Ausformulierung:
1) Informationen über den Autor:
Friedrich von Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren und starb am 9. Mai 1805 in Weimar. Er wurde von Herzog Karl Eugen gezwungen eine Militär- und Beamtenschule zu besuchen. (Karlsschule in Stuttgart) Er hat zuerst Rechtswissenschaft (1773-1780) und danach Medizin (1779) studiert. Während seines Studiums schrieb er sein erstes Drama, Die Räuber. Er hatte großen Erfolg mit dem Stück, aber der Herzog von Würtemberg verbot ihm daraufhin weiter zu schreiben. (Zitatanfang: „Es ist ein leidenschaftlicher Protest gegen den Mißbrauch der Gewalt durch die Herrschenden“ Zitatende) . Schiller floh und hatte längere Zeit keinen richtigen Beruf, bis er 1789 in Jena Professor für Geschichte und Philosophie wurde. 1790 heiratet Schiller Charlotte von Langenfeld. 1799 zog Schiller nach Weimar aufgrund seiner engen Freundschaft mit Goethe. Er wurde 1802 in Weimar geadelt und 3 Jahre drauf starb er mit 46 Jahren an einem schweren Lungenleiden, das nie richtig ausgeheilt war.
Schiller war einer der bedeutendsten Dramatiker neben Goethe und Hauptvertreter der deutschen Klassik.
Seine bekanntesten und berühmtesten Dramen sind unter anderen:
- Die Jungfrau von Orleans (1801)
- Wilhelm Tell
Ein paar bekannte Gedichte und Balladen sind:
- Die Bürgschaft - Das Lied von der Glocke
- Der Kampf mit dem Drachen - Die Kraniche des Ibykus
- Der Ring des Polykrates
2) Geschichtlicher Hintergrund des Dramas:
Am 8. Dezember 1542 wird Maria Stuart geboren und 6 Tage darauf stirbt ihr Vater und sie wird mit
nur 6 Tagen Königin von Schottland. Ihr Vormund Jakob Hamilton verlobt sie mit Eduard VI, Sohn des
englischen Königs Heinrichs VIII. Später wird dieser Vertrag aber als ungültig erklärt. Mit sechs Jahren reist
Maria nach Frankreich zu Heinrich II, um dort erzogen zu werden. Sie heiratet Dauphin, der später Franz II
genannt wird.
Im November 1558 (Maria Stuart ist 16 Jahre alt) stirbt, Maria I, die Nachfolgerin von Eduard VI
(Maria Stuarts ehemaligen Verlobten). Die Halbschwester von Maria I ist Elisabeth und sie wird zur Königin
von England, obwohl es ihr nicht zusteht, da sie bei ihrer Geburt als unehelich erklärt worden war und folglich
würde der Thron Maria Stuart zustehen. Elisabeth wird aber dennoch Königin.
1559 stirbt Heinrich II von Frankreich und sein Sohn Franz II wird König. Maria Stuart wird folglich,
weil sie mit Franz II verheiratet ist Königin von Frankreich. Ein Jahr später stirbt Franz II und Maria verläßt
Frankreich als Witwe, denn Franz´ II Bruder Karl IX wird König.
Maria Stuart will zurück nach Schottland, darf aber England auf ihrer Reise nach Schottland nicht
betreten. Königin Elisabeth verbietet es ihr. Sie kommt nach Schottland auf anderem Weg und heiratet 1565
den Herzog von Albany Lord Darnley. Aber die Ehe geht nicht lange gut. Maria bekommt 1566 von Darnley
ihren ersten Sohn, James VI. Aufgrund einer Verschwörung unter der Leitung von Bothwell wird Darnley und
sein Haus in die Luft gesprengt. Darnley ist tot, und Maria Stuart klagt Bothwell der Verschwörung an, genauso
wie der Vater von Darnley, Graf Lennox. Aber aufgrund vieler schottischen Leute und Gefangennahme Maria
Stuarts von Bothwell kommt es dazu, daß Maria Stuart später Bothwell heiratet. Sie bekommt auch eine
Tochter von ihm, die aber in ein Kloster gebracht wird und dort ihr Leben verbringt. Bothwell selber wird
angeklagt und flüchtet, wird aber später auf einer Seefahrt gefangen genommen und endet in einem Gefängnis
in Malmo.
