Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis Seite
Tabellen - und Abbildungsverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis IV
Inhaltsverzeichnis Anhang VI
1
1. Einleitung
1.1 Beschreibung der Ist - Situation bei der Aufnahme von 2
Langholzabschnitten im Wald
1.2 Aufgabenstellung 3
1.3 Zielsetzung 3
2. 5
Untersuchungs - und Auswertungsmethodik
2.1 Meßverfahren 5
2.1.1 Vollaufnahme 5
2.1.2 Lagenweise Mantelvermessung 6
2.1.3 Freie Stichprobe im Hieb 6
2.1.4 Linienstichprobe an der Stirnfläche 7
2.1.5 Harvestermessung 8
2.1.6 Werksvermessung 8
2.1.7 Sektionsweises Raummaßverfahren 13
2.2 Charakteristik des Untersuchungsgegenstandes 19
2.3 Statistische Methoden 20
2.3.1 Ziehen einer geeigneten Stichprobe 20
2.3.2 Stichprobenumfang 20
2.3.3 Bestimmung des Regressionskoeffizienten 24
2.3.4 Güte der Regressionsfunktion der Stichprobe 27
Inhaltsverzeichnis II
28
3. Ergebnisse
3.1 Gegenüberstellung der ermittelten Stammzahlen 28
3.2 Vergleich der Durchmessermittelstämme 29
3.3 Vergleich der ermittelten Volumen 31
3.3.1 Vergleich von Werksmaß und Harvestermaß 32
3.3.2 Vergleich von Werksmaß und Vollkluppung 35
3.3.3 Vergleich von Harvestermaß und Poltermaß 38
3.3.4 Vergleich von Vollkluppung und Harvestermaß 39
3.3.5 Vergleich von Vollkluppung und Poltermaß 40
3.3.6 Vergleich von Werksmaß und Poltermaß 41
3.4 Stärkeklassenverteilung 43
3.5 Bewertung der wirtschaftlichen Aspekte 47
48
4. Diskussion der Ergebnisse
5. Schlußfolgerung zur Anwendung einer Waldvermessung,
52
insbesondere zum Poltermaß und Faktor 0,58
54
6. Zusammenfassung
55
7. Bewertung
57
8. Literaturverzeichnis
59
9. Anhang
Abkürzungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis
I. Allgemeine Abkürzungen Abb. Abbildung d.h. das heißt EDV Elektronische Datenverarbeitung evtl. eventuell ff. folgende Kl. Klasse lt. laut lfd. laufende max. Maximum / maximal min. Minimum / minimal mind. mindestens Nr. Nummer s. Siehe Stck. Stück Tab. Tabelle vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel zw. zwischen
II. Meßtechnische Abkürzungen DM Durchmesser MDM Mittendurchmesser MD1; MD2 Mittendurchmesser 1; Mittendurchmesser 2 m.R. mit Rinde o.R. ohne Rinde (f) Festvolumen (r) Raumvolumen
III. Maßeinheiten cm Zentimeter m Meter m³ Kubikmeter
Abkürzungsverzeichnis V
IV. Mathematisch-statistische Abkürzungen B Bestimmtheitsmaß b y - Achsenabschnitt der Regressionsgeraden m Steigung der Regressionsgeraden N Stichprobenumfang r Korrelationskoeffizient x Daten lt. Werksvermessung
i
y Daten lt. Waldvermessung
i
V. Holz- und forstwirtschaftliche Abkürzungen AfF Amt für Forstwirtschaft DFWR Deutscher Forstwirtschaftsrat e.V. EST Erweiterter Sortentarif Fm Festmeter FWJ Forst-Wirtschafts-Jahr FVA Forstliche Versuchsanstalt FPA Forstliche Prüfanstalt HKS Handelsklassensortierung IS Industrieschichtholz Ki Kiefer KWF Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. LAS Langholzabschnitte MLUR Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung Obf. Oberförsterei PTB Physikalisch-Technische Bundesanstalt Rev. Revier Rm Raummeter STKL Stärkeklasse VDS Vereinigung Deutscher Sägewerksverbände e.V.
VI. Verwendung von Synonymen Festmeter Kubikmeter (ohne Rinde und Hohlräume) Raummeter Kubikmeter (mit Rinde und Hohlräume) Klasse Stärkeklasse
Einleitung 1
1. Einleitung
Bisher gab es mehrere Aufnahmeverfahren zur Ermittlung des Volumens von Ki - LAS. Unter Anwendung des Waldmaßes als Verkaufsmaß standen die Kosten und Erlöse jedoch aufgrund des teilweise hohen Vermessungsaufwandes sowie der Verluste durch Meßfehler in einem unbefriedigenden Verhältnis. Der ständig wachsende Druck auf die Forstwirtschaft zur Rationalisierung der Betriebsabläufe machte es daher zum Ziel, ein effizientes und genaues Verfahren zu favorisieren. Dazu sollten unterschiedliche Vermessungsmethoden durch einen Vergleich mit dem Werkseingangsmaß ausgewertet werden. Voruntersuchungen ergaben, daß das „sektionsweise Raummaßverfahren“ sowohl im Hinblick auf die Meßgenauigkeit und damit auf die Lohngerechtigkeit als auch hinsichtlich des Zeitaufwandes für die Vermessung das günstigste Verfahren darstellt. Aufgrund von teilweise unerklärlichen Schwankungen zwischen dem Polter- und Werksmaß bestand hier aber noch Untersuchungsbedarf. Es galt deshalb festzustellen, inwieweit das Poltermaß als reelle Größe geeignet ist. Der Einsatz der verschiedenen Waldmaße als Kontrollmaß hatte bislang wegen der unterschiedlich genauen Ergebnisse nur bedingte Aussagekraft. Ausgangspunkt der Untersuchungen ist die „Vorläufige Anweisung zur Bestimmung der Volumens von LAS - Poltern im Wald“ vom 13.03.2001 des MLUR, Land Brandenburg. Sie besagt eine landesweite dreimonatige Erprobung dieses Verfahrens. Dabei gilt [2]:
Analog dazu wurde in Zusammenarbeit mit dem Dezernat für Holzvermarktung des AfF Doberlug-Kirchhain diese Diplomarbeit begonnen.
Einleitung 2
Sie beschäftigt sich mit der Überprüfung der Wald- und Werksvermessung von Kiefernlangholzabschnitten (kurz Ki-LAS).
Die Polteraufnahmen erfolgten im Zeitraum von Mitte Juni 2001 bis Ende April 2002. Zwischen der Forstwirtschaft und der Sägewerkindustrie, hier als Vertreter die „Klenk Holz AG“, gilt es nun, die Kernaussagen zu hinterfragen und eine gemeinsame Akzeptanz zu finden. Die Untersuchungen sollen ebenfalls zu einer Aussage führen, inwieweit die Werksvermessung ein hinreichend genaues Verfahren darstellt.
Des weiteren wird die Genauigkeit des vom Ministerium vorläufig festgelegte Umrechnungs-faktors von 0,58 geprüft. Dies wäre für die Landesforstverwaltung von hoher Bedeutung, die Kontrolle der Werksvermessung über die Stückzahl und das Poltervolumen durchzuführen sowie das Poltermaß eventuell für die Verlohnung der Waldarbeiter zu nutzen.
1.1 Beschreibung der Ist - Situation bei der Aufnahme von
Langholzabschnitten im Wald
Die Holzverkäufe durch die Landesforstverwaltung an die Holzindustrie werden seit einigen Jahren auf der Grundlage der Werksvermessung getätigt, was eine besondere Korrektheit der Daten (garantiert durch amtliche Eichungen sowie der forstlichen Sortierüberprüfung) voraussetzt, um eine gegenseitiges Vertrauen zu gewährleisten. Somit stellt sie die genaueste, rationellste und vor allem kostengünstigste Form der Holzvermessung dar. Allerdings entstanden bei der praktischen Abwicklung häufig Probleme aufgrund von Losvermischungen, Verlusten oder verspäteter Abrechnungen usw. Als Kontrollmaß erfolgte zusätzlich die vom Förster oder Waldarbeiter durchgeführte Waldvermessung. Diese kann ersatzweise auch als Verkaufsmaß dienen. Das setzt jedoch relativ hohe Anforderungen voraus. Bisher sind mehrere Vermessungsmethoden wie :
angewandt worden.
Einleitung 3
Vor der Anweisung des Ministeriums zur Bestimmung des Volumens von Ki-LAS gab es kein einheitliches Aufmeßverfahren. Demnach bestand auch Ungewißheit über die jeweilige Genauigkeit. Eine EST-Konformität ist bislang nur bei den ersten 4 aufgezählten Methoden gegeben. Diese sollen aber in Zukunft wegen ihrer geringeren Effektivität nur noch ersatzweise durchgeführt werden.
1.2 Aufgabenstellung
Die Aufgabe in dieser Arbeit besteht darin, für die Forstwirtschaft ein geeignetes Verfahren für die Volumenermittlung von Ki-LAS zu favorisieren. Des weiteren soll geprüft werden, ob und in welchem Ausmaß die Werksvermessung Fehlerquellen in sich birgt. Der Schwerpunkt liegt aber auf dem Vergleich zwischen der manuellen Vermessung des Polters im Wald (Waldvermessung) und der Werksvermessung, hier bei der „Klenk Holz AG“ in Baruth. Dabei gilt es festzustellen, ob die Volumina des „sektionsweisen Raummaßverfahrens“ unter Anwendung eines konstanten Umrechnungsfaktors 0,58 von denen der Werksvermessung abweichen und in welchen Dimensionen sich die Unterschiede bewegen. Darüber hinaus soll bewertet werden, in wieweit Faktoren wie Poltergröße und Stärkeklassenverteilung einen Einfluß auf den Umrechnungsfaktor von Raummeter in Festmeter haben. Vorhandene Erkenntnisse früherer Untersuchungen werden dabei berücksichtigt bzw. in ihrem Wertgehalt überprüft. Daraus resultiert die für die Forstwirtschaft wichtige Frage nach der wirtschaftlichen Akzeptanz dieser Vermessungsmethodik.
1.3 Zielsetzung
Bislang angewandte Vermessungsmethoden zur Volumenbestimmung von LAS sind entweder zu zeit- und kostenintensiv oder durch ihre zu großen Fehler als Verkaufsmaß bzw. zur Verlohnung der Waldarbeiter ungeeignet. Daher soll ein landesweit einheitliches rationelles System eingeführt werden, welches die Kriterien der Nachvollziehbarkeit, Genauigkeit und des geringen Zeit- und Kostenaufwandes erfüllt. Das „sektionsweise Raummaßverfahren“ hat sich bereits seit längerem bei der Raummaßermittlung von Industrieholzpoltern bewährt. Bei diesem Sortiment gab es kaum alternativen, da es nahe der Defizitschwelle liegt.
Einleitung 4
Jetzt soll es zur Festmaßermittlung von LAS - Poltern angewandt werden, um die Kosten/Erlöslage zu verbessern. Dafür wurde aus Voruntersuchungen ein Umrechnungsfaktor von Raummaß zu Festmaß ermittelt. Über die Anwendbarkeit dieses Faktors von 0,58 bestanden jedoch Bedenken wegen teilweise zu großer Differenzen zwischen dem Poltermaß und Werksmaß. Daher sollte auch, wie in der Einleitung erwähnt, eine dreimonatige Erprobung stattfinden, um eventuell notwendige Feinabstimmungen vornehmen zu können. Das Ziel dieser Arbeit besteht nun darin, anhand von konkreten Prüfergebnissen und einer dazugehörigen Dokumentation festzustellen, ob sich dieses Verfahren in der Forstwirtschaft aufgrund der Genauigkeit sowie der Zeit- und Kostenersparnis etablieren kann. Dabei soll speziell der Umrechnungsfaktor untersucht werden, d.h., ob das Verhältnis von Raum- zu Festmaß aller LAS - Polter konstant ist, oder ob es mehrere Koeffizienten gibt. Die ermittelten Volumen der Polter haben für die Forstwirtschaft aufgrund ihrer daraus resultierenden genaueren Werte eine große Bedeutung, nicht nur als reelleres Kontrollmaß, sondern auch für eine +/- gerechte Verlohnung der Waldarbeiter.
Des weiteren sollen die Ursachen der bisher entstandenen Differenzen von Polter- und Werksmaß deutlich gemacht werden, um Unstimmigkeiten zwischen Forstwirtschaft und der Sägeindustrie in Zukunft zu vermeiden.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 5
2. Untersuchungs- und Auswertungsmethodik
Im folgenden Kapitel sind die einzelnen Vermessungsmethoden in ihrem Ablauf näher beschrieben. Dabei wird speziell das sektionsweise Raummaßverfahren näher erläutert, da dieses der Kern der vorliegenden Arbeit ist.
2.1 Meßverfahren
2.1.1 Vollaufnahme
Die Vollaufnahme, auch Vollkluppung genannt, ist die genaueste Form der Holzvermessung durch einen Forstbediensteten. Bei diesem Verfahren wird im Bestand jeder Abschnitt vermessen und dauerhaft markiert. Der MDM wird mittels elektronischer Kluppe bzw. manuell in einer Liste erfaßt. Die Rinde wird dabei gemäß HKS Anlage 1, Tab. 1.5 abgezogen. Zusätzlich erfolgt zur Nachvollziehbarkeit ein Anschreiben der Meßdaten an die Stirnfläche. Der MDM ist dabei auf volle Zentimeter forstüblich nach unten zu runden. Bei Stämmen über 20 cm MDM sind nach HKS zwei senkrecht aufeinander stehende Messungen vorgeschrieben. Das Messen an Beulen oder Astquirlen ist durch Anhalten der Kluppe ober- und unterhalb dieser zu vermeiden. Beide Werte werden gemittelt und ebenfalls forstüblich auf volle Zentimeter abgerundet. Aus der erstellten Strichliste (Stärkeklasse / Anzahl) wird das Volumen pro Stärkeklasse errechnet (Pi/4 * d² * Sortimentslänge * Stück). Das vorgeschriebene Längenübermaß von 1 % bzw. pauschale 10 cm wird nicht in die Berechnung mit einbezogen. Die Summe der Einzelstammvolumina ergibt den Festgehalt des Loses. Des weiteren kann aus dem Gesamtvolumen und der Stückzahl der Volumen- und Durchmessermittelstamm hergeleitet werden.
Der Nachteil dieses Verfahrens liegt im hohen Zeit- und damit verbundenem Kostenaufwand (bis zu 10 €/Fm) [9]. Sie ist demnach für große Hiebe ungeeignet, kann aber bei geringem Holzanfall mit Hilfe elektronischer Kluppen sehr effektiv sein. Des weiteren treten in der Praxis meist Fehler in der Vermessung auf. Die Stammmitte wird dabei größtenteils angeschätzt. Bei schlechtem Zugang steigt der Fehler. Ebenso unterbleibt fast immer das Messen ober- und unterhalb von Astquirlen und Beulen. Das kreuzweise Kluppen von mehr als 20 cm starken Rollen, wie es die HKS vorschreibt, ist teilweise nicht realisierbar, da die Stämme nicht gedreht werden können, weil sie vorwiegend in Rauhbeugen liegen.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 6
Damit ist auch ein mögliches Übersehen von Abschnitten innerhalb dieser Stapel unvermeidlich. Die unfreiwillige Teilentrindung bei maschineller Aufarbeitung wirkt sich ebenfalls auf die Bestimmung des MDM’s aus. Die eigentlichen Meßfehler, z.B. durch fehlerhaften Umgang mit der Kluppe, sind hierbei nicht aufgeführt. Der MDM ist folglich nur relativ genau. In der Gesamtheit gleichen sich diese Fehler jedoch gegenseitig aus, woraus sich für die durch dieses Verfahren aufgenommene Gesamtmasse ein vergleichsweise reeller Wert ergibt.
