Bei ungünstiger wirtschaftlicher Entwicklung wächst das Gefahrenpotential. Den Risikogruppen ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Etwa 5-10% der AIDS-Patienten in Deutschland erkranken an Tuberkulose. Wie viel Tuberkulosekranke zusätzlich auch mit HIV infiziert sind, ist ohne Testung nur schwer feststellbar 2 .
4) Laut WHO ist die Tuberkulose eine weltweite Infektionskrankheit, deren Gefährlichkeit im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten unterschätzt wird. Sie betont, dass heute bereits 1/3 der Weltbevölkerung mit Tuberkulose infiziert ist. Dies bedeutet gegenüber der Tuberkulosehäufigkeit im Jahre 1990 von 7,5 Mio. einen Anstieg von 16,3%. Im Jahre 2005 wird die Gesamtzahl der Tuberkulosefälle weltweit auf rd. 11,9 Mio. geschätzt; dies würde einen Anstieg gegenüber 1990 von 57,6% bedeuten. Die Inzidenzen an Tuberkuloseerkrankungen waren für 1995 auf 152/100 000 und für 2005 auf 176/100 000 geschätzt, gegenüber 143/100 000 um Jahre 1990. 3
2. Methoden, Datenquellen, Vorgehe nsweise
Zur Dokumentation wurde von Mai 1999 bis 25. Juni 1999 verfügbare Literatur zusammengefasst, die aus folgenden Quellen stammt:
Staatliche Behörde in Deutschland:
Per Fax wurden Informationen über "Krankheiten und Ausländer" angefordert.
(1) Statistische Ämter: Statistisches Bundesamt, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Statistisches Landesamt Berlin, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg, Statistisches Landesamt Bremen, Statistisches Landesamt Hamburg, Hessisches Statistisches Landesamt, Statistisches Landesamt Mecklenburg-Vorpommern, Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Statistisches Landesamt Saarland, Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Statistisches Landesamt Sachsen Anhalt, Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Thüringer Landesamt für Statistik
(2) Gesundheitsämter: Gesundheitsamt Bielefeld, Robert Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen, Niedersächsisches Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales
(3) Ausländerbehörde: Ausländerbüro Bielefeld, Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerfragen
2) Datenbank der LÖGD (SOMED)
Um Artikel über Infektionskrankheiten von Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu finden, wurden durch Stichworte wie Infektionskrankheiten, Krankheit, Ausländer, ausländische, Migrantinnen, Migranten, Migration gesucht.
2
3) Bibliothek der Universität Bielefeld und LÖGD
Um Bücher über Infektionskrankheiten von Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu finden, wurde unter Stichworten wie Infektionskrankheiten, Krankheit, Ausländer, ausländische, Migrantinnen, Migranten, Migration gesucht.
4) Internet
Um in der Homepage Informationen über Infektionskrankheiten von Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu erhalten, wurde unter Stichworten wie Infektionskrankheiten, Krankheit, Ausländer, ausländische, Migrantinnen, Migranten, Migration gesucht.
3. Resultate
Staatliche Behörde in Deutschland:
(1) Statistische Ämter:
• Vom Statistischen Landesamt Berlin wurde die Information eingeholt, in der "Krankenhausstatistik-Teil 2: Diagnosen" seien alle in den Berliner Krankenhäusern vollstationär behandelten und entlassene Patientenfälle erfaßt worden. Der aktuelle statistische Bericht ist von 1997. Schließlich wurde eine Diskette und gedruckte Statistik "Vollstationäre Behandlungsfälle von Ausländern in Krankenhäusern in Berlin 1997 nach Hauptdiagnosen und Altersgruppen der Patienten" erworben.
• vom Statistischen Bundesamt wurde ein Auszug aus dem Gesundheitswesen 1997 von 2 Seite über "Meldepflichtige Krankheiten" Tuberkulose erworben.
• In den Statistischen Berichten über Tuberkulose vom Land Brandenburg wurde die Erfassung des Merkmals "Staatsangehörigkeit" nicht vorgesehen.
• Statistische Angaben über Krankheiten von Ausländern in Hamburg sind in den Daten des Statistischen Landesamtes Hamburg nicht verfügbar, da der Gesetzgeber die Erfassung des Merkmals Staatsangehörigkeit (beispielsweise bei der Erhebung über Krankenhauspatienten) nicht vorgesehen hat. Lediglich für den kleinen Bereich der Meldepflichtigen Krankheiten - Tuberkulosestatistik liegen Angaben zur Ausländereigenschaft vor (Statistisches Landesamt Hamburg).
