Inhaltsverzeichnis
1. Die Bitterkeit des Lachens. 2
2. Purim - Das Losfest. 3
2.1 Grundlage: Das Buch Ester. 3
2.2 Der Festtag. 4
2.3 Die Mizwot ( Vorschriften) und Bräuche
zu Purim. 5
2.3.1 Lesung der Ester-Megilla. 5
2.3.2 Festessen und Freude. 6
2.3.3 Mischloach Manot: Schicken von
Esswaren an Freunde. 7
2.3.4 Geschenke für die Armen. 8
2.4 Das Purimspiel. 9
3. Von Purimspielen zum
j üdischen Theater. 12
4. Purim - Das Fest, das nie
aufgehoben wird. 14
5. Literaturverzeichnis 16
1. Die Bitterkeit des Lachens
Es ist kein Zufall, dass die Weltöffentlichkeit mit grausamer Regelmäßigkeit Mitte März durch Meldungen von blutigen Attentaten aus Israel erschüttert wird . 1996 wurde eine Bombe in einem vollbesetzten Bus gezündet, 1997 sprengte sich ein palästinensischer Kellner auf der Terrasse eines Cafés in Tel Aviv in die Luft. Ein blutverschmiertes Baby, das in den Zeitungen zu sehen war, trug ein Clown-Kostüm. Es war für das Purimfest verkleidet.
Immer wieder überschatten derart schaurige Meldungen einen Tag, der eigentlich der des fröhlichsten und ausgelassensten Festes des jüdischen Jahres sein sollte. Purim ist das Fest des Siegs über die Widersacher, die sich in der Geschichte der Juden sehr zahlreich finden lassen. Doch offensichtlich können die modernen Widersacher, die Palästinenser, keinen Grund für Heiterkeit entdecken. Durch gezieltes Blutvergießen am Tag des Losfestes sollen die Juden wohl daran erinnert werden, dass es keineswegs Anlass gibt, einen Sieg zu feiern.
Und dennoch ist dieser Tag immer wieder geprägt von Fröhlichkeit und Ausgelassenheit. Die traurige Realität scheint außen vor gelassen zu werden. „Das Leben des Juden ist von religiöser Satzung streng geregelt. Nur einmal im Jahre durchbrechen Übermut und überschüssiger Lebensdrang die Schranken beherrschter Gesetztheit (...).’An Purim ist alles frei.’“ 1
Im nun Folgenden soll zunächst die Basis des Festes, das Buch Ester, betrachtet werden, woraus bereits verschiedene Aspekte des nächsten Teilbereichs - nämlich die Sitten und Bräuche an Purim - erschlossen werden können. Die Purimspiele als entscheidender Beitrag zur allgemeinen Ausgelassenheit an diesem Festtag sollen ebenfalls Erwähnung finden und in ihrer Entstehungsgeschichte, ihren Grundzügen und ihrer Realisierung vor Publikum untersucht werden. Aufbauend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen wird die Rolle der Purimspiele als Anfang des jüdischen Theaters erläutert. Im Anschluss daran soll ein kurzer Überblick über die Geschichte des jüdischen Theaters die Arbeit abrunden.
2
Um das Fest Purim verstehen zu können, muss man natürlich seine Grundlage kennen: das biblische Buch Ester, das entscheidend die besonderen Brauchformen an diesem Tag mitgeprägt hat. Das Buch Ester spielt im persischen Reich, wo eine große Zahl von Juden in der Diaspora lebt. Die Hauptfigur Ester ist die zweite Frau des Perserkönigs Achaschwerosch, der sie heiratet, nachdem er seine erste Frau Waschti wegen „Ungehorsam“ verstoßen musste. Nicht wissend, dass er eine Jüdin heiratet, erhebt er sie somit zur Königin über das persische Reich. Da begibt es sich, dass der Königsberater Haman sich derart über den Juden Mordechai ( Esters Onkel ) erzürnt - da letzterer sich weigert, vor ihm niederzuknien - , dass er beschließt, nicht nur Mordechai, sondern mit ihm alle im persischen Reich lebenden Juden töten zu lassen. Per Edikt gibt erhinter dem Rücken des Königs - den Persern bekannt, wann der Überfall zu erfolgen habe. Als Ester davon erfährt, setzt sie alles daran, ihr Volk zu retten. Sie wagt es sogar, ungebeten vor den König zu treten (was strengstens verboten ist) und offenbart ihm ihre Religionszugehörigkeit. Bei einem Festmahl, zu dem Ester Haman und den König geladen hat, erfährt Achaschwerosch von den Intrigen seines Beraters und gerät darüber in große Wut. Da er aber das erlassene Edikt nicht wieder aufheben kann, bleibt den Juden nur, sich gegen ihre persischen Angreifer (erfolgreich) zu verteidigen. Es kommt zu einer großen Schlacht, in der unzählige Perser umkommen - auch Haman und seine zehn Söhne. „Das geschah am dreizehnten des Monats Adar, und sie ruhten am vierzehnten Tage desselben Monats, den machte man zum Tage des Wohllebens und der Freude“ 2 . Dieser Tag wurde „Purim“ genannt, persisch für: die Lose. Haman warf ein Los, das den Zeitpunkt des Überfalls auf die Juden bestimmen sollte. Da dieses Los somit aber den Tag der Niederlage der Perser festlegte, wird dieser auch oft Losfest genannt.
