Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Name 2
3. Aufbau 3
3.1 Rahmenhandlung 3
3.2 Dialogteil 3
3.2.1 Ijobs Monolog 3
3.2.2 Auseinandersetzung Ijobs mit seinen Freunden 4
3.2.3 Das Lied über die Weisheit 6
3.2.4 Ijob´s Schlussreden 6
3.2.5 Die Reden Elihus 6
3.2.6 Die Gottesreden und die Antworten Ijobs 7
4. Entstehung 9
4.1 Rahmenerzählung 9
4.2 Dialogteil 9
5. Geschichtlicher Kontext 10
6. Fazit 11
7. Literaturverze ichnis 12
1. Einleitung
Die Geschichte vom unschuldig leidenden Ijob gehört wohl zu den bekanntesten Stellen des alten Testaments überhaupt. Zumindest die Rahmenerzählung ist weit über den Kreis praktizierender Christen hinaus bekannt. Dieses ist nicht zuletzt das Resultat einer reichhaltigen Rezeptionsgeschichte. So beschäftigte sich bisher nicht nur die Theologie, sondern auch die Philosophie, Literatur, Kunst oder Psychologie intensiv mit Ijob. Exemplarisch soll an dieser Stelle nur die Wette aus dem Faustprolog genannt werden. 1 Selbst im alltäglichen Sprachgebrauch ist er in Form der „Ijobsbotschaft“ immer noch gegenwärtig. Doch wer kennt schon das vollständige Buch, nicht nur den duldsamen, sondern auch den verzweifelten, zermürbten, Gott anklagenden Ijob? Wer kennt den Prozess, der ihn besänftigt und ihn wieder mit Gott versöhnen lässt?
Dieses Referat möchte daher das Buch Ijob anhand seines Aufbaus und seiner Entstehungsgeschichte näher vorstellen. Die in ihm behandelte Thematik ist nicht leicht zu bestimmen. Generell lassen sich aber zwei Ansätze unterscheiden. So wird die These, es gehe um das rechte Verhalten im Leid z.B. von Georg Fohrer vertreten: „[Es geht] nicht um die Frage, woher das Leid rührt, sondern um diejenige, wie man sich in ihm verhalten soll; nicht um das Problem der Theodizee, sondern um das Problem der menschlichen Existenz im Leid“ 2 . Genau dagegen wehrt sich aber z.B. Othmar Keel, indem er die Frage nach Ursache und Zweck des Leides im Buch Ijob aufgeworfen sieht: „Das Bemühen um diese Einsicht [dass das Leid zwar rätselhaft, aber trotzdem auf Gottes sinnvollem Handeln beruht] aber ist das Anliegen der Gottesreden und dieses Anliegen ist ein solches der Theodizee“ 3 . Um diese Frage besser klären zu können, soll nun aber zuerst das Buch Ijob vorgestellt werden.
2. Name
Das Buch Ijob ist nach seiner Hauptfigur benannt. Während die lateinische Übersetzung den Namen „Job“ und Luther „Hiob“ verwendet, versucht die Einheitsübersetzung mit Ijob wieder stärker den hebräischen Ursprung zu akzentuieren; „der Angefochtene“ könnte eine etymologisch passende Übersetzung sein. 4
1 Eine knappe Darstellung der Rezeptionsgeschichte findet sich bei J. Ebach, Hiob/Hiobbuch, 370-373
2 G. Fohrer, Studien zum Buche Hiob, 7
3 O. Keel, Jahwes Entgegnung an Ijob, 23f
4 F. Gradl, Buch Ijob, 32
3. Aufbau
Das Buch Ijob gliedert sich schon a ufgrund seiner literarischen Gattungen in zwei Teile, eine in Prosa verfasste Rahmenhandlung (1-2; 42,7-17) und einen poetischen Dialogteil (3-42,7-17).
3.1 Rahmenhandlung 5
In der Rahmenhandlung wird die Geschichte eines reichen und frommen Mannes erzählt, der vor zwei schwere Bewährungsproben gestellt wird. Der Grund dafür liegt in der vor Gott gebrachten Überzeugung des Satans, dass Ijob nur aufgrund seines Glücks derart fromm sei. Daraufhin bekommt er in einem ersten Schritt die Erlaubnis, Ijobs gesamten Besitz, d.h. seine Rinder, Esel, Schafe, Kamele, Knechte sowie seine sieben Söhne und drei Töchter, zu vernichten. Da diese Schicksalsschläge keinen Einfluss auf seine Frömmigkeit haben, was sich in dem Ausruf: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gelobt sei der Name des Herrn“ (1,21) manifestiert, erlaubt Gott dem Satan in einem zweiten Schritt auch die Gesundheit Ijobs anzugreifen. Jedoch bleibt er seinem Gott trotz der spöttischen Bemerkungen seiner Frau weiterhin treu. Danach treten die drei Freunde Elifas, Bildad und Zofar auf, um ihn zu trösten.
Diese werden allerdings zum Schluss von Jahwe verurteilt. Ijob dagegen wird für sein Verhalten gelobt und reichlich entschädigt. Er bekommt das Doppelte seines verloren Besitzes sowie seine Söhne und Töchter zurück.
3.2 Dialogteil 6
Der Dialogteil lässt sich in sechs Abschnitte gliedern. Er beginnt mit einem Monolog Ijobs, in dem er seine Situation beklagt (3). Darauf folgt eine Auseinandersetzung Ijobs mit seinen Freunden, die sich in drei verschiedenen Redegängen abspielt (4-27). Im Kapitel 28 folgt dann das Gedicht über die Weisheit und in den Kapiteln 29 bis 31 die Schlussreden Ijobs. Anschließend spricht mit Elihus noch eine weitere Person zu ihm (29-31), bevor zum Schluss des Dialogteils Gott u nd Ijob in Form von zwei Redengängen direkt miteinander in Kontakt treten (38-42,6).
3.2.1 Ijobs Monolog
Das Kapitel 3 gehört nach Felix Gradl zu den „dunkelsten Texten der ganzen Bibel“ 7 . In ihm
bringt Ijob sein ganzes Leid zum Ausdruck. Nun schweigt er nicht mehr wie in der
5 Vgl. L. Schwienhorst-Schönberger, Das Buch Ijob, 298
Arbeit zitieren:
Simon Schwamborn, 2003, Ijob - Entstehung und Aufbau, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Hiob, Geschichte und Theologie - Hiob und die Frage nach dem Leid
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