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1 Einleitung 2
2 Was sind Roboter und wie sind sie entstanden? 2
2.1 Begriffsklärung 2
2.2 Geschichte und Entwicklung humanoider Roboter 3
3 Humanoide Roboter - Entwicklungsstand und Zukunft 6
3.1 Lohnt sich der Bau humanoider Roboter? 6
3.2 Beispiel für einen humanoiden Roboter: Asimo 7
3.3 Künftige Einsatzgebiete humanoider Roboter 9
3.4 Technische Herausforderungen zur Vermenschlichung der 10
Roboter
4 Prognosen und Bewertungen - Fürsprecher und Kritiker der 14
Robotikentwicklung
5 Fazit 17
6 Literaturverzeichnis 20
7 Anlagen 25
8 Selbstständigkeitserklärung 40
- 2 - 1 Einleitung
Ziel dieser Arbeit ist es, unter der Fragestellung „Roboter - der bessere Mensch?“ einen realistischen Blick auf die Roboterentwicklung, insbesondere die der humanoiden Robotik zu werfen und über den aktuellen Stand dieser zu unterrichten. Hierfür werde ich viele Forschungsbeispiele anbringen und Herausforderungen und Ziele der Entwicklung aufzeigen. Dabei möchte ich unter Bezug auf Kritiker und Fürsprecher eine eigene Stellung zur oben genannten Frage gewinnen.
Zuerst soll geklärt werden, was ein Roboter ist und wie seine Entwicklung bis zum humanoiden Roboter von Heute verlief. Dann sollen Stand der Technik, Motive der Entwicklung, zukünftige Einsatzgebiete und Problematiken in der Entwicklung der Roboter dargelegt werden. Der folgende Abschnitt ist den Visionen und Prognosen eingängiger Robotikforscher gewidmet und abschließend werde ich die Themenfrage erörtern und beantworten.
2 Was sind Roboter und wie sind sie entstanden?
2.1 Begriffsklärung
Der Begriff „Roboter“ ist vom tschechischen Wort für Zwangsdienst „robota“ abgeleitet und wurde in seiner heutigen Bedeutung erstmalig 1921 in der Uraufführung von Karel Capeks Theaterstück „Rossum’s Universal Robots“ (Abb. 1) in Prag verwendet, in dem der Erfinder Rossum maschinelle leibeigene Diener für seine Familie bauen möchte. Letztendlich führt er jedoch seine Familie selbst in die Sklaverei. Weiterhin hat Isaac Asimov (1920-1992) in seinen einunddreißig von 1939 bis 1977 geschriebenen Robotergeschichten die Definition von Robotern weiterentwickelt, indem er für den Roboter von menschenähnlicher Erscheinung Handlungsregeln - „Die drei Robotergesetze“ 1 - entwarf: „1. Ein Robot darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen. 2. Ein Robot muß den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum Ersten Gesetz. 3. Ein Robot muß seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.“ 2 .
1 Vgl. Kraiss, Karl-Friedrich: Lehrstuhl für technische Informatik an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule: http://www.techinfo.rwth-aachen.de/Expo/content/robotik_geschichte/kapitel1.htm
2 Asimov, Isaac: Alle Roboter-Geschichten. Übersetzt von Wulf H. Bergner u. a. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe
7 2004, S. 6
- 3 -Heutzutage sind Roboter frei programmierbare Maschinen, geschaffen zur Erfüllung von bestimmten Aufgaben. Sie gelten als menschliches Werkzeug, dessen Leistungsmerkmale durch Autonomie und Bewegungsfähigkeit und ebenso durch die aus dem biologischen Kontext stammenden Eigenschaften Verhalten, Intelligenz und abhängig vom Zweck, auch durch Emotionen gekennzeichnet sind.
Innerhalb interdisziplinärer wissenschaftlicher Arbeitskreise wurde folgende Definition entwickelt:
Roboter sind sensumotorische Maschinen zur Erweiterung der menschlichen Handlungsfähigkeit. Sie bestehen aus mechatronischen Komponenten, Sensoren und rechnerbasierten Kontroll- und Steuerfunktionen. Die Komplexität eines Roboters unterscheidet sich deutlich von anderen Maschinen durch die größere Anzahl von Freiheitsgraden und die Vielfalt und den Umfang seiner Verhaltensformen. 1
Roboter mit menschenähnlicher Erscheinung werden als humanoide Roboter (auch Androiden) bezeichnet.
2.2 Geschichte der Roboter bis zur Entwicklung humanoider Roboter
Die Wurzeln moderner Roboter reichen weit zurück in die Antike bis um 800 v. Chr., bereits im alten Ägypten gab es bewegliche Statuen und Masken mit versteckten Bewegungsmechanismen, diese verwendeten z.B. Priester um ihre Macht gegenüber den Herrschern und dem Volk mit Hilfe von beeindruckenden Täuschungen, als „Wunder“ deklariert, zu stützen. Beispiele hierfür sind sich selbstständig öffnende Tempeltore, sich selbst bewegende Statuenarme oder auch Statuen der Göttin Artemis, aus deren Brüsten Milch lief. 2
Etwa um 270 v. Chr. entwickelte der griechische Erfinder Ktesibios aus Alexandria, dessen Arbeiten auf die mechanische Lehren Alexander des Großen (356-323 v.Chr.) und ganz ursprünglich auf Archimedes zurückzuführen sind, die erste Uhr, deren Zeitscheibe für eine 360°-Umdrehung genau ein Jahr benötigte. Diese Uhr gilt als das erste Messinstrument, welches präzise mit einem natürlichen Vorgang übereinstimmt. Wie weit die griechische Technologie damals schon entwickelt war, zeigt sich auch am etwa 87 v.Chr. von der Schule des Posidonius
1 Christaller, Thomas u. a.: Robotik. Perspektiven für menschliches Handeln in der zukünftigen Gesellschaft. In: Carl Friedrich Gethmann (Hrsg.): Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung, Bd. 14. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag 2001, S. 19
2 Vgl. Ichbiah, Daniel: Roboter. Geschichte _ Technik _ Entwicklung. Übersetzt von Monika Cyrol u. a. München: Knesebek 2005, S.12
- 4 -entwickelten Mechanismus von Antikythera (Abb. 2). Dieser konnte nach Eingabe von spezifischen Daten, den Stand der Sonne, den des Mondes und die Positionen von Planeten, mechanisch berechnen und war somit das früheste Exemplar einer Maschine, die Informationen verarbeiten und daraus ein Ergebnis berechnen kann. Aufbauend auf dem Schaffen von Ktesibios schrieb Heron von Alexandria, welcher als größter griechischer Ingenieur seiner Zeit galt, um 85 n. Chr. ein Buch über Automaten, Pneumatik und Mechanik, in denen er die antiken „Wunder“ (s.o.) aufdeckte. Er baute den ersten Dampfmotor und weitere Automaten.
Die über die Jahrhunderte gesammelten Erkenntnisse und Entwicklungen der Griechen wurden von den Schreibern des Kalifen Abdullah al-Manun von Bagdad im frühen neunten Jahrhundert zusammengetragen und im Buch der raffinierten Geräte, dem „Kitab a-Hiyal“ gesammelt. Aufgrund der so überlieferten Informationen bauten die Araber viele weitere Automaten, die z.B. der Hygiene dienten, große Uhren und Glockenspiele mit beweglichen Figuren 1 , welche wiederum von den Europäern während der Kreuzzüge zwischen 1096 und 1291 entdeckt wurden und durch die neues Wissen nach Europa gelangte. 2
In der Zeit der Renaissance wurden viele auf Hydraulik basierende Automaten geschaffen, selbst von Leonardo Da Vinci (1452-1519) glaubt man heute, er habe neben seinen vielen genialen Erfindungen Konstruktionspläne für einen künstlichen Menschen angefertigt, die er jedoch aus Angst der Blasphemie bezichtigt zu werden oder dass Konkurrenten seine Pläne kopieren könnten, vernichtet haben soll. 3 Einen ersten Versuch einen künstlichen Menschen nachzubauen erstrebte der begnadete Automatenkonstrukteur Jacques de Vaucanson (1709-1782), Idol König Ludwigs XV, dies gelang ihm jedoch nicht. 4
Dennoch sollte die Nachbildung des Menschen maßgeblich für die weitere Maschinen- und Automatenentwicklung und insbesondere die Robotertechnik sein.
