Charakteristik der Hauptcharaktere: Corinne Hofmann
- Geschlecht: weiblich
- Nationalität: Deutsch
- Heimatland: Schweiz
- Umzug in den kenianischen Busch: 27 Jahre alt
- junge + gut aufgeklärte Europäerin
- Größe: 1,80m
- Besitz: große Charakterstärke, großer Überlebenswille
- Liebende Mutter à Wichtigstes im Leben = Kind
- großer Unternehmungssinn für gute Geschäfte Lketinga Leparmorijos
- Geschlecht: männlich
- Nationalität: afrikanisch
- Heimatland: Kenia
- Aussehen: langer, tiefbrauner, sehr schöner, exotischer Mann
- Zugehörigkeit zum Massai - Stamm
- Bekleidung oft nur ein kurzes, rotes Hüfttuch
- Träger von viel Schmuck à besonders Perlen
- Bemalung des Oberkörpers + Gesicht durch Zeichen
- Haare: lang und rot à oft zu Zöpfen geflochten
- Gesichtszüge: ebenmäßig
- Gang: leicht und schön
- Blick: oft stolz
- Verzierung des Körpers durch Muskeln
- Größe: ungefähr 1,85m
- keine Schulbildung à Analphabet
- Unterdrücker der Frauen in vielen Hinsichten à sehr eifersüchtig à Verlangen durch Kultur
- liebender Vater
Funktion im Werk: Corinne Hofmann
- Rolle der Leittragenden à zum Schluss extremer als zum Anfang
- Darstellung der europäischen Welt Lketinga Leparmorijos
- Gegenpol zu Corinne
- Rolle des unaufgeklärten Afrikaners à Unterdrücker von Corinne à Corinnes Leben = Hölle à kein Versuch des Anfreunden mit europäischer Kultur Konfliktparteien:
- Corinne und Lketinga
- europäische Kultur und kenianische Kultur (Massai Kultur)
- Europa und Afrika
- Kenia und die Schweiz Konflikt Gestaltung: Corinnes und Lketingas Konflikte:
- Erziehung der Tochter
- Hauptverdiener der Familie
- Rolle der Frau in der Gesellschaft
- Corinnes Verhältnisse zu Männern
- geschäftlicher Erfolg von Corinne
- totale Überwachung von Corinne durch Lketinga
- Trunksucht und Miraa - Verzehr von Lketinga
- kulturell bedingte Geschehnisse à Bsp. Beschneidung der Tochter Europäische und kenianische Kultur (Massai Kultur):
- unterschiedliche Weltanschauung
- Rolle der Frau
- Lebensumstände der jeweiligen Bürger
Europa und Afrika
- Kultur
- Lebensverhältnisse der Einwohner
- Tourismus à Ausbeutung von Afrika Kenia und die Schweiz
- unterschiedliche Anschauungen der Welt
- unterschiedliche Kulturen
- Lebensstandart der Menschen Stil der Autorin:
- leicht verständliche Wortwahl
- wie Reisebericht geschrieben
- sehr gut lesbar
- Ich - Erzähler à bessere Identifikation mit Autorin
- manchmal: Auktorialerzähler Aufbau des Werkes:
- Seiten: 451
- Kapitel: 54 à jedes eigene Überschrift
- direkter und indirekter Titeltextbezug
- Veröffentlichung von 4 Briefen à kursiv gedruckt
- Bilder in der Mitte
- kein Besitz eines Vorwortes à frontaler Einstieg
- in Retrospektive geschrieben
- Schluss: Danksagungen von Corinne an Unterstützer Eigene Wertung:
Meiner Meinung nach ist das Buch „ die weiße Massai“ ein sehr zu empfehlendes Buch, denn die wahre Begebenheit, die hier geschildert wird, liest sich sehr gut und ist auch beachtlich interessant geschrieben. Da es eine tatsächlich erlebte Geschichte ist, die die Autorin selbst erfahren hat, kann man sich gut mit Corinne i dentifizieren. Jeder, der schon mal selbst geliebt hat, weiß wie Liebe blind machen kann und genau dieser Fakt wird in diesem Buch ausführlich geschildert. Auch wenn dieses Werk ziemlich lang ist, verliert es jedoch nichts an
seiner Spannendheit. Denn die Autorin hat es sehr reizvoll und vor allem äußerst einfühlsam geschrieben.