2.1.2 Lagenweise Mantelvermessung
In die Messung werden die Abschnitte des Mantels - das sind die obenaufliegenden freizugänglichen Stämme des Polters - einbezogen und in eine Strichliste eingetragen. Die Ermittlung des Mittendurchmessers ohne Rinde unterliegt ebenso den Bestimmungen der HKS. Die Zählung der Stücken geschieht an der Stirnfläche. Um Doppelzählungen bzw. ein Vergessen zu vermeiden, werden alle Abschnitte mittels Forstkreide oder -sprühfarbe markiert. Anhand der Strichliste wird nach dem selben Prinzip wie bei der Vollaufnahme das Volumen des Mantels errechnet. Durch Multiplikation des resultierenden (Mantel)-Volumenmittelstamms mit der Gesamtstückzahl ergibt sich der Festgehalt des Polters. Allerdings birgt dieses Verfahren ebenso Fehlerquellen. Der Rücker kann bevorzugt starke bzw. schwache Rollen auf den Mantel legen. Zugleich werden dickere Abschnitte vorrangig in die Stichprobe genommen, da dünnere meist eingeklemmt und deshalb kaum zu kluppen sind. Die Entscheidung „Mantelstamm - kein Mantelstamm“ ist auch nicht immer eindeutig. Die Stärkeklassenverteilung und das damit resultierende Volumen, welche für den Erlös entscheidend ist, verschiebt sich demzufolge nach oben.
Dieses Verfahren ist zwar kostengünstig sowie HKS - konform, aus Arbeitsschutzgründen (z.B. abrollende Stämme beim Übersteigendes Polters) sollte aber davon abgegangen werden.
2.1.3 Freie Stichprobe im Hieb
Der Unterschied dieser Variante der Holzvermessung zur Vollaufnahme besteht darin, daß hier EST-entsprechend nur ca. 10 % aber mindestens 150 Stück [9] [4] der Abschnitte gekluppt werden. Welche dabei ausgewählt werden, ist nicht näher geregelt.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 7
Der errechnete Volumenmittelstamm der Stichprobe wird, nach Zählung aller Stämme des Loses, mit der Gesamtstückzahl multipliziert. Das Ergebnis ist der Festgehalt des Loses. Der Zählfehler kann aufgrund des Nichtauffindens von Stämmen im Verhau von Wipfeln und Reisig allerdings erheblich sein. Daraus folgt auch eine allgemeine Unterschätzung des Anteils schwacher Stämme. Ebenso ist nicht gewährleistet, ob die erhobene Stichprobe die Gesamtheit repräsentiert.
2.1.4 Linienstichprobe an der Stirnfläche
Anders als bei bisherigen Verfahren werden hier die Stirnflächendurchmesser erfaßt, womit eine HKS - Konformität nicht mehr gegeben ist. Dazu sind im vorgegebenem Abstand senkrechte Markierungslinien an der Poltervorder- und -rückseite anzubringen. Bei einer geschätzten Losgröße von 60-120 Festmetern o.R. beträgt er 0,5 m, bei 121-300 sind es 1,0 m und über 300 Fm o.R. 2 m [7]. Die Stirnflächendurchmesser (ohne Rinde) der Abschnitte, welche durch die Markierungslinien berührt werden, sind durch waagerechtes Anhalten eines kurzen Maßbandes unter der Rinde zu messen und forstüblich abzurunden. Kreutzmessungen bei über 19 cm haben zu unterbleiben. Deutlich erkennbare Erdstammstücke sind aus den Aufnahmen auszuschließen. Anschließend ist die Gesamtstückzahl zu ermitteln. Aus den Stirnflächendurchmessern werden getrennt nach Vorder- und Rückseite arithmetische Mittel gebildet. Diese sind ebenfalls zu mitteln, woraus sich der MDM des Loses ergibt. Daraus läßt sich wiederum der Volumenmittelstamm ableiten, aus dem durch Multiplikation mit der Gesamtstückzahl der Festgehalt des Loses errechnet wird.
Die Anwendung dieses Verfahrens setzt als Bedingungen erstens homogene Hiebe mit einer geringen Variabilität der Mittendurchmesser und zweitens die Aushaltung von nur einem Sortiment pro Hieb voraus. Fehler bei der Durchführung sind auch hier nicht ausgeschlossen. Dickere Stämme werden aufgrund der Stichprobenauswahl mittels Linien bevorzugt ausgewählt. Die Stärkeklassenverteilung verschiebt sich dadurch nach oben. Daraus resultiert ein überschätztes Volumen. Erdstammstücke sollen möglichst von den Aufnahmen ausgeschlossen werden. Bei Losen mit einem überwiegenden Teil an Erdstämmen wird das Volumen durch das Weglassen dieser Abschnitte häufig unterschätzt. Aufzuführen ist noch der Formelfehler, da das arithmetische Mittel der beiden Stirnflächen aufgrund der Abholzigkeit der Abschnitte nicht dem MDM entspricht. Dieser kann aber wegen Geringfügigkeit außer acht gelassen werden.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 8
2.1.5 Harvestermessung
Die Vermessung durch den Harvester stellt eine kostengünstige, rationelle und genaue Variante dar. Das KWF-Pflichtenheft (Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik KWF e.V.) gibt dabei die Fehlergrenzen vor [11]. Für die Sortimentslänge gelten eine Abweichung von +/- 1 % bzw. nicht weniger als 5 cm, wobei mindestens 95 % der aufgearbeiteten Stücke die geforderte Lieferlänge einzuhalten haben. Beim Durchmesser ist eine Differenz von +/-2,5 mm für den arithmetischen Mittelwert aus 10 Einzelmessungen bzw. +/- 1 cm für den Einzelwert zulässig, wobei jeweils 95 % der Stücke den geforderten Zopfdurchmesser einzuhalten haben bzw. in die korrekte Stärkeklasse eingeteilt sein müssen. Das arithmetische Mittel der Einzelwerte ist mit 3 Dezimalstellen angegeben. Für das Volumen ist eine max. Abweichung von +/- 4 % pro Hiebsort und Sortiment zulässig. Die HKS - Bestimmungen wie Längenübermaß, Rundung des Mittendurchmessers sowie die Sortierung werden durch die einsetzbaren FPA (Forstliche Prüfanstalt) - geprüften Vermessungssysteme berücksichtigt. Die Stückzählung findet durch einen Trennschnitt statt. Die Meßwerte werden gleichzeitig zur Volumenberechnung verwendet. Der Rindenabzug erfolgt automatisch durch im Bordcomputer einprogrammierte Tabellen.
Die Anwendung des Harvestermaßes als Verkaufsmaß setzt jedoch eine gesetzlich vorgeschriebene Eichfähigkeit des Vermessungssystems voraus. Diese ist aber wegen der unverzichtbaren Kalibrierung der Meßsysteme nicht möglich. Demnach ist das Harvestermaß als Verkaufsmaß trotz HKS - Konformität wegen der Manipulationsmöglichkeiten nur bedingt einsetzbar.
2.1.6 Werksvermessung
Die Vermessung der Abschnitte geschieht elektronisch durch Sensoren nach der Entrindung. Erhobene Daten wie Mittendurchmesser, Länge, Stärkeklasse, Volumen und Meßzahl werden auf einem Meßprotokoll erfaßt. Die Stückzählung geschieht mittels Lichtschranke. Für die Vermessung der Abschnitte sind verschiedene Fabrikate von Meßanlagen möglich. Der Betreiber dieser Anlagen hat hier folgende Anforderungen zu erfüllen [1]:
- die Zulassung durch die Physikalisch- Technische Bundesanstalt (PTB)
- eine durch ein staatliches Eichamt durchgeführte Eichung
- eine Forstliche Sortierüberprüfung
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 9
Dabei wird eine amtliche Zulassung bzw. Eichung anhand von Prüfungen der Meßgenauigkeit mittels zylindrischer Rohre durchgeführt. Zusätzlich erfolgt eine Kontrolle der am Holz gemessenen Längen und Durchmesser durch die Forstliche Sortierüberprüfung. Die Werksvermessung ist dadurch eine genaue Form der Durchmesserermittlung, unterliegt aber für Standartlängen nicht der HKS. Die Bestimmung des Einzelstammvolumens ist allerdings aufgrund von nicht nachvollziehbaren Rundungsprozessen uneindeutig. Der Durchmesser der Abschnitte wird elektronisch auf eine Dezimalstelle genau in einprogrammierten Abständen vermessen, womit eine Berücksichtigung der Abholzigkeit gewährleistet ist. Dabei werden alle Rollen, unabhängig vom Durchmesser, kreuzweise gemessen (bei der Vollaufnahme erfolgt lt. HKS ein kreuzweises Kluppen erst ab einem MDM von 20 cm). Aus den Meßdaten der jeweiligen Messungsebenen werden arithmetische Mittel gebildet. Eine eindeutige Herleitung des MDM’s anhand der 2 gemittelten Einzelwerte ist jedoch aus den unklaren Rundungsvorgängen nicht gegeben. Des weiteren werden die ermittelten Durchmesser trotz exakter Messung auf ganze Zentimeter gerundet (die forstübliche Abrundung beim Messen im Wald geschieht zum Ausgleich von Meßfehlern). Die daraus errechneten Einzelstamm- und Gesamtvolumina sind mit zwei Dezimalstellen in Fm o.R. angegeben. Bei einer Betrachtung der Einzelstammvolumina von 4-metrigen LAS (Tab. 1) ist zu erkennen, daß bei einer Rundung von 4 auf 2 Dezimalstellen die STKL 13 bis 19 abgerundet werden.
Tab. 1: Einzelstammvolumina von 4-metrigen Ki-LAS
Da sich der Großteil der Abschnitte des Stichprobenumfangs in diesen Stärkeklassen befindet (s. Abb. 2 ‚Häufigkeitsverteilung lt. Werksmaß’), tritt ein systematischer Fehler bei der Volumenermittlung auf.
Anhand eines Beispiels sollen die resultierenden Volumendifferenzen aufgrund unterschiedlicher Rundungsmethoden rechnerisch dargestellt werden. Die verwendete Prüfmenge ist ein Auszug aus der Loseinheit „Falkenberg 1; 2“ und besteht aus 265 vier-metrigen Abschnitten.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 10
Tab. 2: dezimalstellenabhängiger Rundungsfehler in der Volumenermittlung
Es werden die Werte von insgesamt 217 Abschnitten abgerundet, was etwa 4/5 der Prüfmenge entspricht. Der in Tabelle 1 dargestellte Rundungsfehler bewirkt dabei ein Volumendefizit von 0,8 % bzw. 0,1601 Fm o.R. Bezogen auf die Prüfmenge von 265 Stück geht demnach das Volumen von rund 2,1 Abschnitten bei einem durchschnittlichen MDM von 15,0 cm o.R. verloren.
Des weiteren erfolgen schon zwischendurch Volumenabzüge aufgrund von Rundungen des MD1, MD2 und dem daraus gemitteltem MDM. Hier sind verschiedene Varianten möglich:
1. - MD1 und MD2 normal auf ganze Zentimeter gerundet
- resultierender MDM normal auf ganze Zentimeter gerundet
2. - MD1 und MD2 normal auf ganze Zentimeter gerundet
- resultierender MDM forstüblich auf ganze Zentimeter abgerundet
3. - MD1 und MD2 forstüblich auf ganze Zentimeter abgerundet
- resultierender MDM forstüblich auf ganze Zentimeter abgerundet
4. - absolutes Unterbleiben von Rundungsvorgängen
Die nachfolgenden Tabellen stellen das Werkseingangsmaß den ermittelten Werten der verschiedenen Rundungsvarianten gegenüber. Da die neu errechneten Volumina im Gegensatz zum Werkseingangsmaß mit 4 Dezimalstellen angegeben werden, ist der erwähnte Volumenfehler - hervorgerufen durch die unterschiedliche Anzahl der Dezimalstellen - in den anschließenden Berechnungen bereits enthalten. Die Prozentangaben haben dabei das Volumen lt. Werksvermessung als Bezugsmaß (Werksmaß entspricht 100 %).
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 11
Tab. 3: Vergleich der Werksdaten mit der Rundungsvariante 1
Das arithmetische Mittel der gerundeten MD1 und MD2 ergibt immer eine ganze Zahl bzw. eine Zahl mit einer 5 als erste Dezimalstelle. Demzufolge wird bei der Variante 1 der MDM gleich bleiben oder aufgerundet. Auf Grund der resultierenden Überbewertung des Holzes entspräche das ermittelte Volumen, hier mit einer Abweichung von über 11 % bzw. 2,23 Fm o.R., nicht der Realität und wäre somit unakzeptabel.
Tab. 4: Vergleich der Werksdaten mit der Rundungsvariante 2
Bei Variante 2 hingegen wird das arithmetischen Mittel aus den gemessenen, also ungerundeten MD1 und MD2 hergeleitet. Lediglich der resultierende MDM wird einheitlich abgerundet. Das daraus ermittelte Volumen liegt dabei 4,7 % bzw. 0,91 Fm o.R. über dem des Werksmaßes. Auf die Stückzahl bezogen entspräche dies etwa 12,9 von 265 Abschnitten bei einem durchschnittlichen MDM von 15,0 cm o.R.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 12
Tab. 5: Vergleich der Werksdaten mit der Rundungsvariante 3
Das Abrunden der gemessenen Durchmesser, wie es die HKS bei der Vollaufnahme vorschreibt, wäre aufgrund der genauen Bestimmung der Durchmesser durch die Vermessungsanlage im Werk nicht gerechtfertigt. Zudem fände bei dieser Rundungsvariante eine doppelte Abrundung statt, des MD1 und MD2 sowie des daraus resultierenden MDM’s. Die daraus ermittelten Volumina wären somit viel zu gering. In dieser Prüfmenge liegt das ermittelte Volumen 6,5 % unter dem des Werkes, was einer Masse von 1,26 Fm o.R. entspricht.
Tab. 6: Vergleich der Werksdaten mit der Rundungsvariante 4
Die Berechnung des Volumens mit genauen Werten - also das absolute Unterbleiben des Rundens der gemessenen MD1, MD2 und des resultierenden MDMs sowie die Angabe der Einzelstammvolumina mit 4 Dezimalstellen - ruft in dieser Prüfmenge eine Volumenabweichung zum Werksmaß von 6,7 % bzw. 1,29 Fm o.R. hervor. Dies entspräche in dieser Prüfmenge (265 Stück) bei einem durchschnittlichen MDM von 15,0 cm o.R. etwa einer Menge von 18,2 Abschnitten.
Die Rundungsvarianten 1 und 3 führen wegen ihrer aufgeführten negativen Charaktere (einseitiges Auf- bzw. Abrunden) zu realitätsfremden Ergebnissen, was deren Ablehnung in der Anwendung zu Folge hat. Kein Volumen der aufgeführten Varianten kommt jedoch dem Ergebnis der Werksvermessung nahe.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 13
Die Ursachen liegen in den erwähnten uneinheitlichen Rundungsvorgängen. Zur Erklärung dieses Sachverhaltes sollen die Daten der Abschnittsnummern 1 und 265 aus der Tabelle 6 interpretiert werden. Bei Nummer 1 wäre der ermittelte MDM das arithmetische Mittel aus den normal gerundeten MD1 und MD2. Das heißt, der MD1 mit 18,4 cm würde auf 18,0 cm abgerundet und der MD2 mit 17,7 cm auf 18,0 cm aufgerundet werden. Der resultierende MDM beträgt somit 18,0 cm, wenn dieser auf ganze Zentimeter abgerundet wird. Aus dem ermittelten MDM der Abschnittsnummer 265 ist jedoch zu schließen, daß hier alle 3 Werte abgerundet werden. Das heißt, der gemessene MD1 mit 25,9 cm wird auf 25,0 cm abgerundet, der MD2 mit 26,6 cm wird auf 26,0 cm abgerundet und der daraus resultierende MDM von 25,5 cm wird ebenfalls auf 25,0 cm abgerundet. Die somit entstandene Durchmesserdifferenz zum absolutem MDM (26,25 cm) beträgt in diesem Fall 1,25 cm. Im Durchschnitt liegt der werkseitig ermittelte MDM von 15,0 cm in dieser Prüfmenge 0,48 cm unter dem absolutem Wert von 15,48 cm.
