Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die abhängigen und unabhängigen Variablen: Normative Vorstellung zur häuslichen Arbeitsteilung,
Erwerbsstatus, Haushaltsnettoeinkommen
3. Die Hypothesen
4. Die Datenerhebungsphase
5. Die Datenaufbereitung
6. Die neutrale und nichtneutrale Ausfallgründe - Die Ausschöpfungsquote 9
6.1. Die neutralen und nichtneutralen Ausfallgründe
6.2. Die Ausschöpfungsquote
7. Probleme der Stichprobe
8. Univariate Statistik - Häufigkeitsverteilungen und Maße
8.1. Die univariate Analyse des Haushaltseinkommens
9. Bivariate Statistik - Die Überprüfung der erwarteten Zusammenhänge
mit Hilfe von Kreuztabellen 4
9.1. Der Zusammenhang zwischen dem Erwerbsstatus und der familiären Hauptverantwortung der Frau
im Haushalt
9.2. Der Zusammenhang zwischen dem Erwerbsstatus und der familiären Hauptverantwortung der Frau im
Haushalt
10. Schließende Statistik - Die Drittvariablenkontrolle
10.1. Das Kausalmodell
10.2. Der Gesamtzusammenhang
10.3. Die Überprüfung der Kausalmodelle
11. Finale Betrachtungen
12. Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
Nicht erst seit „Sex and the City“ und den Männeranalysen der Carrie Bradshaw befindet sich das Thema „Mann“ in den Schlagzeilen. Bereits in den 80er Jahren stellte sich Herbert Grönemeyer die Frage „Wann ist ein Mann ein Mann?“. Lange Zeit blieb diese Frage wissenschaftlich unbeantwortet. Doch in Zeiten von Individualisierung, Pluralisierung der Lebensformen und Globalisierung brechen die gesellschaftlichen Veränderungen auch die Geschlechterrollen und das Geschlechterverständnis auf. Diesen Einfluss konnte sich auch die Forschung nicht länger entziehen. In der bisherigen Forschung wurden in diesem Zusammenhang vorwiegend Veränderungen für die Frauen betrachtet, obwohl solche tief greifenden Umbrüche auch Auswirkungen auf Männer haben und deren Rolle undverständnis neu interpretiert und reflektiert werden muss. Heute, in Zeiten von Metrosexualität, GQ und schwulen Vätern scheint es nicht länger eindeutig zu sein, was ein ,,richtiger" Mann ist oder zu sein hat, oder was den Mann überhaupt auszeichnet. Was sich in den letzten Jahren entwickelte, war ein kritischer Blick auf den Mann.
Ausgehend von diesen Überlegungen wechseln wir in unserem Forschungsprojekt „Bild des Mannes in der Gesellschaft“ die Perspektive und beleuchten das „Mannsein“ näher. Um dieses weite Feld greifbar zu machen, wurden einzelne Aspekte in verschiedenen Gruppen bearbeitet. Die normativen Vorstellungen in der Arbeitsteilung mit den Untergruppen Erwerbsarbeit, Hausarbeit und Kindererziehung, sollte das Thema unserer Gruppe sein. Schwerpunktmäßig möchte ich mich allerdings auf die Arbeitsteilung in der Hausarbeit und der Familie beschränken und den Einfluss welches das Einkommen und der Erwerbsstatus des Mannes darauf haben.
Beginnen möchte ich mit der Definition der abhängigen und unabhängigen Variablen und einer kurzen Darstellung meiner Hypothese. Das Problem mit den Daten stellt den nächsten Schwerpunkt meiner Arbeit da. Dieses beinhaltet die Ausschöpfungsquote und Stichprobenprobleme gefolgt von der Datenaufbereitung und der Datenbereinigung. Meine Hypothesen versuche ich danach mittels univariater, bivariater und schließender Statistik zu überprüfen. Den Schlusspunkt wird dann durch ein finales Fazit gesetzt.
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2. Die abhängigen und unabhängigen Variablen: Normative Vorstellung
zur häuslichen Arbeitsteilung, Erwerbsstatus, Haushaltsnettoeinkommen
Schwerpunktmäßig habe ich mich auf die normativen Vorstellungen in der häuslichen Arbeitsteilung beschränkt. Das Einkommen und der Erwerbsstatus stellen die unabhängigen Variabeln da.
Allgemein kann man sagen, dass soziale Normen mögliche Verhaltensweisen in einer sozialen Situation definieren und dass sie Verhaltensregelmäßigkeiten angeben. Sie sind gesellschaftlich und kulturell bedingt und daher in den Kulturen verschieden und auch mit der gesellschaftlichen Entwicklung wandelbar. Normen beeinflussen die Vorstellungen dessen, was „männlich“ ist bzw. wie der ideale Mann beschaffen sein sollte. Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung ist ein implizites oder ausgehandeltes Reglement, das die Zuständigkeiten der Personen für bestimmte Aufgaben in einer Beziehung bzw. einer Familie festsetzt. Die reale Arbeitsteilung kann sich davon unterscheiden, wenn sie von äußeren Umständen überlagert werden, also z.B. wenn der Mann der Partnerin zuliebe oder durch ökonomische Zwänge in seinem Handeln von seinen normativen Vorstellungen abrückt.
