Referat: Sprachstörungen 1
1. Definition von Sprache Seite 2
2. Der Sinn der Sprache Seite 2
3. Funktionen der Sprache Seite 3
4. Bedeutung der Sprache Seite 4
5. Die Sprachentwicklung Seite 4
5.1. Die wichtigsten Stufen der Sprachentwicklung Seite 5
6. Fördernde Begleitung der normalen Sprachentwicklung Seite 6
7. Beobachtungskriterien zur Feststellung von Sprachauffälligkeiten Seite 7
8. Sprachentwicklungsverzögerungen ( SEV ) Seite 7
8.1. Alalie Seite 7
8.2. Dyslalie ( Stammeln ) Seite 7
8.2.1. Ursachen einer Dyslalie Seite 8
8.2.2 Förderung auf spielerische Art Seite 8
8.3. Sigmatismus ( Lispeln ) Seite 9
8.3.1. Ursachen von Sigmatismus Seite 9
8.3.2. Förderung auf spielerische Art Seite 9
8.4. Dysgrammatismus ( Fehlerhafte Grammatik ) Seite 10
8.4.1. Ursachen von Dysgrammatismus Seite 10
8.4.2. Förderung auf spielerische Art Seite 10
9. Sprachstörungen Seite 11
9.1. Mutismus Seite 11
9.1.1. Ursachen von Mutismus Seite 11
9.1.2. Förderung Seite 11
9.2. Stottern Seite 11
9.2.1. Ursachen des Stotterns Seite 11
9.2.2. Förderung Seite 12
9.3. Poltern Seite 12
9.3.1. Ursache des Polterns Seite 12
9.3.2. Förderung Seite 12
9.4. Aphasie Seite 13
9.4.1 Ursachen der Aphasie Seite 13
9.5. Rhinophonie ( Näseln ) Seite 13
9.5.1. Ursachen des Näselns Seite 13
9.5.2. Förderung Seite 13
10. Stimmstörungen Seite 13
10.1. Dysphonie ( Heiserkeit ) Seite 13
10.2. Schreiknötchen Seite 14
10.3. Brummer Seite 14
10.4. Babystimme oder Piepser Seite 14
11. Fazit Seite 14
Literatur Seite 15
Referat: Sprachstörungen 2
1. Definition von Sprache
Mit Sprache wird die Fähigkeit bezeichnet, Zeichen und Symbole ( Mimik, Gestik; Figuren, Bilder; vor allem aber Lautsymbole in gesprochener und geschriebener Form ) als solche zu erkennen, sie im Kontext zu deuten, zu verstehen ( auf das Gemeinte hin zu reflektieren ) und seinerseits darauf zu antworten:
Zeichen setzend sich mitzuteilen, sich verständlich zu machen und als Teil eines übergeordneten Kommunikationssystems sich mit anderen auszutauschen.
Karlheinz Schramm
Die Sprache ist ein System von Lauten und Zeichen sowie von Regeln über die Verbindung dieser Zeichen.
Erwin Richter
2. Der Sinn der Sprache
Als einziges Lebewesen besitzt der Mensch die Fähigkeit mit Hilfe der Sprache zu kommunizieren. Sie ermöglicht eine symbolische Bedeutung von Reizen und spielt für das menschliche Sozialverhalten eine entscheidende Rolle.
Die Sprache ist das wichtigste Mittel, um sich anderen verständlich zu machen. Wer nicht sprechen kann, ist in einer hilflosen und verzweifelten Situation. Für ein Kind ist es deshalb von allergrößter Bedeutung, sprechen zu lernen. Die sprachliche Fähigkeit entscheidet darüber, welche Schule es besuchen kann und die Schule wiederum entscheidet über die späteren beruflichen Möglichkeiten.
Schon allein bei Kindern mit durchschnittlicher Intelligenz und keinen Hörbeeinträchtigungen können Störungen der Lautbildung, des Sprechens und der Sprache auftreten, die auf verschiedene Ursachen zurückgehen.
Das Grundverständnis des ‚Menschen in seiner Sprache’ lässt sich nach Edmund Westrich folgendermaßen skizzieren:
FOLIE 1
„Sprache ist die grundlegende Fähigkeit des Menschen, das Erlebte
sich selbst und anderen verstehbar zu machen. Der Mensch entwickelt sich durch seine eigenaktiv gestaltete Sprache und er tritt in der Sprache mit anderen in Kommunikation“
Sprache ist ein hochkomplexes Organ, welches der Selbst- und Welterfahrung dient. Sprache ist Träger und Vermittler von Gefühlen und Wissen.
Sie hilft dem Mensch sein Inneres nach außen zu bringen, die Umwelt zu gliedern, Sinn und Bedeutung zu finden, sie ermöglicht Zukunft und Vergangenheit zu vergegenwärtigen, zu präsentieren, zurückzuholen und hilft Mögliches durchzuspielen. Sprache ist ein Mittel des Denkens und der Kommunikation Es besteht ein Wechselwirkungsverhältnis von Sprache und Denken:
Referat: Sprachstörungen 3
Sprache ist Hilfsmittel: Hilfsmittel bei kognitiven Prozessen
Mittel zur Kontrolle des eigenen Verhalten Mittel zur Kommunikation
Piaget sagte: „Sprache offenbart das Denken“!