• Krankheiten werden nur im Rahmen der Diagnosestatistik erfaßt und beziehen ausschließlich im Krankenhaus stationär behandelte oder verstorbene Patienten ein. Nach der Staatsangehörigkeit wird dabei nicht gefragt. Lediglich in der Statistik der Todesursachen gibt es die Unterscheidung nach Ausländern und Deutschen (Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen).
3
(2) Gesundheitsämter:
• Vom Gesundheitsamt Bielefeld wurde ein Bericht vom Statistischen Amt und Wahlamt Bielefeld über die "Situation der Bielefelderinnen und Bielefelder ausländischer Herkunft" erworben. Die Daten von Tuberkulose sind aber nur von 1984-1990.
• Vom Nie dersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales wurde eine Liste über Migration erworben.
• Vom Robert Koch-Institut wurde ein Buch Steckbriefe seltener und importierter Infektionserreger erworben, aber keine statistische Angabe.
• Vom Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose wurde die 23. Informationsbericht erworben.
•
(3) Ausländerbehörde:
• von der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen wurde ein Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen über die Lage der Ausländer in der Bundesrepublik Deutschland erworben.
•
Datenbank der LÖGD (SOMED)
• Durch Stichworte wie Infektionskrankheiten, Krankheit, Ausländer, ausländische, Migrantinnen, Migranten und Migration wurden 4 Artikel gefunden (3 über Tuberkulose, 1 über Hepatitis A).
• Durch die Stichworte wie AIDS, Tuberkulose, Migration wurde weiter 3 Artikeln gefunden.
•
Bibliothek der Universität Bielefeld und LÖGD
• Ein Buch von Herrn Dr. Burchard über Infektionskrankheiten von Migrantinnen und Migranten in Deutschland wurde erworben. Er wurde gebeten, weitere Informationen zu vermitteln.
Schließlich wurden von Herrn Dr. Burchard 3 Namen genannt: Herr Dr. H. Siem (Schweiz), Herr Dr. Junghanss (Heidelberg) und Herr Niels-Jens Albrecht (Hamburg). Die Herren wurden angeschrieben. Bis jetzt hat Herr Albrecht zurückgerufen.
• Ein Buch "Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose - 18. Informationsbericht von 1991
4
Internet
• Durch Stichworte wie Infektionskrankheiten, Krankheit, Ausländer, ausländische, Migrantinnen, Migranten, Migration wurde eine Adresse vom Projekt (Frau Bielecki-Weyenberg) über Migration und AIDS gefunden und schließlich ein Artikel über AIDS von der Universitätsklinik Frankfurt/Main, Infektionsambulanz (1998) zugeschickt bekommen.
• 2 Artikel wurden durch das Recherchieren im Webseite von Robert Koch-Institut erworben.
3.1 AIDS (HIV-1- und HIV-2-Infektion)
Nun sprechen wir eine weitere verbreitete Infektionskrankheit an. Diese Krankheit nennt man AIDS. Es gibt jedoch zwei Arten von Infektionen, durch die man AIDS bekommen kann.
3.1.1 Definition:
AIDS ist das späte Stadium einer Erkrankung, die durch eine Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) ausgelöst wird. Ent-sprechend der Definition das Center for Disease Control leidet eine Person an AIDS, wenn sie eine CD4-(T-Helferzellen-) Zahl von weniger als 200/ul hat und/oder an einer für einen fortgeschrittenen Immundefekt typischen opportunistischen Infektion erkrankt ist.
Diese Definition ist für epidemiologische Untersuchungen aufgestellt worden und nicht zur klinischen Diagnose einer Krankheit. Dass HIV- bedingte Erkrankungen lange vor der Diagnose AIDs auftreten können, empfiehlt sich für den klinischen Bereich der Begriff HIV-Krankheit 4 .
3.1.2 Entwicklung der Inzidenz
In das AIDS-Fallregister werden alle AIDS-Patienten aufgenommen, die ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Die dem Fallregister gemeldeten AIDS-Fälle verteilen sich auf Patienten aus 105 verschiedenen Ländern.
Deutscher Nationalität sind 10 856 (87,7%) der insgesamt 12 379 gemeldeten AIDS-Fälle. AIDS-Fallregister des BGA weist den Anteil der Ausländer Anfang 1994 lediglich mit 12% (12,3% , 1523 Personen) aus 5 . Nach den Angaben des AIDS-Fallregisters des BGA (1995) sind 1 751 (12,4%) aller gemeldeten AIDS-Fälle bei Ausländern aufgetreten. 6
3.1.3 Risikofaktoren
Zur Abschätzung des Infektionsrisikos des Einzelnen ist die geographische Herkunft nur ein Faktor und meist von untergeordneter Bedeutung. Viel wichtiger ist das individuelle Risikoverhalten.
