Physik- Praktikum: 21.01.02 - 01.02.02 Hannes Lück 11 N1
- Kräfte zwischen Körpern entweder mit materieller Verbindung (z.B. Mensch steht auf Erdoberfläche) oder ohne materielle Verbindung (Erde-Mond)
- >> Gleichungen:
- m 1 = z.B. Mensch; m 2 =Erde=5,976 • 10 24 kg; r= Erdradius=6378000 m
Schwere:
- in Geophysik Schwere oder Schwerebeschleunigung g ≠ - Schwerebeschleunigung = Erd-oder Fallbeschleunigung Gravitationsbeschleunigung
- Gravitationskräfte auf Erde sind nur Anziehungskräfte zwischen Erde und z.B. Mensch; man lässt andere Einflüsse außer Acht, wie z.B. :
- Ellipsoidform der Erde und variierende Zentrifugalkraft von Pol zu Äquator
- Schwerebeschleunigung bezieht diese Einflüsse mit ein
- Schwere ist vektorielle Summe aus g und z (Parallelogramm)
- g - z - s Schwerebeschleunigung
- Schwerebeschleunigung an Pol groß (9,83 m/s²); am Äquator kleiner (9,78 m/s²)
- Einheit der Schwere ist Gal bzw. mGal (in Erinnerung an G. Galilei)
- 1 Gal = 10 -2 m/s²
- >> 9,81 m/s² = 981 Gal
2
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3. Schwerefeld und Geoid
- weiterer Faktor für variierende Schwere auf der Erde ist veränderliches Schwerefeld
- Schwerebeschleunigung ist überall auf der Erde verschieden
- verschiedene Stärken des Feldes, bei denen eine verschiedene Schwerebeschleunigung auf den Menschen wirkt
- Gründe dafür sind: (Folien)
o daraus entstehen Erdbeben und Vulkane
- (zeichnen) Kreis, Ellipse, Geoid
- Folie (Geoid)
- Schwerefeld stellt man in einem globalen Modell dar, das Geoid oder einfach Kartoffel heißt Mousepad
- dabei vernachlässigt man die Topografie (Reliefs, Berge...) und stellt sich eine Form der Erde vor, als wenn sie nur von Wasser bedeckt währe
- Geoid zeigt Abweichung von „Normalnull“ der Ellipsoidoberfläche der Erde in Metern
- Abweichungen können bis zu 100 m oder 0.005 m/s²
- Indien sehr hohe Anziehung; Europa kleine Anziehung
4. Messmöglichkeiten der Schwerefelder:
- Bestimmung von Schwere nennt man Gravimetrie
- dabei untersucht man die Variation der Gravitationsbeschleunigung in zeitlicher oder örtlicher Veränderung
- sie kann sich zwischen der bekannten Spanne 9,78 bis 9,83 m/s² ändern
- Messgenauigkeit nimmt von lokalen Bodenmessungen bis zu den globalen Messungen der Satelliten immer weiter ab
4.1. Terrestrische Gravimetrie
- terrestrisch aus lat. >> Erdboden
- terrestrische Gravimetrie
3
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- Bild in Zusammenfassung
- Unterscheidung in Absolutgravimetrie und Relativgravimetrie
- Absolutgravimetrie:
o
Messung nicht über einen Zeitraum, sondern einmalig
- Relativgravimetrie:
4.2. Aerogravimetrie 4.2.1.
- Messungen in A. dienen dazu, regionale Variationen des Schwerefeldes räumlich und zeitlich aufzuzeichnen
- einige räumliche Variationsmuster sind schon bekannt >> Veränderung der Schwere im Übergang vom Ozean zum Kontinent
- Folie:
o regionale Schwerevariationen in mGal angegeben
- beeinflussend auf das Signal des Federmessers sind dabei Dichte der Krusten, Wasser, Berge, Mantel und die Entfernung der einzelnen Komponenten zum Flugzeug
- seit dem man um diese Erscheinung weiß, geht man den Weg rückwärts
- man sucht mit Flugzeugen nach solchen Mustern um z.B. zu erfahren wo die kontinentale Erdkruste aufhört und wo die ozeanische anfängt
- Aerogravimetrie ist immer eine Relativmessung
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Zahl auf Skala >> Dreisatz 4.2.2.
- Probleme:
o
Gravimeter muss 2 verschiedene Dinge bewältigen
- Lösungen:
4.3. Satelliten
4.3.1. GFZ-1
- war einer der ersten Schwerefeldmessenden Satelliten
- GFZ-1 war ein fußballgroßer Satellit (Bild auf S.12 in weißen Prospekt)
- Namen GFZ-1 wegen 1. Bau eines Satelliten des GFZ
- mehrere Reflektoren mit Form von einer mehrseitige Pyramide sitzen in der Kugel
- Eigenschaft: Einfallswinkel ≠ Ausfallswinkel >> man kann nicht um Ecke gucken
- Arbeitsprinzip:
o
beim Überfliegen einer der vielen Bodenstationen wurde der Satellit lau-
- Satellit wurde von russischer MIR- Station 1995 kostenlos ausgesetzt
- anfangs flog er 400 km Höhe bevor er Juni 1999 in Atmosphäre verglühte
4.3.2. CHAMP (Schwerpunkt des Vortrages)
- CHAMP = Challenging Mini- Satellite Payload for Geosciences and Application
- = anspruchsvoller Mini- Satelliten mit „bezahlten“ Geräten für Geowissenschaftliche Anwendungen
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- GFZ hatte Führung bei Planung, Bau etc.
