1.Propaganda
• Wichtigstes Mittel zur Machtsicherung des Nationalsozialismus
• Gewaltiger Propagandaapparat
o Unmenge an Propaganda über Plakate, Kinovorschauen, Reden, Aufmärsche, Fahnenweihen, Paraden, Luftschutzübungen, Sonderaktionen und Sammlungen
• Allgegenwärtig
o Kunst:
o Unterhaltung:
o Musik:
o Film
• 13. März 1933 Bildung des „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ (RMVP) - zuständiger Minister: Goebbels:
„Das Volk soll anfangen einheitlich zu denken, einheitlich zu reagieren und sich der Regierung mit ganzer Sympathie zur Verfügung zu stellen“- Gleichschaltung der Bevölkerung
• Steuerung der Presse und politischer Werbung
• Zensur von Zeitungen, Filmen, Radiosendungen
• Alle Journalisten, Redakteure, Moderatoren, Theaterleute, Literaten, usw. mussten in der „Reichskulturkammer“ sein- Gleichschaltung
• Jahresrhythmus wurde durch die Schaffung nat.soz. Feiertage geändert
• Wichtigstes Instrument: Rundfunk „Volksempfänger“, billig, nur ein Sender zur Auswahl
• glanzvolle Feiern der NSDAP und Inszenierungen- Bestärkung der Mitglieder und Anhänger in ihrem Glauben an die siegreiche Mission der Partei und ihres Führers
- Gewinnung skeptischer oder gleichgültiger Bevölkerung
• Präsentation der Macht z.B. beim Nürnberger-Parteitagen
o Formierung von Berufsgruppen und Betriebsbelegschaften zu in einer in Blöcken gegliederter, auf den Erscheinungsort des „Führers“ ausgerichteten „Volksgemeinschaft“
o Hitlers Reden in Form in religiösen Predigten: „Herr, Du siehst, wir haben uns geändert, das deutsche Volk ist nicht mehr das Volk der Ehrlosigkeit, der Schande, der Selbstzerfleischung, …nein Herr, das deutsche Volk ist wieder stark geworden in seinem Geiste,… . Herr, wir lassen nicht von Dir, nun segne unseren Kampf.“
o Komplexes Ineinandergreifen von Festdekoration, Musik, Aufmarschzeremoniell, Formierungszwängen und Veranstaltungsdramaturgie hatte- noch ehe der Redner vielleicht auf politische Inhalte zu sprechen kam- emotionale Ergriffenheit und Glaubensbereitschaft erzeugt
• Anleihen bei kirchlicher Liturgie und Feierlichkeit, bei pastoraler Rede und Gewissenserkundung ebenso wie bei Gemeindegesang und Prozessionsbräuchen - NS-Propagandastrategie
• Kulthandlungen- gläubige Hingabe
• Verehrenswürdiges Kultobjekt: „der Führer“ in Form von Adolf Hitler
o Glaube an den Führer als wichtigste verbindende Kraft- Meisten Deutschen glaubten zumindestens zeitweise an Hitler als Erlöser und „Heilsbringer“
o Suche nach dem „starken Mann“ in Krisenzeiten, weil 15 Jahre nach dem 1. Weltkrieg: schwere, miserable Zeit; „Schmachfrieden“ und Versaillervertrag
o Kriegerisch autoritäre Tradition aus der Kaiserzeit
• Ausnutzung der Mechanismen der Massenpsychologie
o Volkstümlichkeit und extreme Vereinfachung- Grundlage der Parteisprache
o Beschränkung auf wenige einprägsame Merksprüche, reklamehafte Wiederholung, Wahl eingängiger Symbole, Benutzung grobschlächtiger Freund -Feind-Bilder, pendelnde Rhetorik zwischen Einfühlsamkeit und Gewalttätigkeit
o bewusster Verzicht auf Objektivität
• Aufmärsche: Gefühl der Ordnung und Stärke
a)Gleichschaltung der Gesellschaft
• Vereinnehmung der deutschen Bevölkerung von Kindesbeinen bis zum Totenbett
• Auflösung aller privaten Vereine, anstelle derer Untergliederungen der Partei, mit denen alle Bürger erfasst wurden
• Haus- und Blockwarte sorgten für die Überwachung der einzelnen auch zu Hause.
