-Stimme und Mimik geben Auskunft über Befinden des Kindes Bsp: Kind folgt neugierig mit Augen der Bewegung eines farbenfrohen Gegenstandes und will danach greifen Die 5 Prinzipien der motorischen Entwicklung Entwicklungsrichtung
• Entwicklung verläuft von oben nach unten (beginnt beim Kopf und endet bei den Füssen) ->Bewegungen im Kopfbereich eher möglich als im Fußbereich
• je näher die Muskeln am Gehirn, desto mehr reifen sie Wechselseitige Vorherrschaft
• Neugeborenes bewegt zunächst beide Arme und Beine gemeinsam ->lassen sich erst viel später und unabhängig voneinander bewegen
• Bsp:Säugling schleudert grundsätzlich immer beide Arme nach außen ->es gelingt ihm erst viel später gleichzeitig ein Arm nach innen und ein Arm nach außen zu bewegen Funktionelle Asymmetrie
• beim Vorherrschen von best. Muskelpartien dominiert immer eine best. Körperseite
• Bsp:stärkere Beachtung der rechten Körperseite führt zu Rechtshändig-keit Individuelle Reifung
• Geschwindigkeit der motor. Entwicklung und Ausprägung von Körper- gliedern und Organen nach Größe und Stärke sind individuell untersch. Selbstregulierende Fluktation
• Organismus gestaltet aufgrund von eigenen Informationen über den Stand der Entwicklung selbst das weitere Reifungsgeschehen
Entwicklung der Motorik
• bereits ungeborene Kinder bewegen sich im Mutterleib
• z.B. Kind dreht sich, windet sich, streckt sich und tritt oder stößt die Mutter gegen die Gebärmutterwand
• bewegt sich zum Teil schnell und rhythmisch und zeigt spezifische, auslösbare Reaktionen(=Reflexe) Defintion Reflex:
• direkte und unmittelbare Reaktion auf einen Reiz
• Neugeborene verfügen über eine Reihe von Reflexen und koordinieren Bewegungen z.B. Strampeln
• Reflexe sind z.B. Atmungsreflex, Saugreflex, Suchreflex(bei Berührung der Wange), Greifreflex und Schreitreflex, der nach ca. 8 Wochen wieder verschwindet
• dies sind biologisch notwendige und lebenserhaltende Reflexe
• erste Lebensjahr ist die Zeit der intensivsten Bewegungsreifung
• Kind lernt neben anderen Bewegungen das Sitzen, Stehen und Gehen
• im etwa 4.Monat zeigen sich die ersten gesteuerten Bewegungen und es lernt erste Koordinationsbewegungen von Auge und Hand, die sich zum Greifen entwickeln
• dies ist eine Verbindung von sensorischen und motorischen Leistungen (=Sensomotorik)
• S. bedeutet die Steuerung und Kontrolle von Bewegungen aufgrund von Sinnesrückmeldungen z.B. beim Greifen
Einzelne Entwicklungsstufen Nach der Geburt:
• dreht in Bauchlage von allein Kopf zur Seite(Halsmuskeln reifen zuerst)
• bewegt in Rückenlage Arme und Beine gleichmäßig
• Auftreten des Greifreflex und Palma-Reflex(Sägling ballt die Faust, sobald seine Handfläche berührt wird)
• Arme und Beine sind angezogen, Hände und Füsse geballt, da die Beugemuskeln besser gereift sind als die Streckmuskeln 1.-4.Monat:
• Entwicklung des Kopf-Haltens
• Streckmuskeln reifen aus
• Greifen bildet sich besser aus
• kann sich allmählich allein auf die Seite drehen 5.-8.Monat:
• versucht, sich auf die Beine zu stellen, wenn es zum Sitzen hochgezogen wird, und stemmt sich mit den Zehen gegen die Unterlage
• greift gezielter nach Spielsachen
• steckt alles in den Mund
• "Sphinxstellung": stützt sich in der Bauchlage mit gestreckten Armen ab
• stützt sich im Sitzen mit den Armen seitlich ab, hält Balance
• ergreift mit den Händen die eigenen Füsse und steckt sie in den Mund
• hält das Fläschen selbst
• kann mit einer Hand mach Spielzeug greifen und sich gleichzeitig mit der anderen abstützen
• "Vierfüsslerstand": stützt sich in Bauchlage mit gestreckten Armen ab und hebt das Gesäß an
• beginnt zu "robben" 9.-10.Monat:
• kann frei sitzen und sich nach vorne beugen, ohne umzufallen
• ergreift Gegenstände mit Daumen und Zeigefinger im "Scherengriff"
• setzt sich aus der Bauchlage allein auf
• kann kurzzeitig stehen, wenn es sich festhält
• beginnt zu krabbeln
• greift im "Pinzettengriff"
11.-12.Monat:
• zieht sich an Möbeln hoch
• macht mit Hilfestellung die ersten Schritte
• versucht die ersten freien Schritte, ohne sich festzuhalten
