Kontraktmanagement
von Oliver Sass
Inhaltsverzeichnis:
Literaturverzeichnis
III. Vorwort
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage und Auftrag 1
1.2. Grafische Darstellung
der Versorgungsregionen 2
2. Geschichtlicher Verlauf - Umsetzung 3
2.1. Leistungsbeschreibung 3
2.2. Kennzahlenerhebung 5
2.3. Vertragsentwicklung
und Kontraktkalkulation 6
3. Leistungskontrakte und Finanzkalkulation
3.1. Leistungskontrakte 9
3.2. Finanzkalkulation 11
4. Vergleich der bisherigen
Förderung mit der Kontraktfinanzierung
4.1. Inhaltlicher Vergleich 12
4.2. Struktureller Vergleich 13
5. Schlussbetrachtung
5.1. Ergebnis und Bewertung 14
5.2. Resümee 15
Vorwort
Wesentlicher Bestandteil der neuen Steuerungsmodelle ist ein ,,outputorientierter Haushalt"1). Dies bedeutet, das nicht in der herkömmlichen Art und Weise im Haushaltsplan festgelegt wird wie viel Geld die Verwaltung für welche Aufgaben zur Verfügung hat, sondern das über die Vorgabe von Leistungszielen – also am Output orientiert - gesteuert wird. Dazu muss Klarheit über das Produkt bestehen (Produktdefinition). Den Schritt der Produktbildung werde ich in dieser Schrift nicht weiter erläutern, da er nicht Gegenstand dieses Werkes ist. Durch die outputorientierte Steuerung verliert der Rat klassische Steuerungsmerkmale, die ihm durch die bisherige haushaltsstellenmäßige Zuweisung von Ausgabeermächtigungen zustanden 2). Der Abschluss von Kontrakten über die Ziele des Verwaltungshandelns soll diesen „Machtverlust“ kompensieren und – outputorientierte – Steuerungsmöglichkeiten zulassen. Nachfolgend werde ich am expliziten Beispiel der Kontraktbildung zwischen der Kreisverwaltung Mettmann und den Freien Trägern im Bereich Psychiatrie und Sucht des Kreises Mettmann den Werdegang, die Ziele sowie Vor- und Nachteile des Kontraktmanagement beleuchten.
1 Einleitung
1.1. Ausgangslage und Auftrag
Der Kreis Mettmann (~506.000 Einw.) verfügt über ein gut ausgebautes Netzwerk von komplementären Angeboten im Bereich Sozialpsychiatrie und Sucht. Aufgegliedert in vier sog. Versorgungsregionen (siehe Abbildung 1 Seite 2) finden sich neben dem jeweiligen Team des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreisgesundheitsamtes Suchtberatungsstellen mit integrierter Prophylaxearbeit, niedrigschwellige Suchtkontaktstellen mit aufsuchender Sozialarbeit (“Streetwork”) sowie Sozialpsychiatrische Zentren mit ihren Bausteinen, u.a. den Kontakt- und Beratungsstellen sowie Patientenclubs mit ihren offenen Angeboten 3). In historischer Entwicklung werden die genannten Angebote durchweg durch unterschiedliche Träger und Wohlfahrtsverbände erbracht. Da es sich bei den beschriebenen Angeboten dem Grunde nach um öffentlich-rechtliche Aufgaben gesundheitlich-sozialer Grundsicherung handelt, kann dies als “Outsourcing” mit Tradition angesehen werden 4). Der Kreis honorierte diese Angebote bisher im Rahmen von Förderrichtlinien. Seit Jahren wuchsen jedoch die Klagen der Träger, dass die zur Verfügung gestellten Mittel nicht genügten, die in den Richtlinien erwarteten Leistungen hinreichend zu finanzieren. So kam es jährlich anlässlich der Haushaltsplanungen zu unterschiedlichen und tendenziell konflikthaft ausgetragenen Initiativen gegenüber Verwaltung und Politik, konkurrierend die einen oder anderen Fördermittel weiter aufzustocken. Als Folge der Haushaltsberatungen für das Jahr 1999 beauftragte daher der zuständige Ausschuss die Verwaltung, die Finanzierung aller Angebote im Bereich Sozialpsychiatrie und Sucht auf eine neue Grundlage zu stellen 5). Im zuständigen Gesundheitsamt wurde daraufhin die Idee entwickelt, im Sinne neuer Steuerungsmodelle die bisherige Strukturförderung in ein modernes Kontraktmanagement zu überführen. Bisher wurde in den Förderrichtlinien jeweils die Vorhaltung einer Einrichtung und die Beschäftigung eines definierten Personalstandards gefordert, Art und Umfang der zu erbringenden Angebote blieben jedoch eher unbestimmt (Prinzip: Geld pro Stelle). Zukünftig sollen umschriebene Leistungsangebote definiert und auf Grundlage einer transparenten und fairen Preiskalkulation vertraglich “eingekauft” werden (Prinzip: Geld pro Leistung).
1.2. Grafische Darstellung der Versorgungsregionen
[...]
1) SCHUSTER, Falko,„Einführung in die Betriebswirtschaftslehre der Kommunalverwaltung“ - Hamburg, Maximilian-Verlag, 2001 Seite 184/185
2) ÖTTING, Olaf: „Neues Steuerungsmodell und rechtliche Betätigungsspielräume der Kommunen“ – Köln: Deutscher Gemeindeverlag; Stuttgart: Kohlhammer, 1997, Seite 86
3) LANGE, Rudolf Dr. : Vorlage an den Ausschuss für Behinderten- und Gesundheitsfragen vom 23.04.2002
4) LANGE, Rudolf Dr. : Vorlage an den Ausschuss für Behinderten- und Gesundheitsfragen vom 13.08.2002
5) LANGE, Rudolf Dr. : Vorlage an den Ausschuss für Behinderten- und Gesundheitsfragen vom 13.08.2002
Arbeit zitieren:
Oliver Saß, 2003, Kontraktmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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