Praktikumsbericht - Fachpraktikum bei der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1 Beschreibung der Institution „Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V.“ 3
1.1 Organisation, Aufbau und Zweck des Vereins 3
1.2 rechtliche Grundlage 4
1.3 Zielgruppen, Zielsetzungen, Aufgaben und Angebotsstrukturen 4
1.4 Ressourcen 6
1.5 Kurzes Organigramm der personellen Struktur und der Struktur
der Mitgliedschaften 7
2. Beschreibung der Stelle des Arbeitsfeldes 7
2.1 Organisation der Stelle des Arbeitsfeldes incl. Informations- und
Entscheidungsstruktur 7
2.2 Schwerpunktaufgaben (Aufgabenstellung - spezifische Aufgaben
und Problemstellungen, für die Lösungen gesucht werden) 8
2.3 rechtliche Grundlagen 9
2.4 Arbeitsfeldbeschreibung, eigene Zielsetzungen und Ressourcen 10
2.5 Vernetzung - Zusammenarbeit mit anderen Stellen und
Institutionen 12
3. Beschreibung und Reflexion der eigenen Arbeit und des bisherigen
Hilfesystems 13
3.1 Theoretische Reflexionen 13
3.2 Rechtlicher, gesellschaftlicher und eigener Auftrag 17
3.3 Zielsetzungen, Prinzipien und Handlungsstrategien 18
3.4 Ressourcen 19
4. Selbstevaluation der Arbeit 19
5. Auseinandersetzung mit eigenen persönlichen Lernerfahrungen 21
6. Abschließende Worte 22
Literatur- und Quellenverzeichnis, Definitionen: 23
Anlagen 24
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Praktikumsbericht - Fachpraktikum bei der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V.
Einleitung
In der Zeit vom 01. März 2005 bis 15. Juli 2005 habe ich mein Fachpraktikum bei der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V in Potsdam-Babelsberg absolviert.
Die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der Menschen mit Demenz und deren Angehörigen.
Seit September 2002 unterstützt und begleitet die trägerübergreifende Regie -und Koordinierungsstelle der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. aktiv den Aufbau von niedrigschwelligen Betreuungsangebote für Demenzkranke im Land Brandenburg.
Sie wurde mit dem Ziel eingerichtet, Dienste, Träger und Initiativen im Land Brandenburg, in der ersten Zeit der Aufbau - und Umsetzungsphase konzeptionell und fachlich zu beraten, und die Schulungskurse für die Helfer/innen zu organisieren.
85 anerkannte niedrigschwellige Betreuungsangebote für Demenzkranke sind, mit Unterstützung der Koordinierungsstelle, mittlerweile entstanden und vom LASV (Landesversorgungsamt des Landesamts Brandenburg) anerkannt worden
Zu meinen Arbeitsaufgaben gehörte, in den ersten Wochen vor allem der Erwerb von Kenntnissen zum Krankheitsbild Demenz, zum Verlauf der Krankheit, zum Umgang mit den Kranken und zu den Problemen der Angehörigen und in den folgenden Wochen dann die Organisation, Durchführung und Abrechnung eines Angehörigenseminars und die Aktualisierung einer Broschüre.
Weitere Aufgaben die ich hatte waren die telefonische und persönliche Beratung von pflegenden Angehörigen, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit u.a. auch auf Außenveranstaltungen, die Anwendung des Zuwendungsrechts (Förderungen über das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (MASGF), über das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und über das Deutsche Hilfswerk (DHW)). Zu verschiedenen Projekten, z.B. Tagungen habe ich dann Zuwendungsnachweise geschrieben.
Neben diesen Tätigkeiten hatte ich auch die Teilnahme an verschiedenen Tagungen, wie z.B. das Berliner Symposium zum Thema „Demenz und Depression“ oder auch an Vorstands- und Vereinssitzungen regelmäßig teilzunehmen.
Die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. hatte ich mir ausgesucht, da das Klientel und die Arbeitsaufgaben in diesem Praktikumsbereich meinen Interessen entsprachen.
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Praktikumsbericht - Fachpraktikum bei der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V.
1 Beschreibung der Institution
„Alzheimer Gesellschaft Brandenburg e.V.“
1.1 Organisation, Aufbau und Zweck des Vereins
Ihren Sitz hat die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. in Potsdam-Babelsberg. Sie ist als einzige Alzheimergesellschaft im Land Brandenburg für gesamt Brandenburg zuständig. Eingetragen ist sie in das Vereinsregister beim Amtsgericht Potsdam. 1997 wurde die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. von einer Gruppe von pflegenden Angehörigen gegründet. Als Landesverband ist sie Mitglied in der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und im Paritätischen Wohlfahrtsverband Brandenburg. Hauptsächlich wird sie von Frau Angelika Winkler geführt und als Verein von der Vorstandsvorsitzenden Frau Prof. Dr. Eva-Maria Neumann vertreten. Auf der Mitgliederversammlung, welches ein Organ des Vereins (sie Satzung § 6) darstellt, wird die Zusammensetzung des Vorstandes gewählt. Weitere Organe des Vereins sind der Vorstand (§ 8 der Satzung), der Fachbeirat (§ 12 der Satzung) und die Arbeitsausschüsse (§ 14 der Satzung).
Derzeitige Vorstandsmitglieder sind neben der Vorstandsvorsitzenden Frau Prof. Dr. Neumann, Frau Geertje-Froken Bolle als stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Herr Hendrik Claus als Schriftführer, Frau Annemarie Mannzen als Kassenwartin, Frau Roswitha Markert als Beisitzerin , Herr Dr. Oliver Häußer als Beisitzer, Frau Eva-Maria Naujoks als Beisitzerin und Frau Christel Kleem als kooptierende Beisitzerin.
Laut § 2 der Satzung hat der Verein folgenden Zweck: „… Zweck des Vereins ist die Förderung der Freien Wohlfahrtspflege, speziell die Förderung des Wohlergehens der von der Alzheimerschen Krankheit und anderen dementiellen Erkrankungen betroffenen Menschen sowie die Unterstützung ihrer Angehörigen und aller an der Versorgung beruflich und als sonstige Helfer Beteiligten. Grundlage der Arbeit ist die Überzeugung vom Wert und der Würde des Lebens von chronisch Kranken und Behinderten. Der Verein bezweckt insbesondere: Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die von der Alzheimerschen Krankheit und anderen fortschreitenden
Demenzerkrankungen Betroffenen zu fördern, die Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung der Betroffenen zu verbessern, Entlastung für pflegende Angehörige zu schaffen und ihr Selbsthilfepotential zu stärken, neue Betreuungs- und Unterbringungsformen zu etablieren, gesundheits- und sozialpolitische Initiativen anzuregen, ärztliche, pflegerische, psychologische und soziale Hilfen im ambulanten, teilstationären Bereich im Umgang mit den in
§ 2 Abs. 1 genannten Personen unterstützen.“ Der Verein ist d abei parteipolitisch und konfessionell neutral.
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1.2 rechtliche Grundlage
Die Alzheimer Gesellschaft Brandenburg e.V. ist ein ins Vereinsregister Potsdam eingetragener gemeinnütziger Verein. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit wurde durch das Finanzamt Potsdam durchgeführt.
Ganz allgemein ist „ein Verein ist nach deutschem Zivilrecht der Zusammenschluss von mehreren Personen (Mitgliedern) unter einem Namen (Vereinsnamen) zur Erzielung eines gemeinsamen Zwecks (Vereinszweck). Durch Eintragung in das Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichtes nach
§ 21 BGB erhält der Verein den Status einer juristische Person. In der Satzung bestimmt der Verein seine eigene Verfassung weitgehend selbst
(Vereinsautonomie). 1
„Die Gemeinnützigkeit einer Körperschaft definiert sich in Deutschland aus § 52 Abgabenordnung (AO). "Eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern." (§ 52 Satz 1 AO) Gemeinnützigkeit ist ein Teilbereich der Steuerbegünstigung. Neben gemeinnützigen sind auch mildtätige und kirchliche Zwecke steuerbegünstigt.
Gemeinnützigkeit ist ein rein steuerrechtlicher Tatbestand. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgt durch das zuständige Finanzamt. Vorteile der Gemeinnützigkeit sind insbesondere Steuerbefreiungen auf Gewinne und Umsätze sowie die Berechtigung, Zuwendungsbestätigungen für Spenden auszustellen. Diese Bestätigungen berechtigen den Spender zum
Sonderausgabenabzug.“ 2
1.3 Zielgruppen, Zielsetzungen, Aufgaben und Angebotsstrukturen
Zielgruppe der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. sind die Menschen mit Demenz und deren Angehörige, sowie professionelle verschiedene Träger und Wohlfahrtsverbände.
