die Definition des IfM Bonn weitestgehend durchgesetzt, daher wird sie auch in dieser Arbeit zugrunde gelegt. Die in dieser Arbeit verwendeten Studien, Fachbücher,
3 vgl. Mittelstandsbericht der Enquetekommission des Landtages von Baden-Württemberg; (2000), S.39
4 vgl. IfM Bonn „Mittelstand - Definition und Schlüsselzahlen“; (2002), S.1
5 vgl. Bundesverband deutscher Banken „Private Banken-Partner des Mittelstandes“; (2000), S. 9
Mittelständische Wirtschaft 00 Studienarbeit Michael Boehly
Ausarbeitungen und statistischen Daten basieren auf dieser Mittelstandsdefinition, dadurch sind diese Daten miteinander vergleichbar.
*Unabhängigkeit bedeutet, dass sich ein Unternehmen nicht zu 25% oder mehr im Besitz eines einzelnen oder im gemeinsamen Besitz mehrerer Großunternehmen befindet
2.2 Qualitative Merkmale des Mittelstandes
Die qualitativen Merkmale beschreiben das Wesen eines mittelständischen Unternehmens. Nicht die quantitative Betriebsgröße spielt eine Rolle, sondern eben dieser ganz besondere Charakter eines kleinen/mittleren Unternehmens. Anhand dieser Merkmale kann man auch das klassische Familienunternehmen klassifizieren, das als solches qualitativ nicht definierbar ist. In der Literatur werden meistens folgende qualitative Merkmale aufgeführt, die den Mittelstand besonders prägen.
- Die Selbständigkeit der Unternehmen, weitgehende Konzernunabhängigkeit
- Einheit von Eigentum, Leitung und Haftung
- Der persönliche Kontakt zu Kunden, Lieferanten und der für das mittelständische Unternehmen relevanten Öffentlichkeit
- ein geringer Formulierungsgrad
- das besondere Engagement für die regionale Wirtschaft
- der geringe Marktanteil
- die meist persönliche Beziehung zwischen Mitarbeitern und Führung
- die eingeschränkten Möglichkeiten der externen Kapitalbeschaffung
Arbeit zitieren:
Michael Boehly, 2003, Basel II und die wirtschaftliche Bedeutung für den Mittelstand, München, GRIN Verlag GmbH
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