Inhaltsverzeichnis
I Einleitung. 3
II Allgemeine Angaben über Kosovo. 3
III Geschichte des Kosovo. 4
III.1 Herkunftsfrage. 4
III.1.1. Herkunft der Albaner. 4
III.1.2. Herkunft der Serben 5
III.2 Früh- und Mittelälterliche Geschichte. 5
III.2.1. Der Mythos „Amselfeld“ 6
III.3 Geschichte des 20. Jahrhunderts. 7
IV Der Kosovo-Krieg. 8
IV.1 Ursachen und Verlauf. 8
V Kosovo - Nach dem Ende des Krieges. 11
VI Resümee. 11
VII Literaturverzeichnis 12
I. Einleitung staat bildeten. Es hat eine Fläche von 10.887km 2 und grenzt sich im Westen mit Albanien, im Norden mit
Das Kosovo-Problem wurde in der
Serbien und Montenegro und im
Vergangenheit nicht selten als „Gor-Süden mit Mazedonien 1 :
discher Knoten“ des Balkans bezeichnet. Die Definition umschrieb
ungeheure Schwierigkeit, eine Lösung zu finden, brachte allerdings auch zum Ausdruck, dass es alles andere als leicht war, diese höchst verwickelte Problematik auch nur zu verstehen. Doch selbst als der gordische Knoten im Sommer 1999 durch die NATO Intervention durchgeschlagen schien, wurde der Kosovo-Konflikt noch immer nicht endgültig gelöst, da man noch nicht weiß, welchen zukünftigen politischen Status Kosovo bekommen wird. Nämlich ob das Kosovo eine selbständige und unabhängige Republik werden wird oder ob es innerhalb Serbien-Montenegro bleibt.
Politische Karte von Südosteuropa 2 II. Allgemeine Angaben
über Kosovo Die jetzige Bevölkerungsanzahl wird auf 2.15 Millionen geschätzt (da die
Kosovo liegt im Süd-Westen Balkans und war vor dem Krieg 1999 eine 1 Vgl. CLEWING, Konrad: Der Kosovo-Konflikt. von den acht Bundeseinheiten, die Ursachen - Akteure - Verlauf. 1.Aufl. Hrsg. Von der bayerischen Landeszentrale für politische Bildungs- denalten jugoslawischen Vielvölker- arbeit.München: Reuters Verlaf, 2000, S. 539f.
2 Ebda, S. 538
Albaner die letzte amtliche Volks- so genannten „historischen zählung in ehem. Jugoslawien von Rechte“. 4 1991 boykottiert haben). Der über-
wiegende Anteil der Bevölkerung
III Geschichte des Kosovo
sind Albaner mit ca. 90%. Die restli- III.1Die Herkunftsfrage chen 10% der Bevölkerung sind Serben und andere Minderheiten.
III.1.1 Herkunft der Albaner Die letzte amtliche Zusammenset-Die albanische Historiographie, Wis- der Bevölkerung nach Nationa- insgesamt und insbeson- von 1991 ist in der
dere die allgemeine nationale Selbst- angeführten Tabelle zu sehen.
