Die Unternehmensziele der Corporate Identity
2. Praxisarbeit
Ausbildungsbereich Wirtschaft
in der Fachrichtung Messe-, Kongress- und Eventmanagement
an der
Berufsakademie Ravensburg
Staatliche Studienakademie
- University of Cooperative Education -
Tim Bausch – WMS 04 B
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung und Zielsetzung der Arbeit
2 Begriffsklärung: Corporate Identity
2.1 Corporate Design
2.2 Corporate Communication
2.3 Corporate Behaviour
3 Zielsetzung der Corporate Identity
3.1 Ziele nach innen
3.2 Ziele nach außen
4 Die Funktionen des Images
5 Fazit
Quellenverzeichnis
1 Einführung und Zielsetzung der Arbeit
In der heutigen Zeit ist es für Unternehmen eine immer größere Herausforderung am Markt zu bestehen. Der Wettbewerb verschärft sich durch Globalisierung, technologischen Fortschritt, zunehmende Verkürzung der Produktlebenszyklen, Schnelllebigkeit der Märkte und Austauschbarkeit der Produkte und Dienstleistungen. Um trotz dieser Entwicklungen erfolgreich zu sein, ist es für ein Unternehmen unerlässlich, eine unverwechselbare, individuelle Unternehmensidentität oder -Persönlichkeit zu besitzen – die eigene Corporate Identity. „Eine festgeschriebene und praktizierte Corporate Identity bietet die Chance, das Unternehmen über alle Grenzen als Marke oder als Träger von Marken zu positionieren und ein Image aufzubauen“[1]. Nur durch die Schaffung dieser Unternehmenspersönlichkeit kann eine eindeutige und strukturierte Haltung zu einer eindeutigen Differenzierung gegenüber den Wettbewerbern führen. Das breit gefächerte Thema der Coporate Identity zeigt schon bei der Materialsuche eine Fülle an Literatur mit unterschiedlichsten Ansätzen des Themas. Mit der Einarbeitung in das Thema stellte sich nach und nach die Frage nach den eigentlichen Zielen einer Coporate Identity.
Aus diesem Grund hat die Arbeit auch dies als Thema, ohne eine allgemeine Einführung in das Thema der Corporate Identity dabei zu vernachlässigen.
2 Begriffsklärung: Corporate Identity
Für den aus dem englischen stammenden Begriff Corporate Identity gibt es zahlreiche Definitionen. Es herrscht der Zustand der begrifflichen Unsicherheit. So kommt es dazu, dass „Corporate Identity je nach Autor oder Verständnis ein erklärtes Ziel, eine Methode oder das Ergebnis identitätsorientierter Bemühungen“[2]darstellt.
Trotz der häufig unterschiedlichen Auffassungen der Corporate Identity, soll im Folgenden versucht werden den Begriff zu definieren.
Corporate
Der Begriff " Corporate" stammt aus der englischen Sprache und bedeutet Kooperation, Verein, Gruppe, Unternehmen oder Zusammenschluss. Außerdem steht das Wort auch für vereint, gemeinsam, gesamt, gemeinschaftlich und körperschaftlich. Es geht also um eine Organisation oder eine Gemeinschaft als Ganzes.
Identity
Der englische Begriff " Identity" wird allgemein mit " Identität" , aber auch mit " Gleichheit oder Übereinstimmung" übersetzt. Der Begriff " Identität" ist von dem lateinischen Wort " idem" abgeleitet, das übersetzt `dasselbe` bedeutet.
Definitionen:
„Corporate Identity ist die anzustrebende Einmaligkeit bzw. Persönlichkeit eines Unternehmens, die dieses unverwechselbar macht und damit den relevanten Bezugsgruppen der Umwelt…erlaubt, das Unternehmen in seiner Einmaligkeit zu erkennen, sowie den Mitarbeitern ermöglicht, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren.“[3]
„Corporate Identity ist Ausdruck der Unternehmenspersönlichkeit. In ihr spiegelt sich das Selbstverständnis des Unternehmens wider. Zentrale Elemente der Corporate Identity sind Verhalten, Design, Kommunikation,….Um ein einheitliches Bild der Unternehmenspersönlichkeit zu erhalten, müssen alle Handlungsfelder aufeinander abgestimmt werden….“[4]
Der Autor Stephan Heller bindet in seiner Definition die einzelnen Elemente wie Verhalten, Design und Kommunikation der Corporate Identity ein, welche die Teilbereiche unter dem Dach der Corporate Identity darstellen. Nur ein schlüssiges und ein aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept der Teilbereiche kann zur angestrebten Unternehmensidentität führen. Im Einzelnen werden daher folgend die jeweiligen Elemente der Coporate Identity dargestellt:
2.1 Corporate Design:
Das Corporate Design trägt mit einer visuellen Identität, vor allem nach außen, zu einem unverwechselbaren Unternehmensbild bei. Es bezieht sich auf eine einheitliche Gestaltung von Firmennamen, Firmenzeichen, Firmenfarben, Logo, Geschäftsdrucksachen, Prospekten, Symbolen, Formularen, Messeständen, Architektur, Fahrzeugen, Produkten, Kleidungsordnung etc.
