Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 2
2. Einleitung 2
3. Schlaf 3
3.1. Wieso man schläft 3
3.2. Wie der Schlaf entsteht 3
3.3. Verschiedene Schlafphasen 4
4. Traum 6
4.1. Wie und wann Träume entstehen 6
4.2. Versuch zur Erinnerung an Träume 6
4.2.1. Versuchserläuterung 7
4.2.2. Durchführung des Versuchs 7
4.2.3. Ergebnisse und Schlüsse aus den Versuchen 8
5. Literaturverzeichnis 9
6. Schlusserklärung 10
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1 Vorwort
Da mich das Themengebiet „Schlaf und Traum“ schon länger interessiert hat, war diese Facharbeit die beste Möglichkeit mein Wissen in diesem Spektrum konsequent zu erweitern. Ferner war die Durchführung eines Versuches in dieser Richtung ebenfalls ein spannendes Vorhaben, da ich mich im Allgemeinen für „nächtliche Vorgänge“ sehr interessiere und gerne einmal einen solchen Versuch von Anfang bis Ende, mit einem Ziel vor Augen, durchführen wollte, was natürlich durch das Muss eines solchen Kapitels noch verstärkt wurde. Als größtes Problem in diesem untersuchten Bereich trat die Lektürensuche am Anfang der Arbeit in den Vordergrund: Es gibt Unmengen an Literatur aus dem psychologischen Bereich, aber sehr wenig Konkretes aus dem Biologischen. Dieses Problem hatte eine ausgiebige Suche mit Hilfe eines freundlichen Bibliothekars und meines Biologielehrers zu Folge, welche mir auch den nötigen Umgang mit Suchhilfen in Bibliotheken näher brachte. Alles in Allem war die Durchführung dieser Facharbeit eine äußert sinnvoll und auch gelegentlich spannende Sache.
2 Einleitung
Viele Menschen halten den Schlaf für etwas ganz Normales, etwas was kaum beachtenswert erscheint. Allerdings wird man seine Meinung schnell ändern, sobald man sich etwas länger mit diesem Thema befasst.
Mit dieser Arbeit versuche ich deutlich zu machen, dass Schlaf mehr ist als nur „Abends Augen zu, morgens erholt“. Beim Schlafen geschehen nämlich sowohl im physischen, als auch im psychischen Bereich des Körpers Dinge, die man ihm nicht leicht bzw. gar nicht von Außen ansehen kann.
3 Schlaf
3.1 Wieso man schläft
Der Schlaf ist ein „lebensnotwendiger, aktiver Vorgang“. Konträr zur Bewusstlosigkeit ist der Schlaf ein vom Körper erwünschter Vorgang, bei dem sich die Organ- und Gewebsstrukturen erholen können. Im Vergleich zum Wachzustand sind Vorgänge wie Puls, Atemfrequenz und Kreislauf verlangsamt und der Organismus reagiert schwächer auf externe Reize (Linder 1983 S. 234). Diese Vorgänge können allerdings in einer Schlafphase, der sog.
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REM - Phase (Abk. engl. : Rapid Eye Movement, dt.: starke Augenbewegung) dennoch so stark sein wie im Wachzustand (Encarta Online Lexikon).
3.2 Wie der Schlaf entsteht
Um die Traumfunktion zu verstehen, muss man sich zuerst damit beschäftigen, wo der Schlaf entsteht und welche Organe daran beteiligt sind.
Durch verschiedene Experimente von Wissenschaftlern konnte festgestellt werden, dass der Schlaf durch koordiniertes Wirken diverser Hirnareale hervorgerufen und kontrolliert wird. Bei den verschiedenen, nicht weiter erörterten Experimenten wurden die im Stammhirn liegenden Areale Thalamus, Formatio Reticularis und Pons als besonders aktiv und somit am Schlaf beteiligt, erwiesen.
Abb. 1: Grafische Darstellung von Thalamus (oben), Formatio Reticularis (Mitte) und Pons (unten) .