verständnis vertreten die Auffassung, dass die Albaner die direkten Nach-
West Teil der Balkan-Halbinsel seit
der Antike bewohnten, sind. 5 Im Be- des jetzigen Kosovo war der il- Stamm, die Dardanen, an- 3
Die ethnische Zusammensetzung sässig. Nach dieser Auffassung havon Kosovo ist von großer Bedeuben Albaner eine ununterbrochene tung, da auf Grund dessen politi-Anwesenheit von Antike bis heute, sche Ansprüche für den zukünftigen also sie sind die autochthonen ural-Status von Kosovo erhoben werden. ten Bewohner dieses Raumes. Diese Auf Grund der ethnischen Zugehö-Ansichten stützen sich meistens auf rigkeit werden kollektive oder natiolinguistische, archäologische und nale Selbstbestimmungsrechte, die geschichtliche Quellen und werden so genannten ‚‚ethnischen Rechte“, von einem Großteil der internationagefordert, während auf Grund der len Wissenschaft vertreten, obwohl geschichtlichen Vorentwicklungen die serbische Historiographie diese
4 Ebda, S.18ff
5 HASAJ, Idriz: Shqiptaret kane qene ne Ballkan kur nga Kaukazi erdhi nje popull tjeter. In: Koha Ditore 3 CLEWING, Konrad: A. a. O., S. 542 vom 09.11.2002, S. 11
Ansichten bestreitet, um den Alba- vom asiatischen Raum in den nern politische Ansprüche auf zentralen und westlichen Balkange-Grund ihrer Autochthonie den Bo- an. Im Gebiet des Kosovo haden zu entziehen. 6 ben sie sich erst im 10-11 Jahrhundert angesiedelt und sich weiter
Die Streitfrage in der politischen
ausgedehnt. Die Thesen über ihre
und wissenschaftlichen Diskussion
Herkunft und Einwanderung in die- den zwei Konfliktparteien
sem Gebiet sind nicht bestritten. 7
ist vereinfacht dargestellt: Haben die illyrischen oder die slawischen
III.2 Früh- und Mittelälterliche
Stämme das Gebiet des heutigen
Geschichte
Kosovo zuerst besiedelt? Diese
Im Laufe seiner Geschichte erfuhr
Streitfrage wurde vor allem nach
der Kosovo und alle anderen albani- Zweiten Weltkrieg und den gra- Gebiete die aufeinanderfol- Unruhen im Kosovo 1981
gende Herrschaft der römischen, by- wieder gestellt.
zantinischen, slawischen und os-Serbische als auch albanische Ar- Imperatoren. Demgegen- und Historiker haben oft
über stand der beständige albani- diese "Wir waren vorher
sche Kampf um Unabhängigkeit. Die
da" -Theorie zu falsifizieren oder zu
Formierung des mittelalterlichem
verifizieren. Die Auseinandersetzung
serbischen Reichs wurde in dem 12.
über den Status von Kosovo inner-Jahrhundert vollzogen. Kosovo und
halb von Ex-Jugoslawien entbrannte
albanische Siedlungsgebiete vielen
somit zu einer Auseinandersetzung
zum ersten mal unter serbischer
über die Frühgeschichte des Kosovo.
Herrschaft. III.1.2 Herkunft der Serben In seiner größten Ausdehnung um-Die Serben haben eine slawische
fasste das serbische Reich Mitte des
Herkunft. Ein Stammesverband der
14. Jahrhunderts auch einen Groß-Serben siedelte sich im 7. Jahrhun- 6 BIRCHER,Bernhard: Zitation von Internet-Quellen. 7 PETRITSCH, Wolfgang: Kosovo. Mythen - Daten Online im Internet: URL: - Fakten. 2.Aufl. Klagenfurt: Wieser Verlag, 1999, S. http://www.bebi.ch/webseiten/seminare/Krieg%20im 13f
%20Kosvo.pdf [Stand: 2003-04-20]
teil des heutigen griechischen Fest- Prishtina, eine christliche Ballandes 8 . kankoalition. Sie bestand aus Serben, Albanern, Bosniern und Unga-Hunderte von Kirchen und Klöstern wurden in dieser Zeit von serbischen ren unter der Führung vom serbi-Herrschern in Kosovo gegründet, die schen Feudalherrscher, Fürst ‚Zar’ im Rahmen der serbischen Kultur-Lazar. Albaner, als Teil dieser christlichen Allianz, wurden von dem so geschichte herausragende Bedeutung besitzen. Unter der Herrschaft genannten „Fürsten der Alba-Stefan Dusans aus dem Haus der ner“ (von Scodra) Gjergj Balsha II Nemanjichen, der sich „Zar“, also geführt. 9
Kaiser, nannte, erreichte das mittel-Die Schlacht endete mit einer veralterliche serbische Reich seine heerenden Niederlage der Serben größte Ausdehnung um 1340/50 und mit dem Tod des Fürsten Lazar und stand am Höhenpunkt der und des Sultans. Macht. Diese Niederlage gilt als die endgültige Unterwerfung des serbischen
III.2.1 Der Mythos "Amselfeld"
mittelalterlichen Reiches, und damit auch Kosovos, unter 500-jähriger
Seit Mitte des 14. Jahrhunderts
türkischer Herrschaft.