5
3.1.4 Zusammensetzung nach Ländern
Tabelle 1:
Verteilung der 12% AIDS-erkrankten Ausländer in Deutschland nach Ländern und Kontinenten.7
8%
Südamerika 88 6%
Jugoslawien 85 6%
Großbritannien 68 4%
Spanien 67 4%
Frankreich 56 4%
Zaire 45 3%
Brasilien 39 3%
Uganda 22 1%
Ghana 20 1%
Libanon 20 1%
Thailand 18 1%
Iran 15 1%
Chile 14 1%
Argentinien 11 1%
1994 stellten mit jeweils 14% die US-Amerikaner und die Italiener die größte Gruppe, gefolgt von den Türken mit 10%. Deutlich geringer ist der Anteil der Engländer (4%), Spanier (4%), Jugoslawen (6%), und Franzosen (4%). Die Zahlen der Aids-Kranken Ausländer aus den ehemaligen Ostblockländern sind zu vernachlässigen. Für die Ausländer aus Afrika beträgt der Anteil 13% und für die Asiaten 8%.
Die größte Gruppe der Ausländer in den alten Bundesländern bilden die Türken, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt nach den Angaben des statistischen Jahrbuchs von 1992 2,6%. Verglichen mit dieser Zahl sind sie im AIDS-Fallregister deutlich unterrepräsentiert.
Die US-Amerikaner bilden lediglich einen Bevölkerungsanteil von 1,4% und sind unter den AIDS-Fällen somit leicht überrepräsentiert 8 .
6
Von den ausländischen Patienten stammt der größte Anteil (N=881; 57,8%) aus Europa und der Türkei. Von den nichteuropäischen Ausländern kommen 34% aus den USA, 33% aus Afrika, 18% aus Asien und 14% aus Südamerika. Die Zahl der an AIDS erkrankten Ausländer aus den Ostblockländern sind sehr gering. 9
Nach einem Studie von Herkommer in Frankfurt wurde festgestellt, dass die größten Migrantengruppen in der Infektionsambulanz aus den europäischen Mittelmeerländern sowie West- und Nordeuropa kommen. Die beiden zahlenmäßig größten Gruppen kommen aus Italien und den USA, diese Länder haben etwa gleich große Patientengruppen, jedoch mit ganz unterschiedlicher Zusammensetzung.
Die italienische Migrantengruppe setzt sich aus 34% HIV-positiven schwulen Männern, 45% Drogenabhängigen und 16% HIV-Positiven mit heterosexuellem Übertragungsrisiko zusammen.
Die US-amerikanische Migrantengruppe hingegen setzt sich aus 79% HIV-positiven schwulen Männern, 11% Drogenabhängigen und 6% HIV-Positiven mit heterosexuellem Übertragungsrisik o zusammen 10 .
Bis zum 31.12.1996 wurden in der Infektionsambulanz des Universitätsklinikums Frankfurt 1 053 HIV-positive und AIDS-kranke Migranten aus insgesamt 64 Ländern der Erde behandelt. Die beiden größten Gruppen kommen aus europäischen Mittelmeerländern und Nordamerika. Etwa 23% der Patienten, die in der Infektionsambulanz behandelt werden, sind Migranten oder Migrantinnen.
Je 2% der Patienten kommen aus den Endemiegebieten Afrikas und Asiens. Bei den Neuaufnahmen 1995 betrug der Anteil der Migranten mit HIV und AIDS 26%. 80% der Migranten sind Männer und 20% Frauen. Die Aufteilung nach HIV-Risiko und Geschlecht zeigt, dass von Patienten aus anderen Ländern 61% schwule und bisexuelle Männer sind.
Von den Frauen mit HIV-Infektion sind 30% Drogenkonsumentinnen und es überwiegen mit 58% deutlich hetero-sexuelle Kontakte als Risiko für HIV. Die Verteilung nach den Risikogruppen zeigt bei Migranten einen Anteil schwuler und bisexueller Männer von 61% und bei drogenkonsumierenden HIV-positiven ein Männern Anteil von 20%. Bei diesen 1 053 Patienten aus anderen Ländern sind insgesamt 64 Nationen und annähernd ebensoviel Sprachen vertreten. Bisher sind 163 HIV-Patienten aus anderen Ländern verstorben 11 .
