Inhaltsverzeichnis
1. Wiederholung
2. „Des Kaisers neue Kleider“ - Anregungen einer Diskussion
3. Verstehen verstehen - Hauptgedanken von E. v. Glasersfeld
4. Diskussion der Standpunkte E. v. Glasersfeld und Wygotzki
5. Eigenständige Gruppenarbeit
6. Auswertung
Anhang
Literatur
Lernen durch Lehren - Vorbemerkung
Unter dem Motto „Lernen durch Lehren“ stand die experimentelle Unterrichtsreihe im Fach Deutschdidaktik. Die erste Doppelstunde wurde von uns geleitete. Eine kurze Übersicht der einzelnen Unterrichtsschritte soll hier aufgeführt werden, um am Schluss eine Evaluation dieser Stunde zu geben.
1. Wiederholung
An den Anfang unserer „Unterrichtsstunde“ setzten wir eine kurze Wiederholung des Inhaltes vom letzten Seminar. Dadurch wurde gewährleistet, dass alle Studenten eine gemeinsame kognitive Ausgangssituation hatten, um sich dem neuen Thema der Stunde zu widmen.
2. Des Kaisers neue Kleider
Durch einen Textausschnitt vom Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ (siehe Anhang) leiteten wir unsere Stunde, die wir zum Thema „Grundlagen des Konstruktivismus“ hielten, ein. Auf die Frage „Wo zeigt sich im Textausschnitt Konstruktivismus?“ kam eine erste Diskussionsrunde zustande, welche in der Erkenntnis mündete, dass es immer mehrere Wirklichkeiten gibt und sich dadurch die Wahrnehmungen aller Menschen unterscheiden.
3. Verstehen verstehen
Im dritten Punkt der Unterrichtsstunde gingen wir etwas näher auf den Aufsatz von GLASERSFELD „Verstehen verstehen“ ein. Dazu hielt Anja Komnick ein Kurzreferat und erläuterte dadurch die wichtigsten Gedanken GLASERSFELD. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte seines Aufsatzes:
• Das Verstehen ist eine Sache des Zusammenpassens und nicht des Übereinstimmens.
• Es gibt keine direkte Übertragung der Bedeutung - der Interpret muss eine Sache mit seinen eigenen subjektiven Mitteln der Begriffsbildung verstehen.
• GLASERSFELD Kritik an W YGOTZKI’s Standpunkt vom sozialen Konstruktivismus, indem er meint, dass die Menschen, welche eine
gemeinsame Vergangenheit verbindet das gleiche verstehen. Das heißt, dass ein Kind die gleichen Bedeutungszuschreibungen wie der Erwachsenen besitzt, bei dem es aufwächst.
• Der Empfänger einer Nachricht muss versuchen eine kohärente begriffliche Struktur aufzubauen, die dem Sprecher ähnelt. Dies gelingt nur durch die Vereinbarung von Erfahrungen und Abstraktionen mit seinem Gegenüber - sie kann aber nie als identisch nachgewiesen werden.
• Interpretationen können nur unter Kenntnis des Kontextes vorgenommen werden.
• Erfolgen begriffliche Unstimmigkeiten kommt es zur Perturbation und die Bedeutung der Wörter muss neu zugeordnet werden.
• Eine produktive Akkommodation und Anpassung lässt sich nur erreichen, wenn die Gesprächspartner eine konstruktivistische Gesprächshaltung einnehmen und sie sich von Anfang an bewusst sind, dass Bedeutungen des Sprechers letzten Endes subjektive Konstrukte sind.
4. Diskussion
Durch die Anführung der unterschiedlichen Standpunkte von GLASERSFELD und WYGOTZKI kam in der Gruppe eine rege Diskussion zustande. Dabei wurden nochmals die Gedanken des radikalen und des sozialen Konstruktivismus ausgetauscht und verfestigt
5. Eigenständige Gruppenarbeit
Mit Hilfe von Textstellen sollte in Gruppen ein Aufgabenkomplex bearbeitet werden. Als Textgrundlage dient das Heft 7/2001: „Fachdidaktik Deutsch -Konstruktivistische Ansätze und moderner Deutschunterricht“, welches sich die Studenten zu Beginn des Seminars besorgt haben. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, was grundlegend für das Verständnis des Konstruktivismus ist im Zusammenhang mit der wiederholten Definition des Begriffes „Konstruktivismus“. Als Textgrundlage diente S.7 - 9
Arbeit zitieren:
Katrin Niemann, Anja Komnick, 2003, Portfolio zum Konstruktivismus-Seminar: Zur Didaktik moderner Kinder- und Jugendliteratur - Ein konstruktivistischer Ansatz, München, GRIN Verlag GmbH
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