Allgemein ist die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. somit eine Interessensvertretung der Menschen mit Demenz und deren Angehörigen und setzt sich für folgende Ziele maßgeblich ein:
Unterstützung und Entlastung pflegender Angehöriger durch Aufklärung, Beratung, und Förderung von Selbsthilfegruppen; Förderung von Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die von der Alzheimer -Krankheit und anderen fortschreitenden Demenzerkrankungen Betroffenen; Verbesserung der Möglichkeiten zur Krankheitsbewältigung für die Betroffenen; Aufbau regionaler Kontakt- und Beratungsstellen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs; Unterstützung beim Aufbau von niedrigschwelligen
1 http://lexikon.freenet.de/Vereinsrecht_in_Deutschland
2 http://lexikon.freenet.de/Gemeinn%C3%BCtzigkeit
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Praktikumsbericht - Fachpraktikum bei der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V. Betreuungsangeboten (Betreuungsgruppen, HelferInnenkreise); Förderungen von Initiativen zur Verbesserung der Angebote der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege und Betreuung; Durchführung von Tagungen und Fortbildungen, sowie monatlich stattfindende Alzheimer - Foren.
„§2 Zweck des Vereins: (1) …Zweck des Vereins ist die Förderung der Freien Wohlfahrtspflege, speziell die Förderung des Wohlergehens der von der Alzheimerschen Krankheit und anderen Dementiellen Erkrankungen betroffenen Menschen sowie die Unterstützung ihrer Angehörigen und aller an der Versorgung beruflich und als sonstige Helfer Beteiligten. Grundlage der Arbeit ist die Überzeugung vom Wert und der Würde des Lebens von chronisch Kranken und Behinderten. (2) Der Verein bezweckt insbesondere:
•
Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die von der
Weitere Aufgaben des Vereins sind Konzeptberatung: „Information und Beratung zum Aufbau von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten für Demenzkranke und deren pflegende Angehörige. Beratung von Diensten, Einrichtungen und öffentlichen Trägern. Fachliche Beratung bei der Erstellung von Konzepten. Durchführung von Workshops und Fortbildungen. Die Entwicklung von Qualitätskriterien.“
Eine weitere Aufgabe ist die Unterstützung beim Projektaufbau: „Fachliche Begleitung und Unterstützung bei der Umsetzung neuer niedrigschwelliger Betreuungsangebote. Unterstützung und Begleitung beim Aufbau von neuen Betreuungsformen für den ländlichen Bereich. Unterstützung bei der Durchführung von Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Organisation des fachlichen Austausches und der Weiterentwicklung der Angebote. Die Veröffentlichung der Projekte in landesweiten und regionalen Informationsbroschüren.“
3 Auszug aus der Satzung der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. (§ 2 Zweck des Vereins)
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Schließlich übernimmt die Alzheimer-Gesellschaft die Schulung der HelferInnen: „Organisation und Koordination der Schulungskurse für die HelferInnen. Durchführung der Schulungen in Kooperation mit Trägern und Bildungswerken - in verschiedenen Regionen Brandenburgs und die Evaluation der Kurse.
„§ 2 Abs. 3 Zweck des Vereins: Zur Verwirklichung der in § 2 Abs. 2 genannten Zwecke wird der Verein vor allem Tätig durch:
- die Erarbeitung und Verbreitung von Informationen über Demenzerkrankungen für die breite Öffentlichkeit sowie für interessierte Gruppen und Einzelpersonen,
- die Beratung und Interessenvertretung für die § 2 Abs. 1 Satz 2 genannten Personen,
- die Unterhaltung einer Kontakt- und Beratungsstelle für diese Personen,
- Organisationshilfen beim Aufbau regionaler Beratungs- und Anlaufstellen,
- den Aufbau von Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige,
- die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Verbesserung der
- Angebote der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege,
- die Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Fortbildungsmaßnahmen,
- die Initiierung von Forschungsaufträgen,
- den Aufbau einer Datenbank mit den Adressen der Einrichtungen und Initiativen in Brandenburg, die hilfreich für Demenzkranke und ihre Angehörigen sind,
- die Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft e. V., anderen Landesverbänden der Alzheimer-Gesellschaft sowie örtlichen, regionalen und auf Landesebene tätigen freien und Fachorganisationen.“ 4
1.4 Ressourcen
Personell hat die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. 1 ½ Personalstellen. Es handelt sich dabei um zwei erfahrende Sozialarbeiterinnen. Die Mitbegründerin Frau Angelika Winkler hat eine volle Stelle. Frau Winkler führt den Verein und hat u. a. die Aufgabe die Finanzen zu regeln oder auch Förderanträge zu stellen. Vor zweieinhalb Jahren ist noch eine halbe Stelle hinzugekommen, die durch Frau Birgitta Neumann besetzt. Frau Neumann ist vor allem mit der Aufgabe betraut den Aufbau der niedrigschwelligen Betreuungsangebote in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs zu fördern und bei der Umsetzung zu helfen. Des wurde durch das 2002 in Kraft getretene Pflegeleistungsergänzungsgesetz (PflEG) möglich. Frau Neumann war in der Praktikumszeit auch meine Anleiterin. Eine weitere nicht zu unterschätzende Ressource sind die vielen Kontakte, die die Alzheimer Gesellschaft zu verschiedenen Institutionen und Personen pflegt.
4 Auszug aus der Satzung der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. (§ 2 Abs. 3)
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Darunter sind z.B. zum MASGF, zum LASV (Landesamt für Soziales und Versorgung), zur Heimaufsicht des Landes Brandenburg, zum Paritätisches Wohlfahrtsverband, Landesverband Brandenburg e.V. als Mitglied und als Vertreter in der Kreisgruppe, zur Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. als Mitglied, zur Alzheimer Gesellschaft Berlin e.V., zum Paritätisches Bildungswerk Landesverband Brandenburg e.V., zum Verband der Angestellten-Krankenkassen eV (VdAK e.V.), zum Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), zum Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), zu Ärzten (Ärzteverbänden), zu Herrn Dr. Plümpe vom Institut für Gerontologie aus Berlin, zu regionalen Kontakt- und Beratungsstellen, zu den eigenen Mitgliedern und zu vielen Betroffenen und deren Angehörigen. Weitere Ressourcen sind die finanziellen Förderungen der Landes (MASGF) und durch finanzielle P rojektförderungen des KDA (Kuratorium deutsche Altershilfe) und durch des DHW (deutsches Hilfswerk). Weitere finanzielle Ressourcen sind Rücklagen und vereinzelte Spenden. Erst durch die finanziellen Förderungen des Landes ist eine Besetzung der Personalst ellen im Verein möglich.
Schließlich sind auch die räumlichen Bedingungen Ressourcen, die durch die Alzheimer-Gesellschaft genutzt werden können. Dazu gehören die zwei Büroräume, die Büromittel (Computer, Drucker, usw.) und die Möglichkeit der Anmietung weiterer Räume für Veranstaltungen wie Tagungen oder Fortbildungen aller Art.
1.5 Kurzes Organigramm der personellen Struktur und der Struktur der Mitgliedschaften
Siehe Anlage 1 und 2!
2. Beschreibung der Stelle des Arbeitsfeldes
In diesem Teil des Praktikumsberichtes soll es um die Beschreibung der Stelle des Arbeitsfeldes meines Praktikums bei der Alzheimergesellschaft gehen. Dazu werde ich auf die Organisationsstruktur, spezifische Aufgaben und Problemstellung, die aktuell gelöst und bearbeitet werden sollen, rechtliche Grundlagen, eigene Zielsetzungen, eigene Ressourcen und auf die Zusammenarbeit mit anderen Stellen und Institutionen (Vernetzung) eingehen.
2.1 Organisation der Stelle des Arbeitsfeldes incl. Informations- und Entscheidungsstruktur
Die Arbeit der beiden Angestellten des Vereins, die sich mit den Belangen der Menschen mit Demenz und deren Angehörigen und aktuelle Entwicklungen
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Praktikumsbericht - Fachpraktikum bei der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V. zum Thema Demenz befassen, ist vernetzt mit der Vereinsarbeit. Auf den Vorstandssitzungen treffen sich in regelmäßigen Abständen die Vorstandsmitglieder, um aktuelle Themen, Projekte, Ergebnisse usw. zu besprechen und zu reflektieren. Dazu gehört auch, dass der Stand von gerade zu organisierenden Tagungen oder Projekten auszutauschen. Des Weiteren werden Termine abgestimmt und die
Pflichten die der Verein gegenüber anderen Institutionen, wie z.B. dem Finanzamt der Stadt Potsdam hat, besprochen bzw. erarbeitet.
Während meiner Praktikumszeit nahm ich regelmäßig an den Sitzungen des Vorstandes teil und hatte auch die Möglichkeit auf der einmal im Jahr stattfindenden Mitgliederversammlung teilzunehmen. So hatte auch ich, als Praktikant, die Möglichkeit an den Vorstandssitzungen teilzunehmen und dem Vorstand den Stand meines Projektes (Organisation eines
Angehörigenseminars) zu berichten. Meine Aufgabe auf den Vorstands-Sitzungen war es auch alles zu protokollieren. Damit dienen die Vorstandssitzungen der Reflektion der abgeschlossenen Projekte und dem Informationsaustausch zwischen den Angestellten des Vereins und dem Vorstand. Die Mitglieder werden über die Arbeit und die Entwicklungen im Verein und des Vorstandes regelmäßig informiert. Dazu erhalten die Protokolle der Vorstandssitzungen, weitere Informationen über demnächst stattfindende Tagungen oder Seminare, sowie das regelmäßige „Alzheimer Info“ mit Informationen der deutschen Alzheimer Gesellschaft.
