2
Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Abkürzungen
1. Einleitung 04
2. Phasen der Textarbeit 06
3. Leseverstehen 09
3.1 Darstellung der Fertigkeit „Leseverstehen“ 09
3.2 Zur Förderung des Lesenverstehens 10
3.3 Didaktisierung 10
3.3.1 Lesetext 11
3.3.2 Hinführungsphase 12
3.3.3 Erarbeitungsphase 13
3.3.4 Anschlussphase 14
4. Zusammenfassung 16
5. Literaturverzeichnis 17
Anhang 18
3
Verzeichnis der Abkürzungen Allgemeine Abkürzungen DaF Deutsch als Fremdsprache FS Fremdsprache FSU Fremdsprachenunterricht EA Einzelarbeit L1 Muttersprache L2 Fremdsprache - Zielsprache LV Leseverstehen PA Partnerarbeit PL Plenum - Klassenunterricht
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1. Einleitung
Die menschlichen Gesellschaften gründen sich nicht nur auf den Bereich der wirtschaftlichen Beziehungen, sondern auch auf moralische Grundlage, infolge dessen ist die Gemeinschaft der materiellen Interessen und Zielen nicht genug, um die harmonische Funktion zu begründen.
Wichtiges gesellschaftliches Kapitel in der ungehinderten und schöpferischen Koexistenz wird die Sprache angesehen, denn ihrer Hauptfunktion ist der direkt oder indirekt soziale angebotene Zusammenhang.
Die Sprache - ein bedeutsames menschliches Kennzeichen, erhält nicht nur ihrer Wichtigkeit für die menschlichen Beziehungen, als echter Wert, sondern auch drückt ihrer Notwendigkeit aus!
Das Lehren von Sprachen ist also sehr wichtig, damit man sie ausreichend lernen kann. Demzufolge muss man erkennen, dass ihr Schwerpunkt beim Lernen der Sprachen die Didaktik anzusehen ist, und besonders die Suche nach bestimmten Übungen, die zur Förderung der rezeptiven Fertigkeiten und gleichzeitig auf die Beschreibung der zum erfolgreichen Lernen führenden Schritten beitragen. In dieser Seminararbeit werden wir diese Schritten der rezeptiven kommunikativen Fertigkeiten beschreiben 1 , die den „Gegenstand dieses Hautseminars“ 2 darstellen, und wir werden auch diese Schritte analysieren und lehren. Im Rahmen des Seminars wurden einige Referate gehalten, die als Hauptthema eine Didaktisierung einer bestimmten Art von rezeptiven Fertigkeiten dargestellt haben. Diese Didaktisierung ist als ein erster persönlicher Versuch anzusehen, theoretische, methodischdidaktische Kenntnisse und praktische Unterrichtsdurchführung aufeinander zu verknüpfen. Ihr Kern liegt auf dem Suchen nach Übungen, die zur Förderung der rezeptiven Fertigkeiten dienen, und gleichzeitig auf die Beschreibung deren Schritten. Zunächst sollte man ein Paar Zeilen über die zentralen Bereiche des fremdsprachlichen Lernens schreiben: die vier Grund Fertigkeiten (Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben) basieren auf sprachlichen Fähigkeiten in der Aussprache, in der Grammatik und im Besitzen
1 Vgl.: http://www.gs.uoa.gr (Seite des Fachbereichs für deutsche Sprache und Literatur) [Stand. 21. Juni 2004]
2 http://www.gs.uoa.gr (Seite des Fachbereichs für deutsche Sprache und Literatur) [Stand. 21. Juni 2004]
5
eines Wortschatzes. 3 Beim Erlernen einer Fremdsprache wird etwas Gemeintes oder Intendiertes in eine Struktur der Fremdsprache überführt. Man lernt zu sprechen und zu schreiben, d.h. man verarbeitet einen Konzept oder die Verbindung mehrerer Konzepte. 4 Beim Hören und Lesen werden sprachliche Strukturen umgekehrt nach einem vielschichtigen Prozess in Konzepte umwandelt. Wenn man eine FS lernt, muss man sich die Grundfertigkeiten in der L2 aneignen. Unter, „aneignen“ ist hier folgendes gemeint: Das bloße Wissen über sie scheint unzulänglich zu sein. Paralleles praktisches Training (bzw. Können) ist als die zweite Voraussetzung anzusehen, damit eine Fremdsprache vollkommen gelernt und gefördert wird.
