Zu dem Begriff PSB gibt es keine genaue Definition was uns auch das Problem bei der Eingrenzung des Themas bescherte.
Überleitung : Was wirklich unter PSB fällt
Versuch von SA/SP Individualität im Berufsleben zu zeigen. Geschichtlicher Hintergrund der Drogenkonsums
n Dokumentiert seit 3.000 v.Chr. Ausgegrabenen Keilschrift -Tontafeln ist die Rede vom „Glück des Schlafmohns“
n Riten zur Bewusstseinserweiterung im Bereich des Schamanentums
Heute: Drogen schwerpunktmäßig einigen Kulturkreisen zugeordnet z.B. Indianer in Südamerika, Indien (Kokablätter, Canabis) Illegaler Rauschgifthandel bietet große Verdienstmöglichkeiten zwischen Hanfbauer und Endverbraucher von bis zu 50.000 Prozent Das Für und Wider der Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger mit „Methadon“ ist vor allem in der BRD bis Ende der 80er Jahre noch sehr kontrovers debattiert worden.
Substitutionsbehandlung haben, so zeigen alle wissenschaftlichen Begleituntersuchungen, n Besserung des Gesundheitsstatus n Rückgang des illegalen Drogenkonsums n Rückgang der Kriminalität n Anstieg der Erwerbsbeteiligung
Stabilisierung und Veränderung in den ersten zwei Jahren Weitergehende soziale Rehabilitation zusätzlicher zwei Jahre Aus diesen Gründen ist Substitutionsbehandlung als Langzeitbehandlung angelegt die sich am Individuum orientiert n individuellen Lebenslage n der Suchtentwicklung n der aktuellen psychosozialen Befindlichkeit n Bedürfnissen der Drogenabhängigen ausgerichtet Wichtige Rolle spielte die Verabschiedung der NUB Richtlinien NEUE UNTERSUCHUNGS - UND BEHANDLUNGSMETHODEN die von 1991 von der Bundesvereinigung der Ärzte und Krankenkassen erlassen wurde Die NUB Richtlinien bilden den Hintergrund für die PSB. NUB definiert die in der Indikation seit 1994 gültigen Indikatoren, nach denen Krankenkassen die Kostenübernahme für Substitutionspräparate übernehmen soll.
In ihr sind die finanziellen Grundlagen der Kostenübernahme geregelt n Alleiniges Auswechseln des Opiats durch Substitutionsmittel keine Leistungsübernahme
n Oberes Ziel der Behandlung ist die Suchmittelfreiheit nach NUB n Ist dieses Ziel nicht unmittelbar erreichbar und zeitnah erreichbar àumfassendes Behandlungskonzept mit begleitende psycho -soziale Beg. n Die nach BTMVV (Betäubungsmittelverschreibungsverordnung vorgesehene PSB fällt nicht unter die Leistungen der GKV gesetzlichen Krankenversicherungen
n Richtlinien regeln die Voraussetzung zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung bei langfristiger Opiatabhänigigkeit n Substitution nur von Ärzten die gegenüber der KV ihre fachliche Befähigung gezielt haben
n 3 verschiedene Indikationen unbefristete Substitution, 12 Monate befristete Sub., für 6 >Monate befristet
n der Arzt darf nur solche Sub verwenden, die gemä ß BTMVV für diesen Bestimmungszweck zugelassen sind. Wirtschaftlichkeit kostengünstigste, so gering dosiert wie möglich
Zweite Möglichkeit Ermessensentscheidung der jeweiligen Krankenkasse im Einzelfall mit PSB durch entsprechende Einrichtung Am 9.1.1995 wurde in NRW Methadonvereinbarung Rahmenkonzept und Gesamtvereinbarung der Kostenträger Fünf verschiedene Fallgruppen Fallgruppendefinierung
FOLIE
Im Rahmen der METHADONGESTÜTZTEN KRANKENBEHANDLUNG NACH NUB hat nun das Land entsprechen der gültigen BTMVV einen Projektförderung Psychosoziale Betreuung von substituierten Drogenabhängigen Ausgangssituation
Das Grundkonzept der Sub. und Betreuung bei Opiatabhängigen basiert auf der Annahme, daß durch die pharmakologische Wirkung des Opiatersatzstoffes eine Entzugssymptomatik nicht auftritt, dies eine Distanzierung von der Drogenzene ermöglicht und somit Angebote zur gesundheitlichen und psychosozialen Stabilisierung wahrgenommen werden können
