Vertreter
• Johann Wolfgang von Goethe: „Die Leiden des jungen Werthers“
• Friedrich Schiller: „Die Räuber“ (1781), „Kabale und Liebe“ (1784)
IV. Weimarer Klassik (1786-1832)
• „Edle Einfalt, stille Größe“ (Johann Joachim Winckelmann) Ideal des ruhigen, abgeklärten, in sich selbst ruhenden Menschen
• v.a. von Goethe und Schiller geprägt
• Leitideen sind Harmonie und Humanität; antikes Griechentum als Muster dieser Humanität sowie der künstlerischen Darstellung
• Einfluss des Idealismus geistige Grundhaltung und Stilwille, der sich an Vorstellungen wie Klarheit, Reinheit und Maß orientiert.
• Übereinstimmung von Geist und Gemüt, Freiheit und Notwendigkeit sowie Inhalt und Form werden angestrebt; Gegensätze sollen ausgeglichen, Extreme vermieden werden.
Vertreter
• Johann Wolfgang von Goethe: „Iphigenie auf Tauris“ (1787), „Faust I“ (1808)
• Friedrich Schiller: „Maria Stuart“ (1800), „Wilhelm Tell“ (1804)
V. Romantik (1795-1835)
• Versuchte Vereinigung von Gegensätzen durch Poesie als einerseits verbindendes geistiges Grundelement und andererseits als Lebensgefühl und Lebensinhalt der Dichter.
• Poesie: neuer Mittelpunkt in Anlehnung an die Mythologie der Antike.
• Rückwendung zum Mittelalter
• Die Romantik versucht alle geistig-literarischen Strömungen aufzunehmen, die im Widerspruch zum absolutistischen Staat, zum Rationalismus, zu einer nur vernünftigen Theologie und zum französischen Klassizismus stehen.
• Gefühl der Heimatlosigkeit und der Vereinsamung
• Blaue Blume als Symbol für romantische Poesie.
Zentrum: Jena
• Programmatisches Interesse
• Friedrich Schlegel: „Universalpoesie“
b) Hochromantik Zentrum: Heidelberg
• nationales Bildungsprogramm
• Sammlung, Beurteilung und Herausgabe volkstümlicher und mittelalterlicher Literatur
c) Spätromantik Zentrum: Berlin
• Hang zum Katholizismus
• Wissen um Unvereinbarkeit der Sehnsucht nach Poesie mit der Prosa des bürgerlichen Alltags
Vertreter
• Johann Wolfgang von Goethe: „Wilhelm Meister“ spielerische Verbindung von Poesie, Selbst- und Weltbildung
• E.T.A. Hoffmann: „Der goldene Topf“ (1814)
VI. Realismus (1815-1900)
• Autoren klammern Politik weitgehend aus
• Rückzug in Religion und auf traditionelle Werteordnung
• Innerlichkeit, Zähmung der Leidenschaft, Unterordnung unter das Schicksal, die Liebe zur Geschichte und zur Natur
• Ablösung des romantischen Volksbegriffes durch den des Staates
• Viele Dichter hatten psychologische Probleme (Droste-Hülshoff, Mörike, Grillparzer, Stifter, Lenau, Raimund) Selbstmord (Stifter, Raimund)
Vertreter
• Annette von Droste-Hülshoff: „Die Judenbuche“
• Franz Grillparzer, Eduard Mörike
2.) Junges Deutschland (1820-1848)
• Forderung nach demokratische Verfassung sowie nach Presse- und Meinungsfreiheit 1835 werden Schriften verboten
Vorwürfe: Angriff gegen christliche Religion, Herabwürdigung der bestehenden sozialen Verhältnisse, Untergrabung der gesetzlichen Ordnung, Zerstörung von Zucht und Sittlichkeit
• Nicht-organisierte literarische Bewegung mit politisch zeitkritischer Ten- denz
• Zeitung: Medium, in dem mehr als in allen anderen jungdeutsche Tendenzen zum Ausdruck gebracht wurden.
Vertreter
Heinrich Heine
3.) Vormärz (1830-1848)
• völlige Änderung der bestehenden Gesellschaftsordnung
• Mensch durch seine Triebnatur und durch gesellschaftliche Zwänge bestimmt
• Revolutionäre, politisch engagierte Literatur, gegen den Absolutismus gerichtet, bis zum März 1848 (Märzrevolution) zunehmende Radikalität
Vertreter
• Georg Herwegh, Georg Büchner
4.) (Poetischer) Realismus (1850-1890)
• fassbare Realität im Vordergrund, Darstellung der Wirklichkeit
• Eher resignative als gesellschaftskritische Haltung
• keine einheitlichen Merkmale feststellbar, sondern verschiedene Autoren mit unterschiedlichen Ausprägungen (z.B. atheistische Autoren neben christlich-gläubigen Dichtern) kein festes Programm, keine wirkliche Gruppe
Vertreter
Theodor Storm, Theodor Fontane, Gottfried Keller
5.) Naturalismus (1880-1900)
• „Kunst = Natur - X“ (Arno Holz)
• wirkt bis in die Moderne, v.a. hinsichtlich der Erschließung neuer Stoffbereiche, neuer dramatischer Strukturen, Präzisierung der Darstellungsmittel sowie der Verwendung von Umgangssprache und Dialekt.