Das Corporate Design muss sich wie ein roter Faden unverwechselbar und stringent durch das Erscheinungsbild und Auftreten des jeweiligen Unternehmens ziehen.
2.2 Corporate Communications:
Die unternehmensbezogene Kommunikation kann untergliedert werden in Public Relations und Corporate Advertising. Die Öffentlichkeitsarbeit bezieht sich auf die Werbung um öffentliches Vertrauen bei den für das Unternehmen relevanten Bezugsgruppen. Bei der Unternehmenswerbung geht es um Informationen über das Unternehmen, wie beispielsweise die Erhöhung des Bekanntheitsgrades oder die Korrektur falscher Vorstellungen und Einschätzungen durch die Umwelt.
2.3 Corporate Behaviour:
Darunter werden die Verhaltensweisen und Einstellungen der Mitarbeiter eines Unternehmens verstanden, sowohl untereinander als auch gegenüber Kunden, Verbrauchern und Lieferanten.
Die Mitarbeiter sollen in ihrem Auftreten und Verhalten das Unternehmen und [5]seinen unverwechselbaren Stil mit dem dadurch verbundenen Image repräsentieren und widerspiegeln. Durch Anweisungen der Geschäftsführung und Führungsgrundätze kann das erwünschte Verhalten dargelegt und durch Schulungsmaßnahmen eingeübt werden.
Zusammenfassung:
Die Corporate Identity kann also als eine unverwechselbare Unternehmensidentität bezeichnet werden. Im Rahmen der Corporate Identity-Politik wird vom jeweiligen Unternehmen versucht, das gewünschte Bild in der Öffentlichkeit mit Maßnahmen in den Teilbereichen Corporate Design, Corporate Communications und das Corporate Behaviour herzustellen,
3 Zielsetzung der Coporate Identity
Corporate Identity kann sowohl interne, als auch externe Ziele verfolgen. Welche Ziele genau ein Unternehmen erreichen will, ergibt sich aus einer sorgfältigen und umfangreichen Analyse des Unternehmens und seines Umfeldes.
Um eine stringente Umsetzung der erwünschten Unternehmensidentität gewährleisten zu können, muss sich ein Unternehmen vorher folgende Fragen stellen
Mit einer Corporate Identity-Politik werden vor allem folgende Teilziele verfolgt:
3.1 Ziele nach innen:
Ein wesentlicher Grund für die derzeitige Bedeutung der Corporate Identity ist, dass sie Produktivität und Leistung eines Unternehmens steigern soll. Dies wird im Folgenden spezifiziert:
Das wichtigste Ziel für viele Unternehmen ist:
Corporate Identity strebt die Zustimmung der Mitarbeiter zu einem gemeinsamen Handeln mit vereinbarten Werten auf der Grundlage eines Selbstverständnisses an, das die Einstellungen, Wünsche und Erwartungen der Mitarbeiter berücksichtigt. Das Berücksichtigen der Wünsche und Erwartungen der Mitarbeiter wird immer wichtiger. Da Mitarbeiter emanzipierter sind, wollen diese im Zuge dessen auch stärker miteinbezogen werden und größere Handlungsspielräume nutzen können.
3.2 Ziele nach außen:
Ziel der Corporate Identity nach außen ist die Profilierung des Unternehmens am Markt, um dessen steigenden Anforderungen und deren der Gesellschaft entgegentreten zu können.
Corporate Identity soll in den Augen der wichtigen Bezugsgruppen ein genaues Abbild der angestrebten Identität entstehen lassen, das so genannte „Corporate Image“. Dieses eindeutige und konsistente Bild vom Unternehmen ist Basis, damit sich Glaubwürdigkeit, Sicherheit und Vertrauen entwickeln können.
Ein unverwechselbares Image ermöglicht es dem Unternehmen und seinen Produkten aus der Anonymität herauszutreten und (wieder-) erkennbar zu werden.
Erkennbarkeit und Vertrauen stabilisieren hierbei das Verhältnis zwischen Unternehmen und Bezugsgruppen und ermöglichen, dass diese die Ziele des Unternehmens unterstützen.[7]
4 Die Funktionen des Images
Ein Image lässt sich im Rahmen der Corporate Identity gestalten. Zu beachten ist jedoch, dass ein Image nicht allein durch Maßnahmen des Unternehmens entsteht, sondern auch durch Maßnahmen der Konkurrenz, die Berichte in den Medien, Aussagen von Meinungsführern und Einflüssen aus dem sozialen Umfeld.
Die entscheidende Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit von Images ist, dass Worte und Taten übereinstimmen.