Im 18. Jh. konstruierten der schweizer Uhrmacher Pierre Jaquet-Droz und sein Sohn Henri Louis drei Automaten in menschlicher Gestalt: einen Zeichner, ein Cembalo spielendes Mädchen und einen Schreiber (Abb. 3). Diese Figuren waren perfekt konstruiert und wirkten so realistisch, dass man die beiden Konstrukteure in Spanien wegen Hexerei anklagen wollte.
1 Vgl. Kraiss, Karl-Friedrich: Lehrstuhl für technische Informatik an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochchschule: http://www.techinfo.rwth-aachen.de/Expo/content/robotik_geschichte/kapitel1.htm
2 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 14
3 Vgl. Kraiss, Karl-Friedrich: Lehrstuhl für technische Informatik an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochchschule: http://www.techinfo.rwth-aachen.de/Expo/content/robotik_geschichte/kapitel1.htm
4 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 16
- 5 -Die Epoche des 18. Jahrhunderts war stark durch die Wissenschaft geprägt, das Interesse für die Natur des Menschen, seine Ersetzbarkeit durch künstliche Wesen und die Herstellung künstlicher Gliedmaßen waren kennzeichnend für diese Zeit. 1
Ein erster Grundstein für die späteren Computer und Roboter wurde 1801 von Joseph-Marie Jacquard gesetzt. Er entwickelte den ersten Webstuhl, welcher Informationen automatisch gesteuert umsetzte (Abb. 4). Dieser Automat war ein Wendepunkt in der Herstellungstechnik, welche noch bis heute die Entwicklungsprozesse der industriellen Produktion prägen sollte und vor allem den Einsatz menschlicher Arbeiter ablöste. Bis ins 20 Jh. entstanden somit viele weitere Maschinen zur Optimierung der Produktion im Zuge einer Welle der Umstrukturierung. 2
1936 verfasste der Mathematiker Alan M. Turing (dechiffrierte 1943 den Verschlüsselungscode der Deutschen Wehrmacht) einen Artikel namens „On Computable Numbers, with an Application to the Entscheidungsproblem“ in dem er propagierte, dass sich riesige Mengen an Informationen mit einer Maschine verarbeiten lassen würden, die in ihrer Funktionsweise dem Boole’schen Zahlensystem (Rechenprinzip: 0 und 1) unterläge. Mit der Überzeugung, solch eine Maschine könnte dem Menschen in seiner Leistungsfähigkeit ebenbürtig sein, gab Turing somit Anstoß einen Computer zu bauen.
Dieser wurde dann 1946 an der Universität Pennsylvania fertig gestellt, er hieß ENIAC (Abb. 5), nahm 140 m² Platz ein, wog 30 Tonnen und bestand aus 18000 Röhren. Den ersten Roboterarm entwickelte der Wissenschaftler Raymond Goertz in Argonne, verbunden durch Elektromotoren fungierte er zum Schutz des Menschen. Mit seiner Hilfe war man in der Lage, mit gefährlichen Stoffen aus sicherer Entfernung zu agieren. 3
1956 entwickelte der Informatikprofessor Herbert Simon von der Carnegie Mellon University in Philadelphia gemeinsam mit dem Informatiker Alan Newell das Programm „Logic Theorist“. Dieses war in der Lage selbstständig Beweise für einfache mathematische Theoreme zu erbringen und belegte erstmalig, dass Computer in der Lage sind, eigenständig logische Denkoperationen auszuführen. Somit wurde das Prinzip der künstlichen Intelligenz erschaffen. 4
Wabot-1 (Abb. 6) ist das Ergebnis einer langen Reihe von Prototypen und der erste lebensgroße humanoide Roboter der Welt. Der 1973 von Ichiro Kato & Team an der Waseda Universität in
1 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 16
2 Vgl. Kraiss, a. a. O. 18-23
3 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 26
4 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 26
- 6 -Tokyo hergestellte Roboter bestand aus verschiedenen Teilsystemen, einem zur Kontrolle der Gliedmaßen, einem Stereo-Kamerasystem und einem zur Konversation mit dem er, dank Augen, Ohren und Mund, auf japanisch kommunizieren konnte. Er konnte mit Hilfe des als Laufroboter konstruierten integrierten Modul WL-5 gehen und mit dem Modul WAM-4 mittels taktiler Sensoren greifen und Gegenstände transportieren. Seine mentalen Fähigkeiten für die Bewegungskoordination wurden auf die eines 18 Monate alten Kindes geschätzt. Als weiterer Meilenstein eines „Personal Robot“ gilt Wabot-2 (Abb. 7), orgelspielender Laufroboter, 1985 entwickelt, welcher Noten vom Blatt lesen und mit bis zu 15 Anschlägen pro Sekunde spielen konnte, Er passte sich dem Tempo eines Begleitspielers an. In der Zeit von 1986-1989 entwickelten David Bennett und sein Team am Pacific Northwest Laboratory des U.S. Departement of Energy in Richland, Washington, für die U. S. Army in Dugway, Utah, einen Roboter zum Testen von Schutzkleidung (gegen chem. Kampfmittel, extreme Temperaturen und andere feindliche Umgebungen) namens Manny (Abb. 8). Dieser simulierte menschliche Bewegungen, Atmung, Körper- und Hauttemperatur und sogar Schwitzen, er hatte 15 Gelenke und 42 Freiheitsgrade 1 (Umfang von körperlicher Handlungsfreiheit).
3 Humanoide Roboter - Entwicklungsstand und Zukunft
„Jede große Elektronikfirma und jeder Automobilkonzern dürfte derzeit ein Roboterprojekt am Laufen haben“ 2 vermutet Dan Kara, Präsident von der Firma Robotics Trends. Dabei lässt sich feststellen, dass diese Firmen, neben Universitäten und Hochschulen vor allem eines anstreben: Den Bau eines humanoiden Roboters.
Ich möchte in den folgenden Kapiteln anhand von Beispielen darlegen, weshalb und wofür diese humanoiden Roboter entwickelt werden, wie weit die Forschung vorangeschritten ist und was es für Entwicklungsziele gibt.
3.1 Lohnt sich der Bau humanoider Roboter?
Der Meinung vieler Robotikexperten zufolge könnte sich der Markt humanoider Roboter zum wichtigsten dieses Jahrhunderts entwickeln. Im 20. Jahrhundert waren die Maschinen das Zugpferd der Wirtschaft, jedoch sind alle bis dato entwickelten Systeme in ihrem
1 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel4.htm
2 Dana Kara in: Ichbiah, a. a. O. S. 495
- 7 -Einsatzmöglichkeiten beschränkt, insbesondere Robotersysteme wie Industrieroboter, denen die Arbeitsumgebung angepasst werden muss. „Muss [ein Roboter] Aufgaben mit Interaktionen am Menschen erfüllen, eignen sich humanoide Roboter besser. Ein Roboter, der ähnlich wie ein Mensch konstruiert ist, kann in einer für den Menschen gedachten Umgebung operieren, die gleichen Werkzeuge verwenden, ohne dass diese verändert werden müssten, und mit Menschen zusammenarbeiten“ 1 meint Fumio Kanehiro, Forscher vom AIST (Advanced Information System Technology), Softwarezweig des 1998 begonnenen Human Robotics Project (HRP), wobei die Roboter für unangenehme und undankbare Aufgaben zuständig wären. 2
Vor allem in Japan glaubt man an einen zukünftigen Personal-Roboter-Boom, so hat die japanische Regierung in den ersten 5 Jahren bereits 32,5 Mio. Euro in das HRP investiert. Das wäre in anderen Länder kaum denkbar, da hier ein Nachweis für die praktische Anwendung erbracht werden müsste, bevor Gelder fließen.