3.2 Tuberkulose
3.2.1 Definition
Die Tuberkulose ist eine chronisch verlaufende Erkrankung der Lungen und anderer Organe durch Tuberkulosebakterien (Mycobakterium tuberculosis, M. bovis und die Variante M. africanum). Die Tuberkulose ist meldepflichtig 12 .
3.2.2 Entwicklung der Inzidenz
1993 erkrankten - 14 161 Personen an Tuberkulose, darunter 4 219 Ausländer und 9 942 Einheimische. Die Gesamtinzidenz betrug 17,5 auf 100 000.
7
Bei den Ausländern lag die Inzidenz bei 64,9 bezogen auf 100 000 in Deutschland lebende Ausländer. Die nähere Analyse der Zahlen auf ihren Anteil an Tuberkulose bei Ausländern zeigt deutlich, dass der geringfügige Anstieg der Neuerkrankung an Tuberkulose allein durch die Zunahme bei Ausländern bedingt ist. Bei der einheimischen Bevölkerung ist weiterhin ein leichter Rückgang erkennbar 13 .
1996 wurden in Deutschland beim Statistischen Bundesamt insgesamt 11 814 neue Tuberkulose-Erkrankungen registriert, entsprechend 14,4 Erkrankungen für 100 000 Einwohner.
Gegenüber 1995 war die Zahl - mit 384 Fällen weniger - weiterhin leicht rückläufig (-3,1%). Unter den Erkrankten befanden sich 3474 Ausländer und somit 58 Ausländer weniger als 1995 (-1,6%). Die Inzidenz lag hier bei 47,5/100 000 der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Ausländer und war damit 4,2fach höher als die Inzidenz von 11,2/100 000 bei der einheimische n Bevölkerung. In Tabelle. 3 sind vergleichend die Inzidenzverläufe von 1993 -1996 für die Gesamtbevölkerung, den ausländischen Anteil sowie für die Einheimischen dargestellt 14 .
Tabelle 2: Inzidenz aller Tuberkuloseformen:
Gesamtbevölkerung, AusländerInnen und Einheimische (Deutsche)15
13,4 64,9 1993
16 12,2 55,6 1994
15 11,6 50,5 1995
14,4 11,2 47,5 1996
Die Inzidenz der offenen Tuberkulose betrug bei den in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Ausländern 22,9/100 000. Im Vergleich zu 1995 bedeutet dies einen Rückgang der Absolutzahlen von 4% bei der ausländischen Bevölkerung.
Eine Abnahme der Zahl der an Tuberkulose erkrankten Ausländer seit 1994 ist wohl eine Auswirkung der veränderten Asylgesetzgebung.
Es zeigt sich, dass die Zahl der Tuberkulosefälle bei Immigranten wesentlich von der Zahl der aktuell einreisenden Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge abhängt, weniger von Erkrankungen bereits länger in Deutschland lebenden Immigranten. Im Jahre 1994 lag die Inzidenz extrapulmonaler Tuberkulose in Deutschland pro 100 0000 Einwohner bei Immigranten viermal höher als bei Deutschen 16 .
3.2.3 Entwicklung der Anteilsraten
Die Analyse der Daten, getrennt nach Deutschen und Ausländer, zeigt deutlich, dass der vorübergehende Anstieg der Morbidität in den Jahren 1992 und 1993 auf einer Zunahme der gemeldeten Erkrankungszahlen bei Ausländern beruhte, während sich die Zahl der Fälle bei Deutschen in diesem Zeitraum kontinuierlich weiter verminderte.
8
Die Zahl der bei Ausländern erfaßten Fälle stieg dagegen von 1989 bis 1993 um fast 40%von 3029 auf 4219 Erkrankungsfälle. Ihr Anteil an den Tb-Fällen erhöhte sich dabei von 20% im Jahr 1989 auf 30% im Jahr 1994 17 (siehe Tab. 2).
Tabelle 3:
Anteil an den Tuberkulose-Fällen: Ausländer und Einheimische18
20% 1989 78,5% 21,5% 1991 72,2% 27,8% 1992
70,25% 29,8% 1993 70,6% 29,4% 1996
3.2.4 Altersverteilung
Während die Tuberkulose bei der einheimischen Bevölkerung vorwiegend eine Erkrankung der alten Menschen ist, ist ein deutliches überwiegen der Tuberkulose bei Ausländern in der Altersgruppe zwischen 20 und 40 Jahren und bei Kindern zwischen 0 und 5 Jahren zu erkennen,. Sie liegt bei den ausländischen Kindern etwa 20 mal höher als bei den einheimischen Kindern 19 .
