Siedler in den Gründungskolonien der Platz eng wurde. So erhoffte man sich durch die Ausdehnung des eigenen Reiches im Binnenraum eine wachsende Attraktivität des eigenen Landes sowie die Erschließung neuer Agrarräume und Ressourcen. Als um 1820 dieser Raum weitgehend erschlossen war, agierte man fortan imperialistisch
2.2 Politik der Großmächte im Imperialismus
Die Politik der Großmächte während des Imperialismus war vor allem auf eine größtmögliche Ausdehnung des eigenen Landes ausgerichtet. Dabei war man vor allem auf den Gewinn möglichst lukrativer Kolonien bedacht. Das Ziel war dabei, die Gebiete von sich unabhängig zu machen. Jedoch wurden auch weniger lukrative Gebiete bei günstigen Gelegenheit ohne Zögern kolonialisiert. Das Ansehen eines Landes in der Welt richtete sich neben der gewonnenen Landflächen vor allem nach dem erbrachten Erfolg aus. Man versuchte im Nachhinein den Imperialismus in zwei Phasen einzuteilen: den Früh- sowie den Hochimperialismus. Die Unterschiede der beiden Phasen betrafen dabei besonders das Vorgehen der Großmächte. Im Frühimperialismus wurde eine indirekte Kontrolle bevorzugt, während man im Hochimperialismus zur direkten Form des Einflusses zurückkehrte (da noch zu erobernde Länder immer weniger wurden und spätere Kolonien nicht immer an friedlicher Durchdringung interessiert waren). Die europäischen Großmächte richteten ihre Bestrebungen besonders auf den afrikanischen Raum sowie in Richtung des asiatischen Raumes. So England strebte in Afrika nach einer Nord-Süd-Achse der Kolonien („Cape to Cairo“ Idee 3 ) während Frankreich nach einer Ost-West-Achse strebte. Somit war hier ein Konflikt bereits vorprogrammiert. Weiterhin strebte England nach der Eröffnung einer Landverbindung nach Indien um kürzere Transportwege für Kolonialgüter zu erreichen. Dabei geriet man im heutigen Afghanistan mit Russland in einen Konflikt, dieses strebte nach der Eroberung eines eisfreien Meerzuganges. So kam es in vielen Fällen zwischen den einzelnen Großmächten, die nicht selten in gewaltsamen Auseinandersetzungen endeten. Weiterhin kam es häufig zwischen den Völkern der Kolonien und den Großmächten, die jedoch fast immer durch die Militärs der Großmächte niedergeschlagen wurden. Im Laufe der verschiedensten Konflikte wurden diese häufig durch Eingreifen von Bündnispartnern der jeweiligen Länder gelöst. Mit den Jahren wurden diese Konflikte immer brisanter und führten letztlich mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges zur Eskalation.
2.3 Die US-amerikanische Politik im Imperialismus
Forschungsgebiete der Wissenschaft verwendet. So sind in Guam etwa 6.700 US-Militärs stationiert (während des Vietnamkriegs bevorzugtes "Rest and Recreation"-Ziel der GIs und Standort der weltweit größten McDonald's-Filiale 5 ). Durch das Drängen auf den asiatischen Raum kam es schon bald zu einem Aufeinandertreffen mit Japan. 1854 zwang man Japan gewaltsam zur Öffnung zum US-Markt. Man versuchte, den Konflikt durch Aufteilung der Pazifik-Inseln zu lösen, was kurzfristig auch gelang. Jedoch führte diese Lösung langfristig gesehen nicht zu einer Lösung und führte schließlich zum Eingreifen der USA in den 1. Weltkrieg.