Hausarbeit, oder auch Familienarbeit oder Reproduktionsarbeit, ist ein Oberbegriff für alle häuslichen Arbeiten; Arbeiten zur Erhaltung des Haushalts (Aufräumen, Putzen) und des zur Lebensführung benötigten Inventars z.B. Wäsche waschen, Geschirr spülen; die Zubereitung von Mahlzeiten (Einkaufen, Kochen, Backen); regelmäßig wird zur Hausarbeit auch die Beaufsichtigung, Versorgung und Erziehung von Kindern sowie die Pflege von Angehörigen gezählt. Die häusliche Arbeitsteilung ist dabei stark geschlechtsspezifisch; dies betrifft sowohl die Frage der Aufteilung zwischen Hausarbeit und Erwerbstätigkeit als auch - bei partnerschaftlicheren Arrangements der Hausarbeit - die Teilung zwischen verschiedenen Tätigkeitsfeldern innerhalb der Hausarbeit.
Die Erwerbsarbeit ist die entlohnte, meist vertraglich geregelte Arbeit. Zu den Erwerbstätigen zählen demnach alle Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die in einem Arbeitsverhältnis stehen oder selbstständig ein Gewerbe, einen freien Beruf oder eine Landwirtschaft betreiben.
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Der Erwerbsstatus gliedert sich in erwerbstätige und erwerbslose Personen. Erwerbstätige Personen haben eine wöchentliche Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden, besitzen entweder eine Anstellung (z.B. in einer Firma, einem Betrieb oder einer Staatsbehörde) oder sind selbstständig. Sie haben ein geregeltes Einkommen. Erwerbslose Personen sind Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger sowie sonstige Nichterwerbstätige, wie Hausfrauen, -männer, Rentner und Schüler/ Studenten.
Das Erwerbseinkommen ist für Haushalte mit Personen unter 68 Jahren die Haupteinkommensquelle. Es spielt also für die Sicherung des Lebensunterhaltes vieler Personen eine herausragende Rolle. So kann ein vermindertes Haushaltseinkommen zu einer Einschränkungen im Familienbudget führen.
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3. Die Hypothesen
Auf Grund der (zumindest früheren) höheren Position des Mannes hatte er die Möglichkeit, Normen zu prägen und diese über Generationen hinweg aufrecht zu erhalten. Durch die normativen Vorstellungen, die die gesellschaftliche Bewertung eines Handelns beeinflussen, werden die Normen tradiert. Sie lassen sich durch die persönliche Einstellung und die Einstellung des Umfelds messen.
Ausgehend davon habe ich meine ursprüngliche Hypothese „Mit einem Nettoeinkommen von über 3500 Euro im Monat verrichtet die Frau die meisten häuslichen Pflichten (inklusive der Kinderversorgung) verworfen. Diese Hypothese war viel zu Allgemein und sie war nicht eindeutig durch eine Variable zu bestimmen. Dennoch habe ich mich gefragt, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einstellung zur häuslichen Hauptverantwortung für die Familie, dem Einkommen und dem Erwerbsstatus des Mannes gibt. Erwarten Männer dass ihre Partnerin zu Hause bleibt, falls sie ausreichend verdienen um die Familie zu versorgen können? Ich gehe davon aus, dass in Familien mit einem hohen Nettoeinkommen der Mann eher möchte, dass die Frau die Hauptverantwortung für die Familie trägt, als in Familien mit einem geringeren Einkommen. Männer mit einem hohen Einkommen sehen es als selbstverständlich an, dass die Frau sich um die Familie kümmert, da in der Erwerbsarbeit noch allzu oft die Präsenzzeit als wichtigstes Leistungsmerkmal gilt und so Männer glauben, dass bei einer Reduktion der Erwerbsarbeitszeit zugunsten der Familie das Karriereende droht. Zur Messung dieser Hypothesen habe ich mich für folgende Frage aus dem Fragebogen entschieden „Die wichtigste Aufgabe einer Frau ist die Familie.“
Des Weiteren stellt sich die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen der häuslichen Arbeitsteilung und dem Erwerbsstatus allgemein gibt. Das heißt, gibt es einen Unterschied in der Hausarbeit zwischen Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen? Ich gehe davon aus, dass erwerbstätige Männer eher zur weiblichen Hauptverantwortung für die Familie tendieren, als Nicht-Erwerbstätige Männer.
Nicht-Erwerbstätige Männer nehmen nur bedingt an der Arbeitswelt teil, sie haben die Zeit sich aktiv am Haushalt und an ihrer Familie zu beteiligen und partizipieren mit ihrer Partnerin gleichermaßen in häuslichen Belangen. Sie glauben nicht, dass es die wichtigste Aufgabe einer Frau ist, sich um die Familie zu kümmern.
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Arbeit zitieren:
Ellen Ziegler, 2006, Der Zusammenhang zwischen den normativen Vorstellungen der häuslichen Arbeitsteilung, dem Einkommen und dem Erwerbsstatus, München, GRIN Verlag GmbH
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