Maria Stuart wird daraufhin gezwungen zugunsten ihres Sohnes James VI abdanken, damit er König
wird. Maria Stuart kann aus der Gefangenschaft des Bothwell entkommen und will nach England gehen,
Elisabeth um Asyl bitten, weil sie nicht mehr an den schottischen Thron gelangen konnte. Elisabeth gewährt ihr
aber kein Asyl und ist auch nicht mit einem persönlichen Treffen einverstanden. Königin Elisabeth verlangt
von Maria Stuart, daß sie ihre Mitschuld am Tod ihres 2. Mannes bekennt, was aber nicht die Wahrheit war.
Maria Stuart wird in dem Haus, wo sie übernachtete, gefangen und von einem Schloß ins nächste geschleppt.
Sie wird 1570 in das Schloß von Sheffield gebracht, in dem sie über 14 Jahre gefangen gehalten wird.
Versuche, sie zu befreien schlagen fehl.
1584 verläßt sie Sheffield und wird nach Schloß Fothering gebracht, ihrem letzten Aufenthaltsort. Es
wird eine Kommission gewählt, die über Maria Stuart entscheiden soll und das Urteil muß nur noch von
Königin Elisabeth unterschrieben werden. Es ist ein Todesurteil und nachdem sich Elisabeth und Maria Stuart
einmal persönlich getroffen haben und nur gestritten haben, und ein Mordanschlag auf Königin Elisabeth
verübt worden war, unterschreibt Elisabeth das Todesurteil, das in kurzer Zeit danach auch vollzogen wurde.
Am 8 Februar 1587 wird Maria Stuart enthauptet und ihr Leichnam wird neben Katharina von Aragon, der
ersten Frau Heinrichs VIII begraben. Maria Stuarts Sohn James VI, König von Schottland, wird, als Königin
Elisabeth von England 1603 stirbt, auch König von England und er vereinigt beide Königreiche.
Schottland
James V: Vater von Maria Stuart
Marie von Guise-Lothringen: James V. Gattin und Mutter von Maria Stuart
James Hepburn, Earl of Bothwell:
=============================================================================== Frankreich:
Katharina von Medici:
==============================================================
England:
Heinrich VIII: sein Sohn, seit 1509 König
Katharina von Aragonien: erste Gemahling Heinrichs VIII, Tochter = Maria I
Anna Boleyn: zweite Gemahlin Heinrichs VIII, als Ehebrecherin erklärt und hingerichtet
James I: Sohn Maria Stuarts, der Nachfolger Elisabeths, früher hieß er James VI von Schottland
William Davison: Talbot, Earl of Shrewsbury:
3) Inhaltswiedergabe des Stückes:
Das Stück steigt zu der Zeit ein, wenn das Todesurteil von der Kommission schon feststeht, das Vollziehungsschreiben von Königin Elisabeth aber noch nicht unterzeichnet ist.
1. Akt
Maria gibt Paulet einen Brief, den er an Königin Elisabeth weiter geben soll. Außerdem gibt sie Mortimer, der sich als ihr Freund herausstellt, ebenfalls einen Brief, den er Leicester übergeben solle. Am Ende wird Maria von Burleigh und Paulet das Todesurteil überbracht. Sie nimmt es mit Fassung.
2. Akt
Elisabeth, Leicester und Talbot diskutieren, was am besten mit Maria Stuart gemacht werden soll. Paulet überbringt Königin Elisabeth den Brief von Maria Stuart. Elisabeth bittet Mortimer, daß er Maria heimlich töten solle, damit das ganze Problem aus er Welt geschafft sei. Mortimer will kurze Zeit später mit Leicester sprechen, damit er ihm ebenfalls den Brief von Maria übergeben kann. Er übergibt ihm den Brief und erzählt Leicester seinen Plan, Maria zu retten. Am Ende redet Leicester mit Maria, um sie zu einem persönlichen Gespräch mit Königin Elisabeth zu überreden.
3. Akt
Maria und Elisabeth treffen sich im Park und unterhalten sich. Das Gespräch endet aber mit erschütternenden Worten von Maria und Elisabeth verschwindet. Maria freut sich über ihren Sieg über Elisabeth und es wird ein Mordanschlag auf Elisabeth verübt, der allerdings schief geht.
4. Akt
Burleigh zeigt Elisabeth den Brief von Leicester, den Maria ihm durch Mortimer vermittelt hatte. Sie ahnt, daß Leceister sie betrogen hat. Um seine Haut zu retten, verrät Leicester Mortimer, und Mortimer bringt sich selber um. Daraufhin rechtfertigt sich Leicester bei Elisabeth und plädiert selber für die Hinrichtung Marias. Der Vollstreckungsbefehl wird von Elisabeth unterschrieben und sie gibt ihn an Davison, ihren Sekretär weiter, allerdings ohne eine Aussage, was er damit machen soll. Burleigh sieht das unterschrieben Schriftstück und läßt es verrichten.