- vielen Instituten aus verschiedenen Ländern zusammen (Arbeitsblatt)
- anders aufgebaut, komplexer, mehr Dienste als Vorgänger GFZ-1
- Start am 15. Juli 2000 in Plesetzk (400 km nördlich von Moskau) in Russland mit einer Kosmosrakete
- CHAMP anfangs in einer Höhe von etwa 450 km auf einer fast polaren Bahn
- Missionszeit von 5 Jahren >> dann in Höhe von 300 km und verglüht
- Umrundung um die Pole 90 min. Folie Aufbau
- Rumpf und einem Arm der nach dem Austritt aus Rakete ausgeklappt wurde
Folie GPS - zur Schwerefeldmessung als ganzes Stück
- seine elliptische Bahn ändert sich oder bekommt Dellen aufgrund der verschieden starken Schwerefelder die auf den Satelliten als ganzes wirken
- die Änderungen der elliptischen Bahn werden von den GPS Satelliten registriert
- es gibt 24 GPS Satelliten, die in 20000 km Höhe die Erde umkreisen
- die GPS Antennen mit Gerät befinden sich 2 mal am Ende des Rumpfes und hinten auf und unter dem Rumpf Folie Aufbau
- der CHAMP besitzt noch mehr Ortungssysteme:
o
weitere Ortungsantennen sind z.B. die zenitweisende POD Antenne, die
o Antennen zum Teil von NASA
- außerdem gibt es unterhalb des Rumpfes eine Spiegelpyramide wie im GFZ-1
o Satellit wird mit Laserstrahlen beschossen, so kann zentimetergenau die Höhe des Satellit bestimmt werden
- zur Registrierung des Standortes des Satelliten auch Sternensensoren (Rumpf und Arm)
- sie können Sternenbilder erkennen und ermitteln so den Kurs und den Standort des CHAMP
- im Inneren von CHAMP befinden sich außerdem noch Gastanks zur Kurskorrektur des sonst antriebslosen Satelliten
- Satellit bewegt sich immer mit Arm in Flugrichtung
- da der CHAMP sehr tief fliegt, erfährt er viele Reibungskräfte durch die letzten Schichten der Atmosphäre
- diese nichtgravimetrischen Beschleunigungen werden von einem Akzelerometer erfasst und von den gemessenen Messwerten später verrechnet
- der Akzelerometer sitzt im Massenzentrum des Satelliten
- CHAMP hat aber noch mehr Funktionen:
- der gelbe Arm ist mit
Overhauser- und Fluxgate Magnetometer
vor allem zur Magnetfeldmessung vorhanden
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- letztes Messgerät ist der Digitale Ionen- Driftmeter
- misst die Geschwindigkeit der auf den Satelliten anströmenden Ionen in hoher Atmosphärenschicht
- aus der Ionengeschwindigkeit kann man Rückschlüsse auf das elektrische Feld der Umgebung ziehen
- Aufgaben des CHAMP:
o
Ermittlung globaler Modelle für Schwerefelder
- Kosten des Satelliten:
( 4.3.3. Grace
- Gravity Recovery and Climate Experiment
- Nachfolger von CHAMP
- Starttermin: 18.03.02 in Plesetzk
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- 2 Satelliten, die wie CHAMP aufgebaut sind, aber keine ausfahrbaren Arme haben >> keine Magnetfeldmessungen
- polare Bahn, GPS- Technik und Flughöhe >> alles wie bei CHAMP
- 2 Rümpfe, die im Abstand von 200- 500 km fliegen
- jeweils eine neue Vorrichtung, die den Abstand zwischen den Satelliten sehr genau misst
- dadurch einige Vorteile:
o
wegen zweimaligem Durchlaufen alle Punkte >> zeitliche Veränderun-
- ansonsten gleiche Aufgaben wie CHAMP
- Kosten:
- FOLIE Übersicht - 5.Literaturangabe Internet:
http://www.gfz-potsdam.de/pb1/pg3/index_S13d.html
Bücher: 1.
Berckheimer, Hans: Grundlagen der Geophysik. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1990 2.
Simon Lamb & David Sington: Die Erdgeschichte- Eine Spurensuche durch Jahrmillionen. Könemann
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Physik- Praktikum: 21.01.02 - 01.02.02
Was ist die Geophysik?
• Geophysik ist die Wissenschaft von der Erforschung und Beschreibung der Erde mit den Methoden der Physik.
o Teilbereich (Vortrag): Bestimmung der Gestalt des Erdkörpers, seines Schwerefeldes und der Struktur des Erdinnern
Gravitation:
• Körper üben aufgrund ihrer Masse Anziehungskräfte aufeinander aus
s
Schwerebeschleunigung auf der Erde variiert durch:
• Ellipsoidform der Erde (keine reine Kugel)
• Zentrifugalkraft durch Drehung der Erde
• Variationen des Schwerefeldes, diese entstehen durch:
o Modell des Schwerefeldes heißt Geoid
Messmöglichkeiten des Schwerefeldes:
• Bestimmung der Schwere nennt man Gravimetrie
• Terrestrische Gravimetrie: (auf dem Boden)
o
Erforschung der elastischen Eigenschaften der Erde (Erdgezeiten) und lokale Messungen der
Arbeit zitieren:
Hannes Lück, 2002, Geophysik - Schwerefeld und Figur der Erde, München, GRIN Verlag GmbH
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