Zahlenmengen
Das Mengendiagramm der Zahle
Mengenschreibweise der natürlichen, ganzen, rationalen und reellen Zahlen
Natürliche Zahlen [IN] = {0,1,2,3,...}
Ganze Zahlen [Z] = {...-3,-2,-1,0,1,2,3,...}
Rationale Zahlen [Q] = {
Reelle Zahlen [IR] = {Q ∪ {rationale Zahlen}} (z.B. π )
Beispiele:
1. Geben Sie alle reellen Zahlen größer gleich 7 an.
M 1 = {x ∈ IR | x ≥ 7}
2. Alle reellen Zahlen zwischen -3 und 5 (inklusive).
M 2 = {x ∈ IR | -3 ≤ x ≤ 5}
3. Geben Sie die Viererreihe (4,8,12...) an.
M3 = {x ∈ IN* | 4x}
Funktionswert/Wertebereich/Definitionsbereich
Sätze:
Die einer Zahl x aus D eindeutig zugeordnete Zahl y heißt Funktionswert von x
(an der Stelle x , zu dem Argument x ).
Die Menge D nennt man den Definitionsbereich der Funktion.
Die Menge W aller Funktionswerte heißt Wertebereich (Wertemenge) der Funktion.
Eine Funktion f kann man angeben durch ihren Definitionsbereich f D wie z.B.
durch { } ≤ ≤ − ∈ und mithilfe 6 2 | x IR x
y = + − − = 1. einer Funktionsgleichung z.B. 2 ), (x f 4 ) 2 ( 5 , 0 x y
+ − − 2. eines Funktionsterms z.B. 2 ), (x f 4 ) 2 ( 5 , 0 x
x → + − − → 3. einer Zuordnungsvorschrift z.B. 2 ), (x f 4 ) 2 ( 5 , 0 x x
2 Sergej Epp
Intervalle
- abgeschlossenes Intervall von a bis b
[ ] { } ≤ ≤ ∈ = b x a IR x b a | ;
- offenes Intervall von a bis b
] [ { } < < ∈ = b x a IR x b a | ;
- (c) rechtsoffenes Intervall von a bis b
[ [ { } < ≤ ∈ = b x a IR x b a | ;
- linksoffenes Intervall von a bis b
] ] { } ≤ < ∈ = b x a IR x b a | ;
- offenes Intervall von
∞ −
bis a
- linksabgeschlossenes Intervall von a bis ∞ +
[ [ { } ≤ ∈ = +∞ x a IR x a | ;
Lineare Funktionen
Graph:
3 Sergej Epp
Der Graph einer linearen Funktion ist eine Gerade. Setzt man , so lautet die 0 b
Formel
⋅ = = und der Graph ist eine Ursprungsgerade. Setzt man , so lautet die x m x f ) ( 0 m
+ = Formel und der Graph ist eine Parallele zur x-Achse. Als b x x f ) (
Definitionsbereich einer linearen Funktion wird meistens IR gewählt.
Punkt-Steigungs-Form
⋅ = Wenn man die Gerade so verschiebt, dass sie durch den Punkt P(a | b) geht, x m y
+ − = erhält man als Funktionsgleichung. b a x m x f ) ( ) (
Mit Hilfe des Steigungsdreiecks kann man die Steigung m ablesen.
Sätze:
• Falls m = sind die zwei Geraden parallel zueinander. m 2 1
2 α • Für den Steigungswinkel α gilt: = tan m
• Methode zur Steigungswinkelberechnung
falls
es gilt:
= • Bei der Schnittpunktberechnung gilt: ) ( ) ( x g x f
Quadratische Funktionen
Graph:
4 Sergej Epp
Eigenschaften:
y = Die Eigenschaften der Funktion (Normalparabel) 2 x
• symmetrisch zur y-Achse
• Schnittpunkt mit der y-Achse bei P (0 | 0)
• Scheitelpunkt liegt bei Sp (0 | 0)
• nach oben geöffnet
+ + = 2 Die Scheitelpunktform: e d x a y ) (
Diese Form nennt man auch Scheitelpunktform, da man den Scheitelpunkt
aus der Formel ablesen kann.
Gemeinsamkeit mit anderen Parabeln:
- Sie verschiebt sich
Nullstellen
Beispiel:
= Nullstelle 3 x
N
Nullpunkt N ) 0 | 3 (
Betragsfunktionen
Graph:
Satz:
Das Hauptmerkmal einer Betragsfunktion ist, dass der Betrag immer positiv ist.
5 Sergej Epp
Beispiel:
25 = 25
23 = − 23
Die Schreibweise von einer Betragsfunktion
Betragsfunktionen werden innerhalb von Betragsstrichen geschrieben. Wie zum
Beispiel x (gelesen: Betrag von x). Die Funktionsterme der Betragsfunktionen
werden hinter eine geschwungener Klammer geschrieben.
− (siehe Beispiel x und ) 2 x
Eigenschaften:
• Dieser Graph ist symmetrisch zur y-Achse
Exotische Funktionen
Signum Funktion
> falls 0 x 1
0 ) sgn(x − 1
Graph:
6 Sergej Epp
Heavyside-Funktion
≥ falls 1 0 x = ) (x H < falls 0 0 x
Graph:
Dirichlet-Funktion
∈ Q x falls 1 = ) (x f ∉ Q x falls 0
Graph:
Gauss-sche Klammerfunktion
Graph:
7 Sergej Epp
Funktionsscharen
Graph:
Funktionenscharen kann man in einem Koordinatenkreuz darstellen, indem man einfach mehrere Funktionen in einen Graph einträgt.