2.4 Auswirkungen bis heute
Noch heute sind Auswirkungen des US-Imperialismus deutlich zu erkennen. Die USA kann getrost als einzige imperialistische Weltmacht bezeichnet werden. Bis heute betreiben die USA eine moderne Form des Imperialismus. Dabei kommt besonders die bis heute dominierende Stellung sowohl in der Weltpolitik als auch der Weltwirtschaft zum Tragen. Zwar wurde die amerikanische Wirtschaft durch den Wall-Street-Crash von 1929 enorm geschädigt und die amerikanische Bevölkerung im Laufe der Depression stark getroffen, jedoch wurden auch andere wirtschaftlich starke Staaten getroffen und geschädigt. Die USA erholten sich daraufhin jedoch am schnellsten und gelangten schon bald zu alter Stärke zurück. Besonders die Bindungen zu Mittelamerikanischen Staaten wurden durch die Entwicklungen während des Imperialismus stark geprägt. Man band die Panamerikanischen Staaten, nachdem man die europäischen Kolonialmächte teils mit Gewalt vertrieben hatte, durch finanzielle Bindungen an sich und hält diese bis heute. Ein besonders gutes Verhältnis besteht heute mit Puerto Rico, welches eng an die USA gebunden ist. So wird bereits seit längerer Zeit darüber diskutiert, ob es als 51. Staat der USA annektiert werden soll oder nicht. Bereits heute besitzen die Bewohner von Puerto Rico die amerikanische Staatsbürgerschaft. Ein wesentlich gespannteres Verhältnis besteht dagegen zu Kuba. Kuba erlangte nach dem von den USA erzwungenen Spanisch-Amerikanischen-Krieg und dem darauf folgenden Sieg der USA die Unabhängigkeit. Zunächst wurde eine amerikanische Militärregierung eingesetzt, später wurde eine eigene Regierung eingesetzt. Die USA errichteten bereits 1903 zwei Militärstützpunkte auf Kuba. In der damaligen Zeit kam es immer wieder zu Konflikten und Revolutions-Versuchen. Bis zur Revolution 1952 unter Fidel Castro hatte ein Diktator mit Unterstützung der USA regiert. Fidel Castro wurde daraufhin Staatspräsident und errichtete in der Folgezeit ein kommunistisches System. Damit verloren die USA einen bedeutenden
Rohstoff- und Absatzmarkt. 1959 belegten die USA Kuba daraufhin mit einem Wirtschaftsboykott, der bis heute andauert.
Mit dem Entsenden von knapp 2 Millionen Soldaten zur Beeinflussung des ersten Weltkrieges begann die Rolle der USA als Weltpolizei. Dieses Eingreifen in weit entfernte Konflikte führen sie bis in die heutige Zeit fort, aus wirtschaftlichen Interessen und teilweise um den Fortbestand der Demokratie zu sichern. 6 Dieses Vorgehen der USA sorgt bis zur heutigen Zeit für Konflikte in der Weltpolitik. Weiterhin wurde die Politik der USA stark vom Kampf gegen den Kommunismus bestimmt, diese hatte ihren Ursprung während der Phase zwischen den beiden Weltkriegen. Die Truman-Doktrin von 1947 bot allen Ländern Schutz gegen eine kommunistische Bedrohung. So war auch der Vietnam Krieg auf einem Konflikt zwischen den regierenden Gruppen und inländischen Kommunisten in Südvietnam zurückzuführen. Der enorme Kampf gegen den Kommunismus ist besonders auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Kommunismus keinerlei Privat-Eigentum kannte und somit die beiden Wirtschaftssysteme Planwirtschaft (Kommunismus) und Marktwirtschaft (Demokratie; Grundlage des amerikanischen Reichtums). Die USA setzten ihre Form des Imperialismus weiter fort und tun dies seit dem Kalten Krieg verstärkt, da sie nun die einzig verbliebene Supermacht sind.
3 Schluss
Die Politik der USA beruhte seit jeher auf dem Prinzip des Freihandels. Durch die genauere Betrachtung ihrer Politik ist klar zu erkennen, dass der Imperialismus und die von den USA gewählte Vorgehensweise die, wirtschaftlich gesehen, mit Sicherheit erfolgreichste Wahl war. Weiterhin waren die USA durch ihre geographische Lage im Vorteil, da man weit ab von anderen Großmächten lag.
Man kann davon ausgehen, dass die USA ihre auf dem Imperialismus basierende Weltpolitik noch auf langen Zeitraum weiterführen wird. Besonders ihre übermächtige Stellung im Wirtschaftsbereich, welche im Laufe des letzten Jahrhunderts erarbeitet wurde, wird auf kurze Sicht nur schwer von anderen Ländern einzuholen sein.
4 Literaturnachweis 4.1 Quellennachweis Internet
- http://www.fundus.org/pdf.asp?ID=8206
- http://www.hausarbeiten.de/rd/archiv/geschichte/gesch-text878.shtml
- http://www.marxists.de/imperial/hhaenisch/brettonwoods.htm
- http://members.aol.com/RTDrifter/usaimp1.htm
- http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/imp/i2_1.htm
- http://www.erkunde-online.de/schutzgebiete/usa.html
- http://home.snafu.de/hermann.holzhauer/monroe.htm 4.2 Zitatnachweis
1 http://www.lsg.musin.de/LkGeschichte/3-Semester/imperialismus_der_usa.htm
2 JAMES MONROE, http://home.snafu.de/hermann.holzhauer/monroe.htm
3 GÜNTER SÖHRICH, Geschichte GK12, Liebigschule Giessen, 2001/2002
4 CHRISTIAN MAHNKE, http://www.fundus.org/pdf.asp?ID=8206
5 http://www.erdkunde-online.de/schutzgebiete/usa.tml
6 CHRISTIAN MAHNKE, http://www.fundus.org/pdf.asp?ID=8206
Arbeit zitieren:
Felix Georg, 2002, Der Imperialismus der USA, München, GRIN Verlag GmbH
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