Abbildung. 1 zeigt die Altersverteilung aller Zugänge an aktiver Tuberkuloseinzidenz getrennt für die ausländischen und einheimischen Anteile der Bevölkerung; unverändert zum Vorjahr findet sich bei den Ausländern ein zweiter Inzidenzgipfel bei den 20- bis 40jährigen 20 .
Ebenfalls zeigte die Gruppe der Immigranten einen charakteristischen Altersgipfel der Inzidenz aktiver und offener Tuberkulose um das 30. Lebensjahr 21 .
Abbildung 1:
Altersverteilung der Tuberkulose-Inzidenz in Deutschland 1997 (Quelle: Statistisches Bundesamt 1997)
9
3.2.4.1 Tuberkulose im Kindesalter
In der statistischen Erfassung werden Personen bis zum 15. Lebensjahr zum Kindesalter gerechnet. 1995 lebten insgesamt 13 238 485 Kinder in der Bundesrepublik Deutschland, davon waren 1 523 268 Ausländerkinder (11,5%)
Von den 578 erkrankten Kindern waren 328 Ausländer (56,7%). Die Inzidenz lag bei 21,5/100 000 bei den in der Bundesrepublik Deutschland lebenden ausländischen und 2,1/100 000 bei den einheimischen Kindern und war für die 1- bis 5jährigen ausländischen Kindern mit einer Inzidenz von 24,5/100 000 gleichaltriger Kinder am höchsten (im Vergleich dazu bei einheimischen Kindern: 4,1/100 000 in dieser Altersgruppe).
Somit liegt das Risiko ausländischer Kinder, an einer Tuberkulose zu erkranken , unverändert um ein 5- bis 10faches höher als bei einheimischen Kindern 22 . Im Vergleich zu den Vorjahren hat die Inzidenz bei Sä uglingen von 1,6 auf 2,9/100 000 zugenommen, dies muss jedoch unter Berücksichtigung der geringen Fallzahlen betrachtet werden (12 Säuglinge 1995; 22 Säuglinge 1996, davon 10 Ausländerkinder). 1997 erkannten 480 Kinder an Tuberkulose, 55% waren ausländische Kindern (sieh Tabelle 4).
Tabelle 4 :
Anteil der ausländischen Kinder an Tuberkulosefällen 1997 in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Der Anteil der offenen Fälle von Lungentuberkulose betrug lediglich 24,6%, davon waren 62% Auslä nder. Bei den extrapulmonalen Tuberkulose war die Tuberkulose der peripheren Lymphknoten mit 69 Fällen (70%) am häufigsten, davon waren 13 Kinder Ausländer.
Es folgte mit 15 Fällen (15%) die Diagnosegruppe ,,Tuberkulose sonstiger Organe", wobei hier bei der statistischen Erfassung keine genauere Differenzierung, beispielsweise eine Unterteilung in Miliartuberkulose erfolgt, 8 Kinder (8%) erkrankten an Knochentuberkulose, davon waren 6 Ausländerkinder.
An einer Meningitis Tuberkulose erkrankten 1996 insgesamt 7 Kinder (7% der extrapulmonalen Tuberkulose), davon war 1 Ausländerkind. Die Inzidenz eines ausländischen Kindes, an einer Tuberkulose Meningitis zu erkranken, beträgt 0.07/100 000. 23
3.2.5 Diagnosegruppe
1996 führten bei den Ausländern mit 48,4% die offenen Tuberkulose (Diagnosegruppe 1) vor den geschlossenen Formen (Diagnosegruppe 1.2) mit 31,9% und den Fällen mit extrapulmonaler Manifestation (Diagnosegruppe 2) mit 19,7%.
10
Bei den extrapulmonalen Tuberkulose war 1996 unverändert die periphere Lymphknotentuberkulose am häufigsten (43,6%). Die Hälfte (51%) der an Lymphknotentuberkulose Erkrankten waren Ausländer.
Insbesondere in den jüngeren Altersgruppen dominiert hier der Ausländeranteil bis zu 74,5%, nimmt aber mit zunehmendem Alter deutlich ab und beträgt bei den Erkrankten ab 75 Jahren nur noch 6,8% 24 .