• hält sich mit einer Hand im Stehen fest und hebt mit der anderen Gegenstände auf 15.Monat:
• kann fei stehen
• kann ohne Hilfe gehen
• fängt an, Ball zu rollen
• beginnt, Würfel aufeinander zu setzen 18.Monat:
• steigt Treppen, wenn es sich festhalten kann
• bückt sich, ohne umzufallen
• klettert
• zieht beim Gehen einen Gegenstand hinter sich her oder schiebt etwas
• geht rückwärts
• trinkt aus der Tasse und isst mit dem Löffel bis 2 Jahre:
• steigt Treppen, auch ohne sich festzuhalten, zieht jedoch noch ein Bein nach
• kann einen Gegenstand mit dem Fuß anstoßen, ohne umzufallen
• kann rasch laufen, hüpfen und sich drehen
• das Ausmaß der Rückbildung im Alterist stark vom Ausmaß der Bewegung in jüngeren Jahren abhängig Sinne in der motorischen Entwicklung
• in Entwicklung spielen Sinne eine große Rolle
• Tastsinn -wird auch taktiler Sinn genannt -hat mit Berührungen zu tun
-durch die Haut nimmt das Kind die Umwelt wahr->fühlt und ertastet Gegenstände -große Bedeutung für die geistige und körperliche Entwicklung
-enger und positiver Körperkontakt eines Säuglings mit der Mutter trainiert diesen Sinn und wirkt sich positiv anregend aus
-Aufgaben: Empfinden von Druck und Druckänderung, von Vibration und Spannung, von Kälte und Wärme und von Schmerz
• Gleichgewichtssinn -sorgt für Regulierung des Gleichgewichts
-hinter dem Ohr befindet sich ein kleines bogenförmiges Gebilde, das mit einer Flüssigkeit gefüllt ist
-in den Bogengängen befinden sich mehrere 1000 Sinneszellen und feine Härchen -bewegt sich der Kopf so, bewegt sich auch die Flüssigkeit in den Bogengängen -feine Härchen schwingen und geben ihre Informationen an die Sinneszellen weiter -Aufgabe: Drehbewegungen von Kopf und Körper zu erfassen und zu verarbeiten
• weitere Sinne sind Sehen, Hören, Riechen und Schmecken
• um Balance zu halten, ist das Zusammenspiel von Gleichgewichtssinn, Tastsinn, Tiefenwahrnehmung und Sehen notwendig ---->Kinder brauchen Möglichkeit, diese Sinne anzuregen und zu entwickeln
--->nur so lernen sie, Balance zu halten Grundspiele in der Motorik
• sind universelle und angeborene Spiele, die jedes Kind beherrscht
• kommen aus eigenen Antrieb
• mit G. wird die Grundmotorik des Kindes entwickelt und verfeinert
• knüpfen automatisch an den verschiedenen Entwicklungsstufen an
• haben oft einen sozialen Inhalt
• Bsp:Ball werfen, mit Wasser spielen, mit Klötzen bauen, Fangen spielen, ziehen und schieben, schubsen und klettern, balancieren und schaukeln
• Bsp2:Kind schaukelt und summt dabei eine selbsterfundene Melodie --->es trainiert damit den eigenen Rhythmus und gleichzeitig das Gleichgewicht
• Kinder machen sich ihre eigenen Spielregeln und fügen sich ein
• G. haben hohen Wert und stärken die Bewegungs- und Persönlichkeits- entwicklung des Kindes
• wichtigste Elemente in jeder Art von Spiel und Sport sind: Balance, Überkreuzbewegungen und Rhythmus
• in allen G. kommt die bilaterale Integration vor(=Zusammenarbeit beider Körperseiten)
Störungen in der Entwicklung der Motorik organisch bedingte Störungen Spastische Lähmungen:
• durch Schädigungen der Großhirnrinde und der Nervenbahnen
• es kommt zur Lähmung beider beider Arme oder Beine oder der ganzen Körperseite
• oft verbunden mit einer Störung des Lageempfindens und der Koordination sowie mit einer Intelligenzverminderung
Kinderlähmung(Poliomyelitis)
• als Folge von Krankheiten und einer Entzündung des Gehirns oder der Gehirnhäute
• beschädigt Muskulatur zur Bewegung und gelegenheitlich auch die Atemmuskulatur Epilepsie
• äußert sich in Krampfanfällen mit Bewusstlosigkeit, gefolgt von Zuckungen, Starre und Schaum vor den Mund oder auch in kurzzeitiger Abwesenheit bei starrem Gesichtsausdruck seelisch bedingte Störungen
• köperliche Anfälle und Lähmungen können Symptome dieser Störung sein
• nervöse Zuckungen, z.B. im Gesicht(Ticks) bzw. am ganzen Körper
• Unruhe in den Bewegungen erworbene Störungen
• sind meist Verzögerungen(Retardierungen) in der motorischen Entwicklung
• durch Einschränkungen des natürlichen Bewegungsdranges aufgrund enger räumlicher Verhältnisse, sozialer Gegebenheiten, mangelnden Ansporns und mangelnder Anregungen zur Bewegung