1 Thieberger, Friedrich (Hg.): Jüdisches Fest - jüdischer Brauch. Berlin 1937 (N.D. Königstein 3. Aufl. 1985), S. 364
2 Ester 9, 17
3
Es kann nicht genau festgestellt werden, wann das Buch Ester geschrieben wurde, man geht jedoch davon aus, dass es spätestens im zweiten Jahrhundert vor Christus verfasst wurde. Damit entstand ein Schriftstück, das in vielerlei Hinsicht als außergewöhnlich bezeichnet werden kann. Sowohl Inhalt als auch Gestaltung sind einzigartig. Zum einen spielen hier nicht gerade geistige Dinge eine große Rolle: Völlerei, Alkohol, sexuelle Anspielungen. Kein Wunder also, dass der Name Gottes kein einziges Mal Erwähnung findet. Zum anderen kann das Buch Ester auch als geradezu humorvoll empfunden werden, was im Kanon der Bibel ebenfalls Seltenheitswert hat. „Einem Lustspiel entsprechend macht in der Ester-Rolle keiner eine gute Figur, weder Perser noch Juden. (...) Entrollt wird eine Geschichte von politischen und persönlichen Machtkämpfen und Intrigen aus dem Palast des persischen Großkönigs.“ 3 Das prägende Element dieser Erzählung ist Ironie: alles verkehrt sich in sein Gegenteil. Haman möchte Mordechai töten, wird aber selbst gehenkt; der 14. Adar soll ein Tag des Mords an Juden werden, es kommen aber nur Perser dabei um. Es ließen sich noch weitere Beispiele anführen, denn, wie blutrünstig der Stoff auch sein mag, die Ironie zieht sich wie ein roter Faden hindurch.
2.2 Der Festtag
Wie bereits erwähnt, findet Purim am 14. Adar statt, fällt also, gemessen am christlichen Kalender, in den Februar beziehungsweise März (so war Purim 2001 am 9. März). Allerdings findet sich im Buch Ester eine Ausnahme, die bis in die heutige Zeit bestehen blieb: „Aber die Juden zu Susan waren zusammengekommen am dreizehnten und am vierzehnten Tage und ruhten am fünfzehnten Tag“ 4 , feierten also den Sieg über die Widersacher einen Tag später. In Anlehnung an diese Zeilen wurde eine Regelung eingeführt, die es nicht nur Susan, sondern auch einigen anderen Städten erlaubte, ein „verspätetes“ Purim zu feiern - nämlich denjenigen Orten, die bereits zu Zeiten des Propheten Joshua nachweislich eine Stadtmauer besaßen. Diese
3 Gal-Ed, Efrat: Das Buch der jüdischen Jahresfeste. Frankfurt a.M./ Leipzig 2001, S. 194
4 Ester 9, 18
4
Regelung betraf zur Zeit ihrer Etablierung noch mehrere Orte 5 . In jüngerer Zeit wird das sogenannte Purim Dekrakkim (Purim der mauerumgebenen Städte) am 15. Adar ausschließlich in Susan und Jerusalem gefeiertwodurch natürlich vor allem letzterer Stadt eine herausragende Position zukommt. 6
Dem eigentlichen Fest geht das sogenannte Ta’anit Ester, das Ester-Fasten, voraus. Man fastet von Sonnenaufgang bis -untergang zum Gedenken an Ester, die fastete, bevor sie es wagte, dem König zu gestehen, dass sie Jüdin sei. „Der scharfe Übergang von Ta’anit Ester zur Purimfreude erinnert daran, daß in dieser Welt keine Freude existiert ohne einen Hauch von Trauer und Bedrückung.“ 7 Allerdings wird dieser Fasttag nicht ganz so streng gehandhabt wie andere des jüdischen Jahreskreises. 8 Dementsprechend gilt auch für das Purimfest an sich eine Sonderregel: „Da Purim kein Gebot der Thora ist, gelten an Purim die üblichen Feiertagsverbote, wie z.B. das Arbeitsverbot, nicht.“ 9
2.3 Die Mizwot (=Vorschriften) und Bräuche zu Purim
Richtet man nun sein Augenmerk auf die Zusammenhänge zwischen dem Buch Ester und dem Fest Purim, so fällt eine weitere Besonderheit auf: während andere Feste gewissermaßen nachträglich auf eine biblische Geschichte bezogen wurden, wird in der Ester-Geschichte selbst bereits explizit ein Feiertag, der aus den beschriebenen Ereignissen resultiert, erwähnt. Mehr noch, das Buch Ester gibt sogar genaue Anweisungen für die Gestaltung desselben. Aufbauend auf diesen Vorschriften hat sich ein dichtes Netz von Bräuchen und Handlungsmustern zu Purim entwickelt.