2.2 Schwerpunktaufgaben (Aufgabenstellung -
spezifische Aufgaben und Problemstellungen, für die Lösungen gesucht werden)
Die Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V. tritt für die Interessen der Menschen mit Demenz und deren Angehörigen ein. Diesem eigens aufgestellten Ziel kann sie am besten als ein auf Landesebene auftretender Lobbyist verwirklichen. Aus diesem Ziel ergeben sich auch die verschiedenen Aufgaben- und Problemstellungen des Arbeitsfeldes. Durch die Mitgliedschaften beim Paritätischen Landesverband und bei der deutschen Alzheimer Gesellschaft ist sie auch auf informeller Ebene immer auf dem neuesten Stand, was die Entwicklung auf Landesebene und auf Bundesebene betrifft. Die Alzheimer - Gesellschaft Brb e.V. nimmt an unterschiedlichen Tagungen verschiedener Institutionen teil und richtet selber Tagungen aus, auf denen allgemeine Zusammenhänge und Entwicklungen zum Thema Menschen mit Demenz oder andere damit zusammenhängende Thematiken dargestellt werden. Seit der Gründung der Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. findet einmal im Jahr der von ihr veranstaltete Alzheimer - Tag statt. Dort werden zur o. g. Thematik eigene Projekte und Projekte anderer Träger/Institutionen, neue Entwicklungen in ambulanter und/oder stationärer Pflege, rechtliche Zusammenhänge, Finanzierungsmöglichkeiten etc. dargestellt und teils in Arbeitsgruppen, den sog. Workshops, diskutiert.
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Wie bereits erwähnt arbeitet sie eng mit ihrem Förderer, dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg zusammen. Oft werden Entscheidungen gemeinsam getroffen, gemeinsame Projekte bzw. vom Ministerium geförderte Projekte erarbeitet oder auch gemeinsame Tagungen ausgerichtet.
Durch diese gute Zusammenarbeit ist es möglich Interessen und Probleme die Menschen mit Demenz und deren Angehörige haben von unten nach oben an die richtigen Stellen weiterzuleiten und Problemlösungen zu erarbeiten. Ein gemeinsames vom Ministerium gefördertes Projekt, welches ich während meiner Praktikumszeit miterleben durfte, war die Entwicklung eines Leitfadens zur Struktur- und Prozessqualität der „Ambulanten
Betreuung von Menschen mit Demenz in Wohngemeinschaften“. Dieser leitfaden wurde dann auf dem 8. Alzheimertag am 09. Juni 2005 einem interessierten Fachpublikum vorgestellt und auch verteilt. In einem weitern darauf aufbauenden Projekt sollen zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften nach diesem Leitfaden begleitet und betreut und so in der Praxis umgesetzt werden.
2.3 rechtliche Grundlagen
In Pkt. 1.2 hatte ich die allgemeine rechtliche Grundlage für den Verein aus der Abgabenordnung und dem BGB dargestellt. An dieser Stelle möchte ich nun auf weitere Rechtsgrundlagen eingehen, mit denen im Arbeitsfeld meiner Praktikumsstelle gearbeitet wird.
Hierbei handelt es sich vor allem um Gesetze, die für Anträge auf Fördermittel für Projekte beantragt werden und die bei Beratungsgesprächen genutzt werden, um auf mögliche Hilfen, z.B. bei den täglichen Pflegeaufwendungen oder den Antrag auf eine Pflegestufe oder Höherstufung genutzt werden. Dabei werden Hilfen bei der Antragstellung angeboten oder die Antragstellung für den KlientenIn ganz oder teilweise übernommen.
Fördermittel für Projekte können über SGB V § 20 Abs. 4 (Prävention und Selbsthilfe) beantragt werden.
Auszug aus § 20 Abs. 4 SGB V: „Die Krankenkasse soll Selbsthilfegruppen,organisationen und -kontaktstellen fördern, die sich die Prävention oder die Rehabilitation von Versicherten bei einer der im Verzeichnis nach Satz 2 aufgeführten Krankheiten zum Ziel gesetzt haben. (…) Die Ausgaben der Krankenkasse für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben nach Satz 1 sollen insgesamt im Jahr 2000 für jeden ihrer Versicherten einen Bet rag von 0,51 Euro umfassen; sie sind in den Folgejahren entsprechend der prozentualen Veränderung der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 des Vierten Buches anzupassen.“ Die Bezugsgröße lt § 18 SGB IV ist das Durchschnittsentgelt der gesetzlichen RV im Vorvergangenen Jahr (Anm.: vor zwei Jahren) aufgerundet auf den nächst höheren, durch 420 teilbaren Betrag. Der Antrag mit den Antragsformularen zur Selbsthilfeförderung ist in der Anlage 3 zu finden. Zukünftig soll die Selbsthilfeförderung über das Präventionsgesetz geregelt werden.
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Am 5. September 2005 hat der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat die Beratung des Gesetzes vertagt. So wird es womöglich erst nach der Bundestagswahl am 18. September ein Kompromiss zu Stande kommen. Die Verzögerungen kamen zu Stande, da die Länder eine „Überregulierung“ anmahnten und eine Vereinfachung forderten (Stand: 10.09.05). Weitere Fördermöglichkeiten für die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. ergeben sich mit dem am 1. Januar 2002 in Kraft getret enen Pflegeleistungsergänzungsgesetz (PflEG). Mit den Fördermitteln aus § 45c SGB XI kann der Aufbau von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten für Demenzkranke unterstütz werden. Solche Betreuungsangebote sind Betreuungsgruppen, HelferInnenkreise (Betreuung zu Hause), Kleingruppen (für den ländlichen Bereich) und Tagesbetreuung in Kleinstgruppen. Durch Aufbau und Einsatz dieser Betreuungsangebote möglichst im gesamten land Brandenburg, sollen eine größtmögliche Vielfalt und ein Angebotsnetzwerk entstehen. Die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. als landesweite
Koordinierungsstelle unterstützt und begleitet den Aufbau dieser neuen Betreuungsangebote aktiv und bietet zur Umsetzung Konzeptberatung, fachliche Begleitung beim Projektaufbau, Schulung der Hel ferInnen und Öffentlichkeitsarbeit zur Unterstützung an.
Für Beratungsgespräche werden oft Möglichkeiten der Sozialgesetzbücher (SGB) angewendet.
Dies sind vor allem: SGB V - Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), SGB VI
- Gesetzliche Rentenversicherung (RV), SGB XI - Soziale Pflegeversicherung (PV), SGB XII - Sozialhilfe (ehm. BSHG). In Beratungen konnten so beispielsweise Möglichkeiten der Ausschöpfung von Leistungen für Pflegebedürftige mit erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf über das im elften Sozialgesetzbuch verankerte Pflegeleistungsergänzungsgesetz (PflEG) aufgezeigt werden. „Nach diesem Gesetz (§45a SGB XI ff.) können zur Finanzierung von Betreuungsleistungen jährlich 460 € bei den Pflegekassen zusätzlich zu dem Pflegegeld abgerufen werden. Leistungsberechtigt sind Personen, die mindestens in die Pflegestufe I eingestuft sind und zusätzlich einen erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung haben.“ 5 Das Besondere ist dabei, dass, wenn die genannten Voraussetzungen vorliegen, Betreuungsleistungen (460 €/Jahr), die nicht im von der Pflegeversicherung abgedeckt sind, abgerechnet werden können. (Betrag wird nicht ausgezahlt, sondern für Betreuungsleistungen abgerufen) Der Betrag ist also zweckgebunden, und ist für qualitätsgesich erte Betreuungsleistungen einzusetzen. Er dient der Erstattung von Aufwendungen, die den Pflegebedürftigen entstehen, im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Leistungen wie der Tages- oder Nachtpflege, der Kurzzeitpflege, der zugelassenen Pflegedienste, (bei besonderen Angeboten der allgemeinen Anleitung und Betreuung, nicht bei Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung), und nach Landesrecht aberkannten niedrigschwelligen Betreuungsangebote.
5 http://www.epilepsie-selbsthilfe.de/bayern/schweinfurt/daten/Pflegegesetz.htm
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So kann bei Beratungen darauf hingewiesen werden, dass für Menschen mit Demenz, die eine Pflegestufe haben oder bekommen sollen, auch die zusätzlichen Leistungen des Pflegeleistungsergänzungsgesetz beantragt werden können. Entsprechende Anträge können bei den jeweils zuständigen Pflegekassen gestellt werden.