Potenzfunktionen
Funktionsarten:
> 1. n gerade , n 0
- gehen alle durch N (0 | 0) P
1
(1 | 1)
P 2 (-1 | 1)
- je größer n, desto:
- steiler der Graph für
- flacher der Graph für
- achsensymmetrisch zur y-Achse
- Wertebereich w = IR 0
- Definitionsbereich D = IR
- für x
- für x
8 Sergej Epp
2. n ungerde , n 0
- gehen alle durch N (0 | 0) P 1 (1 | 1)
P 2 (-1 | -1)
- je größer n, desto:
- steiler der Graph für
- flacher der Graph für
- punktsymmetrisch zum Nullpunkt
- Wertebereich w = IR
- Definitionsbereich D = IR
- für x
- für x
besteht
> - für ist der Graphmonoton fallend 0 x
< - für ist der Graphmonoton fallend 0 x
9 Sergej Epp
Ganzrationale Funktionen
Beispiel:
+ − − = 2 3 x x x f 40 22 ) (
← = = Grad n x f 3 ) (
← = − = − = = ten Koeffizien a a a a 40 22 1 1
0 1 2 3
Das Verhalten im Unendlichen
Der Summand mit höchsten Potenz (also n) entscheidet über das
−∞ → +∞ → Verhalten einer Funktion für . x bzw x .
2 ) ( x f ) ( lim
∞ + → x
x f ) ( lim
∞ − → x
Koeffizient: positiv
Potenz: ungerade
) ( x f ) ( lim
∞ + → x
x f ) ( lim
∞ − → x
Koeffizient: negativ
Potenz: ungerade
3 ) ( x f ) ( lim
∞ + → x
x f ) ( lim
∞ − → x
Koeffizient: positiv
Potenz: gerade
10 Sergej Epp
x f ( lim f
∞ + → x
( lim f
∞ − → x
Koeffizient: negativ
Potenz: gerade
Symmetrie
+ = + Hinweis: 0 4 4 5 5 x x x
Nullstellenberechnung
Die Darstellung:
− ⋅ − ⋅ − ⋅ − ⋅ = )... ( ) ( ) ( ) ( ) ( n x n x n x n x a x f 4 3 2 1
11 Sergej Epp
nennt man Linearfaktorzerlegung von f
Nullstellentypen:
Es gibt Nullstellen mit Vorzeichenwechsel und Nullstellen ohne Vorzeichenwechsel
Wenn der Linearfaktor einen geraden Exponenten hat, findet kein VZW
(Vorzeichenwechsel) statt, sonst findet ein VZW statt.
Vereinfachte Fassung:
Bei einer einfachen Nullstelle schneidet der Graph die x-Achse, bei einer doppelten
berührt er sie.
Berechnung von Nullstellen
Zur Berechnung der Nullstellen einer ganzrationalen Funktion gibt es fünf
verschiedene Methoden:
Polynomdivision
Bei der Polynomdivision gilt:
⋅ + = ) ( ) 2 ( ) ( x g x x f
= + ÷ ) ( ) 2 ( ) ( x g x x f
Beispiel:
+ ⋅ − ⋅ + = ) 5 , 1 ( ) 4 ( ) 2 ( ) ( x x x x f
− − − = 12 11 ² 5 , 0 ³ ) ( x x x x f
− = 2 x 1 = 4 x 2 − = 5 , 1 x 3
12 Sergej Epp
Wir müssen also rechnen:
− − = + − − − 6 5 , 2 ² ) 2 ( : ) 12 11 ² 5 , 0 ³ ( x x x x x
+ − ) 2 ² ( x x
− − 11 ² 5 , 2 x x
− − − ) 5 ² 5 , 2 ( x x
− − 12 6 x
− − − ) 12 6 ( x
0
Merke: Am Ende der Rechnung muss immer eine Null stehen, ansonsten geht die
Rechnung nicht auf.
Biquadratische Gleichungen
Zum Berechnen einer Nullstelle mit der Biquadratischen Gleichung müssen beide
Exponenten der Funktion gerade sein d.h. dass der Graph zur Funktion symmetrisch
zur x-Achse ist.
+ − = 4 36 ² 13 ) ( x x x f
= ² z x setze
+ − = 36 13 ² 0 z z
− ± =
6 , 3 ² 5 , 6 5 , 6
z
2 / 1
= + =
5 , 2 5 , 6
z
1
− =
, 2 5 , 6
z
2 − = = 3 3 x x 2 1 − = = 2 2 x x 4 3
Linearfaktorzerlegung
Beispiel:
13 Sergej Epp
f
− = 1 x 1
3 = = 5 , 1 x 2 2
= 7 x 3
= − = 1 definiert nicht x 4
− ) 0 | 7 ( ) 0 | 5 , 1 ( ) 0 | 1 ( N N N 3 2 1
p, q - Formel
Beispiel:
+ − − = 2 , 1 2 , 0 ² 4 , 0 ) ( x x x f
− = + − − ) 4 , 0 ( |: 0 2 , 1 2 , 0 ² 4 , 0 x x
= + + = − + 0 ² | 0 3 5 , 0 ² q px x Form x x
: x Formel 1
erhalten Wir
− = x 2 / 1
Die Diskriminante
Die Gleichung
Man nennt
Es gibt:
> • zwei Lösungen, wenn 0 d
• keine Lösung, wenn < 0 d
= • eine Lösung, wenn 0 d
14 Sergej Epp
Arbeit zitieren:
Sergej Epp, 2006, LK Mathematik - Skript, München, GRIN Verlag GmbH
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