Die Grundfertigkeiten können doppelt gruppiert werden: Rezeptive Fertigkeiten unterscheiden sich von produktiven: Bei den ersteren stellt der Lerner eine Verknüpfung der neu erfahrenen Information mit seinen bereits vorhandenen Kenntnissen her. 5 Die produktiven Fertigkeiten beziehen sich doch auf die Tätigkeit des Formulierens, des Sprechens nach passenden Redemitteln sowie auf die Wiedergabe vorgegebener Informationen. 6 Wie man unter den vorgeschlagenen Übungen feststellen kann, geht es sich dabei um Anfängers Niveau und spezifischer um Grundstufe II (Alter von 11-12 Jahren). Es könnte der Eindruck entstehen, dass die Übungen, die den Anforderungen eines niedrigen fremdsprachlichen Niveaus entsprechen, leichter sich gestalten lassen. Trotzdem sollte man nicht Beachtung schenken lassen, dass besonders solche Übungstypen die Grundlage am Erwerben vom FS Kenntnissen bilden.
Der Aufbau der Didaktisierung geht zunächst von der Beschreibung der Phasen der Textarbeit dann werden Übungen zur Förderung der Lesefertigkeit dargestellt. Abschließend schlägt man einige Techniken zur Führung der Lesefertigkeit vor. Wie man also feststellen kann, besteht die folgende Didaktisierung aus zwei miteinander verbundenen Teilen. Die Einleitung lässt sich durch eine Hoffnung enden, dass diese Didaktisierung hilfreich für Lehrer des Deutschen als Fremdsprache sein kann.
3 Vgl: Huneke, Hans-Werner/ Steinig, Wolfgang (2002): Deutsch als Fremdsprache - „Eine Einführung“. S.109.
4 Ebd., S.109f., auch in: Storch, Günther (2001): Deutsch als Fremdsprache - „Eine Didaktik“. S.116ff.
5 Ebd., S.111ff.
6 Ebd., S.116ff.,
6
2. Phasen der Textarbeit
Die gespielte Rolle der Phasen, durch sich die einen Unterricht gestalten lässt, scheint aus dem ersten Blick einen theoretischen Ansatzpunkt zu haben. Da durch eine richtig organisierte Unterrichtsdurchführung beim FSU der Lernprozess ausreichend unterstützt und gefördert werden kann, ist es möglich, dass eine allgemeine Planung des FSUs hilfreich ist. Günther Storch (Vgl.: 2001: 161f.) erwähnt, dass es sich drei 7 unterschiedliche - dennoch miteinander verknüpfte - Phasen der Textarbeit unterscheiden lassen; die Hinführungsphase 8 zum Text, die eigentliche Textpräsentation und Erarbeitung wie auch die Anschlussphase. Erstens gehen wir auf eine nähere Darstellung der Hinführungsphase ein. Man konnte behaupten, dass diese Unterrichtsphase durch eine große Bedeutsamkeit beschreibbar ist. Diese Phase dient als eine Vorbereitung der Lernenden zum Text, den sie zu begegnen haben, besonders eine Vorbereitung zu seinem Inhalt und Funktion. Dafür gibt es eine Vielfältigkeit von Aktivitäten. Erstens gibt es eine Erklärung der kommunikativen Faktoren des Textes. Dadurch werden nach Storch (Vgl.: 2001, 161ff.) die Lernenden bereits vieles und wesentliches über den Text vorher wissen, und auf dieser Weise wird leichter Verständnis ermöglicht.