5. Akt
Maria wird in ihren schönsten Kleidern zu ihrem Tode von ihrer Amme geführt, nachdem sie vorher noch einmal das letzte Mal gebeichtet hat. Leicester ist total verzweifelt, als er Maria auf das Schaffott zugehen sieht. Dann wird sie enthauptet. Königin Elisabeth macht, nachdem bekannt wird, daß ein Mann falsch ausgesagt hatte und Maria Stuart zu Unrecht gestorben war, ihren Schreiber Davison für Marias Tod verantwortlich und läßt ihn in den Tower werfen. Shrewsbury verläßt daraufhin sein Amt und Königin Elisabeth steht nun ganz alleine da.
4) Analyse und Interpretation des Stückes:
a) Klasse Ausschnitt lesen lassen
b) Charakteristika von Elisabeth und Maria
c) Aufbau des Dramas
d) Thematischer Aspekt
e) Rezeptionsgeschichte
Das Drama ist sehr symmetrisch und parallel aufgebaut. Das Verhältnis von der Gewichtung Elisabeths und Maria Stuarts ist ungefähr gleich und ist für die Parallelität und Symmetrie verantwortlich. Im 1.Akt geht es hauptsächlich um Maria, im 2. Akt hauptsächlich um Elisabeth, im 3. Akt, der auch gleichzeitig den Höhepunkt des Drama darstellt sind Maria und Elisabeth zusammen vertreten (das Zusammentreffen von beiden), im 4. Akt geht es hauptsächlich wieder um Elisabeth und im 5. und letzten Akt geht es um Maria, lediglich die Schlußszene ist mit Elisabeth. Man kann daher sagen, daß zwischen den beiden Gegenspielerinnen Maria und Elisabeth ungefähr ein Gleichgewicht herrscht und daß dieses Drama auch immer nach diesem Muster aufgebaut und gegliedert ist.
Maria Stuart ist ein Zieldrama, das wie schon oben erwähnt, in 5 Akte gegliedert ist. Es ist daher ein Zieldrama, weil von Beginn des erstes Aktes an nur ein Ziel verfolgt wird, nämlich die Unterzeichnung und Vollstreckung des Todesurteils. Das Drama ist gewissermaßen auf dieses Todesurteil ausgerichtet. Wenn man das Drama schematisch darstellen will, ist es am besten mit einem Dreieck vergleichbar. Folie !!!
Zu den versch. Teilen des Dramas:
1. Akt: Exposition:
Maria als Gefangene, Verkündung des Todesurteils
2. Akt: Erregendes Moment; steigende Handlung:
Leicesters Absicht Maria zu gewinnen, Mortimer Versuch zur Befreiung Marias
3. Akt: Höhepunkt:
Begegnung von Maria mit Elisabeth und der Mordanschlag auf Elisabeth
4. Akt: Retardierendes Moment; fallende Handlung:
Leicesters Hoffnung, Elisabeth zu gewinnen, Verrat an Mortimer, Leicester plädiert selber für Marias Tod
5. Akt: Katastrophe:
Maria wird hingerichtet, Davison wird von Elisabeth für Marias Tod wegen dem Vollstreckungsbefehl verantwortlich gemacht, Schlußszene: Elisabeths Verlassenheit
4 b) Die Klasse ein Stück vorlesen lassen (Seite 73, Anfang 4. bis Ende von Aufzug 4 (Seite 79 unten)
4 c) Charakteristik von Elisabeth und Maria mit Klasse herausarbeiten
Charakteristik von Maria:
jugenlich, wunderschön, alle die mit ihr in Berührung kommen sind begeistert von ihr, frei von Furcht, beugt sich mit Demut einem höheren Willen, sie hat Erhabenheit und Wüde einer Königin, findet sich mit ihrer Strafe ab, kann sich beherrschen außer am Ende (bei Gespräch mit Elisabeth), ist bereit zu verzeihen, weicher sensibler Mensch, sehr gläubig, katholisch, verzeihend,
Charakteristik von Elisabeth:
Charakteristik von Elisabeth:
Elisabeths Charakter wird immer schlechter, selbstbewußt was sie für ihr Volk getan hat, ist eitel,
möchte in ihrer Gefallsucht alle anderen übertreffen, möchte für nichts gerade stehen was sie selber macht, eingebildet, am Ende total verlassen und allein, hat ihre Leute die für ihre krummen Sachen büßen müssen, rachesüchtig wer an ihrem Unheil Schuld hat,
4 d) Sprachliche Analyse des Dramas
Maria Stuart ist ein Drama der Antithese. Nicht nur Maria Stuart und Königin Elisabeth stehen sich diametral (=entgegengesetzt) gegenüber, sondern eigentlich alle Personen des Dramas. Dieser Kontrast und sprachliche Stil wird in dem ganzen Drama hindurch durchgehalten. Er sorgt für eine Hervorhebung der Gegensätzlichkeiten der Geschehnisse. (die konträren Meinungen, die Elisabeth hört, als sie um Rat fragt, was sie tun sollte;). Das ganze Drama ist aus Kontrasten aufgebaut und dieser Stilzug ist adaquät (= angemessen, entsprechend) dem Inhalt des Dramas gegenüber.