2.3.1 Lesung der Ester-Megilla (= Ester-Schriftrolle)
Ein sehr wichtiger Bestandteil des Festes ist die Lesung der Ester-Megilla.
5 Interessanterweise war Susan selbst gar nicht von dieser Regelung betroffen, da es keine Stadtmauer vorzuweisen hatte. Natürlich wurde in diesem Fall aber eine Ausnahme gemacht.
6 Was wohl bereits zur Zeit der Einführung dieser Regelung ein Hintergedanke gewesen sein dürfte. Vgl. Kitov, Elijahu: Das jüdische Jahr. Gesetz und Brauch. Band I. Zürich 1984, S. 164/165
7 Gal-Ed, Efrat: Das Buch der jüdischen Jahresfeste, S. 203
8 „Da Ta’anit Ester nicht zu den in den Schriften erwähnten vier Fasttagen gezählt wird, wird er etwas weniger streng gehalten als die anderen. Schwangere und stillende Frauen, sowie auch kranke und schwache Menschen, denen das Fasten schwer fällt, fasten nicht.“ - Kitov, Elijahu: Das jüdische Jahr, S. 162
5
An Purim ist es sowohl für Mann als auch für Frau Pflicht, die auf einer Rolle festgehaltene Ester-Geschichte entweder selbst zu lesen oder zu hören. Bevorzugt soll hierfür die Synagoge aufgesucht werden. Die Lesung findet an Purim zweifach statt, sowohl am Vorabend des Festes (also am Abend des Ester-Fastens) als auch am Morgen desselben. Für diese Lesung gelten strenge Regeln: beabsichtigt ein Jude, seine Mizwa (also seine Pflicht) durch seine Zuhörerschaft während der Megilla-Lesung in der Synagoge zu erfüllen, so muss er jedes Wort deutlich und vor allem richtig vorgelesen vernehmen können, denn sonst gilt die Pflicht als nicht erfüllt. Aus diesem Grund bringen viele Juden ihre eigene Ester-Megilla mit, natürlich geschrieben auf koscherem Pergament und in strenger Übereinstimmung mit den halachischen Vorschriften. So können sie ein versäumtes Wort leise aus der eigenen Schriftrolle hinzufügen und damit die Pflicht, sie vollständig zu hören, erfüllen. Es gibt einige Bräuche, die von einer Lesung der Ester-Rolle nicht wegzudenken sind. Zum einen wird Lärm geschlagen, so oft der Name Hamans erwähnt wird. Dazu bedient man sich verschiedenster Lärminstrumente - allen voran der Purimratschen - oder aber einfach seiner Hände und Füße. Dieser Brauch liegt in einer Stelle der Thora begründet: Macho Emche Et Secher Amalek - ‘Ich werde das Andenken von Amalek auslöschen’. Da erstens macho im Hebräischen auch ‘schlagen’ heißt und zweitens Haman als Amalekiter betrachtet wird, schlägt man also und macht Krach. 10
Ein weiterer Ausdruck des Triumphs ist zu beobachten, wenn die Stelle der Ester-Geschichte erreicht ist, die die Namen der zehn Söhne Hamans erwähnt. Diese werden in einem Atemzug gelesen, „um damit darauf hinzuweisen, daß sie, wie eine Person zusammen gerichtet und getötet wurden.“ 11
9 http://www.payer.de/judentum/jud514.htm
10 Vgl. Kitov, Elijahu: Das jüdische Jahr, S.189
6
2.3.2 Festessen und Freude
Ein elementarer Bestandteil des ausgelassenen Festes ist ausgiebiges Essen und Trinken. Die Hauptmahlzeit, die Se’udat Purim, wird am Nachmittag des Festes eingenommen. Dabei werden Speisen aller erdenklicher Art gereicht. Die wohl bekanntesten Purimspezialitäten sind Hamantaschen oder -ohren (dreieckige Kuchen mit Mohnfülle) und die Purim-Challa (eine Art Zopf mit Rosinen), die Liste ließe sich jedoch beliebig fortsetzen. Was all diesen Speisen jedoch gemein ist, ist ihre Symbolhaftigkeit. In jeder einzelnen ist ein Aspekt des Buchs Ester versinnbildlicht. So werden Juden zum Beispiel beim Anblick einer Hamantasche an die mit Bestechungsgeldern gefüllte Taschen des hinterlistigen Königsberaters erinnert. Es gibt wohlgemerkt aber noch eine Vielzahl anderer Bedeutungen, die dieser Speise beigemessen werden können. Auch dem Alkohol steht man an Purim nicht ablehnend gegenüber. Es ist sogar beinahe Pflicht, sich derart zu betrinken, dass man nicht mehr zwischen „Verflucht sei Haman“ und „Gesegnet sei Mordechai“, also nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Für diesen etwas befremdend anmutenden Brauch wird eine Vielzahl mehr oder weniger überzeugender Erklärungen gegeben. So könne ausgiebiger Alkoholgenuss als Ausdruck blinden Vertrauens auf Gott gesehen werden, in dessen Hand man sich ja ab einem gewissen Alkoholpegel begibt. 