Da Corinne Hofmann auch nie die kenianischen Umstände mit den europäischen vergleicht, büßt das Buch auch zu keiner Zeit seinen Reiz ein. Denn sie (Corinne Hofmann) hat es unbefangen geschrieben, denn obwohl sie dort auch schlechtest erlebt hat, stellt sie ihre schönen Zeiten in den Mittelpunkt
Ich finde es auch sehr gut, dass man etwas über das harte Leben im Busch erfährt und nicht nur etwas über die luxuriösen Hotelanlagen der Touristen in Mombasa. Alles in allem ist „die weiße Massai“ nicht nur Afrika - Interessierten zu empfehlen, sondern auch Menschen, die etwas über Liebe und Gefühle erfahren wollen. Markante Textstellen:
„ [...] Was ich hier sehe, schockiert mich. In einem Raum ohne Fenster hocken zusammengepfercht mehrere Personen, die einen auf Pappkartons, die anderen auf Zeitungen oder direkt auf dem Betonboden. Durch den Lichtstrahl geblendet, halten sie die Hände vor die Augen. Nur ein kleiner Gang zwischen den kauernden Menschen ist frei. Im nächsten Augenblick sehe ich auch, warum, denn ein Angestellter kommt, um einen Kübel mit „Essen“ hineinzuschütten, direkt auf den Betonboden. Es ist unfassbar, so füttert man bestenfalls Schweine. [...]“ (Seite 22 / 23)
„[...] In der Mission ziehe ich mein Hochzeitskleid mit dem passenden Schmuck an. Giulianos Angestellte hilft mir dabei. Das enge Kleid passt mir gerade noch, und nun glaube ich selber, dass ich vielleicht doch schwanger bin. Über den Brüsten und dem Bauch spannt es leicht. Als ich fertig geschminkt bin, steht Pater Giuliano sprachlos im Türrahmen. Seit langem ernte ich mal wieder Komplimente. Lachend bemerkt er, dieses weiße, bodenlange Kleid sei nicht sehr geeignet für die Manyattas und vor allem nicht für die Dornenbüsche. [...]“ (Seite 243) „[...]Im Hotel können wir nicht länger bleiben, und abgesehen von unserem ersten Händedruck ist nicht viel passiert. Es ist schwierig, wenn man ein halbes Jahr auf einen Mann gewartet hat. In Gedanken habe ich mich in dieser Zeit oft in die Arme dieses schönen Mannes geträumt, mir Küsse ausgemalt und die wildesten Nächte vorgestellt. Jetzt, wo er da ist, verspüre ich Angst davor, auch nur seinen braunen Arm zu berühren. So gebe ich mich völlig dem Glücksgefühl hin, ihn an meiner Seite zu haben. [...]“ (Seite 31)
„[...] Aus Eifersucht lässt dieser Lehrer seine Frau verrecken! Er, der jeden Sonntag in der Kirche die Messe übersetzt, er, der schreiben und lesen kann. Ich könnte es kaum glauben, hätte ich nicht selbst die Reaktion meines Mannes erlebt. Bei ihm zählt offensichtlicht ein Frauenleben weniger als das einer Ziege. Wäre ein Krieger in Not, wie der, den wir einen Monat in unsere Hütte hatten, Lketinga würde wahrscheinlich anders reagieren. [...]“ (Seite 277)
„[...] Alle wollen wissen, wie das Leben in Kenia ist. Zu guter Letzt versucht jeder, mich zur Vernunft zu bringen. Doch für mich ist die Vernunft in Kenia, bei meiner großen Liebe und dem bescheidenen Leben. Ich will endlich wieder abreisen. [...]“ Quellenangabe:
- „die weiße Massai“ von Corinne Hofmann vom Knaur - Verlag
- www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/del/12442.html
- www.sachs-line.de/literatur/massai.html
- www.massai.ch/autorininh.htm
- www.berliner.lesezeichen.de/lesezei/Blz99_11/text17.htm
- www.home.t-online.de/home/haselberger/@howei_e.htm
- www.lesetipps.com/LesetippsG-L/Werke/Anony/Corinne_Hofmann_- _Die_weiße_Massai.htm
Arbeit zitieren:
Christin Fink, 2003, Hofmann, Corinne - Die weiße Massai, München, GRIN Verlag GmbH
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