• Im öffentlichen Leben Hitlergruß eingeführt
• Komplette Ausrichtung des staatlichen und gesellschaftlichen Lebens auf Hitler und die Partei
• Ziel jeder Organisation: Erziehung zur Wehrhaftigkeit oder Erziehung zum nat. soz. Geist
• Leben funktionierte nach Befehl und bedingungslosen Gehorsam
• Die NSDAP und ihre Kampf- und Terrortruppen besetzten alle Bereiche des öffentlichen Lebens
• Niemand konnte ein öffentliches Amt bekleiden, wenn er nicht Mitglied der NSDAP war oder einer Organisation beitrat
• Das gesamte Volk sollte eingebunden werden- Volksgemeinschaft
• Werktätige, wurden zwangsweise in die „Arbeitsfront“ aufgeteilt- nat.soz. Ersatz für die zerschlagenden Gewerkschaften
o Die größte Unterorganisation „Kraft durch Freude“
• Bäuerliche Bevölkerung in den „Reichsnährständen“
• Kinder - „nationalsozialistische Jungvolk“ und dann nach Geschlecht getrennt in die „Hitlerjugend“ und dem „Bund deutscher Mädels“
• Jeder Mann und jede Frau musste ein halbes Jahr „Reichsarbeitsdiens t“ leisten
• Studenten im „NS-Studentenbund“ und Lehrer im „NS-Lehrerbund“
• Jede gesellschaftliche Gruppe wurde erfasst und organisiert
• Öffentliche Erscheinung aller Verbände war militärisch durch Symbole, Uniformen und Marschordnungen, Fahnen geprägt
• In öffentlichen Institutionen fand Kommunikation nur noch über Befehl und Gehorsam statt
• Jeder wurde fast täglich verpflichtet oder gezwungen an nationalsozialistischen Veranstaltungen teilzunehmen
• Für die Abwehr von Widerstand waren die SS und SA zuständig und die Gestapo
o Wichtiges Mittel: Denunziation
o Evang. Kirche
o Nat.soz. Gruppierungen: „Deutsche Christen“
o Wollten reicheinheitliche Kirche mit Reichsbischof an der Spitze
o Setzten Arier-Paragrafen durch:
o Pfarrer nur arischer Abstammung
o Bedingungslos für Staat und evang. Kirche arbeiten
o Durfte nur mit arischer Frau verheiratet sein
o Kathol. Kirche
o Strenge Verurteilung der Nazi-Ideologie
o Mitglieder durften nicht in die Partei eintreten
o Am 22.7.1933 Konkordat - Akzeptanz des 3. Reiches durch den Papst, dafür keine Einmischung der NSDAP in die katholische Kirche
o Bischöfe stellten öffentlichen Widerstand ein
o Aber Vertragsbrüche des NS-Regimes: Verfolgung von Priestern und Behinderung der kirchlichen Arbeit
2.Jugend
§ Besondere Bedeutung der Jugend
o Mit einer ergebenden Jugend konnten die weitgespannten Ziele und eine langfristige völlige Umwandlung von Staat und Gesellschaft erreichbar werden
§ Darum neben privaten Bereich, der Familie und der Schule noch die Bildung der „Hitler- Jugend“
a)Schule
§ Lehrer mit Hitlergruß vor die Klasse
§ Flaggenehrung bei Schuljahresbeginn
§ Mitglieder der HJ wurden im Unterricht bevorzugt behandelt
§ Im Mittelpunkt des Unterrichts und der Ausbildung standen ideologische Werte (Ehre,Blut, Rasse, Hass auf Minderwertige, usw.)