Japan ist führend in der Entwicklung von Androiden, in keinem anderen Land der Welt wird so viel an Universitäten und in der Industrie an der Entwicklung von humanoiden Robotern gearbeitet. 3
3.2 Beispiel für einen humanoiden Roboter: Asimo
Asimo - Advanced Step in Innovative Mobility (Abb. 9) , der wohl repräsentativste humanoide Roboter heutzutage, ist das aktuelle Ergebnis der Hochtechnologiestudie Hondas, des 1986 begonnenen Humanoid Robot Research and Development Program[s]. 4
Ziel war es, einen Roboter innerhalb von 20 bis 30 Jahren zu schaffen, der mit dem Menschen koexistieren kann, wobei die Autonomie in der Fortbewegung innerhalb menschlicher Lebensräume als wichtigste Qualität galt. Honda prognostizierte 1986 für sein Unternehmen, dass der Automarkt nicht weiter wachsen wird und sich die Zukunft des Automobils verstärkt auf elektronische Bauteile stützen würde, somit wäre die Forschung auf diesem Gebiet sinnvoll, da sie der Kernkompetenz Hondas diene.
1 zit. n. Fumio Kanehiro in: Ichbiah, a. a. O. S. 116
2 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 116
3 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S.129-132
4 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel4.htm
- 8 -Ein Androider war also als Zugpferd der neuen Strategie ideal geeignet. Honda investierte bis 1997 ca. 100 Mio. Dollar in die Forschung und Entwicklung des humanoiden Roboters. Nach 10 Vorläufermodellen (Abb. 10), präsentierte Honda 2001 die erste Version von Asimo. 1
Der am 13.12.2005 von Honda präsentierte Roboter ist das momentan modernste Modell von Asimo (technische Spezifikationen, siehe Abb. 11). 2
Asimo kann laufen und rennen, Treppen steigen, Menschen optisch und akustisch erkennen und differenzieren. Er kann mit Menschen sprechen und auf Kommandos reagieren, weiterhin erkennt Asimo Körperhaltung und Gesten und ist sowohl in der Lage diese nachzuahmen als auch fähig Begrüßungsgesten wie Händeschütteln, Verbeugung oder Winken zu simulieren (Abb. 12 und Videoclip3).
Der Roboter ist in der Lage Gleichgewichtsverschiebungen auszugleichen, er kann sich flüssig bewegen, Gegenstände tragen oder schieben und tanzen, diese bewegliche Flexibilität verdankt er 26 Freiheitsgraden. Asimo kann sich auch mit dem Internet verbinden und Informationen wie z. B. den Wetterbericht abrufen. Aus dem Spektrum seiner Fähigkeiten lässt sich eindeutig ableiten, dass Asimo als Dienstleister fungieren soll, so wird sein Potenzial besonders im Servicerobotikbereich gesehen. Derzeit sind seine Nutzungsmöglichkeiten auf die geringfügigen Tätigkeiten eines „Hi-Tech-Image vermittelnden Empfangsmaskottchen“ in Konzernen wie IBM oder als kleine Showeinlage für Disneyland beschränkt, sie werden jedoch zukünftig aufgrund der enormen Alterung in Japan (vgl. Kapitel 3.3) und dem sich so eröffnenden Markt potenziell steigen. 3
Mittelfristig soll Asimo der Grundlagenforschung der künstlichen Intelligenz unter dem noch jungen Forschungsansatz „Embodiment“ (Intelligenz braucht einen Körper - vgl. Kapitel 3.5) dienen. 4
In Europa bewirkt der Auftritt Asimos eher gemischte Gefühle, ist das Bild vom Roboter doch durch zahlreiche Literatur negativ geprägt. Seinen Erfolg und den enormen Zuspruch hat er nicht
1 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 121-126
2 Vgl. ASIMO Humanoid Robot - Honda Robotic Technology Tours N America. http://asimo.honda.com
3 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 129-132
Vgl. Hertlein, Pressestelle der TU Darmstadt: Aktuell - Asimo an der TU Darmstadt. http://www.tudarmstadt.de/aktuell/asimo.tud
Vgl. ASIMO Humanoid Robot - Honda Robotic Technology Tours N America. http://asimo.honda.com Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel4.htm
4 Vgl. Hertlein, a. a. O. http://www.tu-darmstadt.de/aktuell/asimo.tud
- 9 -zuletzt seinem Herkunftsland Japan zu verdanken, in dem „Roboter zur Popkultur […] gehören“
1 zu scheinen. 2
3.3 Künftige Einsatzgebiete humanoider Roboter
Was den zukünftigen Einsatz humanoider Roboter für bestimmte Zwecke betrifft, sehen Forscher und Hersteller verschiedene Möglichkeiten der Nutzung. Es gibt Unterhaltungsroboter, wie Sonys Qrio (Abb. 13 und Videoclip2), Morph 3 von Kitano Symbiotic Systems (Abb. 14) oder HOAP-1 von Fujitsu (Abb. 15). 3
Auch im Militär spielen humanoide Roboter eine große Rolle, so arbeitet die NASA in Kooperation mit der Forschungsorganisation des amerikanischen Verteidigungsministeriums DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) an einem Roboterastronauten namens Robonaut B (Abb. 16 und 17), welcher sich über einen menschlichen Operateur, dessen Bewegungen sich auf den Roboter übertragen, steuern lässt. 4 Der Vorteil liegt klar auf der Hand, ein humanoider Roboter eignet sich sehr gut im Bereich der Teleoperation in gefährlichen Gebieten, da er sich bewegen kann wie ein Mensch, und handelt wie der Operateur ihn steuert, ohne das ein Mensch direkt im Kontakt mit der Gefahr steht. 5
Die starke Alterung der Bevölkerung wird zukünftig ein ernsthaftes Problem sein, derzeit gibt es in Japan über 20000 Hundertjährige und in Deutschland wird jeder Dritte in neun Jahren über 60 Jahre alt sein (vgl. Abb. 18). Es wird mehr alleinstehende alte Menschen geben, gehandicapt durch den Ausfall sensorischer, mentaler und motorischer Funktionen. Der Bedarf an Dienstleistung im Pflegebereich wird demzufolge stark steigen, dieser würde sich jedoch zu personal- und kostenintensiv gestalten. 6
„Roboter, die Menschen helfen […], sind Zukunft“ 7 äußert Takanea, Chefingenieur von Hondas Asimo. Eine intelligente Robotik könnte viele Aufgaben im sozialen Kontakt mit dem Menschen
1 König, Peter: Aufrecht in die Zukunft. Stand und Trends der Robotik in Wissenschaft und Anwendung. In: C’t -Magazin für Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 128
2 Vgl. ebd. S. 128
3 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 131-139
4 Vgl. CNN.com. http://www.cnn.com/2004/TECH/space/08/23/robot.nasa/index.html
5 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel5.htm
6 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 131-139 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel5.htm
7 zit. n. Takanea, in: Séché, A.: Roboter. Bald sind sie fit für ein Leben mit uns. In: P.M. Ausgabe 11, 2003, S. 50
- 10 -bewältigen und somit ist der Einsatz als Serviceroboter das stärkste Argument für die Entwicklung menschenähnlicher Roboter.
Er soll ein Freund und Pfleger für kranke, behinderte und alte Menschen in der Heimumgebung sein. Hier ist es notwendig, dass sich ein Roboter dem Umfeld anpasst und nicht das Umfeld dem Roboter, da ja der menschliche Lebensbereich wiederum dem Menschen angepasst ist. Im Gegensatz zu einem einseitig spezialisierten Roboter ist ein Android fähig sich überall hin zu bewegen, wo auch ein Mensch sich hinbewegen kann, er kann die gleichen Gegenstände benutzen und soll ihn unterhalten, mit ihm kommunizieren und zusammenarbeiten können. Ein Roboter könnte lange Zeit mit dem Menschen verbringen ohne müde zu werden, ihn im Haushalt und anderen täglichen Verrichtungen unterstützen und seine sensorischen, mentalen und motorischen Handicaps ausgleichen. 1
Der Pflegeroboter Care-O-bot (Abb. 19) zum Beispiel., der vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung entwickelt wird, holt und bringt Gegenstände (Videoclip 3 und Videoclip 4), überwacht die Körperfunktionen eines Menschen, kümmert sich um Licht und Heizung etc., übernimmt das Terminmanagement, versteht derzeit einfache Befehle wie „Geh in die Küche“, dient als Gehhilfe und kann den Arzt per Bildtelefon ans Krankenbett holen. Er orientiert sich mittels Kamera und bewegt sich auf Rollen. Doch derzeit ist Care-O-bot einfach noch zu teuer (ca. 10000 Euro) und schlichtweg zu unausgereift um eingesetzt werden zu können (Wie Care-O-bot eingesetzt werden könnte, kann man in Videoclip 5 an einem Beispiel sehen). 2
Auch Asimo und andere Roboter humanoider Gestalt sind noch längst nicht reif für den Durchbruch in der Praxis, so resultiert als weiteres Einsatzgebiet die Forschung und Entwicklung an den Robotern und ihren Teildisziplinen selbst. Im nächsten Kapitel werden Probleme bei der Entwicklung humanoider Roboter verdeutlicht und aufgezeigt, welchen Herausforderungen sich die Forscher noch stellen müssen um ihre Vorstellungen umsetzen zu können.
