Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung. 1
1 Kriterien zur journalistischen Objektivität. 3
1.1 Objektivität und Realität. 3
1.2 Der Konstruktivismusansatz. 4
1.3 Kriterien zur Annäherung an Objektivität. 5
2 Als deutscher Journalist im Nahostkonflikt. 6
3 Der Film: Terror über dem Grab des Patriarchen. 8
3.1 Quellenkritik. 8
3.1.1 Quellenbeschreibung. 8
3.1.2 Äußere Kritik. 8
3.1.3 Innere Kritik. 9
3.2 Filmanalyse. 11
4 Fazit. 13
Literatur. 14
Abbildungsverzeichnis
Friedrich Schreiber: deutscher Korrespondent in Israel. 6
Establishing Shot: Die Moschee von Hebron. 8
J üdische Siedler. 9
Intifada: Aufstand der Jugend. 10
Radikaler Palästinenser. 11
Ein Rachefeldzug. 12
(Die Abbildungen entstammen sämtlich dem Film Terror über dem Grab des Patriarchen )
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 1 von Florian Oel
0 Einleitung
Fast täglich erreichen uns neue Meldungen über Gewalttaten aus Israel und den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland und im Gaza-Streifen. Der Nahe Osten scheint in einer Spirale der Gewalt und Gegengewalt gefangen zu sein, deren Ursache und Hintergründe von Deutschland aus, aus dem Fernsehsessel oder vom Frühstückstisch hinter der Tageszeitung, schwer nachzuvollziehen sind. Umso wichtiger ist die Aufgabe deutscher Journalisten in Israel, diesen komplexen Konflikt ausführlich darzustellen und verständlich zu machen, die Hintergründe genau auszuleuchten und die Linien des Konfliktes zwischen zwei Völkern, aber auch zwei Religionen, nachzuzeichnen.
Hierbei stellt sich dem Korrespondenten ein Problem, vor dem jeder Journalist steht - das, wenn er über einen Konflikt berichtet, noch deutlicher zu Tage tritt: Die Objektivität. Objektiv zu berichten, sollte Grundsatz eines jeden Publizisten sein - doch ist dies überhaupt möglich? Neben der Ereignisrealität droht eine verzerrte Medienrealität zu entstehen. Sie ist im Falle eines Konfliktes schnell durch einen Krieg der Bilder geprägt; das Fernsehen wird zur Bühne des Dramas. „Der Kampf um die Bilder der Nahostberichterstattung des Fernsehens ist [...] von erheblicher Bedeutung für eine Kommunikationsstrategie, die sich das Ziel gesetzt hat, Einfluss auf die internationale Meinungsbildung zu nehmen.“ (Krüger 2002: 128.)
Was ist objektive Berichterstattung, wie lässt sie sich erreichen? Wie genau kann ein Journalist Realität abbilden? Was überhaupt ist Realität? Muss sich ein deutscher Korrespondent in Israel besonderen Anforderungen an seine Berichterstattung stellen? Dies sollen einige Leitfragen für diese Arbeit sein. Untersucht werden soll in diesem Zusammenhang ein Fernsehbeitrag: Terror über dem Grab des Patriarchen. Dieses Feature von Friedrich Schreiber beschreibt den Konflikt zwischen Juden und Palästinensern in Hebron, der aber stellvertretend für den gesamten Konflikt in Israel und den besetzten Gebieten steht. Die Analyse dieses Filmes untersucht die Frage, ob er den Konflikt objektiv darstellt.
Zu diesem Zweck lege ich in Kapitel 1 einige Kriterien journalistischer Objektivität dar. Es geht um das Verhältnis von Objektivität und Realität, der Ansatz des Konstruktivismus soll kurz vorgestellt werden. Schließlich will ich einige konkrete Kriterien erarbeiten, anhand derer der Film analysiert werden kann. Das zweite Kapitel wendet sich der Frage zu, ob die Stellung als deutscher Journalist im Nahostkonflikt eine besondere ist. Das anschließende Kapitel unternimmt eine Quellenkritik - beschreibt also den Fernsehbeitrag, enthält einige Worte zu Autor, Entstehungs- zeit und -ort, erläutert den Aufbau und ordnet kurz und knapp die Personen und Ereignisse in den
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 2 von Florian Oel
Kontext ein, der zentral zum Verständnis des Beitrages ist. Die darauf folgende Analyse untersucht den Film auf Grundlage der Kriterien, die ich in Kapitel 1 erarbeitet habe.