2.4 Arbeitsfeldbeschreibung, eigene Zielsetzungen und Ressourcen
Das Arbeitsfeld meines Praktikumsplatzes stellt sich mit folgenden Arbeitsaufgaben dar: Beratung von pflegenden Angehörigen, Förderung von Selbsthilfeinitiativen, Durchführung von Angehörigenseminaren,
Öffentlichkeitsarbeit, Mitarbeit in regionalen und übergreifenden Gremien, Aufbau und Unterstützung regionaler und überregionaler Gremien, Betreuungsangebote, Durchführung von Tagungen und Fortbildungen, und die Förderung von Initiativen zur Verbesserung von Angeboten der ambulanten, teilstationären und stationären Versorgung. In den 20 Wochen meines Praktikums ergaben sich aus dem beschrieben Arbeitsfeld nun folgende hauptsächliche Arbeitsaufgaben, die ich zum größten Teil selbst ausführen durfte: Beratung von Angehörigen (in Einzelfällen auch von Demenzkranken), Organisation, Durchführung und Abrechnung von Seminaren und Tagungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Gremienarbeit, und die Beantragung und Abrechnung von öffentlichen Zuwendungen, Stiftungsmitteln und Mitteln der Krankenkassen.
Die grundsätzlichen Zielsetzungen der Alzheimer-Gesellschaft Brb. e.V. hatte ich in Pkt. 1.3 erläutert. An dieser Stelle soll es darum gehen meine eigene Zielsetzung, die sich aus dem Praktikumsvertrag und dem Ausbildungsvertrag ergibt, mit dem Erreichten und den erworbenen Kenntnissen zu vergleichen. Dabei sollen auch die eigenen Ressourcen, die ich mit ins Praktikum eingebracht habe dargestellt werden und aufgezeigt werden, an welcher St elle sie eingesetzt wurden. Arbeitsaufgaben und Schwerpunkte, die ich als Praktikant aufnehmen und erlernen sollte waren: Kenntnisse zum Krankheitsbild Demenz, zum Verlauf der Krankheit, zum Umgang mit den Kranken und zu Problemen Angehöriger erwerben, tel efonische und persönliche Beratung von Angehörigen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Organisation von Veranstaltungen, Besuch und Beratung von Einrichtungen verschiedener Träger, Anwendung des Zuwendungsrechts und das Kennen lernen verschiedener Kostenträger.
Grundsätzliche Zielsetzung meines Praktikums war es die genannten Arbeitsaufgaben des Arbeitsfeldes kennen zu lernen und einzelne Projekte in selbständiger Arbeit zu übernehmen.
In den ersten Wochen meines Praktikums ging es darum sich über das Krankheitsbild und den Verlauf der Krankheit Demenz zu informieren und sich über die Möglichkeiten des Umgangs von Menschen mit Demenz ein Bild zu machen. Dazu war ein intensives Literaturstudium notwenig. Außerdem konnte ich auf eigene Wissensressourcen zurückgreifen, die ich in einem „Qualifizierungskurs für ehrenamtliche HelferInnen in Betreuungsgruppen und Helferinnenkreisen für Demenzkranke und deren pflegende Angehörige“ und in der Praxis als Helfer eines Helferinnenkreises in Potsdam erworben hatte.
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Als nächstes ging es darum, neben den allgemeinen Tätigkeiten aus dem Arbeitsfeld eigene mögliche Projekte zu finden, die ich in selbständiger Arbeit durchführen konnte. Diese möglichen Projekte waren ebenfalls im Ausbildungsplan meines Praxissemestervertrag es verankert. Neben der Organisation, Durchführung und Begleitung eines Schulungsseminars für Angehörige waren solche Projekte auch Teilbereiche eines Urlaubsprojektes mit Angehörigen und Menschen mit Demenz und die Befragung von Einrichtungsträgern zu speziellen Konzepten für Menschen mit Demenz die dort festgehalten wurden. Aus diesem möglichen Angebot von Projekten habe ich folgende ausgewählt und zusätzlich ein anderes Projekt, das sich aus dem momentanen Arbeitsaufgaben ergab ausgewählt und möchte sie an dieser Stelle kurz beschreiben. Als erstes Projekt, dass ich fast über die gesamte Praktikumszeit erarbeitete, durchführte und begleitete war ein spezielles Angehörigenseminar für Angehörige von Menschen mit Demenz (incl. Presse -, Öffentlichkeitsarbeit, eigener Beitrag über rechtliche Absicherung, Evaluationsbogen zur Auswertung des Seminars, Abrechnung des Seminars und Verwendungsnachweis).
Ein weiteres Projekt, war die Befragung von Einrichtungsträgern zu speziellen Konzepten wie Betreuungsgruppen, H elferinnenkreise und sonstigen Angeboten für Menschen mit Demenz. Dazu sollte eine bestehende Broschüre „Die Alzheimer-Krankheit - Information, Beratung, Hilfen - Angebote im Land Brandenburg“ inhaltlich und vom Layout her aktualisiert werden. (Faxmitteilu ng, Adressenerfassung und -aktualisierung, und Zusammenarbeit mit einem Designer zur Layouterstellung des Umschlages). Neben diesen beiden eigenständig durchgeführten Projekten habe ich an folgenden Projekten der Alzheimer-Gesellschaft Brb. e.V. mitgearbeitet: Organisation, Durchführung und Abrechnung des 8. Alzheimertages „Leben und Begleiten - Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften“ (incl. Verschickung der Einladungen, Erfassung der Teilnehmer, Standbetreuung - Anmeldung und Büchertisch, Abrechnung der Teilnehmerbeträge, Verwendungsnachweis) und Teilnahme als Helfer am Urlaubsprojekt mit Angehörigen und Menschen mit Demenz.
Auch bei den letzteren genannten Projekten konnte ich aus meinen Erfahrungen und praktischen Kenntnissen, die ich während meiner Ausbildung und Tätigkeit als Verlagskaufmann erworben hatte, schöpfen und diese als eigene Ressource anwenden. So waren für mich Öffentlichkeitsarbeit und Pressearbeit oder auch verwaltungstechnische Abläufe sich kein Fremdwort. Auch die ehrenamtliche Arbeit bei Chillout e.V. in der DROPS AG (Drogenprävention für Kinder und Jugendliche), sowie an verschiedenen Projekten (Ausstellungen, öffentlichen Veranstaltungen, Standbetreuung) kann als eigene Ressource angesehen werden, die ich ins Praktikum bei der Alzheimer-Gesellschaft Brb. e.V. einbringen konnte.
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2.5 Vernetzung - Zusammenarbeit mit anderen Stellen und
Institutionen
Die Alzheimer-Gesellschaft Brb. e.V. ist als Interessensgemeinschaft für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen gegründet worden. Um die Interessen dieser Zielgruppe wahrnehmen zu können ist es von besonderer Bedeutung mit verschiedenen Stellen, Personen und Institutionen Kontakte zu pflegen und zusammenzuarbeiten. Nur dadurch kann sie auch die selbst aufgestellten in der Vereinsatzung verankerten Ziele, wie sie in Pkt. 1.3 beschrieben sind, umsetzen. Die Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. tritt auf Landesebene als Lobbyist auf und vertritt so auf politischer Ebene die Interessen der Menschen mit Demenz. Diese V ertretung ist nur dadurch möglich, als dass sie mit den unter Pkt. 1.4 als Ressource der Kontakte des Vereins beschrieben Stellen, Institutionen und Personen arbeitet die Alzheimer
- Gesellschaft Brb. e.V. mehr oder weniger eng zusammen. Als wichtigster Vernetzungspunkt ist dabei die Zusammenarbeit mit dem Förderer MASGF benennen. Weitere wichtige Partner sind in folgende Darstellung aufgezeigt. Sie beinhaltet allerdings nur die wichtigsten!
3. Beschreibung und Reflexion der eigenen Arbeit und des bisherigen Hilfesystems
Diesen Teil des Berichtes möchte ich mit der Bestimmung der Zielgruppe beginnen, danach den Begriff Demenz und Alzheimer definieren und anhan d der Lebenssituation dieser Zielgruppe meine eigene Arbeit und das bisherige
Hilfesystem im Arbeitsfeld meiner Praktikumsstelle mit Hilfe des Theorieansatzes der personenzentrierten Beratung nach Carl R. Rogers beschreiben und reflektieren.