3.4 Technische Herausforderungen zur Vermenschlichung der Roboter
In einer offiziellen Erklärung im Rahmen der Robotermesse Robot Fair,
1 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel5.htm
2 Vgl. Care-O-bot: Fraunhofer Institut für Produktions- und Automatisierungstechnik. http://www.care-o-bot.de Vgl. Serviceroboter "Care-O-bot" liebt Hausarbeit, br-online http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/roboter/careobot.xml
- 11 -die im Februar 2004 in Japan stattfand, hieß es zur Zukunft der Roboter:
1- Die Roboter der nächsten Generation werden partnerschaftlich mit dem Menschen zusammenleben.
2- Sie werden Menschen auf physischer und psychischer Ebene unterstützen.
3-Sie werden zum Aufbau einer sicheren und friedlichen Gesellschaft beitragen. 1
Diese visionären Zielstellungen spiegeln die Vorstellungen der meisten japanischen Forscher wider, die in den Robotern ein großes Potenzial für die Gesellschaft sehen.
Doch „Robotik ist noch Grundlagenforschung“ 2 .
Betrachtet man den aktuellen Entwicklungsstand, ist ein Roboter nicht sozialtauglich, denn er ist dem Menschen noch in vielerlei Aspekten unterlegen.
So benötigen die Roboter derzeit allein für das aufrechte Gehen, Gleichgewichtskontrolle und räumliche Navigation die meisten Rechnerkapazitäten, was gerade für die technische Autonomie des mobilen Roboters ein nachhaltiges Problem darstellt. Denn dem Roboter bleibt aufgrund seiner mobilen Architektur zu wenig Rechenkraft um komplizierte Algorithmen oder Verfahren zu verarbeiten, für die er ungeheure Rechenleistung aufbringen und auf große Datenbestände zurückgreifen muss. 3 Dieses Problem gilt es zu lösen, da neben der Fortbewegung und Orientierung den Forschern noch viele weitere Probleme entgegenstehen. Dazu gehören ein intelligenter Sehapparat mit geschickter Objekterkennung (z.B. Differenzierung zwischen belebten und unbelebten Objekten oder verschiedenen Personen), ein dreidimensionales Hörvermögen, ein geschickter Handeinsatz, die Modellierung menschlicher
Handhabungsfähigkeiten und Reflexe als auch künstliche Haut und Muskeln, um die taktilen Sinne zu verbessern bzw. die Bewegungen energieeffizienter und die motorischen Fertigkeiten ausgeklügelter zu gestalten. 4
Ebenso bedeutend wie die Intelligenz zur Steuerung des Roboters sind die Werkzeuge geistiger Intelligenz. Gekennzeichnet wird diese durch Kommunikation und Sprache, Lernen, Wissen und logisches Denken.
Ist der Roboter bei ausgetüftelter Programmierung doch dem Menschen im logischen Denken potenziell weit voraus - ein aktueller Desktop-PC benötigt zum fehlerfreien Ausführen von hunderten Millionen von Rechenoperationen nur wenige Sekunden, wofür ein Mensch mit
Vgl. Séché, Andreas: Roboter. Bald sind sie fit für ein Leben mit uns. In: P.M. Ausgabe 11, 2003, S. 50
1 Ichbiah, a. a. O. S. 495
2 Séché, a. a. O. S. 52
3 Vgl. König, a. a. O. S. 128
4 Vgl. ebd. S. 128 und 131-139
- 12 -Rechenfehlern sein ganzes Leben bräuchte - so steht er dem Menschen trotzdem in elementarsten Eigenschaften nach. Er hat weder Bewusstsein, Denken, Kultur, Emotionen oder Kreativität. 1
Diese Eigenschaften sollen neben Kommunikation, Sprache, Lernen, Wissen und logischem Denken im Forschungsbereich der künstlichen Intelligenz, den Kognitionswissenschaften und dem noch jungen Feld Mensch-Roboter-Interaktion geschaffen werden.
Es gibt zwei Forschungsansätze, welche die Vermenschlichung von Robotern verfolgen, meint Rolf Pfeifer, Direktor des Labors für künstliche Intelligenz in Zürich. Der erste lautet „Embodiment“. Seit geraumer Zeit versuchen Psychologen, Informatiker und Neurophysiologen zu verstehen, wie Wahrnehmung und Erkennen funktionieren. Der Gedanke dahinter ist, dass Intelligenz einen Körper braucht: „Kognition ist mit Entwicklung verbunden, Entwicklung erfordert Erfahrung, Erfahrung kann selbstständig nur über Handeln gewonnen werden. Daher muss ein kognitives System über einen Körper verfügen“ 2 , erklären die Wissenschaftler des RobotCub (Cub = Cognitive Universal Robot). Rodney Brooks (Abb. 27, Vgl. Kapitel 4.1), Leiter der Artificial Intelligence Group am Massachusetts Institut of Technology ist ein bekannter Vertreter dieses Forschungsansatzes. Er arbeitet mit seiner Forschungsgruppe an Cog (Abb. 20), einem Roboter der menschliche Form besitzt und durch Beobachtung und Nachahmung lernt. Cog ist nicht gewöhnlich programmiert, er entwickelt sich eigenständig unter festgelegten Verarbeitungsregeln weiter (Videoclip 6). 3
Dem zweiten Forschungsansatz „Cheap Design“ liegt eine einfache Ausstattung des Roboters zugrunde. Mit dem Argument, die Rechenkapazität solle effektiver für die Intelligenz verwendet werden, indem der Roboter beispielsweise einfache Bewegungssensoren anstatt aufwendiger Kameras verwendet und sich dynamische Bewegungsprozesse (z. B. den Schwung des Beines beim Laufen) zunutze macht, anstelle den Großteil der Rechenressourcen in Beschlag zu nehmen, wird dieser begründet. 4
Der Mensch neigt dazu eine intelligente Maschine zu personifizieren. Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter der Abteilung Kommunikation an der Privaten Universität in Witten/Herdecke schreibt
1 Vgl. Brooks, Rodney u. a.: Computer. Gehirn: Was kann der Mensch? Was können die Computer? In: Begleitpublikation zur Sonderausstellung im Heinz Nixdorf MuseumsForum. Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh 2001, S. 39 und 205-233 Vgl. Séché, a. a. O. S. 52
2 König, a. a. O. S. 129
3 Vgl. Kraiss, a .a. O. /kapitel4.htm
4 König, a. a. O. S. 129
- 13 -zur Mensch-Computer-Beziehung: „Fest steht jedenfalls, dass Zuschreibungen […] Ausdruck eines Normalisierungsprozesses sind, aus dem heraus der Nutzer bereit sind, in Computern reale Sozialpartner zu sehen“ 1 . Wenn sich also ein Roboter wie ein soziales Wesen verhält und mit ihm auf sprachlicher Ebene und erst recht auf emotionaler Ebene kommuniziert, projiziert der Mensch Charaktereigenschaften, ja sogar eine eigene Persönlichkeit in diesen. Um Gefühlsausdrücke in humanoiden Robotern modellieren zu können greifen die Forscher oft auf Gefühlsschemata aus der Psychologie zurück (Gesichtsrobotik und Emotional Computing). Dabei beruft man sich auf sechs Basisemotionen - Freude, Wut, Überraschung, Ärger, Angst und Ekel - um eine Schnittstelle für die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter zu schaffen. 2
Beispiele für „emotionale“ Gesichtsroboterstudien sind Kismet 3 (Abb. 21 und Videoclip 7), oder Mark II (Abb. 22). Beide Roboter können selbstständig lernen und reagieren auf bestimmte kommunikative Reize mit dem entsprechenden Gesichtsausdruck. 4
Der Meinung Hiroaki Kitanos (Spezialist für künstliche Intelligenz und Leiter der Sony Computer Science Laboratories,) zufolge, wird die Produktion von zu menschähnlichen Robotern wenig wirtschaftlichen Sinn haben. 5 Damit widerspricht er den Personal-Robot-Boom-Gläubigen (vgl. Kapitel 3.1), doch seine These wird durch die Theorie von Mashiro Mori gestützt. Ihm zufolge tritt häufig der Effekt der Verstörung bis hin zu Abwehr von Maschinen ein, wenn die Maschine zu menschenähnlich designt ist. Bei zu starker Ähnlichkeit verschwindet das Gefühl der Vertrautheit und stattdessen treten Fremdheitsgefühle auf (Abb. 23). 6 .