Das Abrunden in der Variante 2 von lediglich einem Wert (des ermittelten MDM) hat hier eine Differenz von 4,7 % zum Werksmaß zur Folge. Die Differenz zum absolutem Wert (6,7 % Abweichung zum Werksmaß) beträgt damit nur 2,0 %. Die Anwendung dieser Rundungsmethode wäre angesichts der hohen Genauigkeit der Werksmeßanlage am sinnvollsten. Eine Nachvollziehbarkeit der ermittelten MDM wäre somit gewährleistet. Eventuell auftretende Meßfehler könnten mit einem einheitlichem Abrunden des MDM kompensiert werden.
Untersuchungen ergaben auch, daß bei der Stückzählung durch Störungen in der Anlage und damit verbundener falscher Impulsauslösung Fehler auftreten können, welche sich wiederum auf das Gesamtvolumen auswirken. Die Stückzahldifferenz betrug dabei 6 Stück bei einem Stichprobenumfang von 140 Abschnitten [5].
Für die nachfolgenden Berechnungen werden jedoch die vom Werk angegebenen Volumina als genaue Bezugsgröße angenommen.
2.1.7 Sektionsweises Raummaßverfahren
Der ursprüngliche Anwendungsbereich dieses Verfahrens ist das Industrieschichtholzpolter. Jetzt soll es auch an LAS - Stapeln angewandt werden. Die Vorgehensweise unterliegt den Bestimmungen der HKS.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 14
Aus den Meßgrößen Länge, Höhe und Tiefe (Sortenlänge ohne Übermaß) des Polters wird das Bruttoraummaß in der Einheit Raummeter [Rm m.R.] ermittelt. Durch Multiplikation des Bruttoraummaßes mit dem Reduktionsfaktor (0,96) [4] und dem Umrechnungsfaktor (vorläufig 0,58 für sämtliche Längen von Ki - LAS) [2] wird das Holzvolumen in die Einheit Festmeter [Fm o.R.] umgerechnet. Zur Kontrolle und Nachvollziehbarkeit ist eine Stückzählung an der Stirnseite durchzuführen. Aus dem Festmaß und der Anzahl der Abschnitte lassen sich der Volumen- und Durchmessermittelstamm herleiten. Eine Stärkeklassenverteilung läßt sich allerdings nicht erstellen.
Für eine genaue Vermessung des Polters bedarf es folgender Voraussetzungen:
nur eine Sortenlänge pro Los - nachHolzartengruppen getrennte Polter - möglichstfreier Zugang zur Poltervorder- und -rückseite - dichtgesetztes Holz (geringe Hohlräume zwischen den Rollen) - diebündige Polterung (die Abweichung von einer mittleren Ebene darf max. 50 cm - betragen)
eine möglichst einheitliche Polterhöhe (aber max. 3m) - beidseitigesAufliegen der Polter auf Unterlagen am LKW - befahrbarem Weg - möglichstkeine Äste, Schnee, Schmutz u.ä. zwischen den Rollen - Beigroben Abweichungen gegen diese Bestimmungen ist gegebenenfalls ist eine Neupolterung durchzuführen.
Der Arbeitsablauf geschieht allein oder zu zweit, wobei die zweite Person das Meßprotokoll führt sowie eine Hilfestellung beim Bestimmen der Sektionshöhe aus einiger Entfernung geben kann. Dies hat auch den Vorteil der Reduzierung des Parallaxe - Fehlers beim Ablesen an der Meßlatte.
Benötigte Arbeitsgeräte sind für die Längenermittlung ein 20m bis 50m langes Rollmeßband, für die Höhenmessung ein Zoll-Stock bzw. für Polter über 2 m Höhe eine 3 m lange Forstmeßlatte mit 5-cm-Einteilung und für die Polterbeschriftung eine Farbsprühdose oder Forstkreide. Zusätzlich werden zur Protokollierung der Daten ein Waldaufnahmebeleg und möglichst wasserfestes Schreibgerät benötigt (z.B. Bleistift, um das Verwischen der Schrift durch Nässe zu verhindern).
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 15
Für die Datenerhebung ist zu jedem Los ein Waldaufnahmebeleg zu erstellen. Es kann dabei
aus mehreren Poltern bestehen. Die Berechnungen erfolgen für jedes Polter einzeln mit anschließender Summierung der Ergebnisse. Dies kann per EDV-Programm oder schriftlich auf dem Beleg geschehen. Die zu vermessende Teile des Polters sind erstens das Polterteil mit den vollständigen Sektionslängen, zweitens die Restlänge (Polterteil mit unvollständiger Sektionslänge) und drittens die Stückzahl des gesamten Polters.
Die Poltertiefe entspricht der Sortenlänge. Mögliche LAS - Standartlängen sind 3 m ; 3,60 m; 4 m ; und 5 m. Außerdem ist eine Längenzugabe von mindestens 1 % der Sortenlänge als Sägeverschnitt vorgeschrieben [4]. Um eine Unterschreitung der Mindestlänge zu vermeiden, werden bei der Sortierung generell etwa 10 cm pro Abschnitt dazugegeben. Diese bleiben bei den Berechnungen aber unberücksichtigt.
Die Ermittlung der Polterlänge findet beidseitig, vom selben Ende ausgehend, an der Basis des Polters statt. Die Werte sind auf eine Dezimalstelle zu runden und am Ende anzuschreiben. Anschließend ist das Polter in Sektionen zu unterteilen. Die Sektionslänge ist dabei abhängig von der Gesamtpolterlänge. Sie muß auf der Vorder- und Rückseite gleich sein. In Grenzfällen ist die jeweils geringere Sektionslänge zu wählen.
Beilspielsweise ist bei einer Gesamtlänge von vorn 9,60m und hinten 10,40m eine Sektionslänge von 1 m zu wählen. Die Grenzen der Sektionen sowie die Sektionsmitten sind für die spätere Höhenmessung zu markieren. Am Ende des Polterrestes ergibt sich meistens ein Längenrest, welcher keine ganze Sektion mehr bildet. Dessen Länge ist separat aufzuschreiben sowie deren Mitte zu kennzeichnen. Er wird bei der Volumenberechnung für sich behandelt.
Die folgende Tabelle enthält die lt. HKS vorgeschriebenen Sektionslängen.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 16
Die Sektionshöhen sind senkrecht an den markierten Sektionsmitten in 5-cm Stufen zu messen. Die Meßlatte ist dazu nicht auf dem Boden, sondern am Fußpunkt des Polters direkt am Holz anzuhalten. Die Unterlagen sind dabei nicht zu berücksichtigen. Abgelesen wird an der Stelle, wo die Senkrechte die Stirnfläche des Polters verläßt. Die Prozedur ist auf der Vorder- und Rückseite durchzuführen. Es darf kein visuelles Ausgleichen erfolgen, um die Nachvollziehbarkeit der Meßwerte zu gewährleisten. Anschließend werden die Werte in den Waldaufnahmebeleg eingetragen. Die Höhe des Polterrestes ist dabei ebenfalls gesondert zu behandeln.
Die Stückzahl wird an der Stirnfläche des Polters erhoben. Um das Übersehen sowie das Doppeltzählen von Abschnitten zu vermeiden, hat die Markierung der bereits erfaßten Stämme unbedingt zu erfolgen. Dazu ist auch eine extra Kennzeichnung aller 100 Stück empfehlenswert, um die Übersicht in der Anzahl zu behalten. Die Polterunterlagen sind in die Stückzahl mit einzubeziehen. Die Menge wird anschließend am Polter angeschrieben sowie im Aufnahmebeleg vermerkt.
Für die Umrechnung von Raummaß in Festmaß gilt der vom MLUR vorläufig vorgeschriebene Umrechnungsfaktor. Er ist für alle Ki - LAS - Längen einheitlich auf 0,58 festgelegt worden. Wie bei der Industrieholzvermessung ist auch hier der Rüttelmaßreduktionsfaktor von 0,96 anzuwenden.
Zur Datenverarbeitung werden die aufgenommenen Werte wie Stückzahl, Längen und Höhen in ein PC - Programm eingegeben. Die Berechnung folgender Zielgrößen geschieht automatisch.
arithmetisches Mittel der Höhen der vollen Sektionen - mittlereHöhe des Polterrestes - Poltervolumender vollen Sektionen aus dem Produkt der Länge x mittlere Höhe x - Tiefe(Sortenlänge)
Volumen des Polterrestes aus dem Produkt der mittleren Länge x mittlere Höhe x - Tiefe(Sortenlänge)
Bruttoraummaß aus der Summe der Volumina von Polterhauptteil und Polterrest - Nettoraummaßaus dem Produkt von Bruttoraummaß und Reduktionsfaktor (0,96) - Festmaßaus dem Produkt von Nettoraummaß und Umrechnungsfaktor (0,58) - Volumenmittelstammaus Quotient von Festmaß und Stückzahl - Durchmessermittelstammdurch umrechnen des Volumenmittelstammes -
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 17
Abb. 1: Prinzip der Volumenermittlung
Lp = Polterlänge des Polterhauptteils Ls = Länge der Sektionen Lü = Länge des Polterrestes Tp = Poltertiefe (Sortenlänge) A HS = Sektionshöhen A HÜ = Höhe des Polterrestes M S = Sektionsgrenzen M SL = Sektionsgrenze des Polterrestes
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 18
Am nachfolgenden Beispiel soll die Vorgehensweise des „sektionsweisen Raummaßverfahrens“ verdeutlicht werden.
Los-Nr.: HAB 221 im FWJ 2001; Sortiment: LAS 4m Forstort: AfF Doberlug-Kirchhain; Oberförsterei Finsterwalde; Revier Grünhaus;
Forstadresse 391d 0
x Poltergesamtlänge: 12,80 m
x Sektionslänge: 2 m (Herleitung s. Tab. 7) x Polterlänge: 12 m (6 Sektionen zu 2 m) x Poltertiefe: 4 m (entsprechend der Sorte: LAS 4m) x Polterhöhe: 1,22m (arithmetisches Mittel aus 12 Höhenmessungen)
¾Poltervolumen (ohne Polterrest): 12 m x 1,22 m x 4 m = 58,56 m³ (r)
x Polterrest: gemessene Werte (mittlere Länge = 0,8 m und Höhe = 0,32 m)
0,8 m x 0,33 m x 4 m = 1,06 m³ (r) ¾Polterrestvolumen: Gesamtes Poltervolumen mit Rinde: = 59,62 m³ (r)
Reduktion um 4 % (Rüttelmaßreduktionsfaktor 0,96): = 57,24 m³ (r)
Umrechnung in Festmeter ohne Rinde (vorläufiger Faktor 0,58): = 33,20 m³ (f) 215 Stück:
Volumenmittelstamm: 33,20 m³ y 215 = 0,1544 m³ o.R. Durchmessermittelstamm: V = Pi/4 * d² * l d = 22,17 cm forstüblich abgerundet: d = 22 cm
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 19
2.2 Charakteristik des Untersuchungsgegenstandes
Für die Untersuchungen wurden LAS - Polter mit einer Sortenlänge von 3 m; 3,60 m; 4 m bzw. 5 m gemessen. Diese haben die oben genannten Voraussetzungen zu erfüllen. Die Untersuchungsobjekte sind Lose der Ämter für Forstwirtschaft Doberlug-Kirchhain, Lübben und Luckenwalde. Die Vermessung der Polter erfolgte im Wald. Aufgrund von Störfaktoren und der unterschiedlichen Beschaffenheiten der Polterplätze kann es zu folgenden Meßfehlern kommen. x bei der Längenmessung
x bei der Höhenmessung
x bei der Stückzählung
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 20
2.3 Statistische Methoden
2.3.1 Ziehen einer geeigneten Stichprobe
Um die in Kapitel 2.2 auftretenden Fehler der einzelnen Polter untereinander auszugleichen, muß eine bestimmte statistische Masse vorhanden sein. Dazu wurden 124 Kiefer-LAS-Polter unterschiedlicher Größen mit insgesamt 9554,28 Raummetern aufgenommen (4 % Rüttelmaß bereits abgezogen). Ein Los kann dabei aus mehreren Poltern bestehen und umgekehrt. Um den Festgehalt zu ermitteln, wird diese Zahl mit einem einheitlichen Umrechnungsfaktor von 0,58 multipliziert. Daraus ergibt sich ein Volumen von 5541,48 Fm o.R. lt. Waldvermessung. Aufgrund von fehlenden sowie nicht eindeutig zuzuordnenden Werksmaßen sind einige Polter ausgeschlossen worden. So konnten letztendlich nur noch 99 Lose zu 100 Poltern mit insgesamt 5044,07 Fm o.R. und 58032 Stck. lt. Werksvermessung für die Berechnungen verwendet werden. Die separate Behandlung der Lose war wegen teilweiser Vermischungen des Holzes beim Abfahren nicht mehr möglich. Sie wurden jeweils zu Einheiten zusammengefaßt. Letzten Endes ergaben sich daraus 37 Lose bzw. Loseinheiten. Zusätzlich zur sektionsweisen Vermessung ist bei einigen Positionen eine Vollkluppung mit insgesamt 599,04 Fm o.R. und 7493 Stck. lt. Waldvermessung durchgeführt worden. Diese mußte ebenfalls wegen fehlender Werkseingangsmaße auf 562,82 Fm o.R. mit 6994 Stck. reduziert werden. Des weiteren werden noch Harvestermaße mit 1685,11 Fm o.R. und 20007 Stück lt. Harvestermessung hinzugezogen, um diese mit den anderen Aufmaßen zu vergleichen.
2.3.2 Stichprobenumfang
Der Festgehalt der Lose bzw. Loseinheiten wird hier als Stichprobenumfang bezeichnet. Die Auswahl der Untersuchungseinheiten unterlag keinen besonderen Bedingungen. D.h., es wurden alle Polter gemessen, die zur Verfügung standen. Es ist nicht genau festgelegt, wie umfangreich der Auswahlsatz zu sein hat. Fest steht allerdings, daß der Stichprobenfehler mit der Größe des Stichprobenumfangs abnimmt. Der Auswahlsatz und der Fehler stehen somit in einem engen Zusammenhang. Im Endeffekt hängt der Umfang der Stichprobe hauptsächlich von zeitlichen und finanziellen Restriktionen ab. Zur Erhöhung des Stichprobenumfangs sind neben dem AfF Doberlug-Kirchhain ebenfalls LAS - Positionen des angrenzenden AfF Lübben und AfF Luckenwalde vermessen worden.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 21
Einen groben Überblick über alle in dieser Arbeit verwendeten Lose und deren unterschiedliche Ergebnisse bei den Vermessungsvarianten soll die folgende Tabelle geben.
Tab. 8: Lose des Stichprobenumfangs
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 22
In einer ersten Betrachtung ist zu prüfen, ob die Durchmesser der Stichprobe von 58032 Abschnitten einer Normalverteilung unterliegen. Unter der Annahme, daß die Durchmesser in der Grundgesamtheit ebenfalls normalverteilt sind, soll sichergestellt sein, daß diese ausreichend groß gewählt wurde, um die Verhältnisse der Grundgesamtheit repräsentieren zu können.