Außerdem lassen sich nach Storch die inhaltlichen und sprachlichen Vorkenntnisse der Lernenden während dieser Phase aktivieren. Demzufolge ergibt sich nicht nur ein leichter Verständnisprozess, sondern auch eine bessere Erarbeitung und Aufspeicherung des neuen Lernstoffes (Vgl.: 2001, 161ff.). Zusätzlich ist es wertvoll, dass der Unterrichtsende den Lernenden während der Hinführungsphase die unbekannte Wörter einführt, wenn diese Wörter notwendig für das Verständnis des Textsinhaltes sind (Vgl.: Storch: 2001, 162). Die Hinführungsphase hat schließlich „eine Motivationspsychologische Funktion“ 9 . Deshalb sind in dieser Phase Aktivitäten günstig, durch die eine Erwartungshaltung auf den neuen Text geschaffen und Interesse an der neuen Text geweckt wird (Vgl.: Storch: 2001, 162.). Ebenfalls erwähnen wir einige schnell beschreibende methodische Verfahren der Hinführungsphase. „Eine häufig verwendete Technik der Hinführungsphase ist das
7 In der englischen Bibliographie, wird es häufig dargestellt, dass es vier Phasen gibt: Erwärmungs-,
Hinführungs-, Erarbeitungs- und Anschlussphase.
8 Sie wird auch als Aktivierungsphase beschreibt.
9 Storch, Günther (2001): Deutsch als Fremdsprache - Eine Didaktik. S. 162
7
Assoziogramm“ 10 (Storch: 2001, 162). Die Lernenden bringen frei zum Ausdruck durch ein Bild oder ein Schlüsselwort des Textes ihre anwerkenden Assoziationen. Auf dieser Weise erlernen die Lernenden neue Wörter oder erinnern sie sich wieder an einigen vergessenen Wörtern. Ferner können die Lernenden anhand einer Titelanalyse Hypothese bilden. Der Lerner schreibt an die Tafel den Titel des Textes und aus der Assoziationen der Lernenden ergibt sich ein allgemeiner Einblick über den Textinhalt. Durch Hypothesebildung erweitert sich der Gedankenhorizont der Lernenden, der sehr nützlich für eine andere Textarbeit sein kann. Eine letzte Technik, die oft für eine Textvorbereitung benutzt wird, ist die so genannte Zuordnungstechnik. Dabei werden einem Bild vorgegebenen Wörter/ Ausdrücke zugeordnet und die Zuordnung begründet (Vgl.: Storch: 2001, 162ff.). An dieser Stelle fortfahren wir zu der Analysierung der zweiten Phase, solche der Erarbeitungsphase. Zu dieser Phase gehören alle Aktivitäten, die die Erarbeitung der Funktion, des Inhaltes, und der Form eines neuen Textes angehen. Zum Beginn der Erarbeitungsphase findet erstmals das Lesen oder das Hören des neuen Textes statt. Im Anfängerunterricht haben die Lerntexte eine streng in der Progression der Grammatik, Lexik und Redeabsichten eingebundene spezifische Form. Auf eine solche bestimmte Konstellation bei Lerntexten lässt sich auch im Vorgeschrittenen FSU stoßen. Nur der Schwierigkeitsgrad ist jetzt höher und die Lektionen werden durch einen thematischen Schwerpunkt insgesamt gewählt. Während bei Anfängern der neue Text sprachlich erarbeitet wird, übernimmt bei Vorgeschrittenen die sprachliche und inhaltliche Arbeit mit einem neuen Text eine wichtige Rolle. Bei der Erarbeitung des neuen Textes bei Anfängern spielen seine sprachlichen Mittel eine entscheidende Rolle. Andererseits tragen zur Erarbeitung des Textes bei Fortgeschrittenen inhaltliche Mittel bei. Deshalb ist die Textproduktion in diesem Fall stärker am Inhalt und weniger an der sprachlichen Form, wie bei Anfänger-FSU orientiert (Vgl.: Storch: 2001, 165f.).