Kitano untermauert seine These mit folgendem Argument:
Langfristig - in 30 bis 50 Jahren - könnten Roboter eingesetzt werden, wobei sie sich jedoch vom Menschen unterscheiden und spezielle Funktionen haben werden. […] sozial gesehen hat die Entwicklung von Robotern mit menschlichem Aussehen wenig Sinn. Roboter müssen Spezialisten bleiben. Sie sollten gewisse Aufgaben tausendmal besser bewältigen als wir, damit wir daraus Nutzen ziehen können. 7
1 Kaltenborn, Olaf in: Bolz, Norbert u. a./ Münkel, Andreas (Hrsg.): Was ist der Mensch? München: Wilhelm Fink Verlag 2003, S. 188
2 Vgl. Christaller, a. a. O. S. 88
3 befindet sich ebenfalls in der Entwicklung von Rodney Brooks und seinem Team
4 Vgl. Weber, Jutta: Der Roboter als Menschenfreund. Wie das neue Forschungsfeld Mensch-Roboter-Interaktion den Dienstleistungsbereich erobern will. In: C’t - Magazin für Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 144-149 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 140-155
Vgl. Website der Humanoid Robotics Group am Massachusetts Institute of Technology. http://groups.csail.mit.edu/lbr/humanoid-robotics-group/cog
5 Hiroaki Kitano in: Ichbiah, a. a. O, S. 155
6 Vgl. Weber a. a. O. S. 148
7 Hiroaki Kitano in: Ichbiah, a. a. O, S. 155
- 14 - 4 Prognosen und Bewertungen - Fürsprecher und Kritiker der Robotikentwicklung
Mit der Entwicklung der Robotertechnologie gehen viele Ängste und Verunsicherungen in der Gesellschaft einher. Wissenschaftler, Autoren, Dichter, Filmemacher und Künstler verbreiten ihre Visionen, Theorien und Fantasien in ihren Werken Sie befassen sich mit der aufkeimenden Fragestellung der Rolle des Menschen und der Stellung der modernen Technologien in der Zukunft. Praktisch alle technologischen, kulturellen, ethischen und sozialen Aspekte sind bearbeitet worden und werden verarbeitet werden. Schließlich werden jegliche Facetten der menschlichen Existenz durch die Robotik, als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts neben Gen- und Nanotechnologie, berührt.
Spätestens bei der Vorstellung von Asimos direktem Vorgänger P3 im September 1997 wurde eines klar: Der Mensch bekommt womöglich Konkurrenz von einem neuen Wesen, einem Wesen, in dem der Mensch sich selber zu begegnen scheint.
Doch nur weil der humanoide Roboter dem Menschen scheinbar so ähnlich kommt, eignet sich sein momentaner Entwicklungsstand nicht besonders gut für den Mensch-Roboter-Vergleich. Bisher sieht er dem Menschen zwar ähnlich und ist dem Menschen in Bewegung und Verhalten nachgeahmt, trotzdem ist er nicht mehr als eine teure Hi-Tech-Spielerei, die der Grundlagenforschung dient und dem Menschen weit in körperlichen und „geistigen“ Fähigkeiten unterlegen ist. Der wirklich menschenähnliche Roboter ist noch theoretische Zukunftsmusik. So erscheint es mir wichtig, Stellungen etablierter Wissenschaftler, welche in ihren Betrachtungen über die reine Thematik der humanoiden Robotik hinausgehen und die zukünftige Robotikentwicklung weiterführender abschätzen als Beurteilungskriterien heranzuziehen. Sie sollen mir als Grundlage einer eher philosophisch theoretischen Auseinandersetzung mit der Kernfrage dieser Arbeit dienen.
Hans Moravecs 1 (Abb. 24) Theorie, die sich auf das Moor’sche Gesetz 2 beruft, besagt, dass in der Zukunft die Menschen durch ihre eigene künstliche Nachkommenschaft verdrängt werden 3 . Dabei geht er von folgender „postbiologischer“ Zukunftsprognose aus:
Schon heute übertreffen Programme in manchen Bereichen die Menschen. Die in 40 Jahren existierenden Programme, die auf Computern Millionen Mal schneller als auf den heutigen laufen, sollten ziemlich
1 amerikanischer Robotertechniker und Autor, Direktor des Mobile Laboratory der Carnegie Mellon University
2 Laut dem Moor’schen Gesetz verdoppelt sich alle 18 Monate die Geschwindigkeit von Computern (Vgl. Christaller, a. a. O. S. 8)
3 Moravec, Hans: Mind Children. Der Wettlauf zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz. Übersetzt von Hainer Kober. Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag 1990, S. 9
- 15 - übermenschlichsein. Die heutigen Denkprogramme arbeiten mit kleinen Mengen nicht mehrdeutiger Information, die von Menschen zubereitet wurden. […] Universelle Roboter der dritten Generation werden Computer enthalten, die leistungsstark genug sind, um die Welt zu simulieren, über die Simulation nachzudenken und die Ergebnisse des Denkens zu simulieren. […] Ein Roboter der vierten Generation wird dazu imstande sein, Äußerungen über Ziele von einem Menschen aufzunehmen und sie in detaillierte Programme zu kompilieren, die die Aufgabe erfüllen. […] Die vierte Generation der Roboter wird über die allgemeine Kompetenz von Menschen verfügen und uns in einigen Hinsichten ähneln, in anderen aber ganz anders sein als alles, was es bislang auf der Erde gegeben hat. Da sie ihre eigenen Nachkommen entwerfen, wird die Welt immer fremdartiger werden. 1
Bill Joy 2 (Abb. 25), der Moravecs Theorie im Wesentlichen folgt, bestätigt in seinem Artikel „Why the future don’t need us“ 3 , dass der Mensch auf dem besten Wege sei, sich selbst zu ersetzen. Er schlussfolgert, wenn man neuste Erkenntnisse der Robotik, Gen- und Nanotechnologie kombiniere, ergäben sich völlig neue Modifikationsmöglichkeiten, deren mögliche Folgen kaum aufzuhalten seien. Er zieht die Möglichkeit der Auslöschung der Menschheit durch die modernen Technologien in Betracht und ermahnt zu verantwortungsvollem Umgang mit diesen. 4
Ray Kurzweil 5 , Experte für künstliche Intelligenz (Abb. 26), warnt ebenfalls vor den Gefahren selbstreproduktiver Technologien, jedoch hält er einen Komplettausstieg für undenkbar, da den Gefahren ein ebenso großer Nutzen gegenüberstünde. Und so prophezeit er, voller Optimismus, nur zeitlich nicht so knapp bemessen wie in Moravecs Theorie, dass mithilfe des wesentlichen Faktors, dem exponentiellen Wachstum der Rechnerleistung, Roboter 2099 nicht mehr vom Menschen zu unterscheiden seien. 6
Von ähnlichem Optimismus ist auch Rodney Brooks’ (Abb. 27, bereits in Kapitel 3.4 erwähnt) Einstellung geprägt: „Ich möchte, dass wir eines Tages einen Roboter haben werden, der nicht möchte, dass man ihn ausschaltet“ 7 .