§ Gemeinschaftssinn, Gefolgstreue, Glaube und Hingabe sollten Erziehung und Bildung leiten
§ Ab 1933 Einführung von völkischen und rassischen Kriterien für die Organisation von Schule und Unterricht
§ Sozialistische, pazifistische, dem NS kritisch gegenüberstehende und jüdische Lehrer wurden entlassen und verfolgt
§ Ab 9. Schuljahr Einführung des „Landjahres“ (landwirtschaftliche Arbeit und gemeinschaftliche Aktivitäten, ideologische und arbeitsmarkt-politische Ziele)
§ Verkürzung der Schulzeit an höheren Schule um 1 Jahr auf 8 Jahre
§ Jungen: sprachlich-mathematische-naturwissenschaftliche Fächer
§ Mädchen: das gleiche aber mehr Wert auf sprachlich-hauswirtschaftlichen Zweig
§ Mädchen sollten auf die Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet werden- höhere Bildung war darum nicht erforderlich
§ Reduzierung der humanistischen Gymnasien
§ Kinder sollten Teil eines Kollektivs werden
§ Fantasien auf Krieg, Herrenmenschendenken, Unterdrückung anderer Völker
§ Der Rassenkundliche Unterricht wurde meist im Fach Biologie eingebaut
§ Bsp: Geschichtsunterricht: Reich des Mittelalters, die Ostsiedlungen, die preußische Großmachtbildung, die Abqualifizierung der Französischen und anderer liberaler und sozialistischer Revolutionen
o Unterrichtsziel: Begeisterung für vaterländische Größe und Heroismus
§ Der nat.soz. auf die Schule brachte trotzdem nur Teilerfolge
§ Keine braune „Flächenfärbung“ sondern nur im unterschiedlichem Maße braun „gesprenkelt“
§ Darum Hoffnung auf Internatsschulen und speziellen Ausleseschulen zur „Heranzucht“ von Führernachwuchs - Bsp. Adolf-Hitler- Schulen
§ Internatsschulen: günstigere Beeinflussungsfaktoren- Abwesenheit des Elternhauses, ganztägige Überwachung
b)Die Hitler-Jugend
§ Wesentliches Mittel zur Herrschaftserhaltung des NS-Regimes
§ Entfremdung der Kinder und Jugendlichen von den Familien und Schürung des Generationskonflikts auch Einübung der Geschlechterrollen
• Ideologie:
• 1933 altersspezifische und geschlechtliche Feinstruktur
• Untergliederung in 4 Teilorganisationen
o „Deutsches Jungvolk“ (10-14 jährige Jungen) auch „Pimpfe“ genannt
o „Jungmädelbund“ (10-14 jährige Mädchen)
o Eigentliche „Hitlerjugend“ (14-18 jährige Jungen)
o „Bund deutscher Mädel“ (14-18 jährige Mädchen)
• Gesetz vom 01.12.1933
o „Hitlerjugend“ zur „Reichsjugend“
o Dort waren alle Jugendlichen des Deutschen Reiches zusammengefasst
• März 1939 alle Jugendlichen mussten der „Hitlerjugend“ beitreten
o Somit wurden sie zu Vertreter der Staatsmacht
§ Jugendliche konnten für Veranstaltungen herangezogen werden
• Veranstaltungen der HJ
o Heimatabende, Sportnachmittage, Tagesfahrten, Zeltlager, Feierstunden, Sportfeste
• 1939 knapp 9Mill. Mitglieder
o 765000 Führer und Führerinnen
• Massenaufmärsche, wie z.B. bei den Nürnberger Parteitagen, förderten zudem das Empfinden, wertvolle Mitglieder der deutschen Volksgemeinschaft zu sein
• Sondereinsätze bei Straßen-, Altmaterial und sonstigen Sammlungen, Einbringen der Ernte, Luftwaffen- und Marinehelfer
• Neben der HJ waren keine Jugendorganisationen erlaubt
• Andersdenkende Jugendliche- „wilde Jugendgruppen“ oder „Cliquen“- starke Verfolgung durch Polizei und Justiz
Hitlerjugend (14-18 jährige Jungen)
§ Kleidung: Schiffchen auf dem Kopf, kurze Manchesterhose, Braunhemd, hochgezogene Socken, Hitlerjugendabzeichen, kurzgeschorene Haare
§ Kleinste Aufsässigkeiten, harmlose Mängel an der Uniform, geringste Verspätungen wurden mit Strafexerzieren geahndet
§ Viele Sondereinheiten zur Vorbereitung auf den Krieg
o Motor HJ: Vorbereitung zum Panzerführer, Umgang mit technischen Kriegswaffen
o Marine HJ: Ausbildung zum Matrosen zum späteren Einsatz auf Kriegsschiffen
o Flieger HJ: Ausbildung zu späteren Piloten in Kampfflugzeugen
o Nachrichten HJ: Ausbildung zum Spion (Entschlüsselung von Codes, usw.)