Die Grenzen zwischen Erarbeitungs- und Anschlussphase sind fließend. In dieser Unterrichtsphase werden Aktivitäten organisiert, bei denen sprachlich oder inhaltlich mit einem erarbeiten Text weitergearbeitet wird. Zum Beispiel: „Transfer in andere Situationen •
10 Storch, Günther (2001): Deutsch als Fremdsprache - Eine Didaktik. S. 162
8
Auseinandersetzung mit dem Textinhalt • Textzusammenfassung oder •
weitere Arbeit mit Redemitteln. •
Interkulturelles Gespräch zum Textinhalt“. 11
•
Zum Schluss stellen wir die Anschlussphase dar. In dieser Phase werden die unterschiedlichen Aktivitäten, die zur sprachlichen und inhaltlichen Weiterbeararbeitung des Textes dienen, realisiert und bewertet. In dieser Unterrichtsphase können die Lehrenden auch weitere themensbezogene Hausaufgaben den Lernenden vorschlagen, die von den neuen Text erworbenen Erfahrungen zu festigen versuchen (Vgl.: Storch: 2001, 177.).
11 Storch, Günther (2001): Deutsch als Fremdsprache - Eine Didaktik. S. 177.
9
3. Leseverstehen Bev or man zur Didaktisierung des Leseverstehens übergeht, ist es wichtig über „Lesen“ anzuführen. Auf dieser Weise bekommt man eine integrierende Auffassung über diese Grundfertigkeit, und ihrer Bedeutsamkeit im Fremdsprachenunterricht.
3.1 Darstellung der Fertigkeit „Leseverstehen“
Die Bedeutung der Verwendung der Texten zum Fremdsprachenlernen basiert auf die Tatsache, dass es diese Fertigkeit bessere Vorteile hat. Obwohl viele Lernenden Mitteln authentischer Kommunikation zu finden versuchen, bildet das Lesen eines Textes ein besseres Medium für den Fremdspracherwerb 12 , weil es...
• breite Phasen des Sprachenunterrichts trägt.
• außerhalb des Unterrichts, nach Abschluss d er Schulzeit oder des Sprachkurses, vor
allem Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und andere Mitteln einen authentischen Kontakt zum Kulturraum von der Zielsprache ermöglichen 13 , und,
• g erhält. weil es in der Ausbildung und im Beruf eine zunehmende Bedeutun Was m ordnen, achen wir aber, wenn wir lesen? Die antwort darauf ist, dass wir Buchstaben und verstehen, was im Text erörtert wird. Das Lesen erscheint also als ein Vorgang der Dekodierung 14 . 15 Der Lesevorgang besteht nicht nur in der Dekodierung, sondern auch in einem begleitenden Prozess im Gedächtnis bereits gespeicherte Wissensbestände. 16 ätigkeiten Beim Lesen spielen offensichtlich zwei unterschiedlichen Typen von mentalen T eine wichtige Rolle. Zum einen werden dem Bewusstsein Informationen „von unten“ zugeführt, indem das Datenmaterial der Buchstabenzeichen dekodiert wird. Dazu tritt aber ein weitere Prozess. Er wird nämlich gleichzeitig bereits vorhandenes sprach- und
12 Vgl.:Huneke, Hans-Werner/ Steinig, Wolfgang (2002): Deutsch als Fremdsprache - „Eine Einführung“.
S.11f.
13 Vgl.: Henrici, G / Riemer, C (Hrsg): Einführung in die Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache.
Mit Videobeispielen, Schneider Hohengehren, S. 83 - 103 (Band 1)
14 Vgl.: Batsalia, Friederike (1997): Der semiotische Rhombus, S. 44f.
15 Vgl.:Huneke, Hans-Werner/ Steinig, Wolfgang (2002): Deutsch als Fremdsprache - „Eine Einführung“.
S.11f.