Die Wissenschaft hat allerdings bisher nur Hypothesen und Theorien aufgestellt, die noch nicht konkret als korrekte Fakten in die Schlafkunde eingingen (Schlafmedizin Online Lexikon). Somit ist primär das Gehirn an der Schlafentwicklung beteiligt. Dadurch, dass während des Schlafens das Gehirn höchste Aktivität zeigt, was das Elektroenzephalogramm (kurz: EEG) darstellt, kann man davon ausgehen, dass das Schlafen nicht nur der Entspannung und Regeneration von Muskeln und Organen im Körper dient, sondern vielmehr Faktoren beinhaltet, die mit dem Gehirn zusammenhängen (Informationsverarbeitung Sek II Seite 115).
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3.3 Verschiedene Schlafphasen
Entgegen der altertümlichen Vorstellungen der Menschheit, der Schlaf sei nur für die Entspannung und die Regeneration der physischen Körperfunktionen bestimmt, wurde entdeckt, dass der Schlaf viel mehr mit gehirnlichen Aktivitäten zu tun hat. Mit Hilfe des bereits erwähnten EEG, welches die Hirnstromkurven misst und eines „genormten Reizes, der nötig ist um einen Schläfer zu wecken“ (Informationsverarbeitung Sek II Seite 115), konnte der Schlaf in vier bis fünf Phasen eingeteilt werde:
Leichtschlaf
Stufe 1:
Man befindet sich, trotz geschlossener Augenlider, noch nicht in „Bewusstlosigkeit“ und reagiert noch auf Geräusche oder andere Reize. Die Muskeln entspannen sich und es treten so genannte „Alphawellen“ auf.
Abb. 2: Alphawellen (und folgende: Schlafmedizin-Online)
Stufe 2:
In der zweiten Schlafphase verdrehen sich die Augäpfel unter den geschlossenen Lidern und das Bewusstsein schwindet langsam. In dieser Phase treten ebenfalls hauptsächlich die Alphawellen auf, welche allerdings auch von den so genannten „Betawellen“ ergänzt werden. Die Frequenz der Betawellen ist mit 13 Hz höher als die Frequenz der Alphawellen.
Abb. 3: Betawellen
Tiefschlaf Stufe 3
In der ersten Stufe des Tiefschlafs - ca. 1 Stunde nach dem Einschlafen - bewegen sich die Augen der Testperson immer noch nicht. Der Schläfer reagiert auf Außenreize sofort mit abwehrenden Körperbewegungen, was eine Art Schutzmechanismus des Körpers darstellt, um den folgenden REM - Schlaf zu sichern. Diese Phase dauert bis zu einer Stunde an und hier ist
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die Erholungswirkung am größten. Um den Schläfer zu wecken ist ein sehr viel stärkerer Reiz notwendig, als in den anderen Stufen. Die Deltawellen, welche charakteristisch für solche Tiefschlafphasen sind, herrschen im Gehirn vor. Im Laufe der Nacht wird diese Phase allerdings immer kürzer.
Abb. 4: Deltawellen
Stufe 4
Diese Stufe wird auch als REM - Schlaf betitelt. Hier bewegt sich der Schlafende fast gar nicht, so dass man meinen könnte, es passiere wenig. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man allerdings, dass sich bei dem Schlafenden die Augen sehr stark bewegen. Durch ein EEG wird deutlich, dass im Gehirn in der REM - Phase größte Arbeit geleistet wird. Weckt man jemanden, der sich gerade in dieser Phase befindet, wird man feststellen, dass er gerade geträumt hat oder, dass gerade ein Traum von ihm zu Ende gegangen ist. Im Gegensatz zur 4. Phase verlängert sich die REM - Phase immer stärker.
