August 2006
Inhalt:
Theoretischer Teil:
1. Einordnung in die Wissenschaften
2. Die Wurzeln der Partikulogie als Wissenschaft
2.1. Der Begriff der Teilerkenntnis
2.2. Der Begriff der "Besonderheiten"
2.3. Die partikulogische Differenzierung in Stärke und Schwäche des sensiblen
Zustands des Teilnehmers, ggf. des Patienten
3. Geschichtliche Entstehung der Partikulogie
3.1. Genealogie der Allgemeinen Psychologie an der Universität Wien
3.2. Genealogie hervorragender Kliniker in Wien
4. Die Kunst ein Partikuloge zu sein
4.1 Das Bewusstsein, das der Partikuloge vertritt
4.2. Praktische Umsetzung
4.3. Lernbarkeit der partikulogischen Fertigkeiten
5. Die "Sensibilitäten"
6. Zum Begriff des „Wunders“ in „Die Partikulogie - Grundlage für die Psychotherapie in einem geeinten Europa“ (Band1)
7. Gottesbezug und Menschenrechte in der EU-Verfassung als Grundlage zum Maßstab des Partikulogen, nach dem er sich hinsichtlich der Religion, als auch des persönlichen Glaubens des Teilnehmers (so dieser seinen Lebensmittelpunkt in Europa hat oder aufbaut) zu orientieren hat.
7.1. Jeder Mensch ist für sich einzigartig, von dem Zeitpunkt, da er beginnt ein Lebewesen zu sein, bis zum Zeitpunkt, da sein Körper seine Seele aushaucht 7. 2. Um neben der Seele auch im Deutschen den Begriff Geist wieder in die Terminologie der rational, Evidenz-basierten Forschung, einzuführen, dem das englische Wort "mind" schon sehr nahe kommt, seien hier einige wesentliche Unterscheidungen dargelegt, die zum Verständnis von verschiedenen behandlungsbedürftigen Zuständen bei Teilnehmern unerlässlich sind. 7. 3. Eine individuelles anstelle eines universalistischen Gottesverständnisses unter Europäern als ein Vorrecht, das aufgrund der historischen und philosophisch-wissenschaftlichen Entwicklung Europas in der Europäischen Verfassung verankerbar ist
7.3.1. Individualismus als Prinzip der Rechtsbegründung 7.3.2. Ein individuelles Gottesverständnis
Praktischer Teil:
1. Psychologisches Gutachten und Partikulogisches Attest; kurz PGP-Attest
2. Eidesstattliche Erklärung zur "Eignungs-Diagnose von Persönlichkeit und kreativen Einsetzbarkeit im Beruf"
Anmerkungen
Abkürzungsverzeichnis
Literatur
1. Einordnung in die Wissenschaften
Die Partikulogie versteht sich als eine Komplementärwissenschaft zur Psychologie und dient unter anderem der Weiterbildung von Psychologen und Psychotherapeuten.
2. Die Wurzeln der Partikulogie als Wissenschaft Das Wort Partikulogie leitet sich aus 2 Begriffen ab.
2.1. Der Begriff von der Teilerkenntnis
Einerseits steckt im Wort Partikulogie der Wortstamm „part“ (= Teil). Die Partikulogie beansprucht für sich nur Teilerkenntnisse. Schon Sigmund Freud als Begründer der Psychoanalyse als einer der wichtigsten Innovationen des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet der sogenannten Hilfswissenschaften (der Begriff der Humanwissenschaften fand erst etwa zwei Jahrzehnte später Eingang in die Kategorisierung der Wissenschaften und erreichte weitere zwei Jahrzehnte später mit der Begründung der Association for Humanistic Psychologie (1964; nach Weber 2006) durch Abraham Maslow, Charlotte Bühler, Viktor Frankl und Carl Rogers ihren Höhepunkt), stellte fest, daß seine Errungenschaften nur Stückwerk („These 6: Die Spannung zwischen individuellem Glücksstreben und den Forderungen der Kultur: Die erforderliche Balance in uns herzustellen, wäre nach Freud nur möglich, wenn wir ein volles Bewusstsein hätten über die uns bestimmenden Triebe. Das Phänomen der Verdrängung aber zeigt, dass nicht
sanktionierte Triebwünsche ins Unbewusste verdrängt und unserem Bewusstsein entzogen werden können. Alles, was wir tun, kann darum immer wieder „hinterfragt“ werden. Die Psychoanalyse ist der einzige Weg, um die verdrängten Anteile bewusst zu machen. Aber sie bleibt immer Stückwerk.“ Hügli, 2006) zur Erkenntnis seien.