Die vorliegende Arbeit ist keine rein wissenschaftliche (Seminar-) Arbeit. Sie soll in essayistischer, aber gründlicher Form kompakt und im vorgegebenen Rahmen bleiben; sie soll knapp, aber deutlich die Schwierigkeiten eines Korrespondenten in Israel darstellen und anhand eines Beispiels seine Arbeit kurz untersuchen. Sie erhebt dabei nicht den Anspruch, die Problematik der Objektivität in ihrer vollen Komplexität darzustellen oder den Film Terror über dem Grab des Patriarchen in voller Ausführlichkeit zu untersuchen. Der vorgegebene Umfang dieser Arbeit würde beides nicht erlauben.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 3 von Florian Oel
1 Kriterien zur journalistischen Objektivität
1.1 Objektivität und Realität
„Die Sendungen des Bayerischen Rundfunks [...] sollen von demokratischer Gesinnung, von kulturellem Verantwortungsbewusstsein, von Menschlichkeit und Objektivität getragen sein“ - so heißt es im Bayerischen Rundfunkgesetz (BayRG: 2). Objektivität wird oft von Journalisten gefordert. Doch - ist Objektivität überhaupt möglich?
Während Jürgen Wilke (1993) schreibt, in den USA habe man in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Objektivität zum Leitmotiv des Journalismus erhoben, glaubt Cordt Schnibben (1994: 16), SPIEGEL-Reporter, nicht an diesen Begriff: „Der Journalist als Wesen, das seine Umgebung objektiver sehen kann als andere Erdbewohner [...] - aus welchem Jahrhundert stammt dieser Mist?“ Wenn es also tatsächlich keine Objektivität gibt, stellt sich aber die Frage, wieso das Bayerische Rundfunkgesetz auf sie Bezug nimmt. Bevor die Arbeit von Journalisten unter diesem Aspekt beurteilt werden kann, hilft eine Betrachtung des Begriffes an sich -und einiger weiterer Begriffe, die in diesem Zusammenhang auftauchen.
Die Brockhaus Enzyklopädie definiert Objektivität als
„erkenntnistheoretische[n] Begriff für die überindividuelle, unabhängig vom einzelnen Subjekt bestehende Wahrheit eines bestimmten Gegenstandes (Objekt) oder Sachverhaltes.“ (Art. Objektivität 1996-1999.)
Dieses Zitat zeigt, dass es wesentlich ist, im Zusammenhang mit journalistischer Objektivität den Begriff der Wahrheit zumindest anzureißen. Wahrheit wird in der Brockhaus Enzyklopädie als ein Geltungsanspruch von Aussagen bzw. Urteilen über einen Sachverhalt beschrieben (vgl. Art. Wahrheit 1996-1999). Beiden Begriffen ist gemein, dass sie die Intersubjektivität betonen. Und genau hier liegt auch das Problem: Intersubjektivität bedingt die weitgehende Ausschaltung subjektiver Einflüsse. Dies kann aber immer nur in einem begrenzten Maß geschehen - als Konsens einer Anzahl von Subjekten, die sich auf gemeinsame Aspekte jenes oben zitierten Gegenstandes oder Sachverhaltes einigen. Jedes weitere Subjekt kann diese Einigung über die intersubjektive Wahrnehmung wieder zu Fall bringen.
Weischenberg belegt die Ausdrücke Objektivität und Wahrheit wieder ein wenig anders - und führt einen dritten Begriff ein - Realität: „Realität ist der Bezugspunkt, Objektivität das Mittel und Wahrheit das Ziel der Berichterstattung.“ (1992: Bd. 2, 154.) In diesem (kommunikationswissenschaftlichen) Zusammenhang schreibt Bäuerlein, Objektivität hieße, die Wirklichkeit richtig zu beschreiben (vgl. 1956: 2). Sein Ausdruck „Wirklichkeit“ ist hier wohl mit der „Realität“ Weischenbergs gleichzusetzen. Gerade diese Beschreibung finde aber nicht statt, schreibt Weischenberg an anderer Stelle; die Medien würden vielmehr die Realität abbilden und damit „Wirk- lichkeitsentwürfe“ (1992: Bd. 1, 60) liefern. Auf dem Weg zum Rezipienten findet also mindes-
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 4 von Florian Oel
tens eine zweifache Verzerrung statt: zuerst durch den Journalisten, dann durch den Rezipienten selber, der vor seinem Wissens- und Wertehorizont das Wahrgenommene des berichteten Gegen-standes oder Sachverhaltes anpasst. Dieser doppelten Verzerrung kann der Rezipient meist nicht entgehen: „Je weiter der Zuschauer von der Ereignisregion entfernt ist, desto wahrscheinlicher wird es, dass ihm nur bestimmte Ausschnitte aus dieser Region gezeigt werden“ (Krüger 2002: 7). Der Zuschauer ist auf die Medien (in ihrem wörtlichsten Sinne) angewiesen, anders kann er sich bei entfernt liegenden Ereignissen kaum informieren. Je weiter entfernt die Regionen aber liegen, „desto größer wird aber auch seine Abhängigkeit von der vermittelten Realität“ (ebd.).
1.2 Der Konstruktivismusansatz 1
Der Konstruktivismus gehört zu den Systemtheorien. Seine Vertreter versuchen zu beschreiben, wie ein Beobachter sich durch die subjektive Wahrnehmung der Umwelt seine eigene individuelle Realität konstruiert.