12 Eine weitere Erklärung ist folgende: Purim bringt den Freund-Feind-Kontrast, der die jüdische Geschichte bestimmt, verstärkt zum Ausdruck. Dieser Gegensatz solle jedoch mit Hilfe des Alkohols vergessen werden, so dass die Juden an diesem Festtag nichts als Liebe spüren. 13 Mit anderen Worten könnte man es also vielleicht auch so ausdrücken: „Man trinkt auch, um die Tragik der Existenz zu vergessen. Der Ausgelassenheit (...)[Purims] haftet immer ein bitterer Beigeschmack an, nämlich die Erinnerung an die Gegenwart und an den Tag nach Purim.“ 14
11 Ebd., S. 170
12 Vgl. Kitov, Elijahu: Das jüdische Jahr, S. 194
13 Vgl. Rabbiner Ahron Daum: Die Feiertage Israels II. Die jüdischen Feiertage in der Sicht der Tradition. Frankfurt a.M. 1994, S. 66/67
14 Daxelmüller, Christoph: Ester und die Ministerkrisen. Wandlungen des Esterstoffes in jüdisch-deutschen und jiddischen Purimspielen. In: Franz Link (Hg.): Paradeigmata. Literarische Typologie des Alten Testaments. Erster Teil: Von den Anfängen bis zum 19. Jahrhundert. Berlin 1989, S.463
7
2.3.3 Mischloach Manot: Schicken von Esswaren an Freunde
Eine weitere Vorschrift für Purim ist es, Esswaren (die sogenannten Mischloach Manot oder Schlachmones) an Freunde und Bekannte zu verschicken. Man geizt nicht mit dem, was die an diesem Tag gut bestückte Küche zu bieten hat. Allerdings müssen alle verschickten Esswaren verzehrfertig sein. Strenggenommen müssen die Geschenke aus zwei Portionen (manot = Portionen) fertiger Speisen bestehen, nämlich einer Mehlspeise und einer aus rohem Obst. 15 Jedoch wird dies nicht mehr allzu streng gehandhabt, und es werden vor allem gern für Purim typische Süßigkeiten hinzugefügt. Auch die Sitte, diese Geschenke auf eigens für diesen Zweck hergestellten Purimtellern zu überbringen, ist von der Zeit eingeholt worden: heute schenkt man in Pappschachteln. Doch immer noch herrscht an Purim reges Treiben auf den Straßen, die bevölkert sind von Geschenkboten allen Alters.
Sogar die Ärmsten sind von dieser Pflicht nicht befreit. „Ist (...)[einem
Armen] dies unmöglich, so kann er seine Esswaren mit seinen Freunden austauschen, und auf diese Weise haben beide die Mizwa erfüllt.“ 16
2.3.4 Geschenke für die Armen
Wie bereits erwähnt, gibt das Buch Ester klare Vorgaben für das Purim-Fest: dort wird ein Brief Mordechais wiedergegeben, in dem er die Juden in Nah und Fern auffordert, dass sie die Tage nach dem Kampf gegen die Perser „halten sollen als Tage des Wohllebens und der Freude und einer dem anderen Geschenke schicken und den Armen mitteilen.“ 17 Gerade der letzte Punkt wirkt sich auch entscheidend auf Purim aus. Nicht wegzudenken sind an diesem Tag die Heischegänger. Dies sind zum einen Kinder, die von Haus zu Haus ziehen und um Süßigkeiten bitten. 18 Zum anderen sind es aber auch die wirklich Armen, die an diesem Tag Gaben verlangen dürfen. Diese Matanot la’Ewjonim sind nicht so streng geregelt wie die Geschenke für Freunde und Bekannte. Gegeben darf von Kleidung
15 Vgl. http://www.payer.de/judentum/jud514.htm
16 Kitov, Elijahu: Das jüdische Jahr, S. 200
17 Ester 9, 22
8
bis hin zu Geld alles, was man zum täglichen Leben braucht. Purim ist das Fest der Großzügigkeit, und an diesem Tag prüft man „bei den Armen (...) nicht so genau nach, ob sie es nötig haben oder nicht, man gibt jedem, der es verlangt.“ 19