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3.1 Theoretische Reflexionen
Als spezifische Zielgruppe möchte ich die hauptsächliche Zielgruppe der Alzheimer-Gesellschaft Brb. e.V., die an Demenz erkrankten Menschen und deren Angehörigen beschreiben. Was versteht man nun aber unter Demenz oder Morbus Alzheimer? Dazu eine Definition der ICD 10 (F00-F03): „Demenz ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler 6 Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Die kognitiven 7 Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese auch eher auf. Dieses Syndrom kommt bei Alzheimer-Krankheit, bei zerebrovaskulären Störungen 8 und bei anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn betreffen.“ 9 Die häufigste Form der Demenz ist der Morbus Alzheimer (auch Demenz vom Alzheimertyp - DAT genannt), benannt nach dem Neurologen und Psychiater Alois Alzheimer, der sie 1906 erstmals beschrieb. Sie ist eine so genannte degenerative Erkrankung, bei der Nervenzellen und Strukturen des Gehirns allmählich zerstört werden. Die Demenz vom Alzheimertyp beginnt in der Regel schleichend und verläuft oft über lange Zeit unbemerkt. Anzeichen sind Gedächtnisstörungen, Erinnerungs- und Orientierungsschwächen, aber auch das Nachlassen von Konzentration und Aufmerksamkeit, Gleichgültigke it, depressive Verstimmungen oder Unruheerscheinungen. Zunehmend verschlechtert sich die Situation des Betroffenen, Stuhl- und Harninkontinenz kommen dazu und die Sprachfähigkeit lässt deutlich nach. Im Endstadium kommt es dann zu Bettlägerigkeit, Schluckstörungen und zur künstlichen Ernährung. Letztendlich versterben die Betroffenen dann an den Folgen der Krankheit. Die Demenz bedeutet eine zunehmende intellektuelle Leistungsverschlechterung und Persönlichkeitsveränderung. Grundsätzlich sind Demenzerkrankungen zu 90 Prozent nicht heilbar! „Insgesamt sind lt. einer Prognose des MASGF derzeit im gesamten Land Brandenburg 30.565 Personen über 60 Jahre und älter und 1.556 Personen über 60 Jahre und älter, die an einer Demenz erkrankt sind. Im Jahr 2015 werden in Brandenburg ca. 43.000 Demenzkranke leben.“ 10 Insgesamt sollen in Deutschland ca. 1,2 Millionen Menschen mit Demenz leben, Tendenz stark steigend. Die meisten der an Demenz erkrankten Menschen leben zu Hause und werden von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Sie sind in vielfacher Weise von der Demenzerkrankung mit betroffen und müssen erst in die Pflege-und Versorgungsrolle hineinwachsen, auf die sie nicht vorbereitet sind und die ihnen sehr viel Kraft raubt.
6 Def.: Rinde v. Organen, insbesondere die Hirnrinde betreffend (aus www.wissen.de: Stichwort kortikal)
7 Def.: lat.: cognitus ”bekannt, erkannt“, Erkenntnis betreffend (aus www.wissen.de: Stichwort: ko gnitiv)
8 Def.: häufigste neurologische Ursache einer Invalidität und führt zur Hirndurchblutungsstörung und Schlaganfall (Gefäßschaden im Gehirn) (aus Urban&Schwarzberg, 5. Auflage, 1993, S. 2583)
9 ICD 10 (F00-F03) - Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme
10 Zahlen aus „Demenz als sozialpolitische Herausforderung“, MASGF, 12/2002, S. 14
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Die üblichen Lösungsstrategien der Angehörigen versagen oft und die eigenen persönlichen Kontakte zu anderen Menschen können nicht mehr aufrecht gehalten werden. Dazu kommt ein oft langer, schmerzvoller Abschied von einem geliebten Menschen.
Die Ursachen von Demenz oder Alzheimer sind erst teilweise bekannt und meistens wirken mehrere Faktoren zusammen, wie Alterungsvorgänge, Vorschädigungen des Gehirns oder auch Erbfaktoren. Die wichtigste Ursache ist das Alter als Risikofaktor für eine Demenz. Umso älter eine Person wird, umso wahrscheinlicher ist es das sie an Demenz erkrankt. Trotzdem muss alt werden nicht gleichzeitig bedeuten, dement zu sein. Ein weiterer Risikofaktor Ist eine bestimmte Variante der Blutfettregulierung. Sie begünstigt die Ablagerung von Amyloid. Störungen der Hirndurchblutung, bestimmte Lebensereignisse und Umwelteinflüsse sind keine unmittelbare Ursache von Demenz.
Zur Situation und Problematik der Demenzpatienten und deren Angehörige ist zu sagen, dass aus Sicht der Behandlungsmöglichkeiten es bis heute keine Heilung der Krankheit möglich ist. Ein Fortschreiten der Symptome kann aber vorübergehend hinausgezögert werden. Dazu können so genannte Cholinesterase-Hemmer eingesetzt werden. Dies sind z.B. Donepezil (Aricept ® ), Rivastigmin (Exelon ® ) und Galantamin (Reminyl ® ). Ein weiteres Medikament mit einem anderen Wirksatz, das zur Behandlung der Alzheimer -Krankheit zugelassen ist, ist Memantine (z.B. Axura ® , Ebixa ® ). Voraussetzung für den Einsatz dieser Medikamente ist allerdings die rechtzeitige Diagnose. Auf die Möglichkeiten der Verzögerung durch Medikamente, auf geeignete Ärzte oder Gedächtnissprechstunden, auf Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige, auf betreute Urlaube für Betroffene und Angehörige, auf Alzheimer-Foren (Infoabende), auf ambulant betreute Wohngemein schaften, stationäre Einrichtungen und ambulante Möglichkeiten soll in
Beratungsgesprächen mit Betroffenen und deren Angehörigen (der beschriebenen Zielgruppe) etc. hingewiesen und beraten werden. Bei Beratungen von Angehörigen von Menschen mit Demenz und in Ansätzen auch bei den Demenzerkrankten selbst wird bei der Alzheimer-Gesellschaft Brb. e.V. der Personenzentrierte Beratungsansatz nach Carl R. Rogers angewendet. Dieser Theorieansatz bietet eine Möglichkeit der Problemanalyse der Lebenssituation im Beratungsgespräch mit der Zielgruppe. Diesen Personenzentrierten Beratungsansatz beschreibt Rogers in seinem Buch Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis. Ich möchte an dieser Stelle zur Erklärung der Lebenssituation der Klienten/Betroffenen als Grundlage auf diesen Theorieansatz von Rogers eingehen. Dabei sollen die benannten Möglichkeiten der Entlastung der Angehörigen oder auch die Möglichkeit der Verzögerung der Krankheit bei den Betroffenen als Grundlage für personenzentrierte Beratungsgespräche dienen.
Als Erstes möchte ich Rogers personenzentriertes Verständnis anhand einiger von ihm eingeführten Begriffe definieren. Zu diesen Begrifflichkeiten gehören „Individuum“, „Person“, „Organismus“ und „Selbst“. Danach werde ich auf die notwendigen und hinreichenden sechs Bedingungen für ein personzentriertes Beratungsgespräch nach Rogers eingehen.
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Rogers benutzt den Begriff Individuum laufend, wenn er von einzelnen Menschen spricht. Dabei verbindet er nicht eine spezifische Bedeutung, wie z.B. die Unteilbarkeit, Substantialität oder numerische Individualität. Individuum steht bei Rogers nahezu synonym für „Organismus“. Meist lässt sich Individuum auch durch der/die „Einzelne“ oder auch durch „Person“ ersetzen. „Das Ich taucht in der Definition des Selbst auf (siehe Definition Selbst) und steht dort und an anderen Stellen auch für die Person aus ihrer eigenen Sicht. Mit Ich wird von Rogers das bezeichnet, was das Selbst wahrnimmt.“ 11 Rogers definiert „ Person“ folgendermaßen: Person wird als Ausdruck angewendet, wenn in einem allgemeinen Sinn gesprochen wird, um auf jedes Individuum hinzuweisen. […]“wo Rogers von Person spricht, er immer den ganzen Menschen meint - und zwar unter den für die personzentrierte Anthropologie wichtigen Gesichtspunkten und den mit ihr verbundenen Annahmen und Konstruktionen, wie Aktualisierungstendenz,
Vertrauenswürdigkeit, organischer Wertungsprozess usw. […] verwende „Person“ in einem allgemeineren Sinn - allgemeiner als „Organismus“ und „Selbst“ -, um auf jedes Individuum h inzuweisen. „Person“ ist also ein übergeordneter Begriff, der den „Organismus“ und das „Selbst“ miteinschließt“ 12 „Organismus“ bezeichnet Rogers als so genanntes „biologisches Wesen“. Der Organismus soll demnach der innere Kern der menschlichen Persönlichkeit (physischen und psychischen menschlichen Natur) sein. „Die Funktionen des Organismus sind die Aktualisierungstendenz und die Wertung: Der Organismus (der auf das Wahrnehmungsfeld als ein „organisiertes Ganzes“ reagiert) ist selbstbestimmt. In seinem normalen Zustand strebt er nach eigener Erfahrung und nach Unabhängigkeit von äußerer Kontrolle. Jeder lebende Organismus, nicht nur Mensch, ist mit der Aktualisierungstendenz, der „zentralen Energiequelle im menschlichen Organismus“ ausgestattet. Carl Roger s schreibt dem Organismus darüber hinaus die Fähigkeit zu, Erfahrungen, Eindrücke und Reize zu bewerten, wobei der Maßstab für die Bewertung die Aktualisierungstendenz ist.“ 13
Das „Selbst“ verwendet Rogers als Begriff, weil er bei seinen Klienten beobachtet hat, wie sie von „sich selbst“ sprechen, wenn sie sich auf Erfahrungen beziiehen. „Selbst, Selbstkonzept, Selbststruktur: Diese Begriffe beziehen sich auf die organisierte, in sich geschlossene Gestalt. Diese beinhaltet die Wahrnehmungscharakteristiken d es Ich, die Wahrnehmungen der Beziehungen zwischen dem Ich und anderen und verschiedenen Lebensaspekten, einschließlich der mit diesen Erfahrungen verbundenen Werte.“ 14 Rogers spricht hier also von Wahrnehmungen des Ich als Selbstkonzept.