Grundannahme des Konstruktivismus ist, dass eine intersubjektiv begründbare Realität an sich gar nicht existieren kann. Sie entzieht sich der menschlichen Erkenntnismöglichkeit von vornherein. Jeder Mensch nimmt Realität auf eine ganz eigene Weise wahr, die durch sein Wissen, seine Erwartungen, seine Wertvorstellungen und seine biologischen, kognitiven und sozialen Prädispositionen - letztlich durch die Realität, in der er lebt - geprägt ist. Jeder Mensch filtert somit die Umwelteinflüsse und schafft dabei seinen eigenen Wirklichkeitsentwurf. Er unterscheidet sich in dieser Wahrnehmung von anderen Menschen in seiner Umwelt. Dennoch ist Kommunikation über das Wahrgenommene, und damit ein Zusammenleben dieser Subjekte mit unterschiedlichen Wahrnehmungen, möglich. Grund ist ein Minimalkonsens, der dadurch zustande kommt, dass die Wahrnehmungsapparate der Menschen sich ausreichend ähneln; zum Leben notwendige Grundannahmen lässt dieser Konsens gelten.
Den Medien kommt im Konstruktivismus eine zentrale Rolle zu. Sie treten als Vermittler von Realität auf, agieren zwischen Umwelt und Subjekt. Auf Grundlage der durch die Medien vermittelten Inhalte kann ein Individuum oft erst seine Realitätsvorstellung konstruieren - sie erweist sich also als eine Konstruktion, die auf einer Konstruktion aufbaut. Die Realität, die eigentlich am Anfang der Konstruktionskette stehen sollte, scheint für den Rezipienten in den Medien zu liegen - sie ist somit nicht mehr Gegenstand journalistischer Berichterstattung sondern deren Ergebnis (vgl. Schönhagen 1998: 247). 2
1 Diesem Kapitel liegen vor allem zwei Texte zu Grunde: Weischenberg 1992: 60-65 und Burkart 1995: 288-301. Es werden daher nur Aussagen aus anderen Werken belegt.
2 Zum Konstruktivismusansatz ist vor einiger Zeit ein neues Buch erschienen, das interessante Erkenntnisse und Überblicke zu diesem Thema enthält: Scholl, Armin (Hrsg.) (2002): Systemtheorie und Konstruktivismus in der Kommunikationswissenschaft. Konstanz.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 5 von Florian Oel
1.3 Kriterien zur Annäherung an Objektivität
Wenn es eine absolute Wahrheit oder Realität nicht gibt, weil sie immer nur subjektiv erfahrbar ist - woran lässt sich dann eine objektive Berichterstattung festmachen? Es scheint realistischer und durchaus auch mit journalistischer Ethik vereinbar, wenn man Objektivität als einen Näherungswert auffasst. Sie dient dann als Ziel - das allerdings nie ganz erreicht werden kann.
Die Anhänger der methodischen Objektivität bemessen sie daran, wie sehr sich ein Journalist bei der Recherche bemüht hat, auch die Falsifikation seiner Hypothese zuzulassen (vgl. Donsbach : 119). Für eine Filmanalyse ist dies natürlich nicht geeignet - die Arbeitsweise des Autors ist am fertigen Beitrag nur noch ausschnittsweise nachzuvollziehen.
Objektivität lässt sich - dies hat Kapitel 1.1 gezeigt - durch Intersubjektivität definieren. Hier liegt ein Ansatzpunkt, um die Objektivität eines journalistischen Werkes nachvollziehen zu können: Intersubjektivität ist von möglichst vielen Subjekten zu definieren - und so sollte der Journalist eine Tatsache aus dem Blickwinkel möglichst vieler Menschen beleuchten. Ausgewogenheit wird zu einem zentralen Kriterium. Hier setzt auch Weischenberg an. Er zitiert die Objektivisten, die davon ausgingen, dass Realität vielseitig ist. Sie könne von keinem Beobachtungsstandpunkt aus vollständig durchblickt werden. Im westlichen Informationsjournalismus sei es aber üblich, möglichst viele Seiten zu einem Thema zu hören. „Es wird also sozusagen arbeitsteilig beobachtet, um auf diese Weise nah an die 'Realität' heranzukommen.“ (Weischenberg 1992: Bd. 2, 159.)
Weitere Qualitätskriterien, die sich auch als Objektivitätskriterien eignen, liefert Ulrich Saxer (1979). Er nennt unter anderem Neutralität, überprüfbare Quellenangaben und das Vermeiden emotional aufgeladener Begriffe.
So schwer es erscheint, den Wahrheitsgehalt dessen, was man auf dem Fernsehbildschirm vor sich sieht, nachzuvollziehen, so erscheinen mir doch die oben genannten Kriterien für eine Filmanalyse geeignet, will man die Objektivität als Qualitätskriterium eines Fernsehbeitrages beurtei- len.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 6 von Florian Oel
2 Als deutscher Journalist im Nahostkonflikt
Für einen Journalisten, der über einen Konflikt berichtet, gelten die im vorangegangenen Kapitel genannten Anforderungen umso mehr. Seine Unvoreingenommenheit, Neutralität und Ausgewogenheit sind hier von höchster Wichtigkeit, aber auch nachvollziehbare Quellenangaben sind unabdingbar. Dies schuldet er nicht nur dem Rezipienten, sondern auch sich selbst - nur durch strikte Distanz zu den Konfliktparteien kann er verhindern, von der einen oder anderen Seite als Propagandainstrument benutzt zu werden.