setzte die Eroberung des Balkans durch die Türken, beziehungsweise Diese verlorene Schlacht wird von
der "Osmanen" ein. vielen Serben als das folgenschwers-Im Frühjahr 1389 startete so der te Geschehen in der serbischen Ge- Herrscher Sultan Murad I. schichte dargestellt. Büschenfeld
(1360 - 1389) einen weiteren Feldbeschreibt die Einstellung der Ser- gegen die zentralen Balkangeben zu dieser historischen Schlacht
biete, nachdem die südlichen bereits wie folgt: Die Schicksalsschlacht wird
unterworfen waren. Gegenüber den zum nationalem Vermächtnis, zum
Türken stand in der berühmten E- Symbolserbischen Freiheitswillens.
bene des Amselfeldes, in der Nähe Mehr als ein halbes Jahrtausend
von der jetzigen Hauptstadt von Ko-
8 Vgl. 9 Vgl. PETRTSCH, Wolfgang: A. a. O., S. 30ff
träumen die Serben von ihrer Rück- ber1912 ganz Kosovo und die alba- kehrin den Kosovo. Bis auf den heu- nisch Gebiete in Maze- tigenTag gilt ihnen Kosovo als ihr ur- donien mit ihrer Hauptstadt eigenes Gebiet, als ihr Stammland, Skopje, zu befreien. Am 8.Oktober als Wiege des serbischen Staates, 1912 fängt jedoch der erste Balkan- ihrerReligion und in Verbindung da- krieg dem Ergebnis, dass Kosovo mit ihrer Kultur." (Büschenfeld, 1991, und Mazedonien von dem Königreich Serbien erobert (serbische His-26). 10
toriographie spricht von Befreiung Mit der türkischen Herrschaft fängt Kosovos, Anm. des Verfassers) und auch die allmähliche Islamisierung eingegliedert wurden. Sogar große der Albaner an. Heute umfasst sie Teile Albaniens wurden erobert. ca. 2/3 der gesamten albanischen Unter diesen Umständen wurde am Bevölkerung auf dem Balkan. 28. November 1912 das unabhängi-Die Albaner setzten jedoch ihr Wige Albanien, welches nur die Hälfte derstand gegen die türkische Herrschaft mit zahlreichen Aufständen des albanischen Siedlungsraumes fort. 1878 formierten Sie eine allge-und der Bevölkerung ausmachte, gegründet. meine, bewaffnete nationale Bewegung und provisorische autonome Regierungsform genannt „Liga von Am 22. März 1913 beschlossen die Prizren“, dessen politisches Pro-Großmächte an der Londoner Konfegramm die Unabhängigkeit den al- Kosovo sowie Teile Mazedoniens Serbien zuzuschlagen 11 . banisch-besiedelten Gebieten des Balkans war. 1881 wurde die Liga Mit diesem für den späteren Konvon den Türken blutig niedergefliktverlauf bedeutenden Beschluss schlagen. wurde das ethnisch und geografisch relativ homogene "Volk" der Albaner auf zwei Staatsgebiete aufgeteilt. III.3 Die Geschichte des 20. Jahrhunderts Unter serbischer Herrschaft gelang Durch die bewaffneten Aufstände so wiederum Kosovo. gelang es den Albanern in Septem- 11 MALCOLM,Noel: Kosova. Nje histori e shkurter. 10 BIRCHER, Bernhard: A. a. O. 2.Aufl. Prishtina: KOHA & Shtepia e librit, 2001
den aber blutig niedergeschlagen. Nach dem ersten Weltkrieg mündet Eine breit angelegte anti-albanische die Geschichte Serbiens und Koso-Unterdrückungspolitik wird eingevos in die Geschichte Jugoslawiens schlagen. Der frühere autoritative ein. Nach dem Ende des Zweiten jugoslawische Präsident Tito, der ein Weltkrieges wird die "Föderative Jahr früher gestorben war, war Volksrepublik Jugoslawien ausgerunicht mehr da, um die stark entfalfen.
tete groß-serbische hegemonial Be-Sie gliedert sich in sechs Republiken, strebungen zu zügeln. mit Kosovo aber nur als eine autonome Provinz. Serben, Kroaten, Slo-Die serbische Repression nahm an
wenen, Montenegriner und Mazedo-Stärke immer mehr zu. Von 1986
nier werden als konstituierende Na- vermehrten sich aus Belgrad
tionen aufgeführt, die übrigen Be-Stimmen sogar gegen die schon
völkerungsteile lediglich als Minder- begrenzte Autonomie des Ko- Kosovo Albaner wurden auch
sovo. Im Jahre 1989 hob das serbi- den anderen Völkern in Viel- Parlament die Autonomie des
völkerstaat Jugoslawien nicht gleich
Kosovo auf Antreiben von Milosevic
gestellt sondern weiterhin als Bürger
auf. Die Albaner aber setzten ihr
zweiter Klasse diskriminiert.