In enger Verbindung mit dieser Mizwa steht der Brauch, sich an Purim zu verkleiden. An diesem Tag ist es auch gestattet, in die andere Geschlechterrolle zu schlüpfen, obwohl es an sich jüdischen Männern verboten ist, Frauenkleider zu tragen und umgekehrt. 20 Doch an Purim ist alles anders und man beruft sich auf die Worte der Ester-Rolle: We’nahafoch hu - ‘das Gegenteil geschah’. Purim ist Ausnahmezustand. So ist es den armen Bittstellern an Purim auch möglich, sich bis zur Unkenntlichkeit zu verkleiden und so die Scham darüber abzumildern, Almosen annehmen zu müssen. 21 Natürlich gibt es eine Vielzahl anderer Erklärungen für diesen Brauch, doch eine, die wohl den traurigen Kern der Wahrheit trifft, ist folgende: „Schmerzende Themen lassen sich besser mit Humor und Ironie ertragen. Verkleidet und maskiert, deckt Purim die unbequemen Fragen nach ‘Normalität’, Identitätsverlust und Anpassung auf.“ 22
2.4 Das Purimspiel
Große Beachtung finden am Losfest die Purimspiele, für die es schon ab dem Mittelalter Belege gibt. So berichtete Johannes Buxdorf 1603: „die Juden tun nichts anderes an diesem Tage als fressen, saufen, spielen, dantzen, pfeifen, singen, sprechen reimen und liebliche sprüche, verbutzen und verkleiden sich die Weiber in Manns, die Männer in Weibskleider.“ 23 Zwar bestanden die Purimspiele des späten Mittelalters meistens „aus Liedern, Tänzen, Possenreißerei und Instrumentalmusik; man führte sie
18 Dies geschieht meist in Verbindung mit Heischeversen. Dazu ein Beispiel: „Purimküchle wölle mer essa / und da Haman net vergessa,/ der Haman ischt a beser Ma, / er fängt mit älle Jidda a.“ - Salmen, Walter: „...denn die Fidel macht das Fest.“ Jüdische Musikanten und Tänzer vom 13. bis 20. Jahrhundert. Innsbruck 1991, S. 107
19 Kitov, Elijahu: Das jüdische Jahr, S. 200
20 Deuteronomium 22,5: „Männergewand soll ein Weib nicht tragen, und ein Mann soll keine Weiberkleider anziehen, denn ein Greuel vor dem Herrn, deinem Gott, ist, wer solches tut.“
21 Vgl. Rabbiner Ahron Daum: Die Feiertage Israels II, S.62
22 Gal-Ed, Efrat: Das Buch der jüdischen Jahresfeste, S. 194
23 Zitiert nach: Salmen, Walter: „...denn die fidel macht das Fest“, S. 107/108
9
vorwiegend in der Synagoge auf.“ 24 Doch bereits ab dem 16. Jahrhundert lassen sich eigens für Purim verfasste Schauspiele nachweisen. Diese Purimspiele (das heißt, Aufführung von Possen) fanden meist in Privathäusern statt und waren verbunden mit der Bitte um eine milde Gabe; aus diesem Grunde wurden sie auch oft von Studenten inszeniert. Öffentliche Darbietungen in den Ghettos unterlagen bis weit hinein in die Neuzeit der strengen Kontrolle nicht-jüdischer Obrigkeiten. Ziel war es, Christen völlig von diesem bunten Treiben (das womöglich in irgendeiner Form gar kritisch sein könnte) und dem Schauplatz der Belustigung fernzuhalten. Dies traf natürlich verstärkt zu, wenn Purim in die christliche Fastenzeit fiel, was immer wieder zu Reibereien führte. 25 Die Erhaltungslage der Purimspiele ist schlecht, da sie meist gar nicht aufgezeichnet, sondern nur mündlich überliefert wurden. Jedoch lassen sich einige bevorzugte Themen erkennen. Dies sind zum einen biblische Themen (vor allem natürlich der Ester-Stoff, aber auch die „Verkauffung Josephs“, die Geschichte von Adam und Eva und ähnliches), Parodien auf Gebete und Talmudtraktate. Ab dem 19. Jahrhundert lassen sich auch Persiflagen bekannter literarischer Werke finden. 26
Die Purimspiele, die aufgrund ihrer oft brisanten Thematik auch bei orthodoxen Juden auf Widerstand stießen, lassen sich, selbst wenn sie niedergeschrieben wurden, bisweilen nur schwer nachvollziehen, denn sie „lebten vor allem von der Improvisation, vom spontanen Wortwitz und der Situationskomik“. 27
Für die Aufführungen in Privathaushalten zogen kleine Schauspieltruppen, die meist aus nicht mehr als zwölf Darstellern bestanden, durch die Stadt. Die geringe Anzahl der Mitglieder erleichterte zum einen das Aufteilen der am Schluss überreichten Spenden, resultierte zum anderen aber auch aus dem wenigen Platz, der in einem Privathaus für schauspielerische