16 Ebd.,
10
sachbezogenes Vorwissen „von oben“ aktualisiert. Dann werden die beiden Prozessen koordiniert, und führen zum möglichste widerspruchsfreien Ergebnis. 17 Beim Lesen in einer Fremdsprache ist es schwieriger für das Lernen die Tatsache, dass die Textverarbeitung mit einer eingeschränkten Sprachfertigkeit verbunden ist. Dazu muss man bestimmte Lesestrategien verwenden, die zur optimalen Nutzung solcher gespeicherten Informationen führen. 18
für die Auswahl geeigneter Lesetexte zu berücksichtigen wäre dies, Ein zentrales Kriterium
dass die Texte in authentischer Lesesituation außerhalb des Unterrichts gebildet werden müssen. 19
3.2 Zur Förderung des Lesenverstehens Bev V-Aufgabe beschäftigt, ist es notwendig auf or man sich mit der Didaktisierung einer L den Prozess des Leseverstehens zu referieren. mmenspiel von daten- und wissensgesteurten Es handelt sich um ein wechselseitiges Zusa
mentalen Aktivitäten. In der kognitiven Psychologie werden erstere als ‚aufsteigende’ Prozesse und letztere als ‚absteigende’ Prozesse bezeichnet(Vgl.: Storch, 2001: S. 119). ) der „Während des Verstehensprozesses aktivieren die wir die Daten Ausschnitte (Schemata kognitiven Struktur (aufsteigende Prozesse); von den Schemata werden Informationen an die Daten herangetragen und überprüft (absteigende Prozesse), wodurch die mentale Repräsentation des Stimulus verändert wird“ (Storch, 2001: S. 119) h produktiv Meinungen Beim Leseverstehen wird man auch die Möglichkeit haben, auc auszudrücken.
3.3 Didaktisierung
Die didaktische Vorbereitung für einen erfolgreichen - vor allem - für einen „authentischen“ FSU verlangt natürlich der gewünschten Textsorte. Zur Didaktisierung eines Textes für
17 Vgl.:Huneke, Hans-Werner/ Steinig, Wolfgang (2002): Deutsch als Fremdsprache, S.11ff.
18 Vgl.:Huneke, Hans-Werner/ Steinig, Wolfgang (2002): Deutsch als Fremdsprache, S.11ff.
19 Ebd.,
11
Fortgeschrittene Lernen wähle ich einen Artikel aus der online Zeitung „Stern.de“, der unter folgendem URL gefunden werden kann:
http://www.stern.de/sport-motor/sportwelt/index.html?id=521889&nv=sml Es behandelt das Thema des olympischen Fackellaufs, wie er historische gesehen ist. Mit der en, bezieht sich Gelegenheit der olympischen Spiele, die dieses Jahr in Athen Jahr stattfind der Text auf die besten Momente des Beleuchtens der olympischen Flamme in den letzten Jahren.
Es gibt einen Lehrer und 10 Jugendliche, die Deutsch als Fremdsprache im griechischen ion lernen. Der Lehrer will das Interesse der Jugendlichen wecken, so dass sie sich Frontistir
mit dem Thema „Olympische Spiele“ beschäftigen, bzw. nach dem Unterricht in einem Aufsatz ihre Meinung schriftlich ausdrücken und ihre Stellung begründen können. Der Lehrer gibt den Jugendlichen ein Blatt aus einer Zeitung, das einen langen Text wem es beinhaltet, und fragt sie nach ihrer Meinung, worüber dieses Blatt informiert, an gerichtet ist, usw. Der Lehrer hat als Ziel das Thema „Olympische Spiele“ der Klasse näher zu bringen, so dass seine Schüler/ Lernende einen Aufsatz darüber schreiben zu können.
3.3.1 Lesetext
„Zum 16. Mal in der Geschichte Olympischer Spiele der Neuzeit wird das
Feuer 2004 in die Gastgeberstadt gebracht. Mit einem Fackellauf von der Olympische
klassischen Stätte Olympia ab soll ein Zeichen des Friedens und der
Völkerverständigung in die Welt gebracht werden. Schon in der Antike sollten
während des fairen Wettkampfs der "Jugend der Welt" die Waffen ruhen. Früher gab
es die Fackelläufe als eigenständige olympische Disziplin. Als symbolisches Ritual ist
der Feuerzug ab 1936 Tradition.