11 Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.127
12 Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.129
13 Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.129 - 130
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Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.129 - 131
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Nun, da ich Grundbegrifflichkeiten dargestellt habe, werde ich auf die notwendigen und hinreichenden sechs Bedingungen für ein personzentriertes Beratungsgespräch nach Rogers eingehen: 1. Zwei Personen befinden sich in Kontakt.
2. Die erste Person, die hier Klient gen annt wird, befindet sich in einem Zustand der Inkongruenz, ist verletzbar und ängstlich.
3. Die zweite Person, die hier BeraterIn (TherapeutIn) genannt wird, ist kongruent oder integriert in die Beziehung.
4. Der/die BeraterIn (Therapeut) empfindet eine bedingungslose positive Zuwendung dem Klienten gegenüber.
5. Der/die BeraterIn (TherapeutIn) empfindet ein empathisches Verstehen des inneren Bezugsrahmens des Klienten und ist bestrebt, diese Erfahrung dem Klienten gegenüber zum Ausdruck zu bringen. (Empathie) 6. Die Kommunikation des empathischen Verstehens und der bedingungslosen positiven Zuwendung des/r BeraterIn (TherapeutIn) dem Klienten gegenüber wird wenigstens in einem minimalen Ausmaß erreicht. 15 „Keine anderen Bedingungen sind notwendig. Wenn diese sechs Bedingungen gegeben sind und über eine bestimmte Zeitspanne hinweg andauern, ist dies hinreichend.“ 16 Beratungen nach Rogers Schema sollen ein akzeptierendes, positives, empathisches Verstehen der Lebenssituation des Klienten (hier: Angehöriger eines Menschen mit Demenz; in Einzelfällen auch Demenzkranker) auslösen und ihm helfen mit dieser persönlich schwierigen Situation, die nicht selten auch eine Lebenskrise ist, fertig zu werden. So können durch Beratungsgespräche der Mitarbeiterinnen der Alzheimer -Gesellschaft Brb. e.V. in den häufigsten Hilfen aufgezeigt und angeboten werden. Durch Verständnis und empathisches Vorgehen kann so die Problemsituation mit dem Klienten aufgearbeitet werden. So können z.B . entsprechende Hilfen wie eine Beantragung einer Pflegestufe aufgezeigt werden und dabei praktisch auch durch das schreiben des Antrags unterstütz werden. Es kommt dadurch zu entsprechenden Wechselwirkungen zwischen Klienten und Beraterinnen, die dazu führen, dass es dem Klienten hier finanziell besser geht. Oder, wenn der Klient Angehöriger ist können die vielfältigen Entlastungsmöglichkeiten (z.B. durch die Betreuung zu Hause über einen HerlferInnenkreis oder die Teilnahme am betreuten Urlaub) aufgezeig t werden, die er nutzen kann. So kommt es zur Entlastung des Angehörigen und dadurch zur Verbesserung der Gesamtsituation der Lebenslage des Menschen mit Demenz und seinem Angehörigen.
15 Quelle: Rogers/Schmi d, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, Bedingungen nach Rogers, S.168
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Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.169
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Durch die Anwendung des Beratungstheorieansatzes nach C. Rogers kön nen also Angehörige (in Einzelfällen auch direkt die Menschen mit Demenz) in der Lösung ihrer Probleme in ihrer spezifischen Lebenssituation geholfen und unterstützt werden.
3.2 Rechtlicher, gesellschaftlicher und eigener Auftrag
Als rechtlichen Auftrag definiere ich die Eintragung der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V. als gemeinnützigen eingetragenen Verein im Vereinsregister des Amtsgerichts Potsdam. Damit ist sie z.B. rechtlich legitimiert Spenden anzunehmen und diese per Spendenquittung zu unterschreiben. Die Rechtsform und damit ihr rechtlicher Auftrag ist damit der eingetragene Verein (zu erkennen an e.V. im Namen). Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist auch in der Satzung in § 2 Abs.1 festgehalten: „(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung 1977 (§§ 51 ff.) in der jeweils gültigen Fassung.“ 17 Weitere Kriterien des eingetragenen sind ihr Vorstand und regelmäßig stattfindende Vorstandssitzu ngen und Mitgliederversammlungen.
Die Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. erhält ihren gesellschaftlichen bzw. politischen Auftrag erhält sie allein schon durch ihre Förderung mit Fördergeldern des Land Brandenburgs durch das MASGF (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie). So hat sie z.B. den politischen Auftrag als Koordinierungsstelle zum Aufbau von niedrigschwelligen Angeboten aufzutreten und mitzuwirken. Eine gesellschaftliche Legitimation erhält sie auch durch ihre Mitgliedschaften beim Paritätischen Wohlfahrtsverband LV Brandenburg e.V. und bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Auch deswegen, dass bei ihr selbst viele Beratungsstellen und Träger juristische Mitgliedschaften besitzen und ihr dadurch einen gesellschaftlichen Auft rag als Interessenvertretung zur Unterstützung und Entlastung für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen geben. Weiterhin erwarten ihre Mitglieder, dass die Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. Initiativen zur Verbesserung der Angebote der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege und Betreuung fördert und wegweisende Tagungen durchführt. Auch ihre natürlichen Mitglieder (Personen) geben ihr den gesellschaftlichen Auftrag als Interessenvertretung für die Belange der Mitglieder einzutreten.
Den eigenen Auftrag haben sich die Gründer der Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. selbst aufgestellt. Sie möchte die Interessen der Demenzkranken und deren Angehörigen vertreten und als Lobbyist für diese Gruppe von Menschen auftreten. Des Weiteren möchte sie individuelle Beratung, Informationen und Fortbildung für Angehörige und Fachkräfte bieten und dabei in den Kreisen und Städten den Aufbau von Kontakt- und Beratungsstellen anregen.
17 Auszug aus der Satzung der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. (§ 2 Abs. 1 Zweck des Vereins)
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Weitere eigene Aufträge sind es Angehörigengruppen bei der Gründung zu helfen und Öffentlichkeitsarbeit u.a. in Form von Alzheimer-Foren, Presseveröffentlichungen, Informationsständen und Fachtagungen zu betreiben. Dieser eigene Auftrag findet seine Grenzen in den Ressourcen der Finanzierbarkeit und der Personalausstattung. Deswegen ist sie auf Spenden und Mitgliedsbeiträge, sowie auf die weitere Förderung des MASGF angewiesen. Nur so kann sie ihrem eigenen Auftrag gerecht werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. ihren rechtlichen Au ftrag durch die Eintragung als gemeinnütziger Verein im Vereinsregister des Amtsgerichts Potsdam, ihren gesellschaftlichen und politischen Auftrag durch ihren Förderer MASGF und ihren juristischen und natürlichen Mitgliedern und ihren eigen Auftrag durch ihre eigens aufgestellten Zielen und Aufgaben erhält.
3.3 Zielsetzungen, Prinzipien und Handlungsstrategien
(z.B. Konzepte, Arbeitsstrategien, Inhalte und Methoden)
Die grundlegenden Zielsetzungen habe ich unter Pkt. 1.3 unter dem in der Satzung der Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. festgelegten Zweck (§ 2 der Satzung) dargestellt. Nun möchte ich eine weitere aktuelle Zielsetzung und ihre Begründung darstellen. Dazu möchte ich auf unterschiedliche Konzepte und Arbeitsansätze eingehen und diese näher beleuchten. Ein aktuelles Ziel, an welchem in der Zeit meines Praktikums im Arbeitsfeld gearbeitet wurde, war die Erstellung eines Leitfadens zur Struktur- und Prozess in ambulanten Betreuung von Menschen mit Demenz on Wohngemeinschaften. Das MASGF als Förderer hat diesen Leitfaden bei der Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. in Auftrag gegeben. Ziel war es diesen Leitfaden bis zum 8. Alzheimer
- Tag „Leben und Begleiten - Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften“ fertig zu stellen, um ihn d ort vorzustellen. Danach sollte unter Verwendung der Prinzipien des Leitfadens eine ambulant betreute Wohngemeinschaft begleitet werden. Frau Angelika Winkler von der Alzheimergesellschaft und Herr Dr. Johannes Plümpe vom Institut für Gerontologie und Bildung haben ca. ein ¾ - Jahr im Vorfeld der Tagung an der Entwicklung des Leitfadens gearbeitet. Besonderes Merkmal der Qualitätskriterien der ambulant betreuten Wohngemeinschaft sind die Selbstbestimmtheit und die Selbstverantwortung der Mitglieder der Wohngemeinschaft. Ein weiteres Ziel des Projektes und der Projektweiterführung war es Wohngemeinschaften zu finden, die innerhalb des Projektes, wie oben beschrieben begleitet werden wollten. Diese Wohngemeinschaften sollten auf dem o. g. 8. Alzheimer - Tag akquiriert werden. Beide Ziele (die Erstellung des Leitfadens und die Akquirierung von Teilnehmern am Projekt) sind aus meiner Sicht erreicht worden. Am Ende des 8. Alzheimer - Tages war nicht nur der Leitfaden erfolgreich dargestellt und ausgeteilt worden, sondern es lag auch eine umfangreiche Liste mit Interessenten für die die Teilnahme an der Weiterführung des Projektes vor.