Doch wagt sich Brooks nicht, so weitreichende Prognosen aufzustellen, wie Moravec oder Kurzweil, eher demontiert er ihre Thesen:
1 Moravec, Moravec, Hans: Die Evolutionen postbiologischen Lebens. Artikel auf der Webseite des Heiseverlages, erschienen am 01.01.1996. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/6/6055/1.html
2 gilt als Vater des Open-Source-Gedankens und Miterfinder der Programmiersprache Java, Chef-Forscher von Sun Microsystems
3 http://www.wired.com/wired/archive/8.04/joy.html
4 Vgl. Christaller, a. a. O. S. 7
5 erhielt von Präsident Clinton die National Medal of Technology, Bill Gates spricht von ihm als dem führenden Experten im Bereich der Künstlichen Intelligenz, Preisträger des Lemelson-MIT Prize
6 Vgl. Christaller, a. a. O, S. 7
Vgl. o.V.: Wir sind die Roboter. In: HotSpot Magazin, Ausgabe 3, 2005, S. 6-13
7 Zit. n. Brooks, in: Ichbiah, a. a. O. S. 117
- 16 - Keinervon ihnen ist in der Lage, genau zu beschreiben, welche neuen Einsichten jenseits der bloßen Rechnerleistung erforderlich wären, um eine Gleichwertigkeit mit der menschlichen Intelligenz zu erreichen 1
Außerdem stellt er das Moor’sche Gesetz grundsätzlich in Frage, welches ja die Basis für Moravecs und Kurzweils Theorien bildet.
So prognostiziert Brooks anders als Moravec und Kurzweil für die Zukunft die Vermischung von Mensch und Maschine zu einer neuen Spezies: „Menschmaschinen“. Im gleichnamigen Buch mit dem Untertitel „Wie uns die Zukunftstechnologien neu erschaffen“ propagiert er, dass die Einheit von Roboter- und Biotechnologie und menschlichem Körper uns „in vieler Hinsicht [zu] Übermenschen [machen]“ 2 werde.
Professor Thomas Christaller 3 (Abb. 28) wiederum setzt den Betrachtungen von Brooks und Moravec einen eher nüchternen Blick entgegen:
Die Hauptquelle für die Überlegungen, wie sie Brooks und Moravec aber auch Ray Kurzweil (Kurzweil 2000) und Bill Joy aufstellen, scheinen darin zu liegen, kognitive Fähigkeiten und Intelligenz ausschließlich als Informationsverarbeitungsprozesse anzusehen, die gemäß der „Physical-Symbol System Hypothesis" auf einer generischen physikalischen Computer-Hardware ablaufen können. Aber was ist, wenn diese Hypothese für biologische Systeme nicht zutrifft? Das könnte sehr gut sein, denn eine Reihe von Ergebnissen der Gehirnforschung deuten daraufhin, dass die Prozesse, die üblicherweise als neuronale Informationsverarbeitung interpretiert werden, ihre physikalisch-chemischen Basismechanismen dauernd verändern. 4
Das bedeutet, während des Denkens treten kontinuierlich physische und chemische Veränderungen in der Hirnstruktur auf, welche die Denkprozesse permanent verändern und sich so nicht wiederholen lassen. Eine herkömmliche physikalische Hardware ist im Gegensatz zu einem „biologisch-flexiblen“ System jedoch nicht im Stande dies zu ermöglichen.
Nichtsdestotrotz bleibt die Frage offen, ob die Menschen daran interessiert sein sollten, die Vermenschlichung der Maschinen so weit voranzutreiben, dass eigenständig „denkende“ und handelnde Roboter entstehen könnten, die dem Menschen schaden oder gar seine Existenz bedrohen. Roboter die den Menschen ersetzen weil sie besser sind?
1 Brooks, Rodney: Menschmaschinen. Wie uns die Zukunftstechnologien neu erschaffen. Übersetzt von Andreas Simon. Frankfurt am Main: Campus Verlag GmbH 2002, S. 224
2 Brooks, a. a. O. S. 250
3 Mathematiker, Prof. für künstliche Intelligenz an der Universität in Bielefeld, Leitung des Forschungsbereichs „Künstliche Intelligenz“ am Institut für angewandte Informationstechnik, Forschungsgebiete: Kognitive und Verhaltensorientierte Robotik, Architekturen für KI-systeme
4 Christaller, a. a. O. S. 84
- 17 -Christaller und seine Kollegen 1 sprechen bezüglich dieser Fragestellung vom Wandel von einer rationalistischen zu einer ganzheitlichen Weltsicht in der Roboterentwicklung:
Früher galt es als höchstes Ziel Roboter zu bauen, die die Arbeit von Menschen ausführen können: Roboter sollten ähnlich geschickt sein wie der Mensch. Heute dagegen hat man erkannt, dass es sinnvoller ist, Roboter zu bauen für Arbeiten die der Mensch nicht ausführen kann oder möchte 2
Das sind schwere, unangenehme, gefährliche Arbeiten (z. B. Straßenbau, Abfallwirtschaft, Fabrikarbeit, Land-und Forstwirtschaft). Der Roboter soll der „lange Arm“ des Menschen sein, ein intelligentes Werkzeug oder Partner statt eines Arbeitskonkurrenten. „Arbeitsorientiert statt technikorientiert“ lautet der Grundgedanke, welcher sich zumindest im Produktionsbereich durchgesetzt hat. 3
5 Fazit
Roboter - der bessere Mensch?
Dieser Frage wohnt ein Widerspruch inne. Paradoxerweise setzt sie voraus, dass der Roboter ein Mensch sei und umgekehrt der Mensch ein Roboter.
Doch der Mensch ist definitiv kein Roboter und der Roboter ist kein Mensch, sind der Roboter und der Mensch doch physisch und „psychisch“ unterschiedlich konstituiert. So ambivalent diese Frage erscheint, dient sie als Grundsubstanz für Moravecs oder Kurzweils Betrachtungen von Intelligenz. Sie „[…] nehmen an, Intelligenz sei artunabhängig mess- und vergleichbar - nicht nur zwischen biologischen Arten sondern auch in Bezug auf künstliche Systeme“ 4 Aber Intelligenz ist zweckorientiert, sie ist das Werkzeug eines jeden Lebewesens zum Erfüllen von bestimmten motivationsbedingten Aufgaben und Funktionen.
Diese sehen je nach Tierart, (ich schließe hier den Menschen mit ein) unterschiedlich aus. So benötigt zum Beispiel ein Fisch allein für seine Fortbewegung unter Wasser eine andere Intelligenz als der Mensch oder ein Reh zum Laufen.
1 weitere Autoren stammen aus den Wissenschaftsbereichen Technikfolgenbeurteilung, Mikroneurochirurgie, Mechatronik, Robotik, Sensorik, Mensch-Maschine-Interfaces, Lernen, Telerobotik, Chirurgie-Robotik, Gesundheitspolitik, Telemedizin, Medizinethik, rechtl und techn. Fragestellungen der Informationstechnik, Wirtschaftsrecht, Philosophische Anthropologie und Angewandte Ethik (Vgl. Christaller, a. a. O. IX-XI)
2 Christaller, a. a. O. S. 35
3 Christaller, a. a. O. S. 35-36
4 Christaller, a. a. O. S. 84
- 18 -Ich möchte an dieser Stelle kurz meine (durch Kommunkiationsforscher Paul Watzlawick beeinflusste) Auffassung von Intelligenz an einem Beispiel erläutern. Im Buch „Wie Wirklich ist die Wirklichkeit?“ von Watzlawick steht geschrieben, dass ein Delfin ein größeres Gehirn (mit mehr Windungen) hat als der Mensch und demnach mehr Intelligenzpotenzial besitze als der Mensch. Dieses schöpfe er jedoch nicht aus, da er für seine (auf einer bestimmten Motivation beruhenden) Lebensfunktionen und Lebensfähigkeiten nicht mehr Intelligenz benötige bzw. einsetze als in seiner Realität notwendig sei. 1 Dem Menschen wiederum rechnet man trotzdem mehr Intelligenz zu als dem Delfin, da er nahezu alles tun kann. (Er kann fliegen, sprechen, rechnen, etc.). Der Mensch stellt sozusagen die „Krone der Schöpfung“ dar. Diese Sicht aber setzt voraus, dass Intelligenz artunabhängig sei. Der Mensch benötigt jedoch eine andere Intelligenz als der Delfin, da sein Lebensraum, seine Wahrnehmung und seine natürliche Beschaffenheit, kurzum seine Realität völlig andere Voraussetzungen verlangt und Anforderungen stellt, als die des Delfines. So verlangt die Welt des Menschen deutlich differenziertere Intelligenzen als die des Delfines. Der Delfin könnte aber aufgrund seiner physischen Voraussetzungen durchaus intelligenter sein als der Mensch, jedoch gebraucht er nicht mehr Fähigkeiten in seiner Realität und demnach entwickelt er auch nicht mehr Intelligenz, bzw. andere Intelligenz, die seine Lebensumstände ja auch nicht erfordern. Intelligenz hängt also von den natürlichen Umständen eines Lebewesens ab, sei es die genetische veranlagte Intelligenz eines Lebewesens oder die Intelligenz mit der sich ein Lebewesen einem Lebensraum anpasst oder beide, da sie sich ja gegenseitig bedingen. Ich schlussfolgere, Intelligenz ist ein relativer, dynamischer und selbstorganisierter und Prozess und daher nur bedingt objektiv vergleichbar.