Das gilt auch für den Nahostkonflikt, diesem fast
kriegsartigen Zustand, der das alltägliche Leben von Israelis und Palästinensern bestimmt. Noch schwieriger aber ist diese Aufgabe für einen deutschen Korrespondenten in Israel. Wer als Deutscher über die Juden in Israel berichtet, tut dies unter einer ständigen historischen Belastung, unter dem Eindruck von Judenverfolgung und -ermordung im Dritten Reich. Er ist in Israel ein
Vertreter Deutschlands, und die Beziehungen der Bundesrepublik zum jüdischen Staat waren schon immer besondere. „Die Folgen einer Schuld, die die Grundlagen menschlicher Sittlichkeit erschüttert hat, tragen die nach ihm [dem Täter des Holocaust, F.O.] kommenden Generationen“, sagte Bundespräsident Johannes Rau (2000) bei seiner Rede vor der Knesset in Jerusalem. Zu diesen Generationen gehört auch und gerade - ob seiner herausgehobenen Stellung - der deutsche Korrespondent.
Wie soll der ARD-Korrespondent in Tel Aviv nun diesem Anspruch gerecht werden? Die deutsch-jüdische Geschichte wird ihn beeinflussen - und dies muss sie auch. Gerade, wenn es um historische Themen wie den Holocaust geht, muss er sehr vorsichtig agieren, muss das schwierige deutsch-israelische Verhältnis beachten. Es besteht unter dieser Voraussetzung dann aber die Gefahr, dass die Vorsicht, die der Korrespondent walten lassen muss, bei anderen Themenbereichen zu einem Filter wird. Er verlässt seine neutrale Position und berichtet einseitig pro-jüdisch. Konkret besteht diese Gefahr beispielsweise im Axel-Springer-Verlag. Die Axel Springer AG hat sich eine Unternehmensverfassung gegeben, die fünf Grundsätze für ihre Arbeit festschreibt. Darin wird angestrebt:
„Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes.“ (Axel Springer AG o.J.)
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 7 von Florian Oel
Den strikten journalistischen Kriterien der Unparteilichkeit und Objektivität widerspricht dieser Grundsatz, der für Springer-Redakteure verbindlich ist. Schließlich wird zwar das Lebensrecht des israelischen Volkes bekräftigt, die aller anderen - und somit auch das des palästinensischen bleiben unerwähnt - und damit außen vor.
Ein Journalist in Israel muss weiterhin beachten, dass er Israel und seine Bevölkerung ausreichend differenziert betrachtet. Der Autor von Terror über dem Grab des Patriarchen weißt in einem Seminarpapier darauf hin, dass nicht nur ein Israel existiere (vgl. Schreiber 2001: 4). Auch in diesem Staat und in seiner Gesellschaft liegen verschiedene Strömungen und unterschiedliche Auffassungen vor. Schreiber spricht von einem politischen (linkem und rechtem) Israel, von einem religiösen (säkularem und orthodoxem), von einem soziologischen (aschkenasischem und orientalischem) sowie ein gesellschaftlichen (asketischem und hedonistischem) Israel.
Dies sind die Feinheiten, derer sich ein deutscher Auslandskorrespondent bewusst sein musswie jeder andere Journalist in Israel. Sie alle müssen strikt neutral und unvoreingenommen bleiben und berichten - zu erreichen ist dies für den deutschen Reporter genauso über die journalisti- schen Qualitätsmerkmale wie für alle Journalisten, unabhängig von ihrer Nationalität.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 8 von Florian Oel
3 Der Film: Terror über dem Grab des Patriarchen
3.1 Quellenkritik
3.1.1 Quellenbeschreibung
Der Fernsehbeitrag Terror über dem Grab des Patriarchen. Der Konflikt zwischen Juden und Palästinensern in Hebron ist ein Feature von etwa 27 Minuten Länge. Es beschreibt den Konflikt zwischen israelischen Siedlern in der von Israel besetzten Stadt Hebron und den palästinensischen Einwohnern derselben, aber auch der Dörfer in der Umgebung. Wie es einem Fernsehfeature eigen ist, zeichnet sich der Beitrag durch Elemente einer Reportage - und somit durch Livecharakter - aus, er dokumentiert aber auch wichtige Hintergründe.