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Als spezifische Handlungsstrategie (Arbeitsansatz) möchte ich hier die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Plümpe nennen. Beide Seiten hatten schon vorher Erfahrungen beim Erarbeiten von Projekten gemacht. Man kann also hier als spezifische Handlungsstrategie die Zusammenarbeit mit dem Institut für Gerontologie und Bildung, Herrn Dr. Plümpe nennen. Als weiteren Arbeitsansatz ist zu nennen, dass im Zuge des Vorlaufs des Leitfadens das Team aus Alzheimergesellschaft (Fr. Winkler) und Institut für Gerontologie und Bildung (Herrn Dr. Plümpe) bereits zwei Wohngemeinschaften aus der Praxis begleitet und unterstützt haben. Dies war eine Wohngemeinschaft der Volkssolidarität Neuruppin und eine amb. betreute Wohngemeinschaft der Diakonie in Prenzlau. Die dabei gemachten Erfahrungen flossen natürlich auch in den Leitfaden mit ein. Weiterhin standen bei der Erarbeitung des Leitfadens als spezielles und allgemeines Prinzip der Alzheimer - Gesellschaft Brb. e.V. natürlich die Interessen der Menschen mit Demenz und deren Angehörigen und deren Selbstbestimmtheit im Vordergrund.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich die Alzheimergesellschaft als spezifische Handlungsstrategie bei der Bearbeitung von Projekten immer auch externe Hilfe und Unterstützung holt. Dies war auch schon bei anderen Projekten so, wie z.B. bei dem Bundesmodelprojekt zur „Verbesserung der Versorgungs- und Beratungssituation Demenzkranker und deren Angehöriger im Landkreis Oberspreewald - Lausitz und in Cottbus“ und so ist es auch bei diesem aktuellen Projekt, welches ja auch noch weitergeführt wird.
3.4 Ressourcen
Die Ressourcen des Vereins und die eigenen Ressourcen habe ich ausfü hrlich in den Punkten 1.4 und 2.4 beschrieben. Weitere spezifische Ressourcen in Verbindung mit Pkt 3 der Beschreibung und Reflexion der eigenen Arbeit und des bisherigen Hilfesystems sehe ich nur in der sehr guten personzentrierten Beratungsarbeit nach Rogers (wie in Pkt 3.1 beschrieben) und in den vielen Projekten die die Alzheimergesellschaft erfolgreich bearbeitet. Weiterhin zählt sie viele Mitglieder, die aktiv am Vereinsgeschehen beteiligen. Weitere gemäß Pkt. 3 sehe ich sonst eher weniger.
4. Selbstevaluation der Arbeit
In diesem Teil des Berichtes über mein Fachpraktikum bei der Alzheimer -Gesellschaft Brb. e.V. soll es um die Selbstevaluation (Selbstbewertung) meiner eigenen Arbeit gehen. Dazu möchte ich mehr oder weniger zu folgenden Punkten Aussagen treffen: Evaluationsmethoden/ -instrumente, Begünstigende und belastende Faktoren, das interne Gefüge der Praktikumsstelle, Entscheidungsgefüge, Vernetzung, konkrete Umsetzung von Ansprüchen und Bedürfnissen des Klientel, Problemlösungsrelevanz der eigenen Arbeitsansätze und vorhandene eigene Ressourcen.
Insgesamt bewerte ich die Praktikumsstelle für mich als äußerst positiv. Die Punkte, die wir am Anfang des Praktikums in den Ausbildungsplan verankert hatten, konnte ich vollständig erlernen.
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Darüber hinaus konnte ich Berufserfahrungen und Kontakte sammeln, die mir in meinen späteren Berufsleben nützlich sein werden. Positiv empfinde ich auch die Tatsache, dass ich nach dem Praktikum auf Abruf bei der Alzheimer -Gesellschaft Brb. e.V. auf Honorarbasis arbeiten kann. Dies ist eine Bestätigung für meine geleistete Arbeit dort. Meine positive Bewertung kommt erhält mein Praktikum auch dadurch, dass die begünstigenden Faktoren überwiegen.
Zu den begünstigenden Faktoren würde ich zählen, dass das Team mit dem ich zusammen gearbeitet habe „nur“ aus zwei Personen bestand. So war es für mich leichter mich ins Team einzubringen und schnell einzuarbeiten: Konflikte gab es daher auch nicht. Es war ein harmonisches arbeiten möglich, was für mich auch sehr wichtig war. Ein weiterer begünstigender Faktor war, dass es zur Hälfte und zum Ende des Praktikums Reflexionsgespräche gab, die mir sehr im Praktikum und auch für spätere Praktika geholfen haben. Zu den begünstigenden Faktoren gehört auch, dass ich bei Teamb esprechungen, regelmäßigen Terminabsprachen usw. mit ins Team eingebunden wurde. Ich fühlte mich dadurch als vollwertiges Teammitglied und nicht nur als denn Praktikanten. Für mich war es auch wichtig und so auch ein begünstigender Faktor, dass ich jeder Zeit fragen konnte, wenn ich eine Frage hatte. Immer wurde mir dann geduldig geantwortet und bei Problemen im Arbeitsfeld geholfen. Als weiteren begünstigenden Faktor möchte ich meine eigenen Vorerfahrungen, wie ich sie mir während meiner Ausbildung zum Verlagskaufmann und als ehrenamtlicher Helfer eines HelferInnenkreises aneignen konnte.
Als ungünstigen Faktor empfand ich, dass ich keinen eigenen Arbeitsplatz mit Computer besaß und ich so wie ein „Springer“ auf die Arbeitsplätze meiner Teamkollegen ausweichen musste. So hätte ich mir gewünscht einen eigenen Praktikantenarbeitsplatz zu haben. Weitere ungünstige Faktoren gab es für mich nicht.
Insgesamt ist das Entscheidungsgefüge innerhalb der Praktikumsstelle äußerst übersichtlich. Das liegt vor allem daran, dass das Team nur aus zwei angestellten Mitarbeiterinnen besteht. Diese haben sich nun Aufgabenbereiche des Arbeitsfeldes aufgeteilt und haben dort die meisten Entscheidungsbefugnisse. Besondere Hierarchien gab es nicht. Beide Mitarbeiterinnen standen mit ihren Befugnissen auf gleicher Ebene. Auch mir gab man nicht das Gefühl, dass ich in der Hierarchie als Praktikant weiter unten stehen würde, auch wenn ich mir meiner Rolle als Praktikant bewusst war. In der allgemeinen Vernetzung des Klientel mit den Angestellten ist besonders hervorzuheben, dass es monatlich stattfindende Alzheimer - Foren gibt, wo auch Themen, die vom Klientel gewünscht werden angeboten werden. So wurde zu Beispiel zum Alzheimer - Forum das Thema „Frontotemporale Demenz“ als besonders seltene Form der Demenz von einer Klientin gewünscht und mit der Einladung zum des Herrn Dr. Reischies aus Berlin als Spezialist auf diesem Gebiet auch realisiert. Weiterhin können Klienten jederzeit ein Termin zu einem Beratungsgespräch mit einem oder beiden Mitarbeiterinnen der Alzheimergesellschaft vereinbaren und so den Kontakt herstellen.
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Praktikumsbericht - Fachpraktikum bei der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V. Besondere Öffnungszeiten bestehen nicht. Wenn Klienten es wünschen werden sie in den Postverteiler aufgenommen und erhalten so weitere Informationen (z.B. zu Themen der Alzheimer - Foren).
In Beratungsgesprächen wird durch den personzentrierten Ansatz nach C. Rogers versucht die konkrete Umsetzung von Ansprüchen und Bedürfnissen der Klienten umzusetzen. So werden z.B. Beratungsgespräche im Hinblick auf die Beantragung einer Pflegestufe oder auf Leistungen des
Pflegeleistungsergänzungsgesetzes geführt. Auf der Ebene der Befriedigung von Bedürfnissen der Klienten werden oft Entlastungsmöglichkeiten vom harten Pflege- und Betreuungsalltag aufgezeigt.