Ein paar Beispiele für den kontrastreichen Aufbau:
I,1 „Eine Königin! - Eine Mörderin!“
I,4 „Seine Künste waren keine andre, Als seine Männerkraft und meine Schwachheit.“ II,3 „Ihr Leben ist dein Tod! Ihr Tod ist dein Leben!“ „Du wirst Recht in Unrecht sich verwandeln sehen!“
II,9 „Und um sie buhlt die Jugend und das Alter.“
IV,9 Der Herrscher muß har sein können, und mein Herz ist weich!“
V,6 „Ich bin viel gehaßt worden, aber auch viel geliebt!“
V,7 „Das Wort ist tot, der Glaube macht lebendig.“
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Arbeitsblatt über das Drama „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller
Inhaltswiedergabe des Stückes:
Das Stück steigt zu der Zeit ein, wenn das Todesurteil von der Kommission schon feststeht, das Vollziehungsschreiben von Königin Elisabeth aber noch nicht unterzeichnet ist.
1. Akt
Maria gibt Paulet einen Brief, den er an Königin Elisabeth weiter geben soll. Außerdem gibt sie Mortimer, der sich als ihr Freund herausstellt, ebenfalls einen Brief, den er Leicester übergeben solle. Am Ende wird Maria von Burleigh und Paulet das Todesurteil überbracht. 2. Akt
Elisabeth, Leicester und Talbot diskutieren, was am besten mit Maria Stuart gemacht werden soll. Paulet überbringt Königin Elisabeth den Brief von Maria Stuart. Elisabeth bittet Mortimer, daß er Maria heimlich töten solle.Er übergibt Leicester den Brief und erzählt ihm seinen Plan, Maria zu retten. Am Ende redet Leicester mit Maria, um sie zu einem persönlichen Gespräch mit Königin Elisabeth zu überreden. 3. Akt
Maria und Elisabeth treffen sich im Park und unterhalten sich. Das Gespräch endet aber mit erschütternenden Worten von Maria und Elisabeth verschwindet. Es wird ein Mordanschlag auf Elisabeth verübt, der aber schief geht. 4. Akt
Burleigh zeigt Elisabeth den Brief von Leicester, den Maria ihm durch Mortimer vermittelt hatte. Sie ahnt, daß Leceister sie betrogen hat. Um seine Haut zu retten, verrät Leicester Mortimer, und Mortimer bringt sich selber um. Daraufhin rechtfertigt sich Leicester bei Elisabeth und plädiert selber für die Hinrichtung Marias. Der Vollstreckungsbefehl wird von Elisabeth unterschrieben und sie gibt ihn an Davison, ihren Sekretär weiter, allerdings ohne eine Aussage, was er damit machen soll. Burleigh sieht das unterschrieben Schriftstück und läßt es verrichten. 5. Akt
Maria wird in ihren schönsten Kleidern zu ihrem Tode von ihrer Amme geführt und wird enthauptet. Königin Elisabeth macht, nachdem bekannt wird, daß ein Mann der Kommission falsch ausgesagt hatte und Maria Stuart zu Unrecht gestorben war, ihren Schreiber Davison für Marias Tod verantwortlich und läßt ihn in den Tower werfen. Shrewsbury verläßt daraufhin sein Amt und Königin Elisabeth steht nun ganz alleine da.