Widerstand durch friedliche und politische Mitteln fort. Sie gründeten
parallele Schatteninstitutionen und IV Der Kosovo-Krieg
in einem geheim durchgeführten Re-
IV.1. Ursachen und Verlauf ferendum entschied sich eine große Mehrheit der Kosovo-Albaner für die Im Jahre 1981 kommt es zu hefti- Unabhängigkeit. Seit dem betrieben gen Demonstrationen im Kosovo
die Serben eine regelrechte Kolonimit der Hauptforderung nach
alpolitik im Kosovo. 12 Von insgesamt Gleichstellung der Albanern mit an230.000 Beschäftigten, die es vor deren jugoslawischen Völkern und der Krise gab, wurden fast alle Alder Erhebung des Kosovos zu einer gleichgestellten Teilrepublik Jugos- 12 Vgl.MESSNER, Herald: Zitation von Internet- lawiens.Diese Demonstration wer- Quellen.Online im Internet: URL: http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/gee/
4987.html [Stand: 2003-04-20]
verübte verstärkt Anschläge auf serbaner, ca. 150.000 durch die serbibische Ziele und Einrichtungen. 13 sche Führung entlassen.
Unter den Entlassenen waren meist Der Konflikt entwickelte sich zum Beschäftigte aus öffentlichen Insti-Flächenbrand. Die internationale tutionen und Einrichtungen wie Gemeinschaft reagierte mit einem Schulwesen, Gesundheitswesen, Waffenembargo und Sanktionen ge-Justizwesen und großen Betrieben. gen Jugoslawien. Die UCK kontrol-Es wurden z.B. seit 1990 allein lierte größere Teile des Kosovo bis 26.000 Lehrer entlassen. Die Alba- Serben im Juli 1998 eine Großner versuchen aber mit Hilfe eines offensive gegen UCK-Hochburgen parallelen Unterrichtsprogramms einleiteten. Die Offensive wurde von möglichst alle albanischen Schüler Spezialeinheiten der Polizei und Arin Wohnzimmern zu unterrichten. mee auch mit Einsatz von Panzern und schwerer Artillerie durchgeführt. Am 26. Mai 1992 wurde im Kosovo Die UCK wurde weitgehend aufgeeine Schattenregierung gewählt. Der rieben. Inzwischen hatten schon Schriftsteller Ibrahim Rugova, Vorhundert Tausende Albaner ihre sitzender des „Demokratischen Dörfer verlassen. Die Flüchtlingstra-Bundes des Kosovo" (LDK), wurde gödie, der herannahende Winter und zum Präsidenten des Kosovo gewählt. drohende humanitäre Katastrophe Da die friedliche Politik des Widerals auch ein Massaker an Zivilisten, standes der Albanern keine konkreunter ihnen auch Frauen und Kinten Ergebnisse und Verbesserungen der, rief die UNO am 23. September hervorbrachte, formierten sich be-1998 mit einer Resolution gegen Juwaffnete Untergrundorganisationen. goslawien auf den Plan. Sie verlang-So in 1997 nahmen die Gewalttätigte die sofortige Einstellung aller keiten im Kosovo zu. Die bewaffne-Kampfhandlungen sowie den Rückten Untergrundorganisation der Kozug der serbischen Polizeieinheiten sovo-Albaner, die so genannte „Befreiungsarmee des Kosovo" (UCK) 13 Vgl. HECKMANN, Michael: Zitation von Internet-Quellen. Online im Internet: URL: http://www.hausarbeiten.de/rd/faecher/hausarbeit/gee /4987.html
Die Gespräche in Rambouillet endeaus dem Kosovo. Die NATO bereitete ten am 24. Februar 1999, ohne dass einen Luftangriff vor. Doch der Weltein Abkommen unterzeichnet wurde. sicherheitsrat war gespalten mit Die Außenminister der Kontakt-Russland, die dem Luftangriff nicht gruppe gaben den Konfliktparteien zustimmen wollte. Zeit bis zum 15. März 1999, das Ab-Am 13. Oktober stimmte der serbikommen zu unterzeichnen. Die asche Präsident Milosevic der Entmerikanische Regierung machte klar sendung einer unbewaffneten OSZE die Bedingungen: wenn beide Seiten