Ebenso dürfte das für den Vergleich zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz gelten. Eine Bestätigung dafür, dass ein Vergleich nur beschränkt möglich ist, wäre, dass die in Kapitel 3.4 benannten Werkzeuge der Intelligenz (Kommunikation und Sprache, Lernen, Wissen und logisches Denken) und grundlegende Bausteine menschlicher Intelligenz, wie die ebenfalls in Kapitel 3.4 aufgeführten Eigenschaften (Bewusstsein, Denken, Kultur, Emotionen oder Kreativität) einander bedingen und nur durch Wechselwirkung funktionieren, künstliche Intelligenz diese lediglich simuliert bzw. simulieren soll.
1 Watzlawick, Paul: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen. München, Piper, Taschenbuch Sonderausgabe 2005, S. 160-173
- 19 -Unter dieser Betrachtung ist dem Vergleich von Mensch und Roboter die wahrscheinlich elementar bedeutendste Grundlage entzogen. Wie also könnte ein Roboter ein besserer Mensch sein? Ich denke - überhaupt nicht.
Wie Christaller und seine Kollegen es schon formuliert haben, ist der Roboter ein Werkzeug, ein intelligentes Werkzeug des Menschen, da der Mensch es einsetzt um seine Intelligenz zu erweitern. Das folgende Beispiel soll dies veranschaulichen: Die Werkzeuge Stift und Papier. Beide sind Grundlage für Notizen oder Rechnungen und bilden dadurch eine Basis für abstrakte Überlegungen, denen das Gehirn ohne Hilfe dieser Werkzeuge nicht gewachsen wäre. Demnach wird dem menschlichen Streben nach geistigem Wachstum erst unter Einbeziehung von Werkzeugen stattgegeben. Und Roboter sind Werkzeuge, das bestätigt die allgemein gültige Definition. Wenn ich an dieser Stelle nochmal die Frage stelle, ob der Roboter der bessere Mensch sei, würde sich ebenso die Frage eröffnen, ob das Werkzeug der bessere Mensch sei, doch logisch ergibt sich,
dass nur der „Mensch mit dem Werkzeug der bessere Mensch“ sein kann.
Statt in Asimo und seinen „Freunden“ einen zukünftigen Konkurrenten zu sehen, sollte man sich vor Augen halten, welche Möglichkeiten uns diese Technologien bieten, unser Denken zu beflügeln. Forschungsprojekte wie Asimo bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten um nach Lösungen zu suchen, die uns neue Erkenntnisse bescheren und uns herausfordern, uns selber besser zu verstehen.
Dass der Roboter den Menschen in der Evolution hinter sich lassen könnte, halte ich für nahezu unmöglich, ist es doch nur menschlich, dass der Mensch besagte „Krone der Schöpfung“ sein möchte und auch bleiben will. So hat der Mensch die Entscheidungsgewalt, wie er den Roboter einsetzt: Er kann sich den Roboter zunutze machen und somit selbst zum besseren Menschen werden.
- 20 - 6 Literaturverzeichnis
Bücher:
[1] Asimov, Isaac: Alle Roboter-Geschichten. Übersetzt von Wulf H. Bergner u. a. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe 7 2004
[2] Bolz, Norbert u. a./ Münkel, Andreas (Hrsg.): Was ist der Mensch? München: Wilhelm Fink Verlag 2003
[3] Brooks, Rodney: Menschmaschinen. Wie uns die Zukunftstechnologien neu erschaffen. Übersetzt von Andreas Simon. Frankfurt am Main: Campus Verlag GmbH 2002
[4] Brooks, Rodney u. a.: Computer. Gehirn: Was kann der Mensch? Was können die Computer? In: Begleitpublikation zur Sonderausstellung im Heinz Nixdorf MuseumsForum. Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh 2001
[5] Christaller, Thomas u. a.: Robotik. Perspektiven für menschliches Handeln in der zukünftigen Gesellschaft. In: Carl Friedrich Gethmann (Hrsg.): Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung, Bd. 14. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag 2001
[6] Ichbiah, Daniel: Roboter. Geschichte_Technik_Entwicklung. Übersetzt von Monika Cyrol u. a. München: Knesebek 2005
[7] Irrgang, Bernhard: Posthumanes Menschsein? Künstliche Intelligenz, Cyberspace, Roboter, Cyborgs und Designer-Menschen - Anthropologie des künstlichen Menschen im 21. Jahrhundert. Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2005.
[8] Kämpfer, Siegfried: Roboter. Die elektronische Hand des Menschen. Düsseldorf: VDI-Verlag, 2 1985 [9] Moravec, Hans: Mind Children. Der Wettlauf zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz. Übersetzt von Hainer Kober. Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag 1990
- 21 -[10] Prassler, E., Helge-Björn (Hrsg.) u. a.: Robotik in Deutschland. Lehre, Forschung und Entwicklung. Aachen: Shaker Verlag 1998
[11] Sesink, Werner: Menschliche und künstliche Intelligenz. Der kleine Unterschied. Stuttgart: Klett-Cotta 1993
[12] Turkle, Sherry: Die Wunschmaschine. Der Computer als zweites Ich. Übersetzt von Nikolaus Hansen. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH 1986
[13] Watzlawick, Paul: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen. München, Piper, Taschenbuch Sonderausgabe 2005, S. 160-173
[14] Wilke, Manfred: Im Zeichen der Roboter. Berlin: VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften 1984
Zeitschriften und Magazine:
[15] König, Peter: Aufrecht in die Zukunft. Stand und Trends der Robotik in Wissenschaft und Anwendung. In: C’t - Magazin für Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 124-129
[16] o.V.: Wir sind die Roboter. In: HotSpot Magazin, Ausgabe 3, 2005, S. 6-13
[17] Séché, Andreas: Roboter. Bald sind sie fit für ein Leben mit uns. In: P.M. Ausgabe 11, 2003, S 49-54
[18] Weber, Jutta: Der Roboter als Menschenfreund. Wie das neue Forschungsfeld Mensch-Roboter-Interaktion den Dienstleistungsbereich erobern will. In: C’t - Magazin für Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 144-149
- 22 -Internetquellen:
[19] Aufenanger, Stefan: Artikel über Bill Joy
http://www.aufenanger.de/joy%20warum%20die%20Zukunft%20uns%20nicht%20brauc ht.pdf
[20] Change X: Rezension zu Menschmaschinen von Rodney Brooks auf amazon.de: http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/stores/detail/-/books/359615877X/reviews/ref=cm_rev_more_2/302-4279367-2940069
[21] Clark, Andy: Ausschnitt aus seinem Buch „Natural Born Cyborgs“ http://www.edge.org/3rd_culture/clark/clark_index.html
[22] Hertlein, Pressestelle der TU Darmstadt: Aktuell - Asimo an der TU Darmstadt http://www.tu-darmstadt.de/aktuell/asimo.tud
[23] Joy, Bill: “Hope is a Lousy Defense”
http://www.wired.com/wired/archive/11.12/billjoy.html
[24] Joy, Bill “Why the future don’t need us”
http://www.wired.com/wired/archive/8.04/joy.html
[25] Kraiss, Karl-Friedrich: Lehrstuhl für technische Informatik an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule:
http://www.techinfo.rwth-aachen.de/Expo/content/robotik_geschichte
[26] K urzweil, Ray im Inteview mit Daniel Weber (NZZ Folio)