Keine noch so fortschrittliche Wissenschaftlichkeit hat absoluten Gültigkeitsanspruch. Auch aus einer besonderen ethischen Sichtweise, die auf die neutestamentliche Überlieferung des ersten Briefs des Apostels Paulus Kapitel 13 Vers 9 (nach den kanonischen Schriften seit dem Canon Muratori) zurückgeht, gilt, daß die partikulogische Wissenschaft nur Stückwerk der Erkenntnis ist. Metaphorisch gesprochen, ist wahres Wissen erst jenseits des Höhlenrandes möglich - um mit Begriffen aus Platons Ideenlehre zu sprechen -, jede menschliche Erkenntnis ist nur ein Schatten der Idee. Diese ethische Grundsteinlegung für den bescheidenen Anspruch der Partikulogie fand im Jahr 2000 anlässlich unterschiedlicher Meinungen im Seminar für lebendiges Seelenleben statt, deren Teilnehmer Graf, Leitha und das Ehepaar Steiner sich in der Schallergasse 12/5 darüber entzweiten, ob sozial- und kulturpsychologische Forschungstätigkeit im engen Rahmen bibelgläubiger, wiedergeborener Christen durchführbar wäre.
2.2. Der Begriff der Besonderheiten
Andererseits leitet sich der Name der Wissenschaft aus dem englischen „particular“ ab, das durch das Setzen eines „k“ wohl als eingedeutscht bezeichnet werden muß, wenngleich die englische Schreibweise „Particulogy“ ist.
Die Assoziation mit nur einer Teilaufgabe, die zu einer wissenschaftlichen Erklärung nötig ist (partikulär), sei zu vermeiden. So ist z.B. ein partikulogisches Verständnis von Triebhaftigkeit etwas anderes, als bloßes Verständnis aufzubringen gegenüber der partikulären Funktionalität des Auslebens von Trieben für ein erfülltes Leben.
Jemanden partikulogisch zu untersuchen, bedeutet, seine/ihre Besonderheiten (=auf deutsch übersetzt) genauseo zu beachten, wie seine/ihre Bedürfnisse. Die Wortverzweigung „particul-“ (oder auf deutsch „partikul-“) zeigt, daß in der Lehre (-logie) der Besonderheiten Toleranz, Wertschätzung und gegenseitige Achtung einen sehr hohen Stellenwert einnehmen.
2.3. Die partikulogische Differenzierung in Stärke und Schwäche des sensiblen Zustands des Teilnehmers, ggf. des Patienten
Charakterisieren lässt sich die partikulogische Differenzierung der Teilnehmer a. gemäß Kretschmer (1918) durch eine quantitative Unterscheidung (Gittler/Arendasy 2003)
Eine heute als Krankheit verstandene mehr oder weniger folgenschwere Sensibilität sei kein per se zu heilender Ausnahmezustand, sondern ein Übermaß an einer - oder einer bestimmten Zahl an - bestimmten Charakter-und Persönlichkeitsausprägung/en.
„In diesem Zusammenhang weist Kretschmer, ausgehend von seinen Erfahrungen in Mergentheim, auf das deutliche quantitative Überwiegen der unspezifischen psychopathischen Reaktionsformen im Sinne der Hysterie gegenüber den spezifischen, d. h. durch Charakter und Erlebnisform determinierten Reaktionen der Kampf- und Sensitivneurotiker hin; die den letzteren zugrunde liegenden Charakterformen seien in ihren mehrfachen und bestimmten Voraussetzungen gegenüber der vulgären Profillosigkeit der primitiven Charaktergruppen die zugleich selteneren und psychiatrisch hochwertigeren. (Kretschmer [1918], S. 135 f.)“ (Priwitzer 2004, S.166, Fußnote 624)
[Plural für die sogen. Multiplen Persönlichkeiten im Teilnehmer, die in eineroft durch einen „Kulturschock“ hervorgerufenen - Plurizität hinsichtlich der üblicherweise in einer wachsenden Synthese zueinanderfindenden Grundvorstellungen und kollektiven Repräsentationen der unterschiedlichen Lebenssphären ihre Wurzeln hat und in dieser speziellen Ausdrucksform, wie wir sie an diesen multiplen Persönlichkeiten kennen, als zwei oder mehrere verschiedene Sensibilitäten verstanden, nicht einen einheitlichen Ausdruck finden kann. Ähnlich dem in Band 3 (Leitha 2006, S.32) beschriebenen Grundsatz des Recht des Stärkeren unter Sensiblen, besteht hier das Recht der stärkeren Persönlichkeit unter zwei oder mehreren Persönlichkeiten im Sensiblen. Dem Betroffenen ist dabei nach bestem Wille und Vermögen Beistand dabei zu leisten, wie er die schwächeren Persönlichkeiten aufgibt. Erst die quasi überlebende Persönlichkeit ist aufgrund der Quote psychotherapeutischer Erfolge als Sensibilität gemäß unserer in demselben Band beschiebenen Nosologie aufgrund der Quote psychotherapeutischer Erfolge zu erachten.] Nach dem leitenden Arzt an der Psychiatrie am AKH Wien Heinrich Kasper (2002) wird der Sicht , diese Patienten nicht als „krank“, sondern als
Arbeit zitieren:
David Leitha, 2006, Lehrbuch für den 1. Partikulogischen Prozeß, München, GRIN Verlag GmbH
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