3.1.2 Äußere Kritik
Der Autor des Beitrages Terror über dem Grab des Patriarchen, Friedrich Schreiber, war zur Entstehungszeit Korrespondent der ARD in Tel Aviv. Er hatte diesen Posten von 1988 bis 1996 inne. Studiert hat der 1932 geborene Schreiber Volkswirtschaftslehre und Politische Wissenschaften in München und den USA. Fünf Jahre arbeitete er als entwicklungspolitischer Referent bei EU-Kommission, 33 Jahre war er leitender Auslandsredakteur und Kommentator beim Bayerischen Fernsehen. Ab 1976 bildete der Nahe Osten seinen Arbeitsschwerpunkt, er unternahm Reportagereisen von Algerien bis in den Iran, vom Libanon bis nach Oman. Zum Nahostkonflikt hat er auch diverse Bücher veröffentlicht. (Vgl. Euler 2003.)
Der Film ist in der Stadt Hebron und einigen umliegenden Dörfern entstanden. Auch einige Siedlungen hat der Autor in dieser Gegend mit seinem Team besucht. Der Beitrag stammt aus der Zeit der ersten Intifada, die von 1987 bis 1994 dauerte.
Doch der Konflikt im Alltag der Stadtbewohner taucht auch hier schnell auf: Die Händler sind
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 9 von Florian Oel
verpflichtet, ihre Geschäfte um ein Uhr mittags zu schließen, denn dann beginnt der Kampf der Intifada zwischen Steine werfenden Jugendlichen und der israelischen Armee. Diese Darstellung wird anschließend mit den Interviews zweier Händler belegt.
Der Film wendet sich nun den jüdischen Bewohnern Hebrons und ihren Konflikten mit der arabischen Bevölkerung zu. Beschrieben wird das Massaker von 1929 und die daraus folgende Gewalt und Gegengewalt aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein. Auch hier äußern sich verschiedene Augenzeugen zu den Geschehnissen. Die Aussagen stammen von Juden und Palästinensern - also von beiden Konfliktparteien, aber auch von eigentlich unbeteiligten Menschen aus beiden Lagern.
lichen Meinungen auf jüdischer Seite - auf der einen Seite gemäßigte Vertreter, die vor allem auf der offiziellen Seite des israelischen Staates zu finden sind, auf der anderen fanatisch-religiöse Siedler.
Anschließend werden die unterschiedlichen Meinungen der anderen Seite, der Palästinenser, erläutert: Interviews mit normalen Bürgern, aber auch mit Extremisten. Dieser Abschnitt verdeutlicht die tiefe Verwurzelung des Widerstands gegen die israelische Besatzung in der palästinensischen Bevölkerung. Es wird deutlich, wie die Intifada funktioniert und wie die Besatzungsarmee dagegen vorgeht.
Das letze Bild von Terror über dem Grab des Patriarchen entspricht dem ersten. Eine Totalaufnahme der Moschee in Hebron schließt den Kreis - symbolisch vielleicht den Teufelskreis der Gewalt und des Hasses, in dem die meisten Menschen in Hebron gefangen sind.
3.1.3 Innere Kritik
Die Drehorte, die Friedrich Schreiber für seinen Fernsehbeitrag Terror über dem Grab des Patriarchen gewählt hat, sind exemplarisch für den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, nicht nur in Hebron, sondern auch in den gesamten besetzten Gebieten: die arabisch geprägte Alt- stadt Hebrons, die Siedlungen in und bei Hebron, palästinensische Dörfer in der Umgebung - in
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 10 von Florian Oel
denen der Hass noch größer ist, als in der Stadt und aus denen die Gewalt in die Stadt getragen wird -, sowie Militärstationen und Checkpoints, an denen es täglich zu kleineren Konflikten kommt. Dabei nimmt der Autor die Zuschauer auf eine Reise durch dieses Gebiet mit; der Text bleibt bei den Bildern, der Zuschauer erlebt durch die Kamera mit, was dem Reporter passiert.
Die Personen im Film sind Akteure des Konflikts,
aber auch Opfer. Da ist der Bruder eines erschossenen Palästinensers und ein Aktivist des Islamischen Dschihad; ein Überlebender des Massakers an jüdischen Einwohnern Hebrons von 1929 und der radikale Rabbiner Mosche Levinger, ein verurteilter Mörder. Die Seite des offiziellen Israel ist durch die Armee und Parlamentsabgeordnete vertreten; die normale palästinensische Bevölkerung durch einen Bauern, aber auch die Steine werfenden Jugendlichen.