Die Verteilung der Durchmesser ist in der folgenden Tabelle 9 dargestellt. Die Stärkeklasseneinteilung entspricht dabei der des Werkseingangsprotokolls. Durch das Zusammenfassen der Sortimente verschiedener Längen stimmen die berechneten Klassenmitten nicht exakt mit der Realität überein. Das teilweise Zusammenfassen von Losen ließ eine Trennung nach Sortenlängen nicht zu. Der Großteil der Stichprobe sind 4-Meter-Abschnitte. 5-metrige, 3-metrige und 3,6-metrige Rollen gleichen sich in ihrem Volumen in etwa aus. Zur Berechnung der Klassenmitte wird daher eine Rollenlänge von 4 Metern angenommen.
Zur Veranschaulichung werden die Daten in Abb. 2 ‚Häufigkeitsverteilung lt. Werksmaß’ dargestellt. Die Klassen 1b1 und 1b2 sind dabei zusammengefaßt worden.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 23
Abb. 2: Häufigkeitsverteilung lt. Werksmaß
Anhand der Abbildung 2 ist zu erkennen, daß die Häufigkeitsverteilung der vorliegenden Stichprobe von einer Normalverteilung abweicht. Solch eine wäre gegeben, wenn die einzelnen Summenhäufigkeiten, aufgetragen gegen die Klassenmitten, symmetrisch um einen Mittelwert liegen würden. Diese Kurve tendiert dagegen mehr zu einer linkssteilen Verteilung, also ein prozentual hoher Anteil an schwächeren Abschnitten (1a und 1b mit 84,17 %). Dafür gibt es mehrere Ursachen. Die durchforsteten Bestände sind oft noch relativ jung (Neu-und Wiederaufforstungen nach dem 2. Weltkrieg). Das gewonnene LAS entstammt daher meist aus Pflegemaßnahmen und hat demnach nur geringe Durchmesser, hier im Mittel ca. 16 cm o.R. lt. Werksmaß. Des weiteren sind Abschnitte unter 10 cm (STKL 0) nicht in der Stichprobe enthalten. Aufgrund des lt. HKS vorgeschriebenen Mindestzopfdurchmessers von 11 cm o.R. für die STKL 1a und 1b beträgt der minimale Mittendurchmesser dieser Stichprobe für die STKL 1a im Durchschnitt 13 cm o.R. Nach oben hin sind die Durchmesser dagegen nur von der Sägevorrichtung abhängig. Der Graph beginnt daher erst bei diesem minimalen Durchmesser von 13 cm, hat sein Maximum bei etwa 16 cm und fällt allmählich bis 46 cm ab, wodurch der linkssteile Charakter verstärkt wird.
Da davon auszugehen ist, daß die Mittendurchmesser der Grundgesamtheit (Ki-LAS) normalverteilt sind, ist der gewählte Stichprobenumfang nicht im vollen Maße repräsentativ, bezogen auf die Grundgesamtheit. Alle zu treffenden Aussagen gelten daher vornehmlich für die gezogene Stichprobe und sind für die Grundgesamtheit an dieser Stelle als Tendenz zu werten.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 24
2.3.3 Bestimmung des Regressionskoeffizienten
Ein direkter Zusammenhang der ermittelten Massen lt. Wald- und Werksmaß ist wegen der unterschiedlichen Art der Vermessung sowie unterschiedlichen Stückzahlen nicht gegeben. Es lassen sich allerdings aus den einzelnen Festmaßen und der dazugehörigen Stückzahlen der Durchmessermittelstamm für die jeweilige Lose bzw. Los-Einheit herleiten. Die Abhängigkeit der Berechnung von der Länge der Stämme setzt eine einheitlichen Sortenlängen innerhalb der Lose bzw. Los-Einheiten voraus. Deshalb beziehen sich die folgenden Betrachtungen ausschließlich auf die in Tab. 10 ‚Vergleich der Durchmessermittelstämme’ aufgelisteten Holzbuchnummern. Die Darstellung der verwendeten statistischen Verfahren geschieht anhand der MDM ohne Rinde.
Tab. 10: Vergleich der Durchmessermittelstämme
Die Tabelle 10 beweißt, daß sich die Werte der Durchmessermittelstämme unabhängig von der Los-Größe tendenziell nähern, je mehr sie zunehmen.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 25
Das heißt, je stärker der mittlere Rollendurchmesser ist, desto übereinstimmender sind die ermittelten Festgehalte der Lose der Wald und Werksvermessung. Die ausführliche Interpretation geschieht an späterer Stelle in Kapitel 3.2 ‚Gegenüberstellung der Durchmessermittelstämme’.
Der nachfolgende Scatterplot stellt einen stochastischen Zusammenhang zwischen den Durchmessermittelstämmen der Poltereinheiten aus der Tabelle 10 dar.
Die Ausprägung des Datenmaterials der Stichprobe legt den Schluß nahe, einen linearen Zusammenhang zwischen der Werksvermessung (als unabhängige Variable) und der Waldvermessung (als abhängige Variable) anzunehmen.
Die Regressionsfunktion hat demnach folgende Gestalt:
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 26
Zur Berechnung der Regressionsgeraden :
Berechnung der Steigung:
Berechnung des Achsenabschnittes:
mit
Für das zugrundeliegende Datenmaterial (Durchmessermittelstamm - Gegenüberstellung) ergibt sich somit folgende Regressionsfunktion.
Die Interpretation der entsprechenden Werte für die Steigung und Achsenabschnitt geschieht ebenso in Kapitel 3.2 ‚Vergleich der Durchmessermittelstämme’.
Untersuchungs- und Auswertungsmethodik 27
2.3.4 Güte der Regressionsfunktion der Stichprobe
Nach der Berechnung der Regressionsfunktion sollte ermittelt werden, ob diese die Vermessungsdaten repräsentieren kann. Falls die Streuung zwischen den einzelnen Werten zu hoch ausfällt, kann nicht von solch einer Repräsentanz ausgegangen werden. Zur Beurteilung der Güte der Regressionsfunktion für die Beschreibung der Daten werden der Korrelationskoeffizient bzw. das Bestimmtheitsmaß herangezogen. Beide stehen dabei im engen Zusammenhang. ² r B
mit
n Anzahl der verwendeten Polter und Poltereinheiten
Mögliche Ergebnisse für den Korrelationskoeffizienten sind wie folgt zu bewerten:
Die Werte des Korrelationskoeffizienten bzw. des Bestimmtheitsmaßes zeigen, daß bei allen Gegenüberstellungen der Durchmessermittelstämme eine Annäherung durch eine lineare Regressionsfunktion eine sehr gute Korrelation gegeben ist.
Diskussion der Ergebnisse 28
3. Ergebnisse
Nach der Beschreibung für die Ermittlung der Ausgangswerte folgt nun die Interpretation der weiterführenden Berechnungen.
Unter Anwendung mathematisch-statistischer Verfahren erfolgt die grafische bzw. schriftliche Darstellung der Parameter x Stückzahl x Durchmessermittelstamm x Mittendurchmesser x Volumen x Stärkeklasse
und die daraus resultierenden meßtechnischen und wirtschaftlichen Aspekte.
Der für die Untersuchung zu Grunde gelegte Stichprobenumfang wurde aus finanziellen und zeitlichen Aspekten auf einen halben Jahreseinschlag an Ki-LAS des AfF Doberlug-Kirchhain festgelegt. Dies entspricht etwa einer Masse von ca. 4500 Fm o.R. lt. Werksvermessung. Es steht daher nicht genau fest, ob diese Masse den Volumenfehler der Grundgesamtheit repräsentiert.
Um schon im voraus zu erwartende Fehler auszugleichen zu können, sind Lose mit einem Gesamtvolumen von 5541,48 Fm o.R. per sektionsweisem Raummaßverfahren ermittelt worden. Aufgrund der bereits erwähnten Ursachen (s. Kapitel 2.3.1 ‚Ziehen einer geeigneten Stichprobe’) erfolgte eine Reduzierung auf 5044,07 Fm o.R. lt. Werksvermessung.
3.1 Gegenüberstellung der ermittelten Stammzahlen
Das am einfachsten nachvollziehbare Kontrollmaß ist die Stückzahl. Die Tab. 8 ‚Lose des Stichprobenumfangs’ macht jedoch deutlich, daß die verschiedenen Vermessungsmethoden zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Der Harvester bzw. die Waldarbeiter geben beim Einschlag die Anzahl der Abschnitte eines Loses vor. Demnach muß dieser Wert gegenüber denen der anderen Vermessungsverfahren am höchsten sein. Die Tabelle 8 beweist allerdings das Gegenteil.
Diskussion der Ergebnisse 29
Ursache dafür kann das Anlegen von Mischfuhren sein. Im Werk sind die Lose dieser Mischfuhren aber teilweise nicht mehr eindeutig voneinander zu trennen. Aus Sicherheits-und ökonomischen Gründen ist das Erstellen von Mischfuhren jedoch unvermeidbar. So muß z.B. bei einer Losgröße von über 30 Fm o.R. ein Rest des Polters getrennt abgefahren werden, um ein Überladen des LKWs zu vermeiden. Ebenso können z.B. 2 Lose mit insgesamt etwa 30 Fm o.R. auf einem LKW abtransportiert werden.
Die Differenzen zur ermittelten Stückzahl bei der Vollaufnahme sowie am Polter sind durch die in Kapitel 1.1 ‚Beschreibung der Ist - Situation bei der Aufnahme von Langholzabschnitten im Wald’ erwähnten Ursachen zu erklären. Ebenso wirken sich die in Kapitel 2.1.6 ‚Werksvermessung’ beschriebenen Fehlerquellen (z.B. falsche Impulsauslösung) der Werksvermessung auf die Gesamtstückzahl aus. Nebenbei ist zu erwähnen, daß ein Teil der Stückdifferenz durch Diebstahl von Rollen am Polter hervorgerufen wird. In dieser Stichprobe beträgt die Werksstückzahl 58032 und die des Poltermaßes 57546 Stück. Daraus ergibt sich eine Differenz von 486 Stück, was etwa 0,8 % bzw. 42 Fm o.R. der Gesamtmasse entspricht. Da die werkseitige Volumenermittlung im Gegensatz zum Poltermaß auf der Stückzahl beruht, wäre der tatsächliche Unterschied des Volumens zwischen Polter- und Werksmaß der Stichprobe um diesen Prozentsatz geringer. Es ist aber auch möglich, daß niedrigere Stückzahl des Poltermaßes lediglich durch das vergessene Zählen am Polter zu Stande gekommen ist und somit die wahren Stückzahlen in etwa übereinstimmen. Daraus resultiert, daß der aufgrund der Stückdifferenz entstehende Volumenfehler von 0,8 % in Wirklichkeit viel geringer ist.
3.2 Vergleich der Durchmessermittelstämme
Zur ersten beschreibenden Übersicht sind in Tabelle 10 ‚Vergleich der Durchmessermittelstämme’ die Durchmessermittelstämme der Loseinheiten gegenübergestellt worden. Wie bereits erwähnt, nimmt die Differenz zwischen Werks- und Poltermaß mit steigendem mittleren Durchmesser tendenziell ab. Die Ursache dafür ist der unterschiedliche reelle Umrechnungsfaktor von Raummaß und Festmaß eines Polters.
Diskussion der Ergebnisse 30
Für die statistischen Beschreibung der Daten ist die lineare Regressionsfunktion ermittelt.
Diskussion der Ergebnisse 31
Die Ausprägung läßt eine lineare Beziehung erkennen. Ein optimaler Zusammenhang wäre gegeben, wenn die Werte der Werkseingangsmessung mit denen des sektionsweisen Raummaßverfahrens übereinstimmen würden. Dies entspräche der dargestellten Gerade des konstanten Faktors von 0,58. Die Abbildung 5 zeigt jedoch, daß die Regressionsfunktion der Stichprobe bis zu einem Durchmesser von ca. 20,5 cm o.R. über der Gerade des konst. Faktors liegt. Daraus folgt, daß der beim sektionsweisen Raummaßverfahren angewandte Faktor von 0,58 vorrangig für Lose mit hohem Durchmessermittelstamm zutrifft. Der Festgehalt von Polter mit geringem mittlerem Stammdurchmesser wird dagegen überbewertet. Das wirkt sich wiederum auf die Differenz der gesamten Stichprobe zwischen Werks- und Waldmaß aus. D.h., je mehr Polter mit geringem Durchmessermittelstamm in den Stichprobenumfang mit einbezogen werden, desto größer wird die Abweichung vom Poltermaß zum Werksmaß und umgekehrt. Der Unterschied der Durchmessermittelstämme liegt in dieser Stichprobe im Durchschnitt 3,7 %. Bei 14 cm o.R. beträgt er 6,1 %. Eine Übereinstimmung beider Datenpaare wäre bei ca. 20,5 cm o.R. gegeben.
Das Bestimmtheitsmaß B = 0,96869 (entspricht 96,9 %) gibt an, daß die ermittelte Gerade den Zusammenhang ausgezeichnet beschreiben kann. D.h., Steigung und Achsenabschnitt würden sich durch hinzufügen weiterer Datenpaare nur geringfügig verändern. Der durchschnittliche Umrechnungsfaktor aller Lose dieser Stichprobe beträgt ca. 0,55. Die Anwendung dieses Faktors beim sektionsweisen Raummaßverfahren würde voraussichtlich den Anstieg der Regressionsfunktion auf etwa 1 erhöhen. Das hätte aber zur Folge, daß Lose mit großem Durchmessermittelstamm in ihrem Festgehalt unterbewertet wären. Die Differenz zw. Werks- und Waldmaß wäre bei Stichprobenumfängen mit einer hohen Anzahl solcher Lose im negativen Bereich. Das ist wiederum nachteilig für die Forstwirtschaft, wenn das Waldmaß als Verkaufsmaß angewandt würde.
Die Ursachen der unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren werden in Kapitel 3.4 ‚Stärkeklassenverteilung’ näher erläutert.
3.3 Vergleich der ermittelten Volumen
Die hier zu untersuchende Fragestellung ist die Übereinstimmung der Festgehalte ohne Rinde von Harvestermaß, Vollkluppung, Poltermaß und Werksmaß. Hierbei gilt es, den Fehler der betrachteten Meßverfahren herauszuarbeiten, da die unterschiedlichen Arten der Volumener- mittlung zu ungleichen Ergebnissen führen.
Diskussion der Ergebnisse 32
3.3.1 Vergleich von Werksmaß und Harvestermaß
Grundlage dafür sind Ki-LAS-Lose, deren Erzeugung ausschließlich durch Harvester erfolgte. Der Umfang dieser Stichprobe beträgt lt. Werksvermessung 1550,9 Fm o.R. mit 19963 Stück lt. Werksvermessung. Die nachfolgende Tabelle 11 ‚Vergleich der Ki-LAS-Lose zwischen Werk und Harvester’ stellt die Unterschiede der ermittelten Volumen lt. Werk und Harvester dar. Wie bereits erwähnt, sind beim Harvestermaß ein Volumenfehler von 4 % zulässig. Die Volumendifferenzen betragen jedoch bis zu 17,7 %, wobei die Unterschiede durch die verschiedenen Stückzahlen kaum ins Gewicht fallen. Da beide Vermessungssysteme durch die jeweiligen zuständige Anstalten FPA und PTB auf ihre Genauigkeit geprüft sind, stellt sich hier die Frage, wodurch die großen Unterschiede zu Stande kommen.
