Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern. 1
1 http://www.zit.at/show_name.php3?name=576
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Inhaltsverzeichnis:
1. Biografie 3
2. Sozialpädagogisches Konzept 8
3. Bedeutung für Heute 12
4. Literaturverzeichnis 13
5. Internetquellenverzeichnis 13
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1. Biografie
Alexander Sutherland Neill wurde am 17. Oktober 1883 in Forfar, Schottland, als viertes von insgesamt acht Kindern geboren. Sein Vater George war Schulleiter in der Nachbarstadt Kingsmuir und auch seine Mutter Mary hatte eine Ausbildung zur Lehrerin erfolgreich absolviert, sie lehrte jedoch zur Zeit seiner Geburt nicht mehr, da es verheirateten Frauen in Schottland nicht erlaubt war zu unterrichten. Die Anstellung als Lehrer war in keiner Weise ein angesehener Beruf, so gelang es einer schottischen Lehrerfamilie des neunzehnten Jahrhunderts kaum nicht an Geldnot zu leiden. Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage war die Familie Neill immer sehr darauf bedacht einen Schein nach außen zu wahren, nämlich den einer angesehenen Familie: Sie ließen ihre Kinder nur in tadelloser Kleidung auf die Strasse, des weiteren war es ihnen nicht erlaubt mit ihren Freunden draußen zu spielen, dies alles hätte schließlich dem Ansehen der Familie schaden können.
Neills Situation innerhalb der Familie war im Allgemeinen sehr kompliziert, besonders das Verhältnis zum Vater. Dieser war ihm nicht sehr wohl gesonnen, er beschrieb Neill laut Überlieferungen als Nichtsnutz und Taugenichts. Die Prügelstrafe war nicht nur in den Schulen Alltag, auch im Hause Neill wurde mit Stock und Gürtel hantiert wenn es darum ging, dass jemand seine Hausaufgaben nicht richtig machte. Meist war es Neill, der die Prügel einsteckte, da seine schulischen Leistung zu wünschen übrig ließen. Dies führte letztendlich auch dazu, dass er als einziges Kind der Familie keine weiterführende Schule besuchen durfte.
Nach verschiedenen Lehren, die er entweder aus gesundheitlichen Gründen oder auf Grund von Heimweh abbrach, begann er im Alter von 15 Jahren als „pupil teacher“ zu arbeiten. Dies war zur damaligen Zeit ein verbreitetes Lehrsystem, welches ältere Schüler berechtigte zu unterrichten. Diesen Beruf übte er vier Jahre lang aus, anschließend bestand er eine Hilfslehrerprüfung, die es ihm doch noch ermöglichte zu studieren. Doch plötzlich stand dem jungen Neill nicht mehr der Sinn nach Pädagogik, er begann Agrarwissenschaften zu studieren:
Der Umstand, daß ich bereit war, Agrarwissenschaften zu
studieren, zeigt, wie unstet ich war. Ich interessierte mich nicht für Landwirtschaft und wusste, daß ich mich nie dafür interessieren würde. Ich akzeptierte den Vorschlag, diese
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Jennifer Hoffmann, 2005, Alexander Sutherland Neill, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Axel Kühn
Völlig falsche Schlussfolgerungen.
Liebe Jennifer Hoffmann
ich freue mich ja für Sie, dass sie mit diesem - mir wichtigen Thema - eine so gut bewertete Hausarbeit abgeliefert haben aber ich stimme mit ihren Schlussfolgerungen überhaupt nicht überein.
- Zwangfreie Erziehung ist möglicherweise zum Teil Neills Verdienst - bei weitem nicht allein. Und wo findet sie heute tatsächlich statt ausser in wenigen priviligierten Akademikerfamilien?
- Neill hat seine provate lessons frühzeitig aufgegeben und bemerkt, dass die Selbstregulierungskräfte der Schulgemeinschaft viel wirksamer sind als alles Psychologisieren.
- Die sogenannte Selbstverwaltung an unseren Schulen mit der Selbstregierung in Summerhill zu vergleichen ist blanker Hohn.
- Neills Schulkonzept ist auf die heutige Zeit mit ihren rasanten Entwicklungen (die jeden Lehrplan schon bei Erscheinen zu Altpapier machen) hochgradig aktuell und überlegenswert - dies auch besonders unter dem Aspekt der Demokratieerziehung.
- Schließlich und endlich prosperiert Summerhill gegenwärtig besser denn je - heute hat die Schule mehr Schüler als zu Neills Zeiten. Gleichzeitig hat sie ihr Konzept nicht geändert und erfolgreich gegen alle äußeren Einflüsse verteidigt.
Tut mir ja leid, dass ich Ihrer guten Bewertung so eine massive Mängelliste entgegenstelle aber da sich mein Buch als eine der Hauptquellen angeben fühle ich mich unter Rechtfertigungszwang.
Schöne Grüße Axel Kü
on Wednesday, November 16, 2005-
Jennifer Hoffmann
Interessant zu hören, aber....
Dass Sie mit meinen Schlussfolgerungen nicht konform gehen, muss ich akzeptieren, Herr Kühn, jedoch sehe ich nicht, dass aus eben meinen Schlussfolgerungen irgendwo abzuleiten ist, dass ich sie aus Ihrem Buch entnommen habe, bzw. das von Ihnen Geschriebene mich auf diesen Pfad brachte. Sie lieferten die Fakten - richtig. Aber was ich daraus gemacht habe, ist meine Sache. Ich sehe das von mir Erarbeitete auch in keiner Art und Weise als Gesetzmäßigkeit an. Meine Schlussfolgerungen als FALSCH zu deklarieren halte ich für vermessen. Sie können sie gern bezweifeln oder mit mir diskutieren, aber sie falsch zu nennen entbehrt jeder Grundlage. Ihre Kritikliste finde ich interessant, jedoch halte ich den Ort für unpassend und nicht sehr überzeugend, eine email-Diskussion zwischen uns beiden wäre doch effektiver. Denn eine Kritik in einem Satz zu äußern und gleichzeitig zu begründen - wie soll ich Ihnen da folgen. Ich würde Ihren Standpunkt nämlich sehr gern verstehen.
Trotzdem freut es mich, dass Sie meine Arbeit gelesen haben.
Mit studentischen Grüßen,
Jennifer HOffmann
on Thursday, June 22, 2006-