Zum Verständnis von Schreibers Beitrag wird nicht viel Hintergrundwissen vorausgesetzt. Es ist aber sinnvoll, sich der Tatsachen bewusst zu sein, die den Konflikt zwischen Israel und den Bewohnern der besetzten Gebiete charakterisieren. 3
Schon seit seiner Gründung hatte der jüdische Staat sich von feindlich gesinnten Nachbarn umgeben gesehen, doch seit dem so genannten Sechs-Tage-Krieg hat sich der Konflikt vor allem innerhalb Israels bedeutend verschärft. Nicht nur die Golanhöhen und die Halbinsel Sinai konnte Israel damals binnen weniger Tage einnehmen, auch den Gazastreifen und das Westjordanland mit Ost-Jerusalem besetzten israelische Truppen im Jahr 1967. In dieser Besetzung wurzeln viele grundlegende Probleme, die den Konflikt bis heute anheizen: die Frage nach dem völkerrechtlichen Status und den exakten Grenzen eines zukünftigen palästinensischen Staates, die jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten, die Kontrolle über Jerusalem, die Flüchtlingsfrage und das Problem der Wasserknappheit. Zum Zeitpunkt der Entstehung des Features von Friedrich Schreiber befanden sich die Palästinenser in ihrer ersten Intifada, ein Volksaufstand, der zum Ziel hatte, die Besatzung „abzuschütteln“. Es war ein Kampf vor allem von Jugendlichen und auch von Frauen, die
3 Einen guten Überblick bietet hier: Bundeszentrale für Politische Bildung (Hrsg.) (2003): Israel. Berlin (=Informationen zur politischen Bildung 278). Siehe ferner: Tophoven, Rolf ( 5 1999): Der israelisch-arabische Konflikt. Bonn (=Kontrovers); sowie: Schreiber, Friedrich (1998): Schalom Israel. Nachrichten aus einem friedlosen Land. München.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 11 von Florian Oel
versuchten, mit Steinen gegen die Besatzungstruppen vorzugehen. Mit der Zeit radikalisierte sich die Bewegung der Intifada - wie der Film auch deutlich macht.
In Hebron wollen sich jüdische Siedler zurückholen, was ihnen ihrer Meinung nach spätestens mit dem Massaker von 1929 genommen wurde. Sie gründen Siedlungen in der Stadt, in der ihr Stammvater Abraham begraben ist - der als Ibrahim von Palästinensern verehrt wird. Die zentrale Moschee von Hebron steht über dem Grab, das für Juden und Moslems so wichtig ist. Der Kampf zwischen Israelis und Palästinensern, zwischen Juden und Moslems, er bewirkt eines in Hebron: Terror über dem Grab des Patriarchen.
3.2 Filmanalyse
Die Darstellung des Konfliktes zwischen Juden und Palästinensern in Hebron geschieht im Fernsehbeitrag Terror über dem Grab des Patriarchen insgesamt ausgewogen. Beide Konfliktparteien sind in etwa gleich im Film vertreten; ein leichtes zeitliches Übergewicht der Palästinenser wirkt sich inhaltlich nicht aus. Auch innerhalb der beiden Lager werden die unterschiedlichen Auffassungen ausführlich dargestellt. Regelmäßig wechselt Friedrich Schreiber die Perspektive, zeigt die israelische und die palästinensische Seite: Nach der Darstellung der Sichtweise eines Beteiligten lässt er die entsprechende Person der anderen Seite zu Wort kommen.
Beitrages: Durch den häufigen Livecharakter fühlt sich der Zuschauer nah am Geschehen, begibt sich mit dem Reporter zusammen auf die Suche nach den Ursachen und Auswirkungen des Konflikts. Dies erzeugt Authentizität und Glaubwürdigkeit. Schreiber dient in den Interviews als Sprachrohr seiner Interviewpartner, was ebenfalls Echtheit vermittelt; es birgt aber auch die Gefahr, dass er von den Interviewten zu ihren Propagandazwecken missbraucht wird. So bleibt der fragwürdige Ausdruck „Endlösung“ eines Palästinensers von Schreiber im Nachhinein unkommentiert.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 12 von Florian Oel
und „brachiale Gewalt“ zur Schau stellen, so benutzt er emotional aufgeladene Begriffen. Der Neutralitätsgrundsatz wird durchbrochen - dabei hätten auch die Bilder alleine eindeutig genug gezeigt, wie sich die Situation darstellt. Diese Ausdrücke des Autors sind - betrachtet man die Situation - zwar gut nachzuvollziehen - in einem Konflikt darf eine solche Emotionalität aber nicht durchbrechen. Es spielt letztendlich in der Analyse von Terror über dem Grab des Patriarchen auch keine Rolle, ob diese negative Wertung jüdischer Siedler dem Autor bewusst und von ihm beabsichtigt war, oder ob sie unter dem Eindruck der gezeigten Situation entstanden ist - die Wirkung ist dieselbe. Die Darstellung von Juden und Palästinensern muss sehr sorgfältig abgewogen werden. Eine Studie über die Nahost-Berichterstattung im deutschen Fernsehen hat ergeben, dass die „Stereotypisierung des Erscheinungsbildes von Israelis und Palästinensern auf Täter-und Opferrollen“ (Krüger 2002: 9) umso stärker ist, je mehr Gewaltereignisse die Berichte dominieren. Es ist allerdings hervorzuheben, dass Schreiber ein sehr differenziertes Bild der israelischen Gesellschaft zeichnet. So relativiert er das Bild der „Rambos“ im Anschluss mit der Aussage, dass diese radikalen Siedler auch gemäßigte Politiker und die israelischen Streitkräfte angrei- fen.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 13 von Florian Oel
4 Fazit
Das erste Kapitel dieser Arbeit hat es gezeigt: Es ist bereits schwer, zu definieren, was Realität und Objektivität sind. Umso schwerer wird es für einen Journalisten dann, Realität bzw. Wahrheit objektiv abzubilden oder zu beschreiben, und dies auch noch objektiv zu tun. Es ist aber auch deutlich geworden, dass es durchaus möglich ist, Kriterien zu definieren, an denen die Qualität journalistischer Beiträge zu messen ist - somit auch der Objektivitäts- und der Wahrheitsanspruch.
