Inhaltsverzeichnis
Abstract 4
1. Einleitung 4
2. Definition „Konstruktivismus“ 4
3. Wahrnehmung der Alltagswelt 5
3.1. Wissen um die Alltagswelt 5
3.2. Handeln in der Alltagswelt 6
3.3. Sprache der Alltagswelt 6
4. Die Konstruktion der Gesellschaft 7
4.1. Habitualisierung 7
4.2. Institutionalisierung 7
4.3. Legitimierung 8
5. Der Einzelne in der Gesellschaft 8
5.1. Typisierung 8
5.2. Identität 9
5.3. Rollenverständnis 9
2
6. The Matrix 10
6.1. Matrix als Beispiel für die Konstruktivismustheorie 10
6.2. Inhalt des Films 10
6.3. Interpretation 12
6.3.1. Die Wahrnehmung der Alltagswelt (Matrix)
durch den Zuschauer 12
6.3.2. Neos Sozialisation in der echten Welt 14
6.3.3. Lieber Schein als Sein? 14
6.4. Eigene Gedanken 15
7. Schluss 16
8. Literaturverzeichnis 17
3
Abstract
This homework is about the theory about the construction of society seen by Berger and Luckmann. This work starts with introducing the theory, then it presents the example. The practical application is the movie “The matrix”. There you can see a supposed real world which turns out to be actually a fake world called matrix, a world constructed by machines.
1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Konstruktion von Gesellschaft am Beispiel des Films „The Matrix“, also mit konstruierten Wirklichkeiten, die dem Menschen real erscheinen. Bei meiner Darstellung der Konstruktivismustheorie beschränke ich mich auf die Wiedergabe der Techniken, wie sie in „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ von Peter L. Berger und Thomas Luckmann vorgestellt werden. Dieses 1969 erschienene Buch gilt als Klassiker des Sozialkonstruktivismus, in dem mit Hilfe der Wissenssoziologie die „gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit analysiert werden soll“ 1 . Mit Hilfe der dort aufgestellten Theorie werde ich versuchen den Film „The Matrix“ zu analysieren, der als Paradebeispiel einer künstlich erschaffenen - also konstruierten - Welt gesehen werden kann.
2. Definition „Konstruktivismus“
„Philosophische Richtung, die das Problem der Konstitution von Gegenständen der Erkenntnis für erkennende Subjekte in ähnlicher Weise wie Pragmatisten und Entwicklungspsychologen so versteht, dass dabei der Tätigkeit des Menschen eine wesentliche konstruktive Bedeutung zukommt. Im Zuge der Erkenntnisaktivitäten erwirbt das Subjekt komplexere Erkenntnisfähigkeiten; konstruktive Tätigkeiten werden dabei sowohl auf die Objekte als auch auf die Sprache bezogen.“ 2 Bei dieser Theorie geht man also davon aus, dass die Wirklichkeit, in der wir Menschen leben, etwas Künstliches, von uns Erschaffenes ist.
1 Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, 2001, S. 3
2 Wörterbuch der Soziologie, 1972, S. 402
4
Aus dieser Grundthese haben sich mehrere unterschiedliche Richtungen des Konstruktivismus herausgebildet:
Der radikale Konstruktivismus geht auf H. Mantura zurück und untersucht Wahrnehmungsphänomene. Dabei wird die These aufgestellt, dass alles Geschehen gehirninternen Prozessen unterliegt. Es gibt also keine Welt außerhalb des Bewusstseins.
Der empirische Konstruktivismus geht auf F. Nietzsche zurück und besagt, dass es keine Ursprünge, sondern nur Prozesse gibt. Er untersucht in diesem Sinn die Menschlichkeit der Welt, d.h. ihre menschlichen Grundlagen. Der Sozialkonstruktivismus schließlich wurde von Berger und Luckmann thematisiert. Er baut auf der Grundannahme auf, dass soziale Verhältnisse keine Naturnotwendigkeit darstellen und dennoch als natürlich zwingend erlebt werden. „So übt Gesellschaft auf den Einzelnen Zwang aus, während sie zugleich Bedingung seiner menschlichen Existenz ist.“ 3
3. Wahrnehmung der Alltagswelt
3.1. Wissen um die Alltagswelt
Die Alltagswelt ist die täglich wahrgenommene Welt, in der wir Menschen leben und handeln. Sie wird von uns Menschen begriffen als die echte Realität, wird als die Wirklichkeit angesehen und nicht hinterfragt. Das Wissen um ihr Vorhandensein impliziert ihre Akzeptanz. „Über ihre einfache Präsenz heraus bedarf es keiner Verifizierung“ 4 . Sie erscheint uns intersubjektiv sinnhaft. Die Gesellschaft, in der der Mensch lebt, ist für ihn Wirklichkeit. In ihren Strukturen lebt er, nach ihren Grundsätzen, Regeln und Normen richtet er sein Denken und Handeln aus. Der Mensch ist außerhalb der Gesellschaft nicht denkbar, selbst als Außenseiter bleibt er noch in das System integriert, indem er eben diesen Platz des Außenseiters einnimmt. Als Mensch lebe ich so lange gut in der Alltagswelt, bis ein Problem auftaucht, das meine alltägliche Routine stört. Dann muss ich die Routine durchbrechen und nach einer Lösung suchen. Das Alltagswissen, das etwa durch die Schule oder die Eltern über Generationen hinweg übermittelt wird, hilft mir dabei. Es hilft mir u.a., dadurch dass es eine Standardzeit gibt, die von allen Menschen gleich
3 Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, 2001, S.VI
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Arbeit zitieren:
Diplom Soziologin Christine Bulla, 2003, Die Konstruktion der Wirklichkeit am Beispiel des Films "The Matrix", München, GRIN Verlag GmbH
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Vergleich von Radikalem Konstruktivismus (Systemtheorie) mit der Syste...
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