Ausgerechnet die Nazis waren die Ersten
ls deren Gründer gilt Carl Diem (1882 bis 1962), der wegen seiner Nähe zu A
Sportwissenschaftler. Er organisierte 1936
Olympischen Fackellauf. Über 3187 km ließ Diem das Feuer von 3331 Läufern in 12
Tagen und 11 Nächten von Griechenland nach Berlin tragen, nachdem die Flamme im
antiken Olympia durch einen in einem Hohlspiegel gebündelten Sonnenstrahl
entzündet worden war. Große Gesten und guter Wille
12
„Seit 1936 hat jedes gastgebende Land der Staffel neue Elemente hinzugefügt. Mit
der Tradition eines reinen Laufs wurde 1968 in Mexiko-Stadt gebrochen, als auch
amme bei der Eröffnungsfeier entzündete. Seit den zum ersten Mal eine Frau die Fl
90er Jahren wird der Fackellauf v
Der US- Getränkehersteller Coca-Cola und der südkoreanische Elektronikkonzern
Samsung lassen sich den Fackellauf 2004 etwa 18 Millionen Euro kosten. Oft wurde das Flammen-Spektakel für symbolische Gesten genutzt. Vor den ersten
Olympischen Spielen nach dem Zweiten Weltkrieg (1948 in London) legte
beispielsweise ein griechischer Soldat, der die Staffel in Olympia begann, als
fen ab. Demonstration für den Olympischen Frieden seine Uniform und seine Waf In Tokio wurde 1964 die Olympische Flamme im Olympiastadion von Yoshinori
Sakai entzündet - geboren am Tag des Atombombenabwurfs über Hiroshima am 6.
August 1945. 1976 kam zum ersten Mal Computertechnologie ins Spiel: In Athen
ins wurde die Flamme in elektrische Signale umgewandelt und über einen Satelliten
kanadische Ottawa übertragen. Dort wurde sie mit einem Laserstrahl wieder
entzündet. Mit der Box-Legende Muhammad Ali entzündete 1996 in Atlanta erstmals
ein Profisportler das Olympische Feuer. Wer diesjährlich am 13. August mit der
Entzündung des Olympischen Feuers die Spiele eröffnet, ist ein noch gut gehütetes
Geheimnis.“
3.3.2 Hinführungsphase
chritt 1 (PL): Der Situationsbild 20 wird den Lernenden verteilt. Anhand dieses Bildes S wer ische Spiele“ bzw. „Sport“ eingeführt und diskutiert. den die Begriffe „Olymp (Aktivierung des Vorwissens)
prechen darüber, schlagen sie Wörter vor, die der Lehrer an Schritt 2 (PL): Die Lernenden s
ie Tafel schreibt. Einige Ausdrücken bzw. Wörter werden auch auf Griechische d geschrieben. (Aktivierung des Vorwissens)
20 Siehe Anhang,
13
Schritt 3 (PL): Assoziogramm: über die Oberbegriffe „Spiele“ bzw. „Sport“ wird frei von Lernenden assoziiert, wobei der Lehrer eine Nebenrolle für sich hält, indem er durch gezielte Fragen die Antworten der Lernenden provoziert. (Aktivierung des Vorwissens)
Griechenland
Schritt 4 (PL): Die Überschrift des Blattes „Der Olympische Fackellauf“ wird vom Lehrer an die Tafel geschrieben. Gerade haben die Lernenden Wörter empfohlen, die der Lehrer an die Tafel geschrieben hat. Danach werden von den Lernenden im Zusammenhang mit dem Bild Hypothesen gebildet, welche eine wahrscheinliche Voraussage über die bestimmte Bildsituation ermöglichen sollen (was ist das, wozu dient das, usw.). (Hypothesenbildung)
3.3.3 Erarbeitungsphase
Schritt 5 (PL): Das gesamte Blatt mit dem Text wird einmal dargestellt. Als Aufgabe für die Lernenden gilt nun, ihre Hypothesen vom Schritt 4 nach ihrer Korrektheit zu kontrollieren. Alle (Lehrer einschließlich) nehmen an eine kleine Diskussion teil. Die richtigen Hypothesen werden an der Tafel zu einem Rasten geordnet.