3.2.6 Die Tuberkulosesituation in den einzelnen Bundesländern
3.2.6.1 Inzidenz der ausländischen Tuberkulose-Erkrankten in den Bundesländern
1997 zeigten sich die Tuberkuloseinzidenzen in den Bundesländern Bayern (14,0), Berlin (16,2), Bremen (15,1), Hamburg (19,2), Hessen (15,9), Nordrhein-Westfalen (15,0), Saarland (15,7) und Sachsenanhalt (13,8) Inzidenzen, die über dem Bundesdurchschnitt von 13,6/100 000. Dies gilt auch für die Neuerkrankungen an offener Tuberkulose 25 .
Bei Betrachtung der Tuberkuoseinzidenzen der Ausländer in den einzelnen Bundesländern 1997 zeigten die neue Bundesländer Thüringen (119,4), Sachsenanhalt (189,2), Sachsen (90,8), Mecklenburg-Vorpommern (93,7), und Brandenburg (85,6) Inzidenzen, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 13,6/100 000 liegen 26 ! (siehe Tabelle 5)
Tabelle 5:
Inzidenz der Tuberkulose der AusländerInnen nach Ländern 1997 (Quelle: Statistisches Bundesamt)
11
3.2.6.2 Anteil der ausländischen Tuberkulose-Erkrankten in den Bundesländern
Die Aufteilung der Zugänge an offener Tuberkulose in den Jahren 1991-1993 in Deutschland nach Bundesländern zeigt, dass der Ausländeranteil fast in allen Bundesländern kontinuierlich angestiegen ist. er liegt 1993 in 9 von 16 Bundesländern um mehr so hoch wie der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung 27 .
1994 in Berlin und Hamburg lag der Ausländeranteil bei den Tuberkulose z. B.. bei 37% bzw. 40% - in den Ländern Sachsen und Thüringen dagegen bei 11% bzw. 14% und in Mecklenburg-Vorpommern sogar unter 5% 28 .
1997 in den verschiedenen Bundesländern war diese Relation unter-schiedlich, so lag der Ausländeranteil bei den Tuberkulose in den Bundesländer Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen über 30% (siehe Tabelle 6).
28 137 20%
Schleswig-Holstein 69 280 25%
Sachsenanhalt 93 374 25%
Bayern 440 1687 26%
Rheinland-Pfalz 142 527 27%
Niedersachsen 246 872 28%
3427 11163 Deutschland 31% 883 2695 Nordrhein-Westfalen 33% 203 556 Berlin 37% 39 102 Bremen 38% 514 1321 Baden-Württemberg 39% 146 327 Hamburg 45% 435 960 Hessen 45%
Tabelle 6 :
Anteil der Tuberkulose von AusländerInnen nach Bundesländern 1997 (Quelle: Statistisches Bundesamt)
12
3.2.6.3 Bielefeld
Während TBC-Inzidenz der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen im Zeitraum von 1983 bis 1990 zurückging 8 von 24,6 auf 15,5 bei TBC der Atemorgane und von 4,8 auf 2,2 der anderen Organe), ist der Rückgang bei den Ausländern - insbesondere bei der TBC-Erkrankung der Atemorgane - recht bescheiden (von 43,3 auf 39,5).
Der Vergleich Bielefelds mit NRW ergibt, dass Anfang der 80er Jahre die deutlich höheren Inzidenzraten (Atmungsorgane) unter Ausländern in Bielefeld sich bis 1990 dem Landesdurchschnitt angenähert haben. Ein Vergleich zwischen der Gesamtbevölkerung und der ausländischen Bevölkerung in Bielefeld zeigt jedoch, dass mi t 41,7 Erkrankungen pro 100 000 Einwohner die Ausländer einem viel höheren Risiko unterliegen als die Gesamtbevölkerung, die nur 11 Inzidenzen pro 100 000 aufweist (1990), d. h. TBC-Erkrankungen von Ausländern in Bielefeld sind 4fach höher als die der Gesamtbevölkerung (siehe Abbildung 2). 29
Abbildung 2:
Tuberkuloseinzidenz der Atmungsorgane in Bielefeld (pro 100 000 Einwohner)30
3.2.7 Sonstige Merkmale
1996 waren 29,3% den an Tuberkuloseerkrankten AusländerInnen. Ihre Geburtsländer hatten folgende Anteile 31
Tabelle 7:
Tuberkuloseerkrankte AusländerInnen nach Herkunftsländern 1996
13
Aus einer vom Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose seit 1994 betriebenen Studie konnten zusätzliche soziologische Informationen zu den gemeldeten Erkrankten gewonnen werden
Das sind z. B. die Herkunftsländer der erkrankten Ausländer, die Art der Erfassung, die Resistenzsituation bei Deutschen und Ausländergruppe. In der Studie zeigte sich beispielsweise, dass bei den Asylbewerbern und den Kriegsflüchtlingen die Tuberkulose zumeist bereits anläßlich der Einreise entdeckt wurde bzw. diese innerhalb des ersten Jahres nach der Einreise auftrat.