Tab.11: Vergleich der Lose zwischen Werk und Harvester
Die Tatsache, daß beide Vermessungssysteme auf der einzelstammweisen Volumenermittlung basieren, läßt einen Vergleich der ermittelten Mittendurchmesser zu. Eine direkte Gegenüberstellung der Daten ist wegen der unterschiedlichen Einteilung in Stärkeklassen nicht möglich. Aufgrund von teilweise mehreren Sortimenten pro Los wurde für die folgenden Berechnungen ausschließlich das Sortiment LAS 4m verwendet. Dies gewährleistet Rückschlüsse auf die Beziehungen von Durchmesser- und Volumenmittelstamm zwischen Werks- und Har- vestermaß in Bezug auf die Sortimentslänge von 4m.
Diskussion der Ergebnisse 33
x Verwendete Lose: Revier HAB
Diese Einschränkung reduzierte die statistische Masse auf 689,55 Fm o.R. zu 9224 Stück. Wegen des zu geringen Volumens der Stichprobe ist nicht mehr die Repräsentanz für die Grundgesamtheit gegeben. Es wird lediglich eine Tendenz dargestellt.
Diskussion der Ergebnisse 34
Abb. 6: Häufigkeitsverteilung Werksmaß - Harvestermaß
Die Betrachtung des folgenden Datenmaterials läßt erkennen, daß die vom Werk gemessenen Durchmesser über alle Stärkeklassen hinweg geringer ausfallen, als die des Harvesters. Die Abbildung 6 zeigt auch eine Zunahme der Differenz zwischen beiden Meßverfahren im oberen Bereich. Das mögliche Auftreten dieser Meßdifferenzen zwischen Werks- und Harvestermaß ist neben den Meßfehlern durch die unterschiedliche Art und Weise der Herleitung des MDM’s sowie Rundungen der errechneten Volumina zu erklären. Die MDM’s des Harvesters sind die arithmetischen Mittel aus jeweils 10 Einzelmessungen. Der ermittelte Festgehalt wird mit 3 Dezimalstellen angegeben. Der Abzug des Rindenanteils geschieht dabei nicht in Abhängigkeit von der Rindenart, sondern durch sich auf den MDM beziehende im Bordcomputer einprogrammierte Tabellen. Diese können von Hieb zu Hieb unterschiedlich sein, je nach Baumart und Alter der Bestände. Es sind daher auch Fehler durch falsche Kalibrierung zu vermuten.
Im Gegensatz dazu erfolgt die Messung im Werk nach der Entrindung. Der MDM setzt sich hier aus zwei Werten, dem MD1 und MD2, zusammen. Diese sind je nach Hersteller der Vermessungsanlage jeweils das Ergebnis aus sehr viel mehr Einzelwerten.
Diskussion der Ergebnisse 35
Die in Kapitel 2.1.6 ‚Werksvermessung’ erwähnten vollzogenen Rundungen während der Volumenberechnung führen ebenfalls zu einem unterschiedlichen MDM. Da das Einzellstammvolumen auf dem Durchmesser basiert, führen die in Tab. 11 ‚Vergleich der Lose zwischen Werk und Harvester’ dargestellten Unterschiede der Mittendurchmesser von teilweise über 1,5 cm zu extremen Volumendifferenzen. Aufgrund des „d²“ in der Volumen-formel steigt mit zunehmenden Durchmesserfehler der Volumenfehler exponential an. Die Differenzen zwischen Harvester- und Werksmaß sind demnach hauptsächlich auf den unterschiedlichen MDM zurückzuführen. Trotz amtlicher Überprüfung führen beide Verfahren zu ungleichen Ergebnissen.
3.3.2 Vergleich von Werksmaß und Vollkluppungsmaß
Beide Vermessungsmethoden gelten in der Forstwirtschaft als relativ genau. Da das Werksmaß als Verkaufsmaß und die Vollkluppung für die Verlohnung genutzt wird, soll geprüft werden, inwieweit sich beide Verfahren bezüglich ihrer Ergebnisse unterscheiden. Für einen Vergleich fanden Vollkluppungen von mehreren Losen statt. Dabei wurden 10 Lose mit einem Volumen von insgesamt 599,04 Fm o.R. und 7493 Stück lt. Waldvermessung erhoben. Aufgrund von fehlenden Werkseingangsmaßen fand auch hier eine Reduzierung auf 9 Lose mit 562,82 Fm o.R. und 6994 Stück lt. Vollkluppung statt. Für eine günstige Kosten/Erlös - Konstellation müßten die jeweiligen errechneten Volumina nahe beieinander liegen. In Tabelle 14 ‚Vergleich der Lose zwischen Werk und Vollkluppung’ ist aber das Gegenteil zu sehen. Unter Berücksichtigung der Stückzahl sind in dieser Stichprobe Differenzen von bis zu 13,7 % vorhanden. Daraus resultieren für die Verlohnung mehr Ausgaben und für den Verkauf des Holzes weniger Einnahmen.
Die Ursachen der großen Unterschiede sind ebenfalls beidseitige Meßfehler, die unterschiedliche MDM-herleitungen insbesondere dessen Rundungsvorgänge. Im Gegensatz zur Harvestermessung wird hier nur eine Messung an der Stammitte vorgenommen und auf volle Zentimeter forstüblich abgerundet. Die Rinde ist für jeden Stamm individuell gemäß HKS abzuziehen. D.h., der Rindenabzug richtet sich nach der tatsächlichen Rinde, nicht nach dem Durchmesser. Die Messung findet im Bestand am ungerücktem Holz statt. Daraus ergeben sich wieder Fehlerquellen in der Genauigkeit der Aufnahmen bezüglich der Stückzahl und Mittendurchmesser. Gründe dafür sind die Unübersichtlichkeit im Bestand und das teilweise unmögliche Messen in der Mitte des Stammes durch Vorhandensein von Raubeugen.
Diskussion der Ergebnisse 36
Weiterhin gibt es Unterschiede zwischen den Forstbediensteten bei der Klassifizierung der Rinde und somit des in der HKS geregelten Rindenabzuges. Auf die Gesamtmasse bezogen gleichen sich diese Fehler wahrscheinlich gegenseitig aus.
Tab. 14: Vergleich der Lose zwischen Werk und Vollkluppung
Diskussion der Ergebnisse 37
Abb. 7: Häufigkeitsverteilung Werksmaß - Vollkluppung
Das Datenmaterial zeigt, daß die Durchmesser der Vollkluppung ebenso wie die des Harvesters über denen des Sägewerkes liegen. Es ist auch zu erkennen, daß im oberen Bereich die Differenz zwischen beiden Meßverfahren zunimmt (etwa ab MDM 17 cm o.R.). Die Meßfehler, die unterschiedlichen Mittendurchmesserherleitungen und deren Rundungsmethoden führen somit zu verschiedenen Volumina. Die Differenzen haben demnach die selben Ursachen wie beim Vergleich von Harvester- und Werksmaß. Konkrete Angaben können aufgrund des zu geringen Stichprobenumfangs von 562,82 Fm o.R. und 6994 Stück lt. Vollkluppung nicht getroffen werden. Die Unterschiede liegen jedoch deutlich erkennbar über einem Zentimeter. Die unterschiedliche Stückzahl der Werksvermessung und Vollkluppung ist hauptsächlich auf das Übersehen der Abschnitte bei der Aufnahme im Wald zurückzuführen. Die durchschnittliche Volumendifferenz von 9,4 % (s. Tab. 14 ‚Vergleich der Lose zwischen Werk und Vollkluppung’) wäre somit um etwa 2 % höher, da die Volumenberechnung beider Vermessungsmethoden auf Einzelstammvolumina basieren. Die angegebenen Werte sind allerdings hier auch lediglich als Tendenz anzusehen.
Diskussion der Ergebnisse 38
3.3.3 Vergleich von Harvestermaß und Poltermaß
Für einen Vergleich dieser Vermessungsmethoden stehen 7 Loseinheiten unterschiedlicher Größe mit insgesamt 1355,78 Fm o.R. und 15950 Stck. lt. Harvestermessung zu Verfügung. Das Harvestermaß müßte lt. Kapitel 3.3.1 ‚Vergleich von Werksmaß und Harvestermaß’ über dem Werksmaß liegen. Ein Harvestermaß (s. Tab. 11 ‚Vergleich der Lose zwischen Werk und Harvester 1. Zeile [Wormlage HAB 418; 419; 421; 422; 427; 428; 429; 430]’ liegt jedoch weit unter dem Werksmaß. Aufgrund dieser unerklärlichen Anomalie fand eine Reduzierung auf 6 Loseinheiten mit 1013,64 Fm o.R. und 11496 Stck. statt.
Tab. 17: Vergleich der Lose zw. Poltervermessung und Harvestermessung
Die Gegenüberstellung zeigt, daß die Werte des Harvestermaßes über denen des Poltermaßes liegen. Die unterschiedlichen Volumina sind vermutlich auch hier durch Meßfehler sowie der verschiedenartigen Festmaßberechnung zu erklären. Während das Harvestermaß vom MDM abhängt, ist der Festgehalt eines Polters ein Produkt aus dem Raumvolumen und dem Umrechnungsfaktor. Dieser kann, wie an späterer Stelle erläutert, von Los zu Los unterschiedlich groß sein. Bei den Berechnungen wird jedoch ein einheitlicher Faktor angenommen, was einen Volumenfehler des Poltermaßes zur Folge hat. Ebenso sind Fehler bei der Kalibrierung des Harvesters bezüglich des Rindenabzuges möglich. Die Volumendifferenzen von -2,2 % bis -11,1 % können somit durch die gegenseitige Addition oder Aufhebung beiderseitig entstandener Fehler entstanden sein.
Die geringere Stückzahl im Poltermaß ist auf das Vergessen von Abschnitten beim Rücken sowie auf Zählfehler am Polter zurückzuführen. Da die Volumenberechnung der Harvestermessung auf der Stammzahl basiert, ist die eigentliche Differenz zwischen dem Polter- und Harvestermaß entsprechend geringer. Genaue Aussagen sind aufgrund des zu kleinen Stichprobenumfangs nicht zu treffen.
Diskussion der Ergebnisse 39
3.3.4 Vergleich von Vollkluppungsmaß und Harvestermaß
Weil die Durchforstung großer Flächen aus ökonomischen Gründen vorwiegend durch den Harvester geschieht, wurde in der Praxis wegen des hohen Aufwands auf eine zusätzliche Vollkluppung verzichtet. Daher steht für eine Gegenüberstellung beider Vermessungsmethoden in dieser Arbeit lediglich eine Loseinheit zu Verfügung. Es handelt sich hierbei um die Losnummern 224 und 225 des Reviers Grünhaus, deren Aufnahmefläche ca. 20 ha beträgt.
Tab. 18: Vergleich von Harvestermessung und Vollkluppung
Die Differenz der Volumina zwischen Harvestermaß und Vollkluppung ist mit rund 8 Fm o.R. (entspricht 2,3 %) bei einer Gesamtmasse von etwa 340 Fm o.R. relativ gering. Sie ist vorrangig durch die Stückzahldifferenz von 70 Abschnitten (entspricht 1,7 %) zu erklären, welche durch die in Kapitel 1.1 erwähnten Fehlerquellen der Vollaufnahme hervorgerufen wurde. Das Angleichen der Stückzahlen ergäbe unter zu Hilfenahme des Volumenmittelstammes einen Unterschied der Ergebnisse von 2 Fm o.R. Die Ähnlichkeit beider Vermessungssysteme läßt auch hier einen Vergleich der ermittelten Mittendurchmesser zu.
Diskussion der Ergebnisse 40
Die Graphen der Vollkluppung und der Harvestermessung sind nahezu identisch. Daraus ist zu schließen, das für diese Stichprobe der gewählte Rindenabzug des Bordcomputers mit der HKS übereinstimmt. Bei der Vollkluppung wird jedoch forstlich abgerundet, während die Harvestermessung auf 3 Dezimalstellen genau mißt. Vergleiche einzelner Werte sind daher nicht möglich. Die geringen Volumenunterschiede befürworten die Aussage des Ausgleichs von Meßfehlern bei der Vollkluppung, würde das Harvestermaß als genauer Wert angenommen werden. Aufgrund des zu geringen Stichprobenumfangs lassen sich jedoch keine Rückschlüsse auf andere Hiebe und damit auf die Grundgesamtheit ziehen.
3.3.5 Vergleich von Vollkluppungsmaß und Poltermaß
Wegen des fehlenden Poltermaßes der Loseinheit „Grünhaus 224; 225“ mußte bei diesem Vergleich der Stichprobenumfang von 562,82 auf 231,32 Fm o.R. lt. Vollkluppung reduziert werden. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die Aussagekraft der verwendeten Lose in Bezug auf die Grundgesamtheit aus.
Tab. 19: Vergleich von Vollkluppung und Poltermaß
Die Unterschiede zwischen dem Polter- und Vollkluppungsmaß sind hier relativ gering. Wird die bei der Vollaufnahme meist geringere Stückzahl mit berücksichtigt, so liegen die Ergebnisse beider Vermessungsmethoden nahe beieinander (Vergleich des jeweiligen Durchmessermittelstammes). Wäre der Umrechnungsfaktor 0,58 aus dem Vollkluppungsmaß hergeleitet, dann träfe dieser Wert in etwa für diese Lose zu. Beide Vermessungsmethoden kommen in etwa zu gleichen Ergebnissen, werden beim sektionsweisen Raummaßverfahren die Schwankungen in den Polterdichten mit berücksichtigt. Die Volumina beider Vermessungs- methoden liegen jedoch über denen des Werksmaßes.
Diskussion der Ergebnisse 41
3.3.6 Vergleich von Werksmaß und Poltermaß
Die sektionsweise Raummaßermittlung wird in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Volumenermittlung von Ki-LAS-Poltern spielen. Der vorläufig angewandte Umrechnungs-faktor 0,58 von Raum- ins Festmaß ist in der Vergangenheit aber nur wenig erprobt worden. Um die Anwendbarkeit dieses Verfahrens zu prüfen und die ermittelten Volumina mit dem Werksmaß zu vergleichen, wurden Polter verschiedener Größen vermessen. Zur Veranschaulichung sind in folgender Tabelle 20 die Lose der Stichprobe aufgelistet.
Tab. 20: Vergleich von Werks- und Poltermaß
Wie zu erkennen ist, sind teilweise hohe Differenzen zwischen Werks- und Poltermaß vorhanden. Die Ursachen für die Schwankungen liegen neben den unterschiedlichen Stückzahlen, den Meßfehlern, den Polterqualitäten und den verschiedenartigen Festmaßherleitun- gen sowie Rundungsmethoden in der Umrechnung von Raummaß zu Festmaß.
Diskussion der Ergebnisse 42
Ein optimaler Zusammenhang wäre gegeben, wenn die Werte der Werkseingangsmessung mit denen des sektionsweisen Raummaßverfahrens übereinstimmen würden. Dies entspräche einem konstanten Umrechnungsfaktor. Setzt man jedoch die einzelnen gemessenen Raummeter der Lose in Bezug zum dazugehörigen Werksmaß, so variiert der Faktor von 47 bis 62. Daher ist anzunehmen, daß der eigentliche Festgehalt der Lose teilweise zu niedrig bzw. zu hoch angegeben wird. Der durchschnittliche Faktor dieser Stichprobe liegt bei 0,55. Dieser bezieht sich allerdings auf das Werksmaß als wahren Wert. Werden die in Kapitel 2.1.6 ‚Werksvermessung’ durch das Runden entstehenden Volumendifferenzen (Variante 2 mit 4,7 % bzw. Variante 4 mit 6,7 %) berücksichtigt, so kommt der durchschnittliche Umrechnungs-faktor von 0,58 der Realität sehr nahe. Unter Nichtberücksichtigung des Volumenfehlers durch die Stückzahl trifft die errechnete Differenz der Variante 2 (4,7 %) mit der durchschnittlichen Abweichung von 4,5 % der Gesamtstichprobe in etwa überein. Jedoch ist die Repräsentanz des Wertes der Rundungsvariante 2 für den gesamten Stichprobenumfang aufgrund der geringen Prüfmenge von 265 Stück nicht gegeben, wodurch der Wert variieren kann. In Verbindung mit dem Vollaufnahmemaß (ca. 9 % über dem Werkseingangsmaß) käme der Faktor von 0,58 für die gesamte Stichprobe der Realität nahe. Trotz dessen hätte jedes Polter sein eigenes Verhältnis vom Raum- zum Festmaß.
