Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung................................................................................................ 3
2. Zum Verständnis von Gesundheit 3
3. Begriffliche Klärungen 5
3.1. Prävention 5
4.2.1. Aids-Prävention. 12
4.2.2. Suchtprävention. 12
4.2.3. Drogenprävention. 13
4.2.3.1. Konkretes Beispiel „Tandemteam“ 14
4.2.4.1. Kritikpunkte an Peer- Education. 16
5.Grenzen der Gesundheitserziehung 17
6.Entwicklungsperspektiven und abschließende Evaluation 18
7.Literaturverzeichnis............................................................................... 20
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1.Einleitung
Wir leben in einer Zeit weitreichender Wandlungsprozesse. Dies macht sich auch in dem Bereich der Gesundheitsvorsorge bemerkbar, wobei insgesamt eine Reformbewegung mit einer Hinwendung zur Ganzheitlichkeit erkennbar wird. Somit müssen viele Konzepte überdacht und neu aufbereitet werden, wobei eine Vernetzung mehrerer Teilbereiche im Rahmen der Gesundheitsförderung sinnvolle Aspekte aufweist. Eine vorwiegende Zukunftsorientierung von Prävention und
Gesundheitsförderung im Sinne der Langzeitwirkung von Verhaltensweisen sowie der persönlich angestrebten Zukunftsperspektiven, macht besonders die Notwendigkeit des Erlernens von gesundheitsfördernden Verhaltensweisen deutlich. Somit ist die Kinder-und Jugendhilfe - in Kooperation mit anderen Bereichen des Gesundheitssektorsbesonders aufgefordert, ihren Beitrag im Hinblick auf eine „gesunde Zukunft“ zu leisten.
Inwieweit die Möglichkeiten der Prävention bzw. der Gesundheitserziehung es zulassen, zur Steigerung des Wohlbefindens und der Gesundheit von Jugendlichen beizutragen, soll im Folgenden erörtert werden. Dabei sind besonders die Methoden im Bereich der Jugendhilfe, im schulischen Feld und die Peer Education näher zu betrachten und hinsichtlich ihrer Effektivität und Praktikabilität zu bewerten. Die Grenzen der momentanen Situation sind herauszuarbeiten und
Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft aufzuspüren.
2. Zum Verständnis von Gesundheit
Wenn man heute von Gesundheit spricht, tut man dies in einem erweitertem Verständnis und unter einer veränderten Perspektive. Unter Gesundheit wird längst nicht mehr nur die Abwesenheit von medizinisch definierter Krankheit verstanden, sondern vielmehr eine Definition im positiven Sinne, wobei psychische und soziale Dimensionen mit einbezogen werden. Zu dieser veränderten Perspektive hat maßgeblich die Ottawa - Charta der Gesundheitsförderung beigetragen, die 1986 auf
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der 1. Konferenz zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitskonferenz (WHO) in Ottawa (Kanada) verabschiedet worden ist.
„Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen. Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen, ist eines der Grundrechte jedes Menschen, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung.“ (Präambel der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) )
Wenn man von Gesundheit spricht, geht man heutzutage also von einem mehrdimensionalen Verständnis aus. Nicht nur die körperliche Gesundheit allein ist gemeint, sondern ein ganzheitliches Gesundsein, welches auch beinhaltet, sich psychisch und sozial wohl zu befinden. In jüngster Zeit wird auch das ökologische und spirituelle Wohlbefinden mit einbezogen.
Gesundsein ist somit ein vielschichtiges und komplexes Phänomen, welches in einer engen Abhängigkeit zu einer Vielzahl von inneren und äußeren Faktoren steht. Das subjektive Wohlbefinden stellt dabei die Voraussetzung und das Resultat eines Austauschprozesses des Menschen mit seiner Um- und Mitwelt dar, mit dem Bestreben nach einem individuellen Gleichgewicht. Gesundheit ist somit als dynamische Balance zu sehen, welche zu jedem Zeitpunkt des Lebens immer wieder neu hergestellt werden muss. Sie ist also kein rein passiv erlebter Zustand des Wohlbefindens, wie die rein körperliche Fixierung des Begriffs in der klassischen Medizin nahe legt, sondern ein aktuelles Ergebnis des jeweiligen Handelns eines Menschen.