Um meine eigenen Arbeitsansätze im Arbeitsfeld umsetzen zu können war es mir jederzeit möglich zur Problemlösungsrelevanz beide Mitarbeiterinnen anzusprechen. So wurde mir jederzeit geholfen, wenn es nötig war und ich wurde nicht mit der Problematik allein gelassen. Weitere Hilfen konnte ich mir auch durch die guten Kontakte der Alzheimergesellschaft verschaffen. So konnte ich z.B. im Zuge der Erarbeitung meines Beitrages zum Angehörigenseminar mit der Betreuungsbehörde sprechen. Durch die vielen Möglichkeiten Arbeiten des Arbeitsfeldes zu übernehmen sind mir Zusammenhänge bewusster geworden und ich konnte viele Informationen und Kenntnisse erwerben. Dazu gehören vor allem Kenntnisse zum Krankheitsbild Demenz und zum Umgang mit Menschen mit Demenz, Abläufe und Arbeitsschritte in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kenntnisse in der Anwendung des Zuwendungsrechts, in der Organisation von Veranstaltungen (Tagungen und Seminaren) und in der telefonischen und persönlichen Beratung von Angehörigen. Somit konnte ich die im Ausbildungsplan gesteckten Ziele voll erreichen und bin sehr zufrieden mit dem Erreichten im Praktikum. Außerdem war ich mit meiner Anleiterin sehr zufrieden. Bei Problemen hätte ich jederzeit zu ihr gehen können und sie hätte mir bei der Lösung des Problems geholfen.
5. Auseinandersetzung mit eigenen persönlichen Lernerfahrungen
In diesem nun folgenden letzten Teil meines Praktikumberichtes soll es um die Auseinandersetzung mit den eigenen persönlichen Lernerfahrungen gehen. Dabei werde ich auf die Punkte wie eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten, Professionalität in der Sozialarbeit, die Rolle als SozialarbeiterIn und die Arbeit im Team eingehen.
Ich konnte in der Arbeit im Arbeitsfeld des Praktikums bei der Alzheimer -Gesellschaft Brandenburg e.V. meine eigenen, bereits in Pkt. 2.4 erwähnten Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen und diese auch erweitern und neue hinzuzugewinnen. So habe ich zum Beispiel sehr viel im Feld der Beratungen und in der Organisation und Abrechnung von Tagungen und Seminare n dazugelernt. So konnte ich meine theoretischen Kenntnisse, die ich im Grundstudium erworben hatte (z.B.. Beratungstheorien) in der Praxis anwenden und dadurch ausprobieren.
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Weiterhin habe ich gelernt, wie Lobbyarbeit und Gremienarbeit funktioniert und wie wichtig diese Aufgabe auch für die Menschen mit Demenz und deren Angehörigen ist. Damit habe Lobbyarbeit als einen wichtigen teil der Sozialarbeit kennen lernen dürfen. Weiterhin habe ich weitere Erfahrungen im Bereich der Teamarbeit im speziellen Fel d der Sozialarbeit erfahren dürfen. Ich habe erfahren wie wichtig Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Erfolg eines Seminars oder einer Veranstaltung sein kann und wie wichtig diese Arbeit auch allgemein für einen Verein ist, um
bei Betroffenen und sonstigen Personen bekannter zu werden. Durch die zwei selbständigen Projekte die ich durchführen konnte, habe ich berufliche Kompetenz und berufliche Erfahrungen im praxisnahen Feld der Sozialarbeit sammeln dürfen. Ich konnte mich so ausprobieren und habe viel Neues erlernen können. Schließlich habe ich durch das Erlernen der Anwendung des Zuwendungsrechtes und durch das Kennen lernen von Fördermöglichkeiten im gemeinnützigen Vereinsbereich, als einen wichtigen bereich der Sozialarbeit Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt bekommen. Diese Möglichkeiten der Finanzierung sind mir sicher in meiner beruflichen Zukunft als Sozialarbeiter/Sozialpädagoge hilfreich.
Des Weiteren habe ich während meiner Praktikumszeit vieles über die professionelle Arbeit im Feld der Sozialarbeit gelernt und konnte mir dadurch eine Vorstellung machen, wie Sozialarbeit abläuft und funktioniert. Zu den besonders erwähnenswerten Bereichen der sozialen Arbeit, die ich kennen gelernt habe zählen Beratungen von Klienten, Finanzierung, Org anisation, Durchführung und Abrechnung von Seminaren und Tagungen; weitere Kenntnisse über die Krankheit Demenz, über Entlastungsmöglichkeiten für Angehörigen von Menschen mit Demenz und über die
Finanzierungsmöglichkeiten sozialer Arbeit (speziell in einem Verein). Letztendlich habe ich auch vieles über die spezifische Rolle als SozialarbeiterIn erfahren. Dazu zählen u. a. folgende Fragen: Was macht die Arbeit als SozialarbeiterIn aus? Welche Möglichkeiten hat der/die SozialarbeiterIn im Feld der Sozialarbeit tätig zu werden? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Sozialarbeit (Sozialpädagogik)? Wie kann ich als SozialarbeiterIn mich politisch und gesellschaftlich für eine bestimmte Gruppe von Menschen einsetzen (Gremien- bzw. Lobbyarbeit)? Welche Beratungsstrategien gibt es für SozialarbeiterInnen in Beratungen? Welche Handlungsstrategien können im Arbeitsfeld der Sozialarbeit von SozialarbeiterInnen angewandt werden? Zu diesen Fragen konnte ich die passenden Antworten finden, von denen ich auch hier im Praktikumsbericht berichtet habe. So habe ich auch erfahren dürfen, in welch schwieriger Rolle Sozialarbeiter/Innen stecken können. Sie können sozusagen „zwischen vielen Stühlen sitzen“ und dies ist nicht nur so ein Sprichwort. Sozialarbeiter/Innen möchten oder müssen immer für viele Interessenlagen da sein und unterstützen. Dadurch können sie leicht hin und her gerissen sein. Es ist als Sozialarbeiter/In wichtig seine Rolle neu zu definieren, wenn man nicht mehr mit den (An)forderungen an die eigene P erson klar kommt.
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Wie schon angesprochen habe ich auch vieles über Sozialarbeit Innerhalb eines gut funktionierenden Teams lernen können. Ich empfand mich nie als Belastung für meine Anleiterin, sondern eher als Entlastung. Eher war ich eine Bereicherung des Teams, da ich auch spezifische Fragen, wie z.B. im Computer - Anwenderbereich beantworten konnte und Probleme dieses in diesem Bereich lösen konnte. Auch in Hardwarefragen stand ich den Mitarbeiterinnen immer hilfreich beiseite. So habe ich z.B. selbständig ein Netzteil eines Computers gewechselt und so Kosten für den Verein gespart.
6. Abschließende Worte
Abschließend ist zu sagen, dass ich nicht nur Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten dazulernen konnte, sondern diese auch mit in das Arbeitsf eld einbringen konnte. Es war also von Anfang an auch ein gewisses geben und nehmen vorhanden.
Die Arbeit in diesem von mir kennen gelernten Arbeitsfeld der Alzheimer -Gesellschaft Brandenburg e.V. war für mich eine äußerst positive Erfahrung. Ich konnte vieles dazulernen und es war für mich in besonderer Weise aufschlussreich und erhellend. In diesem Arbeitsfeld auch später mal zu arbeiten könnte ich mir gut vorstellen. Die Arbeit hat mit immer sehr viel Spaß gemacht und ich kann das Arbeitsfeld der Alzheimer - Gesellschaft Brandenburg e.V. als Praktikumsstelle sehr empfehlen.
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Literatur- und Quellenverzeichnis, Definitionen:
1) http://lexikon.freenet.de/Vereinsrecht_in_Deutschland 2) http://lexikon.freenet.de/Gemeinn%C3%BCtzigkeit
3) Auszug aus der Satzung der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. (§ 2 Abs. 2 + 3 Zweck des Vereins)
4) http://www.epilepsie-selbsthilfe.de/bayern/schweinfurt/daten/Pflegegesetz.htm 5) Def.: Rinde v. Organen, insbesondere die Hirnrinde betreffend (aus www.wissen.de: Stichwort kortikal)
6) Def.: lat.: cognitus ”bekannt, erkannt“, Erkenntnis betreffend (aus www.wissen.de: Stichwort: kognitiv)
7) Def.: häufigste neurologische Ursache einer Invalidität und führt zur Hirndurchblutungsstörung und Schlaganfall (Gefäßschaden im Gehirn) (aus Urban&Schwarzberg, 5. Auflage, 1993, S. 2583) 8) ICD 10 (F00-F03) - Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme
9) Zahlen aus „Demenz als sozialpolitische Herausforderung“, MASGF, 2/2002, S. 14 10) Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.127 11) Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.129 12) Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.129 - 131 13) Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, Bedingungen nach Rogers, S.168
14 Quelle: Rogers/Schmid, Person-zentriert - Grundlagen von Theorie und Praxis, Maththias-Grünewald-Verlag, Mainz,3. Auflage 1998, S.169 15 Auszug aus der Satzung der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. (§ 2 Abs. 1 Zweck des Vereins)
Anlagen
A1) Organigramm der personellen Struktur A2) Organigramm der Struktur der Mitgliedschaften
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Arbeit zitieren:
Konstantin Bodach, 2005, Ewiges Vergessen - Fachpraktikum bei der Alzheimer; Gesellschaft Brandenburg e.V.“, München, GRIN Verlag GmbH
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