Am folgenden Beispiel soll dies näher erläutert werden. Dafür ausgewählte LAS-Positionen sind *Grünhaus - HAB 221 und *Schadewitz - HAB 232 (vgl. Tabelle 20 ; Zeile 11 und 12). Sie besitzen jeweils etwa die Größe von ca. 57,5 Raummetern. Daraus ergibt sich eine Holzmasse von ca. 33,5 Fm o.R. unter Anwendung eines konstanten Faktors von 0,58. Die Differenz bei der Werksvermessung beträgt jedoch zwischen beiden Poltern fast 7 Festmeter. Im Zusammenhang dazu enthält das Polter mit dem geringerem Festgehalt (*Schadewitz -HAB 232) nahezu doppelt so viel Abschnitte wie *Grünhaus - HAB 221. Daraus läßt sich schließen, daß der Durchmessermittelstamm extrem geringer ist. Folglich besteht beim Poltermaß eine direkte Beziehung zwischen der Stückzahl mit der damit verbundenen Stärkeklassenverteilung und dem Raumvolumen. Diese wird im anschließenden Kapitel näher erläutert. Eine weitere Ursache der Differenz liegt in der in Kapitel 2.1.6 ‚Werksvermessung’ erläuterten Rundungsvorgänge. Die hohe Anzahl an schwachen Abschnitten (fast alle in STKL 1a und 1b) von *Schadewitz - HAB 232 führt laut Tab. 1 ‚Einzelstammvolumina von 4-metrigen Ki-LAS’ zur fast ausnahmslosen Abrundung vom 4-stelligen zum 2-stelligen Einzelstammvolumen. Beim Los *Grünhaus - HAB 221 dagegen werden die Einzelstammvolumina mehr auf- als abgerundet, da sich der Großteil der Masse in den STKL 2a und 2b befindet.
Diskussion der Ergebnisse 43
3.4 Stärkeklassenverteilung
Jedes LAS-Los bzw. -Polter hat seine spezifische Stärkeklassenverteilung. Grund dafür sind die unterschiedlichen Standortsverhältnisse und Alter der Bestände. So ist der Anteil von schwachen Abschnitten in Poltern höher, je geringer die Höhe der entnommenen Bestandesmitglieder ist. Aufgrund der geringen Durchmesser fällt hier pro Baum größtenteils nur ein LAS - Stück an. Der Rest wird zu IS verarbeitet.
Ältere Bestände dagegen besitzen wegen der unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen Individuen eine höhere Variabilität in ihrer Durchmesserverteilung. Je nach Durchmesser, Höhe und Qualität sind mehrere Abschnitte pro Baum möglich. Damit ist auch die Stärkeklassenverteilungen der jeweiligen Lose differenzierter.
In den folgenden Abbildungen werden die relativen Häufigkeiten der jeweiligen Stärkeklassen dargestellt. Lose bzw. Loseinheiten mit gleichem Umrechnungsfaktor von Werksmaß/Polterraummaß (s. Tab. 20 ‚Vergleich von Werks- und Poltermaß’) sind dabei zu einer Einheit zusammengefaßt.
Abb. 10: Lose mit Faktor 0,48 Abb. 9: Lose mit Faktor 0,47
Diskussion der Ergebnisse 44
Abb. 11: Lose mit Faktor 0,49 Abb. 12: Lose mit Faktor 0,51
Abb. 13: Lose mit Faktor 0,52 Abb. 14: Lose mit Faktor 0,53
Abb. 15: Lose mit Faktor 0,54 Abb. 16: Lose mit Faktor 0,55
Diskussion der Ergebnisse 45
Abb. 17: Lose mit Faktor 0,56 Abb. 18: Lose mit Faktor 0,57
Abb. 19: Lose mit Faktor 0,58 Abb. 20: Lose mit Faktor 0,60
Abb. 21: Lose mit Faktor 0,62
Diskussion der Ergebnisse 46
An den Grafiken ist zu erkennen, daß mit zunehmenden Faktor die rel. Häufigkeiten der Abschnitte mehr die Form einer Normalverteilung annehmen. So liegen bei Losen mit niedrigem Faktor (s. Abb. 9 ‚Lose mit Faktor 0,47’) ca. 60 % der Abschnitte in der Stärkeklasse 1a, ca. 24 % in 1b1, ca.14 % in 1b2 und ca. 2 % in der Stärkeklasse 2a . Bei einem Los mit einem hohen Faktor (s. Abb. 20 ‚Lose mit Faktor 0,62’) liegt der Großteil der Abschnitte in der mittleren Stärkeklasse, hier 1b2 und 2a. Insgesamt sind hier die Abschnitte +/- normalverteilt.
Die Summe der erhobenen Lose ergibt einen Umrechnungsfaktor von 0,55 (s. Tab. 20 ‚Vergleich von Werks- und Poltermaß’). Bei einem Vergleich mit der Häufigkeitsverteilung von Abbildung 23 ‚Lose mit Faktor 0,55’ werden Ähnlichkeiten sichtbar. Wie bereits erwähnt, beziehen sich die Angaben auf das gerundete Werksmaß. D.h., die eigentlichen Faktoren können vorrangig über den hier angegebenen liegen.
Abb. 22: Faktor aus Summe aller Lose
Insgesamt überwiegt der Anteil der schwachen Abschnitte mit ca. einem Drittel der STKL 1a, jeweils ein Viertel belegen die Klassen 1b1 und 1b2. Die Klassen ab 2b aufwärts sind prozentual kaum vorhanden. Eine Aussage über einen maximal möglichen Faktor und bei welcher Stärkeklassenverteilung dieser eintritt ist aufgrund der groben Unterteilung der STKL nicht möglich. Ebenso ist nicht eindeutig, ob die Normalverteilung der Abschnitte innerhalb eines Polters tatsächlich einen kleinstmöglichen Hohlraum zwischen den Abschnitten und somit die größte Polterdichte hervorruft. Es soll lediglich die Tendenz der ansteigenden Polterdichte mit Zunahme des Spektrums an verschiedenen STKL dargestellt werden.
Diskussion der Ergebnisse 47
3.5 Bewertung wirtschaftlicher Aspekte
Um eine betriebswirtschaftliche Aussage über die Anwendung des sektionsweisen Raummaßverfahrens zu treffen, schließt sich eine Kostenbetrachtung an, wobei die Gesamtkosten auf den Stichprobenumfang von 5044,07 Fm o.R. lt. Werksvermessung bezogen sind.
Tab. 21: Vermessungskosten
* Die Kosten und die Bewertung der verschiedenen Stichprobeverfahren sind in Anlehnung an Guglhör et al. „Stichproben-Vermessung von schwachen Stammholz und Standartlängen“ (Holz-Zentralblatt 51/1996) und aus Ergebnissen der Praktischen Holzaufnahme im Rahmen der Referendarausbildung entwickelt. Ggf. wurden bei fehlenden Kostenangaben diese durch Schätzungen und überschlägige Kalkulationen ergänzt.
Anhand der Tabelle 21 ‚Vermessungskosten’ [9] ist zu sehen, daß die Einzelstammvermessungen zeitaufwendige und damit teure Verfahren sind. Während die Vermessung durch den Waldarbeiter in Kombination mit dem Hieb geschieht, muß der Förster die aufzunehmende Fläche separat begehen. Zu dem hat der Förster ein höheres Einkommen als der Waldarbeiter. Daher sind die Kosten der Vermessung viermal so hoch wie die des Waldarbeiters. Das sektionsweise Raummaßverfahren dagegen ist ein schnell auszuführendes Verfahren. Die Kosten von 0,20€ / Fm bleiben demnach minimal. Die ermittelten Daten sind anhand des vorhandenen Polterraummaßes und der Stückzahl jederzeit nachvollziehbar (im Holzaufnahmebuch der Försters). Die Genauigkeit der Einzelstammvermessung ist zwar höher, steht aber im ungünstigen ökonomischen Verhältnis zum Erlös des vermessenen Holzes. Letztendlich gleichen sich die durch das sektionsweise Raummaßverfahren entstandenen Volumendifferenzen der einzelnen Lose gegenseitig aus. Des weiteren sind die im Werk durchgeführten Rundungsvorgänge ein wichtiges Kriterium beim Erlös des Holzes, da das Werksmaß als Verkaufsmaßes dient.
Diskussion der Ergebnisse 48
Die in Kapitel 2.1.6 ‚Werksvermessung’ ermittelte Prüfmengendifferenz zum Werkseingangsmaß von 4,7 % nach der Rundungsvariante 2 bewirkt bei einem Stichprobenumfang von 5044,07 Fm o.R. ein Volumendefizit von 237,68 Fm o.R. Die absolute Differenz von 6,7 % (Variante 4) ergibt hier sogar ein Defizit von 339,14 Fm o.R. Die wahren Werte können wegen der geringen Repräsentanz der beiden Prozentsätze auf die Grundgesamtheit von den ermittelten Werten abweichen. Trotz dessen entstehen aufgrund der großen Masse an jährlich geliefertem Holz für die Landesforstverwaltung enorme Verluste. Die Nutzung des Poltermaßes zur Verlohnung der Waldarbeiter hätte einen reellen Umrech-nungsfaktor als Voraussetzung. Dabei könnten z.B. Polter aufgrund der erwähnten Beziehung von Raummaß, Stückzahl und Poltermaß mit den Losen aus der Tabelle 20 verglichen und ein entsprechender Umrechnungsfaktor zugewiesen werden. Für genaue Aussagen und zur Wahrung der Lohngerechtigkeit bestände hier jedoch noch Untersuchungsbedarf.
4. Diskussion der Ergebnisse
Nach dem Abschluß der Ergebnisinterpretation in Bezug auf die Unterscheidungskriterien ¾Stückzahl ¾Durchmessermittelstamm ¾Mittendurchmesser ¾Volumen ¾Stärkeklassen
erfolgt die Beurteilung der angewandten Meßverfahren.
Die Praxis zeigt, daß bei der Vollkluppung im Bestand Ungenauigkeiten in Bezug auf die Stückzahl und deren Mittendurchmesser unvermeidbar sind. Die entstandenen Volumenfehler gleichen sich jedoch in Bezug auf die Gesamtmasse gegenseitig aus. Das ausschlaggebende Kriterium sind hier die enormen Kosten, welche durch den eventuellen Mehrerlös des Holzes nicht gedeckt werden.
Die Volumenermittlung des Werkes, des Harvesters und der Vollkluppung basiert auf den Mittendurchmessern. Die Formel zur Volumenbestimmung ( V = pi/4 * d² * l ) zeigt, daß das Volumen mit steigendem Durchmesser exponential zunimmt. D.h., je größer der Durchmessermittelstamm eines Loses, desto höher die Differenz der Volumina zwischen Werks- und Harvester- bzw. Vollkluppungsmaß.
Diskussion der Ergebnisse 49
Die Vergleiche der einzelnen Volumina legen dar, dass die Mittendurchmesser des Werkseingangsmaßes generell zu niedrig eingestuft werden (s. Abb. 6 und Abb. 7). Genaue Zentimeterangaben sind aber aufgrund von nicht korrespondierenden Datenpaaren nicht möglich. Es wird zwar bei der Werksvermessung der Durchmesser (ohne Rinde) kreuzweise auf eine Dezimalstelle genau gemessen, die anschließenden Rundungsvorgänge machen diese Genauigkeit jedoch zunichte. Das forstübliche Abrunden bei der Vollkluppung dient dagegen hauptsächlich des Ausgleichs der beim Kluppen entstehenden Meßfehler, da im Bestand in Rinde gemessen wird. Der Harvester mißt ebenfalls in Rinde, wobei das resultierende Volumen mit 3 Dezimalstellen angegeben wird. Bei dem Vergleich der Harvestermessung und Vollkluppung kommen beide Verfahren zu etwa gleichen Ergebnissen. Das sektionsweise Raummaßvervahren sieht für die Umrechnung von Rm m.R. in Fm o.R. unabhängig von der Länge des LAS - Sortiments einen einheitlichen Faktor von 0,58 vor. Anhand der Tabelle 20 ‚Vergleich von Werks- und Poltermaß’ ist aber zu erkennen, daß die Differenz zwischen Werksmaß und Poltermaß stark variieren kann. In diesem Stichprobenumfang ist eine Abweichung von 18,4 % (Rev. Schadewitz HAB 232) unter dem Werksmaß bis 6,2 % (Fermerswalde 265; 266;267; 268; 271) über dem Werksmaß vorhanden. Dafür gibt es mehrere Ursachen. Das sind Erstens die in Kapitel 2.2.1 aufgezählten Meßfehler bei der Raummaßermittlung eines Polters. Diese heben sich aber bei einem genügend großen Stichprobenumfang aufgrund des Fehlerausgleichgesetzes gegenseitig auf. Zweitens fallen die MDM o.R. des Sägewerkes geringer aus als die von ähnlichen Vermessungsmethoden wie z.B. der Vollkluppung oder der Harvestermessung. Die daraus errechneten Volumina des Werkes, basierend auf dem MDM o.R., liegen daher unter denen der Vollkluppung und des Harvestermaßes. Gründe hierfür sind unterschiedliche Rindenabzüge sowie Rundungsvorgänge. Des weiteren wirkt sich die Polterqualität auf das Raumvolumen aus. Bei unzureichender Homogenität (z.B. das Querliegen einzelner Stämme) des Polters sind die Hohlräume zwischen den einzelnen Abschnitten größer. Das selbige gilt, wenn der Anteil an krummen (aber noch zulässigen) Abschnitten innerhalb des Polters zu hoch ist. Die Hauptursache der großen Variabilität der Abweichungen zwischen Wald und Werksmaß liegt aber in dem räumlichen Aufbau der Polter. Unabhängig von dem werkseitigen Rundungsfehler sind hier starke Schwankungen in Bezug zum Werksmaß vorhanden. So muß das Verhältnis von Festgehalt und Hohlraum bei jedem Polter gleich sein, wenn ein konstanter Umrechnungsfaktor angenommen werden soll. Das dies nicht so ist, beweisen die in Tabelle 20 ‚Vergleich von Werks- und Poltermaß’ errechneten Umrechnungsfaktoren und die im Ergebnissteil 3.4 ‚Stärkeklassenverteilung’ dargestellten Erkenntnisse.
Diskussion der Ergebnisse 50
Folge daraus ist, daß die einzelnen Lose einen zutreffenderen Umrechnungsfaktor erhalten sollten. Dieser kann sich nach dem Durchmessermittelstamm eines Loses richten. D.h., je größer dieser eines Loses ist, desto höher ist die Variabilität der Abschnittsdurchmesser. Basierend auf Kapitel 3.4 Stärkeklassenverteilung wären folgende Faktoren möglich. Werkseitige Volumenfehler sind hierbei nicht berücksichtigt.
Zur Herleitung des Durchmessermittelstammes können Daten aus anderen Vermessungsmethoden wie z.B. Harvester- oder Werksmaß hinzugezogen werden. Für eine schnelle Anwendung im Wald sind diese Faktoren wegen der aufwendigen Bestimmung des mittleren Rollendurchmessers aber ungeeignet.