o Reiter HJ: Überbringen von Botschaften an die Front
o HJ-Feldschere: Verarztung von Verwundeten im Krieg
o HJ-Streifendienst: möglicher Nachwuchs für Polizeidienst und Feldgendarmerie
§ Jeden Samstag Dienst (Ausflug ins Grüne)
§ Vorträge über die richtige nat.soz. Einstellung
§ Sammlungen für das Winterhilfswerk- machte den Jungen großen Spaß- hatte Sinn und gute Tat
§ Man konnte schon früh Führerpositionen erreichen
o „Jugend wird durch Jugend geführt“ - hohe Anziehungskraft für Jugendliche
§ Viele Mutproben (z.B. Sprung von hohen Dächern)
§ U- Bootfahrer und Piloten wurden wie Idole gefeiert
§ „Heranzüchten“ junger Körper und Herausbildung eines Charakters mit starker Willens - und Entschlusskraft
§ Ausspruch von Hitler: Eine Jugend „flink wie ein Windhund, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl“
§ Ausbildung zu zukünftigen Soldaten
„Bund deutscher Mädel“
§ Kerngesund und sportlich sollten die Mädchen sein damit sie dem „Führer“ gesunden Nachwuchs schenken konnten
§ Weiterleben des deutschen Volkes
§ Darum „Körperschulung“ und Leibesübungen
§ Sport und Spiel machte BDM attraktiv
§ Tugend: sauber und rein
§ Eiserne Disziplin und Loyalität zum System
§ Volk machte aus BDM bald „Bald deutsche Mutter“, „Bubi drück mich“, „Bund deutscher Milchkühe“
§ Halfen beim Ausschmücken von NSDAP- Veranstaltungen
§ Wöchentliche Heimatabende und Sportnachmittage, Tagesfa hrten, Aufenthalte in Freizeitlagern, Feierstunden und Sportfeste
§ Weltanschauliche Schulung (Geschichte der NSDAP, Rassenkunde)
§ Vorbereitung auf die Mutterrolle (Herstellung von Kinderkleidung, Holz- und Papparbeiten)
§ Lageraufenthalt 8-10 Tage: Forderung des Gemeinschaftsgefühls und Zugehörigkeit zur „deutschen Volksgemeinschaft“
§ Uniform: Ausdruck des „gemeinschaftlichen Wollens“
o Kurzärmelige, weiße oder silbergraue Bluse, blauer Rock, Halstuch mit Lederknoten, Trachtenjacke oder braune Jacke (später blau) zu Zöpfen geflochtenes Haar
§ Besonderer Wert auf sportliche Leistungen
§ Untergruppen des BDM: Haushaltsschulen
o Vorbereitung auf Berufe wie Kindergärtnerinnen, Gemeinde-, Haus- und Haushaltspflegerin, Krankenschwester
§ Der Mann ein Soldat, die Frau eine Mutter (von künftigen Soldaten) - Formel für das Geschlechterbild des frühen NS
§ NSDAP sah die Frau in der „natürlichen Rolle“ als Hausfrau und Mutter und forderte die Rücknahme der polit. Emanzipation, zugunsten der Familie und der Unterstützung des Mannes
§ Frau als „Kameradin“ und „Hüterin des Hauses“
§ Stieß sogar auf Zuspruch
o Viele Frauen sahen ihre Rechte in der Demokratie als Belastung
o Mit der Wirtschaftskrise überfordert
o Wunsch nach „trautem Heim“
§ Nach Machtantritt Hitlers „Erfüllung des Wunsches“
o Wirtschaftlicher Aufschwung, Forderung der Familie durch Kindergeld, Ehestandsdarlehen, Heimstättenbau und Freizeitangebote
§ Mutterschaft der „arischen Frau“- zentrale Bedeutung für das Fortbestehen der eigenen Rasse.