Substitutionsmaßnahmen sind so zeigen wissenschaftliche Begleituntersuchungen gesundheitsstabilisierende und lebenserhaltende Behandlungsmöglichkeiten und bieten die Chance den Betroffenen eine Weg aus der Drogenszene
Grundlage in EPU Entwicklungsbegleitende psychosoziale Unterstützung ist das selbstbestimmungsrecht der betroffenen n Zwangsmechanismen werden abgelehnt n Bewusste def. der EPU im Sinne des Empowernment n Dies bedeutet die akzeptanzbezogene Orientierung an die vorhandenen Stärken der drogengebrauchenden Mitbürger
n Intervention zur Selbstbestimmung im Sinne von Banduras mit Ziel der Selbstwirksamkeit à gefordert auch im Akzept in den Leitlinien für die PSB im Rahmen einer Substitutionsbehandlung n PSB keine Lösung der Illegalität und sozialer Probleme n PSB und Substitution keine Wundermittel
n Zielorientierung nicht als Endstand (soziale Integration, Berufliche Rehabilitation, psychische Stabilität Absetzung des Sub., Abstinenz) sondern aus der Entwicklungsdynamik langsame Entfernung von einem meist desolaten Ausgangszustand
Begleitende Betreuungsmaßnahmen müssen insofern entwicklungsbegleitend und individuell Abgestimmt sein Möglich mit PSB Anamnese n biographischer Entwicklungsprozess n drogaler Entwicklungsverlauf n vorhandener sozialer Stützsysteme n erfassen der gegenwärtigen Lebenssituation Dokumentation in allen Bereichen Mögliche Maßnahmen FOLIE
n Bei Betreuung nach Möglichkeit & Bedarf eine Gesprächsitzung pro Woche Gruppengespräche gegebenenfalls einzelne Gespräche n Erstkontaktknüpfung, regelmäßige Kontakthaltung
n Sichern der sozialen und materiellen Existenz gegebenenfalls Unterstützung bei Behörden, Ämter, Klärung der Ausbildungsmöglichkeit ... n Vermittlung von Informationen siehe oben Kooperation der verschiedenen Stellen
n Zusammenarbeit mit Lokaler Schuldenberatung und Marianne von Weizäckerstiftung Schuldenregulierung
n Bei Rückfallen Beigebrauch und Schwierigkeiten Alltagsbewältigung n Lösung aus Drogenszene und Beschaffungskriminalität. Innere Lehre n Alle Maßnahmen soll die autonome Befähigung zur Org. und Struk. Des Alltags sein. Ziel Stärkung und Erweiterung der Selbstverfügungskräfte n Austausch mit den dazugehörigen Stellen Ärzten, Drogenberatung
Ergebnisthesen
o Substitutionsmaßnahmen sind gesundheitsstabilisierende und
o lebenserhaltende Behandlungsmöglichkeiten.
o Psychosoziale Begleitung bietet den Betroffenen die Chance einen
o Weg aus der Szene zu finden.
o Im Vordergrund der psychosozialen Begleitung steht das Prinzip
o Unterstützung von Selbstorganisationsbestrebung (Empowerment).
o (Hilfe zur Selbsthilfe)
o Psychosoziale Begleitung hat zum Ziel: -- soziale Integration
o berufliche Rehabilitation
o psychische Stabilität
o Absetzung des Substitutionsmittels
o Abstinenz
o Ziel aller Maßnahmen soll die autonome Befähigung zur Organisation und Strukturierung des Alltags sein.
Literatur
akzept e.V.: Leitlinien für die psycho-soziale Begleitung im Rahmen einer
Lorenz Böllinger: Drogenrecht, Drogentherapie
Frankfurt am Main 1983
Bernhard Schmidtobreick: Erfahrungen aus der ambulanten Arbeit mit
Rheinland-Pfalz: Drogen Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger Frankfurt am Main 1995
R. Gerlach, W. Schneider: Substitutionsbehandlungen in Bonn Institut zur
K. & B. Hackenberg: Sucht und Suchttherapie
Dustri-Verlag 1992 http://mir.drugtext.org/indro/konzept.html http://www.lzg-bayern.de/zis/online/leitfad/Ifad_04.html
Arbeit zitieren:
Axel R. Langner, 1998, Psychosoziale Begleitung, München, GRIN Verlag GmbH
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