• Möglichst getreue Wiedergabe der Natur, geprägt durch exakte Beschreibungen
• Armut, Ausbeutung und Elend proletarischer Existenz, das Großstadtleben, Krankheit, Laster und Verbrechen
Vertreter
• Gerhart Hauptmann: „Bahnwärter Thiel“ (1888), „Die Weber“ (1892)
• Arno Holz, Johannes Schlaf
VII. Moderne
• Imperialismus, Sozialstaat, Großstadtleben
• Keine Einzelrichtung
• 1870-1910 Verstädterung Landflucht Gründung von Institutionen
• Am Anfang der Moderne stehen: nichtgegenständliche Malerei Musik: atonale Kompositionen neue Bewegungen und Formen bei Gymnastik und Tanz
VIII. Impressionismus - Symbolismus - Expressionismus
• Sehr unpolitisch
• Eindrücke
• Endzeitstimmung, Dekadenzdichtung
• Wiedergabe subjektiv-sinnliche Eindrücke Getreue Wiedergabe = in allen Differenzierungen und Nuancen Äußere Handlung und ethische Wertung treten zurück
• Wichtige Stilmittel: Laut- und Klangmalerei Adjektive statt Verben Bilder
Synästhesien (Farben hören, Laute sehen, z.B. „weiches grau“)
Vertreter
Eduard von Keyserling, Peter Altenberg, Arthur Schnitzler
2.) Symbolismus (1860-1900)
•
Ziel: „Eine
neue Fühlwiese
und
Mache“
(George)
antinaturalistisch, Kunst
≠
Natur,
Kunst = reiner Ausdruck des Geistes,
• George:
„symbolische Kunst ist nichts für Uneingeweihte“, nicht alltäglich
eigene Zeichensetzung, keine Umgangssprache, Gestaltung nach klassischen Formen
„das strengste Maß ist zugleich die höchste Freiheit“
• Gegenstand dahinterliegende Ideen unendlich, geheimnisvoll, magisch
• idealer Schönheitsdrang Verwirklichung in der Kunst poésie pure, l’art pour l’art, Ästhetizismus, nur für erlesenen Kreis (z.B. George-Kreis und dessen Leser)
• Symbol: als künstlerischer Ausdruck Reim Rhythmus Melodie Klangsymbolik Einzelwörter mit magischer Bedeutung Metapherschichten
Vertreter
Stefan George
3.) Expressionismus (1910-1920/5)
• Ausdruck
• Bruch mit den Traditionen, Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft
• Krisenbewusstsein
• Forderung nach einer neueren, besseren Menschheit
• Weltende, Krieg, Stadt
• Inhaltlich aufgrund weltanschaulicher Gegensätze keine Einigung
Vertreter
Else Lasker-Schüler, Franz Kafka, Georg Trakl
IV. Literatur im Dritten Reich
• Autorinnen und Autoren, die während der Diktatur Hitlers in Deutschland bleiben.
• Sie leisten mit den verbleibenden literarischen Möglichkeiten bewusst Wi-derstand.
• Problematischer bei Autoren, die zwar in Deutschland bleiben, ihre schriftstellerische Tätigkeit aber Einstellen, in politisch ungefährliche, unverbindlich-ästhetische Bahnen lenken oder in die Nähe der „Blut- und Bo- den-Literatur“ kommen.
• historische und kulturgeographische Themen als Parallelen und Gegenbilder zum Nationalsozialismus sowie Appelle an Gewissen und Widerstandskraft
Vertreter
Erich Kästner
2.) Exilliteratur
• Oftmals gravierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten
• erdrückendes Gefühl der Heimatlosigkeit und Sprachlosigkeit Selbst- mord (Stefan Zweig, Ernst Toller, Kurt Tucholsky u.a.)
• Exil-Autoren gruppieren sich um deutsche Verlage oder um Exil-Zeitschriften im Ausland, z.B. in Paris, Amsterdam und New York.
• Die Exilliteratur ist künstlerisch, formal, inhaltlich und auch in ihren Zielen uneinheitlich. Gemeinsam ist jedoch ein Verantwortungsgefühl als Träger des deutschen Kulturguts und die entschiedene, wenn auch politisch nicht einheitliche Opposition gegen den Nationalsozialismus.
• Betonung des „anderen“ Deutschland, der Humanität, Vernunft und Toleranz angesichts von Dummheit und Versinken in Blutrausch und im Kollektiv, Heimatlosigkeit, Bedeutung der Muttersprache, Leiden unter dem Sprachverlust.
• keine weiteren neuen Formen und Ideen, weil: würden vom Inhalt ablenken
an alter Form vor Hitler festhalten (bürgerlich-konservative Autoren) Form nicht mit Nationalsozialismus in Verbindung stellen (kommunistische) Rückschritt zum Realismus, zur realistischen Literatur
Vertreter
Die Manns, Stefan Zweig, Anna Seghers, Bertolt Brecht
Quellenverzeichnis:
1. Hefteinträge aus dem Unterricht
2. Epochenüberblick von Frau Antje Müller
3. Reitmajer, V.; Abi-Countdown Deutsch Grundkurs; Manz Verlag; Stuttgart 1998
4. home.snafu.de
5. www.gutenberg2000.de
Arbeit zitieren:
Natascha Spindler, 2002, Literaturepochen (Vom Barock bis zur Exilliteratur), München, GRIN Verlag GmbH
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Benjamin
die überblick lässt etwas vermissen!!!.
hey, du hast vergessen, die deutschsprachige literatur in der schweiz mit reinzubringen!!!!
außerdem gibt es mindestens 20 literaturepochen!!!!!!!
am Saturday, November 30, 2002-
Toni
Auf diese Arbeit gab es niemals 15 Punkte, da der Umfang auf keinem Fall einem Gymnasium entspricht.
am Sunday, November 16, 2003-