UNIVERSITÄT BREMEN
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Projekt: Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
WS 2001/2002
Thema: Steuerliche Förderung des selbstgenutzten
Wohnungseigentums
Abgabetermin: 08. 01. 2002
Name, Vorname: Kiesch, Patrick
Fachsemesteranzahl: 7
Name, Vorname: Hornung, Michael
Fachsemesteranzahl: 11
Name, Vorname: Lübben, Stefan
Fachsemesteranzahl: 17
II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
1. Einführung 1
2. Grundlagen der Wohnungseigentumsförderung 2
2.1 Anspruchsvoraussetzungen 2
2.2 Komponenten 4
3. Wirkung und Gestaltung 5
3.1 Begünstigter Personenkreis 5
3.2 Zeitraum der Förderung 7
3.3 Einkunftsgrenze 9
3.4 Förderungsobjekt 11
3.5 Nutzung des Objektes 12
3.6 Bemessungsgrundlage und Höhe der Eigenheimzulage 13
4. Fazit 14
Literaturverzeichnis 16
Verzeichnis der Gesetze 17
Entscheidungsregister 17
Verzeichnis der Verwaltungsanweisungen 17
III
Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz
a. F. alte Fassung
AfA Absetzung für Abnutzung
AO Abgabenordnung
Aufl. Auflage
BB Betriebsberater (Zeitschrift)
ber. Berichtigt
BFH Bundesfinanzhof
BGBl Bundesgesetzblatt
BMF Bundesministerium der Finanzen
BStBl Bundessteuerblatt (Zeitschrift)
BT Bundestag
bzw. beziehungsweise
DB Der Betrieb (Zeitschrift)
Dr. Doktor
EigZulG Eigenheimzulagengesetz
EStG Einkommensteuergesetz
EStDV Einkommensteuer-Durchführungsverordnung
EU Europäische Union
EuGH Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften
evtl. eventuell
f., ff. folgende, fortfolgende (Seite(n))
G. d. E. Gesamtbetrag der Einkünfte
i. d. R. in der Regel
i. S. d. im Sinne des
i. V. m. in Verbindung mit
IV
Nr. Nummer
NWB Neue Wirtschafts-Briefe (Zeitschrift)
O. V. Ohne Verfasser
p. a. per anno
Prof. Professor
Rz. Randzahl (-ziffer)
S. Seite; Satz
sog. so genannten
Stbg Die Steuerberatung (Zeitschrift)
u. E. unseres Erachtens
vgl. vergleiche
v. H. von Hundert
z. B. zum Beispiel
1
1. Einführung
Die steuerliche Förderung des selbstgenutzten Wohnungseigentums blickt auf eine über 50-jährige Geschichte zurück. Bereits 1949 wurde sie durch § 7 b EStG gesetzlich verankert und erst 1987 durch § 10 e EStG ersetzt. Beiden Förderungen gemein war ihre progressionsabhängige Ausgestaltung, so dass Personen mit einem höheren zu versteuernden Einkommen bevorteilt wurden. Auf diesen Missstand und die Tatsache, dass der § 10 e EStG aufgrund zahlloser Änderungen nur noch von Fachleuten verstanden wurde, 1 hat der Gesetzgeber mit dem Eigenheimzulagengesetz reagiert, welches am 1. 1. 1996 in Kraft getreten ist. Von diesem Zeitpunkt an wurde selbst- genutztes Wohnungseigentum mit einer progressionsunabhängigen Eigenheimzulage, im Stil einer Subvention, 2 ähnlich der Investitionszulage, gefördert. 3 Des Weiteren wurde das Baukindergeld gemäß § 34 f EStG durch die Kinderzulage nach § 9 Abs. 5 EigZulG ersetzt. Das Ziel dieser Regelungen bestand darin, so genannten „Schwellenhaushalten“ mit geringerem Einkommen, insbesondere jungen Familien die Bildung von selbstgenutztem Wohnungseigentum zu ermöglichen. 4 Die neue Gesetzeslage fördert im verstärkten Maße auch die Wohnungseigentumsbildung in den neuen Bundesländern, da dort weiterhin deutlich geringere Einkommen erzielt werden als in den alten Ländern. 5 Nicht außer Acht zu lassen ist in diesem Zusammenhang außerdem die Vermögensbildung zur privaten Altersvorsorge, die durch entschuldetes Wohnungseigentum eine zusätzliche Säule erhält. 6 Der Gesetzgeber hat sich außerdem seine steuerpolitischen Lenkungsmöglichkeiten zu Nutze gemacht. So wurde zum Schutze der Umwelt anstelle des § 82 a EStDV in § 9 Abs. 3 und 4 EigZulG eine progressionsunabhängige Ökozulage kodifiziert.
Allerdings wurden in der ursprünglichen Fassung des EigZulG nicht alle progressionsabhängigen Förderungsmaßnahmen eliminiert. Der bisher nach § 10 e Abs. 6 EStG gültige Vorkostenabzug wurde vorerst grundsätzlich beibehalten und im
§ 10 i EStG geregelt. Später wurde er aufgrund seiner systemwidrigen Progressionsab-
1 Vgl. Märkle, Stbg 1995, S. 444.
2 Vgl. Wacker, NWB 1998, Fach 3, S. 10369.
3 Trotz des Begriffs Subvention ist es weiterhin möglich, von einer steuerlichen Förderung zu sprechen, da die Wirkung der Subvention einer negativen Steuer entspricht.
4 Vgl. Stuhrmann, Stbg 1998, S. 297.
5 Vgl. Hortemann, DB 1995, S. 2291.
6 Vgl. Jechnerer, BB 1997, S. 913.
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P. Kiesch, M. Hornung, S. Lübben, 2002, Steuerliche Förderung des selbstgenutzten Wohnungseigentums, Munich, GRIN Publishing GmbH
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