§ Deutsche Mutter= „Hüterin der Reinheit des Blutes“
§ Förderung erbgesunden und arischen Nachwuchses
§ Nur die „rassisch-wertvolle“ Frau sollte dem völkischen Staat Kinder gebären
§ Aber von 20-30% der deutschen Bevölkerung - nach strengen rassenhygenischen Kriterien als „minderwertig“ - sollten keine Kinder bekommen - Ausschluss von sozialen Leistungen -Farbige, Sinti, Roma, Zigeuner und vorallen Juden (konnten ohne Grund abtreiben)
§ Ausmerzung von erbkranken und nichtarisch-definierten Menschen
§ 1.1.1934 Inkrafttrettung des Gesetzes „zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“
o „Wir wollen lebensuntüchtige und unwertes Leben gar nicht erst entstehen lassen“ -Reichsärzteführer Wagner in einer Grundsatzrede
o Dadurch konnten Frauen und Männer, die an Taub- und Blindheit, Epilepsie, Schwachsinn, Alkoholismus und angeborenen körperlichen Missbildungen litten, unfruchtbar gemacht werden.
o Methoden: Durchführung in regulären Krankenhäusern von Ärzten
o Druck auf schwangere Frauen enorm- Angst vor kranken Nachwuchs
o Solche Frauen hatten gesellschaftlich keinen Wert mehr
§ Am Muttertag 1939 verlieh der Staat 3 Mill. Frauen für herausragende Gebärleistungen feierlich das Mutterkreuz
o Gold: 8 und mehr Kinder
o Silber: 6 oder 7 Kinder
o Bronze: 4 oder 5 Kinder
§ Von allen Frauen wurde die Heirat erwartet
§ Nicht zu heiraten und kinderlos zu bleiben, galt als verwerflich
o Die betreffende Frau wurde beschuldigt, dem Volk gesunde Kinder vorzuenthalten
§ Seit Juni 1933 konnten Hochzeitspaare großzügige Ehestandsdarlehen von 1000 Reichsmark erhalten,
o Der zurückzahlende Betrag verminderte sich mit steigender Anzahl der Kinder
o Ab dem vierten Kinder musste man nichts mehr zurückzahlen
o Das Geld erhielten nur gesunde „arische“ Paare, deren politische Einstellung stimmte
o Um ein Darlehen zu bekommen musste die Frau mindestens 6 Monate gearbeitet haben und nach der Hochzeit sofort ihre Arbeit aufgeben
§ Frauen sollten, wenn überhaupt nur in solchen Bereichen arbeiten,die angeblich ihrer weiblichen Wesensart entsprachen: z.B. Krankenschwester, Hausgehilfe, Fürsorgerin
§ Aus leitenden Positionen wurden Frauen entlassen, sie durften keine Schulleiterinnen, Richterinnen, Rechtanwältinnen werden, Ärztinnen hatten es sehr schwer in ihren Beruf zu arbeiten
§ Verheiratete Frauen sollten gar nicht berufstätig sein (z.B. wurden verheiratete Beamtinnen aus dem Dienst entlassen)
§ Frauen wurden an Unis verdrängt und aus der Beamtenlaufbahn
§ Somit konnten Arbeitsplätze geschaffen werden und es gab keine Arbeitslosigkeit
§ NS-Regime forderte den Rückzug ins Private
§ Erhöhung der Geburtenziffern durch:
o Schließung von Ehe- und Sexualberatungsstellen
o Werbeverbot von Verhütungsmitteln
o Strafverschärfung von Schwangerschaftsabbrüchen (ab 1934 wurde Abtreibung mit Todesstrafe geahndet)
§ Unfruchtbarkeit oder die Weigerung Kinder zu bekommen galt als Scheidungsgrund
§ 1935 Pflicht für Brautpaare ihre „Ehetauglichkeit“ durch einen Amtsarzt bestätigen zu lassen
§ „Lebensborn e.V.“
o Organisation zur Apoptionsvermittlung
o Heim für unverheiratete Mütter
o Vorstellung Himmlers: Art Bordell, wo sich „arische“ Frauen von SS-Männern schwängern lassen konnten zwecks der Erzeugung rassisch angenehmen Nachwuchses
§ Besonders strenge Maßstäbe an Frauen von SS-Soldaten
o Eigenes Amt für „Rasse und Siedlung“- nahm Heiratsuntersuchungen vor
o Nur vollkommen gesunde und rassisch einwandfreie Frauen durften sich mit Mitgliedern der NS-Eliteorganisation verbinden
§ Propaganda war darauf ausgerichtet die Frauen an ihre staatsbürgerliche Aufgabe, Kinder zu gebären und aufzuziehen zu erinnern
o Mutterkult:
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Sandra Becher, 2005, Alltag im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag GmbH
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