Die Förderung der Gesundheit beinhaltet auch immer zugleich die Vermeidung von Krankheit. Daraus ergibt sich der Doppelcharakter möglicher Maßnahmen im Vorfeld einer Erkrankung, zum einen die Vermeidung von Krankheiten und zum anderen den Erhalt und die Förderung der Gesundheit. Die Optimierung der geeigneten Lebensumstände durch bestimmte Maßnahmen - also die positive Auslegung des Begriffs - ist Merkmal der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
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3. Begriffliche Klärungen
3.1. Prävention
Prävention wird oft synonym gebraucht mit dem Begriff Vorsorge oder Vorbeugung und umfasst dabei alle Maßnahmen zur Feststellung und Beseitigung von Frühsymptomen für spezifische Gesundheitsbeeinträchtigungen und Krankheiten. Gesundheitserziehung stellt dabei eine der Methoden bzw. Verfahrensweise dar. Prävention wird heutzutage unterteilt in primäre, sekundäre und tertiäre Prävention. Primäre Prävention will im Sinne einer Verringerung bzw. Ausschaltung bestimmter Krankheitsursachen dazu beitragen, dass Probleme bzw. psychische Störungen gar nicht erst entstehen. Sekundäre Prävention versucht die Entwicklung schwerer Störungen und Probleme bei schon erkennbaren leichten Beeinträchtigungen zu verhindern und umfasst somit die Maßnahmen zur „Früherkennung“ bestimmter Erkrankungen. Tertiäre Prävention hat die Abwendung und Milderung von Krankheitsfolgen zum Ziel, sowie der Abwendung einer Krankheitsverschlimmerung. Tertiäre Prävention entspricht also auch dem, was Rehabilitation beabsichtigt.
3.2. Gesundheitserziehung
Gesundheitserziehung ist Bestandteil einer vorsorgeorientierten Präventivmedizin, wobei die Trennlinie zwischen erzieherischem und therapeutischem Handeln unscharf bleibt. Gesundheitserzieherische Strategien und Methoden sind auf die Änderung individueller Verhaltensweisen gerichtet. Eine zentrale Strategie ist dabei die der Aufklärung, welche dabei zunächst auf die Aufmerksamkeit und das Interesse von Menschen zielt und versucht, gesundheitsspezifisches Wissen zu vermitteln. Ebenso wichtig sind Präventionsstrategien, die auf die Verbesserung von strukturellen Rahmenbedingungen gerichtet sind. Da gesundheitsgefährdendes Handeln nicht vernunftmäßig gesteuert ist, beginnt Gesundheitserziehung bei der Befähigung der Menschen selbst, durch das Anwenden von Modellen sozialisatorischer Entwicklung eigener Handlungskompetenz und der Verwendung entsprechender bildungstheoretisch fundierter Konzepte im Rahmen der Schule. Damit kommt sie einem erweiterten
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Verständnis von Gesundheitserziehung entgegen, wie es auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) propagiert wird.
„Gesundheitserziehung soll den Menschen befähigen, selbstbestimmend und verantwortungsvoll seine Gesundheit zu stabilisieren oder zu verbessern, mit Störungen richtig umzugehen und auf seine Mitmenschen und seine Umwelt gesundheitsfördernd einzuwirken.“ (Rothenfluh 1989)
3.3. Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung ist ein politisches Programm, das seit Beginn der 80er Jahre von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) propagiert wird und von
gesamtgesellschaftlicher Bedeutung ist. Auf der 1. International Conference on Health Promotion konnte anhand der Ottawa- Charta ein neuartiges Konzept formuliert werden, das entgegen der aufkommenden Kritik bezüglich der traditionellen Konzepte und Strategien zur Gesundheitsvorsorge überzeugen konnte. In dem neuen Konzept, welches den Wandlungsprozess im Verständnis von Gesundheit charakterisiert, wird betont, dass die Befähigung (Empowerment) zur Gesundheit, die Vertretung und Vermittlung von Interessen im Sinne der Gesundheit, sowie eine Koordination von Strategien verschiedener gesellschaftlicher Teilbereiche in einer umfassenden öffentlichen Gesundheitspolitik notwendig sind. Der Begriff der Gesundheitsförderung löst den konventionellen Begriff der Prävention ab und bietet auf der Basis der Salutogenese eine Möglichkeit der subjektorientierten Förderung der Gesundheit des Einzelnen. Das politische Programm der Ottawa- Charta zielt somit auf eine holistische Betrachtungsweise des Gesundheitsbegriffs mit einer Abkehr vom rein biomedizinischen Verständnis von Krankheit und Gesundheit. Gesundheitsförderung setzt im Vergleich zur Prävention noch vor den spezifischen Krankheitssymptomen an und zielt vor allem auf die Stärkung des positiven Gesundheitsverhaltens und gesundheitsfördernder Bewältigungsstrategien ab.
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Arbeit zitieren:
Bettina Nicole Dorscheid, 2002, Gesundheitsförderung im Jugendalter, München, GRIN Verlag GmbH
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KOMMENTAR ZUR ARBEIT Gesundheitsförderung im Jugendalter.
Schon die Einleitung lässt einen gut verständliche, allemeine Einführung in das Themen-Feld vermuten.
Leider wird auch bei dieser Arbeit der Problem-Kreis zu eng gezogen:
In der Tat fehlen die Aspekte Gesundheitsförderung im Jugendalter, wie sie nur auf dem Hintergrund der Prozesse der Globalisierung/Mondialisierung sowie der Bevölkerungs-Explosion und Umwelt-Zerstörung erfassbar und verstehbar sind.
Erst durch diese Erweitung der Perspektiven wird klar, dass die Gesundheitsförderung im Jugendalter bezogen auf die jeweiligen sozio-ökonomischen und ethno-kulturellen Bedingungen völlig verschiedene Zielsetzungen und Strategien erfordert.
am Monday, January 15, 2007-