Dagegen hielt sich jeder zweite an Tb erkrankte Türke bereits mehr als fünf Jahre in Deutschland auf. Es zeigte sich außerdem, dass Empfänger von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe überproportional häufig an Tb erkrankten. 32
4. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Die Ergebnisse der Inzidenz von AIDS und Tuberkulose haben gezeigt, dass AusländerInnen in Deutschland ein höheres Risiko als Deutsche haben. Den größte Anteil der AusländerInnen in den alten Bundesländern bildet die Türken, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 2,6%. Nur 10% der AIDS erkrankten AusländerInnen in BRD sind Türken. Was für ein Faktor hat dazu geführt, dass die in der BRD lebenden Türken weniger an AIDS erkranken als die Deutsche? Das ist vielleicht die Frage der Kulturunterschied.
Nach Angaben des BGA waren ca. 12% der AIDS-Fälle bei Ausländern aufgetreten. Die größte Gruppe sind die US-Amerikaner (14%), Italiener (14%) und Türke (10%). Die Türke ist im AIDS-Fallregister unter-repräsentiert. Nach Angabe des Universitätsklinikums waren 80% der ausländische AIDS-Fälle Männern und 20% Frauen. Wer Gesundheitspolitik für Ausländer treiben will, soll auch das jeweilige Risiko für die Bevölkerungsgruppen kennen, denn die Gesundheitszustand der AusländerInnen ist sehr unterschiedlich.
Bis jetzt ist bei AusländerInnen die Inzidenz noch über 46/100 000, während die Inzidenz bei Deutsche nur ¼ ist. Fast 30% der Tuberkulosefälle sind bei AusländerInnen. Es ist 3mal höher als die Prozentzahl an der Gesamtbevölkerung. Die Tuberkulosefälle bei AusländerInnen sind junger und ein zweiter Inzidenzgipfel findet sich bei den 20- bis 40-jährigen.
Die ausländische Kinder haben über 50% der Tuberkulosefälle an der gesamte Fälle der Kinder. Die meisten (über 50%) Tuberkulosefälle bei AusländerInnen sind offenen Tuberkulose.
Die Inziden an Tuberkulose bei AusländerInnen ist nicht nur in großen Städten wie Berlin, Hamburg erheblich hoch, sondern auch in den neuen Bundesländern (2mal höher als in Hamburg, Berlin). Der ausländische Anteil an Tuberkulosefälle ist in den Bundesländer wie Hessen, Hamburg höher als die durchschnittliche Wert (31%, 1997).
Die Inzidenz der Tuberkulose ist ein Indikator des Gesundheitszustandes der Bevölkerung. Ein schlechter Gesundheitszustand kann die Folge von schlechter Versorgungsleistung, schlechtem Gesundheitsverhalten, Armut usw. Sein.
14
Die Ausländerbeauftragten der Bundesregierung hatten 1997 z. B. folgende Empfehlungen:
• Repräsentative Studien über Aspekte des Gesundheitszustandes der ausländischen Bevölkerung zu erstellen,
• Maßnahmen zu ergreifen, die die Beteiligung der ausländischen Bevölkerung an präventiven Angeboten verbessern,
• Angemessen für Spezifika im Umgang mit ausländischen Patienten von Aus- und Fortbildung in Heilberufen Tätigen soll vorbereitet werden.
1997 war die Inzidenze der Tuberkulose in Sachsenanhalt 189,2/100 000. Die weltweiten Inzidenzen an Tuberkuloseerkrankungen waren 152/100 000 (1995). Bei Betrachtung der Tuberkuloseinzidenzen der AusländerInnen in den einzelnen Bundesländer 1997 zeigten die neue Bundesländer Thüringen (119, 4), Sachsenanhalt (189,2), Sachsen (90,8), Mecklenburg-Vorpommern (93,7) und Brandenburg (85,6) Inzidenzen, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 13,67/100 000 liegen!
AusländerInnen sowohl in alte Bundesländer als auch in den neuen Bundesländern besteht eine 6-mal höhere Inzidenz von Tuberkulose als Deutsche!
Wenn die Inzidenz der Tuberkulose ein Indikator des Gesundheitszustandes der Bevölkerung ist, wenn der Gesundheitszustand ein Indikator der Qualität des Gesundheitssystems ist, ergeben sich folgende Fragen:
• Wie kann man er erklären, dass in BRD solche große Gesundheitsunterschiede entstehen?
