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Das Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige - Sinn und Nutzen aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Title: Das Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige - Sinn und Nutzen aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Diploma Thesis , 2002 , 196 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anke Horndasch (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Ein Familienseminar für Strafgefangene und deren Angehörige ... was sich dahinter verbirgt ist schwer in Worte zu fassen. Es ist eine sehr komplexe Maßnahme der Sozialen Arbeit, die an alle Beteiligten hohe Anforderungen stellt und sehr viel persönlichen Einsatz fordert. Dies habe ich während meiner fünfmaligen Mitarbeit bei dem „Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“ erlebt. Die Motivation, immer wieder mitzuarbeiten, liegt vielleicht darin verborgen, dass diese Arbeit auch für die TeamerInnen sehr gewinnbringend ist.

Zur Mitarbeit an dem „Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“ bin ich im Rahmen meiner praktischen Studiensemester gestoßen, die ich im Arbeitskreis Resozialisierung in der Stadt-mission Nürnberg e. V. absolviert habe. Der Arbeitskreis Resozialisierung organisiert dieses Familienseminar und führt es durch.

Nachdem ich seit meiner ersten Mitwirkung bei dem Seminar von dieser Maßnahme überzeugt war, hat sich mir die Frage gestellt: Was erwarten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (TN) davon und welche ihrer Erwartungen erfüllen sich? Was bringt ihnen die Teilnahme an einem Familienseminar, was nehmen sie von dem Seminar mit? In einem Gespräch mit dem Leiter des Seminars hat sich herausgestellt, dass die TN des Seminars noch nie strukturiert nach ihrer Bewertung des Seminars befragt wurden. So entstand der Entschluss eine TNBefragung durchzuführen und sie zum Inhalt meiner Diplom-Arbeit zu machen. Da eine TNBefragung in der Regel einen wichtigen Schritt in Richtung Qualitätssicherung bedeutet und die Überprüfung von Effektivität und Wertigkeit des Seminars im Hinblick auf dessen Finanzierung und Fortsetzung beeinflussende Faktoren sind, wurde mir von der Seminarleitung die volle Unterstützung zugesagt.

Das erste Kapitel dieser Diplom-Arbeit enthält kurz die Entstehungsgeschichte und einen kurzen Abriss der in Deutschland durchgeführten Familienseminare, der nicht auf Vollständigkeit besteht. Weiterhin wird Resozialisierung aus rechtlicher Sicht definiert, es werden rechtliche Grundlagen aufgezeigt sowie die soziale Problemlage der Betroffenen beschrieben [...]

Excerpt


Gliederung

1. Zur Notwendigkeit und Begründung der Durchführung von Familienseminaren für Strafgefangene und deren Angehörige

1.1 Familienseminare für Strafgefangene und deren Angehörige in Deutschland

1.2 Rechtliche Grundlagen

1.2.1 Resozialisierung - Definition und Bedeutung aus rechtlicher Sicht

1.2.2 Rechtliche Grundlagen der Resozialisierung

1.2.3 Rechtliche Grundlagen für Familienseminare für Strafgefangene und deren Angehörige

1.3 Sozialen Problemlage der unmittelbar Betroffenen

1.3.1 Zur Situation des Inhaftierten

1.3.2 Zur Situation der Ehefrau/Partnerin

1.3.3 Zur Auswirkung auf die Partnerschaft

1.3.4 Zur Situation der Kinder

1.3.5 ... abschließend!

2. Das „Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“

2.1 Sozialpädagogischer Zugang

2.2 Die Organisation des „Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“

2.2.1 Der Träger

2.2.2 Die Finanzierung

2.2.3 Die Rahmenbedingungen

2.2.4 Das Team

2.2.5 Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

2.2.6 Der Ablauf des Seminars

2.3 Pädagogische Elemente des „Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“

2.3.1 Die Ziele

2.3.2 Die pädagogischen Inhalte

2.3.3 Die methodische Umsetzung

3. Sinn und Nutzen des „Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“ aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

3.1 Ausgangslage und Erkenntnisinteresse

3.2 Darstellung der methodischen Vorgehensweise bei der empirischen Erhebung

3.2.1 Überlegungen zur Vorgehensweise bei der empirischen Erhebung

3.2.2 Vorgehensweise bei der empirischen Erhebung

3.2.3 Auswahl der Stichprobe

3.2.4 Datenerfassung und Auswertung

3.3 Auswertung der Ergebnisse der empirischen Erhebung

3.3.1 Sozialdaten zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

3.3.2 Erwartungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

3.3.3 Veränderungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus deren Sicht

3.3.4 Perspektiven, die sich für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Familienseminar ergeben

3.3.5 Qualität des Familienseminars aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

3.4 Resümee zur empirischen Erhebung

3.4.1 Resümee hinsichtlich des Inhalts der empirischen Erhebung

3.4.2 Resümee hinsichtlich Ablauf und Methode der empirischen Erhebung

3.4.3 Das letzte Wort den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist die Untersuchung des Sinns und Nutzens von Familienseminaren für Strafgefangene und deren Angehörige aus der subjektiven Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Erwartungen der Teilnehmenden, deren Erfüllung sowie auf die wahrgenommenen Veränderungen und die Qualität des Seminars als Instrument der Resozialisierung.