An folgender Skizze kann auf einen Blick das Wechselspiel der Schlafzyklen am Beispiel einer Nacht vernommen werden:
Abb. 5: Schlafphasen des Schlafes eines gesunden Erwachsenen. Schmidt, Thews, (1997)
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4. Traum
4.1 Wie und wann Träume entstehen
In diesem Abschnitt geht es um den Teil des Schlafes, der sich REM - Zyklus nennt. Wie bereits oben beschrieben bewegen sich die Augen sehr schnell und ruckartig („Rapid Eye Movement“), aber der Rest des Körpers ruht anscheinend still. Dieser Mechanismus, der vom Gehirn gesteuert wird, ist so zu erklären, dass Bewegungen während der Traumphase nicht in elektrische Muskelkontraktionen „übersetzt“ werden und somit der Schläfer keinen Schaden, aufgrund eines Traum, davonzieht. Während eines beispielsweise sehr lebhaften Traumes kann ein „Fallen“ oder „Schlagen“ nicht von dem Schlafenden in die „Realität“ übertragen werden.
REM - Zyklen treten bis zu 6 mal - bei Erwachsenen Menschen - in einer Nacht auf, wobei sich die Länge einer jeden REM - Phase dem Alter des Träumenden anpasst. Die REM -Phasen bei Säuglingen betragen bis zu 50 % eines Schlafzyklus, wobei bei Erwachsenen dieser Wert nur noch bei 25 % liegt (Schlafmedizin-Online).
4.2 Versuch zur Erinnerung an Träume
Da diese REM - Phasen bei jedem Menschen, ob jung oder alt, auftreten, ist es erwiesen, dass jeder Mensch ähnliche Mengen träumt. Viele Menschen behaupten allerdings, dass sie nicht oder nur ganz selten Träumen. Aufgrund dieser Meinungen über die eigenen Träume habe ich mir einen Versuch überlegt, zu beweisen, dass die meisten Menschen träumen.
4.2.1 Versuchserläuterung
Um dies ohne teure technische Geräte oder Psychologen beweisen zu können musste eine Versuchanordnung her, die diese Dinge dennoch beweisen konnte. Ich habe mir gedacht es wäre möglich, dass die Menschen, die sagen sie träumten überhaupt nicht, einfach nur nicht wirklich versuchten, sich an die Träume zu erinnern, da sie nach einem Schlafprozess, der mindestens 2 Stunden andauert, wohl schon nach einigen Minuten vergessen haben, ob und was sie überhaupt geträumt haben.
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4.2.2 Durchführung des Versuchs
Aufgrund dieser Thesen bat ich 4 Probanden, die unterschiedliche Traumbezüge hatten, bei jedem Aufwachen festzuhalten, was sie geträumt haben und ob ihnen dabei etwas aufgefallen ist.
Der Erste der Probanden (männlich, geb. 1932) war der eindeutigen Auffassung, dass er nicht mehr träumen würde. Der zweite Proband (weiblich, geb. 1963) äußerte sich, nur selten zu träumen, wobei sie sich dann auch nicht an den jeweiligen Traum erinnern konnte. Proband 3 (weiblich, geb. 1987) sagte, sie träume oft, aber dennoch nicht immer und der letzte Proband (männlich, geb. 1980), der nur als „Kontrolle“ der These fungieren sollte, glaubte immer zu Träumen, sobald er nur einige Stunden schlief.
Die Studie wurde in einem Zeitraum von 10 Tagen durchgeführt. Der Proband, der angab nichts zu träumen, konnte sich trotz redlichen Bemühens an den ersten 3 Tagen nicht an Träume erinnern. Am 4. Versuchstag fiel dem Probanden auf, dass er geträumt hat und durch das Aufwachen aus dem Traum „gerissen“ wurde. Dieser Fortschritt in Sachen Traumerinnerung zog sich bis zum 10. Testtag durch. Langsam konnte sich der Proband an immer mehr Details aus den einzelnen Träumen erinnern und bestätigte somit die These, dass ein Mensch immer träumt.