- Verifikationsmission in den Kosovo unterzeichnen würden, käme es zu zu, nachdem die NATO mit Luftaneiner friedlichen Implementierung griffen auf jugoslawische Ziele gedes Abkommens durch eine NATOdroht hat. Trotzdem gegen Ende des Streitmacht, wenn die Serben nicht Jahres 1998 eskalierte der Konflikt unterzeichnen, werden sie gebombt in Kosovo und es kam zunehmend werden, wenn die Albaner nicht unzu bewaffneten Auseinandersetzunterzeichnen, dann würden sie die ingen zwischen serbischen Sonderpoternationale Unterstützung verlieren lizeieinheiten und der UCK. Unter und wären den Serben überlassen. dem Druck eines Ultimatums der Die Serben verweigerten, die Albaner USA stimmte Milosevic auch den inaber unterzeichneten. So begann am ternational vermittelten Verhand24. März, 1999 die NATO Interventilungen mit Kosovo-albanischen Veron in Form des Luftangriffes gegen tretern, inklusiv mit der UCK Fühmilitärische Infrastruktur in Jugosrung, zu.
lawien. Sie dauerte fast drei Monate Am 6. Februar 1999 begannen in bis Milosevic die NATO und UNO Rambouillet die Friedensverhand-Bedingungen zur Konfliktlösung anlungen zwischen Serben und Kosonahm. 14 vo-Albanern. Vertreter der EU be-Die NATO Luftangriffe starteten mit
zeichneten diese Verhandlungen als
dem Ziel, Slobodan Milosevic zur
wohl letzte Chance, den Konflikt mit
Unterschrift unter das von den Ko- Mitteln beizulegen. 14 Vgl. MESSNER, Herald: A. a. O.
Schwierigkeiten und Aufwand, aber sovo-Albanern in Rambouillet untermit Entschiedenheit und Optimiszeichnete Abkommen zu zwingen. mus. 15 Die serbische Kriegsmaschinerie reagierte darauf mit Massenvertrei-
VI Resümee
bungen und Deportationen von etwa 1 Million Albaner und zahlreiche
Die NATO Luftangriffe gegen Jugos-Kriegsverbrechen gegen sie. Die
lawien waren die erste „humanitäre
Luftangriffe wurden aber dann so
Intervention“ in der Geschichte der
ausgeweitet, dass die Fähigkeit der
NATO. Damit wurde bewiesen, dass
Serben zur Kriegsführung gegen das
die internationale Gemeinschaft
Kosovo erheblich verringert wurde.
Massenverletzung von Menschenrechten nicht weiter dulden kann,
auch wenn es um bisher unantast- V Kosovo - Nach dem En-
bare
de des Krieges
Damit wird politische Stabilität und regionaler Frieden befördert, trotz Die serbischen Streitkräfte zogen beträchtlichen Schwierigkeiten und aus dem Kosovo nach Serbien aus, Herausforderungen. Mit diesen
eine NATO geführte Friedenerhalten-Grundsätzen erwartet man, dass te Truppe, genannt Kosovo Force auch der Jahrhundertlange Kosovo(KFOR) von ca. 55.000 Soldaten zog Konflikt bzw. ihr zukünftiger politiein, um den Frieden und die Sicherscher Status bald endgültig, gerecht heit in Kosovo zu gewährleisten. Ei-und stabil gelöst wird. ne internationale UNO Mission in Kosovo (UNMIK) übernahm zusätzlich die zivile Verwaltung des Kosovo. Kosovo Albaner wurden von der serbischen Unterdrückung und Diskriminierung befreit. Der Aufbau einer demokratischen und multiethnischen Gesellschaft für alle seine Bürger begann. Mit großen 15 Vgl. HECKMANN, Michael: A. a. O.
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http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/gee/4987.html [Stand: 2003-04-20]
PETRITSCH, Wolfgang: Kosovo. Mythen - Daten - Fakten. 2.Aufl. Klagenfurt:
Wieser Verlag, 1999.
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Leonat Pula, 2003, Der Kosovo-Konflikt und seine historischen Grundlagen, München, GRIN Verlag GmbH
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