24 Daxelmüller, Christoph: Ester und die Ministerkrisen, S. 448
25 Dies belegt ein Rechtsstreit aus Vorarlberg, Anfang des 19. Jahrhunderts: Dort fiel Purim „in die Fastenzeit der Christen, die keine Maskerade und Tänze zuließ. Es wurde deswegen vor dem Friedensrichter von Dornbirn Anklage gegen die Juden erhoben, weil ein Maskenritt vorgeführt worden war.“ - Salmen, Walter: „...denn die Fidel macht das Fest“, S. 108
26 Als Beispiel kann hier der Anfang einer Umdichtung von Goethes „Erlkönig“ angeführt werden: „Was wackelt so spät dorch Nacht und Graus? / Herr Liebenthal kümmt vun ä Purimschmaus, / seinen jüngsten Sohn hält er fest an der Hand, / Bewaunes! Se hoben beide ä Brand!“ - Daxelmüller, Christoph: Ester und die Ministerkrisen, S. 447
10
Aktivitäten zur Verfügung stand. Allerdings führte dies auch dazu, dass manche Schauspieler mehrere Rollen übernehmen mussten, so wie auch Frauenrollen von Männern
gespielt wurden, da es sich ausschließlich um männliche Purimspieler handelte. Die Gruppen, die sich aus Laiendarstellern zusammensetzten, verwendeten die gerade im Raum vorhandenen Möbel als Kulisse und improvisierten auch, was ihr Stück betraf. Der Einzelne hatte zwar seine Rolle im Kopf, die wenigsten Schauspieler kannten aber das ganze Stück. Oft verfolgten deshalb Kinder die Truppen auf ihrem „Umzug“, lernten dabei die Texte auswendig und korrigierten dann vermeintliche Fehler der Darsteller, die aber ihr Stück wohl mit jeder Station leicht veränderten. 28 Heute ist von diesen Stücken wenig überliefert. Am ehesten blieben in den Purimspielen enthaltene Lieder erhalten, die später gewissermaßen zu Volksliedern wurden. 29
Trotz der spärlichen Ausgangsbasis ist es jedoch möglich, einige Grundzüge der Purimspiele festzumachen. Zum einen gibt es einige häufig auftauchende Motive wie Weltvergessen, „Weiberkrieg“ (also der Aufstand der Frauen im männlich regierten Haus), Völlerei und vor allem Trunkenheit. Mit diesen Motiven wurden sogar biblische Themen unterlegt, was natürlich bisweilen auf harsche Kritik stieß. Verurteilt von orthodoxen Juden wurden vor allem Purimspiele, die Autoritätspersonen in betrunkenem Zustand zeigten, so wie zum Beispiel „Rabbi Hamram (Weinflasche), der noch den letzten verschütteten Tropfen Wein vom Fußboden aufleckt, oder Rabbi Shakran (Trunkenbold), der sich in der Purimnacht ein Faß über das Bett hängt, damit er noch während des Schlafens mit Wein versorgt wird.“ 30
Desweiteren gibt es auch einige Figuren, die immer wieder in Purimspielen auftauchen. Hierzu kann zum einen der Erzähler gerechnet werden, der das
27 Daxelmüller, Christoph: Ester und die Ministerkrisen, S. 443
28 Vgl. Kirschenblatt-Gimblet, Barbara: Performance, Text and Analysis of a Purim Shpil. In: The Drama Review. Cambridge, MA 1980. 24:3 (87), S.5-16
29 So sind z.B. die Anfangsverse der „Hasenklage“ (eigentlich ein Rollengedicht, das an Purim aufgeführt wurde) in jüdischen Kreisen durchaus noch bekannt: „Bin ein armes Häschen, ein Häschen auf der Welt, / Von Schrecken und Pein bin ich rings umstellt. / Schrecken und Pein, Schrecken und Pein / Muß von aller Welt ich gewärtig sein. / Bin ein armes Häschen und ganz allein.“ - Best, Otto F.: Mameloschen - Jiddisch- Eine Sprache und ihre Literatur. Frankfurt a.M. 1973, S.127
30 Daxelmüller, Christoph: Ester und die Ministerkrisen, S.446
11
ganze Spiel hindurch präsent ist. Zum anderen kann man auch immer wieder auf den Typ des Heralds treffen (der auch bezeichnet wird als payats (Clown), loyfer, forredner, aynshrayer, onfirer und Ähnliches), dessen Aufgabe es ist, die Schauspieler und ihr Stück zu Beginn vorzustellen und am Schluss die Spenden einzusammeln.