Die zweite Versuchsperson, die mit der Einstellung selten zu Träumen untersucht wurde, zeigte am 1. Versuchstag ebenfalls die Empfindung aus dem Traum „gerissen“ worden zu sein. Auch bei ihr steigerte sich die „Traumerinnerungsrate“ bis zum Ende des Versuches, wobei sich nach dem 7. Tag, laut ihrer Aussagen, keine Veränderung zu den Vortagen ergeben hat.
Bei dem dritten Probanden, der angab oft zu Träumen, entwickelte sich erstaunlicher Weise erst am 9. Tag eine Steigerung der Häufigkeit an Träumen bzw. der Erinnerungsfähigkeit an sie. Ich denke, dass bei dieser Person die Tatsache sich vor dem Versuch schon mit Träumen beschäftigt zu haben, die „Traumraten“ verfälscht hat, wobei auch hier die These bestätigt worden ist.
Die „Kontrollperson“, die vorgab immer zu Träumen, erinnerte sich während des Versuches an erstaunlich viele Details und steigerte sogar die Masse an Träumen vom Anfang bis zum Ende. Anfangs berichtete mir diese Person von 2 verschiedenen Träumen, die sich in einer Nacht zugetragen haben, am Ende verdoppelte sie die Anzahl, wobei es eine sicherlich wichtige Rolle spielt, dass sie am Ende der Versuchsreihe (aufgrund einer Krankheit) häufiger Nachts wach wurde und sich somit morgens besser an die vorangegangen Träume erinnern konnte.
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4.2.3 Ergebnisse und Schlüsse aus den Versuchen
Die Versuche stellen dar, dass eine Erinnerung an Träume recht einfach möglich ist, in dem man probiert sich die voran gegangene Schlafperiode vor Augen zu führen. Dies führte in den untersuchten Fällen durchweg zum „Erfolg“.
Da die meisten der befragten Personen angaben oft aus dem Traum durch Aufwachen gerissen worden zu sein, bestätigt dies zusätzlich das durch die Wissenschaft bewiesene Faktum, der REM - Schlaf läge in einem relativ wachen Schlafbereich, da hier das häufigste Aufwachen geschah.
Aus den Versuchen lässt sich die These bestätigen, dass jeder Mensch träumt. Zwar müssten für einen konkreten Beweis weitaus mehr Probanden diese Versuche mitmachen, aber diese Veränderung in dem Traumdenken der untersuchten 4 Probanden zeigt schon eine klare Richtung, in welche personal-größere Versuche sicherlich auch führen würden.
5. Literaturverzeichnis
Seite 3:
J.B. Metzler Linder Biologie 1983 S. 234
Encarta Online Lexikon: http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761570982_1/Schlaf.html Schlafmedizin-Online: http://www.schlafmedizin-aktuell.de /Der_normale_Schlaf/der_normale_schlaf.html
Abb.3 : Internetseite: http://user.syu.ac.kr/@Hc/img/Thalamus.jpg
Seite 4 / 5
Materialien für den Sekundarbereich II: Informationsverarbeitung Schroedel Seite 115 Schlafphasen erarbeitet aus: Primarstufe UB 172/16. Jahrg./Februar 1992 Seite 14-15 Abb. 2 - 4: http://www.schlafmedizin-aktuell.de
Seite 6: Abb 5: Schmidt R. F., Thews G., (1997): Physiologie des Menschen. Springer
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6. Schlusserklärung
Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel verwendet habe. Insbesondere versichere ich, dass ich alle wörtlichen und sinngemäße Übernahmen aus anderen Werken als solche kenntlich gemacht habe
Herne, den 22.03.04 ___________________
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Arbeit zitieren:
Stefan Rohde, 2004, Schlaf mit spezieller Berücksichtigung der Schlafphasen bei Probanden mit unterschiedlichem Traumbezug und daraus folgendem Versuch zur Erinnerung von Träumen, München, GRIN Verlag GmbH
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