Charakteristik von Elisabeth und Maria in Stichpunkten
Charakteristik von Maria:
jugendlich, wunderschön, alle die mit ihr in Berührung kommen sind begeistert von ihr, frei von Furcht, beugt sich mit Demut einem höheren Willen, sie hat Erhabenheit und Wüde einer Königin, findet sich mit ihrer Strafe ab, kann sich beherrschen außer am Ende (bei Gespräch mit Elisabeth), ist bereit zu verzeihen, weicher sensibler Mensch, sehr gläubig, katholisch, verzeihend,
Charakteristik von Elisabeth:
Elisabeths Charakter wird immer schlechter, selbstbewußt was sie für ihr Volk getan hat, ist eitel, möchte in ihrer Gefallsucht alle anderen übertreffen, sie möchte für nichts gerade stehen was sie selber gemacht hat, Angst vor Konsequenzen, eingebildet, am Ende ganz verlassen und allein, schiebt die Schuld am Tod Maria Stuarts auf andere
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Aufbau des Dramas:
Das Drama ist sehr symmetrisch und parallel aufgebaut. Das Verhältnis von der Gewichtung Elisabeths und Maria Stuarts ist ungefähr gleich und ist für die Parallelität und Symmetrie verantwortlich. Im 1.Akt geht es hauptsächlich um Maria, im
2. Akt hauptsächlich um Elisabeth, im 3. Akt, der auch gleichzeitig den Höhepunkt des Drama darstellt sind Maria und Elisabeth zusammen vertreten (das Zusammentreffen von beiden), im 4. Akt geht es hauptsächlich wieder um Elisabeth und im 5. und letzten Akt geht es um Maria, lediglich die Schlußszene ist mit Elisabeth. Man kann daher sagen, daß zwischen den beiden Gegenspielerinnen Maria und Elisabeth ungefähr ein Gleichgewicht herrscht und daß dieses Drama auch immer nach diesem Muster aufgebaut und gegliedert ist.
Maria Stuart ist ein Zieldrama, das wie schon oben erwähnt, in 5 Akte gegliedert ist. Es ist daher ein Zieldrama, weil von Beginn des erstes Aktes an nur ein Ziel verfolgt wird, nämlich die Unterzeichnung und Vollstreckung des Todesurteils. Das Drama ist gewissermaßen auf dieses Todesurteil ausgerichtet. Wenn man das Drama schematisch darstellen will, ist es am besten mit einem Dreieck vergleichbar.
Zu den versch. Teilen des Dramas:
1. Akt: Exposition:
Maria als Gefangene, Verkündung des Todesurteils
2. Akt: Erregendes Moment; steigende Handlung:
Leicesters Absicht Maria zu gewinnen, Mortimer Versuch zur Befreiung Marias
3. Akt: Höhepunkt:
Begegnung von Maria mit Elisabeth und der Mordanschlag auf Elisabeth
4. Akt: Retardierendes Moment; fallende Handlung:
Leicesters Hoffnung, Elisabeth zu gewinnen, Verrat an Mortimer, Leicester plädiert selber für Marias Tod
5. Akt: Katastrophe:
Maria wird hingerichtet, Davison wird von Elisabeth für Marias Tod wegen dem Vollstreckungsbefehl verantwortlich gemacht, Schlußszene: Elisabeths Verlassenheit
Sprachliche Analyse des Dramas
Das Drama besteht aus Blankversen (= 5 hebiger Jambus). Meist wird auch das Stilmittel der Antithese verwendet. Nicht nur Maria Stuart und Königin Elisabeth stehen sich diametral (=entgegengesetzt) gegenüber, sondern eigentlich alle Personen des Dramas. Dieser Kontrast und sprachliche Stil wird in dem ganzen Drama hindurch durchgehalten. Er sorgt für eine Hervorhebung der Gegensätzlichkeiten der Geschehnisse. (die konträren Meinungen, die Elisabeth hört, als sie um Rat fragt, was sie tun sollte;)
Ein paar Beispiele für den kontrastreichen Aufbau:
I,1 „Eine Königin! - Eine Mörderin!“
I,4 „Seine Künste waren keine andre, Als seine Männerkraft und meine Schwachheit.“ V,6 „Ich bin viel gehaßt worden, aber auch II,3 „Ihr Leben ist dein Tod! Ihr Tod ist dein Leben!“ viel geliebt worden!“
„Du wirst Recht in Unrecht sich verwandeln sehen!“
II,9 „Und um sie buhlt die Jugend und das Alter.“
„Klett Lektürehilfen“ von Hansjürgen Popp
Arbeit zitieren:
Stefan Canstein, 1997, Schiller, Friedrich - Maria Stuart, München, GRIN Verlag GmbH
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J. Goebbels - Sportpalast-Rede, Analyse
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Friedrich von Schiller
Sayla
Vielen vielen Dank.
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am Monday, December 03, 2007-