Fazit: Der Mensch stellt sich also in der Sprache dar. Er erlebt und versteht sich in der Sprache und er teilt sich anderen in der Sprache mit und erlebt zugleich die anderen in der Sprache. Sprache ist somit Selbst-Erleben und Dialog-Erleben. Dies bedeutet, dass bei einer Sprech- oder Sprachbeeinträchtigung der Mensch in seiner Gesamtheit beeinträchtigt sein kann.
3. Funktionen der Sprache
FOLIE 2
Die Sprache erfüllt folgende Funktionen:
Kommunikationsfunktion: - Sprache dient dem Austausch von Informationen
Verständigungsfunktion: - Sprache dient der Verständigung untereinander
Appellfunktion: - mit Hilfe der Sprache lässt sich das Verhalten des anderen beeinflussen Beispiel:
Martin möchte das Claudia heute Abend zu ihm kommt. Martin ruft sie an und bittet sie zu kommen. Claudia nimmt sich die Zeit und besucht ihn.
Handlungsfunktion: - Sprache gibt „Handlungsanweisungen“ und kann somit das Handeln des anderen steuern Beispiel:
Der Fahrlehrer gibt dem Schüler die Anweisung, nach links abzubiegen.
Bewertungsfunktion: - Sprache bewertet und beurteilt eigenes Verhalten und das anderer Personen sowie Objekte und Situationen Beispiel:
So kann man mit Hilfe der Sprache das Verhalten eines betrunkenen Autofahrers als verantwortungslos bewerten.
Referat: Sprachstörungen 4
Kulturtradierungsfunktion: mit Hilfe der Sprache werden kulturelle Lebensweise und
Inhalte an die nachfolgende Generationen überliefert
jede Generation muss nicht bei 0 anfangen, sondern kann
auf das Überlieferte aufbauen
4. Bedeutung der Sprache
Die Funktionen verdeutlichen die entscheidende Bedeutung, die die Sprache im menschlichen
Leben hat:
Sprache steht in einem engen Zusammenhang mit dem Denken. Manche Psychologen
vertreten die Auffassung, dass Sprache einen erheblichen Einfluss auf das Denken ausübt
Es gibt Untersuchungen die aufweisen, dass Kinder die in der Sprachentwicklung
zurückbleiben, auch Verzögerungen in ihrer geistigen Entwicklung zeigen
Der schulische und berufliche Erfolg wird zum Teil von sprachlichen Fähigkeiten
bestimmt
Auch die Speicherkapazität des Gedächtnisses wird durch die Sprache beeinflusst
Je größer der Wortschatz und je weit gefächerter die Ausdrucksmöglichkeiten, desto
größer ist die Speicherkapazität. Durch jedes Erlernen einer neuen Sprache wird das
Gedächtnis trainiert
Die Sprache ermöglicht dem Menschen, seine Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken
und damit auch, sie angemessener auszuleben bzw. deren Befriedigung zu erreichen
Der Mensch wird mit Hilfe der Sprache über die Gegebenheiten seiner Umwelt, über die
Natur und über Kultur informiert, erwünschtes Verhalten, Gedanken, Einstellungen
werden ihm erklärt, nahe gebracht und von ihm gefordert
Mit Hilfe der Sprache gelingt es dem Menschen, sich immer mehr in das Leben mit
anderen, in Gruppen einzugliedern, mit anderen Menschen zu kommunizieren,
Erfahrungen zu sammeln
Sprache entscheidet mit über den Anteil eines Menschen am gesellschaftlichen Leben
Beispiel:
Situation eines Ausländers, der die Sprache des Landes, in dem er sich befindet, nicht oder
nur unzureichend spricht. Er ist isoliert, weil er die anderen nicht verstehen kann, weil er
seine Wünsche, Bedürfnisse, Erkenntnisse oder Probleme nicht verbalisieren kann
Sprachgewandte Menschen beispielsweise finden meist leichter Kontakt und nehmen eher
eine Art Führerposition ein als Menschen, die Sprachschwierigkeiten haben
5. Die Sprachentwicklung
Die Sprachentwicklung ist das Ergebnis der erfolgreichen Interaktion zwischen Kind und
Umwelt. Auf der Seite des Kindes ist dafür die Gesundheit insbesondere in den Bereichen
Perzeption, Kognition, Emotionalität und Motorik sowie sensorische Integration von
besonderer Bedeutung. Auf Seiten der Umwelt sind Angebote, Anregungen und Zuwendung
Arbeit zitieren:
Dirk Werland, 2003, Sprachstörungen, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Sprachentwicklung beim Kind - Verlauf, Störung und deren pädagogische ...
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