• Bsp:bei hospitalisierten Kindern, um die man sich zu wenig kümmert
• zu erkennen sind: unzureichende Entwicklung der Körpermuskulatur, Kreislaufschwächen, organische Leistungsschäden, Haltungsschäden und psychische Verstimmtheit
• Störung im Bereich der Motorik bedeutet immer eine Beeinträchtigung anderer Persönlichkeitsmerkmale, da sich aus der Wechselwirkung Folgestörungen in den kognitiven, psyichischen, emotionalen und sozialen Entwicklungen ergeben Lea-Test-Sehuntersuchung bei Säuglingen
• bei der Untersuchung des Sehens für die Kommunikation versucht man folgende Frage zu beantworten: - gebraucht das Kind ein zentrales Sehen,
• hat das Kind einen normalen Blickkontakt
• in Abbildung B hat ein 5 Monate altes Baby eine Spaltbildung in beiden Augen ->es sieht so aus als würde das Baby an dem Gesicht des Erwachsenen vorbeisehen
->es ist durch den abweichenden Blickkontakt gestört
• weitere mögliche Störungen könnte auch eine Akkomodationsstörung sein ->Akkomodation:Scharfeinstellung des Auges durch Anpassung der Augenlinse an die Entfernung des Gegenstandes
• hier scheint das Kind den Augenkontakt zu vermeiden und deshalb den Kopf zur Seite zu wenden, wenn die Mutter ganz nahe war ->man setzte dem Baby nun eine Lesebrille auf, woraufhin das Kind einen normalen Blickkontakt herstellte ->es zeigte nach einigen Sekunden auch ein soziales Lächeln
• solch eine Akkomodationsstörung tritt bei Kindern mit motorischen Störungen auf sowie bei Down Syndrom Kindern
• Hiding Heidi Test: man beobachtet so die Folgebewegungen eines Kindes
• Bsp:man setzt einen Säugling vor eine Scheibe, die wie eine Mauer aussieht->man nimmt nun einen Stab und bewegt ihn hinter der Scheibe von der einen zur anderen Seite->Kind verfolgt mit den Augen den Stab->wenn man nun den Stab hinter der Mauer anhält->setzen bei einem Kind mit normalen Folgebewegungen die Augenbewegungen fort->Augen bewegen sich dann in Blickrichtung des Mauerrands an der anderen Seite>dies ist ein Zeichen für vorhandene Augenmotorik Förderungsmöglichkeiten der Motorik
• in den ersten Lebensjahren ist eine Förderung der motorischen Entwicklung möglich und erforderlich
Bsp:ein Kind braucht, um gehen zu lernen, feste Knochen und eine
• Kind wird dazu angeregt und ermuntert, sich zu bewegen bzw. sportlich aktiv zu sein Bsp:Kind bekommt Spielsachen gezeigt, die es ergreifen soll oder zu denen es hinkrabbeln oder hingehen soll
• Kind kann sich frei bewegen, sein Bewegungsdrang wir dnicht durch Ermahnungen oder tadel unterdrückt oder durch einengende Kleidung oder Schuhe gehemmt
• bei all seinen sportlichen oder motorischen Tätigkeiten werden für das Kind Erfolgserlebnisse arrangiert
• Kind erhält bei körperlichen Störungen medizinsche oder heilpädagogische Behandlungen, z.B.krankengymnastik
• gesunde Ernährung
• Förderung der Grobmotorik durch Bewegungsspiele(z.B.Fangen), Ball-spiele, Babyschwimmen, usw.
• Förderung der Feinmotorik durch Fingerspiele, Kneten mit Plastilin, Malen, Falten, usw.
• bei allen Förderungsmöglichkeiten muss der Reifungszustand des Kindes beachtet werden, damit das Kind nicht überfordert wird
Wertung Nine
• Meinung, dass man das Kind von Geburt an fördern sollte, vor allem in den ersten Lebensjahren, aber auch im Jugendalter
• dies ist wichtig, um den Bewegungsdrang des Kindes zu befriedigen und mögliche Störungen zu vermeiden
• außerdem fördert es die geistige Entwicklung, z.B. Kommunikation & Kontakt zu anderen Kindern ich
• bin der gleichen Meinung wie Janine und finde aber auch, dass man auch über das Jugendalter hinaus etwas für den Körper tun sollte, damit man in Bewegung bleibt
• erstens:es hält fit und man bleibt gesünder
• zweitens: ist das Ausmaß der Rückbildung im Alter stark von der Bewegung in den jüngeren Jahren abhängig
Quellen
• Psychologie-Lehrbuch Hobmaier
• www.grundmotorik.de
• www.medizinfo.com
• www.uni-duesseldorf.de
• www.lea-test.sgic.fi
Arbeit zitieren:
Mandy Hoffmann, 2002, Motorische Entwicklung des Kindes, München, GRIN Verlag GmbH
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