Für ein praxisrelevantes Verfahren wären daher nur 2 Faktoren sinnvoll, welche sich dem jeweiligen Polter schnell zuweisen lassen. Aus diesem Grunde wird für schwaches Holz (entspricht STKL 1a) der Faktor 0,54 und für stärkeres Holz (ab STKL 1b) der bereits vorhandene Faktor 0,58 vorgeschlagen. Dies soll der Über- bzw. Unterbewertung des Festgehaltes von Losen entgegenwirken. Die Stärkeklasse kann dabei geschätzt werden. D.h., aus dem Alter des Bestandes und dem zu entnehmenden Holz kann geschlußfolgert werden, ob das LAS-Polter vorrangig aus starken oder schwachen Abschnitten besteht. Eine visuelle Schätzung anhand der Stirnflächen wäre ebenfalls denkbar.
Die folgende Tabelle 23 ‚Lose mit verschiedenen Umrechnungsfaktoren’ beinhaltet die jeweiligen errechneten Festmaße der gemessenen Polter. Dabei werden erstens der vorläufige Faktor 0,58 lt. MLUR, zweitens die Faktoren aus Tabelle 22 ‚Mögliche Umrechnungsfaktoren’ und drittens die praxisrelevanten Faktoren 0,54 bzw. 0,58 für die Umrechnung vom Raum- ins Festmaß angewendet. Mischungen aus Losen verschiedener Sortimentslängen sind aufgrund des nicht bestimmbaren Durchmessermittelstammes ausgeschlossen, womit sich für einen direkten Vergleich die Festgehalte von nur noch 3134,76 Fm o.R. lt. Werksvermessung gegenüberstehen.
Diskussion der Ergebnisse 51
Tab. 23: Lose mit verschiedenen Umrechnungsfaktoren
Die Differenzen bei einem konstanten Umrechnungsfaktor von 0,58 schwanken von +18,4 % bis -4 %. Dabei ist eine tendenzielle Abnahme der Unterschiede mit steigendem Durchmessermittelstamm zu verzeichnen. Bei den neuen ‚möglichen Faktoren’ sind ebenfalls Abweichungen von +14 % bis -4,5 % möglich. In der Summe beträgt die Differenz bei dem konstanten Faktor 5,2 %, die neuen ‚möglichen Faktoren’ verursachen jedoch nur einen Unterschied von 1,6 %. Hinzu kommt, daß ca. 0,8 % der Volumendifferenz auf die verschiedenen Stückzahlen der Vermessungsmethoden zurückzuführen sein können. Die praxisrelevanten Faktoren 0,54 und 0,58 sollen lediglich die Überbewertung von Poltern mit schwachen Abschnitten vermindern. Abzüglich der durchschnittlichen Stückdifferenz von 0,8 % liegt hier das Poltermaß nur noch 2,3 % über dem Werksmaß. Richtet sich der Hiebsplan nach dem neuen Poltermaß, so muß dieser für junge Bestände neu angepaßt werden, um eine Überbewirtschaftung zu vermeiden.
Zusammenfassung 52
5. Schlußfolgerung zur Anwendung einer Waldvermessung, insbesondere zum Poltermaß und Faktor 0,58
Für eine Aussage zur Annahme oder Ablehnung einer Waldvermessung bedarf es der Notwendigkeit einer zweiseitigen Betrachtung der Vermessungsmethode.
Die erste Betrachtungsweise bezieht sich auf die meßtechnischen Aspekte. In dieser Arbeit sind anhand eines Stichprobenumfangs die Unterschiede zwischen der Wald- und Werksvermessung dargestellt worden. Diese hatten bislang zu Unstimmigkeiten zwischen der Forst-und Holzwirtschaft geführt, was die Genauigkeit und damit verbundenen Verrechnung anbetrifft. Während der Untersuchung zeigten sich für das jeweilige Vermessungsverfahren markante Merkmale.
Die Ergebnisse der Stichprobe führen somit zu folgenden Erkenntnissen:
Bei einem Vergleich der ermittelten Volumina liegen die Werte der Harvestermessung x
bis auf eine Ausnahme stets über denen der Werksvermessung. Die Gründe liegen in den unterschiedlichen Stückzahlen, Rindenabzügen und Rundungsvorgängen bei der Ermittlung des Mittendurchmessers. In dieser Stichprobe entstehen bis auf eine Ausnahme somit Unterschiede von 7,1 % bis 17,7 %.
Die in der Praxis oft angewandte Vollaufnahme zeigt bei einer Gegenüberstellung mit x
der Werksvermessung, daß deren Werte ebenfalls durchschnittlich ca. 10 % über dem Werkseingangsmaß liegen. Die Ursachen sind wie bei der Harvestermessung die unterschiedlichen Stückzahlen sowie durch Rundungsvorgänge ermittelte verschiedene MDM’s. Bei der Vollkluppung ist eine HKS-Konformität und beim Werksmaß eine amtliche Eichung der Meßanlage gegeben. Trotz dieser Voraussetzungen für eine +/genaue Messung betragen die Unterschiede des Durchmessermittelstammes ca. 1 cm, was vorrangig auf die verschiedenartigen Rundungsvorgänge der ermittelten Meßwerte zurückzuführen ist.
Die Ermittlung des Poltervolumens per sektionsweisem Raummaßverfahren ergab in x
dieser Stichprobe beim Vergleich mit dem Werkseingangsmaß - unter Anwendung des Faktors 0,58 - Differenzen von +18,4 % bis -4 %, wobei sie durchschnittlich bei nur 4,5 % liegt (der werkseitige Volumenfehler durch Rundungsvorgänge ist hier nicht mit berücksichtigt).
Zusammenfassung 53
Die Ursachen der starken Schwankung werden weniger durch Fehler in der Vermessung hervorgerufen, sondern durch die verschiedenen Raumdichten der Polter. Der Umrechnungsfaktor steht dabei in engem Zusammenhang mit der Stärkeklassenverteilung innerhalb eines Polters. Daraus ergibt sich, daß für eine +/- genaue Angabe des Festgehaltes kein einheitlicher Umrechnungsfaktor angewendet werden kann. Die neu erstellten Faktoren in Abhängigkeit vom Durchmessermittelstamm ließen die Gesamtdifferenz - abzüglich des Fehlers durch die unterschiedliche Stückzahl - auf ca. 1 % schrumpfen. Wegen der aufwendigen Ermittlung des mittleren Rollendurchmessers ist für die Praxis nur ein neuer Faktor von 0,54 für Polter mit einem Durchmessermittelstamm der Stärkeklasse 1a empfehlenswert. Dieser soll lediglich die Überbewertung von Losen mit geringem Durchmessermittelstamm verhindern. Die Differenz der gesamten Stichprobe zu Werksvermessung beträgt demzufolge nur noch ca. 2 %.
Das Fazit dieser Darstellung der meßtechnischen Gegebenheiten ist, daß das Harvestermaß aufgrund der Ähnlichkeit seiner Ergebnisse in Bezug zum Vollkluppungsmaß durchaus ersatzweise als Verkaufsmaß zum Einsatz kommen kann. Dies setzt aber auch Kontrollen bei der Kalibrierung sowie während des Hiebes voraus, um Manipulationen zu vermeiden. Unter Berücksichtigung der im Werk und Wald vorhandenen Meßfehler ist die Abweichung des Poltermaßes bei Anwendung der Faktoren 0,54 und 0,58 von 2 % relativ gering. Der eventuell auftretende Mindererlös ist durch die geringen Vermessungskosten gerechtfertigt.
Neben den meßtechnischen Aspekten sollten als zweite Betrachtungsweise die wirtschaftlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Der ausschlaggebende Punkt ist dabei das Verhältnis von Kosten und Erlösen.
Ist der Mehrerlös des Holzes aufgrund der höheren Genauigkeit geringer als die zusätzlichen Lohnkosten, ist es sinnvoll, von diese Vermessungsmethode abzugehen. Daher sollte auf die Vollkluppung durch den Förster wegen des vergleichsweise hohen Zeitaufwandes und damit entstehenden hohen Kosten verzichtet werden. Die „vielleicht“ genaueren Werte stehen dabei in keinem Verhältnis zum daraus gewonnenem Mehrerlöß. Lediglich die Vollaufnahme durch den Waldarbeiter im Zuge des manuellen Holzeinschlags wäre zu Verlohnungszwecken sinnvoll, wobei die Manipulation der gemessenen Durchmesser durch stichprobenartige Kontrollen des Försters unterbunden werden könnten.
Zusammenfassung 54
Das Harvestermaß ist trotz der Manipulierbarkeit wegen der kostenlosen Vermessung des Holzes mit relativ genauen Ergebnissen in Ausnahmefällen als Ersatzmaß denkbar (z.B. beim Verlorengehen des Poltermaßes).
Die Vorteile des sektionsweisen Raummaßverfahrens bezüglich der schnellen und einfachen Durchführung sprechen für den Einsatz des Poltermaßes. Die polterspezifischen Volumenfehler gleichen sich in der Endsumme gegenseitig aus. Eventuell auftretende Mindererlöse werden durch die geringen Vermessungskosten kompensiert. Das sektionsweise Raummaßverfahren könnte somit zur Kontrolle der Werksvermessung verwendet werden. Für genauere Angaben wäre jedoch die Anwendung von 2 Umrechnungs-faktoren ratsam. Zur Verlohnung der Waldarbeiter ist es allerdings wegen der losweisen Abrechnung nicht geeignet, weil die Lohngerechtigkeit aufgrund der beschriebenen Schwankungen innerhalb der Stichprobe nicht gegeben wäre.
6. Zusammenfassung
Der Ausgangspunkt dieser Arbeit war der Vergleich verschiedener Vermessungsmethoden. Die Untersuchung dieser ergab dabei folgende Erkenntnisse:
durch werkseitige Rundungsvorgänge ein resultierendes Gesamtvolumendefizit [4,7 % bei Auf- bzw. Abrunden der MD1 und MD2 sowie anschließendes Abrunden des MDM; 6,7 % bei der Errechnung der Einzelstammvolumina aus den im Werk gemessenen (un-gerundeten) Werten sowie der Angabe mit 4 Dezimalstellen] ¾davon sind ca. 0,8 % der entstandenen Volumendifferenz auf das Runden der Einzelstammvolumina auf 2 Dezimalstellen zurückzuführen
(Die angegebenen Prozentsätzen basieren auf einer Prüfmenge stammend aus der Loseinheit „Falkenberg 1; 2“ , welche aus 265 Stück besteht.) die Mittendurchmesser ohne Rinde der Harvestermessung liegen kontinuierlich über denen der Werksvermessung, woraus sich Volumendifferenzen von bis zu 17,7 % ergeben, hervorgerufen durch Meßfehler, unterschiedliche Rindenabzüge aber hauptsächlich durch die beschriebenen verschiedenen Rundungsvorgänge
Zusammenfassung 55
die Mittendurchmesser ohne Rinde der Vollkluppung liegen kontinuierlich über denen der Werksvermessung, woraus Volumendifferenzen von bis zu 11,1 % entstehen, welche die selben Ursachen wie die Differenzen von der Harvester- und Werksvermessung haben
nahezu gleiches Volumen beim Vergleich der Harvestermessung mit der Vollkluppung (Stichprobenumfang beträgt allerdings nur etwa 330 Fm o.R. - daher besteht nur bedingte Aussagekraft)
die Überbewertung des Festgehaltes von Losen mit einem Durchmessermittelstamm bis 20,5 cm unter Anwendung des Umrechnungsfaktors 0,58 (des durch werkseitige Run-dungsvorgänge entstehende Volumenfehler ist dabei unberücksichtigt) Zunahme der Polterdichte bei Zunahme der Streuung der Durchmesser innerhalb eines Polters (Zunahme der Polterdichte bei Annäherung an eine Normalverteilung) Zunahme der Polterdichte mit steigendem Durchmessermittelstamm Stückzahldifferenzen zwischen Werksmaß und Poltermaß (in dieser Stichprobe 486 Stück; 58032 lt. Werksvermessung und 57546 lt. Zählung am Polter ... entspricht etwa 0,8 % bzw. 42 Fm o.R.).
7. Bewertung
Das Ziel dieser Arbeit war die Überprüfung der Wald- und der Werksvermessung von Kiefer-LAS-Losen unabhängig von der Sortimentslänge. Die Problematik bezieht sich dabei speziell auf die Anwendung des sektionsweisen Raummaßverfahrens bei der Vermessung von Kiefer-LAS-Poltern.
Die vorliegende Arbeit vergleicht dabei verschiedene Vermessungsarten, um der Forstwirtschaft die Volumendifferenzen und damit verbundenen Genauigkeiten der jeweiligen Methode darzustellen. Dies soll der Entscheidung zur Annahme oder Ablehnung des Raummaßverfahrens dienen, ebenso die bisher entstandenen Volumenfehler erklären. Die mathematisch - statistische Auswertung der Untersuchung basiert dabei auf einem Stichprobenumfang, der den Trend der Grundgesamtheit repräsentieren soll. Die Ergebnisse diese Arbeit können dabei zur Erhöhung der Genauigkeiten bei der Volumenermittlung von Ki-LAS beitragen.
Bewertung 56
Das Fazit dieser Arbeit lautet:
Die Schwankungen der Differenzen zwischen der Polter- und Werksmaßen haben als Hauptursache die unterschiedlichen Polterdichten und damit verbundenen Festgehalte der Lose. Die durchschnittliche Volumendifferenz von ca. 4,5 % ist erstens durch beiderseitige Meßfehler, zweitens zu 0,8 % durch die Stückzahldifferenzen und drittens durch die werkseitigen Rundungsvorgänge zu erklären. Der schwankende Umrechnungsfaktor wirkt sich nur auf das Einzelvolumen von Poltern aus. In der Summe gleichen sich diese Differenzen gegenseitig aus. Der lt. Prüfmenge von 265 Stück durch die beschriebenen Rundungsvorgänge der Werksdaten entstandene Volumenfehler nach der Rundungsvariante 2 von 4,7 % stimmt in etwa mit der Gesamtdifferenz des Polter- und Werkseingangsmaßes überein. D.h., der Faktor von 0,58 kommt auf die durch das sektionsweise Raummaßverfahren ermittelte Gesamtenge der Realität nahe. Für eine genaue Bestimmung des Volumens einzelner Lose wäre eine Anpassung des Umrechnungsfaktors an die tatsächliche Raumdichte ratsam. Um ein gegenseitiges Vertrauen zwischen der Forstwirtschaft und der Sägeindustrie zu gewährleisten, bedarf es der Akzeptanz des Werksmaßes als Verkaufsmaß. Dies würde jedoch eine von beiden Seiten akzeptierbare Einigung voraussetzen, was das Runden der Werksdaten anbetrifft.
Literaturverzeichnis 57
8. Literaturverzeichnis
1 Anonym
Anforderungskatalog für die Werksvermessung von Stammholz Gemeinsame Bestimmungen der Forstwirtschaft (DFWR) und der Säge- und Holzindustrie (VDS) für die BRD
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2 Bilke, G.
Vorläufige Anweisung zur Bestimmung des Volumens von LAS - Poltern im Wald Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung (MLUR) des Landes Brandenburg (2001)
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Vermessung von Fix- bzw. Standartlängen (z.B. LAS) Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung (MLUR) des Landes Brandenburg (1997)
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12 Hochstädter, D.
Statistische Methodenlehre 7. Auflage Verlag Harry Deutsch (1991)
13 Jülich,L.; Erdmann,A.
Untersuchungen zur Werkseingangsvermessung als Grundlage für die Gestaltung der Lieferbeziehungen zwischen Forstwirtschaft und Holzindustrie am Beispiel der ARBOR-Holz GmbH Baruth
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14 Kemper,A.