Handelt ein Unternehmen entgegen seiner externen Kommunikation, wird es unglaubhaft. Im Image sollen sich die Werte des Unternehmens spiegeln, welche das Denken und Handeln bestimmen.
Werte müssen im Unternehmen gelebt werden, damit sie glaubhaft vermittelt werden können.
5 Fazit
In Zeiten austauschbarer Produkte, zunehmender Konkurrenz und kritischer werdender Öffentlichkeit scheint es für viele Unternehmen lebensnotwendig geworden, ihren Kunden, Lieferanten, Finanzgebern, aber auch Mitarbeitern durch eine einzigartige, unverwechselbare Identität Orientierung und Sicherheit zu bieten und sich von anderen Unternehmen abzuheben. Aufgrund der Unübersichtlichkeit des Leistungsangebotes und des Fehlens einer unmissverständlichen Unternehmensidentität ist es gerade für hoch diversifizierte Unternehmen strategisch notwendig, eine Corporate Identity aufzubauen und zu pflegen. Ein Unternehmen muss jedoch diesen, sich selbst gesteckten Grundsätzen, die durch ein Image der Umwelt suggeriert werden, treu bleiben. Handelt ein Unternehmen entgegen diesen Grundsätzen, so besteht die Gefahr eines Imageverlusts. Schon der geringste Verstoß gegen die eigenen Vorgaben kann der Reputation des Unternehmens schaden. Die Wiederherstellung des angestrebten Images stellt sich dann häufig als schwierig heraus. Aus diesem Grund ist es für diese Unternehmen lebenswichtig dem eigenen Image treu zu bleiben. Es sollten deshalb auch nur einhaltbare und zu verwirklichende Ziele angestrebt werden.
Quellenverzeichnis:
[1] vgl. Birkigt/Stadler/Funk: Corporate Identity, Landsberg/Lech (1993), 6. Aufl. S. 10
[2] vgl. Achterholt G.: Corporate Identity, Wiesbaden (1988), S. 29
[3] vgl. Schneck: Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, (2000), S.199
[4] vgl. Heller: Handbuch der Unternehmenskommunikation, (1998) S. 18
[5] vgl. Berndt: Marketing II, Marketing-Politik, 2. Aufl.
[6] vgl. Herbst: Corporate Identity. Das professionelle 1x1, (2003)
[7] vgl. Herbst: Corporate Identity. Das professionelle 1x1, (2003)
Quote paper:
Tim Bausch, 2005, Die Unternehmensziele der Corporate Identity , Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Notwendigkeit und Ziele einer Corporate Identity
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholary Paper (Seminar), 17 Pages
Politics - International Politics - Region: USA
Scholary Paper (Seminar), 22 Pages
Communications - Media Economics, Media Management
Scholary Paper (Seminar), 18 Pages
Strategische Netzwerke als Option bei der Internationalisierung von KM...
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 25 Pages
Unternehmensbewertung mittels Ertragswertverfahren
Business economics - Controlling
Termpaper, 28 Pages
Anforderungen und Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
Bachelor Thesis, 44 Pages
Dienstleistungsqualität - Dimensionen, Involvement des Käufers, Proble...
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 28 Pages
Die interpretative Ethnologie von Clifford Geertz im Kontext der philo...
Ethnology / Cultural Anthropology
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 34 Pages
Entwicklung und Pflege einer Unternehmenskultur
Ein ernst zu nehmender Erfolgs...
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Diploma Thesis, 91 Pages
Makroanalyse des deutschen Marktes für funktionelle Getränke
Welche sozio-kulturellen Änder...
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Termpaper, 28 Pages
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholary Paper (Seminar), 25 Pages
Effekte des Emissionshandels auf die Finanzmärkte - Chancen, Risiken,...
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 25 Pages
Corporate Identity: Instrumente und Strategien
Business economics - Investment and Finance
Termpaper, 21 Pages
Mitarbeitergespräch in der Unternehmenspraxis
Business economics - Personnel and Organisation
Scholary Paper (Seminar), 37 Pages
Erving Goffman: "Interaktionsrituale"
Ehrerbietung und Benehmen
Sociology - Classics and Theoretical Directions
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 26 Pages
Günter Hofbauer likes Die Unternehmensziele der Corporate Identity
Tim Bausch has published the text Die Unternehmensziele der Corporate Identity
Tim Bausch has uploaded a new text
Corporate Identity für Verwaltungen und Gemeinden
Ein Ratgeber für den Umgang mi...
Christian Jaquet
Corporate Identity - Großer Auftritt für kleine Unternehmen
Mit der VIVA-Formel zum Erfolg...
Annja Weinberger
Corporate Identity und Corporate Design
Neues Kompendium
Matthias Beyrow, Norbert W. Daldrop, Petra Kiedaisch, Stéphanie Samesch
Corporate Identity und ihre länderspezifischen Realisierungen
Am Beispiel der italienisch-, ...
Tanja Emmerling
0 comments