• Wieso übersieht die Regierung den Qualitätsunterschied jetziges Gesundheitsversorgungssystems in BRD für AusländerInnen ?
15
5. Literaturverzeichnis
Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerfragen (Hrsg.) (1998). Bericht der Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerfragen, S. 7-9
Burchard, Ger-Dieter (1998). Erkrankungen bei Immigranten. Stuttgart : Gustav Fischer. 90-143
Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (Hrsg.) (1997). 23. Informationsbericht. Berlin
Exner-Freisfeld, Helga (1995). Wiederanstieg der Tuberkulose, Gefahren und Konsequenzen! In: Gesundh.-Wes. 57 (1995) 798-805
Herkomer, Horst (1998). Epidemiologie und Psychosoziale Probleme von Migranten mit HIV und AIDS. In: Archiv für Sozialpolitik; Verband der Initiativgruppen in der Ausländerarbeit e.V.; Deutsche AIDS Hilfe e.V. (Hrsg.) Handbuch Migrantion, 1. Auflage
Kraus, Michael F.; Reiter, Sabine (1994). Migranten und AIDS-Prävention. In: AIDS-Zentrum des Bundesgesundheitsamtes (Hrsg.) Aids-Nachrichten, 1/94, 1-6
Lodenkemper, R.; Hauer, B. (1997). Die Tuberkulosesituation in der Bundesrepublik Deutschland 1996. In: Pneumologie, 51(1997), 1033-1036
Meyer, E. J. u. Konjetzko (1995). Renaissance der Tuberkulose? In: Internist (1995) 36:1162-1173: Springer-Verlag
Rasch, Gernot (1996). Tuberkulose in Deutschland. In: Bundesgesundheitsblatt, 9/96, S. 347-352
Robert Koch-Institut (Hrsg.) (1997). Zur gegenwärtigen Struktur der Tuberkulosemorbidität in Deutschland. In: Epidemiologisches Bulletin, 23/97, S. 155-156
Robert Koch-Institut (Hrsg.) (1997). Zur Situation bei ausgewählten meldepflichtigen Infektionskrankheiten im Jahr 1996. In: Epidemiologisches Bulletin, 36/97, S.
Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (1998). Gesundheitsbericht für Deutschland. Stuttgart: Metzler-Poeschel. 264-279
1 vgl. Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerfragen, 1998, S. 7-9
2 vgl. Exner-Freisfeld, 1995
3 vgl. Exner-Freisfeld, 1995
4 Burchard, 1998
5 vgl. Kraus, 1994; Robert Koch-Institut, 1995
6 Burchard, 1998
7 Robert Koch-Institut, 1995
8 vgl. Kraus, 1994; Robert Koch-Institut, 1995, S. 21-22
9 vgl. Burchard, 1998; Robert Koch-Institut, 1995, S. 21-22
10 vgl. Herkommer, 1998
11 vgl. Herkommer, 1998
12 Burchard, 1998
13 vgl. Exner-Freisfeld, 1995
14 vgl. Deutsches Zentralkomitee, 1997, S. 35
15 vgl. Loddenkemper et al.; 1997, Statistisches Bundesamt, 1997
16 vgl. Robert Koch-Institut, 1997, Sep., S. 248
17 vgl. Rasch, 1996
18 vgl. Rasch, 1996
19 vgl. Exner-Freisfeld, 1995; Statistisches Bundesamt, 1997
20 vgl. Loddenkemper et al., 1997
21 vgl. Meyer & Konjetzko, 1995
22 vgl. Loddenkemper et al., 1997
23 vgl. Loddenkemper et al., 1997
24 vgl. Loddenkemper et al., 1997
25 vgl. Burchard, 1998; Loddenkemper et al., 1997
26 vgl. Statistisches Bundesamt, 1997
17
27 vgl. Exner-Freisfeld, 1995
28 vgl. Rasch, 1996
29 vgl. Statistisches Amt und Wahlamt Bielefeld
30 Quelle: Statistisches Amt und Wahlamt Bielefeld, Grafik: Tai -An Lin
31 vgl. Robert Koch-Institut, 1997, Juni
32 vgl. Rasch, 1996; Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose,1997
18
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Lin Tai-An, 1999, Epidemiologie der Infektionskrankheiten:Tuberkulose und AIDS von Migrantinnen und Migranten in Deutschland als Beispiele, München, GRIN Verlag GmbH
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