Internationaler Vergleich von Rundholzsystemen Diplomarbeit Universität Hamburg (1994)
15 Meyer,R.
Aufbau eines EDV - gestützten Meßsystems für forstliche Anwendungen am Beispiel der Volumenbestimmung von Holzpoltern Dissertation Forstwiss. Fak. Univ. Göttingen (1995)
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Einführung in die Angewandte Statistik Univ. Freiburg; Abteilung für Forstliche Biometrie
Online in Internet: URL: http://www.forst.uni-freiburg.de/biometrie/downloads/biometrie_aufgaben.pdf [Stand 2003-04-02]
17 Schöpfer,W.
Neue Wege der Rundholzvermessung im Wald und Werk Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin (1982)
Inhaltsverzeichnis Anhang VI
Inhaltsverzeichnis Seite
Anhang I Werte der Prüfmenge von 265 Stück Ki-LAS 59
(Auszug aus der Loseinheit "Falkenberg 1 2")
Anhang II Poltermaße 64
(Aufnahmeprotokolle des sektionsweisen Raummaßverfahrens)
Anhang III Werkseingangsmaße 117
Anhang IV Harvestermaße 122
Anhang V Vollkluppungsmaße 126
Anhang I Werte der Prüfmenge von 265 Stück Ki-LAS 59
Diplomarbeit : Thomas Sachße
Inhalt: Werte der Prüfmenge von 265 Stück Ki-LAS
(Auszug aus der Loseinheit "Falkenberg 1 2")
Datum : April 2003
Volumen Volumen nach Volumen nach Volumen nach Volumen
nach MDM lt. der der der nach absolute
Angaben lt. Werksvermessung
Werksma ß Rundungs- Rundungs- Rundungs- Werten
(4-stellig) variante 1 variante 2 variante 3 (Variante 4)
lfd. Nr. Länge MD1 MD2 MDM Volumen Volumen Volumen Volumen Volumen Volumen
m cm o.R. cm o.R. cm o.R. Fm o.R. Fm o.R. Fm o.R. Fm o.R. Fm o.R. Fm o.R.
1 4 18,4 17,7 18 0,10 0,1018 0,1018 0,1018 0,0908 0,1024
2 4 18,8 17,5 18 0,10 0,1018 0,1134 0,1018 0,0908 0,1035
3 4 16,6 15,6 16 0,08 0,0804 0,0908 0,0804 0,0707 0,0814
4 4 14,5 13,6 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0616 0,0531 0,0620
5 4 12,4 11,9 12 0,05 0,0452 0,0452 0,0452 0,0380 0,0464
6 4 13,5 12,5 12 0,05 0,0452 0,0616 0,0531 0,0452 0,0531
7 4 13,9 12,9 13 0,05 0,0531 0,0616 0,0531 0,0452 0,0564
8 4 18,8 19,1 18 0,10 0,1018 0,1134 0,1134 0,1018 0,1128
9 4 14,9 14,9 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0707 0,0616 0,0697
10 4 16,1 15,6 15 0,07 0,0707 0,0804 0,0804 0,0707 0,0789
11 4 13,8 12,7 13 0,05 0,0531 0,0616 0,0531 0,0452 0,0552
12 4 13,1 11,9 12 0,05 0,0452 0,0531 0,0452 0,0452 0,0491
13 4 21,3 20,9 20 0,13 0,1257 0,1385 0,1385 0,1257 0,1399
14 4 14,8 13,7 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0616 0,0531 0,0638
15 4 16,5 15,2 15 0,07 0,0707 0,0804 0,0804 0,0707 0,0789
16 4 12,9 11,9 12 0,05 0,0452 0,0531 0,0452 0,0380 0,0483
17 4 12,3 12,9 12 0,05 0,0452 0,0531 0,0452 0,0452 0,0499
18 4 14,6 13,9 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0616 0,0531 0,0638
19 4 17,9 18,3 18 0,10 0,1018 0,1018 0,1018 0,0908 0,1029
20 4 16,4 15,7 16 0,08 0,0804 0,0804 0,0804 0,0707 0,0809
21 4 16,5 17,5 17 0,09 0,0908 0,1018 0,0908 0,0804 0,0908
22 4 13,9 14,7 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0616 0,0531 0,0642
23 4 14,9 15,1 15 0,07 0,0707 0,0707 0,0707 0,0616 0,0707
24 4 14,6 13,5 13 0,05 0,0531 0,0707 0,0616 0,0531 0,0620
25 4 16,9 15,9 16 0,08 0,0804 0,0908 0,0804 0,0707 0,0845
26 4 13,9 14,7 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0616 0,0531 0,0642
27 4 15,3 14,8 15 0,07 0,0707 0,0707 0,0707 0,0616 0,0712
28 4 12,9 13,6 13 0,05 0,0531 0,0616 0,0531 0,0452 0,0552
29 4 13,6 13,5 13 0,05 0,0531 0,0616 0,0616 0,0531 0,0577
30 4 14,7 13,8 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0616 0,0531 0,0638
31 4 15,5 16,9 16 0,08 0,0804 0,0908 0,0804 0,0707 0,0824
32 4 17,9 16,9 17 0,09 0,0908 0,1018 0,0908 0,0804 0,0951
33 4 14,8 14,9 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0707 0,0616 0,0693
34 4 19,8 18,9 19 0,11 0,1134 0,1257 0,1134 0,1018 0,1176
35 4 17,7 18,8 18 0,10 0,1018 0,1134 0,1018 0,0908 0,1046
36 4 13,8 12,6 12 0,05 0,0452 0,0616 0,0531 0,0452 0,0547
37 4 16,1 15,9 15 0,07 0,0707 0,0804 0,0804 0,0707 0,0804
38 4 13,8 12,7 13 0,05 0,0531 0,0616 0,0531 0,0452 0,0552
39 4 18,7 17,3 17 0,09 0,0908 0,1018 0,1018 0,0908 0,1018
40 4 11,9 12,0 12 0,05 0,0452 0,0452 0,0452 0,0380 0,0449
41 4 15,3 16,0 15 0,07 0,0707 0,0804 0,0707 0,0707 0,0769
42 4 23,7 22,5 22 0,15 0,1521 0,1810 0,1662 0,1521 0,1676
43 4 16,5 17,2 16 0,08 0,0804 0,0908 0,0908 0,0804 0,0892
44 4 12,4 13,8 12 0,05 0,0452 0,0531 0,0531 0,0452 0,0539
45 4 14,1 13,1 13 0,05 0,0531 0,0616 0,0531 0,0531 0,0581
46 4 13,6 13,9 14 0,06 0,0616 0,0616 0,0616 0,0531 0,0594
47 4 14,9 15,1 15 0,07 0,0707 0,0707 0,0707 0,0616 0,0707
48 4 15,6 14,3 14 0,06 0,0616 0,0707 0,0707 0,0616 0,0702
Anhang II Poltermaße (Aufnahmeprotokolle des sektionsweisen Raummaßverfahrens) 64
Diplomarbeit : Thomas Sachße
Inhalt: Poltermaße
(Aufnahmeprotokolle des sektionsweisen Raummaßverfahrens)
Datum : April 2003
Revier HAB Seite Revier HAB Seite
AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2001 AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2002
Schraden 244 65 Schadewitz 211 91
Wormlage 418 66 Schadewitz 214 91
Wormlage 419 67 Schadewitz 218 92
Wormlage 421 67 Lipsa 403 92
Wormlage 422 68 Lipsa 404 93
Wormlage 427 68 Lipsa 405 93
Wormlage 428 69 Lipsa 407 408 409 94
Wormlage 429 69 Grünhaus 202 204 207 94
Wormlage 430 69 Wormlage 411 96
Wormlage 405 70 Falkenberg 435 96
Wormlage 407 70 Falkenberg 437 97
Wormlage 414 70 Falkenberg 415 426 97
Wei ßhaus 331 332 71 Falkenberg 427 98
Schadewitz 213 72 Schraden 223 99
Schadewitz 218 72 Schraden 224 99
Schadewitz 219 73 Schraden 229 100
Schadewitz 220 73 Schraden 230 100
Schadewitz 226 74 Gorden 505 101
Bahnsdorf 411 74 Gahro 506 102
Hohenleipisch 438 75 Gahro 509 103
Hohenleipisch 448 75 Gahro 512 103
Hohenleipisch 451 75 Bahnsdorf 405 104
Gr ünhaus 221 76 Bahnsdorf 406 104
M öglenz 132 77 Görnewitz 102 105
Schadewitz 232 78 Görnewitz 103 105
Hohenleipisch 453 78 Görnewitz 110 133 105
Hohenleipisch 458 79 Fermerswalde 271 106
Hohenleipisch 460 80 Fermerswalde 265 107
Hohenleipisch 461 80 Fermerswalde 266 107
Schadewitz 240 81 Fermerswalde 267 108
Falkenberg 1 83 Fermerswalde 268 108
Falkenberg 2 83 Ruhland 320 109
Falkenberg 3 84 Ruhland 325 328 109
AfF Lübben FWJ 2001
Falkenberg 4 84
Falkenberg 5 85 Altdöbern 702 110
Falkenberg 6 85 Altdöbern 703 110
AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2002
Altd öbern 704 111
Schadewitz 249 86 Altdöbern 705 111
Schadewitz 250 86 Altdöbern 708 112
AfF Luckenwalde FWJ 2002
Gorden 549 87
Gorden 551 87 Lenzburg 1 113
Gr ünhaus 241 244 88 Lenzburg 2 113
Gr ünhaus 240 245 89 Lenzburg 3 114
Lauchhammmer 107, 108, 132, 134 (Teil 1) 89 Lenzburg 4 114
Lauchhammmer 107, 108, 132, 134 (Teil 2) 90 Lenzburg 5 115
Schadewitz 207 90 Lenzburg 6 115
Anhang III Werkseingangsmaße 116
Diplomarbeit : Thomas Sachße
Inhalt: Werkseingangsmaße
Datum : April 2003
Loseinheit Seite Loseinheit Seite
AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2001 AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2002
Wormlage 405 407 414 117 Schadewitz 249 250 118
Wormlage 418 419 421 422 429 430 117 Gorden 549 118
Wormlage 427 428 117 Gorden 551 118
Wei ßhaus 331 332 117 Grünhaus 240 241 244 245 119
Hohenleipisch 438 448 451 117 Lipsa 403 404 405 407 408 409 119
Bahnsdorf 411 117 Lauchhammer 107 108 132 134 (Teil 1) 119
Schadewitz 213 218 219 220 226 117 Lauchhammer 107 108 132 134 (Teil 2) 119
Schraden 244 117 Schadewitz 207 211 214 119
M öglenz 132 117 Schadewitz 218 119
Gr ünhaus 221 118 Gorden 505 119
Schadewitz 232 118 Fermerswalde 265 266 267 268 271 119
Schadewitz 240 118 Schraden 223 224 229 230 119
Hohenleipisch 444 453 458 460 461 466 467 118 Ruhland 320 325 328 120
Falkenberg 1 2 118 Gahro 506 509 512 120
Falkenberg 3 4 5 6 118 Wormlage 411 120
G örnewitz 102 103 110 133 120
Bahnsdorf 405 506 120
Gr ünhaus 202 204 207 120
Falkenberg 415 426 435 437 120
Falkenberg 427 120
AfF Lübben FWJ 2001
Altd öbern 702 703 704 705 708 121
AfF Luckenwalde FWJ 2002
Lenzburg 1 2 3 4 5 6 121
Anhang IV Harvestermaße 122
Diplomarbeit : Thomas Sachße
Inhalt: Harvestermaße
Datum : April 2003
Loseinheit Seite
AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2001
Wormlage 418 419 421 428 122
Wormlage 422 122
Wormlage 427 123
Wormlage 429 430 123
Schraden 244 123
Gr ünhaus 224 225 123
AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2002
Gorden 549 124
Gorden 551 124
Lauchhammer 107 108 132 134 (Teil 1) 124
Lauchhammer 107 108 132 134 (Teil 2) 124
Wormlage 411 124
Bahnsdorf 405 406 125
AfF Doberlug Kirchhein FWJ 2001
Wormlage 418 419 421 428 Wormlage 422 Wormlage 427
Klasse Anzahl Volumen Klasse Anzahl Volumen Klasse Anzahl Volumen
Stck. Fm o.R. Stck. Fm o.R. Stck. Fm o.R.
11 244 12,958 11 71 3,782 11
12 379 23,362 12 98 6,035 12 132 5,784
13 373 26,794 13 62 4,528 13 123 6,357
14 254 20,963 14 47 3,897 14 69 4,169
15 197 18,395 15 27 2,605 15 43 2,978
16 16
17 342 37,67 17 29 3,138 17 62 5,121
18 18
19 134 18,598 19 6 0,855 19 21 2,164
20 20
21 60 9,864 21 2 0,338 21 10 1,23
22 22
23 16 3,058 23 23 2 0,294
24 24
25 4 0,849 25 25 1 0,172
26 26
27 1 0,281 27
Summe 2004 172,792 Summe 342 25,178 Summe 463 28,269
Anhang V Vollkluppungsmaße 126
Diplomarbeit : Thomas Sachße
Inhalt: Vollkluppungsmaße
Datum : April 2003
Loseinheit Seite
AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2001
Wei ßhaus 331
126
Wei ßhaus 332
126
Gr ünhaus 224 225
126
AfF Doberlug-Kirchhain FWJ 2002
Falkenberg 435
127
Falkenberg 437
127
Falkenberg 415
127
Falkenberg 426
127
Falkenberg 427
127
AfF Doberlug Kirchhein FWJ 2001
Wei ßhaus 331 Weißhaus 332 Grünhaus 224 225
Klasse Anzahl Volumen Klasse Anzahl Volumen Klasse Anzahl Volumen
Stck. Fm o.R. Stck. Fm o.R. Stck. Fm o.R.
10 10 10 3 0,09
11 11 11 5 0,19
12 33 1,49 12 31 1,40 12 94 4,25
13 72 3,82 13 100 5,31 13 340 18,05
14 78 4,80 14 107 6,59 14 659 40,58
15 57 4,03 15 119 8,41 15 772 54,57
16 34 2,73 16 60 4,83 16 626 50,35
17 26 2,36 17 50 4,54 17 515 46,76
18 12 1,22 18 30 3,05 18 354 36,03
19 6 0,68 19 16 1,81 19 242 27,45
20 1 0,13 20 14 1,76 20 159 19,98
21 4 0,55 21 6 0,83 21 104 14,41
22 1 0,15 22 8 1,22 22 62 9,43
23 23 23 22 3,66
24 24 1 0,18 24 19 3,44
25 25 25 5 0,98
26 26 26 5 1,06
27 27 27 1 0,23
Summe 324 21,98 Summe 542 39,93 Summe 3987 331,50
Arbeit zitieren:
Thomas Sachße, 2003, Untersuchungen zu Fehlerquellen bei der Volumenermittlung von Kiefern-Langholzabschnitten im Wald - Vergleich der Aufnahmeverfahren mit der Werksvermessung, München, GRIN Verlag GmbH
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Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
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Thomas Sachße's Text Untersuchungen zu Fehlerquellen bei der Volumenermittlung von Kiefern-Langholzabschnitten im Wald - Vergleich der Aufnahmeverfahren mit der Werksvermessung ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Thomas Sachße hat den Text Untersuchungen zu Fehlerquellen bei der Volumenermittlung von Kiefern-Langholzabschnitten im Wald - Vergleich der Aufnahmeverfahren mit der Werksvermessung veröffentlicht
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