Karl Marx
„Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“
von Patrick Kiesch
INHALTSVERZEICHNIS
1. Biographie 1
2. Einleitung 4
3. Die Marxsche Kritik an Hegels Staat 6
4. Die Marxsche Kritik an Hegels Gesellschaft 9
5. Das Majorat 13
6. Fazit 15
Literaturverzeichnis 17
1. Biographie
Karl Marx, der mit Friedrich Engels den Marxismus begründete, wurde am 05.05.1818 in Trier geboren. Sein Vater war Rechtsanwalt und zeitweilig Vorsitzender der Trierer Anwaltschaft. Er stammte aus einer Familie, aus der im Laufe der Jahrhunderte viele Rabbiner hervorgegangen waren. Da er aufgrund seines jüdischen Glaubens die Praxis nicht weiterführen konnte, konvertierte er 1817 zum evangelischen Glauben. Die Mutter, Tochter eines Kaufmanns, ebenfalls jüdischer Herkunft, trat etwas später zum Christentum über. Karl Marx Verhältnis zur Religion war nicht sonderlich ausgeprägt, da er kaum unter jüdischen oder christlichen Unterweisungen aufwuchs. In seiner Schrift „Zur Judenfrage“ identifizierte er sogar die europäischen Juden mit krassen Eigennutz und behauptet: „der weltliche Kultus des Juden“ sei „der Schacher...ihr weltlicher Gott – das Geld“. Jedoch muss man diese Aussage relativieren, da es Marx in erster Linie darum ging, aufzuzeigen, dass religiöses Bewusstsein immer Folge und Ausdruck beengender sozialer Verhältnisse sei.1 Marx besuchte von 1830 bis 1835 das Gymnasium in Trier, wo er zwar kein herausragender Schüler war, aber immerhin gute Noten vorweisen konnte. An dieser Schule kam er auch mit dem preußischen Regierungspräsidium Ludwig von Westphalen in Kontakt. Dieser wurde sein väterlicher Freund, der Marx Shakespeare nahe brachte und durch den er seine spätere Frau Jenny, die Tochter von Ludwig von Westphalen, kennen lernte. Marx widmete ihm sogar seine später erschienende Dissertation. In vielfacher Hinsicht war Marx durch seine Trierer Herkunft und die Menschen geprägt. Marx begann 1835 sein rechtswissenschaftliches Studium an der Universität Bonn. Jedoch war er schon nach einem Jahr unzufrieden mit sich selbst und seiner Universität, sodass er ein Jahr später nach den verbummelten Bonner Semestern an die „Arbeitsuniversität“ in Berlin wechselte.2 Zu jener Zeit war sein Hauptinteresse die Dichtkunst. Er gehörte einem Poetenbund an und die Gedichte für seine „angebetete Jenny“ sowie seinem Vater geschrieben. Marx konzentrierte sich in dieser Zeit auf philosophische Schriften. Daneben beschäftigte er sich mit Naturwissenschaften, alter und neuer Geschichte, Kunstgeschichte und Ästhetik.3 Durch seine gründlichen Kenntnisse der Hegelschen Werke wurde Marx bald in den Kreis der Links-, bzw. Junghegelianer, dem sogenannten „Doktorclub“, aufgenommen. Ursprünglich waren sie davon überzeugt, dass Preußen im Grunde genommen ein fortschrittlicher Staat sei, radikalisierten sich aber zusehends, als die erhoffte Liberalisierung ausblieb. Den Hegelschen Staat geringschätzten sie zusehends und übernahmen stattdessen die Dialektik als Prinzip der notwendigen Veränderung. Im Jahre 1841 promovierte Marx, jedoch nicht wie geplant in Berlin sondern an der Fakultät in Jena, aus politischen Gründen. Nach vergeblichen Bemühungen, in die Hochschullaufbahn übernommen zu werden, war er an der „Rheinischen Zeitung“ in Köln tätig. Der preußischen Regierung waren jedoch die Kritik der Zeitung an den Zuständen des Landes und die dabei verwandte Tonart viel zu scharf. Aus diesem Grunde wurde sie unter die Zensur genommen, da sie „umstürzlerisch“ und „monarchiefeindlich“ sei. Daraufhin emigrierte Marx im Juni 1843 nach Paris, da er der Auffassung war in Deutschland nichts mehr bewegen zu können. Hier begann seine lebenslange Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem Fabrikantensohn Friedrich Engels. Marx und Engels schrieben wichtige Beiträge zu den französischen Jahrbüchern, u. a. auch die von Marx aufgestellte „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“. Der Beitrag Engels „Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie“ versuchte zu zeigen, dass Handelskrisen und Verelendung nicht vermeidbar sind und sagte eine totale Umgestaltung der sozialen Verhältnisse durch Aufhebung des Privateigentums voraus. Die Richtung der künftigen Forschungsarbeit von Marx war damit angezeigt.
Jedoch wurde Marx [...]
1 Vgl. Fetscher, Iring: Marx, Einführung in Denken und Wirken des politischen Denkers und Philosphen (1818-83), Freiburg 1999, S. 11
2 Vgl. Fetscher (1999), S. 14
3 Euchner, Walter: Karl Marx, München 1983, S. 13
4 Vgl. Euchner (1983), S. 28
Quote paper:
Patrick Kiesch, 2002, Über Karl Marx - "Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie", Munich, GRIN Publishing GmbH
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