http://www-x.nzz.ch/folio/archiv/2001/12/articles/kurzweil.html
[27] Lippold, Dr. Björn: Die Geschichte der Roboter. Artikel Chemie.DE Information Service: http://www.chemie.de/articles/d/info/45201
[28] Moravec, Hans: Die Evolutionen postbiologischen Lebens. Artikel auf der Webseite des Heiseverlages, erschienen am 01.01.1996 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/6/6055/1.html
- 23 -[29] o. V.: Literatur: Menschliche Roboter. Artikel Geo.de:
http://www.geo.de/GEO/kultur_gesellschaft/2004_03_GEO_skop_literatur/index.html?li nkref=geode_teaser_toc_text&SDSID=80849700000021129471440
[30] o. V.: Website der Humanoid Robotics Group am Massachusetts Institute of Technology http://groups.csail.mit.edu/lbr/humanoid-robotics-group/cog/
[31] o. V.: World’s greatest android projects
http://www.androidworld.com/prod01.htm
[32] o. V.: MIT Cog Project - Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/MIT_Cog_project
[33] o. V.: Care-O-bot: Fraunhofer Institut für Produktions- und Automatisierungstechnik http://www.care-o-bot.de
[34] o. V.: CNN.com
http://www.cnn.com/2004/TECH/space/08/23/robot.nasa/index.html
[35] o. V.: Webseite von Ray Kurzweil
http://www.kurzweilai.net/
[36] o. V.: @t-mix.de - Bill Joy Personen Online Lexikon
ttp://www.at-mix.de/bill_joy.htm
[37] o. V.: Über Ray Kurzweil - Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Kurzweil
[38] o. V.: ASIMO Humanoid Robot - Honda Robotic Technology Tours N America http://asimo.honda.com
[39] o. V.: Serviceroboter "Care-O-bot" liebt Hausarbeit, br-online ttp://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/roboter/careobot.xml
- 24 -[40] o.V.: Roboter. Wikipedia, Version vom 14. Okt 2005, 22:24 Uhr: http://de.wikipedia.org/wiki/Roboter
[41] o. V.: Über Dr. Prof. Thomas Christaller -
http://www.ais.fraunhofer.de/people/Thomas.Christaller/
[42] Sparmann, Anke: Roboter: Das Gesicht der Zukunft. Artikel Geo.de: http://www.geo.de/GEO/wissenschaft_natur/technik/2001_08_GEO_roboter_index/index .html?linkref=geode_suche&q=roboter
- 25 - 7 Anlagen
Anlage Nr. Seite Anlage 1 Abbildungen 26 Anlage 2 Nachweis der Abbildungsquellen 36 Anlage 3 CD mit Videoclips 38 Anlage 4 Nachweis der Videoclipquellen 39
- 26 - Anlage1 Abbildungen
Abb. 1)
Plakat zur Uraufführung von R.U.R. in Prag 1921
Abb. 2)
Relikte des Mechanismus von Antikythera
Abb. 3)
Die drei Automaten von Pierre Jaquet-Droz und seinem Sohn Henri Louis
(links: der Schreiber, mittig: das Cembalo spielende Mädchen, rechts: der Zeichner)
Abb. 4)
Webstuhl von Jacquard
Abb. 8) Abb. 9) Manny Asimo
Abb. 10)
Asimos Vorläufermodelle - oben von links: E0, E1, E2, E3, E4; unten von links: E5, E6, P1, P2, P3
Abb. 22)
Mark II - verschiedene Gesichtsausdrücke
Abb. 23)
Vertrautheit-Ähnlichkeitskurve nach Mashiro Mori
Abb. 24) Abb. 25) Abb. 26) Hans Moravec Bill Joy Ray Kurzweil
Abb. 27) Abb. 28) Rodney Brooks Thomas Christaller
Nachweis der Abbildungsquellen
Abb. Nr. Quelle
Abb. 1 Ichbiah, Daniel: Roboter. Geschichte_Technik_Entwicklung. Übersetzt von
Monika Cyrol u. a. München: Knesebek 2005, S. 524
Abb. 2 http://www.culture.gr/2/21/214/21405m/00/lm05m04c.jpg
Abb. 3 http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Automates-Jaquet-Droz-p1030472.jpg
Abb. 4 http://www.deutsches-museum.de/ausstell/meister/img/webstgr.jpg
Abb. 5 http://ed-thelen.org/comp-hist/Reckoners-114.jpg
Abb. 6 http://www.humanoid.waseda.ac.jp/booklet/photo/WABOT-1-1973.jpg
Abb. 7 http://www.humanoid.waseda.ac.jp/booklet/photo/WABOT-2-1984.jpg
Abb. 8 http://www.legoeducation.com/sharedimages/content/ExtraLarge/XL_manny1.jpg
Abb. 9 http://asimo.honda.com/photo_viewer_news.asp#
Abb. 10 http://asimo.honda.com/photo_viewer_news.asp
Abb. 11 http://world.honda.com/ASIMO/new/
Abb. 12 http://asimo.honda.com/photo_viewer_news.asp#
Abb. 13 http://techdigestuk.typepad.com/tech_digest/QRIO.jpg.jpg
Abb. 14 Ichbiah, Daniel: Roboter. Geschichte _ Technik _ Entwicklung. Übersetzt von
Monika Cyrol u. a. München: Knesebek 2005, S.135
Abb. 15 http://www.kndtech.com/images/2-HOAP.jpg
Abb. 16 http://www.space.com/businesstechnology/robonaut_ugrades_040823.html
Abb. 17 http://www.space.com/businesstechnology/robonaut_ugrades_040823.html
Abb. 18 Christaller, Thomas u. a.: Robotik. Perspektiven für menschliches Handeln in der
Abb. 19 http://www.care-o-bot.de/Bilder/Care_II1_Big.jpg
Abb. 20 http://membres.lycos.fr/evorob/cog.jpg
Abb. 21 http://www.oughtred.org/mitmuseum/mit-kismet-robot-3471-72lg.jpg
Abb. 22 Brooks, Rodney u. a.: Computer. Gehirn: Was kann der Mensch? Was können die
Abb. 23 Weber, Jutta: Der Roboter als Menschenfreund. Wie das neue Forschungsfeld
Abb. 24 http://www.fantagiornale.it/var/yd/storage/images/media/images/hans01/13742-2-
ita-IT/hans01.jpg
Abb. 25 http://hackersnews.org/hackerhistory/billjoy2.jpg
Abb. 26 http://www.thefutureoflife.com/images/headshot/kurzweil.jpg
Abb. 27 http://www.adelaidefestival.com.au/archives/ideas2001/images/brooks.jpg
Abb. 28 http://www.ais.fraunhofer.de/people/Thomas.Christaller/
Nachweis der Videoclipquellen
Videoclip 1) - Asimo - Fähigkeiten.mpg
Quelle: http://asimo.honda.com/inside_asimo_movies.asp
Videoclip 2) - Qrio - Tanzgruppe.mpg
Quelle: http://www.plyojump.com/qrio.html
Videoclip 3) - Care-O-bot II - Holen & Bringen.mpg
Quelle: http://www.care-o-bot.de/Tasks.php
Videoclip 4) - Care-O-bot II - Wasser bringen.mpg
Quelle: http://www.care-o-bot.de/Tasks.php
Videoclip 5) - Care-O-bot - Zukunftsvision.mpg
Quelle: http://www.care-o-bot.de/Tasks.php
Videoclip 6) - Cog - The Cog Project.mpg
Quelle: http://groups.csail.mit.edu/lbr/humanoid-robotics-group/cog/video.html
Videoclip 7) - Kismet - Hintergründe & Funktionen.mpg
Quelle: http://groups.csail.mit.edu/lbr/sociable/videos.html
Quote paper:
Albrecht Nitsche, 2006, Roboter - Der bessere Mensch?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
Der Mensch und die 'Künstliche Intelligenz' - Eine Profilieru...
Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
Doctoral Thesis / Dissertation, 366 Pages
German - Grammar, Style, Working Technique
Scholary Paper (Seminar), 23 Pages
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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 19 Pages
Hybride Kraft- und Positionsregelung
Computer Science - Miscellaneous
Scholary Paper (Seminar), 20 Pages
Kybernetik - Prothesen und Implantate, Funktion und Bedeutung für die ...
Research Paper (Pre-University), 13 Pages
Möglichkeiten und Grenzen der Unternehmenssteuerung mit Kennzahlen
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholary Paper (Seminar), 29 Pages
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