Zentral ist jedoch die Figur des Narren, der vor allem im Josephsspiel auch als Pickelhäring, bisweilen als Mondrisch bezeichnet wird. Er kann in den verschiedensten Figuren verborgen sein und sowohl als niedriger Diener als auch als Mordechai selbst auftreten. Diesem Charakter steht nun wirklich Narrenfreiheit zu: er macht sich auf derbste Weise vor allem über Höhergestellte lustig. „Solches Aufbegehren, verbunden mit den gröbsten Frechheiten und derben Zoten, wird aus der Sicht des stets Unterdrückten verständlich: Spott demütigt im Spiel diejenigen, die ansonsten selbst spotten.“ 31
Allerdings dienten Purimspiele keinesfalls der bloßen Unterhaltung, sondern sollten auch gewissermaßen erzieherische Zwecke erfüllen. Keineswegs darf man von übermäßigen Saufereien und sonstigen Ausfällen in diesen Stücken auf den jüdischen Alltag schließen. „ ‘Parodie’ bedeutet nämlich auch, anhand der verkehrten Welt Ordnungsprinzipien festzulegen.“ 32
3. Von Purimspielen zum jüdischen Theater
Jüdisches Theater 33 an sich gibt es noch nicht sehr lange. Die Ursache dafür liegt in der Tatsache begründet, dass es den Juden nach dem Talmud verboten war, eine Theatervorstellung zu besuchen. Einzig davon ausgenommen waren die Purimspiele - wenn auch sehr zum Unbehagen einiger orthodoxer Juden. „Die Ausbildung eines jüdischen Theaters konnte erst mit der Veränderung des Geisteslebens beginnen. Eine neue geistige Orientierung des Judentums begann im 18.Jahrhundert unter Einfluss des Gelehrten und Aufklärers Moses Mendelssohn.“ 34
31 Ebd., S.451
32 Daxelmüller, Christoph: Ester und die Ministerkrisen, S.457
33 Unter diesem Begriff sollen sowohl jiddisch - als auch hebräisch-sprachiges Theater zusammengefasst werden.
34 http://www.teiresias.de/lesjidd.htm
12
In diese Zeit fallen auch Autoren wie Isaak Abraham Eichel und Aaron Wolfssohn, die eben unter diesem Einfluss versuchten, die Purimspiele, die ihnen schändlich und minderwertig vorkamen, zu verdrängen. Ihre Werke erscheinen demnach deutlich ausgefeilter. Sie spielen mit verschiedenen Sprachebenen, um ihre Figuren zu charakterisieren, wobei dem Jiddischen ein vergleichsweise geringer Rang zukommt. 35 Entscheidend für die Entstehung des jüdischen Theaters waren neben den Purimspielen auch wandernde Schauspieler- und Sängertruppen, die sich im 19. Jahrhundert in Osteuropa bildeten (bekanntestes Beispiel hierfür sind die Broder Singer). Ihre Auftritte dienten der reinen Unterhaltung mittels anspruchsloser Schwänke, ebneten jedoch einem literarischen jüdischen Theater den Weg.
Ende des 19. Jahrhunderts konnten sich auch erstmals Stücke in jiddischer Sprache, der ja vorher nur der Wert einer Umgangssprache beigemessen worden war, etablieren, feste Bühnen konnten jedoch zunächst kaum Fuß fassen. Aufgrund staatlicher Repressionen (die nicht selten von orthodoxen Juden ausgingen, die weiter ehern an der Aufrechterhaltung des Theaterverbots festhielten) konnten vor allem in Rußland die neugeschaffenen Stücke zunächst nur von Wandertruppen aufgeführt werden.
Diese Repressionen bekam auch ein Mann zu spüren, der oft als der „Vater des Jiddischen Theaters“ bezeichnet wird: Abraham Goldfaden, selbst Autor zahlreicher Bühnenstücke und Gründer der ersten professionellen Schauspielertruppe. 36
Bereits in dieser Zeit wanderten viele jüdische Schauspieler nach Amerika aus, ebenso wie viele Schriftsteller, die ihren Stücken dorthin folgten, wo sie sie auf der Bühne realisiert sehen konnten. Die russische Regierung gab erst 1904 die Erlaubnis zur Errichtung jüdischer Theater. Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb kann der Beginn des 20. Jahrhunderts als Blüte des jüdischen Theaters gesehen werden. In dieser Zeit entstanden bedeutende Theatergruppen wie die HaBima (das heutige Nationaltheater des Staates Israel, das in Osteuropa gegründet wurde), das Jüdische Akademische
35 Vgl. Best, Otto F.: Mameloschen, S. 243
13
Theater in Moskau (=GOSET) sowie die Wilnaer Truppe. All diese Schauspielgruppen erlangten mit ihren Touren durch ganz Europa Weltruhm.