Für das Fernsehfeature Terror über dem Grab des Patriarchen lässt sich feststellen, dass er diesen Qualitätsmerkmalen fast vollständig entsprochen hat. Der Autor stellt den Konflikt sehr ausgewogen dar, auch wenn in einigen Punkten beim Betrachter der Eindruck entstehen könnte, die fanatisch-religiösen jüdischen Siedler dominierten die israelische Gesellschaft. Dies ist schade, denn es hätte im allgemeinen die neutrale Kommentierung des mit den Bilder gezeigten genügt, um den gleichen Eindruck - nur ohne den bitteren Geschmack einer Parteinahme - zu erzeugen.
Augenfällig ist im gesamten Beitrag der regelmäßige Wechsel zwischen palästinensischer und israelischer Seite. Reporterkommentare werden zumeist mit Bildern oder O-Tönen belegt. Die Aussagen über die eine oder andere Konfliktpartei, über deren Sichtweisen, Motivationen und die Hintergründe sind somit deutlich und gut nachvollziehbar. Das erhöht die Glaubwürdigkeit des Beitrages und schafft eine Transparenz in Bezug auf das Vorgehen des Autors. Es beweist zudem, dass der Beitrag anscheinend mit großer Sorgfalt recherchiert worden ist.
Es scheint also gerechtfertigt zu sein, dem Film Terror über dem Grab des Patriarchen eine weitgehende Objektivität zu bescheinigen - zumindest soweit dies möglich ist. Friedrich Schreiber informiert seine Zuschauern ausreichend und versorgt sie mit dem notwendigen Maß an Hinter- grundinformationen, um die aktuellen Geschehnisse verstehen und einordnen zu können.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 14 von Florian Oel
Literatur
Art. Objektivität (o.A.) ( 20 1996-1999), in: Brockhaus - Die Enzyklopädie. In 24 Bänden. Leipzig/Mannheim. Ständig aktualisierte Online-Ausgabe. http://www.xipolis-base.de/cgi-bin/treffer_detail.pl?PIN=***&artikel_id=16007711&werk_id=b24. Abgerufen am 1.11.2003. Art. Wahrheit (o.A.) ( 20 1996-1999), in: Brockhaus - Die Enzyklopädie. In 24 Bänden. Leipzig/Mannheim. Ständig aktualisierte Online-Ausgabe. http://www.xipolis-base.de/cgi-bin/treffer_detail.pl?PIN=***&artikel_id=23051017&werk_id=b24. Abgerufen am 1.11.2003. Axel Springer AG (Hrsg.) (o.J.): Unternehmensverfassung.
http://www.asv.de/inhalte/geschich/inhalte/as/grundsae/grundsae.htm. Abgerufen am 2.11.2003. Bäuerlein, Heinz (1956): Die Problematik der Objektivität in der Presse-Berichterstattung. Diss.: Universität München.
Bentele, Günter und Robert Ruoff (Hrsg.) (1982): Wie objektiv sind unsere Medien? Frankfurt a.M.
Bundeszentrale für Politische Bildung (Hrsg.) (2003): Israel. Berlin (=Informationen zur politischen Bildung 278).
Burkart,Roland ( 2 1995): Kommunikationswissenschaft. Grundlagen und Problemfelder. Umrisse einer interdisziplinären Sozialwissenschaft. Wien/Köln/Weimar.
Deutscher Presserat (Hrsg.) (2001): Pressekodex. http://www.presserat.de/site/pdf/kodex.pdf. Abgerufen am 3.11.2003.
Donsbach, Wolfgang (2002): Journalist. In: Noelle-Neumann/Schulz/Wilke 2002, S. 78-125.
Euler (2003): Dr. Friedrich Schreiber. Ehemaliger ARD-Nahost-Korrespondent. In: 3sat.online. http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/neunzehn/sendung/31381/. Abgerufen am 29.10.2003.
Gesetz über die Errichtung und die Aufgaben einer Anstalt des öffentlichen Rechts „Der Bayerische Rundfunk“ (Bayerisches Rundfunkgesetz - BayRG).
http://www.br-online.de/br-intern/organisation/pdf/bayerisches_rundfunkgesetz.pdf. Abgerufen am 1.11.2003. (Zitiert als: BayRG.)
Heller, Georg (1997): Lügen wie gedruckt. Über den ganz alltäglichen Journalismus. Tübingen. Hickethier, Knut ( 2 1996): Film- und Fernsehanalyse. Weimar.