  • Rechtliche und sozialpädagogische Grundlagen der Resozialisierung bei Inhaftierten
  • Soziale Problemlage und Auswirkungen der Inhaftierung auf Partner und Kinder
  • Organisation und pädagogische Konzepte des Familienseminars
  • Empirische Evaluation der Teilnehmererfahrungen und deren Reflexion

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Zur Situation des Inhaftierten

Die Situation des Mannes in der JVA ist von Prisonisierung und Infantilisierung bedroht, sein Lebens- und Handlungsfeld wird drastisch eingegrenzt (Busch et al., 1987, S. 333). Vom Rest der Familie abgetrennt, lebt er völlig isoliert von bisherigen sozialen Kontakten in einer totalen Institution mit ihren Subkulturen. Er muss sich auseinandersetzen mit dem Verlust der Selbstbestimmung und Gefühlen der Abhängigkeit und des Ausgeliefertseins. Er, der vorher meist Ernährer seiner Familie war und die Fäden in der Hand hielt. Von seiner Frau und seinen Kindern weiß er plötzlich nur noch das, was sie ihm schreiben oder ihm während der knapp bemessenen Besuchszeit erzählen. (Horndasch, 1999) Von Problemen, die seine Familie außerhalb der JVA - zum Teil nur aufgrund seiner Inhaftierung - zu bewältigen hat, kann er nur hören oder lesen. Er kann versuchen, mit Rat zur Seite zu stehen und mentalen Beistand zu leisten, aber unmittelbar helfen kann er nicht. Gefühle der Schuld sowie Macht- und Hilflosigkeit begleiten seinen Haftalltag. Gerade diese Gefühle sind schwer zu ertragen. Der Mann ist sich durchaus bewusst, dass er seine „draußen gebliebene“ Familie nicht nur in eine extrem schwierige Lage gebracht hat, sondern dazu noch kaum etwas zur Verbesserung beitragen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Notwendigkeit und Begründung der Durchführung von Familienseminaren für Strafgefangene und deren Angehörige: Dieses Kapitel liefert einen historischen Überblick über Familienseminare in Deutschland und beleuchtet die rechtlichen Grundlagen sowie die soziale Problemlage der betroffenen Familien.

2. Das „Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“: Hier wird das spezifische Seminar, seine Organisation, das Team sowie die pädagogischen Ziele und methodischen Ansätze detailliert beschrieben.

3. Sinn und Nutzen des „Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“ aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Das zentrale Kapitel enthält die empirische Erhebung, die Auswertung der Fragebögen und ein Resümee hinsichtlich der Qualität und Wirkung des Seminars.

Schlüsselwörter

Resozialisierung, Strafvollzug, Familienseminar, Angehörigenarbeit, Inhaftierung, Partnerschaft, Vater-Kind-Beziehung, soziale Problemlage, empirische Erhebung, Qualitätssicherung, Sozialpädagogik, Familieninteraktion, Haftentlassung, Mitbestrafung, Unterstützungsnetzwerk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das „Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige“ als komplexe Maßnahme der Sozialen Arbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert auf die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen der Inhaftierung, die Auswirkungen auf die Familie sowie die Evaluation der pädagogischen Arbeit in Familienseminaren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Sinn und Nutzen dieser Seminare aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erheben, um eine wissenschaftliche Grundlage für Qualitätssicherung und Finanzierung zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine vollstrukturierte, standardisierte Befragung mittels zweier Fragebögen (zu Beginn und am Ende des Seminars) durchgeführt, die quantitative mit qualitativen Elementen verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Resozialisierung und den Problemlagen von Betroffenen sowie in die detaillierte Darstellung und Auswertung des spezifischen bayerischen Familienseminars.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Resozialisierung, Strafvollzug, Familienseminar, Inhaftierung, Angehörigenarbeit und die psychosozialen Auswirkungen auf die betroffenen Familien.

Warum ist die Inhaftierung für Kinder besonders belastend?

Kinder tragen keine Mitschuld und haben keine Wahl. Sie verlieren eine wichtige Bezugsperson, leiden unter dem Verlust an Geborgenheit und sind oft mit Schamgefühlen oder sozialen Ausgrenzungen im Alltag konfrontiert.

Welche Rolle spielt die Kommunikation im Familienseminar?

Die Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern ist ein zentrales Element. Das Seminar bietet einen geschützten Raum, um tabuisierte Probleme offen anzusprechen, die durch die Regeln des Strafvollzugs im Alltag oft blockiert werden.

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Details

Title
Das Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige - Sinn und Nutzen aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
College
University of Applied Sciences Nuremberg  (FB Sozialarbeit)
Grade
1,0
Author
Anke Horndasch (Author)
Publication Year
2002
Pages
196
Catalog Number
V10737
ISBN (eBook)
9783638170840
Language
German
Tags
Familienseminar Strafgefangene Vollzugsanstalten Angehörige Sinn Nutzen Sicht Teilnehmerinnen Teilnehmer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Horndasch (Author), 2002, Das Familienseminar für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige - Sinn und Nutzen aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10737
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