14
(Erste inhaltliche Orientierung)
Schritt 6 (PA): Der Text wird nun einmal abschnittsweise durchgelesen. Die Lernenden sollen in Partnerarbeit eine passende „Überschrift“ zum jeden Textabschnitt geben. (Informationsreduktion)
Schritt 7 (EA): Nun bekommen die Lernenden die Fragestellung einer Richtig / Falsch Aufgabe und lesen allein den Text noch einmal, um die richtigen Antworten zu finden. 1. Athen wird die erste Stadt in der Geschichte Olympischer Spiele der Neuzeit sein, wohin das Olympische Feuer gebracht wird. R____ / F____
2. Nazis waren die ersten, die einem Olympischen Fackellauf organisiert haben. R____ / F____
3. Der Olympische Fackellauf hat keinen Sponsor. R____ / F____
4. Die Computertechnologie trägt zur Übertragung der Flamme bei. R____ / F____
(Antizipationsübung / Steuerungstechnik)
3.3.4 Anschlussphase
Schritt 8 (PL): Die Lernenden versuchen im Text unbekannten Wortschatz zu finden, Dann schreibt der Lehrer die Bedeutungen von unbekanntem Wortschatz an die Tafel. Danach versuchen sie solchen unbekannten Wortschatz durch andere Wörter zu ersetzen. (Wortschatz / Sprachgebrauch)
15
Schritt 9 (PL): Die Lernenden halten nur die „Überschriften“, die für jeden Textabschnitt gegeben haben, und versuchen dadurch, den Text zu reproduzieren. Dazu können sie die ersetzbaren Wörter benutzen. (Textproduktion)
16
4. Zusammenfassung
Man stellt auf diese Didaktisierung die Bedeutung der rezeptiven Fertigkeiten im Rahmen des FSUs fest. Das Ziel dieser Didaktisierung war die beste mögliche Förderung des Lesens im Rahmen des DaF - Unterrichts.
Die Kriterien über die Auswahl entsprechender Übungen hängen von den Bedürfnissen der Lernenden, der Wille der Lehrenden, dem jeweiligen (grammatischen) Ziel, und der allgemeinen Unterrichtsplanung ab. Bei der Anschlussphase (in allen Übungen) werden die Lernenden zu einer Diskussion geführt, während sie die Bemühungen der Mitschüler um das Leseverständnis korrigieren, kommentieren und schließlich bewerten. Es ist klar, dass diese Didaktisierung sich mit dem Fortgeschrittenenniveau beschäftigt haben. Zusammenfassend lässt sich abschließen sagen, dass die schon vorgeschlagenen Übungen auf einen interessanten Deutschunterricht beabsichtigen, in dem die Schüler die Möglichkeit haben, ihre deutschen Sprachkenntnissen zu erwerben und weiter zu entwickeln. Es handelt sich also um eine vollendete und hilfsreiche Didaktisierung.
17
5. Literaturverzeichnis Textgrundlage/Primärliteratur:
Henrici, G / Riemer, C (Hrsg): Einführung in die Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache. Mit Videobeispielen, Schneider Hohengehren, S. 83 - 103 (Band 1) Huneke, Hans-Werner/ Steinig, Wolfgang (2002): Deutsch als Fremdsprache - „Eine Einführung“. 3., überarb. und erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt Verlag (Grundlagen der Germanistik 34)
Storch, Günther (2001): Deutsch als Fremdsprache - Eine Didaktik. 2., unverändert Nachdruck der 1. Aufl. München: Fink Verlag (UTB für Wissenschaft)
Lexika/ Wörterbücher:
Wahrig - Deutsches Wörterbuch Hg. v. Burnfeind - Wahrig, Renate. 7., vollständig neue bearbeitete und aktualisierte Aufl. 2000. Gütersloh, München: Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH
Werlin, Josef (1999): DUDEN - Wörterbuch der Abkürzungen. 4., neu bearb. Und erw. Aufl. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag (Duden Taschenbücher Band 11)
Internetquellen:
http://www.gs.uoa.gr/ (Seite des Fachbereichs für deutsche Sprache und Literatur, Universität Athen)
http://www.stern.de/sport-motor/sportwelt/index.html?id=521889&nv=sml („Der Olympische Fackellauf“, Artikel)
Andere Quelle/Hilfsmittel:
Duden Korrektor Plus 2 (Rechtschreibungs- und Grammatikprüfungsprogramm für Texte) Wahrig Bertelsmann Lexikon Verlag CD-ROM
Arbeit zitieren:
Ioannis Argyros, 2004, Entwicklung rezeptiver Fertigkeiten im Unterricht DaF, München, GRIN Verlag GmbH
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