Krüger, Udo Michael (2002): Nahostberichterstattung in den Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens. Köln. 4
Merten, Klaus, Siegfried J. Schmidt und Siegfried Weischenberg (Hrsg.) (1994): Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Noelle-Neumann, Elisabeth, Wilhelm Schulz und Jürgen Wilke (Hrsg.) (2002): Fischer Lexikon Publizistik Massenkommunikation. Frankfurt am Main.
Rau, Johannes (2000): Ansprache am 16. Februar 2000 vor der Knesset in Jerusalem. In: LeMO. Lebendiges virtuelles Museum Online. Dokumente. Ein Projekt vom Deutschen Historischen Museum und dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/WegeInDieGegenwart_redeRauVorDerKnesset/. Abgerufen am 2.11.2003.
4 Die Studie ist auch online verfügbar unter: http://www.bpb.de/files/EGYUH2.pdf. Abgerufen am 2.11.2003.
Filmanalyse: Terror über dem Grab des Patriarchen Seite 15 von Florian Oel
Saxer, Ulrich (ca. 1973): Fernsehen und Objektivität. In: Ulrich Saxer (Hrsg.) (ca. 1973): Fernsehen. Stichwort Objektivität. Zürich (=Schriftenreihe der Pressestelle des Fernsehens der deutschen und rätoromanischen Schweiz 1).
Schnibben, Cordt (1994): Reklamerepublik. Seltsame Berichte zur Lage der vierten Gewalt. Hamburg.
Scholl, Armin (Hrsg.) (2002): Systemtheorie und Konstruktivismus in der Kommunikationswissenschaft. Konstanz.
Schönhagen, Philomen (1998): Unparteilichkeit im Journalismus. Tradition einer Qualitätsnorm. Tübingen.
Schreiber, Friedrich (1998): Schalom Israel. Nachrichten aus einem friedlosen Land. München. Schreiber, Friedrich (2001): Auslandsfernsehen zwischen Gewalt und Exotik. Am Beispiel des ARD-Korrespondenten in Tel Aviv von 1988 bis 1996. Seminarpapier für das Institut für Kommunikationswissenschaft (Zeitungswissenschaft) an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Wintersemester 2001/2002. [Manuskript.]
Schulz, Winfried ( 2 1990): Die Konstruktion von Realität in den Nachrichtenmedien. Analyse der aktuellen Berichterstattung. Freiburg/München.
Silbermann, Alphons, Michael Schaaf und Gerhard Adam (1980): Filmanalyse. Grundlagen, Methoden, Didaktik. München.
Tophoven, Rolf ( 5 1999): Der israelisch-arabische Konflikt. Bonn (=Kontrovers). Weischenberg, Siegfried (1992): Journalistik. Theorie und Praxis aktueller Medienkommunikation. Bd. 1: Mediensysteme, Medienethik, Medieninstitutionen. Bd.2: Medientechnik, Medienfunktionen, Medienakteure. Opladen.
Wilke, Jürgen (1993): Umbrüche im deutschen Journalismus. In: Walter A. Mahle (Hrsg.) (1993): Journalisten in Deutschland. Nationale und internationale Vergleiche und Perspektiven. München. S. 137-142. Zitiert in: Schönhagen 1998.
Arbeit zitieren:
Florian Oel, 2003, Objektivität in der Auslandsberichterstattung. Als deutscher Reporter in Israel. Eine Filmanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Möglichkeit und Wünschbarkeit von Objektivität im Journalismus
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Hausarbeit, 16 Seiten
Der Journalist als Mediator - nahe Zukunft oder futuristische Vision?
Friedensjournalismus im Zeiche...
Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Kriegsberichterstattung und der Embedded Journalist
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 16 Seiten
Die Rolle der nationalen Parlamente nach dem EU-Reformvertrag
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Seminararbeit, 37 Seiten
Parteilichkeit und Unparteilichkeit im Journalismus
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 43 Seiten
Die sozialen Grundrechte der Grundrechtecharta im Verfassungsvertrag f...
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Magisterarbeit, 52 Seiten
Florian Oel hat den Text Objektivität in der Auslandsberichterstattung. Als deutscher Reporter in Israel. Eine Filmanalyse veröffentlicht
Florian Oel hat einen neuen Text hochgeladen
WOLK 1: Der LASAREWSKI-REPORT zum Wolf in Rußland. Über die Vernichtu...
Die Wolfsansiedlung und ihr Pr...
Alexander Brückner, Walter Rathgeber, Wasilij Matwejewitsch Lasarewski, Narcisse Seppey, Domenico Laffi, Alexander Theodor von Middendorf, Jürg Steiner, F. I. Walewskij, Knut Bengelmann, Giordano Cayetano Brunelli, Valentino Bonvicini, Claus Taaks, Claus Gampe, Irina Mironova
EinFach Französisch Unterrichtsmodelle. Ensemble, c'est tout: Filmanal...
Ensemble, c'est tout: Filmanal...
Four Weddings and a Funeral - Vier Hochzeiten und ein Todesfall. Filma...
Abitur Englisch
Stefan Munaretto
Bericht der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen über den Ga...
Menschenrechte in Palästina un...
Abraham Melzer
0 Kommentare