Parallel zu dieser Entwicklung hatte das jüdische Theater auch in Amerika, das ja bereits Ende des 19. Jahrhunderts Anlaufstelle für viele osteuropäische Flüchtlinge gewesen war, große Erfolge zu verbuchen. Allein in New York war eine Vielzahl jüdischer Schauspielhäuser entstanden. 37
Während die Erfolge des jüdischen Theaters in den USA anhielten, war die Blüte jüdischer Kultur in Europa von kurzer Dauer. Mit den machtpolitischen Umwälzungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde auch dieses Kapitel geschlossen.
4. Purim - Das Fest, das nie aufgehoben wird
Betrachtet man Bilder moderner Purimfeiern, so erscheinen diese merkwürdig vertraut. Ganz wie hierzulande fahren am jüdischen Karneval Ad l o jada ( ‘bis er nicht mehr wusste’) in Jerusalem bunt geschmückte Faschingswägen durch die Straßen, es werden Bälle veranstaltet und die Kinder sind als Clowns oder Prinzessinnen verkleidet. Und dennoch besteht ein gravierender Unterschied zwischen Purim und dem nicht-jüdischen Karneval. Während letzterer nichts als der Belustigung dient, ist das „Fest der Lose“ Ausdruck eines tiefen Glaubens. Purim ist laut jüdischen Gelehrten das Fest, das niemals aufgehoben werden und alle anderen überdauern wird. Denn für Juden hat dieses Fest einen hohen Wert 38 : „In the days of the Messiah, Israel will talk about what happened before peace was established, what happened in exile, the dis-order in Jewish existence. For to know, existentially, the new order in history, the order established by the Messiah, one must be aware of the dis-order in former days, the dis-order of exile, the topsy-
36 Erwar „nach Odessa übergesiedelt, wurde aber schon 1883 durch einen auf Betreiben jüdisch-orthodoxer Kreise erlassenen zaristischen Ukas an weiterer Theaterarbeit gehindert.“ - Best, Otto F.: Mameloschen, S.244
37 „Um die Jahrhundertwende gab es mehr als ein Dutzend jiddischer Spielstätten, die sich auf der Second Avenue zwischen Houston und 14ter Straße befanden.“ -http://www.klezmer.de/Buecher/...4/S_Khupe-4-5/s_khupe-4-5.html
38 Aus diesem Grund werden wohl auch verschiedene „Spezial-Purims“ begangen, die innerhalb einer Stadt, eines Dorfes oder auch nur einer Familie gefeiert werden (bekanntestes Beispiel hierfür ist das Frankfurter Purim, das an das „Fettmilch-Pogrom“ im 18. Jahrhundert erinnert). Sie drücken aus, dass man einer großen Gefahr entronnen ist und stärken so die Hoffnung darauf, das dies auch in der Zukunft der Fall sein wird.
14
turvey world. Therefore, Purim will not pass away; the celebration of dis-order will not be revoked. Only through the occasion of dis-order can we know order.“ 39
39 Harris, Monford: Purim. The Celebration of Dis-order. In: Judaism. A Quarterly Journal, 26 : 2 (1977), S. 170
15
5. Literaturverzeichnis
und ihre Literatur. Daxelmüller, Christoph:
Gal-Ed, Efrat:
Kirschenblatt-Gimblet, Barbara:
Kitov, Elijahu:
Rabbiner Ahron Daum:
Salmen, Walter:
Thieberger, Friedrich (Hg.):
• http://deutsch.pi-noe.ac.at/inetsem/kabar_jw.htm
• http://www.jajz-ed.org.il/german/festivls/Purim/pugnen05.html
• http://www.klezmer.de/Buecher/...4/S_Khupe-4-5/s_khupe-4-5.html
• http://www.payer.de/judentum/jud514.htm
• http://www.teiresias.de/lesjidd.htm
16
Arbeit zitieren:
Agathe Schreieder, 2004, Purim oder: Die Anfänge des jüdischen Theaters, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Agathe Schreieder hat den Text Purim oder: Die Anfänge des jüdischen Theaters veröffentlicht
Agathe Schreieder hat einen neuen Text hochgeladen
Sprachkurs Englisch in 15 Stunden - für Anfänger und Fortgeschrittene
Der schnelle Englischkurs für ...
Celebrating the Jewish Year: The Winter Holidays: Hanukkah, Tu B'Sheva...
Paul Steinberg, Janet Greenstein Potter
Chance and Providence: Discourses on the Inner Meaning of Purim
Rabbi Adin Steinsaltz, Tzuriali Odeah
0 Kommentare